Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 21 (12.6.1936)
- Date
- 1936-06-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE BRESSE Nr. 21- Aviv übertragen wurden; darunter auch die weltbekannte Zigarettenfabrik ״iMääpefä“. Die übrigen Messebauteö werden alri Magazine des neu zu erbauenden Hafens Verwendet werdent . י ■ - t Mit den Baggerarbeiten an der Mündung des Jarkonflusses * bei Tel-Aviy. zwecks!Schaffung der Lan-; dungsmöglichkeit für größere Dämpfer wurde am Sonntag begonnen. Der große jüdische Dampfer ״Atid“ traf in TeKAviv ein, lud viele Waren ab und nahm viele pälästinengische Produkte in neue Ladung. Einige andere Dampfer, die ihre Ladungen in fei-Aviv löschen werden, sind für die nächsten Tage angeküttdigt.- ln ,Saloniki bereiten sich zahlreiche Hafenarbeiter auf die Auswanderung nach Palästina vor, wo sie in dem neuen Hafen voriTel-Aviv Beschäftigung zu finden hoffen. Es heißt, daß die Exekutive der Jewish AgenCy die Zu-' teilurig besonderer Zertifikate außerhalb der Quote für diese Hafenarbeiterfamilien bewilligen werde. Bisher sind bereits 250 jüdische Hafenarbeiterfamilien aus' Saloniki nach Haifa ausgewandert. Während _ des Streiks haben diese jüdischen Hafenarbeiter besonders wertvolle Dienste geleistet. ■ . , , . . ,, •' ,; Die netie Schedtile. .־; ,'Di£ Palästina-Regierung hat von der neuen Sehe-; dulc der Jewish Agency 2000 Zertifikate ausgefolgt. Nach., dem■ Weisungen der Palästina-Regierung sind, von ׳ diesen Zertifikaten 1500 für Chaluzim, 300 für Angehörige von Palästina-Einwohnern, 125 für Facharbeiter und .75 für Handwerker bestimmt. Da •von der Palästina-Regierung 500 Zertifikate bekanntlich für die Legalisierung des Aufenthaltes illegaler Einwanderer zurückbehalten werden, bleiben von der neuen!Schedule noch 2000 Zertifikate übrig. Die Ausgabe dieser Zertifikate soll nicht vor Mitte Juli erfolgen. Palästina vor der Mandatskommission ‘ Die Ständige Mandatskommission hat am 1. Juni mit der Prüfung des Jahresberichtes der Mandatarmacht für Palästina und Transjordanien für däs Jahr 1935 im Beisein, von Mr. H. H. Trusted, General- Staatsanwalt der Palästina-Regierung, Mr. A. S. Kirkbride, stellvertretendem englischen. Residenten in Transjordanien, und Mr.' C. T. Evans vom Palästina-Sekretariat als akkreditiertem Vertreter der Manäatarmacht begönnen. ’ . Mr. Trusted gab in Ergänzung zu dem Bericht eine Erklärung ab, in der er auf einige durch Befürchtungen wegen. politischer Störungen in Europa hervorgerufene wirtschaftliche und fiskalische S c h.w i e r i g •k eiten Bezug öähm. Die!,־ Eihkünf.t.e häbeä eine f'üek״!:ajitfige fendeiiz gÄgt, Wa» bei der Ausäfbiituiig dei Budgets für 1030/37 Jbefückächügt Besofgnisi iifSiUh auch die wachsenden Schwierigkeiten "hei ,deff Erschließung neüef, Märkte;. füt'i die, züäehftiefidi Zitrus^l Produktion. ן .׳■.־■׳':י; . . ד״ Bie jüdische ^inWahderung wÜhhsnd dei^ ersten fünf Monate des. i ä U f C n d e n J a h f C sWar א niedrig e r . als in dem gleichen Zeitraum des Jahres? .1935.- Unter ־ den -üf f en 111 c h.en Arb ei ten / würdet die neue Jerusalemer Wasserleitung erwähnt, die jetzt; Wasser zu ־Wesentlich ermäßigten Gebühren .liefert;'? Auch für Jaffa, Tel-Aviv und Haifa werden gegenwärtig Wasserleitungspläne erwogen. Ferner sind־ Pläne; für die Durchführung :■■■! gewisser . Verbesserungen•' der Häfen und ein .umfangreiches•׳•'v§ t r'ä:ß e h b & ü .p־-r o■*'' gramm im laufenden Finanzjahren (Bearbeitung;1 Bezüglich der Unruhe n i n P.a i ä s t i n a. sprach Mr. Trusted sein Bedauern darüber aüs, daß Sie noch nicht. auf gehört haben. Die