Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 13 (26.3.1937)
- Date
- 1937-03-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 JÜDISCHE PBfiSSE K’ Jakob Freistadfc ן־׳ ל Am 6. Ädar Veräehied ift Szikääö (Ungarn) im 85. Lebensjahr R* Jakob F r e i s t a d t, ein Söhn des Räb* biners Jizehoft Leib Freistadt s. S8r.i. ßr war einer der ältesten Lieblingsschüler des bekannten Gaon und Zaddik Rabbi Samuel Ehrenfeld s. 2. J. und zeichnete sich durdh großes Thorawissen und tiefe, herzinnige Frömmigkeit aus. Durch seine, große Bescheidenheit und Herzensgute stand er bei seiner Gemeinde in hohem Ansehen und Wirkte durch sein mustergültiges Leben beispielgebend. Alle, die diesen wahrhaft Frommen gekannt haben, werden ihm ein liebevolles Gedenken bewahren. ,i׳s5nn Wir Bitten um Nachsicht! Für die vorliegende Pessaeh-Nummer sind uns so viele an sieh überaus wertvolle Beiträge unserer gesch. Mitarbeiter zugekommen, daß es auch beim besten Willen nicht möglich war, sie auf dem beschränkten Raum unterzubringen, Fs ist uns Bedürfnis, insbesondere den ehrw. Herren Rabbinern Fckstein-Sered und Fischer- Sarospatok herzlichst zu danken und für das Nichterscheinen ihrer Arbeiten um Nachsicht zu bitten. Den nicht an den Tag gebundenen Artikel des Herrn Öberrat Dr. Fick, Frag, werden wir in der nächsten Folge veröffentlichen, Redaktion ״Jüdische Presse“. Rückblick und Ausschau Das Pessachf est eignet sich ganz besonders zu Betrachtungen, wobei man gerne Analogien anstellt, wie es unseren Vorfahren im Golus Mizrajim erging und wie es uns im gegenwärtigen Golus ergeht. Wir möchten daher heüte die jüngste Vergangenheit, die uns —sofern menschliehe Urteilskraft ausreicht — des Düsteren mehr als das Maß des Erträglichen bot, skizzierend erwähnen. Wenn wir auch dankbar anerkennen müssen, daß wir — in einem demokratischen Staat lebend, wobei Demokratie im idealsten Sinn des Wortes geübt wird — vor dem Gesetz als Bürger allüberall gleichgestellt sind, so erfüllen uns doch gewisse Symptome der jüngsten Zeit mit Sorge. Diese Sorge gilt vor allem der Entwicklung der Dinge außerhalb 'der Grenzen unseres Staates, soweit sie uns unmittelbar und mittelbar berühren. Mittelbar: Welches jüdische Herz fühlt nicht etwa die große jüdische Not in der Welt? Unmittelbar aber berührt uns die Sache leider auch immer mehr, denn der Antisemitismus wird trotz scharfer Grenzkontrolle gerne eingeschmuggelt. In der letzten Zeit haben wir einiges gehört, was uns nicht, so sehr als Tatsache, sondern weil symptomatisch, mit einiger Sorge erfüllt. Wir wollen hoffen, daß diese Sorge sich als überflüssig erweist. Die inner jüdischen Verhältnisse in der letzten Zeit haben sich leider sehr zu ungunsten des thoratreuen Judentums entwickelt. Attacken von allen Seiten und selbstredend ’ zunächst von der ״nationalistischen“ Front, die die Herzl-Devise ״Erobert die Gemeindestuben!