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Jüdische Presse · 1937-03-19 · 12 (19.3.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
12 (19.3.1937)
Date
1937-03-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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nt. n •;.w airE* mkfr *־•*י-־‘•— .A*' jutflflfcättffe. dtfDßCMft PRESAfc MiFV Der Nationalisierungseutwurf ' in ttamäiiiett abgeändet* Eine unter dem V0rsit2 des Handelsministers Val er Pop abgehaltene Konferenz beschloß nach stürmischer Aussprache, in dem Nationalisierungsentwurf das Wort ״ethnisch“ durch ״autochthon" zu ersetzen; die dies•‘ bezügliche Bestimmung im Gesetzentwurf Wird lauten: 75״ Prozent der Angestellten aller Betriebe müssen autochthone Elemente sein.“ Demnach werden den Minderheiten angehörende Staatsbürger in Altrumänien, die schon vor dem Friedensschluß Bürgerrechte besaßen (die Juden. Altrumäniens wären bis zu diesem •Zeitpunkt bekanntlich nicht gleichberechtigt),, zu den ״autochthonen Elementen“ gezählt werden, während die Minderheiten in den neu er- Worbehen Gebieten als nicht ״autochthon" gelten. Bvos Woche ל xii Wo die JmM. ׳ Der Magistrat der Stadt Rom benannte eine ätraße nach dem 1836 geborenen und 1909 ■verstorbenen berühmten jüdischen Forscher Professor Gesare L o rribr oso. © Die von Nathan Birnbaum begründete, in Amsterdam erscheinende Zeitschrift ״D &r R u f“, erscheint nunmehr nach längerer Unterbrechung wieder. Die Leitung hat jetzt Hans Goslar inne. © Die einzige jüdische H eilst ätt e für Lungenkranke in Deutschland, die in Bad Soden bei Wiesbaden, wurde behördlich geschlossen. Ein Grund für diese Maßnahme wurde nicht angegeben. f O Die hebräische Presse teilt mit, daß unter den aus Deutschland nach Palästina eingewanderten Juden. Selbstmorde sehr häufig sind. Fast täglich weiß die Presse über den Selbstmord eines deutsch-jüdischen Ein- Wanderers zu berichtön. Meist handelt es sich um Mensehen im Alter von etwa lfi Jahren. Die Meldung der deutschen Presse, daß gegenwärtig ein Gesetz über Enteignung des Grundbesitzes gewisser Elemente in Deutschland im Interesse des Staates vorbereitet wird, hat unter den Juden in Deutschland tiefe Besorgnis hervor gerufen; die jüdischen Hausr und .Grundbesitzer fürchten, daß das Gesetz gegen sie gerichtet ist. ׳. Das Direktorium des Keren Kajenieth Lejisrael hat die auf Nationalfondsboden angesiedelten Kolonisten auf gefordert, sich streng an die in den Pachtverträgen enthaltene Sabbathschutzklausel zu halten, da sonst die in den Verträgen vorgesehenen Strafen verhängt werden. müßten. © Seitens der deutschen Behörden wurde angeordnet, daß von jetzt ab jüdische Versammlungen, Konzert- Veranstaltungen usw. einzig und allein in öffentlichen jüdisclien Gebäuden, wie Synagogen, Bne-Brith-Häusern usw., stattznfinden haben. ©..Wie _aus Bag daß berichtet wird, wurden in das neue Parlament des Irak vier jüdische Abgeordxiete gewählt.; © Anläßlich der zweiten Wiederkehr des Todestages von- Frau Sar.a Schenierer s. I. hielt Rabbiner D. H.