Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1937-02-25 · 9 (25.2.1937) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
9 (25.2.1937)
Date
1937-02-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2629891-2630682-2630691--5451-2637793
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

jüdische presse Nr. 9 Seite '4 voא WOHN: FJgsi Xi> Woche /« Warschauer parlamentarischen Kreisen hefaßt man sich mit verschiedenen Planen zur Aenderung der Wahlordnung. Eines dieser Projekte, dessen Urheber der Abgeordnete Studnicki ist, sieht die Einführung einer besonderen Wahlkurie für Juden vor. Obwohl die Behörden in Lissabon versichern, daß die ununterbrochen vor sich gehende Ausweisungsaktion gegen die Flüchtlinge aus Deutschland sich nicht direkt gegen die Juden richtet, sind fast aus* schließlich Juden von den Ausweisungen hetroffen, da sich im reaktionären Portugal deutsche politisehe Flüchtlinge in den letzten Monaten nicht mehr aufgehalten haben. Unter dem Vorsitz des Völkerbundkommissärs Sir Neill M a Ic olm fand in Paris eine Beratung der Vertreter des Oberkommissariats für Auswandererfiirsorge mit dem Repräsentanten der bedeutendsten Hilf Organisationen statt, ln einer Resolution wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, daß das Genfer Abk o m m e n über den Rechtsstatus der Ausgewanderten von allen Staaten ratifiziert werde.. Der junge jüdische Advokat Wilhelm Rypel in Warschau, der durch einen von ihm organisierten und später von der Polizei verhinderten ״V er zw ei flungsmarsch<e nach P alästina bekannt geworden ist, plant für die Tage nach dem jüdischen Pessachfest einen neuen Fußmarsch von 10.000 jüdischen jungen Leuten aus Polen nach Palästina. In einer amtlichen Bekanntmachung wird mitgeteilt, daß die südafrikanische Regier ung beschlossen habe, im Monat April 1937 20 0 Einw anderern, die zum großen Teil Juden sind, die Genehmigung zu vorübergehendem Aufenthalt zu erteilen. Der Einwanderungsausschuß hat bisher 93 Prozent der vorliegenden Betoerbungen um Einwanderung und d a uer nde Niederlassung in der S ü da f rikanisehen Union zur ückg e wie s en. Die Berliner ״Jur. Wochenschrift“ führt aus, wohl besitzen Personengesamtheiten eine Gemeinschaftsehre, aber nur solche, die vom Recht anerkannt sind. und mit staatlicher Billigung öffentliche Aufgaben erfüllen. Eine jüdische Gemeins cha f t s ehr e existiere demnach nicht. ״Egyenlösög“ bringt einen aufsehenerregenden Artikel: ״Die fürchterliche Welle der U.eb er t ritte in B u dap es t“. Danach sind im Jahre 1936 in Budapest 107J> (921 in Pest, 153 in Ofen) Uebertritte erfolgt. Fast ohne Ausnahme werden als Grund für die Taufe ״materieller Vorteil“, ״Anstellung“, ״Erlangung einer Position“ usw. angeführt. % Anläßlich' der Unabhängigkeitsfeier in Li- ■ tau en sind auch drei J u den, der Ingenieur im Heeresflugwesen Adolf Blumenthal, Wolf David und Jakob Medzanski, vom Staatspräsidenten Prof. Antonas; Smetona durch Verleihung des Gedimin-Ordens ausgezeichnet worden. ’ An verschiedenen H och sch ulen Po lens haben einzelne Professoren und Fakultäten ohne öligemeine Regelung durch das Rektorat für ihre Vorlesungen Sitzordnungen eingeführt, durch die die jüdischen Studenten von den übrigen abgesondert werden. In der großen Synagoge von Rom fand die feierliche Amtseinführung des neuen Oberrdbbiners, Prof. David Prato, statt. % Im Bukarest er Hauptgerichtsgebäude brachen am 16. Februar ernste antijüdisehe Exzesse aus. Eine größere Zahl jüdischer An-, xoä'tte wurde von antisemitischen Anwälten brutal mißhandelt und schließlich aus dem Gerichtsgebäiide hinaus- ־ geworfen. Unter dem Vorsitz des Abgeordneten Colonel \ Josiah Wedgwood fand in London zum Andenken an die vor zwanzig Jahren erfolgte Gründung der Jüdischen Legion, die an der Eroberung Palästinas teilnahm, ein Festbankett statt. