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Jüdische Presse · 1936-11-27 · 40 (27.11.1936) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
40 (27.11.1936)
Date
1936-11-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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N1\ 40 lüfitscffls pmi Sdte S Residenz‘Atelier für moderne Photographie I, Fleischmarkt 1, tel. R-29-2-80 1 Bild und 4 Karlen von S 15.— v«s W4>Cl»€ \äs&\ x» Woclic ln der letzten Sitzung des Board 0 / Deputies of British Jews, die die Reorganisierung der Abwehrtätigkeit gegen den Antisemitismus zum Gegenstand hatte, wurde auch jede Verquickung des Kampfes gegen den Judenhaß mit dem gegen den Faschismus nachdrückliehst abgelehnt. Auf einer Informationstagung der Reichszentrale für Schacht-Angelegenheiten zur Erörterung der Probleme der rituellen Fleischversorgung wurde festgestellt, daß kaum der Mindestbedarf der Krankenanstalten in Deutschland im, Importwege gedeckt werden kann. 9 An den polnischen Hochschulen dauern die antisemitischen Unruhen fort. . Der Prozeß gegen David Frankfurter vor dem Gericht in Chur beginnt am Mittwochf den .9. Dezember, und soll voraussichtlich drei Tage dauern. Die Anklage lautet auf vorbedachten Mord. 9 Die Gestapo hat dem Leiter des Keren Hajessod für Deutschland, Dr. Michael Traub, v erboten, auf der Palästina-Konferenz der deutschen Juden, die am 15. November in Berlin abgehalten wurde, zu sprechen. 9 Jüdische Kreise New Yorks beschlossen, zur Unterstützung der Juden in Polen eine Aktion zur Förderung des Absatzes von Erzeugnissen polnischer Juden in Amerika einzuleiten. 9 In Paris hat der 7. Kongreß der französischen ,JAga zur Bekämpfung des Antisemitismus“ getagt. %Aus dem Jahresbericht der I ca (Jüdische Kolönisationsgesellschaft) geht hervor, daß sie neben anderen großartigen Leistungen auch einen Plan, jüdische Familien aus Deutschland in ihren argentinischen Kolonien und in einer in Brasilien neuerrichteten Kolonie anzusiedeln, entworfen und verwirklicht hat. 9 Im Verlauf einer judenfeindlichen Kundgebung sind am Sonntag, den 22. November, 20 Juden in Wilna verwundet worden. Der 69jährige jüdische Arzt Baruch wurde infolge der Aufregungen vom Schlag gerührt 1 md starb. 9 Juden aus Hebron, die zu Beginn der Unruhen nach Jerusalem geflüchtet sind, wurde von be- .kannten Arabern der ״freundschaftliche Rat“ erteilt, sich mit dem Gedanken einer Rückkehr nach Hebron überhaupt nicht mehr zu befassen. Die Juden würden dort nicht nur keine Existenzmöglichkeit finden, sondern auch ihres Lebens nicht sicher sein. 9 Die Royal Mail Lines haben alle Passagebüros und Agenten dahin instruiert, daß Paraguay die Ein- Wanderung von Juden ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit und Klasse gesperrt hat. Das Einwanderungsverbot gelte sogar für diejenigen, die im Besitz des Visums sind und die Reise bereits angetreten haben. In Paraguay machen sich deutsche nazistische Einflüsse immer mehr bemerkbar. 9 Kolonienminister Ormsb y-G o re antwortete auf eine Anfrage im Unterhaus, die englische Regierung beabsichtige •nicht, den Palästina-Import aus Staaten, die dem Völkerbund nicht mehr angehören (Japan und D euts c hl and), zu stören. Sie habe keinen Grund zu der Annahme, daß eine solche Maßnahme im Interesse der Einwohner Palästinas liege. 