Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 13 (26.3.1937)
- Date
- 1937-03-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2629891-2630682-2630695--5475-2637821- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 jüöische presse Nr. 13 mu vom wo die z יי Wo cli € % Bei einer Anti-Hitter-Kündgebung in New York, an der 50.000 Menschen teitnahmen, sprachen General Hugh Johnson, der bekannte Freund Roosevelts, Bürgermeister La Guardia und andere prominente. Persönlichkeiten. Es wufden Begrüßungs- Zuschriften von sieben Gouverneuren amerikanischer Bundesstaaten, dreizehn Senatoren und siebenunddreißig Mitgliedern des Repräsentantenhauses, ferner sehr viele Zuschriften europäischer Staatsmänner verlesen. Reuter meldet: Die südafrikanische Regierung soll entschlossen sein, den Behörden in Südwestafrika eine ausgedehnte Machtbefugnis zu gewähren; um in diesen Gebieten den Nationalsozialismus unterdrück em zu können. Personen, welche versuchen würden, den Nationalsozialismus zu propagieren oder ihre Mitbürger zu terrorisieren, sollen deportiert werden. Die Leitung der Rias Ica Immigration Association (Hicem) ist verständigt worden, daß die Regierung von Paraguay es dem Lloyd Bräsiliero, dessen Dampfer die Verbindung zwischen Montevideo und Asunction auf dem Flußwege herstellen, verboten hat, jüdische Passagiere an Bord zu nehmen. Hierzu erklärt die Leitung der Hicem, daß diese Maßnahme einem vollständigen Verbot jüdischer Ein- Wanderung nach Paraguay gleichkäme. Bei einem Appell des Jüdischen Pfadfinderverbandes in England, hielt der stellvertretende Chef der britischen Armee, General Sir Harry Knox, eine Ansprache, in der er die Vaterlandsliebe der englischen Juden in begeisterten Worten rühmte. Im ״Aerzteblatt für Berlin“ wird eine Bekanntmachung des Vorstandes der Reichsbeamten- Krankenversorgung wiedergegeben, wonach mit Wirkung vom 15. März 1937 die Erstattung der Rechnun gen und Verordnungen aller jüdischen A e r zte, Zahnärzte und Dentisten von der J}Kranken- Versorgung“ abgelehnt wird. Die ,hanseatische Rechts- und Gerichtszeitschriftte vom 6. März gibt ein Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichtes bekannt, welches den Kauf eines Mantels im jüdischen Geschäft als Eheverf ehlun g tmd 8 ch ei dun g s g rund betrachtet. Der jüdische Abgeordnete des Dail (irländisches Parlament) Robert B ris c o e, der in dem Kampf um die Unabhängigkeit Irlands eine hervorragende Rolle gespielt hat, hielt im Dail eine eindrucksvolle Rede zur Abwehr verleumderischer Angriffe des judenfeindlichen Abgeordneten Beiton. Außer Briscoe verwahrten sich auch mehrere nichtjüdische Abgeordnete und der Finanzminister Sean McEntee aufs schärfste gegen das Hineintragen von Judenhaß in die Beratungen des Dail. Nach Verhandlungen zwischen dem amerikanisehen Generalkonsul in Berlin und, der Gestapo■ wurde die Wirksamkeit der Ausweisu,ngsorder gegen den Chefkorrespondenten der Jüdischen Telegraphen- Agentur, Boris 8 molar, auf unbestimmte Zeit verschoben.' Der Ständige Chef des französischen Kolonienministeriums, Paul B o u t e ill e, hat eine neue Erklärung über die Aussichten jüdischer Einwanderung in französische Kolonien abgegeben, aus der hervorgeht, daß die . Möglichkeiten einer jüdischen Ansiedlung nur sehr begrenzt sind. Reichs-Kulturwalter Hinkel hat in seiner Eigenschaft als Sonderbeauftragter des Reichspropagandaministeriums zur Ueberwachung der geistig tmd kulturell tätigen Juden und Nichtarier, mit Wirkung vom 15. März alle christlich getauften Voll-Juden und sögenannten Dreiviertel-Juden, die bisher dem Paulus-Bund angehört ■haben, aus dieser Vereinigung nichtarischer Christen ausgegliedert und ihnen anheimgestellt, die Mitgliedschaft im jüdischen Kulturbund zu erwerben. Das letzte Reichsgesetzblatt bringt eine Abänderung des Reichsarbeitsdienst-Gesetzes, wonach der § 7 künftig lauten wird: 1. Juden werden zum Reichsarbeitsdienst nicht zugelassen. 