Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1936-12-04 · 41 (4.12.1936) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
41 (4.12.1936)
Date
1936-12-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2629891-2630637-2630678--5384-2637715
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

i Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 41 Abteilung Mt 2 ■Kl Assen mit 4 wöchentlichen, 2 mit 5 und 1 mit 6 wöchentlichen Unterrichtsstunden. Def Jesod Hathora ist em ז Kindergarteh ange^liedert. Die Schule wird von 502 Knaben, 61 Mädchen besucht. Im Kindergarten sind 49 Kinder. Der Unterricht wird vbn 7 Lehrern (der Schulleiter mitinbegriffen) und einer Kindergärtnerin besorgt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als Ö 60.000.— jährlich. Als Schulgeld gehen jährlich im ganzen rund S 7000.— ein. 15 Schüler sind Vollzahler, 160 ganz befreit, Das jüdische Haus und der Thoraunterricht sind sicherlich für die jüdische Erziehung der Hinter grundlegend. Aber richtunggebend ist die S c h u 1 e, die von dem Geiste des jüdisch-religiösen Lebens getragen wird. Von dieser Erwägung ausgehend, muß die Adas Jisroel ihre Pflicht erkennen, die Talmud-Thora-Schule, die seit mehr als 80 Jahren besteht, nach Kräften 2u unterstützen. Wir müssen laut hinausrufen: ״F ö rdert und unterstützt die Talmud-Thora- Schul e!" Bei dem Titel ״Thoraförderung" muß auch angeführt werden, daß die Adas Jisroel mehrere, wenn auch bescheidene Stipendien besonders begabten und fleißigen Bachurim, die an auswärtigen Jeschiwos lernen, zuerkennt. Der Verein Tif er es Bachurim Erhält einen jährlichen Unterstützungsbeitrag. Auch in dieser Berichtsperiode hat die Adas Jisroel wiederholt mit vollem Erfolg eingegriffen, wenn an irgendeiner öffentlichen Schule einmal die Bestimmung nicht beachtet wurde, daß niemals ein Schüler zur iSabbathentweihung durch Schreiben, Zeichnen usw. gezwungen werden dürfe. Ueber Einschreiten der Adas Jisroel hat der Stadtschulrat für Wien am 13. Juni 1930, Z. 2316, IL/a, durch einen Erlaß die längst bestehenden Verordnungen neuerlich in Erinnerung gebracht und deren Einhaltung den!Schulleitungen und Direktionen zur Pflicht gemacht. Es wurde daran erinnert, daß jeder direkte und indirekte Zwang zur Uebertretung des Gebotes zu unterlassen ist. Hier sei auch daran erinnert, daß der Vorstand in einer Reihe von Eingaben an das Hohe Bundesministerium für Landesverteidigung das Ersuchen gestellt hat, im Interesse einer patriotischen und religiösen Ausbildung der zum Waffendienste einberufenen jüdischen Mannschaft Gelegenheit zu geben, sie von dem Dienste an Festtagen zu befreien und die Koscher- Verköstigung zu ermöglichen. In dankenswerter Weise haben wir vom Ministerium die Verständigung erhalten, daß die Befreiung vom Dienste an den Festtagen vorgesehen wurde. Bethaus. Unser Beth-Hakneses ־: würde wohl manche Ausbesserung und Umgestaltung benötigen; allein die Knappheit der . Mittel gestattet es nicht, besondere Pläne zur Ausführung zu bringen. Trotz des allgemeinen Abstieges der Einkommensverhältnisse ist der Erlös für die Sitzmiete in den letzten Jahren nicht übermäßig heruntergegangen. Im Jahre 1932 war der Erlös S 18.547,50, im Jahre 1933 S 16.341,50, im Jahre 1934 S 161906,30, im Jahre 1935 S 17.155,30. Im Jahre 1931 wurden 38 Trauungen (5 unentgeltlieh), im Jahre!1932 25 (6 unentgeltlich), 