Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 16 (23.4.1937)
- Date
- 1937-04-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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dÜDlSOHß PRESSE Nr. 16 Seite 2 Dr« Nathan Birnbaum _ D6r W69 Ein Königsgedanke Nathan Birnbaums war die angestrebte Herstellung ״einer interterritorialen über gemeindlichen Alt gemeinde unter wohlgegliederter> autoritativer geistlicher Führung“, die in ihrer Organisatiön und Leitung den Primat der jüdischen Idee, die Souveränität des Thoraioillens zum Ausdruck au bringen hätte, das heißt ״die endlich wieder Wahrheit gewordene Kne ß es J isroel“. Dieser Idee und der mit der gleichen Leidenschaft verfochtenen einer Verländlichung des Judenttims durch Schaffung eines jüdischen Bauerntums ist der folgende Aufsata aus ״Im Dienste der Verheißung“ gewidmet. Der Feststellung, daß an einen die große Masse umfassenden Aufstieg Israels von seinem heutigen seelisch-geistigen Standort nicht zu denken ist, solange diese Masse nicht durch ihre Verländlichung und durch die Verwirklichung der Knesses Jisroel hiefür fähig gemacht ist, muß natürlich die Frage folgen, wie diese Voraussetzungen zu erfüllen sind und wie insbesondere unsere Masse zur Mitwirkung hierbei gebracht werden kann. Vorläufig ist sie ja dafür nicht zu haben. Wir wissen — und wir dürfen uns von dieser Erkenntnis durch die Aeüßerlichkeiten des Parteiengegensatzes und Parteiengezänkes nicht abbringen lassen —, daß sie sich, bis auf geringe Ausnahmen, in ihren Vorstellungen von der Lage der Juden und ihren Erwartungen nicht viel von der übrigen jüdischen Masse unterscheidet. Auch für sie ist das Geheimnis der jüdischen Frage in der Einteilung aller nicht jüdischen Menschen in Antisemiten und ״Fortschrittler“ beschlossen. Auch sie träumt von nichts anderem, als von dem baldigen und ziemlich wohlfeil zu gewinnenden Golus-Ende. Wie soll sie da für Ackerland statt für Territorium und für eine ״Hierarchie“ statt für gemütliche Anarchie zu gewinnen sein? Zumal, da ihre, unsere •führenden Persönlichkeiten ihren Einfluß auf sie nur dann behaupten können, wenn sie diesen Stimmungen *nachgeben, im übrigen selber schon von den gleichen Stimmungen erfüllt sind und jedenfalls keine Ahnung davon haben, daß sie auch etwas anderes tun könnten, als was ihnen die Modernen und die Zionisten vortun? Aber es ist vorauszusehen, daß über kurz oder lang unter dem Drucke alter und neuer Tatsachen die Illusionen zu verblassen beginnen werden. Und dann wird der psychologische Moment gekommen sein, um die von der Diktatur der Volksstimmung befreiten und selber ernüchterten führenden Persönlichkeiten für die Umgestaltungen zu gewinnen, die Voraussetzung des seelischgeistigen Aufstieges und der materiellen Erholung der Judenheit sind. Allerdings müßte dann auch etwas da ,sein, was ihre Einbildungskraft und ihren Geltungswillen anregt und so ihre von- Nichtverwendung bedrohte Energie in die erwünschte Richtung lenkt. Nun bringt uns jedoch die Frage nach diesem Etwas eine Voraussetzung des Aufstieges in Erinnerung, die wir bisher über der Voraussetzung der Umgestaltungen vernachlässigen mußten und nur erwähnungsweise behandelten: Die unmittelbare Verkündigung der Forderung des Geistes. Wir würden