Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 9 (25.2.1937)
- Date
- 1937-02-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 jüdische presse Nr. 0 loser Nacht stärkender, aufriehtender Trost sein. Ü e b e r u: n s w a c h t e i tt e r, der ,*nicht schläft und schlummert“, derselbe, der ״in den Tagen Mordechais und Esthers“ Und seither immer wieder der ״Hüter Israels“ war, Aber auch die Staatenlenker von heute mögen aus dem Erlebnis des Königs Achaschwerosch in jener schlaflosen Nacht lernen, Sie mögen daraus erkennen, daß der Judenhaß nie einer re inen Gesinnung entspringen kann, daß hinter dem patriotischen Schein, den die Juden* feinde sich geben, dunkle Absichten sich verbergen. Und wenn sie, die Staatenlenker von heute, einmal in der Chronik ihrer Länder blättern, dann wird es ihnen bestimmt nicht anders ergehen als | König Achaschwerosch. Ahelt sie werden zahllose Verdienste der Juden um ihre Heimat ver* zeichnet finden und werden sich selbst gestehen müssen, daß so mancher Mordechai, ״der im Tore sitzt“, mehr für das Land geleistet hat, als dieser oder jener glänzende Hanian. lind vielleicht werden dann auch sie ihren Juden Ta|£ bereiten, ״wie jene Tage, da die Juden Kühe erlangten von ihren Feinde«, und Wo sich ihnen Kummer in Freude und Trauer in Festesjubel verwandelte“. Am kommenden Sonntag, den 28. Februar 1937, um präzise 8 Uhr abends, spricht Dr. Isaac Breuer im Mittleren Konzerthaussaal über das Thema: ״Heiliges Volk — Heiliges Land — Religiöser Aufbau“. was ein großer Mensch mit großen Fähigkeiten ans sieh herätisfiolen kann. Seine Ideen, seine Formulierungen, seine Methoden sind bewußt oder unbewußt kopiert» an* gewandt und in das Gedankengut der orthodoxen KlaJltuer Ubergegangen. Plrtchas Kohn wird in seiner philosophischen Zurückgezogenheit mit einem weisen Lächeln an sein großes Werk und an die kleinen Menschen denken» die .all* mählich doch erkannt haben, daß die Orthodoxie eine Weitanschauung, die Aguda eine Bewegung, eine Organ! * satten und eine große Idee ist, die allmählich gerade bei der großen Rechtsorientierung der Welt berufen Ist, als historische Vertreterin der Judenheit ein Lebensrecht für das jüdische Volk auch bei den anderen Völkern zu be* anspruchen. Rabbiner Br. Pinchas Kohn war in seiner allgemein politischen Auffassung ein streng konservativer, rechts* gerichteter Mann. Er wird, Und das ist die stille Hoff* nung, die wir in der Stunde hegen, da wir an unseren Jubilar danken, bei der tragischen Entwicklung, die die Judenfrage in Mitteleuropa genommen, mit durchdringen* dem Bück erkennen, daß nach diesem rechtsradikalen Ruck eine all* Rabb. Dr. Pmdtas Kohn zum Gruß Deutlich sehe Ich vor mir unseren lieben Rabbiner Dr. Pinchas Kohn in Ansbach, wie er seine klugen Augen zusammenzieht und eindringlich auf die Zeilen sieht, die ihm ZU Ehren in zahlreichen Blättern als Begrüßungs* artikel zu seinem 70. Geburtstag erschienen sind. Deutlich sehe ich ihn, wie ein feines Lächeln um seine Lippen spielt, ob der vielen Ehre, die ihm jetzt zuteil wird, und wie er die sarkastische Bemerkung unterdrückt: Ist’s möglich, wie dumm erscheint mir diese Welt. Ja, dumm erscheint auch uns diese Welt. Da war ein grundgescheiter Mann mit staatsmännischen