Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 2 (8.1.1937)
- Date
- 1937-01-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. 2 Oer erste vor der Das Mitglied desöbefsten Arabischen Ausschusses Rechtsanwalt Hassan Sidky Dajani, der als ÖffaiÜ* sator der arabischen Streikbewegung längere Seit im Ronaentraüciasläger Sarafend dnteffiiert! war, ist am Donnerstag vor der Kgl. Kommission als Stetige aufge* treten. Damit ist der von dem Obersten Arabischen Ausschuß über die Kommission verhängte Boykott tatsächlieh beendet worden. Klare Fronten In Jerusalem Die ״Jüdische Presse‘* konnte vor einiger Zeit eine genaue Schilderung der Situation geben, die sieh rund um die Bestellung des neuen Oberrabbiners der offiziellen jüdischen ,Gemeinde in Jerusalem ergeben hat. ln dien letzten Tagen hat die Situation eine sehr wertvolle Klär un g und eine *Stärkung. der orthodoxen Reihen gebracht, Über die Unser Korrespondent, Herr Menachem Glikman- Porusch, folgendes berichtet: Bekanntlich besaß der Waad Leümi im Heiligen Lande keine eigene Schechitah. Diese lag vielmehr in den Händen von Raw Frank, einem Mitglied des offiziellen Rabbimats, der. allerdings aus dem Waad Leumi ausgetreten war. Unabhängig von dieser Schechitah bestand Und besteht natürlich auch weiter die orthodoxe Schechitah unter Aufsicht von Raw Duschinsky. Während nun ,nach dem Tod von Raw Koak der Waad Leumi darangegangen ist, eine eigene Schechitah zu installieren, ,und! sich damit die Gegnerschaft der Kreise au gezogen hat, die sich um Raw Frank gruppierten, hat jetzt Raw Frank, zur größten Verwunderung aller religiö- Sen Kreise, die ihm unterstehende Schechitah offiziell dem Waä;d Leumi übergeben. Gleichzeitig ist Raw Frank der Gemeinde des Waad Leumi beigetreten, obwohl1 er früher die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde in öffentlichen Erklärungen als religionsgesetzlich verboten bezeichnet hatte. Diese Entwicklung mußte zu einer Klärung innerhalb der strenggläubigen Kreise führen. Sie ist denn auch dieser Tage zustande gekommen. , Der frühere Amtskollege - des Raw Frank, Raw Fischl ■Bernisteinr weigerte sich, der Forderung des Waad Leumi, der offiziellen Gemeinde beizutreten, Folge zu!leisten. Er zog es vor, auf seinen Posten als Mitglied des offiziellen Rabbinats zu verzichten, und hat sich nun mit einer großen Schar von Charedim der orthodoxen Gemeinde der Agudas Jisroel angeschloss e n. Zusammen mit Raw Bernstein sind auch alle anderen Rabbonim der chassidischen Kreise zur orthodoxen Geiheinde der Agudas Jisroel übergetreten. Die Schechitah der orthodoxen Gemeinde mußte schon in den ersten Tagen auf eine verbreiterte Basis gestellt werden, da auch der bisherige erste Schochet des Raw Frank seinen Posten verlassen hat und .nun alle gläubigen jüdischen Kreise es äblehmen, die in die Hände des Waad Leumi übergegangene Schechitah zu genießen. ׳! : Bezeichnend ist die ganze Einstellung, die sich Raw Frank nunmehr gibt. Vor der Königlichen Kommission ist er als Vertreter des Waad Leumi aufgetreten, ,um sich, den Forderungen der Agudas Jisroel entschiedenst zu widersetzen. Große Empörung rief seine Erklärung hervor, daß es zwischen dem Waad Leümi und der Agudas Jisroel keine., religiösen Unterschiede gibt, , und daß sich die beiden Körperschaften nur in bezug auf das Ausmaß ihrer Toleranz (?) unterscheiden. Das neue palästinensische Strafrecht In Palästina ist ein neues Strafrecht an Stelle des bisher