“ als primäres Postulat in ihr diesjähriges Programm aufgenommen zu haben scheinen. ״Demokratisierung der Kultusgemeinden", ״Reform des Gemeindewahlgesetzes", das sind Parolen, die dem Laien harmlos klingen, in ihrer Tendenz aber den Ruin der Orthodoxie bezwecken. Es darf nicht geleugnet werden, daß in der letzten Zeit von dieser Seite mit viel Elan und Zielsicherheit gearbeitet wird, wobei auch schon nennenswerte Erfolge, wie Zusage der Verstaatlichung einiger hebräischer Schulen, Zusage der Anerkennung der jüdischen Minderheit, zu, registrieren sind. Was aber vollends konsternieren muß, das ist das vollkommene Versagen auf unserer ׳Seite, die totale Desorganisiert}! eit der hierländischen Orthodoxie. Anstatt von den Erfolgen auf der anderen Seite angespornt zu werden, zeigt sich die große Masse der Orthodoxie an der ganzen Entwicklung sozusagen desinteressiert. Wohin das führen soll? Es ist kaum auszudenken! Ein trauriges Bild bot auch die im vergangenen Sommer in Marienbad stattgefundene Kenessio Mechino. Wo es Prominente aus allen Teilen Europas gab, die, von ernster Sorge um das Schicksal der Orthodoxie erfüllt, zu dieser Kqnferenz herbeeilten, hat ein Großteil unserer Prominenten mit Fernbleiben brilliert und so deutlich ihr Desinteressement kundgetan. Es ist eine Golus-Psychose. Wir sind vom Alltag allzu beschwert und haben einen Großteil der Elastizität Im Frühling fühlt man sich neu beschwingt, doch die schwere Frühlingsluft macht matt und müde und das unstete Frühlingswetter bringt Verkühlungen! Regelmäßige Körpermassagen mit dem Franzbranntwein Alpa bannen Ermüdungsgifte und machen widerstandsfähig gegen das gefährliche Uebergangswetter! Das bestätigt gern auch der Arzt. unserer Vorfahren eingebüßt. Wollen wir hoffen, daß es alsbald besser wird, damit wir schon aufs Jahr seien — Bene chorin. sf. Die Sammelaktion für den ״Mifal Hazoloh“ Die Erwartungen, die an die Anwesenheit der Wortführer des gesetzestreuen Judentums vor dem Weltgewissen, die Leiter des ״Keren Hajischuw", geknüpft wurden, haben sich voll verwirklicht. Das Agudaleben in unserem Lande erhielt neue kräftige Impulse, das Interesse für den Keren Hajischuw lodert mit mächtiger Flamme in allen jüdischen Kreisen wieder auf. Die Gebefreudigkeit des jüdisehen Herzens feiert wieder ihre Triumphe. Eine Aktion unter dem Namen ״Mifal Hazoloh" wurde im ganzen Lande •eingeleitet, deren Ertrag zur Gutmachung der durch die jüngsten Unruhen in Erez Jisroel dem jüdischen Jischuw verursachten Schäden verwendet wird. Bisnun konnten wegen der Kürze der Zeit vor Pessach nur wenige Gemeinden erfaßt werden, aber auch dieser vielversprechende Anfang berechtigt zu den schönsten Hoffnungen für den Keren Hajischuw. Das pflichtbewußte Judentum unseres Landes weiß, was es dem Aufbau von Erez Jisroel im Geiste der Gesetzestreue, seinem Schul- und Kolonisationswerk, schuldet. Bisnun sind für den ״Mifal Hazoloh" Kö 23.300.— eingegangen. Das mit dem Besuche der palästinensischen Agudaführer in unserem Lande reorganisierte und erweiterte Keren-Hajischuw-Dir.ektorium hat seine erste Sitzung unter Vorsitz Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner M. L. Eckstein-Sered kürzlich bereits abgehalten und beschlossen, die Tätigkeit für den Keren Hajischuw in unserem Lande zu intensivieren und seine Einnahmen tunlichst zu stabilisieren. Es muß dafür gesorgt werden, daß die Institutionen der Agudas Jisroel in Erez Jisroel gefestigt und ausgebaut werden, wenn sie dem Strom der Kefiroh und Areligiosität. mit Erfolg sollen entgegentreten können. Das Keren-Hajischuw-Direktorium wendet sich daher an die jüdische Oeffentlichkeit mit dem Appell, in allen Ortschaften Keren-Hajischuw-Komitees zu gründen, die mit dem Landesdirektorium in stetem Kontakt stehen und in jedem Ort die geeignete Propaganda- und ( Sammeltätigkeit für den Keren-Hajischuw entfalten sollen. 