Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1936-07-24 · 27 (24.7.1936) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
27 (24.7.1936)
Date
1936-07-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2629891-2630637-2630664--5311-2637628
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nt. 21 jüdische presse man des Steges* ef־ sei überrascht Über eine in So kurzer Zeit vollbrachte hervöffägeiide technische Lei* s t u n g. Bezüglich der weiteren Pläne hielt er eine Reihe von Konferenzen mit der Häf enkommiasion ab. Man hofft, daß der Bau eines Hafens in ,!fei-Aviv bald weitere Port* schritte machen Wird. Geschäftsverbindungen Oesterreichs mit Palas stina ln W i e n ist eine von der Austr o-Palästinensiseheä Handelskammer in Jerusalem organisierte Reisegesellschaft aus Palästina eingetroffen, um mit österreichischen Ge* schäftsfreunden in Verbindung zu treten. Namens der Handelskammer und des Exportförderungsinstituts war Dr. Helmut Boiler zur Begrüßung am Bahnhofe erschienen. Palästinensische Kaufleute verhandeln mit öster* reichischen Firmen wegen eines Austauschess von Holz gegen Apfelsinen. Bisher hatte Oesterreich nur geringe Mengen Holz nach Palästina ausgeführt, weil andere Länder, insbesondere Rumänien und Bulgarien, in bezug auf die Transportkosten weit günstiger liegen. Für die Bautätigkeit in Palästina kommt insbesondere die Abnähme von Schnitt* und Balkenholz in Beträcht. Keine Sistierung der Einwanderung nach Erez Jisroel Agudistische Delegation im Kölonienmiiiisterium Wie das J. P. B. meldet, wurden Präsident Jacob Ro senheim Und H. A. G o d m a n vom Unterstaats* Sekretär für die englischen Kolonien zu einer längeren Konferenz empfangen. Der Unterstaatssekretär versicherte den Mitgliedern der Delegation, daß die j ü d isehe Einwanderung nach Erez Jisroel nicht eingestellt werden wird. Gegen Gewissenszwang im Heiligen Lande Die Londoner Zentrale der• Agudas Ji s r o e 1 hat' ein Memorandum an das Kolonialamt gerichtet, in welchem sie namens des r religiösen Judentums entschiedenen Protest gegen die bisher von der Palästina-Regierung geübte Praxis erhebt; jüdische Anwärter auf Postbeamtenstellen eine Verpflich* tung» an Sabbathen zu arbeiten, unterfertigen zu lassen. .'■'יי . Tragische Läge der Juden in Danzig Der Danziger Senat hat am Sonnabend, 18. Juli, eine Entscheidung getroffen, durch die die Opposition für vogelfrei erklärt wird. Verfassungsmäßige Garantien für die Opposition wurden aufgehoben, die Tätigkeit von Vereinen und Organisationen wurde eingeschränkt, die Kompetenzen der Geheimen Polizei wurden erweitert. Punkt 4 der Entscheidung des Senats lautet: Die rituelle Schlachtung wird verboten. Durch diese neue Wendung hat sich auch die Lage der Juden in Danzig tragischer, als sie ohnehin schon war, gestaltet. Es hat ganz den Anschein, daß sich der Senats- Präsident Greiser hinsichtlich der Behandlung der Juden des Freistaates keine ׳Rücksichten mehr aufzuerlegen gesonnen sei, jedenfalls bedeutet das Schächtverbot mehr als die anderen neuesten Maßnahmen des Senats einen Bruch der in der Danziger Verfassung garantierten religiösen und Gewissensfreiheit. Die vor einigen Tagen erfolgte Verhaftung des Redakteurs der einzigen Danziger jüdischen Zeitung ״Danziger Echo“,-Walter Kaufmann, gibt. Grund zu weiteren Besorgnissen hinsichtlich der Intentionen des