Erwägun* gen, großem, genialem Blick auf das Ganze. Er ließ Stellung, Familie und eine ihn verehrende Gemeinde zurück, um für den Klall, für die Gesamtheit zu arbeiten. Und dieser Klall ließ ihn im großen und ganzen gewähren. Nicht sofort, erst mußte eine dicke Mauer von Mißtrauen niedergerissen werden und als das Mißtrauen schwand, da war der Neid da, und als der ,Neid nichts zu holen hatte bei einem Manne, der ganz uneigennützig seine Dienste der Gesamtheit, der Orthodoxie, zur Verfügung gesteht hatte, da kam das Mißverständnis, das Besserwissenwollen, das Kritikastertum, um die Arbeit dieses großen Führers, dessen auf bauende Tätigkeit für die Orthodoxie in den letzten 20 Jahren noch fast unbekannt ist, zu stören. Und trotz all dem gelang es Dr. Pinchas Kohn, überall, wo er wirkte, mit dem moralischen Gewicht seines Wortes und mit der Klugheit seines Rates die orthodoxen Massen in Bewegung zu setzen und als Schrittmacher der Agudas Jisroel im Osten Saaten auszustreuen, die, allmählich die Oberfläche durchschlagend, in kräftige Halme schossen und nun den Jubilar die künftige Frucht ahnen. lassen. Nach der Preßburger Aguda-Konferenz etwa im Herbst des Jahres 5681 kam Rabbiner Dr. Pinchas Kohn zu dauerndem Aufenthalt nach Wien, nachdem er schon den vorhergehenden Sommer zu einer Propagandareise in die Slowakei benützt hatte. Er kam mit den reichen Erfahrungen, die er als orthodoxer Führer in Polen ge-־ sammelt hatte, wo es ihm gelungen ist, der Aguda- Bewegung eine breite Gasse zu öffnen. Wien, als Zentral* sitz der Aguda, sollte die historische Aufgabe, die über- * haupt der Stadt Wien von jeher zufiel, Brücke zu sein zwischen Ost und West, in der jüdischen Sphäre verwirklichen, also die Donaustaaten für den Zusammen- Schluß der Orthodoxie, dessen Notwendigkeit im Westen klar erkannt wurde, zu gewinnen. Dr. Pinchas Kohn ist . bald eine populäre Persönlichkeit in der. Wiener ,Orthodoxie geworden. Mit dem klaren Blick des Staatsmannes, mit der Gewandtheit des überlegenen Diplomaten und nicht zuletzt mit dem eigenartigen, markigen Stil des Publizisten focht, warb und wirkte der Mann in der Leitung des Zentralbüros in Wien für die Anerkennung der Orthodoxie, für; die Hauptforderungen der Aguda.׳ Seine Arbeit war von großem Erfolg begleitet. Das Zustandekommen der ersten Kenessio jGedaulo im Ellul des Jahres 5683, der Aufmarsch der großen Persönlichkeiten aus aller Herren Ländern, das Erscheinen der weltberühmten chassidischen Rabbis, an ihrer Spitze der Gerer und der Czortkower Rebbe, die Teilnahme des greisen Chofez Chajim und der litauischen Gaonim und nicht zuletzt der alten Kämpen der selbständigen Orthodoxie in den Donaustaaten werden in den Annalen der Aguda als schöne und wertvolle Frucht der großen Arbeit Pinchas Kohns gewertet werden. Dann kam die schwere und vielfältige Arbeit Der Grippe- Rek on valeszent verspürt allgemeine Schwäche und Ermüdung. Die Muskeln sind schlaff, die Nerven abgespannt. Massieren Sie sich mit A L P A Franzbranntwein. Diese Massage erhöht den Blutkreislauf, stärkt die Muskeln, erfrischt die Nerven und hebt die Tatkraft. Zerstäuben Sie Alpa iii Wohn־־ und Gesellschafts־־ räumen! Hiedurch gründliche Luft* desinfektion. Fragen Sie Ihren