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Jüdische Presse · 1936-10-16 · 35 (16.10.1936) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
35 (16.10.1936)
Date
1936-10-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 35 jü»«cae pkbssb 8<iuS Fried« Im Heiligen Lande Nachdem die verstärkte Militärmacht zu sehr energischer Aktion geschritten ist und Seit Erteilung der entsprechenden Vollmachten an den High Commissioner. das Damoklesschwert des Kriegszustandes über ihnen schwebte, haben sich die arabischen Führer entschlossen, den arabischenKönigen gehorsam ,»Folge zu leisten“. In einem Manifest hatten diese den Palästina■‘ Arabern empfohlen, im Vertrauen auf die englische Fairneß den Streik abzubrechen und zum normalen Leben zurückzukehren. Und so hat nach sechsmonatiger Schreckensherrschaft, die dreihundert Tote und tausend Verwundete gefordert hat, die dem Lande furchtbare Wunden geschlagen und der ganzen Bevölkerung kaum wieder gutzumachende Schäden zugefügt hat, in den letzten Tagen eine allgemeine Beruhigung Platz gegriffen. Nach einem mehr als halbjährigen Streik haben fast zweihunderttausend Araber ihre Arbeit wieder aufgenommen. Ein ganz außerordentliches Leben und Treiben herrscht in den Straßen von Jerusalem, Haifa und Nablus. Die meisten Geschäfte sind wieder geöffnet, die Arbeiter gehen in ihre Betriebe, der “Verkehr der'öffentlichen und privaten Fahrzeuge nimmt wieder seinen normalen Charakter an. Wohl geben die Terroristenbanden, die mit der Zeit an ihrem Handwerk Lust gefunden haben, dem englischen Militär noch zu schaffen; die breiten Massen des arabischen Volkes jedcich sind streik- und kampfesmüde und sehnen sich nach 'Ruhe. So sehr die Juden — und nicht nur die des Jischuws — über diese Wendung glücklich sind, ihre Freude ist durch die Befürchtung getrübt, der Friede sei nicht ganz bedingungslos zustande gekommen. Es läge für uns nicht die geringste Genugttuung darin, wenn England sich nicht offiziell seiner Mandatspflichten entzöge, sondern sich praktisch um sie drückte, wie gewisse Gerüchte wissen wollen. Gerade die Probe, die die Juden in den vergangenen Wochen und Monaten so wunderbar bestanden, müßte" einer weisen Regierung das Salomonische Urteil eingeben, daß, wer den umstrittenen Gegenstand — das Heilige Land — mehr geschont, auch mehr Anspruch darauf habe. Der Aufruf der arabischen Herrscher Die arabischen Zeitungen veröffentlichen den Text des Manifeste der arabischen Herrscher an die Araber Palästinas; das Manifest beginnt mit den Worten: ״An unsere Söhne, die Araber in Palästina, durch Vermittlung des Vorsitzenden des Obersten Arabischen Ausschusses in Jerusalem! Wir sind sehr besorgt über die gegenwärtige Lage in Palätina und fordern euch auf, den Frieden im Lande wiederherzustellen, damit weiteres Blutvergießen vermieden wird. Wir vertrauen den guten Absichten unseres Verbündeten, Großbritannien, der seine Entschlossenheit kundgetan hat, euch mit Gerechtigkeit zu behandeln. Habt Vertrauen zu uns und zu unserem aufrichtigen Verlangen, euch in eurer Lage zu helfen!“ Das Manifest ist Vom König I b n Saud, vom Irak-König G h a z i und vom Emir Abdullah von Transjordattien unterzeichnet. Die Züstimmung des Imans des Jemen ist bis jetzt nicht eingetroffen. Das Manifest der arabischen Herrscher ist von einer Kundgebung des Obersten Arabischen Ausschusses begleitet, der die Palästina-Araber auffordert, dem Ruf der arabischen Könige zu folgen und den Streik einzustellen. Vorher aber sollten sich, die Araber in den Moscheen versammeln und Gebete Verrichten sowie der ״für die arabische Sache Gefallenen" gedenken. Vorbereitungen der Königlichen Kommission Der High Commissioner General Sir Arthur Wauchope hat an die Regierung in London einen telegraphisehen Bericht über die Lage gesandt, der in die Fest- Stellung ausklingt, daß die Situation im Lande so weit befriedet sei, daß die zur Untersuchung der Hintergründe der Unruhen und zur Prüfung der arabischen und jüdischen Beschwerden ernannte Königliche Kommission ihre Arbeit an