Wiederherstellung der Oränung sei nach Ansicht d£~ Regierung eine Aufgabe von allererster Wichtigkeit; die RegierüngSr. Majestät werde sich’ von ihrer Politik durch Aufruhr und Drohungen irgendwelcher Art nicht abbringen laäSCn. Die englischen und palästinensischen Abteilungen der Polizei wurden verstärkt und die• Polizeigarnison!Wesentlich vermehrt, um der gegenwärtigen Lage; Herr zu werden. Eg wurden auch gewisse' einschränkende Maßnahmen in Bezug auf die Bewegungsfreiheit der Agitatoren und Streikführer getroffen. Der akkreditierte Vertreter schloß seine Erklärungen; ,mit dem Hinweis auf die Ankündigung des Staats- Sekretärs für die Kolonien vom 18. Mai 1936, daß eine U,n tersuchung an.Ort und Stelle durchgeführt und nach Wiederherstellung der Ordnung eine Kgl. Kornmission eingesetzt werden würde, die, ohne die Bestimmungen des Mandats in Frage zu stellen, die Ursachen der Unruhe und die Beschwerden von Arabern oder Juden erforschen solle. Wie ein Kommunique des Völkerbunds-Informationsamtes mitteilt, hat die Mandatskommission beschlossen,. die.Beratung über de^n (Bericht der Mandatarmacht für Paläs* tina fortzusetzen, wenn die .gewünschten weiteren Aufklärungen im Zusammenhang mit den letzten Vorfäll en gegeben sein werden. Wie weiter bekannt wird, hat Mr. .Trusteed nähere Mitteilungen überi die letzten Ereignisse in Palästina verweigert, worauf. die Prüfung seines Berichtes unterbrochen •wurde. Sie wurde erst in der Sitzung vom 8. Juni wieder aufgenommen. Die Tagung der Kommission wird voraussichtlich.'am 12.. Juni geschlossen. Das Verhandlungsprotokoli ■wird erst' im August veröffentlicht. Der blutige Antisemitismus in Polen fordert neue Opfer . . . Die Ortschaft 'Mi nsk - M az 0 w i eck, die schon in der Chronik der antijüdischen Ausschreitungen in Polen des, öfteren erwähnt'wurde, war . am l;,r 2. und 4. Juni wiederum der Schauplatz sehr.ernster und b 1 utiger Terrorakte gegen die jüdische Bevölkerung. ’ . ־.׳■■ In Minsk-Mazowieck wurde am Abend des 1. Juni \ ein Sergeant der polnischen Armee, namens Jan Bujak, ermordet aufgefunden. Ein. Polizeibericht teilte bald mit, daß der junge Jude Lejb CHatzIkelewicz als der Mörder Bujaks verhaftet und daß der Mord aus persönlichen Motiven begangen wurde.. Sobald dieser Bericht!bekannt wurde, kam es. in Minsk-Mazowieck zu lärmenden Demonstrationen und blutigen Angriffen auf die jüdische Bevölkerung. Drei 4^ u.d en mußten ihr Lebe n! 1 a s s.en, Zahlreiche wurden zum Teil, schwer verletzt und . viele jüdische Wohnungen und Geschäftsläden demoliert. Die Ausschreitungen wiederholten sich am 2. Juni und nahmen׳ am 4. pogromärtigen Charakter. an. Weit über tausend Huligans, mit schweren Steinen und Eisenstaben bewaffnet, zogen; in die ■von Juden bewohnten Straßen, vernichteten dort •die Waren und Wohnurigseinrichtungen und rauhten den Rest.. Mehrere Häuser wurden in Brand ׳gesteckt und' die5 jüdischen Einwohner auf das :barbarischeste mißhandelt. Erst in den Abendstunden konnte die Polizei der Unruhe Herr werden. Der jüdische Teil der!Stadt ■macht den ־Eindruck einer schwereri Verwüstung. Man sieht fast kein g'anzgebliebenes jüdisches Haus und fast keinen jüdischen Einwohner, der nicht Spuren von Mißhandlungen trägt. In den Straßen Warschaus, wohin fast 6000 der Minsker Juden geflüchtet sind, sieht man Viele Juden mit verbundenen Köpfen' und bandagierten Gliedern: Opfer des Minsker Pogroms. '•■1■■ '■׳ Erst in den letzten Tagen, nachdem die Regierung zugesichert hat, die Ordnung in Minsk mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten, beginnen״■ die Flüchtlinge an eine Rückkehr in ihre zerstörte Heimat zu denken. Auch in einer Reihe anderer polnischer' Städte und Ortschaften — wie Warschau, Wilna, Limanowa, Wolomin, Wlochi, Stawski, Bendin, Rembertog u; a. — kam es zu blutigen antisemitischen Ausschreitungen. ' Der polnische Ministerpräsident General S 1 s׳ w o j- S 1 k a d k 0 w s k i hat die agüdistischen Parlamentarier, Sejm-Deputierten ' M i nz berg und Senator Trok ehheim,■in längere!