Senats gegenüber den Juden. Das ״Danziger Echo“ hat sich mit der allgemeinen Politik des Senats nicht befaßt, sondern nahm lediglich die Interessen der Juden auf Grund der Verfassung wahr. * Dürftige Ergebnisse der zwischenstaatlichen Konferenz für die Flüchtlinge Unter dem Titel /,Flüchtlingsschutz und Polizeigeist“ bespricht die Basler ״National-Zeitung“ in einem Leitartikel die Ergebnisse der in den ersten Julitagen in Genf abgehaltenen Regierungskonferenz in Fragen des Rechtsschutzes für Flüchtlinge aus Deutschland. ״Leider hat diese Konfenerenz“, schreibt das Blatt, ״auf die sowohl die Flüchtlinge selbst als auch die Hilfsstellen, die ihre angstvolle Not kennen, große Hoffnungen gesetzt hatten, ein recht dürftiges Ergebnis gehabt. Zwar ist eine Art von Internationalem Ausweispapier für die bedauernswerteh Menschen, die teilweise unter empörenden Umständen zum' Verlassen ihrer Heimat genötigt worden und nun rechtlos, größtenteils mittellos und ohne Arbeitsmöglichkeit auf mildtätige Unterstützung angewiesen .sind, endlich vereinbart worden. Aber die Voraussetzungen für. die Ausstellung dieses Zertifikats wurden im Laufe;der Verhandlungen von sozial einschränkenden Bedin- 'gungen und vorbehaltträchtigen Begriffsbestimmungen ,eingeengt, daß widerwillige Behörden sich den über*!nommenen Pflichten nur allzu leicht entziehen können* :Ein wirklicher Rechtsanspruch־ des Flüchtlings an den Gaststaat auf Schutz besteht auch auf Grund dieser Kon- •vention praktisch nicht, und von Hilfe ist schon gar nicht die Rede.“ Henlein und die Juden ״Die Zeit“, das Organ der Sudeterideutschen Partei, fällt in einer ihrer jüngsten Nummern über eine ‘Verfügung des orthodoxen Rab'binats in Ko- ^ice her, in der die Mitglieder der orthodoxen Gemeinde;aufgefordert!werden, das Familienbad, in dem man körperlich nicht immer sauber, seelisch aber sicher unrein wird, zu meiden. Diese jedem religiös denkenden׳ Men* sehen selbstverständliche Aufforderung gibt den Federnfinken der Sudetendeutschen Partei einen Anlaß, sich über den ״Rabbi und die Gläubigen“ in ihrer Art, besser gesagt; ,Unart, lustig zu machen. Die ehrwürdige Person des Koäicer Oberrabbiners steht viel zu hoch, als daß sie gegen solche Flegeleien erst verteidigt werden müßte, Und die!Sache selbst ist viel zu einleuchtend, als daß sie eine!Begründung erheischte. Aber;einmal müßte es doch den Herren der sudetendeutschen JournaUe gesagt!werden, was bei Botokuden selbstverstündlich ist: das, was dem andern heilig ist, in Ruhe zu lassen und nicht zum Objekt wohlfeilen!Spottes zu machen, Wir, denen die •Heiligkeit des Familienlebens leben■» diges und unveräußerliches heiliges Gut ist, begrüßen den initiativen Schritt des ehrwürdigen Koäicer Oberrabbiners und wünschen aus ganzem Herzen, daß er eine Bewegung, die alle glaubenstreuen Kreise erfaßt, auslösen möge, Die anderen mögen lachen, sie werden früh genug darauf kommen, daß die Reinheit des jüdischen Familienlebens nicht nur das stärkste Bollwerk gegen Spott und.psgeife■» rung der Gegner, sondern auch der sicherste Hort für die -jüdische Gegenwart und Zukunft ist. Polnisthe Reglm garantienden Jaden Sicherheit Mlhistefpfläideät General iSlawoj Sklädkö^ski . hat eine von der letalen Tagung des Hauptrates von der jüdischen Käuffnannächaft Polens gewählte Abordnung empfangen. Der Ministerpräsident erklärte, die