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Jüdische Presse · 1936-04-03 · 14 (3.4.1936) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
14 (3.4.1936)
Date
1936-04-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Ausschneiden und aufbewahren I •:■:/..:;;y |S0. M8.Dl.Hi DO. fr. sei Am V0M des. . , jik.*!8 9 10 11 April sind tatählen. .! r 2 4 Omertage Im Vorabend des . . . i3j 14. 115 16. 1 18 Aptfl Mhid iu zählen . . 5 6 i 9 j 8 9 10 11 Oinertage Km Vorabend des . . > 19. 20. 1.21. 122 23. 24 25 April sind zu tählen , . 12 13 [14 115 f<S 19 18 Omertagfg im Vorabend dis , . . | 26. 27J 23.!29. 30. : _ April sind xu zählen . . 1 19 20 i2t!22 23 Omertege Am Vorabend des . . . j — 1 — r- — 1 1 2 Mai , Sind kti zählen . 24 25 Ömertage Am Vorabend des . . .! 3. 4. i 5. 6. 7. 8 9 Mai sind zu zählen . . j 2 6 2? | 28 29 30 31 32 Ö mertäge Am Vorabend des . . .} 10. 11. i 12 13 14. 15 16 Mai ־ sind zu zählen . . j $3 34;35 36 39 38 39 Omer tage Am Vorabend des . . 17. 18. 19.1 20. 21. 22. 23. Mai sind zu zählen . . 40 41 421 43 44 45 46 Omertage Am Vorabend des . . .: 24. 25. •26.| — _ — Mai sind zu zählen . . \ 4? 48 j 49} Omertage anderen Parteien gesichert werde* Das Joint Distribution. Committee hat seifte« Beitrag bereits Ms Dudlet eiftge* stellt. Der Beitrag der pölttiSöheft Jude» ist bereits zur Hälfte zustande gebracht, die Aufbringung des Bestes ist gestöbert. Mit Hilfe der 3 Mailioften Zloty werden neue Industrien zwecks BeSchäftigung der Deklassierten und Arbeitälösen geschaffen werdend .1; . 4.״ Die jüdische Kooperativbewegung in Dolen. In einer Sitzung des Präsidiums des Verbandes der jüdischen Kooperativen in Polen wurde ei« Bericht über die Lage der jüdischen Kooperativen erstattet. Ihm war zu entnehmen, daß am 31. Dezember 1935 424 aktive Kooperativgesellschaften mit einer Mitgliederzahl von 110.000 dem Verband angeschlossen Waren. Die Bilanzsumme dieser 424 Kooperativen beträgt 56 Millionen Zloty, das Umsatzkapital 46 Millionen, davon 12 Millionen eigenes Kapital Und 29 Millionen Depositen. Der Saldo der an die Mitglieder gewährten Kredite beträgt 40 Millionen Zloty. AUCH FÜR PESSACH כשר של פסח werden die beliebten Spezialitäten der bestrenommiertenFEINWURSTu. SELCHWARENFABRIK 1. Unter Aufsicht der Adas Jisroel Schiffschul erzeugt Kundmachung Die Wiener Molkerei bringt auch heuer Pessach-Köschermilch in allen ihren Filialen zum Verkauf. Die Pessach- Koschermilch Wird in׳ ihren Meiereien in Niederosterreich unter streng rituelier Aufsicht der von Sr, EhrW. Herrn Rabbiner Dr. Rosenmann bestellten, religiös verläßlichen Organe משגיחים erzeugt. Jede Kanne und jede Flasche ist mit einer Plombe, resp. einer Schleife versehen mit dem Aufdruck חלב בשר של פסח WIENER MOLKEREI ETRACHTUNG Schfichtgesetzvom Ausschuß des polnischen Senats angenommen Der Verwaltungsausschuß des polnischen Senats stimmte dem vom Sejm bereits verabschiedeten Gesetz über die Einschränkung des jüdischen rituellen Schachtens. mit allen gegen die Stimmen der Ukrainer und Juden zu. Sämtliche Abänderungsanträge von jüdischer Seite wurden ab giejelynt. Andererseits hatte der Landwirtschaftsmi'nister Pöniatowski große Mühe, um die Annahme von Zusatzanträgen der Schächtgegner zu vereiteln, darunter einen Antrag auf ein totales Schächtverbot. Senator Märyan Malinowski trat für •die Annähme des 'Regierungsentwurfes ein und mißbilligte die Agitation der Schächtgegner. ״Es besteht“, ׳sagte er, ״ein Zusammenhang zwischen dieser Agitation und den Vorgängen in Przytik, Opoczno und in anderen Unruhe- Zentren.