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Jüdische Presse · 1937-01-15 · 3 (15.1.1937) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
3 (15.1.1937)
Date
1937-01-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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! Seite JÜDISCHE PftESSfc Ä־: Nt Zeit, da die Soldaten ihren Gebührenurlaub antreten, auf dem Bahnhof in Koäice weilen. Br Wird sich Überzeugen, _ daß etwa 60 bis?6 Prozent der Soldaten, welche die endlos scheinenden Militärzüge aus den historischen Ländem bringen, mosaischen Glaubens sind. Äd. 2: Die Behauptung von der Indolenz jüdischer Soldaten aus der östsiowakei wird man als eine vollständig grundlose bezeichnen müssen, solange nicht die obersten militärischen Instanzen, welche der jüdischen Mannschaft wiederholt ihre Anerkennung ausgesprochen häben, ihre diesfälligen AeUßerungen revozieren. Ad 3: Was den Koäicer Militärbefreiungsschwindel betrifft, sei ohne weiteres Zugegeben, daß alle an ihm Mitbeteiligten, von dem bestochenen Militärarzt abgesehen, luden Waren. Demgegenüber sei aber auch an den fast zur gleichen Zeit erfolgten Militärbefreiungsskandai erinnert, dessen Handlungsort Prag war und in dem ein als nationaler Dichter gefeierter Militärarzt und mehrere Militärdienstpflichtige, von denen wohl kein einziger Jude war, die Hauptrollen spielten. Die Wahrheitsliebe und das allgemeine Interesse zwingen zu der Konstatierung, daß ein Vergleich zwischen den Angeklagten der Koäicer und denjenigen der Prager Affäre für die Koäicer Drückeberger ungleich günstiger ausfallen muß als für die Prager. Fern sei mir, eine Schandtat zu beschönigen, die nicht nur das Zivilstrafgesetzbuch,!sondern auch das jüdische Religionsgesetz als Verbrechen stigmatisiert. Nichtsdestoweniger muß bei genauer Kenntnis der Verhältnisse den in der Koäicer Affäre verwickelt Gewesenen ein Milderungsgrund• zuerkannt werden, der für die Prager den Militärdienst Schwänzenden keineswegs in Betracht kommt. Denn wie es außer Zweifel steht, daß die Prager Drückeberger sich aus B!e quem lichte ei t drücksichten vom Militärdienst befreien wollten, so ist es sicher, daß die Koäicer Missetäter gar nicht auf den Gedanken gekommen wären, sich ihrer patriotischen Pflicht zu entziehen, wenn, ja, wenn für die religiösen Bedürfnisse des jüdischen Soldaten in unserer Armee so vorgesorgt worden wäre, wie dies beispielsweise in der niederländischen Armee der Fall ist. Es Söll, um Mißdeutungen vorzubeugen, nachdrückliehst erklärt werden, daß das jüdische Religionsgesetz die Verletzung der Militärdienstpflicht unter keinen Umständen gestattet. Trotzdem aber ist das Herz jedes religiösen Vaters, der das Lebensgüick seiner Nach* kommen allein in ihrer religiösen Lebensweise begründet sieht, von der Sorge erfüllt, ob nicht der Sohn, durch die Macht der Gewohnheit auch dann noch die mosaischen Gesetze . (Sabbathruhe, Speisegesetze usw.) Übertreten wird, wenn ihm, ins Zivilleben zurückgekehrt, der Kanon ״ אונם רהמנא פטריhöherer Zwang befreit vom Religionsgesetz“, nicht mehr die Absolution bietet, welche er als Soldat in vollem Maße genießen konnte. Gesegnet wird der Name desjenigen Staatsmannes bleiben, der unserer demokratischen Armee auch die weitestgehende Berücksichtigung der religiösen Gefühle der jüdischen Soldaten institutionell sichern wird. Der