2. Juden-Mischlinge können nicht Vorgesetzte im Reichsarbeitsdienst'werden. % In Rom ist der Präsident des Verbandes der Jüdischen Gemeinden Italiens, Adv. Felice Ravenna, im Alter von 67 Jahren gestorben. Die Regierung hat dem Verband ihr Beileid ausgesprochen. % In den katholischen Kirchen Deutschlands wurde am Sonntag, 21. März, von der Kanzel eine päpstliche Enzyklika verlesen, die sich außerordentlich scharf gegen das national sozial istische Regime wendet, weil es das Konkordat verletzt habe und auch eine antichristliche Tätigkeit entfalte. Wie der ״Jüdischen Presse“ aus Warschau gemeldet wird, bildet dort die Affäre des Stanislatis Piasetzky das Tagesgespräch. Dieser wütende Antisemit und Führer der rassistischen Nara-Partei ist als J uden st ämmlin g und Abkömmling eines gewissen Silberfeld entlarvt worden. Der polnische Sejm hat in zweiter und dritter Lesung ein Gesetz angenommen, durch das es Nichtchristen verboten wird, christliche Kult g er ät e und religiöse Andenken herzustellen und zu vertreiben. Es dürfen auch bei der Herstellung durch christliche Unternehmer keine nichtchristlichen Arbeiter beschäftigt werden. ln P ölen ist vor einiger Zeit mit Unterstützung einer Reihe von Bankinstituten ein ״Verband zur Stützung des polnischen Ei gentu ms“ gegründet worden, der sich die planmäßige Durchführung des änti jüdis chen Wirtschaftsboykotts zur Aufgabe gemacht hat. Ueberall, wo jüdische Industrie- und Handelsunternehmungen bestehen, werden durch den Verband gleichartige nicht jüdische Unternehmungen gegründet. Ueberall in Deutschland werden Vorbereitungen zur Feier des von Julius Streicher geleiteten Boykott-Tages vom 1. April 1933 getroffen. Es werden Riesenplakate mit antijüdischen Aufschriften und Karikaturen in den Städten und auf dem flachen Lande affichiert, Ansprachen von Nazi-Führern und Vorführung von antisemitischen Filmen werden angekündigt, % Die reichsdeutsche Presse teilt mit, daß die unter den Auspizien des Völkerbundes am 15. Mai 1922 für 15 Jahre abgeschlossene polnisch-deutsche Konvention, betreffend den Schutz der gegenseitigen'Minderheiten in Ober Schlesien, am 15, Mai 1937 zu gelten auf hört und nicht verlängert werden wird. H. Grün, II״ Taborstraße 8 b, Tel. R-43-3-66, Atelier tür feine Herrengarderobe. Aditzehn Iahte A (judas 0 Jisroel < Jugcndgruppe I Tat es also ־wirklich wahr, daß unsere jugendgruppe schon achtzehn Jahre alt geworden ist? Sind es denn nicht erst einige Monate her, wo Wir uns gemeinsam dort in dem kleinen Heim in der Schiffgasse versammelten Zur gemeinsamen Arbeit für Thora und Gemiläs Chassöüim? Kann es denn schon so lange sein, da wir beim Sijum des Daf Jaumi bis spät in die Nacht hinein in echter Simchoh sehe! Mlzwoh beisammen waren? Nein, ich kann es nicht glauben, daß es schon so lange zurückliegen soll, denn so klar und deutlich stehen sie vor mir, diese wunderbaren Stunden, die mein Leben zutiefst beeinflußten, die Keduschoh der dort empfangenen Thora, diese Schönheit der Simchos in der Jugendgruppe, diese innere Befriedigung durch gemeinsames Zusammenfühlen und Zusammenlehen. Und wenn es doch schon achtzehn Jahre her sein sollte, so können Wir kein Jubiläum feiern, denn היי alles ist noch so lebendig, so stark und frisch in unseren Herzen, wie wenn es erst gestern gewesen