Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 1 (3.1.1936)
- Date
- 1936-01-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 Einschneidende Aenderungen in der Wiener Kultusgemeinde Vor Blattschluß erfahren wir, daß der jüdischnationale Vizepräsident Dr. Josef Löwenherz sein Gesuch um Verleihung der Stelle des Amtsdirektors eingereicht und deshalb ־יauf sein Mandat als Kultusvor- Steher verzichtet hat. Wie die ״Jüdische Presse“ bereits meldete, haben für diesen Fall die der ״U nion österreichischer Jude n“ angehörigen;elf Mitglieder des Kultusvorstandes beschlossen, den gegenwärtigen Kultusvorstand zu ve rlassen. Die Ausführung dieses Beschlusses hat zur Folge, daß von dem ursprünglich aus 36 Mitgliedern hestehenden Vorstande (acht sozialdemokratische Mitglieder sind im Jahre 1934 ausgeschieden) nur die den fünf verschiedenen jüdischnationalen Parteien angehörenden 17 Mitglieder verbleiben und der Vorstand laut Statut neu zu bestellen ist. In informierten Kreisen wird angenommen, daß in diesem Falle die Regierung Neuwahlen zulassen und mit deren Durchführung sowie mit der Verwaltung bis zur Neuwahl eine außerhalb des Kultusvor- Standes stehende Persönlichkeit betrauen wird, die die Gewähr für ordnungsmäßige Führung der Geschäfte und unparteiische Durchführung der Wahlen bietet. Es sind allerdings Zweifel aufgetaucht, ob eventuelle Neuwahlen auf Grund der bisherigen Wahlordnung zugelassen werden, oder ob nicht!eine neue W a h 1 o r dn u 11 g geschaffen wird, die auch in der Kultusgemeinde dem Part eien System ein Ende bereitet. In Presov fand zum zweitenmal der D e 1 eg iertentag der Agudas-Jisroel-Jugend- Organisation am 5. u. 6. Tag Chanuko, Mittwoch und Donnerstag, den 25. und 26. Dezember, statt. In Presov — wie der Vorsitzende, Herr Akiba S. Ungar, sagte —, weil Presov einmal die östlichste Gruppe in unserem Lande war und heute das Netz der Gruppen so weit gegen Osten sich ausgebreitet hat und in den anderen Landesteilen dichter geworden ist, daß heute Presov im Mittelpunkt liegt. Ein Delegiertentag hat seine Bedeutung darin, daß nicht nur Rechenschaft für die vergangenen Arbeitsjahre abgelegt und Pläne für die zukünftige Arbeitszeit entworfen werden. Vielmehr soll er eine Heerschau bilden, einen Gradmesser, feststellen zu können, in welcher Entwicklung sich die Gesamtorganisation befindet. Wenn auch die Beschickung der Tagung vielleicht nicht die war, die erwartet wurde, so kann ,dennoch die freudige Feststellung gemacht werden, daß Agudas Jisroel hierzulande über ein beträchtliches Reservoir von verständnisvollen, begeisterten und arbeitswilligen jungen Menschen verfügt, die Agudas Jisroel nicht nur verstehen und ihr Leben ganz auf das Programm der Agudas Jisroel ein stellen,־ sondern auch bereit sind, für ihre Idee Opfer zu bringen. Wenn auch das Fehlen einer gutfunktionierenden L a 11 d e s o r ga n i s a t i o 11 stark bemerkbar ist, so war doch schon das bloße Erscheinen der ehrwürdigen Herren Oberrabbiner eine Beruhigung, denn man sah, daß sich diese mit den Problemen der Agudas-Jisroel-Jugend beschäftigen und ernstlich auch an die Lösung dieser Fragen herantreten wollen. Nicht minder angenehm waren die Erklärungen der Delegierten, besonders der aus dem Landesgebiet Podkarpatska Rus, wo Uneinigkeiten ihren Nährboden gefunden hatten, daß sie eine unbedingte Einheit- 1 i c h k e i t innerhalb der Organisation erwünschen. Sie erklärten einmütig, daß, wenn vvir unseren Aufgaben gerecht werden und unsere Jugend im