jüdische Soldat, der auch heute bereitwilligst seine Pflicht dem Vaterland gegenüber erfüllt, wird dies dann mit doppelter Freude tun. Hollands Beispiel lehrt, daß dieses gerechte Verlangen nicht unerfüllbar ist. Die Königliche Kommission Die Kgl. Kommission hat in einer nichtöffentlichen Sitzung den Oberkommandierenden der britischen Streitkräfte in Palästina,. Generalleutnant J. G. Dill, den Distriktskommissär für den Norddistrikt, Edward Keith Roach, und den Generalinspektor der Palästina-Polizei und der Gefängnisse, Roy Godfrey B. Spicer, vernommen. Der Bürgermeister von Tel-Aviv, Israel Rokach, wurde in einer öffentlichen Sitzung der Kgl. Kommission vernommen. Seine Ausführungen betrafen vor allem die Finanzlage der Stadt Tel-Aviv. Einige Kommissionsmitglieder richteten Fragen an Bürgermeister Rokach, die das Problem eines Hafens für Tel-Aviv betrafen׳. Bürgermeister Rokach gab zu, daß es das Beste sein würde, wenn Tel-Aviv und Jaffa einen gemeinsamen Hafen mit einem besonderen Zugang für Tel-Aviv haben würden. Die Vernehmung des Rechtsberaters der Jewish Agency, Leonard!Stein, hatte die juristische Interpretation der Mandatsbestimmungen zum Gegenstand. Der Vorsitzende fragte den Zeugen, ob er im Mandat etwas über den Grundsatz der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit finde. Leonard Stein: Die Wahrung der Rechte der nichtjüdischen Gemeinschaften setzt keine andere Einschränkung der Einwanderung als die durch die wirtschaftliche Aufnahmefähigkeit bedingte voraus. Es können aber keine weiteren politischen Einschränkungen hinzugefügt werden, wie etwa die Sicherung, daß die Araber in der Mehrheit bleiben. Lord Peel: Sie haben erklärt, falls die Bedingung bestünde, eine arabische Mehrheit zu wahren, würde dies ausdrücklich gesagt sein; wie aber, wenn dies deshalb nicht gesagt worden wäre, weil man eine Einwanderung großen Umfanges damals, als die Zahl der jüdischen Einwohner Palästinas noch klein war, nicht vorausgesetzt hatte? . (Leonard Stein: Hätte man bei der Festsetzung des Mandate es für notwendig gehalten, nicht zuzulassen, daß die Juden zur Mehrheit werden, so wäre dies ausdrücklieh erklärt worden. Auf die Frage des Vorsitzenden, welcher Art die Rechte der nichtjüdischen Gemeinschaften sein sollen, antwortete der Zeuge, es handle sich um Rechte der inneren Verwaltung, der Erhaltung eigener Einrichtungen und so weiter. . .׳_ Lord Peel: Handelt es sich nicht um das Recht, die Mehrheit im Lande zu bleiben? Leonard Stein: Balfour-Deklaration und Mandat verpflichten in erster Reihe zur Errichtung des Jüdischen Nationalheims, in zweiter Reihe, die Rechte der religiösen Gemeinschaften und der Einzelpersonen nicht zu kürzen, die vor der Balfour-Deklaration in Palästina waren. Lord Peel: Hat dies nur den Sinn, daß die Araber aus Palästina nicht vertrieben werden sollen? Leonard Stein: Es ist nicht notwendig, dies zu erwähnen. Niemand soll glauben, daß die Araber in Palästina bloß geduldet sind. Am 7. Jänner wurde der Vorsitzende der Exekutive der Jewish Agency, David Ben Gurion, von der Kgl.. Kommission vernommen. Zum ersten Male waren Araber als Zuhörer zu dieser öffentlichen Sitzung erschienen, nachdem tags zuvor der Oberste Arabische Ausschuß die Aufhebung des über die Kommission verhängten Boykotts verkündigt hatte. Araber erscheinen vor der Kgl. Kommission