Ort ■und Stelle aufnehmen könne. Aus gut informierter Quelle verlautet, daß die Mitglieder dieser Kommission in etwa zehn Tagen die Reise nach Palästina antreten werden. Inzwischen tritt die Kommission alle paar Tage in London zusammen, um die Vorarbeiten für die Untersuchung durchzuführen und das notwendige Material zusammenzubringen. Parissower Rebbe זצ״ל Im Alter von 66 Jahren ist in Otwock bei Warschau der Parissower Rebbe Rabbi Jehoschua, Ascher Rabinowicz, ein Urenkel des ״Jid hakodosch", verschieden. An der Beisetzung haben große Massen von Chassidim teilgenommen, die zum Teil viele Kilometer weit die Nacht durchgewandert waren, um ihrem Rabbi das letzte Geleit geben zu können. Unter den Trauergästen befanden sich die chassidischen Rabbis von Lubawicz, Kolobiel, Koceniec, Markuschow, Medrziec, Amsziriow und Minsk sowie viele Rabbinen, unter ihnen eine Abordnung des Warschauer Rabbinats. Der Sarg, der aus dem Tisch des verstorbenen Rabbi angefertigt worden war, wurde von den Chassidim drei Kilometer weit zum Friedhof getragen. Nach der Beerdigung wurde zum Nachfolger der Sohn des verstorbenen Parissowers, der 17jährige Meir Schalom, feierlich eingesetzt. תנצב־ה Rabb. Dr. Ephraim Carlebach .מדל Der vor kurzem von* seinem Amt als Leipziger Gemeinderabbiner!geschiedene und nach Palästina gegangene Dr. Ephraim Carlebach ist in seiner neuen Heimat gestorben. Der Verschiedene, eine der markantesten Persönlichkeiten der deutschen Orthodoxie, hat lange Jahre ein von allen Seiten anerkanntes segensreiches Wirken entfaltet. ,חנצביה Samuel Türkl זצ״ל.... Auf der Höhe menschlicher Wirkungskraft, im Alter von 56 Jahren, ist Reb Schmuei Türkl s. Z. 1., der Vater des Herausgebers der ״Jüdischen Presse“, am Hoschana Raba in Lemberg einem Herzschlag erlegen. Mit ihm verlieren nicht nur seine nächsten Angehörigen ihr fürsorgliches Oberhaupt, sondern die ganze jüdische Gemeinschaft, voran die Armen und Bedrückten, einen opferbereiten, stets unermüdlichen Helfer in Stunden der Not. Denn das war die hervorstechendste Charakter- Eigenschaft des Verblichenen: eine grenzenlose Liebe zu seinen Mitmenschen, die ihn, den vielbeschäftigten Großkaufmann, insbesondere in den Kriegsjahren, an der Errichtung eines weitverzweigten Kriegshilfswerkes führend mitwirken ließ. Im ßadner Waisenhaus der Agudas jisroel fand diese Arbeit ihre dauernde Krönung. Unberechenbar ist die Zahl der Hilfsbedürftigen, denen er immer —. er wollte nie, daß man es weiß —bei Tag und Nacht, zur Seite stand. Selber ein Talmud Chochom, gründete er zusammen mit seinem Schwager, dem Czemowitzer Raw Katz s. z. 1., viele Talmud: Thoras und kleine Lernzirkel. In der Gründung des Vereines ״Bakoschas Nirdofim“ manifestierte sich sein ständiger Kampf für Recht und Gerechtigkeit. In dem bekannten Hilsner-Ritualmordprozeß spielte er als routinierter Stadion eine führende Rolle. An der Bahre des Verblichenen trauern eine treue Gattin und fünf Kinder, deren jüdischer Erziehung sein ganzes Leben und Streben galt. Ihnen wendet sich die allgemeine ־ Teilnahme zu. Mögen sie in den guten Werken ihres unvergeßlichen Vaters Trost finden. ,חנצבד OETKER PUDDINGPULVER J* BACKPULVER ' VANILLINZUCKER OETKER PUDDINGPULVER ל ה ם י ר מ כ ע ו ל! Ein langgehegter Wunsch zahlreicher strengreligiöser Kreise geht nunmehr in Erfüllung. In der Inzersdorter Fischkonserven abrik werden seit Anfang dieser Saison Fl SCH KONSERVEN u zw. OstseC'Russen, Bücklinge u. Fischmayonnaise, unter der persönlicnen Aufsicht des ehrwüroigen Herrn Rabbiner S Benedikt (Adas Jeschurun) ohne שום חשש ופקפוכן hergesiellt. Diese sind in sämtlichen jüdischen Lebensmittelgeschäfien erhältlich. INZERSDORFER FISCHKONSERVENFABRIK Inzersdorf bei Wien, Triesterstraße 44, Tel. R-16-5-13 Kritik und Betrachtung iiimmimmmiiimmmmmiiiiiimmimmmmmimmmi Gäste im G-tteshaus ״Jeder Jude hat seinen eigenen Schulchan Aruch.