Arzt! während' der sechs Jahre zwischen der ersten und zweiten Kenessio Gedaulo. Die einzelnen Nebenabteilungen, Keren Hathora, Keren Hajlschuw, riefen neue Männer mit neuem Wirkungskreis auf den Plan und es Ist Pinchas Kohn nicht leicht gefallen, den großen Strom der Arbeltsleistung in den Rahmen zu zwingen, den er für Agudas Jisroel unbedingt gewahrt wissen wollte. Die Treue seiner Anhängerschaft und die innere Zugetanheit eines Freundeskreises büeben ihm zu allen Zelten das wertvolle persönüche Gut, das er aus der öffentlichen Arbeit in verschiedenen Ländern heimtrug. Dankbarkeit beanspruchte er nie. In seinem Herzen lebte ein Ideal, das ihm die große innere Kraft gab, für dieses Ideal alles herzugeben, mähliche Beruhigung im Sinne eines konservativen Kurses kommen wird, der auch innerhalb der Juden dem traditionellen Konservativismus, welcher in der Orthodoxie verwirklicht ist, zum Primat verhelfen wird. Möge es unserem Pinchas Kohn vergönnt sein, diese Beruhigung nach der gewaltigen Sintflut, die heute über uns hereingebrochen ist, zü erleben und im Kreise seiner Lieben zu genießen, wie es ihm aus voüem Herzen alle wünschen, die Gelegenheit hatten, die Größe dieses Mannes zu würdigen und in vollen Zügen zu genießen. J. P. Dr. Pinchas Kohn in Polen! ' Ein Gruß zum 70. Geburtstag. Von Jakob Rosenheim in London. .Die Vollendung des siebzigsten Lebensjahres, deren sich Dr. Pinchas K o h n in Ansbach am 22. Adar erfreuen darf, wird überall in der agudistischen Welt als Festtag begangen und mit dem innigen Wunsche begrüßt werden, daß es dem Jubilar noch ungezählte Jahre vergönnt sei, als vorausschauender, mahnender Wegweiser der organisierten thoratreuen Judenheit an der Spitze der Agudas Jisroel zu wirken. Vorausschau und kritischer Tiefblick — das sind die beiden besonderen Fähigkeiten, mit denen eine gütige Vorsehung den Jubilar ausgestattet und die er seit mehr als zwanzig Jahren in den Dienst des großen, schweren Werkes der agudistischen Neugeburt des jüdisehen Volkes gestellt hat. ‘ Vorausschau und kritischer Tief blick, wenn diese 'Fähigkt en zu Funktion en werden und aus der, Stille der Beratungszimmer hinaus in die Oeffentlichkeit und in die jüdische Gasse dringen, sind sie nicht gerade geeignet, ihren Urheber beliebt und be* sonders glücklich zu machbn? Seit den Tagen Jeschajohus und Jirmajohus bietet die!Schau in die Zukunft nicht immer freundliche Bilder dar, und nicht nur von G-tt gesandte Propheten, sondern auch gewöhnliche Sterbliche, wenn ihr durchdringender Verstand und die Intuition einer hellseherischen Seele vor ihren Augen den Schleier zerreißen!, der. den Zusammenhang der vorwärtsschreitenden, historischen Entwicklung wohltätig zu verhüllen pflegt, haben die Konsequenz dieses Vorausschauens und Vorausverkündens oft schmerzlich genug mit ihrer Seelenruhe und ihrer Popularität zu bezahlen. Wenn dazu dann noch der Mut tritt, die Sonde der Kritik auch an die gegenwärtigen Dinge zu legen und an den unverrückbaren! Maßstäben der überlieferten Thoraweisheit alle die Tageserscheinungen zu messen, denen der Erfolg der Aktualität beschieden ist und denen die Menge züjubelt, dann erwächst aus solchen Vorbedin* gungen gewöhnlich ein Lebensschicksal, dem keineswegs eitel