wäre! Wenn uns die Zeit auch so schnell dahingeflossen ist — gemessen an der Arbeit, gewogen an dem Erfolge, sind es nicht bloß achtzehn Jahre, sondern eine ganze Epoche, die zwischen damals und der Gegenwart liegt. Es muß nicht erst mit ausführlichen statistischen Daten helegt Werden, wie sich der Erfolg der Wiener Jugendgruppe in Zahlen ausdrückt. Die Tatsache genügt, daß hier viele Tausende junger Menschen inmitten der Großstadt mit all ihren Versuchungen und Verführungen der Thora treugeblieben sind! ״Treugeblieben", c|a.s wäre nur die halbe Wahrheit, daß sie hingegen begeistert und von Messiras hanefesch erfüllt sind, daß sie durch hingebungsvolle Taten die jüdische Wahrheit zum Siege führen wollen, das zeugt für unsere Jugendgruppe mehr als alles! So ist es keine Uebertreibung, wenn gesagt wird, daß durch die Jugendgruppe für Wien eine neue Epoche angebrochen ist! Denn wie sah der junge orthodoxe Mensch der Vorkriegszeit aus: Die allerwenigsten waren etwas tiefer im ״Lernen" eingedrungen. Was gab es mehr als den obligatorischen ■ ״Schul"־Besuch und bestenfalls ein paar ׳Religionsstunden. Und was ist der Typus des heutigen jungen Menschen aus dem Jugend:• gruppenmilieu: Freizeitgestaltung durch immer tieferes Eindringen in die Schätze der Thora, ausgeprägtes Bedürfnis für Gemeinschaftsleben mit gleichgesinnten Freunden, starkes Interesse für alle jüdischen (Probleme, sittliches Streben nach voller Reinheit, kurzum: vollkommenes Sichausleben im jüdischen Kreise auf echt jüdische Weise! Das ist das Ideal unserer heutigen Agudoh- Jugend! Braucht man überhaupt viele Worte über die Bedeutung der Jugendgruppe verlieren, wo doch das große Heim zu klein geworden ist und ein zweites für die Pirche-Agudoh errichtet werden mußte? Das Lernen vieler hunderter junger jüdischer Menschen spricht deutlieh genug! ־* Es war eine glückliche Stunde, als vor achtzehn Jahren die Jugendgruppe gegründet wurde. Dank der besonderen g-ttlichen Hilfe ist das große Werk trotz mancher Hindernisse und• Schwierigkeiten erfolgreich bestehen geblieben. Aber in dieser ernsten Gedenkstunde, da wir uns der hohen und heiligen Sendung der Jugendgruppe bewußt werden, müssen wir uns eingestehen: Es ist noch manches zu schaffen übriggeblieben, die Begeisterung und Hingabe der ersten Tage sind vielleicht durch die lange Gewohnheit nicht stärker geworden. Was uns vor allem abgeht, das sind die Führer, die in aufopferungsvoller Mitarbeit so viel zur Blüte beigetragen haben. Denken wir nur nach, was ׳Reb Josef Baumgarten und Reb Fischei Arak s. Z. 1״ was להבחליה unser allverehrter Rabb. Doktor P. Kohn der Jugendgruppe gewesen sind, dann werden wir begreifen, was uns fehlt. Aber diese Worte wollen nicht allein die Herzen der Verantwortungsbewußten mahnen, sie wollen alle unsere Freunde zu neuen Taten erwecken. Es liegt in unseren Händen, den kostbaren Schatz, flen wir von unseren Führern erhalten haben, zu behüten und zu beschützen. Es liegt bei uns, das Jubiläum!würdig zu begehen, durch hingebungsvolle Arbeit in den kommenden Tagen! E. Sp. * Zum Empfang bei 1, Herrn Wolf Pappenheim am zweiten Tag Pessach anläßlich des 18. Gründungstages sind alle ehemaligen Vorstandsmitglieder, Mitglieder und Freunde herzlichst eingeladen. Der Empfang findet um 11 Uhr vormittags statt. Die Auszeichnung des Schiffscbulraws Sonntag, den 21. März 1937, wurde im Aufträge des ׳Herrn Bundespräsidenten dem ehrw. Herrn Oberrabbiner S. Fürst ^das Goldene Verdienst- Zeichen des Bundesstaates durch Herrn Präsidenten Staatsrat Dr. Friedmann feierlich überreicht. Staatsrat Dr. Friedmann benützte diese Gelegenheit, um