1933 25 (8 unentgeltlich), 1934 24 (10 unentgeltlich), 1935 31 (3 unentgeltlich) vorgenommen. Fürsorge. Seit mehr als einem halben Jahrhundert hat der Krankenhaus - Ve re i n < Verein zur Unterstützung armer, kranker Israeliten) sicherlich voll und ganz im Sinne des Psalmverses אשרי משכיל אל דל gewirkt. Er läßt den einsamen Kranken, der in fremder Umgebung auf seinem Schmerzenslager sich verlassen fühlt, aufsuchen. Der freundliche Zuspruch des jüdischen Bruders bringt ihm Trost. Indem er dem Kranken im Allgemeinen Krankenhaus Koscher-Kost liefert, hilft er ihm gesund werden. Im Allgemeinen Krankenhaus, in dem hunderte jüdische Kranke rituelle Kost verlangen, mußte eine neue rituelle Küche errichtet werden. Das Lob der ״Einheit" braucht nicht erst verkündet zu werden. Sie leistet soziale Arbeit im wahrsten Sinne. Sie übt Wohltaten, •ohne dem Empfänger ein demütigendes Gefühl zum Bewußtsein kommen zu lassen. An 500 Personen und auch mehr werden dort täglich ausreichende, schmackhafte Mahlzeiten verabreicht. Ganz besonders hervorzuheben ist die Mittelstandsabteilung, in der achtbare Menschen zu den ganz niedrigsten Preisen verköstigt werden, ohne sich deklassiert fühlen zu müssen. Das Herz und das Fühlen unserer frommen, jüdisehen Frauen geben der Frauenhilfe der Adas Jisroel ■das Gepräge. Tränen der Dankbarkeit erzählen von den getrockneten Tränen der Not. Dem Beispiel der frommen Mütter eifern die Töchter nach, die in der Mädchengruppe ■der Agudas Jisroel sich zusammengefunden haben, um werktätige Nächstenliebe zu üben und jüdische!Belehrung zu suchen. Den armen Zugereisten, die in der Millionenstadt *einsam und verlassen dastehen, deckt der Verein ״Tomech Ewjonim" den Sabbathtisch und läßt sie :an den Festtagen die Not vergessen. ״Mathan Basesser", eine Vereinigung, die aus der ungewöhnlichen Not der Zeit geboren ist, sucht diejenigen auf, die noch vor kurzem selbst anderen Hilfe geboten haben. Der Erhaltung und Erstarkung des jüdischen Geistes für die Zukunft nicht nur unserer Gemeinschaft, sondern für die Erhaltung des jüdischen Geistes in der ganzen Wiener Judenschaft dient der Tiferes Bachurim. 102 Kinder wurden im letzten Semester in die verschiedenen Jeschiwos geschickt. Von den Gründern des ״Mekor Chajim" ging der Gedanke aus, eine Vereinigung AhawathChesed vorzubereiten; dieselbe soll Gewerbetreibenden Darlehen zinsen- und gebührenfrei zur Verfügung stellen. Besonders hervorgehoben soll unsere Jugehdgfuppe der Agudas Jisroel werden, ein kostbarer ■Schatz, um den wir von nah und fern beneidet werden. Es ist geradezu vorbildlich, wie die jungen Leute, die tagsüber in den verschiedenen Berufen tätig sind, in ihrer freien Zeit friedlieh Und freundschaftlich miteinander wetteifern, um sich geistig zu bilden und jüdische Pflichten zu üben, jfore Freude und ihre Unterhaltung ist die Pflege der ׳i*ugenden, die die Söhne Israels 2ieren sollen. Diese Jugendgruppe ist die verläßlichste Bürgschaft für die Zukunft unserer Kehilla. Der Bericht schließt: Im Elul 5694 ging das 70. Jahr zu Ende, seit das Gebäude der Schiffschul vollendet und dem heiligen Dienst übergeben wurde. Die Erinnerung an dieses Ereignis müssen wir im Geiste festhalten und nach seiner ganzen Bedeutung würdigen. Die Errichtung der Schiffschul war von ganz gewaltiger Tragweite für das jüdische Wien von damals und für die Folge. Mit