Wonne, sondern ein gerüttelt Maß von Wermut beschieden ist. Heute, an Dr. Kohns Ehrentag, möchte ich neben all den anderen Freunden und Mitarbeitern, die sicherlich das Wort ergreifen werden, um diese oder jene Seite des vielseitigen Wesens und Wirkens des Jubilars zu würdigen, nur diese eben dargestellte Eigentümlichkeit seines! Wesens, durch den ,Hinweis auf drei denkwürdige Jahre seines reichen Lebens illustrieren. Ich meine jene stürmischen Kriegsjahre, die Doktor Kohn נ׳י יבדל לחיים gemeinsam mit Dr. Emanuel Carle* bach זצ*ל von Ende 1915 bis zum Herbst 1918 in dem von deutschen Truppen besetzten Polen zubrachte und die wie in .,einem Brennspiegel jene Grundeigenschaften seines intellektuellen Cha* rakters konzentriert zur Geltung brachten. Unmittelbar vor dem Kriege war die Gründung der Agudas Jisroel erfolgt und1 unter der entschlossenen Führung des Gerer Kreises, der sich — allerdings nur mit teilweisem Erfolg — um; die Zusammenfassung aller chassidischen Gruppen mühte, die engste Zusammenarbeit der orthodoxen Kreise in Ost und West zur Verteidigung der Thorainteressen in die Wege geleitet worden. Aus diesem agudistischen Kreise erging, kurz nach der Besetzung Warschaus, der Ruf. an die Frankfurter Agudaleitung, der polnischen Orthodoxie zu Hilfe zu kommen, die mit Entsetzen wahrnahm, daß sie vor einem außerordentlich gefährlichen Kulturkampf mit zwei Fronten stehe. Auf der einen Seite mußte sie den mit all* gemeinen Aufklärungstendenzen verknüpften Germani* sierungsbestrebungen der Okkupationsbehörden standhalten, auf der anderen Seite begann das. in Berlin begründete ״Komitee f ür den Osten“ einen religionslos#« jüdischen Nationalismus ■nach Polen einzuschleppen, der alle Miene machte, sich <Jer guten Berliner Beziehungen zu bedienen, und die Staatsgewalt in den Dienst dieser nationalistischen, entkonfcssionalisierenden Tendenz zu stellen." Man beschloß, ans naheliegenden Gründen, zu* nächst eine Delegation nach Warschau zu entsenden, der Dr, Abraham Hirsch s. z5 l״ Halberstadt, Kommerzienrat /Siegmund Fraenkel s. 25, i׳> München, לגחלידו Dr. Kohn und der Schreiber dieser Zeilen angehörten. Die Delegation reiste, formell im Namen der deutschen orthodoxen Organisation der ,,Freien Vereinigung“, im Dezember 1915 nach Warschau, um das Terrain zu sondieren, und wurde. von Generalgouverneur Beseler, ‘ dem obersten Schuldezernenten Otto und dem speziell als jüdischen Schulreferenten nach Warschau berufenen bekannten Reichstaigsabgeordneten Ludwig Haas freundlich und entgegenkommend aufgenommen. Sofort im ersten Augenblick wurde klar, daß insbesondere Ludwig Haas entschlossen war, aus reiner Liebe zu seinen jüdischen Glaubensgenossen dem C h e d e r das Lebenslicht auszublasen und das Schifflein der polnischen Juden mit Volldampf in das Fahrwasser europäisch-deutscher Kultur hineinzusteuern. Hatte ja der berühmte Aufruf Ludendorffs an seine ״lieben päulischen.'Jiden“ die Juden Polens mit ihrem jiddischen ״Dialekt“ ohne weiteres als deutsche Pioniere im Osten in Anspruch genommen und so die geistige Grundlage für eine Politik konstruiert, die sich aus einem seltsamen Gemisch von Germanisierungstendenz und jüdischem Nationalismus zusammensetzte. Verstanden haben diese Zusammenhänge