9 Das gegen drei Araber m Palästina wegen Beschießens englischer Truppen und Tötung eines engli- ■30hen Sergeanten und eines Polizisten gefällte Todesurteil ist vom Berufungsgericht bestätigt 'worden. Ein Amnestiegesuch wurde zurückgewiesen. 9 Ab■ Montagt den 23. November, amtiert der bisherige Erste Polizeirichter von Jaffa und Tel-Aviv, Comander R. B. Bodilly, ausschließlich in T el-Aviv. Bisher gab es keinen eigenen Polizeirichter für Tel-Avw. Auf dem Kongreß der amerikanischen Gewerkschaften sprach der Präsident des Gewerkschaftsverbandes, William Green, ein Gelöbnis für Fort- Setzung des antideutschen Boykotts und erklärte: Wir erfahren mit Entrüstung von der ununterbrochenen Unterdrückung der Juden in Deuts c hl and und protestieren gegen die Verfolgung dieser edlen Rasse, sowie gegen den Diktator Deutschlands, der der Urheber dieser Unterdrückung ist. 9 In einem Dorf bei Kiele e wurde während eines antijüdischen Exzesses der Kaufmann Schlomo Hersch Kirszenbaum durch Huligans zu Tode mißhandelt. Er hinterläßt eine Frau und sieben unversorgte Kinder. 9 Der polnische Ministerpräsident Generäl 8 kl adko w ski hat, wie amtlich bekannt ge geben wird, den Kreis Bialystok inspiziertt um sich zu überzeugen, daß ausreichende Vorkehrungen zur Verhütung judenfeindlicher Ausschreitungen getroffen wtirden. 9 Ein ungenannt sein wollender Spender stellte die Summe von 80.000 Schwedenkronen zur Gründung einer landwirtschaftlichen Lehr f arm für jüdische Jugendliche aus Deutschland, die sich für das Leben in Palästina vorbereiten wollen, zur Verfügung, Es wurde bereits in Svartingtorp, Südschweden, ein Grundstück zur Errichtung der Farm, die unter der Leitung eines Fachmannes stehen wird, erworben. 9 Am letzten Samstag verrichteten etwa fünf‘ hundert Juden ihre Gebete an der Klagemauer. Auch die Mitternachtsgebete und die Nachtwachen von Juden an der Klagemauer haben wieder eingesetzt, 9 Auf Gnmd von Zertifikaten aus der יfrüheren Schedule treffen in dieser Woche rin Palästina 300 Flüchtlinge att« Rußland und Buchara ein, die sich bisher in Afghanistan auf gehalten haben. H, Grün, II., Taborstraße 8b, Telephon R-42-3-60, Atelier für feine Herrengarderobe. ® Nodi einmal Przytiker Pogromprozell Vor dem Gericht in L u b 1 i n begann im Berüfungsverfahren der Prozeß gegen die Teilnehmer an dem Judenpogrom im Städtchen Przytik, sowie gegen eine Reihe Juden, die sich zur Wehr setzten. Im erstgerichtlichen Verfahren wurden 35 Nichtjuden zu meist geringfügigen Gefängnisstrafen verurteilt; die vier Rädelsführer des Pogroms wurden sogar freigesprochen; dagegen wurden elf Juden zu meist recht harten Kerkerstrafen verurteilt. Das Urteil hatte seinerzeit unter der polnischen Judenheit einen über alle Maßen deprimierenden Eindruck gemacht. Dem Ausgang des Berufungsprozesses wird daher Überall mit größter Spannung entgegengesehen. Der Staatsanwalt wandte sich gegen die Behauptung der Verteidiger der jüdischen Angeklagten, daß die Juden zuerst angegriffen worden seien. Diese hätten nicht!