“ Es gibt Juden, die täglich zweimal ins G-tteshaus kommen, um hier ihren Tag zu beginnen und zu beschließen. Viele tun dies bloß Montag und Donnerstag, andere wieder nur am Sabbath. Manche finden sich nur einmal im Monat zum Rosch-Chodesch-Benschen ein und manche nur einmal im Jahr an den hohen Feiertagen. Es gibt aber auch Juden, die dem lieben G-tt nur einmal in vier Jahren einen Besuch abstatten; das sind die zionistischen Mandatare und Wahlwerber, die zur Wahlzeit den Weg auch in die kleinsten und fernsten Klausen und Betstuben finden. ״Ein, Gast für ’ne Weil׳ sieht weit fne Meil’“, sagt ein altes jüdisches Sprichwort. Und so kommen die Vierjahresgäste den täglichen Besuchern des G-tteshauses, die sich jahraus, jahrein morgens und abends hier einstellen, zu predigen, was wahres Judentum ist und wie man dazu gelange. Und da nun einmal ״keine Mauer so hoch ist, daß sie ein mit Gold beladener Esel nicht besteigen könnte", läßt man auch den unhörbar mit den Subventions- Schillingen klimpernden Darschan auf den Almemor steigen und von der Stelle aus reden, wo man just am kommenden Samstag die Häfthoro verlesen wird, in der es heißt: ״Siehe, es werden Ungläubige, die du nicht kennst und die dich nicht kennen, zu dir gelaufen kommen ..." Absage an die Scheinheiligkeit Seit Bestehen des politischen Zionismus geht die Mär, daß seine Führer zu Wahlzeiten sich nicht nur als Zionisten, sondern daneben auch als Juden gebärden. In Polen kann man in solchen kritischen Tagen den sonst ungewohnten Anblick genießen, wie sich gar mancher blau-weiße Kandidat mit dem Tallisbeutel ■unter dem Arm im Judenviertel seiner Stadt herumtummelt. Wie die antiken Römer die weiße Toga, so nehmen die Zionisten das religiöse Mäntelchen um, wenn sie um Stimmen krebsen gehen, Nim soll aber die Welt von Wien aus eines Besseren belehrt werden. Das hiesige Zionistische Landeskomitee hat durch einen sozusagen offiziellen ChillulJomtow bewiesen, wie abhold es jeder Heuchelei und Tartüfferie ist. Indem es seine letzten ״Mitteilungen“ ausgerechnet an einem Feiertag versandt hat, hat es klar zum Ausdruck gebracht, daß man auf zionistischer Seite nicht mehr gesonnen ist, es in religiösen Dingen während des Wahlkampfes anders zu halten als gewöhnlich, Alle Achtung vor so viel Anständigkeit, die als Omen für einen aufrichtigen und ehrlichen Kampf ebenso aufrichtig und ehrlich begrüßt ■sei. Der menschliche Organismus ist zur Herbstzeit empfänglicher für Erkrankungen, als sonst. Schnupfen, Katarrhe, Influenza sind an der Tagesordnung. Beugen Sie ihnen vor, und härten Sie Ihren Körper ab durch tägliche Massagen mit dem Aipa-Franzbranntwein. Er wirkt wohltuend auf den Blutkreislauf, stärkt den Qrganismus und macht die Haut gegen Erkältungen wider- *standsfähiger, Herbstneuheiten in allen Modefarben Schilling 9.BÖ, IS*- Feinster Haarfili 1ö.-# Biber SB«« II, TABORSTRASSE 39 XIV. Sechshauserstrane 39 XVII! Kalvarienberggasie 34 von Woclic x 11 Wocltc 9 Dem tschechoslowakischen Preßbüro wird aus Tel-Aviv geschrieben: ״Hitlers ,Mein Kampf‘ ist in Bagdad in arabischer Uebersetzung mit einem Vorxoort, das den Lebenslauf Hitlers schildert und dessen Kampf gegen das Judentum betont, erschienen. Das deutsche Original des Buches ist in Palästina verboten. Die judenfeindlichen Tendenzen des Buches finden offenbar bei den Arabern sympathische Aufnahme" 9 Anläßlich, des Beginnes des neuen Studienjahres hat der polnische Unternchtsminister Prof. Szxmentoslawski im Rundfunk eine Ansprache. an die akademische Jugend gehalten, in der er sich scharf gegen den antijüdischen Terror der Nationaldemokraten an den Hochschulen wandte. 9 In Krcanow, Westgalizien, wurden der jiidisehe Kaufmann IApa Szenker samt Frau und Tochter von Banditen ermordet und beraubt. In Flu di bei Warschau wurde der jüdische Kaufmann Korzeniawski ermordet. 9 Der ״Völkische Beobachter" teilt mit, daß die die Judenfrage und das Rassenproblem behandelnden Kapitel in Hitlers ״Mein Kampf" vom Kultusministerium separat herausgegeben und als Schul- und Jugendlektüre verwendet werden. 9 Die Politische Kommission des Völkerbundes befaßte sich mit dem Problem der politischen Flüchtlinge und beschloß, 400.000 Schweizer Franken aus Mitteln des Völkerbundes zur Deckung der mit dem Transport der deutschen Saar-Flüchtlinge nach Paraguay verbundenen Auslagen bereitzustellen. 