einen Fehler schlimmster Art begehen, wenn wir aus der Unumgänglichkeit der Umgestaltungen für den seelisch-geistigen Aufstieg Israels folgerten, daß sie allein die Forderung des Geistes erfüllen könnten, ohne daß neben ihnen, vor allem aber noch vor ihnen, von allem Anfang an, die Verkündigung der Forderung des Geistes selbständig wirkte. So wie sich die Forderung des Geistes nicht verwirklichen kann, solange nicht an die Stelle der zeit gerechten Illusionen das Streben nach g e i s t gerechter Umgestaltung und diese selbst gesetzt sind, ebensowenig oder noch weit weniger kann das Streben Erfolg haben, kann der neue geistgerechte Zustand herbeigeführt oder, wenn herbeigeführt, davor, bewahrt werden, sich wieder in einen zeitgerechten zurückzuwandeln, wenn nicht die Idee, in deren Dienst sie stehen, erkannt und verkündet und immer wieder .verkündet wird. Dabei darf Verkündigung nicht in dem Sinne verstanden werden, daß etwa ohne Unterlaß löbliehe Grundsätze zu predigen sind. Man darf auch nicht glauben, daß sie sich in Erörterung der Tugenden und in theoretischer Auseinandersetzung mit allerlei Gegnern erschöpft — so wichtig dies namentlich in Hinsicht auf geistig beweglichere Elemente erscheint. Vielmehr geht es um eine Verbindung der Lehre von der Tugend mit beispielhafter Uebung der Tugend. Es gilt, Zellen der TugendbefHssenert in den Volkskörper hineinzubauen. Dazu müssen vor allem jene dem reinen Geiste von sich aus erschlossenen, der Zeit und ihren Idolen nicht verfallenen, von ihren Illusionen nicht beschwerten Menschen da sein, jene Starken, die Zeugnis ablegen vom Geiste in der Welt des Stoffes, von der Ueber- Windung des Stoffes durch den Geist. Sie müssen die Forderung nach dem Aufstieg erheben und vor allem diejenigen mitreißen, die leicht und ganz ihre Seele dem reinen Geist eröffnen, wenn er ihnen verkündet wird. Und zusammen mit diesen müssen sie die weniger gut Hörenden dazu bringen, die Sprache des Geistes zu verstehen, und die Harthörigsten, zumindest zeitweilig den. Geist zu ahnen. Sie müssen, Wecker und Geweckte, einen Bund schließen — in vorbildlicher, sinnvoller Gliederung, im Zeichen des Gesetzes und zu seiner Wahrung, zur Hingebung an G-tt, zur Adelung der Herzen, zur Pflege g-ttesebenbildlicher, keuscher Schönheit. Und die Männer und Frauen in diesem Bunde müssen in den Stadtwüsten selbst, gegen deren bedrängendste Gewalten standhaltend, Oasen eines reineren Lebens schaffen. Und sie müssen ihre Bereitesten und Geeignetsten aus den Städten hinausschicken, um — sei es, wo es sei, wenn nur auf gastlichem und empfänglichem Boden — Stätten zu begründen, auf denen Gemeinschaften jüdischer Menschen, durch g-tt- und naturnahe Arbeit und unter frommer Führung zu Mustern für die Erfüllung des Sinns jüdischen Seins heranreifen. Sie müssen bemüht sein, insbesondere auch in E r e z Jisroel, Stützpunkte der Ueberlieferung und der Selbstheiligung zu schaffen. Und sie müssen hintreten vor das Volk und seine Führer und den Ruf erschallen Aktion zur Unterbringung sabbathhaltender Arbeitnehmer in Amerika Auf einer Konferenz der Vereinigung Y o u n g Israel in New York wurde die Frage der Arbeitslosigkeit unter der sabbathhaltenden jüdischen Jugend erörtert. In den letzten zwölf Jahren konnten