Der Oberste Arabische Ausschuß hat in einer Sondersitzung beschlossen, den Boykott der Kgl. Kommission aufzugeben und eine Reihe von Persönlichkeiten aus seiner Mitte mit der Aufgabe zu betrauen, Bekundungen vor der Kommission zu machen. Es verlautet, daß der Oberste Arabische Ausschuß die Führer der auch jetzt noch in Palästina tätigen arabischen Terroristenbanden aufgefordert hat, die Terrorakte jetzt einzustellen, damit die Vernehmungen der arabischen Führer durch die Kgl. Kommission ohne Trübungen von außen vor sich gehen können. Der Oberste Arabische Ausschuß fordert öffentlich n eUr*Qtik er die arabische Bevölkerung auf, Klagen und Beschwerden, die sie der Kgl. Kommission zu übermitteln wünscht, ausschließlich dem Ausschuß zu unterbreiten. Die Forderungen der Araber Nach einer zweitägigen Dauersitzung hat der Oberste Arabische Ausschuß das Material fertiggestellt, das er der Kgl. Kommission vorlegen will. In einem der Kommission übergebenen Memorandum wird die Forderung nach Abschaffung des Mandats unter Aufhebung der Balfour-Deklaration erhoben. In Palästina solle eine arabische Nationalergierung eingesetzt werden. Der Oberste Arabische Ausschuß erklärt sich bereit, den Abschluß eines Freundschaftsverträges zwischen einem unabhängigen arabischen Palästina und England nach dem Muster des vor kurzem zwisehen Syrien und Frankreich abgeschlossenen Vertrages herbeizuführen. Die Vernehmung der arabischen Zeugen hat — entgegen anderslautenden Meldungen — erst am Dienstag, den 12. Jänner, mit Bekundungen des Mufti von Jeru- Salem begonnen. Die Forderungen des Mufti gipfelten in den schon im obenerwähnten Memorandum aufgestellten Postulaten. Agudaführer beim anglikanischen Bischof von Jerusalem Der anglikanische Bischof von Jerusalem, G. F. Graham Brown, veranstaltete zu Ehren der Königlichen Kommission einen Empfang, an dem führende Geistliche verschiedener Bekenntnisse teilnahmen׳. Der Empfang bot Gelegenheit zu einer informativen Aussprache über die Aufgaben und Arbeiten der Kommission. .Unter den anwesenden Geistlichen sah man den Vertreter der orthodoxen Kirche, den armenischen Patriarchen, den koptisehen׳ und den syrischen Bischof, den Abt des abessinisehen Klosters, den Oberrabbiner der Agudas Jisroel, Josef Duschinsky, Rabbi Mosche Blau, welch letztere als alleinige Vertreter des jüdischen Bekenntnisses geladen waren. Ein Interview mit Rabbi Mosche Blau Rabbi Mosche Bläu, der bekannte Führer der Aguda in Erez Jisroel, weilte dieser Tage in Wien. Rabbi Blau hatte die Liebenswürdigkeit, einem Mitarbeiter der ״Jüdischen Presse“ eine Unterredung zu gewähren, in deren Verlauf er mehrere Fragen beantwortete; Warum hat die Jewish Agency eine mit der Aguda gemeinsame Vertretung und somit die Bildung einer jüdischen Einheitsfront vor der Königlichen Kommission abgeiehnt? Darüber kann ich nur Vermutungen aussprechen. Meiner Ansicht nach hat die vor ׳Eintreffen der Königliehen Kommission bestandene Uneinigkeit zwischen den zionistischen Parteien hinsichtlich der einzuschlagenden Taktik eine Kooperation mit einer außerhalb der Jewish Agency stehenden Gruppe undenkbar gemacht. Noch Zusammengehen der Jewish Agency mit der Aguda deren Anerkennung als gleichwertigen Partner bedeuten würde. Was ist von der Aufhebung des arabischen Boykotts der Königlichen Kommission gegenüber zu erwarten? Die