Sinne der hehren Aguda-Idee heranbilden wollen, um für die Zukunft der Thora Träger zu schaffen, wir das Programm der Agudas Jisroel hundertprozentig erfüllen müssen. Dies ist aber nur möglich, wenn eine einheitlich geschaff e 11 e, gutfunktionierende Leitung die Agenden der Organisation erledigt. Auf allen Gebieten der auf der Tagesordnung stehenden Punkte wurde, dank der präzisen Vorarbeit des Sekretariats und der umsichtigen und praktischen Leitung der Sitzungen durch das Tagespräsidium, gepaart mit der harmonischen Zusammenarbeit der Delegierten und der Gäste, die die aufgeworfenen Fragen und Probleme ernst behandelten, wertvolle Arbeit geleistet. Hier sei neben Chinuch- und Organisationsnoch die Erez-Jisroel-Arbeit hervorzuheben, die vom Theoretischen gleich ins Praktische übertragen wurde, indem man den Antrag der Olim aus der Tschechoslowakei, in Erez Jisroel einen Kibbuz für sie zu schaffen, angenommen hat und gleich zur praktischen Arbeit geschritten ist. Der Verlauf der Tagung Mittwoch um halb 11 Uhr vormittags eröffnete Herr Emil K o t h im dichtgefüllten Saal des ״öierny orol“ in slowakischer Sprache die IV. Delegiertenversammlung der Agudas-Jisroel-Jugendorganisation in der Slowakei und P. K. R. Er begrüßte die Delegierten, Gäste und die Vertreter der einzelnen Körperschaften. In kurzen Worten dankte er der Jugend für die bisher geleistete Arbeit und forderte diese auf, auch weiterhin im Geiste und im Sinne der Thora für die Aguda-Idee zu arbeiten. Der Redner widmete der Person des Präsidenten-Bef reier als scheidenden Staatspräsidenten herzliche Worte mit der innigen Bitte, der Allmächtige möge ihn noch lange, lange zum Wohle der ganzen Menschheit erhalten. In den Worten der Begrüßung an den neuen Staatspräsidenten Dr. Edvard B e n e § ermahnte er die Jugend an unsere Pflicht, dem Staate stets Treue und Anhänglichkeit in allen unseren Handlungen zu beweisen. Der Redner beantragte schließlich, Huldigungstelegramme an die beiden Männer des Geistes in unserem Stante, Präsident Masaryk und Dr. Beneä, und an den Pi’äsidenten der Agudas-Jisroel-Weltorganisation, Herrn Jakob Rosenheim, zu richten. Hierauf ergriff Herr Akiba S. Ungar das Wort, um in deutscher Sprache die erschienenen ■Oberrabbiner aus Lipiany, Sered und Luöenec, die in Vex־- tretung der Preäover 01’th. isr. Kultusgemeinde anwesenden Herren Rabbiner D. Neuwirth und E. Jungreis, wie auch Gemeindepräses Dr. Neuwirth und Vizepräses A. K1־aus, den Vertreter des G. A. der Agudas Jisroel, Herx־n S. Schönfeld, Wien, und als Vertreter der österreichischen Landesorganisation Heri'n David Türkl, Wien, In der am 30. Dezember stattgefundenen Plenar- Sitzung wurde mit dem üblichen Abstimmungsmechanismus das von der zionistischen Mehrheit eingebrachte Budgetprovisorium für Jänner und Februar 1936 gegen die Stimmen der ״Union“-Mandatare durchgebracht. Die Vertreter der Minorität erklärten, daß ihr Verhalten als Mißtrauenskundgebung gegen die derzeitige Führung der Gemeinde aufzufassen sei. Es wurde deren Finanzpolitik auf den Gebieten des Kultus, der Schule und der Fürsorge gerügt, eine Finanz- Politik, die nach der Ankündigung eines zionistischen Redners in der künftigen Budgetperiode eine noch stärkere blau-weiße Färbung erhalten soll. Das aktuellste und schlagendste Argument gegen die zionistisehe Verwaltungspraxis, ihre brüchtigte Personal- Politik, konnte nicht zur Sprache gebracht werden, weil der Präsident mit besonderer Strenge darauf achtete, daß diese unangenehmen