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Jüdische Presse · 1937-04-09 · 14 (9.4.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
14 (9.4.1937)
Date
1937-04-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 14 jüdische presse Seite S Wo € 111־ יי* WodKC Eine in Johannisburg abgehaltene Tagung der Exekutive des Witwatersrand-Kirchenrates verurteilte in einer Resolution aufs schärfste die antisemitische Propaganda, die durch bestimmte Kanäle nach Südafrika geleitet wird. Der Rat ist der Ansicht, daß die christlichen Kirchen von Südafrika von den Kanzeln herab und in den Sonntagsschulen einen hem■ inenden Einfluß gegen die Ausbreitung solcher Propa■ ganda ausüben sollten. ln Minsk begaben sich zwölf orthodoxe Juden im Alter von 60 bis 80 Jahren in das kommunistische Hauptquartier, brachen mit■ dem Ruf ״Im Namen des G-ttes Israels<( die Türen ein, verprügelten und fesselten zwei diensttuende Kommunisten und trampelten auf den Rüdem von Lenin und Stalin herum. Sie wurden von der OGPU. verhaftet und für zehn Jahre nach Sibirien verschickt. Nachdem hervorragende Universitäten in H 0 1land und in den nordischen Ländern ihre Teilnahme an der Zweihundertjahrfeier der Universität Göttingen abgelehnt haben, hat auch eine Reihe Universitäten in Amerika und in England beschlossen, der Feier fernzubleiben. 150 in Sofia lebende jüdische Familien türkischer Staatsangehörigkeit haben von der Polizei die Weisung erhalten, das Land zu verlassen, wenn sie nicht bis zu einem bestimmten Termin ein vom türkisehen Konsulat ausgestelltes Dokument vorlegen können, das ihre Staatsangehörigkeit regelt. Bisher war es den Betroffenen nicht gelungen, ein solches Dokument vom Konsulat zu erhalten. Das bulgarische Kriegs minister i>u m verfügte, daß den jüdischen Angehörigen der Armee für alle jüdischen Feiertage Urlaub gewährt werde. Eine gleiche Verfügung erließ das Unterrichtsministerium betreffend die jüdischen Schüler. Ferner sind laut Order des Justizministeriums alle fälligen Prozesse, an denen Juden beteiligt sind, für die Zeit nach den jüdischen Pessachfeiertagen verschoben worden. Der deutsche Generalkonsul in Tartu, Hermann, wurde von Hitler beauftragt, die Olympia- Medaille dem früheren Präsidenten von Estland, Professor Jaan Tönisson, zu überreichen. Professor Tönisson, einer der Vorkämpfer für die Freiheit Estlands, Führer der demokratischen Mittelpartei, der einige Male Präsident der , Republik war, lehnte es ab, die Medaille zu empfangen. In einer Versammlung seiner Anhänger hat der unter dem Einfluß der deutschen Nazisten stehende südafrikanische Nationalistenführer Doktor Malan die Bildung einer gegen die Juden gerichteten ״N o r di s ch e n F r ontct gefordert. Die jüdische Gemeinde in Tripolis erhielt von der Regierung . 10.000 Lire zur Verteilung an 'arme Juden. Die jüdische Gemeinde in Benghasi hat zum Andenken an den Besuch Mussolinis in Benghasi 20.000 Lire für wohltätige Zwecke der Juden in Cyrenaica gestiftet. . In den Stadtrat von Sofia sind zxoei Juden gewählt worden. - Der polnische L ehr er v er band, der etwa 55.000 Mitglieder zählt, hat einen Antrag auf Einführung des Arier Paragraphen mit Ausschluß der jüdischen Mitglieder fast einstimmig abgelehnt. In Tripolis sind die Handelslizenzen, die jenen jüdischen Geschäftsinhabern, welche