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Jüdische Presse · 1936-06-12 · 21 (12.6.1936) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
21 (12.6.1936)
Date
1936-06-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr.-21 ftiriiiküftd Betrachtung 3?״; &':::^M\ ... . ■״•jyg‘>1jäcfi"־׳dem'' Wahlsieg 'äer Volksfront in iFrank-־ reich' L40& 11 Hin. als kommender Ministerpräsident ge■* nannt Würde, dfa haben!wir die Befürchtung ausge'sprochen, der E rf01g dieses Juden könnte <3• ef ahren für das Judentum nach׳sich ziehen. Wir konnten’es uns lAb-; haft ausmalen, wie seine Kritiker seine Politik v auf das? ״jüdische" Geleise schieben, wie sie alles, was ihnen daran? nicht recht Wäre, dem Judentum als ganzem anlasten; werden. Denn allzu gut sind dem Zeitgenossen des ״nationalsozialistisehen Umbruches" die Neigung zu derartigen; Kampfmethoden und ihte Chancen bekannt. Nach uhs hat Jules Sauerwein, der bedeutende; französische Journalist,-dem gleichen Gedanken Ausdruck gegeben und Blum vor dem zweischneidigen Schwert ge-־:' $arnt, nach dem er die Harid aUsstrCckte. v; Wie berechtigt diese Warnung war, hat sich früher gezeigt, als man erwarten mochte. In der-Kammer־! ' Sitzung, in der das Kabinett Blum sich vorstellte, hat ein Vertreter der äußersten Rechten eine Oppositionsrede gehalten, in der er nicht etwa das Programm des neuen Mannes rügte oder Zweifel an seiner Fähigkeit laut werden ließ; was er Blum vorwarf, war — sein Judentum! 7^ Gewiß, dieerdrückende. Mehrheit der Deputierten! hät mit ihrem Präsidenten dagegen Stellung genommen. Aber Wieviele von ihnen mochten sich dabei insgeheim gbda'ch't haben: ״Ein Jude ist er schließlich doch!״?; Nichts anderes!als * eine sachliche Feststellung, alber mit; einem gewissen Nachgeschmack. Und wie• mag Wohl das ־ 32 c h o ,auf :das.. Wort ״Jude" in der Gasse sein? Und : wre?:־;wenh־׳man auf die zur Genüge bewährte Ideewer- fiele, im Kampf gegen den siegreichen Sozialisten Blum, sein J u de n tu m ins Treffen!zu führen? Schon (gar nicht davon zu' reden, was für •Diskreditierungsmöglichikeiten ein jüdischer Ministerpräsident in Frankreich der deutschen Auße'npolit'ik bieteC ' . Nein,5 die Zeit eines D i s r a e 1 i ist schon lange ־Vorbei! Schwerlich Wirdder Sozialismus;׳ - noch weniger' ׳ *Frankreich und schon gar nicht wird das Judentum Leon Blum Dank dafür wissen, daß er, der Jude, ihnen, dem Sozialismus und Frankreich eben, seine besten Kräfte gegeben. Konfirmation Um Pfingsten herum sieht man an Sohn- und Feiertagen in den Straßen Wiens zahllose blumengeschmückte Fiaker Und Automobile. Festlich gekleidete Kinder mit strahlenden Gesichtern befinden sich darin. Von der Kirche geht die Fahrt ins Kinderland, jn den Prater, wo tausend Freuden und Belustigungen warten, in die der Ernst■ der empfangenen Firmweihe heiter ausklingt. Viel einfacher haben es unsere jüdischen Assimilanten von anno dazumal gemacht: sie haben sich den Weg in den Prater erspart,! indem sie Weihe u.n d Rummel miteinander verbunden und das Kasperltheater einer ״jtidisch e n Konf i r mation" ver- * anstaltet haben...... . .. . .. .... , Bei'den Knaben war die Sache nicht unkompliziert. Jeder Baal• Aweroh will nun einmal seinen Sohn als Bar Mizwoh (!) sehen. Für einen Tag im’Leben wenigstens, für den Schabbos des Aufrufens, wo man doch ohnehin keine Tefillin zu legen braucht. (Denn am folgenden Sonntag tun's ja beide — Vater und Sohn — nicht.) Und so konnte hiebei der Bruch mit der Tradition