“ ׳ Nachdem eine Reihe antisemitischer Redner für ein totales Schächtverbot eingetreten war, begründete der jüdische Senator ן1׳ r o c!k es n h e! i m die jüdischen Verbesserungsanträge, u. a. den Antrag, daß bei Fest- Setzung des Viehkontingents für die jüdische Schächtung berücksichtigt Werden solle, daß die Juden die hinteren Teile des Schlachtviehs nicht genießen können; diese Teile müßten zum Verkauf an die nicht jüdische Bevölkerüng freigegeben werden. Schließlich sagte Trockenheim, es sei nun klar, daß die Tendenz des Gesetzes die’ sei, die Jüd e n ‘ a u s d e na F1 e is chhand e 1 hi n a u s z ,u stoß e h, man. möge darum wenigstens den; jüdischen r e 1 i g i ö s e n Bedürfnissen Rechnung tragen. Trockenheim schlug Weiter vor, die Bestimmung über die KonzesiSiionier.ung des Verkaufes von Koscherfleisch a b z u 1 e h n e n. Er schloß mit der Feststellung, daß die dreieinhalb Millionen Jude« Polens das Gesetz als eine Besohl• änk,ung׳ •ihrer bürgerlichen Rechte und demnach als verfassungswidrig : betrachten. Die antisemitische Welle in Polen ' Die antisemitische Welle in den Städten und Städtchen Polens dauert an. Täglich treffen aus nahen und entlegenen Orten Abordnungen-der jüdischen Gemeinden in Warschau ein,י um bei den Regierungsstelle um Schutz gegenüber dem fürchterlichen antijüdischen Terror zu bitten. So ersuchte eine Abordnung der jüdischen Gemeinde von Przybiszow bei Magelnica die jüdischen Politiker, bei der Regierung vorstellig zu werden, damit dem unerträglichen Terror und dem totalen Boykott ein Ende gemacht wird. Eine zweite Abordnung, die die Judenheit des. Städtchens O d zy wa 1 (Kreis Opoczno) und־• der umliegenden Dörfer vertritt,. berichtet, daß die Judenheit dieser Gegend Furchtbares zu erdulden hat. Man fordert sie auf, sofort die Städte und Dörfer zu verlassen, sonst seien sie ihres Lebens nicht sicher. » Der jüdische Friedhof in S i e dl e c wurde gesc'nändet. Ein Teü der Umzäunung wurde niedergerissen, zehn Gräber wurden zerstört und mehrere andere verunreinigt. Im Kreise Czenstochau mehren sich die antisemitischen Aktionen. In einem Aufruf des Hilfskomitees für den Kreis Czenstochau wird gesagt, daß .seit zwei Jahren ununterbrochen der antisemitische Terror andauert und daß hunderte Ueberfallene, Dutzende Verletzte und tausende eingeschla^ene Türen und Fenster, zahlreiche umgeworfene Wareftstände und Fälle von Warenraub die traurigen Zeugen dieser Geschehnisse seien. Die Folge ist, daß die Juden in allen Städten und Dörfern des Kreises vollkommen*verarmt und Hunderter jüdische Familien vom Hungertod bedroht sind. Drei Millionen Zloty für Hilfe an die polnischen Juden Der europäische Administrator des American Joint Distribution Committee, Dr. David S c h we atze r,. der soeben aus Paris in New York eingetroffen ist, erklärte Pressevertretern, daß in kurzem ein Plan zur Aufbrin gung von drei Mi 1 ii0nen Z101y für