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlin hat sich in seiner letzten Sitzung kon- 8 tituiert. Zum Gemeindevorsitzenden wurde Direktor Heinrich Stahl zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden Direktor Georg Kareski und zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Moritz Rosenthal gewählt. Zum Generalschatzmeister der Niederlan de wurde, an Stelle des zurückgetretenen Dr. L. Ries, der frühere Direktor des Steuer- und Zollwesens in Holländisch-Indien, B. J. de Lee u w, ernannt, Der neue Generalschatzmeister ist Jude. v ln Palästina ist eine französische Handelsdelegation unter Führung des Vorsitzenden des HandelsausscJmsses der französischen Kammer, Abg. M. Hymans, eingetroffen. Die Juden in Palästina haben die größte Geburtenziffer unter allen europäischen Nationen mit Ausnahme der Rumänen. Trotzdem ist ihre Geburtenziffer um zwei ‘ Drittel kleiner als die der mohammedanischen Araber in Palästina. In der Unterhaussitzung vom 17. Februar ver- ־ suchte der kommunistische Abgeordnete Gallacher abermals, gegen das jüdische Aufbauwerk in Palästina in Form von Anfragen einen Vorstoß zu unternehmen. Die tendenziöse Absicht dieser Anfragen wurde durch Bemerkungen anderer Mitglieder des Hauses sofort zurückgewiesen. Der Altertumsforscher Prof. Glück hat im Waadi el Araba, der sich vom Toten Meer ■bis zum Golf von Akaba hinzieht, Ausgrabungen gemacht, die zur Aufdeckung von Kupfer- und Eisenbergwerken geführt haben, die wahrscheinlich im Laufe des 12. und 11. Jahrhunderts vor der bürgerlichen Zeitrechnung, und insbesondere während der Regierung von König Salomon im 10. und 9, Jahrhundert, ausgebeutet worden sind. H. Grün, II״ Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Ateliei für feine Herrengarderobe. Ich nehme keine Medizin, um schlank zu werden. Ich darf mit meiner Gesundheit keine Experimente machen, denn ich brauche Kraft und Ausdauer. Dies alles erreiche ich aber mit meinem Allheilmittel, dem ausgepreßten Orangensaft. Nicht jede Sorte ist jedoch ohne Zucker genießbar, darum wähle ich nur die vitaminreiche Jaffa- Orange, die mir so gut mundet und meine Spannkraft so erhöht. Auch meine Gäste würde es sofort stören, wenn ich ihnen nicht Jaffa-Orangen vorsetzte,־ und in meiner Küche nicht ausschließlich Jaffa-Orangen zur Bereitung der Drinks und Süßspeisen benützt würden. Das Programm £ des aenet! polnischen ßegiernngstagers Oberst Hoc verkündete in einer Rundfunkrede das Programm des von ihm geschaffenen neuert Regierungslagers. Punkt 6 des Programms lautet: Die Rechte der Minderheiten reichen nur bis zu der Grenze, die die Staatsinteressen schädigen könnte. Antisemitische Ausschreitungen werden nicht geduldet werden, doch ״sei das Bestreben der polnischen Bevölkerung nach wirtschaftlicher Selbständigkeit zu fördem“. Dieser Programmpunkt besagt deutlich, daß die neue Partei einen Kurs der wirtschaftlichen Verdrängung der Juden verfolgen wird Da jedoch mit einem, solchen Kurs weniger wirtschaftliche, als vielmehr propagandistisehe