< Silberstein im J er u's'al em er Rund f unk einen Vortrag über ״Beth Jakob und B no th A g uß a s. Jisroel“. Der . Senat der Wilna er Universität sprach die Relegierung von 5lf jüdischen Studenten aus, xoeil sie sich geweigert haben, Plätze auf der linken Seite der Hörsäle (Ghettobänke) einzunehmen und, als die Px ofessoren sie aufforderten, nicht stehenzubleiben, sondern sich axef die ihnen zugewiesenen Plätze zu begeben, zum Protest die Vorlesungen verließen. An ' der Mauer der großen S y na g o g em der Nähe, des N ew -Y ork er G entr al Park wurden mit Orange färbe elf große Hak e.n k r e u z e auf gemalt. Die Polizei hat angeordnet, daß sämtliche New-Yorker Synagugen bewacht werden müssen. © Am Sonntag hätte in Berlixi die• Delegiertexitagung des Verbandes jüdischer• Jugexidvereine Deutschlands abgehalten wex'den sollexi. Im letzten Augenblick ־ vex'bot die Gestapo die von der Regieruxig durch eixieh ' früheren Entscheid erlaubte Tagung. © Die deutschen Behörden habexi ״ixn Interesse der Sicherheit des Staates“ , die S chlie ßun g einer Reihe . jüdischer landwirtschaftlicher ־״ Ü 1x1s c hi c h i un g sst eil e n, untei' ihnen auch Hachschara- Zenii'en, die in den Gx'enzbezirken Heyen, verfügt. © In Salzburg, dexxi Zentrum 'des österreichischen Fremdenverkehrs, erschien eine vom offiziellen Salzburger' Lehrerverein heransgegebene wüste antisemitische Schmähschrift ״Judentum und Schule“; sie enthält Aufsätze, xvie ,,Der Verrat von 1918 und das Judentum“, ״Juden schachexm um die.Völker“, ״Die Judenfrage im Spiegel der Presse“ und dergleichen. © Das Gei'i'cht in J er usale m verurteilte die im Zusamruenhangxnit: dem Ueherfall auf das Büro der Jewish Agency in Jerusalem am l-'h Februar seinerzeit verhafteten und später gegen 'Kaution fr eigelassenen 37 Mitglieder des Brith Trumpeldor zu je 3 Pfund Geldstrafe und sprach gegen einen, der als illegaler Einwanderer befundexi würde, die Landesvexweisung aus. © Der Leiter des europäischen Naclirichtendiexistes der Jüdischen Teiegi'aphen-Agentur, Boris S ni 01 a r, der ex'st vor kurzer Zeit aus London nach Berlin kam, ex•- hielt1 von der Gestapo die Verständigung, daß er Deutschland binnen drei Tagen zu verlassen habe, da seine; Abwesenheit .; die; ״innere . Sichei'heit Deutschlands .gefährde“., ...... '־! © Nachdem der große deutsche Kurort ,Wies- :baden vor kux'zem bescUlossexi hat, jüdische Kurgäste; nicht mehr aufzunehmen, folgt ’ nun der zweitgrößte,. : deutsche •Kurort, ■’■Baden■-Baden, diesem Beispiel. ' '■■>.'•׳ © Das Amtsgericht in Remscheid hat nach einer Meldung der Zeitsclmft ״Deutsche Justiz“ eine Ent- 1 Scheidung .getroffen, derzufolge der nationalsozialistische Ehemann, für dm> Einltan&fieimv Frau mm^ms-jüdischen Geschäft nicht haftet, wie dies der § 1357 desrJleutschen Bürgerlichem (jfäQtfibwtiUBß..allgemein■ al§, Pflicht. 4§s Eher xnanxws statuiert, , •, יי ■ •‘י־ JH." GrüB? il., Taborstraße 8 b, Tel. R-43-3-66, Atelier für feine Herrengard^robe,' . 4 - 'T ■ Im בית הבנסת der Adas-Jisroel-Schlffschul, II., Große Schiffgasse 8, findet am 211/ג1ו11ו ישבת הגדול ühr vormittags eine דרשה statt. ADAS JISROEL SCHIFFSCHUL Wien, II., Gr. Schiffgasse 8 (Kanzlei: Gr. Schiffgasse 1) MAZZOTH- AUSGABE. Am Donnerstag, den fi. Nissan (18. März) wird mit der Ausgabe der Mazzoth begonnen. Dieselbe erfolgt im Mazzoth-Lokal der Adas Jisroel, II., Große Schiffgasse Nr. 1, in der Zeit: Donnerstag, den 6. Nissan, von 1/>9 bis 12 und 2 bis >46 Uhr; Freitag, den 7. Nissan, von 1/29 ן bis 12. Am Sonntag findet keine Au.sgabe statt. Montag, den 10., Dienstag, den 11״ Mittwoch, den 12. und Donnerstag, den 13. Nissan, von % 9 bis 