geltenden türkischen Rechtes eingeführt worden, und zwar eine Form des englischen Rechtes, die durch das ostafrikanische Gesetzbuch nach Palästina ,gekommen ist, aber den lokalen Bedingungen gemäß Aenderungen erfahren hat. Es unterscheidet sich vom englischen Recht in der Beibehaltung der türkischen Ansicht, nach der vorbedachter Mord das einzige Kapitalverbrechen ist, während .die Bestimmungen über Bigamie die Mohammedaner und die polygamen Juden ihrer eigenen religiösen Gerichtsbarkeit überlassen, da das Personenrecht noch der Verwaltung der religiösen Gerichte untersteht. Das Bodenrecht ist noch immer türkisch, wenn auch durch verschiedene Verordnungen abgeändert. Dasselbe gilt für das Zivil-, Prozeßrecht. Das neue Konkurs- und Wechselrecht ist bereits in Kraft. Die neue arabische Unruhe Jeden Tag sind neue arabische Terrorakte zu verzeichnen, deren Opfer nicht selten auch arabische Bürger werden.; .; , ' u־>-jDie amerikanischen und englischen Korrespondenten bestätigen in;;den . ,Mitteilungen än ihre Zeitungen die Meldungen,. daß die Araber neue 'terroristische Aktionen auf-breiter Basis vorbereiten und; in Transjordanien, wo; sich das organisatorische Zentrum der Aufständischen befindet, Beduinen für einen ,Sold von 6 bis 8 Pfund monatlieh angeworbeh •werden.; > •^1! Erfahrene Beobachter fürchten, daß nach der Abreise der britischen Uhtersuchung^kommission oder nach dem moslemitischeri Weltkongreß ija Mekka Mitte Februar erneut Unruhen aüsbrechfen;,könnten.; , Befugnisse des jüdischen Vizebüfgermeisters von Jerusalem eingeschränkt. י Während der letzten Wahlen zum Jerusalemer Stadtrat;.wurdn zwischen dem ׳ arabischen BürgermeisterV Dr. Khaldi und idem jüdischen Vizebürgermeister Danife! Auster, eine Abmachung über.!erweiterte Befugnisse des jüdischen Wizebürg«5meistei*s getroffen. Ueber die Auffaspung dieser Befugnisse entstand, zuletzt ein Streit zwischen Khaldi und Auster. Der. Distriktskommissär von Jerusalem hat nunmehr die Angelegenheit in der Weise entschieden, daß er die Befugnisse des jüdischen Vizebürgemeisters eingeschränkt hat. . ׳Zertifikate fiir Agudas Jisroel Auf Grund der Vereinbarung zwischen der Leitung der Agudas Jisroel in Jerusalem und der Emigrationsabteilung der Jewish . Agency ist nunmehr die Gesamtzahl der Zertifikate für die Agudas Jisroel aus der Scbedule Oktober 1936 mit .96 festgelegt worden. Davon .sind für. Polen 36 Zertifikate; für Deutschland 3.3 und der Rest für die übrigen Länder bestimmt. Hierzu kommen noch Zertifikate als;noch unerledigter Rest aus der früheren Schedule," die sich ebenfalls auf die einzelnen Länder ver»' teile«," .י: ־.<:.■ ׳ wnisctfepitBss*, Eine historische Unehelichkeit Wahrscheinlich* um das Niveau der au einem ln- Vefetivendueü aUsgeafteten Plenarsitzung des Kultus*■ gemeindevorstandes vom 28. Dezember ein Wenig zu heben, hat Df. Ehrlich -־- der sich immer mehr zum Theoreliker der zionistischen Gemeindepohtik entwickelt -*-*-einen kleinen histörischen Ausflug m die Vergangenheit des jüdschen Wien unternommen. Dabei hat er dem seit mehr als 50 Jahren töten Ignaz D e u t s c h die von den Jüdischnationalen allen nicht genehmen Persönlichkeiten ge* widmete Bezeichnung eines ״D e'n u n z i a n t e n“ ins Jenseits nächgeworfen. Wie aber die Von Dr. Ehrlich in diesem Zusammenhang angegebenen geschichtlichen Daten stimmen, so richtig ist auch das von ihm gezeichnete Bild Ignaz Deutsch*. Denn dessen angeprangerte Eingabe konnte