* in Notwehr gehandelt. Wer den Kampf begonnen habe, sei schwer festzustellen. Die angeklagten Juden und Nichtjuden müßten gleichermaßen bestraft werden, weil sie eine illegale Versammlung abgehalten hätten, die zu Unruhen führte. Der Staatsanwalt forderte das Gericht auf, das Strafmaß bei allen Verurteilten zu erhöhen, da es sich dadurch, daß es nach den Przytiker Vorfällen zu ähnlichen Ereignissen in anderen Ortschaften kam, gezeigt habe, daß milde Strafen nutzlos ibleiben. Der jüdische Rechtsanwalt Fenigstein kritisierte das Ersturteil von Radom und erklärte, die Juden von Przytik hätten im Bewußtsein, daß sie in Lebensgefahr schweben, alle legalen Mittel zu ihrer Verteidigung benützt und Sich an die Behörden um Schutz gewandt. Das Radomer Gericht habe allen Zeugen Glauben ge- Schenkt, die für die Juden ungünstig aussagten, obwohl diese Aussagen zahlreiche Widersprüche enthielten, dagegen habe es sich geweigert, die objektiven Bekundungen einer Reihe jüdischer Zeugen oder für die Juden günstige Aussagen polnischer Zeugen zu berücksichtigen. Der frühere Sejmdeputierte Advokat Hartglaß analysierte die Begründung des Ersturteils. Hartglaß wies an Hand unbestrittener Tatsachen nach, daß der Pogrom in Przytik von langer Hand vorbereitet war. Es folgte eine blutrünstige antisemitische Rede des Lodzer Advokaten Kowalski, der ein Gesetz forderte, welches die Polen zwingt, die Juden zu boykottieren, und schließlich zur vollständigen Entrechtung der Juden führt. Der nichtjüdische Advokat und Dekan Petruszewicz führte aus, es sei falsch, die Unruhewelle, die durch Polen geht, als ״polnisch-jüdischen Kampf“ zu bezeichnen, die Juden seien doch keine Kampfpartei, man gebe ihnen ja nicht das Recht, sich zu verteidigen. Der berühmte Lemberger Advokat L. Landau, bekannt aus dem Steiger-Prozeß, erklärte, die Abschätzung des Wertes der Zeugenaussagen nach dem Glauben der Zeugen, wie dies das Gericht in Radom zu Wege gebracht hat, sei ein schlimmer Verstoß gegen das polnische Rechtsleben und die polnische Verfassung. (Wir werden über den Ausgang: des Prozesses berichten.) םםשוג ERRE Festbankett des ״Tiferes Bachurim“ Das traditionelle Chanuka-Bankett des ,,Tiferes Bachurim“ findet heuer am Mozze Schabbos, den 12. Dezember, um 7 Uhr abends im Restaurant ״Wienea" statt. Die besonderen Vorbereitungen, die im vollen Gange sind, sowie die Zusage hervorragender Persönlichkeiten aus allen Kreisen, an dem Bankett teilzunehmen, schließlich die vorgesehenen erlesenen Darbietungen, werden heuer das Festbankett zu einem ganz großen gesellschaftlichen Ereignis in der Wiener Judenheit werden lassen. Zum allgemeinen Verkauf gelangt nur eine b eschränkte Zahl von Diner-Karten (Preis S 3.—), die bei 'einzelnen Vorstandsmitgliedern erhältlich sind. ״Mekor Chajim“, II., Große Schiffgasse 1. Die vergangenen Wochen gaben die . erfreuliche Gelegenheit, einige Bne-Thora aus der jüngeren Generation vor einem breiteren Publikumskreis sprechen zu hören. So haben die Herren Simon Fürst, Samuel W o s n e r und Mosche Breuer herrliche Vorträge gehalten, die von den zahlreichen Zuhörern mit großem Beifall aufgenommen wurden. Am Sonntag, dem 29. November, um a/.15 Uhr abends spricht Herr David Bondy über den ״Makkabäer- Aufstand". Agudas-Jisroel-Mädchengruppe, Wien Am Schabbos Parschas Wajischlach spricht Frl. Edith Pappenheim um 1/2U Uhr vormittags im Restaurant ״Wienea“, n., Obere Donaustraße 91. Mazewoh-Stellung