Wahrheiten ungesagt blieben. Amüsant war es, wie die Vorwürfe mangelnder Religiosität hin- und zurückflogen. Wer die Herren nicht kennt, wäre geneigt, zu glauben, in diesem Saal müsse ein strenggläubiger Jude persona grata sein. Man kennt sie aber und weiß, was von ihren Reden zu halten ist. Im übrigen stand die ganze Debatte auf einem Niveau, das auch den Wankeixden zu einem begeisterten Verfechter der orthodoxen Autonomie hätte machen müssen. zu begi’üßen. Der Redner zeichnete in kurzen, aber markanten Zügen den Aufgabenkreis unserer Jugend und erklärte in ihrem Namen, daß die agudstische Jugend stets hinter ihren Führern, den Gründern unserer Organisation, geschlossen dastehen will. Nun folgte eine Schooh Thora b’Zibbur, vorgetragen von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Braun, Lipiany, der, geschmückt mit schönen Diwre Thora, die Richtigkeit der agudistischen Linie bekräftigte. Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. O. Eckstein, Sered, hielt ein Referat ״Chisuk hadas durch Agudas Jisroel“. Der Redner zeichnete die Gefahren, die dem jungen Menschen von heute auf Schritt und Tritt auflauern, und erklärte, daß der junge Mensch seine seelische Festigung und moralische Sicherung nur innerhalb Agudas Jisrpel haben kann. (Des Raummangels toegen gelangt der größte Teil des Tagungsberichtes erst in der nächsten Ausgabe zum Abdruck.) Franzbrannfwein A ז zum Gurgeln und Mundausspülen - Grippeschutz! BEKIZZUR... — Bratislava: Die Pirche Agudas Jisroel veranstaltete am Montag den dritten Chanuka-Abend bei Teilnahme von zirka 100 Mitgliedern ein gut gelungenes Chanuka-Fest. Außer vielen geladenen Gästen waren alle Melamdim der Jessode Hathora — deren Schüler das Gros der Mitglieder darstellen — erschienen. Nach dem Anzünden der Chanukalichter, begleitet von einem Chorgesang unter Mitwirkung des Herrn M. Fettmann, begrüßte der Leiter der Pirchegruppe, Herr Hermann Neuhaus, alle Erschienenen aufs herzlichste. Herr Rabbiner B. J. Feldbrand, Direktor der Jessode Hathora, schilderte den heroischen Kampf der Chaschmanoim, die nur dank ihres unentwegten Vertrauens an der alleinigen Macht G-ttes gesiegt haben. Namens der Jugendgruppe sprach deren Vorstandsmitglied Herr Jenö Koth. Unter den Klängen schöner agudistischer Lieder endete die schöne Feier. — Der seit 13 Jahren, hier bestehende Verein ״Darke E m u n 0“ für werktätige Thorafreunde veranstaltete am Sonntag, den zweiten Chanuka-Abend, eine gut gelungene Siujmf eier auf Mes Megillo, an welcher außer den rund 70 Mitgliedern auch viele Gäste und Freunde teilnahmen. Herr Robert Grünhut hielt die Begrüßungsrede, mit welcher er im Namen aller Chawerim dem Vereinsrabbiner R. Mosche Goldstein dafür herzlichst dankte, daß er mit einer mustergültigen Ausdauer das tägliehe Vorlernen versieht. Der Redner dankte auch der Leitung des Vereines ״Machsike hadas“,. die die Lokalitäten zur Abhaltung der Schiurim zur Verfügung stellt. Es folgten Ansprachen der Mitglieder Pali Beer, N. Traub und Willi Fruchter. Herr Rabbiner Goldstein spornte mit seiner meisterhaften Festrede die Anwesenden an, ihre freie Zeit auch weiterhin dem Thorastudium zu widmen. Herr Leo Reichenberg dankte allen Erschienenen, besonders dem Präses des Vereines, Herrn Oscar Kohn, dem das Gelingen dieses schönen Festes zu verdanken ist. — Sala 11/Vähom: Bei der hier am 26. Dezember abgehaltenen Wahl der Leitung der orth. isr. Kultusgemeinde wurden folgende Herren wiedergewählt: Präses: Desider Menczel: Vizepräses: Salomon Donath; Kassier: Julius Blau; Kontrollor: Simon Gansl; Tempel- Vorsteher: Wilhelm Goldstein und Simon Weinreb; Beisitzende: David Donath, Alex Brichta, Rudolf Kohn und Robert Kalisch; Finanzkommission: Geza Denes, Ignatz Weiß xmd Gza Kohn. — Auch die hiesige Agudas-Jisroel- Jugendgruppe, die erst vor kurzem gegründet wurde und sich sehr schön entwickelt, hat ihre Leitung neugewählt. Die Wahl ergab folgendes Resultat: Präses: Ludwig Gansl; Vizepräses: Ernst Donath, A. Weiß jun.; Beisitzende: H. Fischer, D. Friedmann, Ludwig Lebi, B. Weiß; Kassier: I. Weiß; Kontrollor: J. B. Stark. — Pregov: Im Rahmen der allwöchentlichen Melawo-Malko-Veranstaltungen der hiesigen Agudas-Jisroel-Jugendgruppe hielten am vergangenen Mozze Schabbos die hier gastierenden Herren Zoltan Lenz, Keämarok, und Josef Weiß (Nitra) tiefdurchdachte und in die Materie der Grundideen der Agudas Jisroel eindringende Ansprachen. Das Auditorium, welches sich aus den Mitgliedern der Jugendgruppe und den vom Delegiertentag noch hier weilenden Gästen rekrutierte, nahm die zur intensiven Aguda-Arbeit anspronenden Reden mit großer Begeisterung auf. — Der mit der Uebersiedlung der Presover Beth- Jakob-Lehrerin Frau Mirjam Silbermann, verehelichte Frau Licht, nach Erez Jisroel vakant gewordene Posten wurde dieser Tage mit Frl. Friedrich, der Tochter des unvergeßlichen Aguda-Pioniers in der Ostslowakei, Herrn Oberrabbiner .Tizchok Eissig Friedrich s. Z. 1., Humenne, besetzt. Die junge Lehrerin, Zögling des Beth-Jakob- Lehrerinnenseminars in Wien, hielt am vergangenen Schabhos ihre Antrittsrede, in welcher sie die Aufgaben der jüdischen Frau und die hehre Mission der Beth- Jakob-Institution skizzierte. Das große Damenpublikum nahm die geistreichen Ausführungen der neuen Lehrerin mit Begeisterung auf. (L. R.) — Kezmarok: Bei der am 25. Dezember 1935 abgehaltenen Neuwahl der Generalrepräsentanz in der aut. orth. isr. Kultusgemeinde wurden folgende Herren gewählt: Alexander Josef, Alexander Ludwig, Freyer Samuel, Grausz Fülöp, Rotter Leopold, Offenberg Max, Dr. Kornhauser Desider, Meller Mor, Goldmann Isidor, Lubica, Riemer Mor, Schloß Josef, Zinsler Bernat, Doktor Markovits Nikolaus, Großmann Salomon, Perlroth Armin, Dr. Teichner Leopold, Singer Markus, Goldmann Moritz, Großberg Julius, Birnbaum David, ׳Kleinberger Jakob, Fried Ignatz, Zinsler Heinrich, Dr. Lichtig Ernst. Als Ersatzmitglieder wurden die Herren Silberhändler Josef, Engel Aron, Fenster Max, Goldmann Artur, Herz Rudolf und Winczer Ignatz gewählt. Da inzwischen der erste Gemeindepräses, Herr Josef Winter, von seiner Ehrenstelle zurückgetreten ist, wird diesmal auch diese Ehrenfunktion neu besetzt. Die konstituierende Sitzung der neugewählten Repi’äsentanzmitglieder wird mit Spannung erwartet. — Am 26. Dezember wurde die Neuwahl des Vorstandes für das Jahr 1936 bei dem hierortigen ״Poel Z e d e k“ - Verein vorgenommen,!welche folgendes Resultat zeitigte: Präses: ׳Siegmund Goldmann; Vizepräses: Wilhelm 1Spitzer; Vorseher: Hermann Sichermann; Kassier: Max Fenster; Schriftführer: F. Holländer; Kontrollore: Adolf Forscher und Leopold Goldstein; Ausschuß: Heinrich Groß, Benjamin Blaser, Simon Goldmann, Josef Stern, Birnbaum, Mor Großberg; Ersatz: M. Goldberg und Eugen Weiß, (igo.) — Gelnica: Am 25. Dezember haben hier die W ahlen in die Leitung der orth. isr. Kultusgemeinde stattgefunden. Gewählt wurden: Ehrenpräses: Max Toffler; Präses: Dr. Nathan Engel; Vizepräses: Adolf Roth; Tempelvorsteher: Desider