in einer eindrucksvollen Ansprache, die Verdienste hervorzuheben, die Herr Oberrabbiner Fürst durch sein jahrzehntelanges Wirken an der Spitze deij• Adas Jisroel sich für die Orthodoxie und für die Verbreitung von Thorawissen erworben hat. Oberrabbiner Fürst dankte mit herzlichen Worten für die verliehene Auszeichnung, in der er in erster Linie eine Auszeichnung seiner Gemeinde, der Adas Jisroel, erblicken will'. . Nach den offiziellen Ansprachen verblieb Staatsrat Dr. Friedmann noch längere Zeit in angeregter Unterhaltung mit dem Raw, der nochmals für die persönliche Mühe und Herzlichkeit dankte, mit welcher Präsident Friedmann sich seines hohen Auftrages entledigt hatte, Von der Wiener Kultusgemeinde Die Affäre Lö wenherz ist in ein entscheidendes oder vielmehr in ein bereits entschiedenes Stadium getreten. Nachdem der ״Binjan Haarez" während des Wahlkampfes und auch nachher sich als Korruptionstöter gebärdete, der die Bestellung eines ehrenamtlichen Mandatars zu einem besoldeten Beamten unter keinen Um* ständen zülasisen würde, :haben jetzt die drei Vertreter dieser Fraktion beschlossen, ״d urch Nichtteilnähme an der Abstimmung“ die Ernennung des D r, L ö w e n h e r z z u ermöglichen, Ueher die Hintergründe dieses Umfalles kann man nur Vermutungen anstellen. Interessant ist es jedenfalls, Ein Sehritt aufwärts! Geleitet von dem Bestreben, eine immer breiter Werdende Grundlage für den Ausbau und die Ent* Wicklung der ״Jüdischen Presse“ zu finden» wurde Im Einvernehmen mit den. prominenten Führern der Wiener Orthodoxie beschlossen, an die Steile der Arbeit«- gemeinschaft, die die ״Jüdische Presse“ bisher verwaltet hat, einen jüdisch-orthodoxen Preßverein zu setzen, dem die Förderung der jüdisch-orthodoxen Literatur und Presse überhaupt obliegen wird. Während in der redaktionellen und geschäftlichen Führung der ״Jüdischen Presse“, die unverändert inden Händen des Herrn David Ttirki verbleiben, dadurch keinerlei Aenderung eintritt, wird der bisherige und jetzt aus der engeren Mitarbeit ausscheidende verantwortliche Redakteur, Herr Karl Richter, das Schwergewicht seiner Tätigkeit in den Preßverein verlegen, um in diesem neuen Rahmen für unsere Zeitung zu wirken'. Mit dieser Reorganisation,^ die der ״Jüdischen Presse“ alle bisher bewährten Kräfte in vollem Maße erhält und ihr nur noch weitere neue Kräfte gewinnt, soll unsererseits eine opferbereite Tätigkeit im Dienste der Ausgestaltung der ״Jüdischen Presse“ verknüpft sein. Wir erbitten uns hiezu die Treue und Unterstützung unserer Leser und Freunde. Es ist wieder ein Schritt aufwärts! ״Jüdische Presse”. 4 daß die Zionistische Exekutive in der leidigen Amtsdirektorangelegenheit die Rolle des Schiedsrichters zwischen den einzelnen zionistischen Richtungen gespielt hat. Was das bedeutet, ist wohl jedermann klar. Nämlich, daß die Führung der Wiener Kultusgemeinde nicht nach Wiener Interessen und Gesichtspunkten erfolgt, sondern nach Gutdünken und auf Weisung der in London und Jerusalem amtierenden Zionistischen Exekutive. Rückgang des österreichischen Exports nach Palästina Die Oesterreichisch-palästinensische Handelskammer weist in ihrem Monatsbericht auf den empfindliehen Rückgang des österreichischen Exports nach Palästina,'der besonders Konfektion, Leder, Maschinen und Papier betrifft, hin. Zur Vergrößerung des Exports wäre nach Ansicht der Handelskammer ein Uebereinkommen ähnlicher Art notwendig, wie es in jüngster Zeit zwischen der Schweiz und den palästinensischen Wirtschaftsorganisationen abgeschlossen wurde. Die Handelskammer fordert die amtlichen Stellen auf, durch entsprechende