Erfolge Zu erzielen sind, wird in jüdischen Kreisen befürchtet, daß der Kurs des neuen Regierungslagers ein offen antisemitischer sein wird, Die Not der Juden in Polen In den beiden letzten Sitzungen des polnischen Sejm nahmen die jüdischen Deputierten Rabbiner Rubinstein und Dr. Sommerstein zum Staatsbudget Stellung und entrollten ein Bild von der Verzweifelten Lage der polnischen Judenheit angesichts der auf allen Gebieten des Öffentlichen Lebens vor sich gehenden unbarmherzigen antijüdischen Verfölgungsaktion. Rabbiner Rubinstein führte aus: Vor einem Jahre habe ich bei Beratung des Budgets im Namen der polnisehen Judettheit den Ruf ausgestoßen: Gebt uns Arbeit und Brot! Der Ruf ist nicht gehört Worden und unsere Lage hat sich im Verlauf des Jähres ungeahnt verschärft. Warum schließt man die Juden vom sozialen Schutz aus? Wehn polnische Arbeiter arbeitslos Sind, so gibt man ihnen wenigstens Brot, Uns gibt man Weder Arbeit noch Brot. Die jüdische Bevölkerung vegetiert in einer unerhörten und mit Worten gar nicht zu schildernden Not. Die Zahl der Arbeite- und Erwerbslosen Unter den Juden wächst Von Tag zu Tag. Gegen die jüdischen Läden urtd Marktstellen mobilisieren die Pogromhelden eine förmliche Schlacht, die Angreifer sind mit Revolvern,!Flinten, Bomben und Handgranaten bewaffnet’ Am schlimmsten jedoch wirkt sich die ״friedliche“ Hinausstoßung der Juden aus allen Gebieten von Arbeit und Erwerb aus. All das führt zu einer furchtbaren Pauperisierung der jüdischen Massen, Not und Armut wachsen in einer erschreckenden Weise. Es geht ein Prozeß der jüdischen Deklassierung vor sich, der ohnegleichen in der Geschichte ist. Die Regierung, die diesen grausamen Prozeß nicht hindert, ist für ihn und seine Folgen verantwortlich. JQQDQD K UN mBEEBMEEK Das alte Märchen kommt ihnen nicht aus dem Sinn Zur Zeit, da die Juden zu Purim rüsten, also im richtigen Augenblick, hat der ehemalige Minister C z e rm a k — bekannt durch *den Entwurf einer rassistischen Studentenordnung־, durch den Vorschlag einer sonderbaren ״Ordnung in der Judenfrage“, durch ein Vorwort zu einer erst *jüngst erschienenen antisemitischen Broschüre und dergleichen mehr — eine Rede gehalten, die so recht beweist, daß die judenfeindlichen Argumente und .Schlag- Worte des alten Haman noch heute in den Köpfen gewisser Politiker herumspuken. Sprach jener klassische Vertreter des Judenhasses, die Juden ״sind e i n Volk, aber zerstreut und verteilt unter allen Völkern, in allen Ländern“ — so formuliert Czermak diesen Gedanken folgendermaßen: ״Die Frage: ,Was sind die Judenf* wird Von diesen selbst gerne dahingehend beantwortet, als wären sie nur eine Religionsgemeinschaft. Daß diese Antwort unzulänglich ist und vielfach nur gebraucht wird, weil man sie in dieser Einschränkung braucht, ergibt sich schon daraus, daß man immer wieder eine innere Volksverbundenheit auch zwischen gläubigen und solchen Juden feststellen kann, die sich von ihrem Väter glauben abgekehrt haben... Den Juden kommt der große Vorteil zugute, daß sie nicht nur über alle Nationen zerstreut sind, sondern überall den höheren Schichten angehören und daher — allerdings nicht als Konfession — in allen möglichen Belangen einen übermächtigen Einfluß ausüben, der _ ' dem christlichen Volk bisher keineswegs zum Nutzen *gereicht hat.