Schreiber; Kassier und Schriftführer: Heinich Drachsler; Ausschußmitglieder: Geza Huppert, Geza Lichtmann, Armin Fischer, Isidor Breuer, Adolf Schäffer, Artur Freimann, Jakob Gotterer, Albert Sipos; Ersatzmitglieder: Samuel Rinder und Adolf Schreck; Reklamationskommission: Julius Friedmannn, Moritz Schreck, Max Toff ler, Samuel Neuländer und Ignaz Neumann; Ersatz: Filip Freireich und Salomon Rosenberg. — Uzhorocl: Das Rabbinerkomitee der orth. isr. Landeis kanzle i1 für Podkarpadska Rus hat am 15. v. M. eine Konferenz abgehalten, wobei der Mukaöevoer Raw durchsetzen wollte, daß das Rabbinerkomitee sich einmütig dem seinerzeit herausgegebenen Issur auf den Suranyer Zucker anschließen möge. Herr Oberrabbiner Kohn, Uzhorod, der bei dieser Konferenz den Vorsitz führte, wollte aus durchaus begreiflichen Gründen diesen Vorschlag nicht annehmen. Es entstand ein Konflikt, der Herrn Oberrabbiner Kohn veranlaßte, von seiner Mitgliedschaft im Rabbinerkomitee zurückzutreten. — Medzilaborce: In der Streitfrage innerhalb der hiesigen Kultusgemeinde ist es leider bis nun trotz der ernsten Bestrebungen des Regierungskommissärs noch nicht gelungen, den Frieden in der Gemeinde herzustellen. Hingegen erzielte die vom Regierungskommissär, Herrn Michal Sommer, Michalovce, eingesetzte provisorische Leitung schon gewisse Erfolge auf dem Gebiet des Wirt- Schafts- und Finanzwesens. Mit der provisorischen Leitung der Gemeindeagenden wurden seitens des Regierungskommissärs folgende Herren betraut: Als Vertreter des Regierungsokmmissars: Lazar Mendlovits; Vorsteher: Mosche Schönfeld jun.; Kassier: Herman Holpert; Kontrollor: Zikmund Rubin; Beiräte: ׳Samsom Rubin, B, Schönfeld, IzaR Neumann, Izak Schönfeld und M. Grünfeld. — Nove Mesto n/V.: Hier fanden die Wahlen in die Leitung der orth. isr. Kultusgemeinde am dritten Chanukatage statt. Bei der einberufenen Mitgliederver- Sammlung hielt der bisherige Präses, Herr Moritz Gottlieb, eine schöne Ansprache. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis: Präses: Josef Linkenberg; Vizepräses: Moritz Gottlieb; Kassier: Moritz Reichmann; Kontrollor: Josef Schlesinger; Schriftführer: Leopold Weiß; Repräsentanz: Jakob Menzel, Philipp;Steiner, Alexander Löwinger, Simon Wasservogel, Alfred Dohany, Jakob Politzer. An der Wahl haben sich nahezu 95 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Das Resultat ׳wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. (Hamwasser.) — Senica: Am dritten Chanuka-Abend hielt die hiesige ChewraKadischa ihre ordentliche Jahres- Versammlung ab, zu welcher zahlreiche Mitglieder erschienen waren. Nach der Erledigung der Tagesordnung fand ein Festmahl statt, bei dem!Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner A. Weiß über die Wichtigkeit und Lehren des Chanukafestes geistreiche Worte sprach. Es sprachen ferner die Herren Dr. A. Weiß, Filipp Lehr und Sekretär S. Rosenbaum. (S. R.) — Sahy: Nach vielen Jahren fand hier zum ersten Male eine Sij um -Feier statt. Nach vierjähriger intensiver Vortragstätigkeit des Ehrw. Herrn Rabbiners Ph. Weiß, in deren Verlauf bereits einige Mesechtos durchgearbeitet wurden, vereinigten sich die 25!Schiurteilnehmer am zweiten Chanuka-Abend zu einer Sudo schel Mizwo. Gemeindepräses Lajos Berczeller begrüßte in gerührter Weise die Gäste und dankte Herrn Rabbiner Weiß für ״das Licht, das er hier entzündete“. Sodann hielt Herr Rabbiner Weiß einen Charifus-Vortrag und eine fast ein- IQ SCHECHOSLOWAKE Tagung der Agudas? Jisroel?Jugendorganisation