100 Jahre Knabenwaisenhaus-Verein in Bratislava Hundert Jahre sind seit dem ,Tage verflossen, an dem der unsterbliche Chassam-Sofer s. Z. 1. den Israel. Knabenwaisenhaus-Verein in Preßburg gegründet hat. Schon im Jahre 5592 hat das große geistige ־ Oberhaupt die Initiative zu diesem Werk ergriffen und einen Aufruf ergehen lassen, den wir in der damaligen Uebersetzung im Wortlaut wiedergeben: ״Jeder Verein, der Wohltätigkeit im wahren Sinne der Religion, ohne Nebenabsichten, betreibt, wird unendlieh bestehen. Vor einiger Zeit keimte in der hiesigen ehrenwerten Gemeinde der heilige Gedanke, einen Verein 9 LITERATUR Thomas Mann: Ein Briefwechsel. Thomas Mann, in dem die ganze gesittete Welt mit Recht den höchsten Repräsentanten der deutschen Kultur erblickt, wurde nicht nur ausgebürgert, sondern auch von der Liste der Ehrendoktoren der Universität Bonn gestrichen. Auf diese Mitteilung reagierte er mit einem Brief, der unter dem Titel ״Ein Briefwechsel" jetzt beim Verlag Oprecht in Zürich erscheint. Die kleine Broschüre ist ein historisches Dokument, das jedermann lesen sollte. Uns Juden interessiert es doppelt: als Menschen und als Juden. Wir sehen in dieser erschütternden Schrift, daß nicht nur die Juden in dem heutigen Deutschland vernichtet werden, sondern die ganze menschliehe Kultur. Wir, die -Schwächsten, waren nur der Vortrupp. Wir zitieren hier einige Stellen aus Thomas Manns Brief: ״Wohin haben Sie, in noch nicht vier Jahren, Deutschland gebracht? Ruiniert, seelisch und physisch ausgesogen von einer Kriegsaufrüstung, die die ganze Welt bedroht, die ganze .Welt aufhält und an der Erfüllung ihrer eigentlichen Aufgaben, ungeheuren und dringenden Auf-' gaben des Friedens, hindert; geliebt von niemandem, mit Angst und kalter Abneigung betrachtet von allen, steht Deutschland am Rande der wirtschaftlichen Katastrophe, und erschrocken strecken sich die Hände seiner ״Feinde“ nach ihm aus, um ein so wichtiges Glied der zukünftigen Völkergemeinschaft vom Abgrunde zurückzureißen, ihm zu helfen..." , ״Aber wehe dem,Volk, das, weil es nicht mehr ein noch aus weiß, am Ende wirklich seinen Ausweg in dem G-tt und Menschen verhaßten Greuel des Krieges suchte! Diies Volk wäre verloren. Es wird geschlagen werden, daß es sich nie wieder erhebt." ״Kann und soll aber niclit Krieg sein — wozu dann Räuber und Mörder? Wozu Vereinsamung, Weltfeindschäft, Rechtlosigkeit, geistige Entmündigung, Kulturnacht und jeglicher Mangel? Warum nicht lieber Deutschlands Rückkehr nach Europa, seine Versöhnung mit ihm, seine freie, vom Erdkreis mit Jubel und Glockengeläut begrüßte Einfügung in ein europäisches Friedenssystem mit all ihrem inneren Zubehör an Freiheit, Recht, Wohlstand und Menschenanstand? Warum nicht? Nur weil ein das Menschenrecht in Wort und Tat verneinendes Regime, das an der Macht bleiben will und nichts weiter, sich selbst verneinen und aufheben würde, wenn eSj da es den Krieg nicht machen kann, wirklich Frieden machte? Aber ist das auch ein Grund?