nach Erlaß des Sonntagsruhedekrets sich weigerten, ihre Geschäfte am Sabbath offen zu halten, äbgenommen worden waren, diesen wieder zurückgegeben worden. Anläßlich des Namenstages des verstorbenen Marschalls Josef Pil sudski sind auch einigen' ehemaligen jüdischen Frontkämpfern hohe Auszeich nu ngen verliehen worden. Ein Antrag der. nationaldemokratischen Fraktion im Stadtrat von Lodz, in dem die Entlassung aller jüdisehen städtischen Beamten sowie die Nichtvergebung städtischer Aufträge an jüdische Lieferanten gefordert worden waren, ist von der Stadtverwaltung mit dem Hinweis abgelehnt worden, daß für solche Maßnahmen kein sachlicher Grund vorhanden sei. Der polnischen Verfassung gemäß seien alle Bürger gleichgestellt. (Der Stadtrat von Lodz ist inzwischen von der Regierung axifgelöst worden. Red.) Bei Ueberreichung der Huldi gun g sadr esse der englischen Juden an Koni g Georg VI. versicherte der König, daß die Freiheit der Religion und das Leben der Juden im Rahmen der allgemein geltenden Gesetze in England immer g ewahrt werden würden. Nach dem Pessach-Morgeng-ttesdienst brach in einer New-Yorker Synagoge ein Feuer aus, das das Innere des Gebäudes vollständig vernichtete. Die Bundeslade uüd zwölf Thorarollen verbrannten. Der Schaden wird auf 200.000 Dollar geschätzt. Der Tempeldiener Kindermann ist als Brandstifter verhaftet worden. ■ Der ru mänische Patriarch, Miron Christea, das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche von Rumänien, veröffentlicht einen aufsehenerregenden Brief in der Bukarester antisemitischen Zeitung ״Porunca Vremi(<, in dem er seine Bewunderung für den Antisemiten führ er Alexander Cu za zum Ausdruck bringt und die Hoffnung ausspricht, daß Cuza der rumänischen Jugend xmd dem Volk als Vorbild dienen werde. Die griechische Regierung hat der Jüdischen Gemeinde in Saloniki einen Betrag von 100.000 Drachmen als Pessachhilfe für jüdische Arme überwiesen. Der Oberrabbiner von T etuan, Rabbi Jölfan, der wegen angeblicher Beteiligung an der Verschwörung gegen General Frjmco verhaftet worden war, ist nach kurzer Haft auf freienFuß gesetzt worden. 0 Die Jüdische Gemeinde in Valona wurde von der albanischen Regierung als erste jüdische Gemeinde in Albanien anerkannt und registriert. In der 100 Jahre alten T orsztyner Synago ge hat ein Geisteskranker ein Feuer gelegt, Das Gebäude und die ganze Hinrichtung wurden ein Raub der Flammen, Dem ßynagogendiener Gedalje Weber gelang es unter Gebensgefahr, die Thora-Rollen zu retten. Er erlitt schwere Brandwunden am ganzen Körper, H. Grün, II., TaborstraßeS b, Tel. R-42-3-66, Atelier tür feine Herreugarderobe.׳ Kritik und Befrachtung Neueinführung: Seder jausen IBIS ist ein sehr lobenswertes Unternehmen der Wiener ׳Kultusgemeinde, jüdischen Kindern, denen es nicht vergönnt ist, einen •Sederabend in ihrem Elternhause mitanzusehen, das unvergeßlich wunderbare Erlebnis, die erhebende ׳Schönheit und innige Weihe dieser Feier anderweitig Zu vermitteln. Zweck solcher Veranstaltungen kann es logischerweise nur sein, ihrem eigentlichen, dem gebotenen Zweck gerecht zu werden: das strahlende Bild des Seders mit seiner reichen, phantasievollen Symbolik unauslöschlich in die jungen Seelen au senken, die werdenden Juden1 in die dreieinhalbtausendjährige Tradition einzubeziehen, die mit ״Erzähle es deinem 1Sohne!