9 Aus Griechenland wird die Gründung eines ״V erb and es jüdischer H eilen en" gemeldet. Der Verband loill gemeinsam mit gleichartigen griechisehen Vereinigungen das nationale Empfinden der Bevölkerung stärken und das vaterländische Wohl fördern. Die Vereinigung wendet sich gegen jede umstürzlerische oder kommunistische Propaganda. %'Alie jüdischen Gemeinden in Polen, die im Besitz einer Schächtkonzession sind, haben die Aufforderung erhalten, mit Rücksicht darauf, daß am 1. Jänner 1981 das neue Tierschlachtungsgesetz und damit eine wesentliche Einschränkung des Schächtwesens in Kraft tritt, ihrem 8 ohächtpersonal zu kündigen: ■ r -.: —׳ ד■■»■, 9 Unter dem Einfluß von Agitatoren, die die Ereignisse in Palästina zu einer blutigen : Hetze gegen die Juden ausnützen, kam es in den Straßen von B a g dad verschiedentlich zu blutigen UeberfäUen von Arabern auf jüdische Passanten, in deren Verlauf drei Juden g etötet und mehrere verletzt wurden. 9 Der Völkerbundrat beschloß in seiner am 10. Oktober abgehaltenen nichtöffentlichen Sitzung, das dem Völkerbxmdbüro angegliederte Amt für 'deutsche Flüchtling e bis zum 81. Dezember 1988 bestehen zu lassen. General Sir Neill M al c olm, der seit dem Rücktritt von James G. MacDonald dieses Amt provisorisch geleitet hat, wurde nunmehr definitiv zum Oberkommissar für die deutschen Flüchtlinge ernannt. 9 Eine Kundgebung der jüdischen L e g it i-, misten O est er reich s fand unter massenhafter Be- Heiligung jüdischer und auch christlicher Mitglieder monarchistischer Verbände am 10. Oktober statt. Als Vertreter des Hauses Habsburg war Gesandter Wi esner erschienen. 9 ״Zsido Ujsäg" meldet, daß der griechische Krönprinz und der Prinz von Dänemark, letzterer ein Neffe König Eduards von England, während der verflossenen Feiertage in Beiz weilten und dem B elz er Rebbe einen Besuch abgestattet haben. 9 Alle jüdischen Organisationen und Institutionen in Deutschland erhielten von den Behörden die Weisung, alle ihre jüdischen Angestellten, die Ausländer sind, zu entlassen. Die gleiche Weisung erhielten private Handelsuntemehmungen. 9 Den konfessionellen Verbänden, die als einzige Träger der nicht gewerbsmäßigen Arbeitsvermittlung ,in Deutschland noch übrig geblieben waren, ist die Vermittlung vollarbeitsfähiger ' Personen verboten worden. Schwer betroffen sind hierdurch die jüdischen Arbeitsuchenden. Den jüdischen Angestellten, die von den arisierten Betrieben entlassen werden, wird nun die Möglichkeit genommen, in noch jüdisch gebliebenen Betrieben unterzukommen. 9 Die Regierung der Sowjetunion hat ein Manifest mit den vom Zentralexekutivkomitee der Sowjetunion' gefaßten Beschlüssen über den Ausbau des jüdischen autonomen Gebiets Bir o -Bids oh an im Femen Osten zu einem ״jüdis chen Staat" erlassen. 9 Bei den Wahlen zum Stadtrat von Lodz, der größten Industriestadt von Polen, haben die antisemitisehen Nationaldemokraten, die die politische Entrechtung der Juden auf ihr Wahlprpgramm geschrieben hatten, eine vernichtende Niederlage erlitten. Während sie im früheren Stadtrat 89 Sitze und die Mehrheit hatten, konnten sie diesmal nur 85 Mandate erlangen. Von den 12 jüdischen Mandaten entfallen 8 auf die Aguda. 9 In der Synagoge Adolphstraße in Altona, die von aus dem Osten stammenden Juden besucht wird, ist bei einem Brande der Thoraschrein mit insgesamt zehn Thorarollen und Schmuck ein Opfer der Flammen geworden. 9 Jesse Isidor Strauß, der bis vor wenigen Wochen Botschafter der Vereinigten Staaten in Frank* reich war und dann aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niederlegte, ist an einer Lungenentzündung gestorben. Jesse Isidor Strauß, eine der hervorragendsten Personlichkeiten des öffentlichen Hebens in U.S. A., war Jude. v H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Telephon R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. &

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