der Einweihung der Schiffschul setzt eine neue Epoche der Wiener, ja der westösterreichischen Orthodoxie ein. Das unabhängige, selbständige, thoratreue Judentum hatte sich ״ein unerschütterliches Bollwerk" geschaffen. Die Schiffschul wurde zum Ausgang für die Schaffung weiterer Pflege- Stätten altjüdischen Geiste9 in allen Teilen der ■Stadt... Hart mußte gegen den Widerstand des siegessicheren Geistes der Reform, der im Namen des Fortschrittes und des Zeitgeistes ■auf trat, gekämpft werden, ■Schritt für Schritt der Boden für die Lebensnotwendigkeiten des alten JudentumS erobert werden. In ehrfürchtiger Dankbarkeit beugen wir uns vor dem Andenken jener heldenhaften Vor- ) kämpfer, die unermüdlich Stein um Stein zusammentrugen, um die unzerstörbaren Grundmauern des idealen Baues der selbständigen, orthodoxen, jüdischen Gemein- Schaft in Wien festzufügen. . . Die Erinnerung an diese Heldenkämpfe ist uns stets gegenwärtig. Im Herbst des Jahres 1934 ist der Vorstand ernst und entschieden darangegangen, um den längstgehegten Wunsch zur Erfüllung zu führen und die öffentlich-rechtlich anerkannte, selbständige, unabhängige Organisation der Wiener ' orthodoxen Judenschaft zur Tatsache zu machen. In unzweideutiger Weise wurde der klaffende Gegensatz aufgezeigt, der zwischen den Politische Parität Unter diesem Schlagwort hat das Zionistische Aktionskomitee eine neue Formel geprägt, die der Königliehen Kommission als Vorschlag für die Herstellung eines dauernden Friedens zwischen den Juden und den Arabern in Palästina vorgelegt werden soll. Politische Parität! Vielleicht hatte das Zionistische Aktionskomitee allen Grund dazu, den tieferen Sinn dieser neuen Formel geheimzuhalten und jede Erklärung über das Wesen des neuen Vorschlages zu verweigern. Vielleicht.,. Denn zur Stunde ist, noch nicht bekannt, ob unter ״Politischer Parität" eine Bestimmung zu verstehen ist, die die Einwanderung der rJuden nur bis zur Gesamthöhe der Zahl der Araber־ in Palästina zulassen soll, oder ob ״politische Parität" bloß eine durch zahlenmäßig gleiche Vertretung in den zu gründenden gesetzgebenden Körperschäften herbeigeführte Gleichberechtigung statuieren will. Im ersteren Falle wird wohl der jüdische Nationalismus gegen diesen Plan sehr energisch zu Feld ziehen. Ist aber die zweite Annahme richtig — und mancherlei spricht dafür —, dann ist nicht klar, wie eine solche politische Parität in der Praxis sich beruhigend auswirken soll. Besteht doch die Gefahr, daß in keinem entscheidenden Punkt ein Gleichklang der arabischen und! der jüdisehen Wünsche zu erzielen sein und daß schließlich das jüdische Volk wieder dem Wohlwollen der Mandatarmacht und seiner Organe ausgeliefert sein würde, die uns bis heute schon mancherlei Enttäuschung bereitet haben. In einer unserer jüngsten Ausgaben hat ein prominenter Führer der Aguda, Dr. Isaac Breuer, einen anderen Vorschlag gemacht. Palästina sollte ein von jüdischer Mehrheit autonom verwalteter Teil eines großen 1 arabischen Staates werden, Wir verhehlen uns nicht, daß auch gegen dieses Projekt mancherlei Einwendungen am Platze sind und daß es wohl auch fraglich erscheint, ob die Araber in ihrem fanatischen Nationalismus der Bildüng einer jüdischen Mehrheit in Palästina zustimmen würden, selbst dann, wenn dieses kleine Palästina ein Teil eines großen arabischen Staates wäre. Immerhin muß auf die