und die Annähme kirchlicher Bräuche nicht völlig dürchgeführt werden. . Bei den Töchtern aber, da konnte sich der. ganze Snobismus . dieses angefaülten Menschenschlags äusleben, konnte ein Minhag A־kum restlos in die Tempel verpflanzt werden. Mit der ׳ dem Judentum Wesensfremden, in seiner Religion völlig unbegründeten Mädchenkonfirmation wurde ‘ Nachäffung . um ihrer selbst. willen betrieben. Man nahm das Odium der Selbstentwürdigung und Selbsterniedrigung auf sich, um; es nur ja den anderen gleichzutun. Nicht um G-tt, ,son-' dem der Umwelt gefällig zu sein, tat man dieses ,,fromme Werk", nicht um jüdischem Glauben und Herkommen zu entsprechen, sondern um dem Mißtrauen der andern zu begegnen, erwies man mit dieser fremden Sitte einem — noch dazu gar nicht vorhandenen' — Geßlerhut die Reverenz,׳ Die Schmach, die man der Mutter aller Religionen dadurch angetan, daß man ihr entlehnte Formen oktroyierte, hat ■sich, wie. wir wissen, ■bitter, gerächt. Den sich selbst untreu Gewordenen mochten die ״Andern", keinen Glauben schenken. Die Zeit ist über das Assimilantentum hinweggegangen: Hitler ist Herr in Deutschland, der Zionismus in der Wiener Kultusstube. Der Zionismus aber, der die nationale Anpassung zu bekämpfen vorgibt, darf und kann — sollte man meinen —. die damit Hand in Hand gehende religiöse Anpassung noch weit weniger dulden. Hat er doch nicht —- sollte man meinen — den Bruch mit dem eigenen Glauben voll-'.; zogen, um - sich dafür einem fremden zu assimilieren! ■ Sollte man bloß meinen! Denn in ־Wirklichkeit; besteht das durch das so geschmähte Assimilations-1• Judentum der Umwelt abgelaüächte und von diesem eihgfe-;׳ führte Zeremoniell und ' Brauchtum' an den jüdischeil Kultstätten unverändert fort. Und׳ so sind denn׳ auch am vergangenen. Sonntag in den Wiener Gemeindetempeln groß aufgezogene Mädchenkonfirmationen wie. eh und je abgehalten worden, hat unter der Patronanz:, der!zionistischen Gemeindeführung •die Beleidigung des Judent u m s durch die •, sinnlose Nachahmung fremder Formen ihi-e Fortsetzung gefunden, Somit ist wieder einmal ,die Art offenbar, geworden» ln der der, Zionismus das Judentum ״zu. sich, selbst zurück!׳ führt׳״ wie. er. jüdische Lehre und ■Sitte״ pflegt,. u^d,.übe.r die ihm anvertraute ׳Seele der Jugepd :waght, Und darum muß denn auch wieder einmal gesägt werden, daß, 'da?* Verbot ״in ihren Sitten sollt 'ihr nicht wandeln'!״ . auch diesen ,j'üdischen Akum gegenüber Geltung hat! lICDBOliPBESSSS Aguda-Tagaug in der Schweiz ••׳:•־■ Si. Mai.ühd i. Juni in Luzerft abgäliaitehä J ü gäh d't'ä gtt ii g ‘ d e i8 Ä'jspi'dä ä’ J i äfdäi gestaltete Sich «M: ete lMpöSöäiteh Kühdgebüüg.Öe?: Jügendleiterj Herr Mosi Herz, Luzern, eröffnete die Tagung Vor 150 Teilnehmern', denen sich zeitweilig: noch weitere SO Gästd zugesellten. Er'wies darauf hin, daß vor 10 Jahren ״ eine Jugendtagung am gleichen Tage und zu gleicher, •Stunde itt der Schweiz stattgefunden habe! und betonte^ daß die Teilnahme von 15 Bachurim der Jeschiwoh Mon-, treux, die für zwei Tage ihr Lernen unterbrochen habe,1 die Bedeutung der:Tagung für Kijum Hathora klar zutage treten lasse. Herr Rabb. Brom, Luzern, begrüßte nunmehr die Anwesenden und ermahnte die Jugend, ihr, Hauptziel in Limud .Hathora zu erblicke». Herr Immanuel Herz überbrachte die Grüße und Wünsche der Luzeraer jüdischen Gemeinde״ Der Vorsitzende der Landesorganisa-, tion, Herr Dr. med. R. G u g g e.n heim, Luzern, gab einen eingehenden Bericht Über