durch das Arbeitsvermittlungsbüro der Vereinigung Young Israel 16.000 sabbathhaltende Jugendliche untergebracht werden. Weit größer aber ist die Zahl derjenigen, die vor die Wahl gestellt wurden, das Sabbathruhegebot zu verletzen oder arbeitslos zu bleiben. Es wurde im Laufe der Konferenz betont, •daß es ein Leichtes wäre, sämtliche arbeitslose sabbathhaltende Jugendliche unterzubringen, wenn die sabbathaltenden Betriebsinhaber in erster Linie diese ALPA Franzbranntwein lindert Kopfschmerzen u. erfrischt KHkl s 7.50 Jliif Harren in schwarz und farbig S 8.80, 0.80« 18.- feinster M&arfilz 8 18.—f 10.« 23.— Extra-Velour* In jeder Fasson II, Taborstrafte Nr. 3 9 XIV, Sechshauserstraße 39, XVII, Kalvarienberggasse 34 lassen: ״Seht, Was wir schaffen in unserem Bunde! Kommt, laßt uns das gleiche schaffen im großen, als jüdische Gesamtheit! Mit starkem Willen und in reifer Besonnenheit! Auf daß unser Volk sich verursprüngliche und verjünge, G-tt-nahekomme und nahe bleiben könne! Laßt uns nicht länger gleichgültig hinnehmen, daß es, seit Jahrtausenden dem Pfluge entfremdet, vertrocknet und verkümmert! Laßt es Uns aus den Großstädten retten, laßt uns die Möglichkeiten für ein neues Israel der Landarbeit suchen — überall, wo sie sich finden! Laßt uns Erez Jisroel, dem Lande der Verheißung, dienen — still, hingebend und ohne jene Eile, die der Illusion notwendig erscheint, aber in Wirklichkeit auf Kosten der Sicherheit des Volkes und der allseitigen Gediegenheit der Leistung geht! Laßt uns nicht länger in der sinn- und stillosen Anarchie unseres Gemeinschaftslebens uns behaglich fühlen! Laßt uns die jüdische Allgemeinde, die Knesses Jisroel wieder verwirklichen, damit der Primat des Geistes gesichert bleibe in unserer Mitte!" Und ״Große der Thora“ müssen mit ihnen und unter ihnen sein und zustimmend sprechen: ״Zu lange schon wartet der Allgütige darauf, daß wir uns besinnen. G-tt will, daß wir endlich sein heilig Volk, den Völkern ein Beispiel werden. Kommt, laßt uns den Weg dahin bahnen! G-tt will unsere Rückkehr zum Pfluge. G-tt will die Zucht unseres Volkes als seines Volkes! Jede Tat oder Unterlassung, die zur Erfüllung dieses seines Willens beiträgt, ist gebotene Pflichttat, jede Unterlassung oder Tat, die dieser Erfüllung entgegenwirkt,'ist Sünde!" Werden solche Worte gesprochen werden? Werden die Rufe der Wecker ertönen? Wird die Tat im Dienste der Verheißung getan werden? Die Erfahrung sagt nein, der Glaube sagt ja. Jugendlichen bei der Aufnahme von Arbeitern und Angestellten berücksichtigen würden. Im Zusammenhang mit dem Sabbathschutzgesetz wurde auch die Frage einer Unterstützung des Gesetzesvorschlages auf Einführung der Fünftagewoche besprochen. Wie sie lügen Die nationalsozialistische Presse in Deutschland veröffentlicht lange Telegramme aus Buenos Aires über die angebliche Ermordung des dortigen nationalsozialistischen Blockleiters Josef Riedle durch unerkannt gebliebene Personen und behauptet in Riesenüberschriften, es handle sich um ein neues Opfer der Juden und Kommunisten. Reichsminister Rudolf Heß hat bereits im Namen Hitlers der Auslandsorganisation der N. S. D. A P. in Argentinien ein Beileidstelegramm gesandt, in dem er sich die Darstellungen der Nazipresse zu eigen macht. Eine Havas-Meldung