Gefahren für das jüdische Erez Jisroel hirugewiesen werden, die sich unter dem Schlagwort ״Politische Parität" verbergen können. Dieses ist von einer Richtung aufgebracht worden, der wir alles eher den Vertrauen entgegenbringen können. Das Projekt ״Politische Parität“ stammt von jenen linken Kreisen der zionistischen Organisation, denen die Interessen des Judentums nichts, die Interessen einer Klasse aber alles sind. Die glaubenstreue Judenhe.it, die unverändert in dem Aufbau d'es Heiligen Landes nur eine Erfüllung der Mizwas Jischuw Erez Jisroel sieht und im übrigen die Geschicke des jüdischen Vqlkes dem allmächtigen Weltenlenker überläßt, diese glaubenstreue Judenheit kann auch heute nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß das jüdische Volk zurückfinde zu G-tt, seiner Thora und Ueberlieferung. Dann wird — so ist es uns verheißen — Haschern das jüdische Volk aus seiner Bedrängnis erlösen und es heimführen in das Land seiner Väter. Grundsätzen des überlieferungstfeuen Judentums und den Wegen des modernen Peformjudentums besteht. Es Wurde nachgewiesen, daß zwischen den Weltanschauungen der beiden eine unüberbrückbare Kluft besteht, daß nur eine wirkliche Trennung imstande ist, ständige Kämpfe ,und!Streitigkeiten zu verhüten. Durch unsere Aufklärungen und Darlegungen gelang es, die Erkenntnis dieser Tatsache allgemein zur Anerkennung zu bringen. Wir haben es erreicht, daß die Erkenntnis und die Einsicht von der sittlichen Berechtigung der orthodoxen Forderungen und die Ünerläßlichkeit ihrer Erfüllung in die weitesten Kreise getragen wurden, und es ist nun die Unterlage geschaffen Zur tatkräftigen Weiterarbeit, daß wir erwarten■ können, in nicht zu ferner Zeit die Ideale der unabhängigen, selbständigen Orthodoxie verwirklicht zu sehen. Uns aber obliegt es, die Arbeit unserer Altvorderen in ihrem Geiste unermüdlich fortzusetzen. Nicht engherzig, bloß für unseren engen Kreis, soll die Arbeit dienen. Alle sollen die Früchte der Arbeit genießen, alle unsere Anstalten und Einrichtungen, die unser jüdisches Leben erfordert, sollen so ausgestaltet und vervollständigt werden, daß sie, über unseren Kreis hinaus, allen genügen, die im Sinne des altgläubigen Judentums leben wollen... ’ Die Reinhaltung des Thoragedankens, das Festhalten an demselben allein gibt dem Judentum Lebenskraft, Lebensmut und Lebensberechtigung. Diesem Gedanken wollen wir, wie unsere Vorgänger, mit der ganzen Kraft unserer Seele, mit der ganzen Innigkeit unseres Herzens dienen, ■wir, die kleine, verachtete, verschwindende Minderheit gegenüber der stolzen Mehrheit, die das Leben und seine Stürme aus der wärmenden Nähe der Thora entfernt hat. Ebenso wie unsere Altvorderen fühlen wir uns mit der großen Gesamtheit der Juden- Schaft, mit ihrem Wohl und Wehe, schicksalhaft eins und werden immer mit ihr mit voller Kraft für alles einstehen, was die Judenschaft braucht. Aber gerade darum gilt für uns als oberstes Gebot die Thoratreue; gerade deshalb, weil wir in Frieden für die Gesamtheit arbeiten wollen, müssen wir die volle Selbständigkeit und Unabhängigkeit für die Schaffung und Erhaltung aller Anstalten unseres religiösen Lebens anstreben und erlangen. Grenzenlose Judenverfolgung in Deutschland In weiten Kreisen׳ der deutschen Juden herrscht tiefe Bestürzung, die durch eigenartige behördliche Verfügungen ausgelöst wurde. Mehrere Juden