“ Mann schließt mit dem Gebet: G-tt helfe unserem verdüsterten und mißbrauchten Lande und lehre es, seinen Frieden zu machen mit der Welt und mit sich selbst! j \ i . Bruno Kisch: Gottesglaube und Naturerkenntnis. Der bekannte deutsche Universitätsprofessor Bruno Kisch, hat ein Buch' gegen die ״antitheistische Religion" des 19. Jahrhunderts veröffentlicht: ״G-ttesglaube und Naturerkenntnis" (Verlag S. Neumann, Frankfurt am Main). Er stellt fest,, .daß die wisseschaf tliche Grundlage des Antitheismus wackelig und unfähig ist, die letzten großen Fragen zu beantworten. Er, der zünftige Naturforscher, hat in der jüdischen Religion und vor allem im grundlegenden Werk' dieser Religion, in der Bibel, seelische Befriedigung gefunden und darauf baut er seine Weltanschauung auf. Er vertritt die Ansicht, daß im heutigen Zeitalter der Antiemanzipation, nachdem das sogenannte moderne jüdische Erziehungsideäl total versagt hat, die Stunde der jüdischen Gegenreformation geschlagen hat. Wir müssen die jüdische Jugend heimführen zur Bibel, zu G-tt und zum jüdischen Land. Schöne Bibelerklärungen, gescheite. naturwissenschaftliche und theologische Feststellungen sind in diesem ausgezeichneten Buche zu finden, in welchem eine fromme jüdische Seele aus den Tiefen der deutschen Hölle zu G-tt emporschreit, Das Buch verdient, in alle jüdischen Häuser Eingang zu finden. Ein Werk von Rabb, Fischer, Särospatak. Ein Kreis von Freunden und Verehrern4 beabsichtigt, die seit fast vier Jahrzehnten in verschiedenen Zeitschriften und selbständigen Arbeiten erschienenen Aufsätze von Rabbiner Ph, Fischer in Särospatak, über Rabbi S, R. Hirsch in einem großen Sammelband herauszugeben. Subskriptionspreis für das schön auszustattende Werk ist 1 Dollar. Zugleich wird auch die Herausgabe einer hebräischen Sammelschrift des gleichen Verfassers beabsichtigt, worin auch!Unterlassene Thoraarbeiten vom Vater (R. Awrom Fischer) und beiden Großvätern (R• Akiba Fischer und R. Süßmann Sofer« Verfasser des Jaikut Eliezer) des Verfassers veröffentlicht werden sollen. Subskriptionspreis M Dollar. mm? hat $r. Ehrwürden, der Herr Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau den AechtFranck Kaffeezusatz befunden. Die Erzeugung dieser guten u. billigen Kaffee- Würze steht unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabiners und wird ständig von seinen Aufsehern kontrolliert. Verwenden Sie bitte daher nicht nur zu tPessackj sondern auch das ganze jahr hindurch Aecht Franck, der . verlässlich koscher ist. zur Unterstützung armer unmündiger Waisen zu. gründen. Der Ew. stand ihnen bei, daß er bald zuni Eint- Schluß gereift, er möge uns auch ferner im Wege der Tugend fortleiten. Heilbringend für uns, daß wir es dahin gebracht haben. Doch möge Er, der barmherzige Waisenvater, uns allen menschlichen Beistandes entbehren lassen und dieses heilbringende Vorhaben, den Eifer, wie die Tat,!gnädigst aufnehmen. Diejenigen Edlen aber, die, ihren angemessenen Kräften nach, der guten Sache Vorschub leisten, durch milde Spenden die Wohlfahrt dieses Instituts zu fördern suchen, mit stetem Segen, mit Glücksgütem in dieser, mit ewiger Glückseligkeit im himmlischen. Jenseits lohnen.