“ begann, damit auch sie das uralte Vermächtnis, das unserer ganzen Religion seinen Stempel aufdrüokt, einst weitergeben können. Wie aber sollen junge jüdische Menschen eine riehtige Vorstellung vom iSederakt erlangen, wenn das, was ihnen geboten wird, bloß eine ״Vorstellung" des Seders, eine Farce der heiligen Feier ist? Wie sollen sie Hüter des kostbaren Erbes -werden, wenn sie selbst Enterbte sind? Wie sollen die der Wiener Kultusgemeinde anvertrauten Kinder den beabsichtigten Anschluß an die jüdische Vergangenheit und Zukunft finden, wenn ihnen das Fest, das G - •t t für die Kinder Israels zum Zwecke dieses Anschlusses eingesetzt, in anderer Weise und ■Form vorgeführt wird, als es während der ganzen jüdischen Geschichte und in der ganzen jüdischen Welt begangen wurde? Welchen Eindruck können die Kleinen von einem Seder abend ins Leben׳ mitgenommen haben, der am glanzlosen Nachmittag in Gestalt einer prosaischen Jause stattfand? Was für eine Erinnerung wird ihnen bleiben an den einzigen Seder, an dem teilzunehmen sie Gelegenheit hatten? In der Hagadah heiß-t es: ״Du sollst es deinem ׳Sohne erzählen! Man könnte glauben, schon am Tage, darum steht geschrieben..." Es muß unendlich schwer gewesen sein, den Kindern, -die am ׳hellichten Tage beim Seder saßen, diese Stelle zu erklären׳. :Oder -sollten die Sederjausen zum Trotz veranstaltet worden sein, sozusagen als ״Secher 1’ Trotz“, da es — wie die ״Stimme“ in ihrem ׳Peasach-Leitartikel meint — nur der jüdische Trotz ist, der unser Volk am Leben erhielt und erhält? Die Hagadah von Givath Brenner Wir lesen im ״Israelit“: In einem Prospekt der Berliner Stelle des Nationalfonds wird die Hagadah von Giwath Brenner angepriesen. Die Unterwertung aller religiösen Werte, die unsere alte Hagadah auszeichneten und auszeichnen, ׳ist, nach dieser Anpreisung, die neue Seder-Agende. Aus ״einer verblaßten Konvention“ seien die Pessaohtage!wiederum ״ein Fest voll Trost und Besinnung“ geworden. Der Auszug aus Aegypten sei nicht mehr ״ein bloßer Mythos“. Der al-te jüdische Stamm sei wieder ״voller Blüten -und alle seine Blätter sprechen von Heimkehr". In der neuen Hagadah sei ״nur ein einziges Blatt dem Auszug aus der Sklaverei in Mizraim gewidmet, der Turm auf dem nächsten Blatt heißt, schon Rückkehr“. Und dann Gegenwart, Gegenwart, nichts hwie Gegenwart: Pfl-ug- -schar!und Flinte symbolisieren Arbeit -und Wacht! — Was war doch der Roscho in unserer alten Hagadah mit seinen hämischen Fragen ein harmloses Waisenkind im Vergleich mit den Ohachomim von Giwath Brenner? Für Giwath Brenner ist scheinbar die Sonde rg e u 11 a h schon da, trotz allem und allem. Aber wäre sie da, brauchte man da zur Flinte zu greifen, wenn doch mit der Geullah alle Flinten sich in Pflugscharen verwandeln? Und vielleicht hat noch der ältere Jahrgang der Kolonie von Cheder und Jeschiwa her die Erinnerung an die Talmudstelle, wonach man auch nach Ankunf-t des Mosc.h׳iach ׳iipmer noch vom Auszug aus Aegypten sprechen wird? Wissen möchten -wir nur, ob die Kinder von Giwath Brenner mit den gleichen strahlenden Gesichtern und blanken Augen nach ihrer neuen ׳Hagadah greifen, in \faknremge1td | yaknerkaltend Die Zahnpasta! der Über ״das Mythos des Auszuges“ rasch zum Pfluge und zur Flinte übergegangen