die! bisherigen Leistungen der einzelnen Institutionen, per Referent, welcher erst kürzlieh, von einer Erez-Jisroel-Reise zurückgekehrt׳ ist, gab seiner Freude Über das in Erez Jisroel Erlebte und Geschaute, mit besonderem Hinweis auf die agudistischen Kibbuzim, in beredten Worten Ausdruck. - Am Nachmittag fand für die männliche Jugend ein; Pilpul-von Herrn M o i a c h e 6 o t s-d 11 h ö-jr., dem Sohne., des Gründers und Leiters der Jeschiwoh ״Ez Chaim״ in Montreux, statt. Für die Mädchengruppen hielt zu gleicher Zeit Frl. Mirjam Botschko ein Referat über ״Die jüdische Frau in der jüdischen Geschichte". Herr David Grün w'a 1 d, Luzern, Überbrachte die- Grüße der litauisehen und lettländischen Jeschiwos und berichtete über die in. Deutschland neugegründete Thora- und Mussarbewegung. Herr Heidingsfeld von der Jeschiwoh Montreux überbrachte die Wünsche der Leitung der Jeschiwoh und referierte über :׳die Idee der Agudoh. Pflicht äöf Gold, Ihfen Brüder» imErei Jisroel helfend '••«tf Sorte zti StShäh. ׳*:•׳ :׳ Bertha Papp&ihelm 9, A» ״ . ־ ׳ £ ■ Die*rdeutsche- Jüdensehäft hat eine ihrer bestM^ Arbeiterinnen auf dem Gebiet ׳ jüdischer Wohltätigkei!^ Verloren. Berta ־ Papperrhe im,.. eine ,Tochter eines די alten Wiener Patrizierhaüses, -hat im 75, Lebens-־ Jahr Ihr Leben abgeschlossen*: lnfrüher? Jugend schon widmete sie. sich• der Arbeit für •die, jüdische Frau. Sie hat viel gearbeitet, um die Stellung der jüdisehen Frau zu einer hervorragenden zu gestalten, und . ganz speziell hat sie der Waisenpflege unter den größten .Opfern ihre persönliche Tätigkeit gewidmet. In.Isenbürg hat sie sich durch das Kinderheim,. das sie mit ־ eigener Arbeit kräftigst förderte, ein Denkmal errichtet, ׳ das der Weit immer sagen Wird, was Berta Pappenhelm für die ' jüdische ׳ Wohltätigkeit geleistet hat. In ihren letzten Lebensjahren wendete sie sich auch der Beth- Jak o b - B e.w e g u hg zu, an deren jüngster Konferenz in Krakau sie teilnahm. . ' ' Ferienheim der Agudas״Jisroel- Jugendgruppe Wir eröffnen unser Ferienheim am 28. Juni. Das Heim befindet sich heuer in Stöllbergam Schöpfl in wunderschöner Waldgegend! und Höhenlage. Anmel-. dungeh werden allabendlich von % 9 bis 10 Uhr in unserem Sekretariat, entgegengenommen. '־''־־ - Agudas-Jisroel-Mädchengruppe, Wien Unser Schabbosvortrag findet wie allwöchentlich um y2ll Uhr vormittags im Lokale der ״Wienea", II., Obere Donaustraße 91, statt. . ' Abends fand der ״!O f f i z i e 11 e A b e h d" unter zahlreicher Beteiligung der jüdischen Bevölkerung Luzerns statt, für welchen als Redner Herr Rabb. Dr. Schönf eld aus London sowie Herr Dr. Ehr mann aus Frankfurt gewonnen waren. Ersterer sprach Über ״Die Jugendaufgab'en für die •Kenessio״. Die bevorstehende 3. Kenessio Gedaulo sei ein jüdisch-religiöser Kongreß, für den auch alle Nichtagudisten gewonnen werden müßten. Man würde vielfach fälschlich annehmen, daß der Agudismus auf Separatismus eingestellt -sei, während er in Wirklichkeit alle Jehudim auf dem Boden der Thora sammeln möchte. Das Referat von Herrn Dr. Ehrmann lautete: Aktuelle ,Erez-Jisroel-Fragen. Der Referent Verstand es, die Zuhörer in seinem fast einstündigen Vortrag zu fesseln. An Hand eines ihm aus Jerusalem zu-; gegangenen Privatbri.efes ׳beleuchtet? er die gegenwärtigen Zustände . in Erez Jisroel. Wenn auch schon sehr viel׳ Schaden angerichtet worden sei, so sei man im Heiligen? Lande selbst, doch sehr optimistisch.' •Es wäre nun die? Ferienheim der Agudas-Jisroel-Mädchengruppe ׳ Durch den glänzenden Erfolg im Vorjahre ermutigt,- koiihte die ־ A*güdäs - Jisr o e 1 -Mädch engruppe - ״ ihren Betrieb heuer vergrößern’ und ihr Ferienheim in dem schön gelegenen Lockenhaus, in der Buckligen; Welt, mieten. Das Haus ist von einem dichten Nadelwald umgeben und ein• Bach mit Schwimmanlage bieten, an heißen Tagen < Abkühlung. Die Möglichkeit zu den schönsten Ausflügen ist gegeben. Kinder von 11 Jahren an,-die unter pädagogischer Aufsicht stehen, und erwachsene Mädchen finden •beste Aufnahme. Und nun das Wichtigste: Für den geringen Preis von S 4.50, täglich . werden־ fünf reichliche ■י• Mahlzeiten:;.: geboten, die' die' güte Erholung' der GäStä schon;im Vor-׳“׳ ־־ hinein* sichern. 'י > a. . , *'־־,. ׳> Die Mädchengruppe freut: sich auf den Sommer,-der nebst bester Erholung das Gemeinschaftsgefühl stärken und die gemeinsame Arbeit fördern soll. H1ECH LOWAK Beth-Iakob-Fortbildungsschule in Bratislava * ,rr ׳ ‘; Die Landesorgainisation der Agudas Jisroel in der Slowakei und PKR mit ■dem 'Sitz in Bratislava erließ' diese'r Tage folgenden für die orthodoxe Judehheit unseres ׳";־ . jjdndes sehr bedeutenden Aufruf: , ׳•׳ Brüder und. Schwestern! "'.?v'..•■מכותי נשים' צדקניות "נגאלו'אבותינו', ..• י '׳' Seit Jahr , und Tag bildet die Frage der E rzi e'hu'ng' d e r w e i bl i C h en J u g e n d' eine. der vor-1 nehmsten Sorgen aller Führer .und rabbinischen Autoritäten de» ' orthodoxen Judentums. Ist doch die Heranbildüng der weiblichen Jugend im Geiste der. Thora und •־ Ueberlieferüng — wie unsere Weisen sagen und die Erfahrung uns tausendfach lehrt' —- die erste Bürgschaft ׳ dafür, daß auch die nächsten Generationen in der Lehre G-ttea wandeln, die Tradition ihrer Väter, für die unsere Vorfahren Scheiterhaufen bestiegen haben, förtsetzen werden. Andererseits ist gerade das Gebiet der Erziehung• : der weiblichen Jugend arg vernachlässigt.;; Diesen Erwägungen verdankt die Beth-Jakob-Bewegung; ihre Entstehung, die heute G. •s. D. über dem ganzen Erdenrund verbreitet ist und über ein Schulnetz von mehr;als 400 Schulen mit rund 250.000 Schülerinnen verfügt.; Diesen •׳Erwägungen verdanken aber auch die m. G. H. in ’ u n a e r e m •Lande gegründeten Beth-Jakob-Schulen ihre f Existenz, die sich der Förderung und Unterstützung;׳ seitens der ehrwürdigen Herren׳ Rabbiner erfreuen. - , . \ Hundertfach schon ist der Forderung nach einer | Fortbildungsschul e f^r die . schul-! e n t wachs en e׳ weib 1 i c h a jüdische Jugen d;Ausdruck gegeben worden. Nach längeren Bemühungen;hat nunmehr die Landesorganisation der Agudas Jisroel beschlossen,, diesem allseits'gehegten Bedürfnis Rechnung' zu tragen und eine . . ־ Beth ■Jakob-Fortbildungsschule in ■B r a t i s 1 a v a. zu errichten. Diese Fortbildungsschule,;: für die bereits bestbewährte Lehrkräfte gewonnen wurden, :׳soll den erwachsenen jüdischen Mädchen (vom 14. Lebens- : jahr an) jenes Maß jüdischen Wissens vermitteln, welches sie befähigt, opferbereite jüdische, Frauen, treue jüdische!Mütter und glaubensstarke Erzieherinnen der nächsten Generation zu werden. Den begabten Schülerinnen ..wird '׳ermöglicht werden, bei voller Einrechnung ihrer Vorkennti nisse in die W i e n e r Beth-Jakob-Lehrerinnenbildungs- ׳anstalteinzu treten. - s Die. Beth-Jakob-Fortbildungsschule soll, wenn :möglich, mit;5 einem Halb- oder Ganz-Internat ver* bunden werden,, Eine endgültige Regelung'wird jedoch erst möglich sein, wenn eine Uebersicht über die Zahl und Zahlungsfähigkeit der in Betracht kommenden, Schüle•־’׳ :rinnen gewonnen worden ist. ב>, 1, Die Landesorganisation der Agudas Jisroel wendet־,; : sich. hienUt .an, alle interessierten-Väter und Mütterinner*!