• Audienz empfangen. Diese schilderten die tragische Situation der Juden in Polen und 'klagten über ihre Schutzlosigkeit sowohl in körperlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Die Vorgänge in Minsk- Mazowieck, in vielen anderen Städten und an'den Hochschulen wurden berührt. Der Ministerpräsident brachte den Klagen Verständnis entgegen und versprach Abhilfe. , . ,■ Der Przytiker Pogrom vor Gericht Wie bereits gemeldet, findet jetzt in Radom im- Zusammenhang mit den noch in Erinnerung stehenden blutigen antisemitischen Unruhen, die' sich am 9. März dj J.iin P r z y. t i k ereigneten, ein Prozeß statt. Angeklagt ׳ sind;43^־Christen und;=;14;oJuden. Unter diesen־ ist der■ Hauptbeschuidigte der äßjfthrige Jeehiel Schalom L e s k ö,; ein: ehemaliger Jeschiwa-Zögling,1־ der ' zuletzt ■ in der Sßhneiderwerl^tatt?seines Vatera gearbeitet-hat. Ihm wird vorgeworfen, den Bauern5 Wyesznaäk erschossen zu haben. Angeklägt sind auch , der •Führer des •revisionistischen Brittt Trumpeldor in Przytik, der 37jährige Jizohak Friedmann, sowie die Betarim Israel und Elieser Kerszenzweig; wegen Waffengehrauch bei der Abwehr der; Angriffe. .Die ' übrigen jüdischen Angeklagten •sind Kaufleüte verschiedermen. 'Alters, f vonv'^'deneh^i|Blev ׳‘meisteh־:׳. erklären; -a’;1rg egriffen worden zu sfein, ohne einen. Versuch der Gegen- . wehr gemacht zu haben, da sie sich als zu schwach hierzu ' fühlten. Unter' den Angeklagten befinden sich, auch der 30jährige Mosche Chajim*’Zucker, Präsident der Zeire- Misrachi, der 41jährige Misrachi-Funktionär Schaul Krengei, das Mitglied des jüdischen Gemeindevorstarides, der 68jährige Elieser Feldh'erg, ferner Jakob Bornstein, Ähraharii Haberberg, Jakob Lejb Seide, Rafael Honig, Jizchak Banda, Lejb Lenga, Mosche Ferszt. Die Christliehen Hauptbeschuldigtei# sind Antony Franczkiewicz, Stanislaw Franczkiewicz, Gustav Iwänski und Francisek Kwjetniewski, die den Mord an dem jüdischen Ehepaar Minkowski .verübt haben. Die übrigen 39 christlichen Angeklagten sind wegen Teilnahme an der Zusammenrottung und der Zerstörung fremden Eigentums angeklagt. Jenen, die der Teilnahme an Morden angeklagt sind, droht die Todesstrafe. Keiner der ' christlichen Angeklagten gibt eine Schuld zu. Auch die jüdischen Angeklagten erklären, daß sie in keinem Falle die Angreifer waren. Schalom Lesko gesteht, aus einem Fenster der Wohnung seiner Eltern Schr'eclc- und Alarmschüsse in die Luft, abgegeben zu haben. Es sei vollkommen, ausgeschlossen^ daß irgend jemand durch einen der drei von ihm abgegebenen Schüsse getroffen'werden konnte. Die Waffe.habe er sechs Wochen vor dem" Pogrom von einem Nichtjuden gekauft, der ihn auch in׳ der Handhabung unterwies. Leiser Feldberg gab •die folgeride Erklärung ab: ״Ich hin alt und schwach. Ich war mein Lebtag ein f r o m m e r J'u. d e, gehörte keiner Partei an, außer dem Verein unseres Erzvaters Abraham.;Dieser Verein gebietet, alle Menschen zu lieben. Ich wohne in Przytik seit 40 Jahren und habe mit keinem Menschen einen Streit gehabt.