Regierung werde unter Bedächtnahme auf Ruhe und Ordnung im Lande und gemäß dem Grundsatz gerechter und gleicher Behandlung aller Bürger es nicht z u 1 a s s e n, daß irgend jemand in Polen unverdientes Unrecht zugefügt wird. Jeder Bürger, ohne Unterschied des Glau* befls und der Nationalität, könne der Arbeit auf seinem Sektor ruhig nachgehen. Die Regierung garantiere Sicherheit und ausnahmslos gleiche BehandlUng aller Arbeitsstätten. ... und polnische Antisemiten morden weiter. In der Sommerfrische Teofilow wurde der Lodzer Kaufmann Jechiel Kezmanski durch Huligans fürchterlich zugerichtet, er erhielt neun tiefe Messer* Stiche und außerdem schwere Hiebwunden am Kopf. Sein Zustand ist hoffnungslos. ' In Sosnowice wurde gegen ein jüdisches Kino eine Bombe geschleudert. Einen erschütternden Eindruck auf die jüdische Bevölkerung machte ein Vorfall in der Sommerkolonie für jüdische Kinder in der Nähe von Warschau. Der zwölfjährige jüdische Junge Branek Hermelin wurde von gleichaltrigen christlichen Jungen ins Wasser gestoßen. Er versuchte, sich durch Schwimmen zu retten, aber jedesmal, wenn er das Ufer erreichte, wurde er von den christlichen Jungen über die Hände geschlagen und, ins Wasser zurückgestoßen. Das geschah so lange, bis ihn die Kräfte verließen und er unterging. An der Bestattung des toten Branek Hermelin nahmen 6000 jüdisehe Jungen demonstrativ• teil. Ein zwölfjähriger Kamerad des Ertränkten hielt die Trauerrede. . Auch aus •Verschiedenen! anderen Orten werden antijüdische Ausschreitungen gemeldet;־ Zweiter Pogromprozeß in Radom Am 20. Juli wurde vor dem Radomer Kreisgericht der Prozeß gegen fünf Bauern aus der Gegend von Przytik eröffnet, die angeklagt sind, Juden aus Klwow, die während der Unruhen in dem benachbarten Städtchen Odrzywol nach Przytik flüchteten, am 29. November 1935 überfallen zu haben. Der 70jährige' Moriisz Poznanski wurde dabei so zugeriChtet, daß er noch‘ in derselben Nacht im Radomer Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag; eine Reihe weiterer Juden erhielt lebensgefährliehe Verletzungen. toetöTOToLcfc) j), | borgtet סחז -**7: . ־ ־׳ SchoteI«®•׳־ 1 Tnanbot ״׳. | S) hnbo«״״ ן Cttvo*® ׳־׳ jeed ÖSTERREICH aax Dr.öDeutschländersGedenkfeier ־ Aus Aiiiäß der ersten: Jahrzeit Dr. Deutschländers! s. Z. 1. findet am Mittwoch, den 29. Juli, um 6 Uhr nachmittag, im Festsääl des D r: - Krüger* He ims, H., Malzgasse 7, eine Gedenkfeier statt, zu der alle Wiener Freunde des Verblichenen s. A. eingeladen werden. Das Programm sieht zwei Sijumim der Schülerinnen der Lehrerinneribildungsanstalt auf Thora, eine GedenkrCde des Herrn Prof. Dr. Max Eisler und Trauergesänge des Herrn Oberkantor Braun vor.• Personalnaclirlctnten. Jakob Weisz s. A. Vergangenen Schabbos verschied in Wien Herr Jakob Weiß s. A. nach schwerem Leiden im Alter von 62.Jahren. Der Verblichene, der einer achtbaren Familie entstammte, war ein Jehudi aus ganzem Herzen und ganzer Seelen •Sein: ganzes;Leben war eine Kette von guten und frommen Taten;.. Größe Menschenliebe, gepaart mit seltener HCrzehs^üt.e ־ wären die Grundzüge seines Wesens. Er war auch bestrebt, seinen Kindern eine echtjüdische Erziehung m geben, Länger als drei Jahrzehnte gehörte er dem Vorstande des Bethauses Talmud Thora an, wo er in aufopferungsvoller Weise segensreich wirkte. Die Lewajoh ־ fand' am Sonntag unter besonders