wird, wie unsere Kinder nach der alten lieben Hagadah, mit den alten ewig jungen Erzählungen, Bildern und Liedern. «־♦uHU'iiTdrranr Eine Stiftung Rabbiner Mayersohns זצ״ל Wie die ״Jüdische Presse" bereits berichten konnte, hat der vor kurzem verstorbene Rabbiner Mayersohn s. Z. 1. einen beträchtlichen Teil seines Vermögens für Thorazwecke bestimmt. ,Sein im zweiten Bezirk. Adambergergasse 8׳, gelegenes Haus und seine umfangreiche Bibliothek hat er als fromme -Stiftung dem Verein ״Machsike Hadath" hinterlassen, der in dem genannten Hause eine Jeschiwoh zu errichten hat, die den Namen des Niftars tragen soll. In der Jeschiwoh sollen — nach dem Wortlaut des Testaments — ״zehn im talmudischen Wissen bereits ausgebildete Zöglinge durch vierjähriges intensives Thorastudium im rabbinisch-talmudischen Wissen vervollkommnet werden“. Alljährlich am Jahrzeitstag des Niftars sollen an die Jeschiwoh-Zöglinge Stipendien ausbezahlt werden. Durch diese fromme Stiftung -hat Rabbiner Mayersohn s. Z. 1. seiner Opferbereitschaft für das unverfälschte Thorajudentum Ausdruck verliehen. Es ist zu hoffen, daß es dem Verein ״Machsike Hadath“ gemeinsam -mit dem in orthodoxen Kreisen!bekannten Rechtsanwalt Dr. Max Gelber, der von dem Verblichenen zum Testamentsvollstrecker eingesetzt wurde, gelingen wird, mit einem aus den geeigneten Persönlichkeiten zusammengesetzten Stiftungskuratorium die sichere Gewähr für die Durchführung und Verwaltung der Stiftung im Sinne des Niftars zu bieten. R. ״Diglenu.“ Unter diesem Titel hat das Chinuch- Amt des Keren Hathora -unter der Leitung seines verdienstvollen Führers, Herrn Jakob Teitelbaum, vor Pessach eine mehrseitige Druckschrift herausgebracht, die an die Schüler der Wiener Talmud Thoros zur Verteilung gelangte. Der anregende und abwechslungsreiche Inhalt der ׳Veröffentlichung hat bei allen Kindern!großen Beifall gefunden. .Mit •diesem .Heftchen ist ein vielversprechender Anfang zur regelmäßigen Herausgabe 7׳des ״Diglenu“ als orthodox-jüdischer Kinderzeitschrift gemacht, um die -sich jetzt der Chinuch-Amtsleiter Jakob Teitelbaum -intensiv und erfolgreich bemüht. ״Einheit.“ Die 21. ordentliche Gener alv e!r s am-mlun g der ״Einheit“, Verein zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisehallen -und Mittelstandsküchen, findet Montag, ׳den! 12. April, um halb 8 Uhr abends in den Räumlichkeiten der ,״Einheit“, II., Malzgasse 12, statt. Die Mitglieder ׳und!Gönner des Vereines werden gebeten, die ausschließlich auf diesem Wege -und nicht durch einzelne schriftliche Einladungen bekannt- -gegebene Generalversammlung zu besuchen. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe. Den dieswöchigen Schabbosvortrag hält Herr Sekretär M. Spitzer um halb 11 Uhr in der ״Wienea“. TSCHECHOSLOWAKEI Das neue Gesetz und wie es dazu kam Von Dr. jur. et phil. Friedrich Karl Pick, .Oberrat i. R., Prag In dem kürzlich herausgegebenen Gesetzblatt Nr. 9 der Sammlung der Gesetze und Verordnungen für die Tschechoslowakische Republik ist endlich das Gesetz vom 21. Jänner 1937 veröffentlicht worden, mit welchem die Organisation der jüdischen Religionsgesellschaft in den Ländern Böhmen und Mähren-Schlesien vervollständigt wird. Schon an diesem Titel des neuen Gesetzes ist einiges besonders bemerkenswert. Zunächst handelt es sich also hauptsächlich