deutscher Staatszugehörigkeit, die im Besitze gültiger deutscher Pässe sind, wurden am 23. November in das Berliner Gestapo-Hauptquartier gerufen, wo ihnen die Weisung ■gegeben wurde, das Reichsgebiet innerhalb von 24 Stunden zu verlassen; sollten sie nach Ablauf dieser Frist noch auf Reichsgebiet angetroffen werden, so würden sie in Haft genommen werden. Ein Grund für diese Weisung wurde nicht gegeben. Die Mehrzahl der ausgewiesenen Juden sind Geschäftsleute. Sie erklärten, daß sie immöglich innerhalb 24 ,Stunden ihre Betriebe liquidieren können; auch könnten sie innerhalb dieser kurzen Frist sich keine Visa zur Einreise in andere Länder verschaffen. Die Gestapo- Beamten zeigten sich diesen Bitten gegenüber taub und drohten mit Haft. Die durch diese Fälle bei den deutschen Juden ausgelöste Bestürzung gründet sich auf die Furcht, daß die Ausweisungen den Beginn einer neuen Aktion der Gestapo, sich der Juden im Wege administrativer Maßnahmen zu entledigen, signalisieren. Es handelt sich bei keinem der Ausgewiesenen etwa um einen zurückgekehrten Emigranten. ״Ghetto-Bänke“ und Pogrom in Wilna Die nationaldemokratischen Studenten in Wilna, die mehrere Tage lang einen sogenannten Hungerstreik durchführten, um ihre Forderung nach Einführung von ״Ghetto-Bänken" für jüdische Studenten durchzusetzen, haben einen vollen Erfolg errungen. Nachdem die Universitätsbehörden zugesichert haben, daß sie die Forderungen der Studenten erfüllen werden, ist der Hungerstreik abgebrochen worden. Für die Forderungen der Studenten hatte sich der Erzbischof von Wilna, Jabrizykowski, bei den Universitätsbehörden eingesetzt. Nach Beendigung des Streiks durchzogen die Studenten die Straßen von Wilna und veranstalteten große Demonstrationen. Viele Hunderte jüdische Läden wurden demoliert, die ausgestellten Waren zum Teil vernichtet, zum Teil geraubt. Viele Juden, unter ihnen Greise, Frauen und Kinder, wurden erheblich verletzt, so daß das Haus der Jüdischen Gemeinde in ein Hospital zur Aufnahme der Verletzten umgewandelt werden mußte. Die Polizei ■befahl den jüdischen Geschäftsleuten, die Geschäfte geschlossen zu halten, ■bis die Ruhe wieder eingetreten ist. Eine Abordnung Wilnaer fortschrittlicher Christen begab sich nach Warschau, um beim Innenministerium dahin vorstellig zu werden, daß der unerträglichen Lage in Wilna in Zusammenhang mit den Studentenunruhen ein Ende gemacht wird. . Auch die Warschauer, Krakauer und Lemberg er Universität waren neuerlich Schauplatz ernster Exzesse seitens der nationalistischen Studenten, die. stürmisch die Schaffung von ״Ghetto- Bänken" auf der linken Seite der Hörsäle für die jüdischen Hochschüler verlangen. Täglich Spezialitäten Selchfeisch mit Ritschet, Scholet, Pfefferkarpfen, Würste mit Gulyassaft usw.—Menü von S 2,— aufwärts HAGEL, Ulen II, Praterstr. 33 Unter Aufsicht des Rabbinats der Adas-Jisroel-Schiffschul Als Mittel gegen rheumatische Schmerzen ist Alpa- Franzbranntwein von ganz besonders schmerzberuhigender und angenehmer Wirkung! Der Arzt wird Ihnen sicherlieh gern bestätigen, daß regelmäßige und gründliche Massagen mit Alpa-Franzbranntwein den Blutkreislauf beschleunigen und regeln, die Muskeln stärken, die Nerven beruhigen und den Schmerz lindern, Alpa wird nur in Originalflaschen mit der blauen Etikette und Plombe verkauft.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.