“ Daß der Herr Minister das Kriterium des jüdischen Volkstums gerade im •i,M an g e 1 einer gemeinsamen Heimat“ sieht, verträgt •sich wohl nicht mit gesunder Logik, um so mehr aber; mit dem Bedürfnis nach einem antisemitischen Beweisgrund. Ebenso ist es mit der Behauptung Czermaks, daß! die Juden, die — wie er selbst meint — überall den ״höheren Schichten angehören“, dem Kommunismus anhängen, weil er — ״alle Menschen gleich mache ...“ Aber mit der Logik und Wahrheit hat es ja der Antisemitismus nie genau genommen. Wie könnte sonst der Herr Minister seinen Zuhörern das Märchen auf tischen,י die Juden hätten sich di^ ״Führung in christlichen Kulturagenden“ angemaßt? Wie könnte er, der vorgibt, ein Kenner des Judentums zu sein, sonst erzählen, daß dieses im Kommunismus die ״Verwirklichung seiner Messiashoffnungen“ erblicke? Muß er als gläubiger Katholik doch wissen,1 daß die ״jüdischen Messiashoffnungen“ sich an das in uhseren täglichen Gebeten he'rbeigeflehte Erscheinen einer verheißenen Gestalt knüpfen und daß jedem religiösen; Juden jede weltliche oder politische Deutung dieser Hoffnungen — von einer Verbindüng mit dem g-ttesleugnerischen Kommunismus schon gar nicht zu* reden —1als lästerliche Blasphemie erscheinen muß. Aber Minister Czermak muß das alles erzählen, um den Juden ״höchstens" (!) den Anspruch zuzubilligen, ״sich als Ordentliche Staatsbürger bescheiden rückwärts (!) anzureihen", womit auch ,der praktische Anschluß an Haman hergestellt ist, der da meinte, ״es lohnt nicht, die Juden zu belassen"! Der Herr Minister. schämt sich anscheinend dieser geistigen Gemeinschaft ebensowenig, wie es ihn alteriert, daß seine Forderung eigentlich mit der״ Österreichisehen Verfassung picht in Einklang zu bringen ist. Die österreichischen Juden aber, die zur Verfassung und ihren Treuhändern unerschütterliches Zutrauen haben, werden sich durch solche Reden ihre Purimfreude nicht verderben lassen und werden in gewohnter Weise das Fest feiern, das ihnen immer Wieder zu Bewußtsein bringt, wie, wenig die Judenfeinde eigentlich seit den Tagen Hamans dazugelernt haben. Revisionisten Neben richtigen und klugen Gedankengängen und Argumenten/, die Jabotinsky in bezug auf die politisehen, ökonomischen und soziologischen Probleme Palästinas vor der Königlichen Kommission entwickelte, hat er — und zwar wenn er'in die bekannte revisionistische Diktion verfiel — auch mänche Aeußerung getan, mit dex er die Grenze der Vernunft um ein Beträchtliches überschritt. So mit seiner Forderung, ״man solle den Arabern die Wahrheit sagen“,: d. h., ihnen unumwunden eröffnen, daß ein ״Judenstaat“ mit all seinen Konsequenzen angestrebt werde* ״Der Araber“, meinte Jabotinsky, ״ist vernünftig, klug und gerecht. Wird man ihm die Wahrheit sagen, dann wird bei ihm eine Sinnesänderung eintreten." ■Der Nassi und seine Revisionisten sind doch sicher ״vernünftig, klug und gerecht“. Würden sie eine ״W ah rh e i t", wie die endgültige׳ Absage an das Mandat und die völlige Aufkündigung der englischen Verpflichtungen, ruhig hinnehmen? Würde die Tatsache allein, daß man ihnen die Wahrheit sagte, bei ihnen eine ״Sinnesänderung" hervorrufen?' Aehnlich klang die pathetische Erklärung Jabotinskys: ״Wir werden das Land reich und die Araber glücklich machen!