Aufhebung des Boykotts ist im Hinblick auf die merkliche Verstimmung der englischen, Regierungsstellen erfolgt. Insofern kann auch von ׳einer Wiederherstellung besserer Beziehungen zwischen den Arabern und der Mandatarmacht gesprochen werden. Dennoch bedeutet die Aufhebung des Boykotts einen großen m o r ali sichen-Ge win!n für die Juden. Denn eine Anerkennung der Kommission, die gekommen ist, das Mandat zu interpretieren, und zu prüfen, ob dessen Bestimmungen richtig erfüllt werden, schließt zwangsläufig eine Anerkennung des Mandats selbst in sich. Wenn die maßgebender hiefür war wohl die Erwägung, daß ein ן Araber vor der Kommission erscheinen, so stellen sie sich j FEUILLETON ■ £UeHwude1tihtHUMne&9estU&Gsset% (Fortsetzung) Die Obsthändlerin brachte schleunigst ihre Körbe in die Bude zurück •und als sie eben die zwei Kasten mit Feigen und •Datteln in Sicherheit gebracht hatte, kam mit einem mächtigen Karren voll der schönsten Früchte der •Gemüsehändler Gasgard angefahren. Er galt als der gefürchtetste Nebenbuhler bei allen Verkäuferinnen. Wenn er seine schönen Früchte und• Blumen mit seiner schönen, sonoren Stimme zum Verkauf anbot, konnte keine der vorübergehenden Damen dem verlockenden Angebot widerstehen. Alles strömte dann zu ihm hin und die anderen *1Händlerinnen hatten das Nachsehen. Sie suchten ihm daher durch alle möglichen Schikanen das Geschäft zu verleiden, vor allem dadurch, daß sie jedes Plätzchen besetzten •und Vorgaben, es sei kein Platz für ihn da. Als daher Gasgard unsere Heldin ihre Körbe in ihre Bude zurücktragen sah und gewahrte, wie sie im Hegriffe sei, die Bude zu schließen, rief er ihr höhnisch zu: ״Das ist aber schön von dir, Lucia, daß du mir, so bereitwillig Platz machst •und deinen Laden schließest, wenn ich den meinigen öffnen wiU; jetzt habe ich den schönsten Platz auf dem Markte :und kann direkt vor deinem Stand den meinigen aufschlagen.“ Das konnte die so Verspottete nicht über sich ergehen lassen. Wenn sich dieser abscheuliche Mensch hier auch nur einmal an dieser Stelle einnistete, so würde er daraus für morgen schon ein ganzes Privilegium herleiten und sie für alle Zeit von hier verdrängen. Glücklicherweise ging gerade eine alte, befreundete Wäscherin mit einem schweren Korb voll Wäsche vorüber, ״Würdet ihr mir einen großen Gefallen tun׳; es soll euer Schaden nicht sein, Bringt mir diesen Brief in das Schloß des ■Herzogs von Braganza neben der großen Käthedrale und gebt den Brief womöglich selbst ab. Euren Körb ן laßt ihr hier so lange bei mir stehen, ihr werdet dort gut I ■belohnet.“ Ohne die Antwort abzuwarten half sie der schwerbeladenen Greisin den Wäschekorb vom Kopfe nehmen, gab ihr dann den Brief und diese beeilte sich, den Auftrag auszuführen. Keuchend eilte 'sie in den Palast •und kam dort atemlos mit dem Verlangen an, einen Brief dem Herzog persönlich äbzugeben. Der Hausmeister warf einen Blick auf den Brief, er trug die ׳Schriftzüge und das Siegel des Königs. Ehrfurchtsvoll führte er das schlecht gekleidete, nicht sehr reinliche, keuchende, alte Weib in den Empfangssaal des Herzogs, der zu der •ungewöhnlichen Stunde ganz leer von Besuchern war. Nach wenigen Augen- •blicken erschien der Herzog, ein junger Mann in den besten Jahren, von hoher Statur und blühendem Aussehen, und fragte die Greisin nach ihrem Begehr. ״Ich soll diesen Brief hier abgeben, meine Belohnung für die Besorgung würde ich hier erhalten.