aus dem Grund nicht — Wie Dr. Ehrlich meint ־-— an Kaiser Franz I. gerichtet sein, weil dieser bekanntlich im Jahre 1835 Starb und Deutsch erst 1836 als Achtundzwanzigjähriger nach Wien kam und besagte Eingabe tatsächlich erst im Juli 1857 einreichte. Was nun diese Eingabe als solche unddarüber hinaus den Lebenskampf Ignaz Deutsch* betrifft, so stützte sich der Redner wohl — .wenn er sich überhaupt stützte — auf die Schriften Gerson W 01 f s und M. N. G e 1 b e r s (״Aus zwei Jahrhunderten“), für deren Darstellung zweifellos nur parteiischer Haß und Uebelwollen maßgebend waren. Was Deutsch dort ״vorgeworfen“ wird, ist nichts anderes ais; das Bestreben, den Väterglauben vor den Zugriffen der Neuerer, der damaligen Gemeindegewaltigen, zü schützen. Was dort als ״Denunziation" gebrandmarkt wird, ist nichts anderes als der Kampf um die Selbständigkeit der Orthodoxie. Oder War es etwa eine Denunziation,‘ wenn Deutsch (in seiner Eingabe vom Juli 1857) die höchste Autorität in den Gemeinden den Rabbinern eingeräumt sehen wollte? War es eine Denunziation, wenn er den frommen Lebenswandel der Gemeindevorsteher und die Verwendung des Hebräisehen als Gebetsprache als religiöses Erfordernis erklärte? (Charakteristisch für die Gesinnung der Gegner ist, daß Wolf, der sich in seiner Broschüre ״Beitrag zur Geschichte jüdischer Tartüffe“ gegen den ״Denunzianten" Deutsch nicht genugtun kann, an gleicher Stelle die Preßburger Jeschiwah dahin denunziert, daß ״sie alljährlich während der Rekrutierungszeit ihren ,Bachurim* Zeugnisse ausstellt, daß sie Rabbinatskamdidaten sind, wodurch sie von der Militärdienstpflicht befreit werden“.) Die ־ zahllosen Leistungen undl Schöpfungen des ״Hofgeldwechslers“ Deutsch auf karitativem Gebiet, sein Eintreten für jeden einzelnen Juden, der sich an ihn wandte, wie für die Judenheit überhaupt (so für die ,galizischen Juden in Betreff der Besitzfähigkeit [siehe ״Neuzeit“, -Jahrgang 1865, Seite 123], für die Befreiung der Rabbinatsschüler vom Militärdienst, die Rückgängigmachung von Ausweisungen usw. [siehe ״Israelit“ 1878]) und die werktätig bekundete Liebe zum Heiligen Lande bezeugen, daß auch sein Kampf um die Freiheit der Glaubenstreuen nur reinen und lauteren Motiven entsprang. Nicht umsonst haben die religiösen Kreise in der ganzen Monarchie in ihm den ״österreichischen Montefiore“ erblickt, haben• sie ihm uneingeschränkte Ehre und Bewunderung gezollt. Nicht umsonst hat er anläßlich seines siebzigsten Geburtstages aus aller Welt, selbst aus den., fernstem.jüdischen ySiadhp׳gen, Beweise der Wert- Schätzung empfangen, haben ihm, als er am 17. September 1886 verschied, auch seine Gegner ehrende und anerkennungsvolle Nachrufe gewidmet. (״Oesterreichische Wochenschrift.“); Dr. Ehrlich hat geglaubt, das Andenken dieses Mannes herabzerren zu sollen, 'ein Versuch, der nicht — und besonders, von uns nicht — unwidersprochen bleiben durfte. Denn noch hat das Sprichwort seine Geltung, das da lautet: ״Ehrlich — nicht der Name, sondern ehrlichea Wollen und Wirken — währt am längsten.