“ — eine Phrase, die ein Kommissionsmitglied zur etwas sarkastischen Frage provozierte, ״warum dann die an Palästina angrenzenden Staaten die Juden nicht einladen und voh ihnen verlangen, ihnen die Möglichkeit zu geben, glücklich zu werden". Weiß doch gerade Jabotinsky am besten und hat er es doch auch vor der Königlichen Kommission dargelegt, daß ein Volk sich als Minderheit nie glücklich fühlen kann — auch in einem Lande nicht, wo ein Wladimir Jabotinsky herrsehen würde! Was Wunder, wenn der eifrigste und gelehrigste Schüler und Jünger dieses Utopisten, Wolfgang von . W e i s 1, in einem ITA.-Interview vorschlägt, England dadurch von der Notwendigkeit einer jüdischen Masseneinwanderung nach Palästina zu überzeugen, daß Polen und Rumänien für die revisionistischen E v a k u i erungspläne gewonnen werden. Daß eine Verwirklichung dieser Projekte den Juden den Boden unter den Füßen entziehen würde, ehe sie noch anderen in Aussicht hätten, das kann ein revisionistischer Kopf wohl nicht begreifen׳. Reiche Phantasie ist gewiß eine schöne Sache! Aber schon in einem politischen Interview und noch mehr in Bekundungen vor einer Königlichen Kommission, kann sie gefährlich werden. Im realen! Leben, wo es hart auf hart geht, ist sie jedoch bestimmt verderblich., Und darum ist es gut, daß der Revisionismus so gar nicht ernstgenommen wird und auf der Bühne der Politik nur die Rollender Lustigen Person spielt. ־M!nnnrann₪HRTg ADAS JISROEL SCHIFFSCHUL Wien, n., Gr. Schiffgasse 8 (Kanzlei: Gr. Schiffgasse 1) Wie alljährlich, richten wir auch diesmal an alle unsere Freunde und Gönner die innige Bitte, durch reichliche Beiträge es uns zu ermög* liehen, den armen Brüdern dazu zu verhelfen, daß sie für sich und ihre Familie den Pessach־! Tisch decken können. Die ungeheure Notlage, die mit noch nicht dagewesener Schwere so viele drückt, ist zu bekannt, als daß ihre Schilderung nötig wäre, jüdische Herzen zu rühren. Wir sind überzeugt, daß jeder Jude bestrebt sein wird, rasch und möglichst reichlich seinen Beitrag zu leisten. Wien, am 7. Adar 5697. Der Vorstand der Adas Das Rabbinat der Adas Jisroel Schiff schul Jisroel Schiff schul Im Mittleren Konzerthaussaal, III., Lothringer- Straße 20 (hinter dem Schwarzenbergplatz, Straßenbahniinien E״, F״ G״, H« usw.), findet der Vortrag Dr. Isaac Breuers statt, den sich niemand entgehen lassen darf. Einige restliche Eintrittskarten werden wahrscheinlich noch an den Abendkassen erhältlich sein. Konstituierung eines Chinuch-Beirates beim österreichischen Keren Hathora Ein Werk des Chinuch-Amtsleiters Jakob Teitelbaum Ueber Einladung des Leiters des Chinuch-Amtes des Keren Hathora, Herrn Jak. Teitelbaum, und unter seinem Vorsitz fand am Sonntag eine Konferenz von Vertretern der verschiedenen jüdischen Lehranstalten und religiösen Jugendorganisationen aller Wiener Bezirke statt, die sich mit den Fragen der religiösen Jugenderziehung befaßte. Nach einem ausführlichen Referat des Chinuch-Amtsleiters, das in einer Reihe praktischer Vor- Schläge gipfelte, wurde aus der Mitte der Konferenzteilnehmer ein Chinuch-Beirat gewählt, der sich wieder in einzelne Sektionen teilt. Aufgabe des Beirates soll es sein, unter Führung von R’ Teitelbaum alle Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, die religiöse Erziehung der jüdischen Jugend zu gewährleisten. Purimfeier der Beth-Jakob-Schule Die Purimfeier der ’ Beth-Jakob-Schule findet am Samstag, den 27, Februar um halb 8 Uhr abends im Festsaale der Toynbee-Halle, XX., Denisgasse 33, statt. Abwechslungsreiches Programm. Agudas Jisroel Mädchengruppe, Der dieswöchige Sidroh-Vortrag findet am Schabbos um 1/all Uhr vormittags in der ״Wienea“ statt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.