aus Buenos Aires gibt folgende, offenbar aus amtlicher argentinischer Quelle stammende Darstellung von dem Tod des dortigen Blockleiters der N. S. D. A.P. Josef Riedle: ״Eine Gruppe nationalsozialistischer deutscher Arbeiter in dem Vorort Ballester hatte sich mit Riedle verabredet, der ihnen über die Verwendung der von ihm einkassierten Beträge Rechenschaft, geben sollte. Dabei kam es zu einer erregten Auseinandersetzung, in deren Verlauf Riedle seinen Revolver zog. Die anderen suchten ihm die Waffe zu entreißen, die losging und Riedle in den Unterleib traf.“ — Die deutsche Nazipresse hat bis jetzt von diesen neu bekanntgewordenen Tatsachen keine Notiz genommen. I FEUILLETON ■ 7f> dec 2edokoU-BiicUse Ein Märchen für kleine und große Kinder Wie war er denn eigentlich hierher gekommen in diese gewöhnliche Gesellschaft? Er, der vornehme, glänzende, echte, schwere Doppelschilling, inmitten dieser vielen kleinen, minderwertigen Münzen! Der Kopf tat ihm noch weh von der Erschütterung des Falles und er hatte Mühe, seine Gedanken zu sammeln. Ja richtig, langsam besann er sich: In einer feinen Lederbörse war er gelegen, neben glänzendem Silber — er hatte überhgupt nur mit seinesgleichen verkehrt — bis der Besitzer dieser Börse einmal ins G-tteshaus kam, das einzige Mal im Jahre, wo das Gedächtnis an seine toten Eltern ihn dahinführte. Und da hatte eine feine, beringte Hand ihn, den Doppelschilling, aus der Börse heraus ge griffen und ihn geräusch- und würdevoll und mit Wichtigtuerei in die alte Blechbüchse fallen lassen. ״Ach, ich bin sehr unglücklich“, dachte er, ״einen solchen Aufenthalt muß man gewohnt sein, wie das gewohnliche Volk da um mich herum.“ Als er polternd in die Büchse gefallen, waren vor Schreck eine ganze Menge kleiner Münzen zur Seite ge- Sprüngen, Neugierig betrachteten sie jetzt den Großen. Ihnen hatte man es ja schon ah der Wiege gesungen, daß sie nicht so wertvoll, nicht so mächtig wären, wie die großen Münzen, mit denen man im Leben weit mehr ansrichtete als mit ihnen. Aber bei aller Bescheidenheit bäumte sich doch ein gewisser berechtigter Stolz in ihnen auf; denn sie wußten! daß gar mancher von ihnen auf der Waage des Wohltuns viel mehr wog als dieser sil- Lerne Protz. Und darum nahmen sie sich vor, sich durch* aus keine Ueberhebung gefallen zu lassen und dem kecken Gesellen tüchtig heimzuleuchten. ,L4uft, Luft‘, stöhnte der Silberne und machte Miene, sich auf die andere Seite zu legen. Aber er konnte sich nicht von der Stelle rühren. Er erwartete, die Münzen würden ihm — wie die Menschen — den Hof machen, ihm dienend nahen, ihn heben und wenden; aber diesen da fiel es gar nicht ein. ״Gesindel!“ murmelte er. ״Wa3 brummst du da, Kamerad?‘ fragte ein Zehngroschenstück. ״Bin ich dein Kamerad, dti Wicht?“ brauste der Doppelschilling auf. ״Nur nicht so hitzig, Freund!“ erwiderte der andere. ״Ich bin zwar nicht aus Silber, aber von edlerer , Herkunft als du; denn hier in diesem Reiche gilt nur die Absicht, der wir unser Hiersein verdanken, mir diese verleiht uns Wert und Gewicht. Ich kann mir mehr einbilden als du. Einem kleinen Mädchen gehörte ich. Weil es brav und folgsam war, bekam es mich von seiner Mutter geschenkt, um sich Naschwerk zu kaufen. Langeי trug es mich mit sich herum, kein König dünkte ihm reicher. Jede Nacht. beim Niederlegen und morgens beim Aufstehen überzeugte es sich voll Glück, daß ich noch in seinem Besitz war. Da wurde sein Brüderchen krank. Oft sah es die Mutter weinen und einmal hörte es sie sagen, daß Zedokoh vom Tode errette. Dann hielt es mich lange in der Hand und betrachtete mich liebevoll; aber sein Entschluß stand fest, JAeber G-tt, laß mein Brüderchm bald gesund werden!