“ Trotzdem ist aus verschiedenen Gründen die Gründüng dieses Vereines erst im Jahre 5597 erfolgt. Die vornehmsten Baale Batim der Gemeinde hatten sich an die Spitze des edlen Werkes gestellt und der damalige Rosch Hakohol, R’ Wolf Pappenheim, wurde zum Präses des Vereines bestimmt. So begann der Verein mit kleinen Anfängen und erweiterte stets seinen Kreis und seine Leistungsfähigkeit, wofür das heüte dastehende eigene Heim״,des Vereins deutliche. Zeugenschaft ablegt^ Dieses Heim wurde unter dem agilen, inzwischen dähingeschiedenen Präses Markus Frankl s. A. geschaffen. Der heutige Präses ist Herr Generaldirektor Albert Gestetner, der sich auch schon unermeßliche Verdienste um den Verein erworben hat. Die geistige und technische Leitung des Instituts liegt in den bewährten Händen des Herrn Rabb. Lustig und seiner Gemahlin. Der Verein gibt anläßlich seines 100jährigen Jubiläums zu Pessach eine Broschüre heraus, die eine eingehende Schilderung des ganzen Werkes und 1 seiner Ent- Wicklung enthält. Unter ,dem Protektorat Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber hat sich nun auch ein Festkomitee gebildet, das in einem Schreiben die jüdische Oeffentlichkeit auffordert, dem Waisenhaus auch weiterhin mit Verständnis und Gebefreudigkeit zur Seite zu stehen. 1 —r. —b. Aguda-Jugendtreffen in Nove Zamky. Die von der jüngsten Antwerpener Sitzung der Weltexekutive der Agudas Jisroel für den heurigen Sommer anberaumte Kenessio Gedaulo gibt Anlaß genug, um das Aguda-Leben allerorts aufzufrischen und zu verbreitern. Ganz besonders im Kreise der gesetzestreuen Jugend. Zu diesem Behufe hat die Agudas-Jisroel- Jugendorganisation für Isru Chag Pessach (Sonntag, den 4. April 1. J.) um 14 Uhr 30 ein Jugendtreffen nach Novö Zämky einberufen. Die Hauptpunkte der Beratung werden bilden: Kenessio Gedaulo, V. Delegiertentag, das 25jährige Jubiläum der Agudas Jisroel und ״Mifal Hazoloh". Mit Rücksicht auf das große agudistische Ereignis, die Kenessio Gedaulo, das sich aller Wahrscheinlichkeit nach in unserem Lande abspielen wird, sieht man diesem Jugendtreffen mit größtem Interesse entgegen. Die gesamte gesetzestreue jüdische Jugend der West- Slowakei wird auch auf diesem Wege eingeladen. BEKIZZUR... — Sevluä: Anläßlich der Masaryk-Feier, die gleichzeitig mit einer Sokol Veranstaltung abgehalten wurde, sprach namens der jüdischen Bevölkerung das Gemeindevorstandsmitglied Herz- Sal, Fischhof. Bin tausendköpfiges Publikum, das den Riesensaal des Stadthauses bis auf den letzten Platz füllte, zollte dem gewandten Redner für die formvollendete Festrede tosenden Beifall. (J. H.) — Galanta: Im Rahmen der Aktion des ״Keren Hajischuw" für ״Mifal Hazoloh" fand hier in einem starkbesuchten ,Saale ein Meeting statt, bei dem der. bekannte Aguda-Führer Rabbi M. B1 au und der S er e» der R a w das Wort ergriffen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch den Präses der Äguda-Ortsgruppe, Herrn J. Sußmann, sprach Rabbi Blau über die heutige Lage in Erez Jisroel. Er erläuterte dabei die viel-, fach mißverstandene Aussage des orthodoxen Oberrabbiners Rabbi Josef Zwi Duschinsky vor der Kgl. Kommissipn: Unsere auf den Abweg geratenen Brüder werden; zur Thora;zurückfinden, wenn wir sie gehörig aufklären und belehren. Wir dürfen sie deshalb nicht aus Sem Klail Jisroel ausschließen, noch weniger dürfen wir dulden, daß der Paßbeamte entscheidet, wer religiöser und wer nichtreligiöser Jude ist. Deshalb hat Rabbi D u s c h i n s k y die Alijah-Freiheit für sämtliche Juden gefordert. Qbfr? rabbiner Eckstein sprach sodann in einer geistreichen -׳ Rede über die praktische Arbeit des Keren Hajischuw und forderte die Euhörer auf, die Arbeit des Keren Hpjisebw tatkräftigst zu unterstützen.