“ ZUr-6b Und KräHl, Die Vorgänge ווו Tripolis Zu den Vorgängen in Tripolis wird der englischer; Presse von ihren römischen Korrespondenten mitgeteilt: Die Verhaftung einer Anzahl und die Auspeitschung zweier Juden seien als eine isolierte Episode anzusehen; es. sind daraus keine Schlüsse auf eine neue Politik gegen- Über den jüdischen Gemeinden in Italiens Äfrikakolonien zu ziehen. Die autoritative italienische Version der Episode ist, daß die Bestrafung der:^Juden erfolgen mußte, weil׳; sie eine * Agitation ■ gegen die lokalen Behörden schufen. (?) , Di^ Agudas Harabonim in Polen brachte bei der italienischen Gesandtschaft in Warschau eine Petition an die italienische Regierung ein, in der sie ihrem tiefen Kummer, über, die in Tripolis ׳ vorgenommenen Verhaftungen und;Mißhandlungen religionstreuer Jüden Ausdruck gab. In der Petition wird ausgeführt, daß die Juden in der ganzen Weit erregt und entsetzt > lind, daß jüdische Kaufleute in Tripplis, die sich weigerten, den Sabbath zu entweihen, indem sie an diesem religiösen Feiertag ihre Läden offenbaren, von den italienischen Behörden in Tripolis verhaftet und zu -Aus* peitschung verurteilt wurden. Naiüi den letzten Meldungen hat der Gouverneur von Tripolis den־ jüdischen Kaufleuten ״erlaubt“, ihre Geschäfte am.Sadhath bis IO Uhr morgens gesch i .Qss e.n au halten, damit sie die Möglichkeit haben, dem Sabbath-G-ttesdienstin den Synagogen beizuwohnen. Juden, die am Sabbath nicht jüdisches «Personal beschäftig gen, erhalten weiteres Entgegenkommen. Seite 3 Regierungskönmiissär jn der Warsdianer Kullusgemeinde Amtlich wird bekanntgegeben, daß der Vorsitzende des Verbandes jüdischer Händler, Mauricy Meise!, aha Montag, deti 4. Jänner, die Leitung der Warschauer Jüdlsehen Gemeinde als Regierungskommissär Übernommen hat. Gleichzeitig wurde ein zwölfgliedriger Beirat eingesetzt. Woclic CmM «h Weh ejjßm. Aus dem Jemen wid berichtet) daß der Vor* sitzende der Jüdischen Gemeinde von Adhara im Jemen, Saadia Bäbli, von Arabern e rmordet wurde. . Am 1. Jänner 1937 haben die j ildis che n Ar* beitsnac hw eise Deutschlandsauf Grund der allgemeinen gesetzlichen Neuregelung der Arbeitsvermüthing, Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung ihre Tätigkeit eingestellt. ' Die Stadtverwaltung von Tel *Aviv hat der englischen Firma Close Brothers Ltd. gegen einen Betrag von 30.000 Pfund eine Konzession nur Errichtung von Gaswerken in Tel-Avh) für die Dauer von fünfzig Jahren erteilt. Die Gesellschaft will in Palästina eine halbe Million Pfund investieren. Das rumänische Innenministerium erließ eine Verordnung, der gemäß die Sammlung von Fonds für Palästina-Aufbau in Rumänien nicht gestattet ist; im Falle der Mißachtung dieses Verbotes Sollen die gesammelten Gelder der Beschlagnahme zugunsten des Staates verfallen. Auf eine Anfrage erklärte das Innenministerium, daß die betreffende Verordnung sich lediglich auf Sammlungen bezieht, die ohne Erlaubnis der Regierungsstellen durchgeführt werden. Die Wiener Kultus g e mei nd e erhielt aus der Hinterlassenschaft des im Oktober dieses Jahres verstorbenen österreichischen Generalkonsuls in Rio de Janeiro, Hugo Omstein, ein Legat von 3000 Pfund. Das Mitglied des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten William Sirovich ist in Havanna eingetroffen, um mit dem Oberkommandanten der kubanisehen Armee, Sennor Batista, über die Genehmigung des Plans, hunderttausend Juden aus Deutschland in Kuba anzusiedeln, zu verhandeln. Sechs neue jüdische Siedlungen werden im Jänner in Palästina eingeweiht werden: Zwei Kwuzoth und zwei Moschawim im Beisan und zwei Kwuzoth im Jordantale. Wie der JTA.