‘ hörte ich noch und lag schon in der Büchse. Hier aber muß ich immer an das herzige kleine Mädchen denken, dem ich ein größerer Schatz war als du, Doppelschilling, es bist,“ ״Ich bin zwar auch nur ein unscheinbares Zweigroschenstück“, ließ da ein solches sich vernehmen, ״aber wenn ich euch sage, wo ich herkomme, müßt ihr auch vor mir Respekt haben. Einem alten, vor Not gebeugten Mütterlein gehörte ich. Einen einzigen, heißgeliebten Sohn hat sie, der ihr von allen ihren Kindern am Leben geblieben ist, und der ist in weiter Feme, Auf der Jeschiwa ״lernt“ er, um so groß zu werden in der heiligm Thora, wie sein Vater es war. Diesem Wunsch gilt das Sehnen ihres Herzms und ihre schwachen Hände mühen und plagen sich und schaffen Tag und Nacht, um das Nötigste für das Kind und sich zu erringen, ^Lieber G-tt, laß meinen einzigen Sohn gesund und fromm sein und einen großen Ben-Thora werden!‘, hörte ich sie seufzen, als ihre Hand mich in die Büchse fallen ließ.“ ״Und ich“... ״Und ich“, schrie es da auf einmal durcheinander. Jede Münze bekam jetzt Lust, ihre Geschichte zu erzählen. Es war aber auch zu schön, einmal einem Stolzen zu zeigen, wie %oenig an ihm ist. ״Wir“, machte eine Münze sich zur Sprecherin für viele, ״wir haben Trauriges gesehen. Wir sahen viel Weinen und Schmerz; denn diese Büchse ist eine Zeitlang in einem Totenhause gestanden.‘f ״Euch hat das Leid hereingebracht und uns die Freude, eine wahre, echte Freude", sagten wieder andere. ״Wir kommen von einer Hochzeit. Einem frommen, braven Mädchen haben gute Leute es* ermöglicht, einen tüchtigen, frommen Mann zu heiraten. Es war ein einfaches Hochzeitsmahl, ohne Prunk und Glanz; aber wir Groschen, die damals in die Büchse hereinkamen, können erzählen von echtem Glück, das auch die Armen nicht vergißt und ihnen nach Kräften gibt.“ ._ Es wollten noch andere sich zum Wort melden, doch tat’8 plötzlich einen heftigen Stoß an die Büchse, daß die Münzen vor Schrecken aneinanderklapperten. Der Deckel wurde gewaltsam geöffnet, ein heller Laternenschein fiel in die Büchse und eine rauhe Hand stöberte darin herum. Ein Dieb war über sie gekommen, ״Pah, nichts als Kupfer“, brummte er ärgerlich, ״nicht der Mühe wert, sich die Taschen damit schwer zu machen.“ Doch plötzlich entdeckte er den Doppelschilling, ,JHolla, her damit, nach solchen Dingern suche ich!“ Die Münzen zitterten noch eine Weile vor Schreck, Als sie sich aber nach und nach davon erholt hatten, da freuten sie sich ihrer Unscheinbarkeit; freuten sich doppelt, weil sie ,wußten, daß viel Weniges auch ein Viel ergeben und sie also dazu bestimmt waren, manchen Hunger zu stillen, manche Träne zu trocknen. Aber sie bedauerten auch den armen Doppelschilling, der für seinen Stolz so gestraft worden war und in eines Diebes Taschen Gelegenheit hatte, über sich und sein Schicksal nachzudenken.