Arbeitsbeschaffung und Hilfe an die not'leidenden polnischen Juden durchgeführt werden wird. Je 1 Million Zloty w.erden die polnische Regierung, die polnischen Juden selbst und das Joint Distribution Committee aufbringen. Die polnische Regierung hat ihren Beitrag davon abhängig gemacht, daß vorher der Beitrag der beiden Radio-Paläftina Wird einmal schon etwas in Erez Jisroel geschaf- . fen, womit man unter Umständen einverstanden sein könnte, wird prompt von zionistischer Seite eine Beilage gemacht, die unverdaulich ist. Seit dem 30. März sendet Radio Jerusalem auf Welle 449,1»täglich fünf Stunden in hebräischer, englischer und arabischer Sprache. Prompt meldet die ,',Stimme‘*; daß über Anfrage das Rabbiöat (welches'!) entschieden habe, daß ״mit Ausnahme von Instrumentalrnusik“ am Sabbath alles andere, also Gesang und Reden, gesendet werden dürfe. Uebrig zu sagen, daß eine solche ״Entscheidung“ h^lachisch vollkommen unhaltbar .ist und auch bestimmt von keinem Rabbinat gefällt wurde. Was allerdings nicht hindern ■wird, daß zur höheren Ehre der ' zionistischen Partei am Sabbath ״Haftora und' Wochenabschnitt‘ ■gesendet wird — vorausgesetzt, daß nicht einige Kanoim in Erez Jisroel nach dem Rechten sehen ... Kalendarifches - In früheren Zeiten wurden jüdische Kalender — Luachs -דwie alles, was im jüdischen Leben geschah, von dazu berufenen und von mit der Materie vertrauten Männern gemacht. Seitdem ■ JÜdlschkeit ein Marktartikel geworden ist, bei dem es weniger auf die Qualität als auf den Massenab Sät zyankommt, werden solche Luachs von jedem Tintenkuli; der eine billige Reklame für seinen■ Zizisladen braucht, heräusgegeben. So kommt es, daß die ummög 1 ichsten Fehler gedruckt werden, ohne daß irgend ein Mensch die Möglichkeit hätte, dem ungeheuren Schaden, der, durch . solche , Drucker- Schwärzevergeudung arigerichtet wird, Einhalt zu gebieten. Mehrere gewissenhafte Leser ersuchen uns, auf diesen Uebelständ hinzuweisen, was wir umso lieber tun, als wir auf die Notwendigkeit eines verläßlichen Luach schon längst hinzuweisen beabsichtigten. Wir begnügen uns diesmal mit der ernstgemeinten Warnung an alle Verleger von jüdischen Kalendern, ihre Luachs vor der Herausgabe von einer rabbinischen. Autorit ä t approbieren zu lassen. Sollte diese Mahnung fruchtlos bleiben Und sollten heuer wieder zu Rosch- Haschonohi Kalender erscheinen, in denen drei Tage Rosch-Chodesch yorkommen, so werden wir vorder Anprangerung solcher' Geschäftemacher nicht zurück sch recken. Die Warnung ist hieniit früh genug erfolgt, ehe die Herren Verleger sich in Spesen gestürzt haben. Zioniftilche Jugenderziehung Das zionistische Blatt *,Me di na iwrith“, das der neuzionistischen ' Organisation in der Tschecho- Slowakei dient, bringt in׳ seiner letzten Nummer unter dem Titel ״Aufklärung tut hot!