1.2 und 2 bis X>6 Uhr; Freitag, den 14. Nissan, von 1/29 bis 12 Uhr. Freitag nachmittags keine Ausgabe! Rumänische Regierung annulliert die Wahlen in die orthodoxe Zentralkanzlei Wie die jüdische Tageszeitung ״Uj Kelet“ in Klausenburg meldet, hat das . Kultusministerium auf Grund von Eingaben der in die Organisation der Ortho- ■ doxie nicht auf genommenen Kultusgemeinde in Nagykäroly 'und eines Redakteurs namens Weiß, der in einer kleinen Ortschaft eine Zeitschrift in jiddischer Sprache .herausgrbt, die Wahlen des orthodoxen Landeskongresses annulliert. Die Neuwahlen müssen auf einem neuen Landeskongreß innerhalb von 30 Tagen durchgeführt werden. Die Annullierung wird mit .folgen-, den Gründen motiviert: Nicht .alle Gemeinden wurden , zum Kongreß eingeläden. Die Landesstatuten kennen bloß einen stellvertretenden Vorsitzenden, der Kongreß hat aber ihrer zwei gewählt.* Die Wahlen wurden per Akklamation durchgeführt, die . Statuten schreiben aber geheime Wahl vor. ' , Die Zentralkanzlei' der orthodoxen Juden Sieben- biirgens beschwert sich vor der Oeffentlichkeit wie auch . in einer Eingabe an das Ministerium darüber, daß die Annullierung der Wahlen ohne vorherige Anfrage an sie erfolgt ist. Dieser Vorgang verletzt die gesetzlich gewährleistete Autonomie der Orthodoxie. Die Nagykärolyer Gemeinde hatte sich in einer strittigen Frage geweigert, vor dem Schiedsgericht zu erscheinen, und hat, sich damit automatisch aus der Orthodoxie ausgeschlossen, Sie ■bat also auf eine Teilnahme ah dem Landeskongreß .kein Anrecht. Landeskongreß der Orthodoxie in Ungarn. Am 8. und 9. März hielt die Organisation der orthodoxen Juden Ungarns ihren Landeskongreß und eine Neuwähl der Landesrepräsentanz und der Zentralkommission ab. Der Kongreß wurde vom Präsidenten Samuel Kahan- Frankl eröffnet. Anwsesend waren rund 200 Delegierte, darunter 100 Rabbiner. Der Präsident gedachte in seiner Eröffnungsrede des großen Toten der Organisation, Rabbi. Abraham Frankl s. Z. 1״ des Vorsitzenden der Zentralkanzlei und Vertreters der orthodoxen Juden'im Herrenhause des ungarischen Parlaments, sowie der " anderen Mitglieder der Repräsentanz! und der Zentralkommission, die im Laufe des sechsjährigen Zyklus verstorben sind. Die Eröffnungsrede beschäftigte sich dann mit der Lage.vdes KiaU Jisroel unjL versicherte ,die ,leidenden Brüder des Gplus ,und in Efez Jisroel des tiefsten Mitgefühls der ungarischen Orthcdcxie.׳ Dann schilderte der׳ Präsident die Lage der ungarischen ^»den. Er sagte u, a«; Pie unverantwortliche und unge*• hemmte Demagogie wühlt nun anch in unserem Vaterlande. Wir können nicht leugnen, 'däß, diese aus dem Auslande importierten Ideen, vor allem wirtschaftlich die־ ungarischen Juden schwer schädigen. Wir habep. aber Ver* Mikwah (rituelles Bad), Wien, II., Floßgasse. Das Käschern findet an folgenden Tagen statt: Montag, Dienstag und Mittwoch, den 22., 23. und ,24. März, von halb 9 .bis 12 Uhr, Donnerstag, den 25. März, yon 8 bis 1 Uhr. ., > : Erew pessach wird nicht gekaschert! Um ein langes Warten, zu vermeiden, ist es ratsam, den Md..nx.ag und den Dienstag zum Käschern Zu hC-nXt^eja! Gebrauchtes.. Emailgeschirr wird nicht gekaschert^. Großes Verhören an der ״Jessqd Hathorä“; ׳־'' .... .