damalsim Kreise der deutschen Orthodoxie nur wenige. Auf Grund des Besuches der Delegation wurde die ״Freie Vereinigung" bereits im Jänner 1916 aüfgefordert, zwei geeignete Persönlichkeiten' aus dem Kreise der deutsehen Orthodoxie zur Beratung der Okkupationsbehörden in jüdischen Angelegenheiten nach Warschau zu entsenden, und es stellten sich dafür in aufopfernder Weise Dr. Pinchas Kohnל־בחל*ח..11 נ־י Dr. Emanuel Carlebach ז׳צל zur Verfügung. Den äußeren Umfang und den — man darf es aussprechen — nervenzerrüttenäen Charakter der über Tage und Nächte sich erstreckenden Arbeit, die der beiden .Abgesandten wartete, auch nur annähernd zu schildern, würde den Rahmen dieses schlichten Geburtstagsgrußes überschreiten. Das erste, was Dr. Kohn damals vielleicht als einziger erkannte, war, daß die polnische Judenheit — nicht die Orthodoxie allein — vor einem Abgrund stehe, wenn die durch den Ludendorff-Aufruf eingeleitete und vom ,,Komitee für den Osten“ leichtfertig gedeckte Politik weitergehe und den polnischen Juden damit für unabsehbare geschichtliche Zeiträume vor der ganzen Oeffentlichkeit der Stempel des Deutschtums aufgedrückt werde.; Während die gesamte öffentliche Meinung Deutschlands, an der!Spitze natürlich die jüdischen Kreise, an die Ewigkeit der deutschen Vorherrschaft in Polen glaubten, blickte Dr. Kohn weiter und zog aus dieser Erkenntnis — ohne Rücksicht auf die Angriffe, denen er sich dadurch aussetzte — die praktische Konsequenz. Er unternahm bei den deutschen Behörden bis zu den obersten Stellen einen Aufklärungsfeldzug, der an das moralische Verantwortungsbewußtsein der deutschen Führung appellierte und — einen unerwarteten glänzenden Erfolg hatte. Es gelang ihm. den maßgebenden Instanzen klarzumächen, daß sie Blutschuld auf sich lüden, wenn, sie weiter die Juden Polens für das Deutschtum reklamierten, ohne ihnen doch ewigen Schutz gegen die unvermeidlicher. Folgen dieser unwahren politischen Einschachtelung garantieren zu können. Es ist, nebenbei bemerkt, ein Ehrenzeugnis für General Beseler und die anderen damals maßgebenden deutschen Instanzen, daß sie Dr, Kohns yorstellungen, die sich ja ausschließlich auf ethische Er- Wägungen stützen konnten, Gehör schenkten und beispielsweise darauf verzichteten, der jüdischen Minderheit in Polen für ihre Erziehungsanstalten, wie ursprünglich be-׳ absichtigt, die deutsche Unterrichtssprache zu oktroyiere«. Nun erst konnte der eigentliche Kampf um die Ret* tung der originalen jüdischen Volksschule, des Che d er, beginnen, dessen letztes Stündlein gekommen schien, weil es natürlich den Liberalen aller Spielarten — ob sie jüdisch* national oder assimilatorisch fir!nierten — ein Dom im Auge war. Dazu aber mußte« zuerst Herz und Gesinnung eines waschechten badischen Reformjuden, des Dezernenten Dr. Ludwig Haas, dem die Beseitigung des ״iuft- und lichtlosen“ Cheder der erste notwendige Schritt zur Kul* tivierung der polnischen Juden, ein unabwendbares Gebot der Humaität: schien, ganz und gar umgewandelt werden! Jeder andere wäre an dieser Aufgabe verzweifelt; Dr. Kohn aber mit seiner phänomenalen Menschenkenntnis und —־ nicht zu vergessen -׳־ Menschen liebe, gelang es, dieses Wunderwerk der Erziehung zu vollbringen. Morgen