großer Beteiligung statt. Sr, (Ehrw. Herr Rabbiner Schenk hielt einen ergreifenden Hesped. חנצב• ה Genuß von Obst!wird durch die neuzeitliche Ernäh'rung in den Vordergrund gerückt. So kommt die alte Hausindustrie: das Einsieden, wieder zu. Ehren. Haltbarkeif ist das Motto dieser Sommerarbeit im Haushalt; Nur wenn es gelingt, durch Bakterienfreiheit das Anlaufen zu verhüten, ist der Stolz der Hausfrau, ihr Eingesottenes, wirklich ein wirtschaftlicher Erfolg und für den Winter gesichert, Dr, Oetkers Einsiederezeptbücblein gibt praktische Ratschläge und :enthält eine größere Anzahl erprobter ,Einsiedevorschriften. Verlangen Sie es gratis bei ihrem - Kaufmann oder von Dr, A. Oetker;. ־ Brünn, Rossitzergasse 2, ־- י 1^1 z 1» vir« cii c ■ In London fand eine Konferenz des $et* :. bandes d&r jüdischen polnischen Staatsbürger in England statt, die sich mit der Not de r jüdis öhen Jugend in Polen und der erforderlichen Hilfeleistung be* schäftigte. 0 Auf Anordnung des Öberrabbinats wurden in alten Synagogen Jerusalems Dankgottesdienste für die Errettung König Eduards VttL aus Lebens* gefahr abgehalten. 0 Die Redaktion des ,Jsr. ־Wochenblattes für die Schweiz" hat sich an den Völkerbund mit der Ritte gewandt, ihr den letzten Brief von Stephan Lux an den Generalsekretär Avenol zur Verfügung zu stellen, damit sie ihn der Welt bekanntgebe, wie es der letzte Wille des Verstorbenen war. Der Generalsekretär des Vökerbundes hat diesen Wunsch ab gelehnt; er hält den Brief nicht für die Veröffentlichung geeignet. Für die Siedler der ehemaligen jüdischen Muster- Siedlung in Groß-Gaglow bei Berlin, die im Juli des vergangenen Jahres behördlich aufgelöst worden war, wurde ein neues Siedlungsgebiet in Südamerika ge* flinden. Fast alle der auf Groß-Gaglow ansässig gewesenen Siedlerfamilien werden diese erste geschlossene, selbständige landwirtschaftliche Siedlung von Juden* aus Deutschland in Südamerika bilden. 0 Bei. einem Brand in einem jüdischen Viertel von Pin sk wurde auch das dortige jüdische Greisenasyl ein Raub der Flammen. Bei den Aufräumungsarbeiten stellte man fest, daß f ü n f Gre is e' ־ den Flammentod gefunden haben. An der'Bestattung beteiligte sich das ganze jüdische Pinsk. DaS Berliner Polizeipräsidium erließ eine Verordnung; daß bei den Olympischen Spielen nur solche Personen dem Publikum Zigaretten, Getränke und andere Erfrischungen änbieten. dürfen, die im Besitze einer Lizenz der Abteilung für Handel und Gewerbe bei der Nationalsozialistischen Partei sind. Die Verordnung bezweckt den Aus s chlii ß‘ der Juden von dem Olympiade-Geschäft. 0 Im Unterhaus kündigte der Generalstaatsanwalt Sir Donald Somervell an, daß die en glis che. Rß gierung die Einleitung eines Strafverfahrens gegen die Verfasser eines am Jf. Juli in dem offiziellen Organ der Imperial Fascist League, dem ״Fascist“, erschienenen Artikel, in dem gegen die Juden .die Ritualmordb e s chul di g un g erhoben wird, sowie gegen die für die Veröffentlichung dieses Artikels verantwortlichen Personen erwägt. Unter den 200 Persönlichkeiten, die in die Exskutive der rumänischen Regier un gspartei _ der Liberalen — gewählt wurden, befinden sich die drei Juden, Senator Sigmund Birman, der Abgeordnete Friedrich Michelson und Dr. Esra Bercovici. 