ßoniitäg, den 9. Nisan, 5697 (21. März),:um haib 3 jjhr nachmittags, findet das große Verhören beider ganztägiger Kurse der Jessod Hathorä im Schulgebäude, II., Nestroygasse 11, statt. . Verhört wird in der I. Abt. מם׳ פםהיםי1)מהק;־כ5.שעה. In, der II. Abt. (Fortgeschrittene) ׳׳;!'מם■' .שבועות von פרק שלישי bis Ende. Eltern der. Schüler, Gönner', Freunde und Mitglieder; der ״Jessod Hathora“ werden auf diesem Wege höfl. ein'geladen. — Der Vorstand. ' , Agudas-Jisroel-Mädchengruppe. Der dieswöchige Schabbosyortrag entfällt. trauen zur Nüchternheit des ungarischen Volkes und zur Energie der auf religiös-ethischer Grundlage wirkenden Regierung und hoffen, daß die den* edlen Traditionen des; ungarischen Volkes widersprechenden Bewegungenkeine• Dauer haben werden. Der Landeskongreß begrüßte i telegraphisch den Reichsverweser, den Ministerpräsidenten und den Kultus:- minister. Von den zwei letztgenannten liefen noch während der Dauer des Kongresses die Antworten ein. Am ersten Tag des Kongresses wurde eine Korn■: mission von 21 Mitgliedern zur Wahlvorbereitung gewählt. Die eigentlichen Wahlen wurden am zweiten Tage durchgeführt. Den Satzungen der Landesorganisation•, gemäß besteht die Landesrepräsentanz aus 100 Mitgliedern (40 Rabbonim ud 60 Baalebatim) und die Zentralkommission aus 20 Mitgliedern (7 Rabbonim und 13 Baalebatim). Nach den Wahlen traten beide Kommissionen zur Be- , sprechung der aktuellen Fragen der ungarischen Qrtho- -doxie. zu einer Sitzung zusammen. Rabbiner Meier Mayersohn זצ״ל Vergangenen Montag verschied in Wien der frühere langjährige Rösch-Bes-Din der Kultusgemeinde,' R a bbiner Meier Mayersohn, im Alter von; 75 Jahren. Der Heimgegangene war schön in seiner JugppiJväls-Ilui und scharfsinniger Kopf bekannt. Bis ins hoharAlferyhat er sich sprühenden Geist und: blendenden Wife|< gewährt, der ihm viele Verehrer aber auch manche Qöghsr •;yerschaffte. Bei der imposanten Lewajoh gab es ■äb^vhür Trauernde, die von dem interessanten Kämpfer ha&egt Abschied nahmen. : . >; Wie die ״Jüdische Presse* ‘aus authentisch^QycUe erfährt, hat Rabbiner Mayersohn .einen beträchtliohaufTeil. seines'Vermögens in hochsinniger ,Weise J§s!chiswacn und Thor azwec k en vermacht. חנצב״ה .. wV:v«H*׳1‘,׳<i Jakob Rabinowitsch יו. ,. . י״,־ . ץ״ל. .. ... Ein alter Anhänger und ein ehrbares :;Mitglied der Schiffschul, Jakob Rabinowitsch s.־A., ist iml%li:er von 70 Jahren verschieden• Schön sein Vater h^ttei’äls treuer Kämpe dem ׳ Gründer ,'׳^pr' .'•Sphiffsdhuir'.Raübiher Salomon Spitzer s. Z.,' 1״ ‘ treue Gefolgschaft geleistet. Der Verblichene trat in‘ seine .Fußstapfen und gründete ein echt jüdisches Haus, Neun Töchter ünü zwei Söhne betrauern in ihm den treuen Vater. Im ,Traue1־- hause hielt S'e, Ehrw, Herr Rabbiner Fürst einen Naöhruf, in dem er die Persönlichkeit des Verblichenen, insbesondere seinen . Wohltätigkeitssinn und. seine .P-ttes,*־ 1 furcht, schilderte. Ferner sprach der:, Schwiegersohn ües ־ i Verblichenen, Herr Benjamin Felsenburg־ Pie BserdigHng fand unter großer Beteiligung, statt-, Herr Rabbiner I Fleischmann und ein Schwiegersohn des.. Verstorbenen» ־ Herr Salmen Schreiber, hielten ergreifende Nachrufe. , תנצכ׳ה , t ' ,:׳׳ E CH T E NEROL NATURREINES KOKOSNUSSFETT Die Erzeugung steht unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des, Herrn B e z i r k s r ä b b i n e r s S. Ehrenfeld zu Mattersburg., Droschoh

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