-Berichterstatter von einer hervorragenden reichsdeutschen Persönlichkeit in Wien erfährt, ist die Witwe nach dem verstorbenen General Steckt eine Jüdin. Sie entstammt der bekannten jüdischen Verleger- Familie Gurlitt und bekannte sich auch nach der Machter greifung Hitlers zum Judentum. Das Dritte Reich hatte es nicht gewagt, aus der jüdischen Abstammung seiner Frau Konsequenzen gegen Seeckt zu ziehen. % In seiner Neujahrsbotschaft erklärte der E r z- bis cho f von C ante rbury: ״Ich bemerke in Großbritannien ein Anwachsen des Antisemitismus. Ich glaube, daß die Schmach, diesen Anschauungen irgend welche' Unterstützung zu verleihen, Großbritannien erspart werden wird, weil der Antisemitismus zu entsetzlichen Verfolgungen in verschiedenen Ländern, insbesondere in Deutschland geführt hat" In ganz P alästin a herrschte ein starker S ttirm, der viel Schaden verursachte. In Jerusalem fiel Sohneet der aber nur kurze Zeit liegen blieb. In Paris verstarb der Präsident des Obersten Gerichtes, Eugäne D r e y f u st eine der führenden jüdischen Persönlichkeiten Frankreichsf an den Folgen einer Blinddarmoperation. Erst kürzlich hatte ihm die Regierung in Anerkennung seiner Verdienste das Großkreuz der Ehrenlegion; den höchsten Grad dieses französischen Ordens, verliehen.;; Eine jüdische Gesellschaft hat in Jütland ein großes G u t erworben, das als Lehr f ar m für Chaluzim aus Deutschland eingerichtet werden soll. , Von amtlichen Organen wurde festgestellt} daß die englischen Faschisten Palästina mit Propagandamaterial geradezu überschwemmen. . ’ % Eine seit Wochen in Budapest arbeitende rechtsradikale Gruppe, die in großen Warenhäusern und in von Juden besuchten Lokalen mehrfach Stinkbomben- und Tränengasanschläge verübt hatte, konnte in der Silvefstemacht fest genommen werden. Der jüdis che W ächt er in P et ach Tikwa, Schalom Rinkowski, der auf Grund der Aussage eines Arabers unter der Beschuldigung) einen arabischen Wächter ermordet zu haben, verhaftet worden war, ist nun freigelassen wordent nachdem sich seine Unschuld erwiesen hat. Zu Neujahr fand sich eine Abordnung des V^rb g, n d e,8 po lnis 0 h e r R a b bin e r und eine dßr jüdisehen Kämpfer für Polens Unabhängigkeit im Warschauer Königlichen Schloß ein, um dem Präsidenten der RCpublik, Dr. Ignati M o 8 c i c ki, die Glückwünsche der polnischen Judenheit zu überbringen. Von dort begaben sich die jüdischen Delegationen in das Generalinspektorat des Heeres} um dem Marschall Eduard Rydz*Szmigly zu Neujahr zu gratulieren. v # Lauf den provisorischen Ziffer# des Einyoanderurigsdepartemepts der Jewifc Agency sind im Jahre 1936 rund. 3 0,0 0 0 Juden als Einwanderer nach Pdlä* stina. gekommen. Von diesen waren 5815 Kapitalisten, 10,880 Einwanderer auf Arbeiterzertifikate, 8550 Angehörige i von Palästinaeimoohnem,; 155.7 Studenten׳ und Schüler, 977 religiöse Funktionäre, im Jahre 1935 betrug die Zähl der jüdieohen Einwanderer 61,854. Die״Public Order BHl&, die zur Abwehr der■. anUsemiUsahen Aktionen der englischen Fasehisten vom Parlament angenommen wurde, trat am 1. Jänner in Kraft. H, Grün, II., Taborstraße 8 b. Telephon R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderohe. E Ais Mittel gegen rheumatische Schmerzen ist Alpa* Franzbranntwein von ganz besonders schmerzberuhigender und angenehmer. Wirkung! Der Arzt wird Ihnen sicherlich gern bestätigen, daß regelmäßige und gründliche Massagen mit Alpa-Franzbranntwein den Blutkreislauf beschleunigen und regeln, die Muskeln stärken, die Nerven beruhigen und den Schmer? lindern. Alpa wird nur in Originaiflaschen mit der blauen Etikette und Plombe verkauft, arabische Zeuge Kgl* Kommission