0 Die höchste Auszeichnung des französischen Staates für künstlerische Leistungen, der Grand Prix de Rome, wurde in der Abteilung Musik dem jüdischen Musiker und Komponisten Marcel Stern für die Kantate ״Giseie“ .zugesprochen.. ־ 0 Die Jüdische Gemeinde von M a r o k k o entsandte ihren Generalsekretär Elie Nataf nach Paris, um die französische Regierung auf die Gefahren der in Marokko betriebenen antisemitischen Propag a n d a, die - sich im Zusammenhang mlit den Ereignissen in Palästina verstärkt hat, aufmerksam zu machen. Es wurde ihm die Versicherung gegeben, daß die Regierung ' jeden Versuch, in Marokko antijüdische Unruhen hervorzuruferi, im Keime ersticken werde, - •J ׳ 0 In der Schlußsitzung :der Tagung nationalsozialistischer Leh r c'r: in. Bäyr eu t h gab der: Kommissar für Unterricht in Bayern, Fritz Wachtier, den■' deutschen Lehrern die strenge Weisung, mit ihren früheren, jetzt entlassenen, jüdischen Kollegen keinerlei Nontakt aufrechtzuerhalten. 0. Für die E i.nw ander un g nach Austta*.] dien sind neue Bestimmungen getroffen worden,' durch die die bisherigen Ein w ander ungsbe sch ränk ung e n wesentlich g e mildert werden. 0 Dem ,JPrager Tagblatttc wird aus Berlin mit- ׳ geteilt,, daß die Führer der Bekenntniskirche in' einer Eingabe an den Reichskanzler Hitler u. a. gegen den Antisemitismus Stellung genommen haben. Hitler hat die Eingabe nicht zur Kenntnis genommen. . v0 Nach einem Telegramm aus Havanna ׳soll ddß \ Mitglied, des U. ״S. A.-Kongresses. Sirovi c:h dem:Präsjf ■i deuten von Kuba, Gomez, einen Plan zur•An sie &«■;! lung von 2 0 0.0 0 0 deutschen Juden au f K u b'ä unterbreitet;• haben. Präsident Gomez soll den Plan günstig auf genommen haben.; ' ’׳! 0 Vom 19. bis 21. September findet in Paris diei zweite Konferenz des Weltverbandes der L i g e n •! gegen d en Antisemitismus unter Teilnahme ’j von Delegierten aus zahlreichen Ländern statt. •; % Laut Gesetz darf ein J u de in Deut s chland: bekanntlich nicht V ormund eines arischen oder halb-■' arischen Kindes sein. Das Landgericht. Berlin hat soeben, eine Entscheidung gefällt, der gemäß ein Jude nicht .das Amt eines Vormundes bekleiden darf, . selbst Wenn .das Mündel voll jüdis ch ist. Begründet wird dies ddrriit, daß der. Staat Ehrenämter an Juden grundsätzlich nicht ■ verleihe und das Amt eines Vormundes ein Ehrenamt sei, j 0 Sir Oswald Mosley kündigt an, .daß bei den im -. nächsten März stattfindehden Wahlen -zum Londoner j Grafschaftsrat die British Union of Fascists sioh zum ■ erstenmal am Wahlkampf beteiligen, wird. _ Es würden>. faschistische Kandidaten in den Wahlkreisen von Ostlondon auf gestellt werden. Wir werden, vom Volke vetr-v langen, erklärte Mosley, daß . es mit dem Stimmzettel den ' Judehparteien den Abschied gebe, 0 In New York würde eine ״Zentrale Gesellschaft ’ amerikanischer Juden für Kolonisation i'n Pal ä-■. st in a<( gegründet. Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, amerikanischen Juden die Ansiedlung in Palästina durch Ermöglichung ratenweiser Bezahlung der Ansiedlungskosten zu erleichtern. ff Im Unterhaus gab Innenminister Sir John Simon bekannt, daß die Regierung im Hinblick auf die wiederholten Ueberfälle von Faschisten auf Juden gesetzliche Maßnahmen zum Verbot der Uni/ö?־׳* miernng privater Verbände erwägt, v l, H, Grün, IL. Taborstraße 8 b, Telephon R-42-3-66, Atelier;fÜT^feine:;HfrlengärderQbe, .. . ׳«׳

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.