• Letztens kam in Przytik eine neue Richtung auf, die sich die Ausrottung der Juden zum Ziel setzte. Ich hatte keine Angst, unser Vater im Himmel sorgt für uns Juden wie •für alle Geschöpfe. Aber wir Juden in Przytik fühlten, daß für uns eine böse Zeit, angebrochen war. Wir wandten uns. mehrere Male an deri S.tarosta, später an den Wojwoden in Kielce, um Schutz. Am,-9. März wurde auf der Straße mein Sohn überfallen und mörderisch geschlagen, Ich lief hin, um meinen Sohn zu retten. Da wurde auch ich geschlagen.“ Der antisemitische; Verteidiger der Exzedenten, Kowalski, fragte Feldberg, ob er' den Talmud kenne. Feldberg erwiderte: ״Ja, ich kenne den Talmud, und hätten jene — auf die Bänke der nichtjüdjschen Angeklagten .weisend — den Talmud gekannt, sie hätten gewußt, daß es verböten sei, zu stehlen» zu morden und falsch zu schwören!“ Die Warschauer Advokatenkammer gegen den Anti- 1 semiti»raus ,Die Warschauer Advokatenkammer hat eine Resolution angenommen, in welcher sie jede;Forpj eines antijüdis;chen Terrors• und Demagogie verurteilt. Die Resolution spricht weiter eqs., daß .die Advokaten verpflichtet wären, solche Kreise und Agitationen zu• meiden, die gegen eine Nation oder Religion gerichtet sind. . Wer in Zukunft; gegen, diese *Resolution י־־^־ so schließt diese — handelt, wird diszl-' vplinarisch bestraft.!; < ׳- ז׳In Ihrem Haushalü» sollten Sie immer ein Fläsch- ^chenmit .A1!pa-Fran.abrann,twein zur Hariü •haben. Massagen mit Aipa fördern den Blutkreislaut, stärkeri uhd erfrischen den Organismus, 'Alpa zum Mund- ••ausspülen benützt, ., desinfiziert die'Atmungswege ';und . schützt vor Erkältungskrankheiten. ' ZI» Wällte '• . ',i'rn׳ b ä h:» x g p ri;karldnl6nt didk.ft t h o t idkiiofr $ike fnierpeüäiion gegen aie' 5 in arir &tüdt; herrschende üniis^mr^tische RPifie^pingebmehti־:•£<&; Der ■.m:t : nationale■-Verband'der V ö l k P:£b ü ü dti geri miitig eine Resolution g egen die deutsche Judeng es e tag, ebung angenommen. '•’.'•־•' Als Rachfotger Ram Amiels Ast Rabbi Samuel Rrodt düs Torhas^dtö zum \R:aö b i ne r ־ vix-ii ' Ä »fiioßrpen gewählt worden. י .; -• Anläßlich des• AbsöhluPses der J5 r ii, s s etp r WeJtausstell'u’ng wurden ' die ,, folgenden sz eich nun gen. belgischen Jud en verliehen;1 per Architekt Joseph de Lange wurde Ronlfnandeur, der'-'Vofcsitzende des Internationalen Verbände#:':der Diamä^^- industriellen Isidor Lipschütz Offizier uhd der Ingenieur Boris Averbuch Ritter des Leopoldordens; Oharles Outwirth und der Präsident der. Antwerpener DiamanteUbörse Märcel Ginsburg wurden Ritter des Kronenordens. Ärh’Sl Juni wurde in Estland im Beiseih von Mitgliedern der Regierung die Zehnjahrfeier der jüdischen Kultur aut onomie} jetzt der einzigen in;der Welt} festlich begangen. Die in Syracuse tagende Versammlung der Vertreter der Pres.byterianisphen Kirche in den Vereinigten Staaten von Amerika faßte eine Resölution, in der gegen die Intoleranz des Dritten Reiches gegenüber Rassen und Religionen protestiert wird. . Das Bezirksamt in Ansbach entzog einem jüdischen Viehhändler die Gewerbelegitimationskarte, nur weil er der jüdischen Rasse zugehöri und obwohl, er in seiner Geschäftsgebarung niemals zu Beanstandungen Anlaß gegeben hat. Die Ansbacher Regierung, ließ diese Regelung nicht gelten und legte die Sache dem Verwaltungsgerichtshof zur Entscheidung vor, der die Frage, ob einem Juden allein wegen seiner Zugehörigkeit zur jüdischen Rasse die Ausstellung einer Gewerbelegitimation versagt werden muß, verneinte. Auf Grund der letzten Volkszählung leben in Berlin 1 6 0.0 00 Juden. *.,Amtlich wird bekannt ge geben, *daß 11k *w Öri'e cfoenlaln d .ansässige sephardische Familieji die spanische St a a t san g e h ö r i g k e i t erhalten haben. Die Zuerkennung der Staatsangehöngkeit erfolgte. auf. Grund des Artikels der spanischen .Verfassung. vom 9. Dezember 1981, der die Einbürgerung ausländischer Sephardim vorsieht. ,*Per Kongreß de r V e reinig te n Staat e n ■ iiat einmütig beschlossen, auf einem öffentlichen Platz in W asft'in gton dem polnischst Juden Chaim S a l o m 0 n, der in den amerikanischen Befreiungskriegen des. ,18. Jahrhunderts eine führende Rolle gespielt Kat, ein Denkmal zu setzen. 