für R. Mosche Felsenburg s. Z. I. Am Sonntag wurde am Grabe des Reb Mosche Felsenburg s.Z. 1. die Mazewoh gestellt. In Gegenwart zahlreicher Freunde des Niftar und der Vertreter jener Körperschaften, denen Moritz Felsenburg führend angehörte — er war Präsident der Stumperschul, der ״Einheit“ und des ״Schomre Schabbos" —, sprachen Herr Rabb. Flesch und namens der Chewra Kadischa Herr Leid Worte des Gedenkens. Am Nachmittag wurde in der Stumperschul eine Gedenktafel für den Verewigten enthüllt, wobei Herr Rabb. Flesch und Obmannatellvertreter Roth Hespedim hielten. Semestevevoffnung an der lesdiiwo in Preßbuvg Sonntag, den 23. Marcheschwan, fand an der Bratislavaer Jeschiwo die traditionelle feierliche Semester- Eröffnung statt. In der goßen Schiurstube haben sich, neben den Bachurim der Jeschiwo und einer großen Schar von Baale Batim, größtenteils ehemalige Schüler dieser altehrwürdigen Jeschiwo, das ehrw. Rabbinat und der Vorstand der Gemeinde eingefunden. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber hielt einen längeren Magidus- Vortrag, in dem er sich mit dem Los des Jeschiwo- Bachurs beschäftigte. Oberrabbiner Schreiber gedachte des vor kurzem dahingeschiedenen Führers der Orthodoxie unseres Nachbarlandes, R. Awrohom Frankl s. Z. 1., der sich immer stolz als Schüler der Preßburger Jeschiwo bekannt hat, und der großen Verdienste des ebenfalls erst vor einigen Wochen verstorbenen Gaboi und ehemaligen Talmid der Jeschiwo, R. Jossef K o h n s. Z. 1. Eine begrüßenswerte Neuerung, die auch Oberrabbiner Schreiber in seiner Eröffnungsrede erwähnte, ist die Einführung des obligatorischen gemeinschaftlichen Lernens der Bachurim in der Schiurstube während eines großen Teiles des Tages, in welcher Zeit sie auch einen gemeinsamen Schiur Daf Jomi im eigenen Kreise lernen. Die Hallen dieses Lehrhauses werden somit in Zukunft jedem Lernbeflissenen während des ganzen Tages offenstehen. Wie in den letzten Winter-Smanim, wurde auch heuer schon die Veranstaltung ,von S’udos Melawo- Demalko aufgenommen, die dem Zwecke dienen, die Bachurim einander freundschaftlich näherzubringen. Eine solche Melawo-Demalko fand am vergangenen Mozze Schabbos bereits statt. Diese Woche fand auch schon die Wahl der Gaboim der Charifus Chewra, in der sich die Talmidim in Selbstbildung im Pilpul vervollkommnen, statt. Gewählt wurden: J. M. Schechter, Ozd; M. S. Friedrich, Humennö, und B. Z. Kolm, Väsärosnamöny. In die Magidus-Chewra wurden gewählt: Rabb. Benedikt, Wien, J. Müller, Nädaä, und E. Fischhof, Bratislava. Gemeindewahlen in Presov. Sonntag, den •15. November, haben in Preäov die Neuwahlen der orth. isr. Kultusgemeinde stattgefunden. An dem Wahlkampfe beteiligten sich drei’ Parteien, und zwar die Partei des derzeitigen Gemeindepräses Dr. Sigmund Neuwirth, ferner eine sogenannte ״Neutrale Partei“ und schließlich die ״Preiß-Partei". Der Wahlkampf gestaltete sich in den letzten Tagen vor der Wahl äußerst heftig. Die Wahl ergab folgendes Resultat: Dr.