Ausfuhrerleichterungen die rückgängige Bewegung des Exports nach Palästina aufzuhalten. Hebräische Namen dürfen nicht in deutsche umgewandelt werden Das soeben erschienene Amtsblatt der Bundespolizei in Wien macht nachdrücklich darauf aufmerksam, daß Aenderungen bestimmter biblischer oder hebräischer Vornamen in ähnlich klingende, angeblich deutsche Vornämen, nicht gestattet sind: solche Aenderungen werden unter Strafe gestellt. Großverhören an der Jessod Hathora Sonntag, den 9. Nissan, fand im Beisein der Ehrw. Herren Oberrabbiner S. Fürst, Rabbiner S. Baumgarten, des Direktors der Jessod Hathora, Rabbiner S. Neuwirth, des Vorstandes der Adas Jisroel, der Jessod Hathora und zahlreicher Vertreter verschiedener Vereine und der Elternschaft, das Großverhören der ganztägigen Kurse statt. Der erste Kurs lernte im vergangenen Sman aus dem ersten Perek von Pessochim .13 Blatt mit Raschi und aus dem Perek ״Kol Schooh“ 15 Blatt mit Tossfos. Der Unterricht in dieser Klasse wurde von Herrn Lehrer Heß erteilt. — Im zweiten Kurse wurde Mes’ Schwuos vom 3. Perek bis zum Ende mit Meforschim, ferner der 1. und 2. Perek aus Mes׳ Chulin mit Raschi gelernt. Außerdem lernten jene. Schüler, die bereits schulmündig waren, vom 4. bis zum 12. Perek Chulin mit Tossfos. Somit haben der erste Kurs 28 Blatt, der zweite Kurs 72 Blatt und die schulmündigen Schüler 107 Blatt gelernt. Dieser Kurs, wie auch beide Kurse in Tnach und Dinim wurden vom Herrn Lehrer Deutsch unterrrichtet. Zeigt schon diese kleine Statistik die fast ans Wunderbare grenzenden Leistungen dieser Kurse, so ist der Erfolg noch weit höher zu werten, bedenkt man, daß Leitung und Lehrer die Erziehung der ihnen anvertrauten Jungen durch eindringliches Mussar zur Ahawas Thora und Jiras Schomajim als ihre Hauptaufgabe betrachten. Alle hei der Prüfung Anwesenden haben die Ueberzeugung gewonnen, daß hier, in der Jessod Hathora, der .Adas Jisroel ein festes Bollwerk der Thora mitten in der Großstadt besteht, das der Unterstützung und' der Erhaltung würdig ist. Jeder jüdische Vater, der seiner jüdischen Pflicht dem Kinde gegenüber gerecht werden wül, soll es dieser Anstalt anvertrauen. ■ ״Mekor Chajim“, Wien, II., Große Schiffgasse 1. An Pessach finden aktuelle Vorträge folgender Herren statt: 1. Tag Pessach, 11 Uhr vormittags, Sekr. M. Spitzer; 2. Tag Pessach, 11 Uhr vormittags, Rabbiner S. Baumgarten; 3. Tag Pessach, K>7 Uhr abends, Dr. S. Lernberger; 7. Tag Pessach, 11 Uhr vormittags, D. Bondy; 8. Tag Pessach, 11 Uhr vormittags, Dr. Joel Pollak. Ferner wird während der Sefiro-Tage täglich •zwischen Minchoh und Maariw ein Gemoro-Schiur, geleitet von Herrn Artur Feigelstock, abgehalten, Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Diese Woche findet kein Vortrag statt. Sijutmfeier im Bethaus ״Adaß Jeschurun“. Sonntag, den 10. Adar, fand im Bethaus ״Adaß Jeschurun", IX., Pfluggasse 5, die Feier des Abschlusses des von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner S. Benedikt gelernten Traktates Gittin statt. Nach dem Schlußvortrag vereinigte ein von den Vorständen des Bethauses veranstaltetes Bankett die Gäste, Die Herren Rabbiner S. Benedikt und dessen Sohn, Rabb. Benjamin Benedikt, sowie Herr M. Hönigsber hielten gelungene Ansprachen.. Namentlich die Rede des Rabbiner Benedikt jr. hat besonderen Beifall geerntet; Vereinskantor Schiff mann trug durch seine Gesangsvorträge zur Verschönerung des Abends bei. Auszeichnung. Die 'Niederösterreichische Landes׳־ Landwirtschäftskammer hat Herrn David S t e i n h,0 f in Anerkennung seiner schönen Erfolge im Gartenbau mit einer Goldenen Medaille ausgezeichnet.