um die Ergänzung der in dem bisherigen Grundgesetz vom Jahre 1890 absichtlich unvollständig gelassenen Organisation der damaligen israelitisehen Religionsgesellschaft, die nunmehr als jüdische Religionsgesellschaft bezeichnet, wird. Dann aber ist es bedeutsam, daß das neue Gesetz nur für die sogenannten ״historischen Länder“ Böhmen und Mähren-Schlesien Gelturig haben soll. Daß es so gekommen ist, hat seine lange Vorgeschichte und, wenn ich deshalb ersucht wurde, mich zu dem neuen Gesetz zu äußern, weil ich als einer der Nächstbeteiligten an seiner Wiege gestanden bin, so werde ich nicht umhin können, mit nller gebotenen Diskretion etwas von dieser Vorgeschichte vorauszuschicken: Als die Tschechoslowakische Republik ins Leben trat, bestanden auf ihrem Gebiet zwei ganz verschiedene Rechtsordnungen, die durch Art. 2 des Gesetzes vom 28. Oktober 1918, Nr. 11 der Sammlung d. G. u. V., vom neuen Staat Übernommen wurden, Das bedeutete, daß in den historischen Ländern, den damaligen Ländern Böhmen,;Mähren und Schlesien, das frühere österreichische, indenLändern Slowakei und Karpathorußland das frühere ungarische Recht insoweit und für so lange in Geltung belassen ׳wurden, als durch die Gesetzgebung des neuen Staates nicht etwa? anderes an Stelle des bisherigen Rechtes gesetzt würde. Für das Gebiet des jüdischen Kultusrechtes hieß das so* viel, als daß in den. ehemals österreichischen Ländern das Gesetz vom 21. März 1890, R.-G-1B1. Nr. 57, betreffend die Regelung der äußeren Rechtsverhältnisse der israelitischen Religionsgesellschaft, in den vormals ungarischen Ländern die Verordnung des ungarischen Ministers für Kultus und öffentlichen Unterricht vom 21. Jänner 1888, Nr. 1191 präs., über die Regelung der Angelegenheiten der jüdischen Gemeinden usw. (die sogenannte Trefortsche Verordnung) auch weiterhin die Hauptgrundlage des Judenrechtes in der Tschechoslowakei bilden sollten. Zur Zeit ihrer Uebernahme waren diese alten Rechtsbestimmungen also bereits etwa dreißig Jahre alt und erwiesen sich schon damals als einigermaßen reforpibedürftig. In Oesterreich hatten sich die Verhältnisse in den Judengemeinden, die auf Grund des genannten Gesetzes vom Jahre 1890 in den einzelnen Ländern mittels Ministerialverordnungen festgesetzt und gegeneinander abgegrenzt worden waren, in der Zwischenzeit ganz wesentlich gewandelt. Insbesondere wurde es als drückend empfunden, daß das Gesetz Zusammenfassungen der Gemeinden zu höheren Einheiten wenn auch nicht ausdrüoklieh ausgeschlossen, so doch auch absolut nicht anerkannt hatte, so daß es rechtlich nicht möglich war, für die sich als notwendig erweisende Schaffung höherer Gemeinde״ verbände im Gesetz selbst die erforderliche Begründung zu finden. Auch in den slowakischen Ländern bereitete die alte Rechtsordnung mit der Zeit Schwierigkeiten: verschiedene Bestimmungen waren veraltet, andere, direkt gegenstandslos, geworden, ohne ausdrücklich aufgehoben worden zu sein; die Menge der Nachtragsverordnungen, von denen manche einander widersprachen, machte ei! der -Staatsverwaltung schwer, den geltenden Rechtszustand mit ׳Sicherheit festzustellen, so daß es allzuhäufig1 ndtwendig wurde, zur Klärung an sich nicht aUzuwÄiger,. 23485353234823532323234853484848020100010000

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