-Neuwirth- Partei 102 (43•Prozent), Neutrale Partei 77 (33 Prozent), Preiß-Partei 59 (24 Prozent) Stimmen, Von den. 58 zumeist indifferenten Personen, welche auf mehreren Listen kandidiert waren, wurden ״bloß“ 54 gewählt, die weiteren 7 Mandate erhielten die Hauptexponenten der Neuwirth-Partei, Die Preiß-Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Ludwig Preiß erlitt als Folge ihres unquaiifizierbaren Benehmens gegenüber dem jetzigen Piotrkower und früheren Preäover Raw, Qberrabbiner M• Ch. Lau, eine entscheidende Niederlage. Von der Landeskanzlei in Uzhorod. Auch die hiesige orthodoxe Landeskanzlei, bzw. ihr Verwaltungsausschuß halben beschlossen, gegen die von zionistischer Seite gestellten, ibzw. unterstützten Gesetzvorlagen, betreffend die ״Demokratisierung der Kultusgemeinden“ und die Einführung der vollkommenen Sonntagsruhe in P. K. R., energische Schritte zu unternehmen. Beide Gesetzvorlagen sind geeignet, die elementarsten Interessen des thoratreuen Judentums in religiöser und wirtschaftlicher Hinsicht schwer zu gefährden. Generalversammlung der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Bratislava Am Sonntag, den 23. Marcheschwan, hielt die Bratislavaer Jugendgruppe ihre 17. Generalversammlung unter reger Teilnahme ihrer Mitglieder ab. Nach der Begrüßung durch Präses Max Weiß erstattete Vizepräses L. Glück den Tätigkeitsbericht. Er erwähnte alle Tätigkeitsgebiete der Jugendgruppe im verflossenen Jahr, ihre organisatorische Arbeit in der Werbung von neuen Mitgliedern, die Erweiterung der Schiurim, die Leistungen für den Keren Hajischuw und für die Unterstützung der in den .Teschiwos lernenden Bachurim durch die ״Jeschiwo- Aktion“, die ein Jahresbudget von zirka tsch. K 40.000.— aufweist, schließlich über den Ausbau des ״Sman Tefiloh“־ Anzeigers. Herr L. Blumenthal hielt das Kassareferat. Ueber Antrag des Vorstandes ernannte die General- Versammlung die Herren Rabbiner Jakob S n y d e r s und Max Weiß in Anerkennung ihrer großen Verdienste um die Jugendgruppe zu Ehrenmitgliedern. Das Schlußwort in der Generaldebatte, an der sich eine Reihe von Mitgliedern mit wertvollen Anträgen beteiligten, hielt Herr M. Weiß. Die vorgenommene Neuwahl des Vorstandes brachte folgendes Ergebnis: Präsidium: L. Blumenthal, L. Glück, J.!Salzer; Kassier: S. Braun; Kontrollore: A. Fleischmann, J. Singer; Schriftführer: J. J. Neumann; Gaboim: A, Kaufmann, G. Pollak, nebst einem 23gliederigen Hauptausschuß. BEKIZZUR. .. — Bratislava; Am vergangenen Sonntag hielt auf Einladung des Tempelvorstandes im ״Beth Hamidrasch", der Wirkungsstätte des vor kurzem dahingeschiedenen R. Dowid Leb Groß s. Z. 1״ Herr Hillel Weiß, ein würdiger Schwiegersohn des Niftor, einen ergreifenden Hesped, der auf die Anwesenden einen solchen Eindruck machte, daß bei der darauf stattgefundenen Wahl des neuen Vereinsrabbiners diese einstimmig auf Herrn Weiß fiel. — Nitra; Schabbos P. Toldos fand eine Prüfung der Beth-Jakob-Schülerinnen statt. Das Ergebnis der Prüfung •hat alle Erwartungen übertroffen. Auch die Schülerzahl hat eine bedeutende Höhe erreicht, Es sind bereits Über hundert Schülerinnen eingeschrieben. — Die Chewra Kadischa der orthodoxen Kultusgemeinde hat die Errichtung eines jüdischen Spitals in den Rühmen der Dr. Löwingerschen Stiftung beschlossen. Die Pläne sind bereits dem Gesundheitsministerium zwecks Begutachtung unterbreitet •worden. Mit dem Umbau, bzw. der׳ Erweiterung soll demnächst begonnen werden. F. St.

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