“ Der Herzog erbrach den Brief, flog hastig über die wenigen Zeüen hin und erbleichte vor Schrecken. Er warf einen Blick auf die Ueberbringerin — diese mußte er auf Befehl des Königs heiraten? Heute noch heiraten? Sie darf das Haus nicht verlassen■, bis ■sie meine Frau ist? Was soll das bedeuten? Wohl wußte der Herzog, daß der König der unbeschränkte Herr über sein Geschick!war, wohl hatte er auch längst mit der Möglichkeit gerechnet, daß er einmal aus dynastischen, politischen oder• religiösen Rücksichten eine Ehe eingehen müsse, die vielleicht nicht vollkommen nach seinem Geschmack sein könne. Aber ein altes Waschweib, mit zerrissenen Schuhen und verwirrtem ■grauem Haar, mit ׳ungewaschenen Händen und verwaschenen Fingern!? Die arme Frau blickte stupid auf den erschreckten Herzog, bewunderte ■seine tadellose Wäsche, stellte Vergleich^ «wischen ihr und der gebleichten Gesichtsfarbe ihres Trägers an •und wartete auf ihr Trinkgeld, Da der Berzdg keine Miene machte, es zu zahlen, und es ihr doch zu delikat erschien, es noch einmal «u fordern׳, fragte sie kleinlaut, ob sie jetzt wieder gehen könne, ״Sie und gehen? Sie sind ja meine zukünftige Frau, I die Hochzeit wird heute noch stattfinden. Aber Sie müssen doch •vorher ein wenig Standes- und hochzeitsgemäß •umgekleidet werden.“ Der Herzog ließ sofort die Verwalterin des Schlos9es rufen, der er •den Auftrag gab, die Dame zu baden׳, zu salben und fein auszustatten. Dann׳ ließ er. seinen Beichtvater zur Vornahme, der Trauung holen. Ihm vertraute er als Beichtgeheimnis den ganzen Vorgang an.. \ Auch dem Beichtvater schien dies alles so rätselhaft wie dem Herzog. Aber er tröstete ihn, daß die tiefe Weisheit des gütigen Königs gewiß ihre guten Absichten habe, und gab ihm den Rat, sich doch sofort ins königliche Palais zu begeben und Se. Majestät um Aufklärung zu bitten. ״Ich darf ja mein Haus nicht verlassen, bevor ich verheiratet bin; aber Hochwürden, geht Ihr für mich zum König und bittet ■Se. Majestät um Aufklärung des Rätsels.“ Als der hohe Geistliche sich dazu bereit erklärte, gab •ihm der Herzog einige Zeilen des Inhalts mit,, daß er sich selbstverständlich, dem königlichen Befehle füge, daß er es aber doch für Pflicht halte, nochmals anzufragen, ab hier nicht ein Irrtum oder!eine Mystifikation׳ vorliege. Nach kaum einer Stunde kam der Pfarrer wieder von Sr. Majestät zurück. Er war, nicht •vorgelassen worrden, dagegen hatte der. König den Brief ■entgegengenommen und darunter die Worte gesetzt: ״Es liegt keinerlei Irrtum vor und ich habe meinem ersten Brief nichts als meine besten Glückwünsche für den heutigen Hochzeit»־ tag beizufügen." Nun war die Sache unabänderlich. Die Trauung Würde vorgenommen und noch vor Eintritt des Abends war der junge Herzog verheiratet. Tags darauf verbreitete sich , durch Lissabon das Gerücht, daß der jugendliche Herzog von Braganza eine schon älter!! Matrone geheiratet habe. Die *etaep wüßten, daß dei• Herzog schon lange Jahre mit der Erwählten seines Ilerzens Beziehungen unterhalten habe, die .andere» erzählten von dem fabelhaften Beichtum, den dem Herzog diese Heirat gebracht, kurz, jeder wußte einen anderen Grund für dieses überraschende Vorkommnis, (Fortsetzung folgt.) ,

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