9 Die polnische Regierung hat den von den verschiedenen. Arbeiterparteien .vorbereiteten Konpreß z'ür Bekämpfüngdes Antisemitismus in Polen aus Gründen der öffentlichen. Sicherheit v ® rboten. . . ';י■.;:■־ . In Paris würde unter dem, Vorsitz des Präsidenten des Gomite France?Palestine, Senator Justin Godart,. ein Komitee für.. Schaffung eines Patäs tina- Pavillons ׳auf der' Pariser Ausstellung von 1937 gebildet. . ־ "; Die drei jüdischen S ohiffahrtsg es eil schäften ' ״Palestine Shipping Company“, ,Palestine Lloyd“ und ״Atid“ haben sich zu einem Ve rband zusammengeschlossen, um eine bessere Verwertiing .der Arbeitsmöglichkeiten für die jüdische Schiffahrt zu .sichern. , Dem neuen französischen Kabinett, dessen Chef, Leon Blum, bekanntlich Jude ist, gehört noch eine Jüdin, Frau Brunschvig, als ־UnterStaatssekretärin für Erziehungswesen an. Der Generalsekretär im Ministerrats- Präsidium, Jules Moch, ist ebenfalls Jude,, der Unterrichtsminister Jean Zay ist jüdischer Abstammung. Am Sanistag abends veranstalteten ' royalistische und nationalistisehe Jugendliche im Quartier Latin Manifestationen gegen die Regierung und gegen Blum. Sie zogen mit dem Ruf ,Frankreich den Franzosen!“ durch die Straßen. Die jüdischen Kaufleute von Beirut haben einen G e g enb o.y ko 11 gegen .diejenigen arabischen Unternehmungen beschlossen, die!die Boykottierung jiidischer: Waren aus Palästina erklärt haben. Im Rahmen der staatlichen Wie derbe sie dlungsaktion in U. S. A. soll in den nächsten Tagen in Hightstovm, New Jersey , die Eröjfnung einer landwirtschaftlich-industriellen Siedlung vorgenommen werden, für die als erste Gruppe 35 Familien von New-Yorker jüdisehen Arbeitern der Bekleidungsindustrie bestimmt sind. . Der Einzelrichter in Paderborn hat die zur nächst' durch* Strafbßfehl über den 58jährigen jüdischen Metzger Albert Süßmann aus Altenbeken verhängte vierm önäti ge Gefängnisstrafe bestätigt. V%erzehnjährige Jungen hatten beobachtet, daß der Angeklagte ein Kälbchen nach verbotener ritueller Vorschrift geschlachtet hat. pas State Department (Auswärtiges Amt der U. S A,), teilt der J. T. A. mit, daß die Vereinigten!Staaten von Amerika sich an der am 2. Juli d, J. in Genfzusammentretenden interstaatlichen Konferenz zur Regelung der Frage der d e u t s.c hen F l ü e.h t lin g e nicht :aktiv beteiligen,, jedoch durch einen Beobachter!auf der Konferenz vertreten sein werttCn. Das State• Depapt- ■ ment habe den amerikaitisohen Konsul, in Genf,: Hehn Gilbert, ersucht, den Sitzungen beizuwohnen, l # Der Röchkommissär für diedeutschen Flüchtlinge, General Sir Neill Malcolm, ist: auf seiner Europa-;reise in Begleitung des Sekretärs:der*politischen Abtei- 'lung des Völkerbundes, Tewfik ■Erim (Türkei), in Kopenha g en;eingetroffen und• hat eine Konferenz mit :dem dänischen •Minister des Äußern) M ü n e hi ungehalten, ־ hat. 'artgeordnet, daß. ,bei Vernehmungen durcfyi\Jfce PoM^^i,^ße jetzige unj diß. f rü h e f e R^gionezügehöTng'keji; von Beschuldigten und Zeiigen äufzuttehmen sei.. 1 ■ H. Grün, II., TaborstraÜe 8 b, Telephon R-42-3-66, Atelier fUr feine Hörrengarüerobe. E