-!halb der orthodoxen ,;judeuheit unseres Landes, die• ihren Töchtern-.,eine aufrechte jüdische Erziehung su vermittelniy :interessiert sipd, mit! dem. Appell, ihr e .Kin d e n iz Id e n B e s u c h, d i e s e r B e.t h י Jak 0 b...»F 0 r tb i 1י; id ungss c huie, vorerst upverbindUch, an»u^ ׳meiden. Anmeldungen,haken, bis $yym 22». Jimi J^.'Tgmns).:;1. J. im Büro der Landesorganisätion der Agudas-Jisroel; ' Bratislava, Republikplatz 37,;persönlich , oder“ schriftlich;!unter- Angabe ■folgender Daten zu erfolgen': Näme utm’,: ׳Adresse der Eltern, Name und Alter der Schülerin,‘ bis:.-,; herige allgemeine und religiöse Ausbildung. ' ■;^!יי ־י■—— - . 'Ü Personalnachrlclnten. . . Öscher. Selig Großmann s. A. _ ..י; Vor kurzem verschied in Mu k äö e’vo Herr Qscher . Selig Großmann, Direktor der hiesigenvS10v;r'Ällge-• ־ meinen Bank. Der Verblichene erfreute sich dank seiner Hilfsbereitschaft und Wohltätigkeit.-eineäihespndereni■An!־., ‘ sehens. Sein Hinscheiden hat in der ganzen Ge^end gt־'bße 1 Bestürzung .und aufrichtige Trauer her vorgerufen. Er war ein, eifriger Förderer . aller jüdischen Institutionen und die Errichtung des neuen Talmud-Thora-Gebäudes ist ׳, hauptsächlich. : seinen Bemühungen zuzuschreibsn.>, •pie.,; Lewojah fand in Mukaöevo statt. Aus T aö q v o. der; Heimstätte des Verblichenen, beteiligte sich an?ihr eine. große Delegation mit Sr., Ehrw.; Herrn Oberrabbiner : Grünwäld an der Spitze, der?auch einen tiefempfundenen' Hesped hielt. חנצב־יה ' Von unserem Korrespondenten; — In Marosludas ist nach langem Leiden der Oberrabbiner der dortigen , orthodoxen-, isr, Kultusgemeinde, R.-Gerschon Stern s. Z. 1,,. gestorhen. Der Verblichene, Schwiegersohn des vielbekannten Berettyoujfaluser Raws, R. Amrom Blum, bekleidete 53 Jahre lang ״das Rabbonus. von Marosludas. . und hat sich als Lamdon einen bedeuten- ־ den Namen erworben. -Er hat mehrere״Wer-ke; darunter, auch eine Paläatina-Reisetbeschreibung,veröffentlicht. Seine.-! bedeutendste Leistung , ist ', dasbekannte Sammelwerk; ״Jalkut',: HagersQhuni“ in zehn Foliöhänden. Schüler, ׳ die Rabbonim der Nachbargemeinden, der. Vorsitzende; :der Zentralkanzlei der orthodoxen Juden in Siebenbürgen, Oberrabbiner Wesel, wie . auch die Mitglieder seiner ver?; waisten .Gemeinde gapen ahm ,^a9;aet9te;:G^^.te, :■,קנצג׳ה יל— י Am 2. Juni fand eine große Demo n s t■ r ä t i o n ־; der, naLiönaizaranistischen Partei in Bu*. karest statt, bei welcher 150,000 Bauern aufmarschierk; teh. Sie haben Tafeln mit sich geführt,• die, in, großer!,^ Lebern die ,Parolen der Partei verkündetem ■ Es' ist viel-4• Jaeli; aufgefallen, daß viele davon. dis, Aufschrift trugen^;• Nieder •mit de-m Antisemitismus! :יי; Der Untersuchungsrichter hat die Freila9/ änng jener jüdischen ׳Bürger aus der bessarabl-־ ׳!sehen Ortschaft Briceva veranlaßt^ die dureb die antisem^*^ tischen Parteien sogar im Parlament .der Ermordung eines״ Bauern gestehen wurden, Diese Verfügung gab -zu־ neuen Angriffen; gegen die Juden in Briceva■ und׳ in seiner ,Umk; gebung. Anlaß. Die Hypernationalisten hetzten zum■ Pogrom, so daß die Regierung gewisse ■Scbutzmaßregeln in dieser Gegend׳ Bessarabiens zu ergreifen be'müssigt;wurde;. -,•.■•-׳ :■■•■ •■'V.v1־*־.:••^ ■י•. י•׳•1-־.־■4־••^,׳

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