“ . eine Mitteilung der ״Morgenpost“ über unerhörte Vorfälle, die sich in einem Jugendilager des ״Hechaluz“ in der Tächecho- 1 Slowakei ereignet haben. Die Dinge, die dort vorgekom- I men sind, sind so unerhört, daß man sich an den Kopf greifen und fragen muß, wie es möglich ist, daß im jüdi' sehen Gemeinschaftsleben solche Niederträchtigkeiten, die zum Einschreiten der Gendarmerie geführt haben, möglich sind. Daß die Herren der zionistischen Organisation so dickhäutig sind, nicht selbst nach dem Rechten zu sehen, ist uns ja nichts Neues. Und daß jüdische Eltern ihre Kinder gedankenlos in die Gefahr einer so ungezügelten Umgebung gehen lassen, wäre ja schließlich auch ihre eigene Sache. Aber unsere Sache und Sache der jüdischen Gemeinschaft ist es, diese Schurkereien niedriger zu hängen, damit, wenn einmal auch in der Tschechoslowakei die unausbleibliche Ernüchterung kommt, niemand uns den Vorwurf machen kann, , daß wir diese Ungeheuerlichkeiten durch Stillschweigen gefördert haBen. , Es liegt ein Fluch auf unserer Zeit, daß die Mensehen das Nächste nicht sehen und das Vernehmlichste nicht hören. Dort wo der Spuk von Freiheit, der um die Wende des vorigen Jahrzehnts die Hirne vernebelt hat, noch nicht verflogen ist, tobt sich eine nationalbewußte Jugend in einer •Freiheit aus, die in Deutschland und auch sonst in anderen Staaten sich blutig gerächt hat. Wir können es nicht hindern, daß in demokratischen Staaten die Jugend in mißverstandener. Auffassung, des, Begriffes Freiheit dem Abgrund entgegentaumelt. Aber wir können tun, was unsere jüdische Pflicht ist: Warnen und immer wieder von neuem warnen. . ' Eine katholische Stimme ' Unter der ■Ueberschrift ״Juden unter sich“ versucht das ״K a t h o 1 i s c h e Leben“ vom 29. März ein Bild von1 den inneren Verhältnissen inder Wiener Judenschaft zu geben. Neben dem obligaten Irrtum über die Ostjuden, der leider selbst in den Köpfen wohlwollender — durch ihren Glauben zu Wohlwollen gezwungener-— Männer herumspukt, finden sich in dem Artikel einige wertvolle Betrachtungen über die Probleme unserer Judenschaft, die nicht ■bloß von Interesse, sondern auch von einem Verständnis zeugen, das hier in einer Weise und in einem Maße dem Judentum entggengebracht wird, wie es sogar oder gerade gewissen jüdischen Kreisen zu wünschen wäre. Für die Orthodoxie aber ist es von besonderer Bedeutung, daß eine objektive Stimme die ,Meinung• ausspricht, daß die Entwicklung in der Wiener Kultusgemeinde dieser den ״letzten Rest ■vom Charakter einer religiösen Gemeinde“ nimmt .und daß die Frage aufgeworfen wird, ob eine nach den nunmehr geltenden Prinzipien geführte Kultusgemeinde ,,noch dem Geist des Reichsgesetzes vom Jahre 1890 entspricht“, wonach sie, die 1Kultusgemeinde, ausschließlich für die religiösen Bedürfnisse zu sorgen hätte; Es ist nun einmal so, daß religiöse Menschen selbst für die Angelegenheiten fremder Bekenntnisse eia klareres Urteü finden, als die ungläubigen der betreffenden Konfession, was unter Umständen Glück im Unglück bedeuten kann. ... VON KIND AUF... Erinnern Sie sich Ihrer Jugend^ Jener schönen Zeit, die nie wiederkehrt? Das mals gab es schon fü« PESSACH AECHT FRANGK. Ihre Mutter verwendete ihn regelmäßig. Vieles hat sich im Laufe der Jahre geändert. Das Antlitz der Welt ist ein anderes geworden. AECHT FR AN CK 4־ verläßlich koscher, der Sie von Kind auf begleitete, ist geblieben wie damals. Gilbt es einen besseren Beweis seiner Güte? $e*eeatie*e* komme* und $eke*, AeM Tcanck - vecläßUcU koscUee - MziM bestehe*! FÜR PESSACH: AECHT FRANCK verläßlich koscheren Kaffeezusatz

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