Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 1 (3.1.1936)
- Date
- 1936-01-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 jüdische mmm .Nr. 1 ständige meisterhafte Droscho. ■Dankbar quittierte die Tischgesellschaft die Leistungen der Damen V. Ehrenreich und J. Örosinger, die das Arrangement der Tafel freiwillig besorgten. Herr Kantor Müller entfaltete die schönsten Blüten seiner Kunst, während die Herren S. Breiner und S. Goldberger die Rolle des Kapell- und Tanzmeisters im chassidischen!Sang und Klang übernahmen. (Modit.) — Tek. Sarluhy. Donnerstag abends, den 7. Chanukatag, hielt die hiesige Schass-Chewro und die Mischnajos- Chewro einen Sijum über Traktat Bowo Mezio, bzw. über Mischnajos ab. Den Hadron hielt Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner Josef Abeies. Bei der darauffolgenden Sudo sprachen der Schwiegersohn unseres Oberrabbiners, Herr J. L. Deutsch, Herr Adolf Blum und Herr M6r Rubinstein schöne Diwre-Thora. Um das Arrangement der Feier haben sich der Gabbe des Vereines, Herr Hermann Haäsz und Herr Adolf Rubinstein, verdient gemacht. — Bei den am 28. Dezember abgehaltenen Kultusgemeinde־ wählen wurden gewählt: Zum Präses der bisherige Präses H. Dr. Julius Baumgarten, Vizepräses und Kassier: Simon Rosenfeld, I. Tempelvorsteher: D. L. Mannheimer, II. Tempelvorsteher: Jakob . Stern, Beisitzer: Jakob Schäffer. Personalnachrichten Todesfälle Jakob Mühlrad s. A. Mittwoch, Erew Roscli Chodesch Tewes, ist in Bratislava der allseits bekannte und beliebte Herr Jakob Mühlrad gestorben. Der schlichte, einfache Mann wird nicht nur von seinen 13 Kindern, sondern auch von der ganzen Gemeinde aufs tiefste betrauert. Denn ein großes, unermüdlich wohltätiges, echt jüdisch fühlendes Herz hat mit seinem Hinscheiden zu schlagen aufgehört. Der Dahingegangene war ein Wohltäter im edelsten Sinne des Wortes. Als bekannter Mokir Rabonon hat er an Talmide Chachomim, Witwen und Waisen im edelsten Sinne und in zuvorkommendster Weise sehr vieles geleistet. Am Schabbos und Jomtow hat er außer den hierortigen Armen auch die Durchreisenden selbst aufgesucht und diese auf eigene Kosten ehrenhaft verköstigt. Während seiner Krankheit hat seine Wohltätigkeit keinen Rückgang erfahren, denn, war es ihm auch unmöglich, selbst diese zu üben, so ließ er sich von anderen vertreten. Den Abend vor seinem Ableben hat er die Leitung der hiesigen Jeschiwoh ersucht, am Rosch Chodesch Tewes alle Bachurim der Jeschiwoh auf seine Kosten zu verköstigen. Er ahnte nicht, daß diese Ausspeisung eine Stunde vor seiner Lewajoh sein wird. Die Lewajoh, an der eine große;Schar von Freunden und Bekannten, an der Spitze das ehrw. Rabbinat, teilnahmen, fand am Donnerstag nachmittag statt. Rabbiner. S. Unsdorfer hielt einen kurzen, aber von ihm und allen Anwesenden mit Tränen begleiteten Nachruf. חנצב״ה. Awieser Haberfeld s. Z. 1. Am Mittwoch, den 29. Kislew, verschied in Bratislava Herr Awieser Haberfeld aus Doiny Kubin. Der Heimgegangene war ein Talmid des Schewet Sofer, ein Talmid Chochom muflog. An der am darauffolgenden Tage stattgefundenen Lewajoh beteiligten sich außer dem Ehrw. Herrn Oberrabbiner und dem Rabbinat auch viele Freunde und Bekannte des Heimgegangenen.!Er strebte stets, seine Kinder im Sinne der Thora zu erziehen. Des joma depagro halber wurde kein Hesped gehalten.תנצביח. Frau Johanna Fleischer s. A. verschied vorige Woche in S e r e d im Alter von 68 Jahren. Bei der!großen Lewajoh gab sich ihre allgemeine Beliebtheit kund. חנצב״ה Konstituierung der agudistischen Ortsgruppe Budapest. In Budapest ist eine agudistische Ortsgruppe gegründet worden. Die Gründungsversammlung wurde vom Präsidenten der Schass-Ghewro, Herrn Markus Klein, einberufen und es nahmen an ihr, mit dem Vize- Präsidenten der orth. isr. Kultusgemeinde, Herrn S. Schreiber, an der Spitze, mehrere prominente Persönlichkeiten der hauptstädtischen Orthodoxie teil. In der Eröffnungsrede teilte der Präsident mit, daß sowohl Rabbiner Sußmann (Budapest) wie Oberrabbiner Duschinsky (Jerusalem) wiederholt die Not- Avendiglceit der agudistischen Organi- Sation in Ungarn betonten, und daß auch er seinerseits die Meinung vertrete, daß eine derartige Organisation viel zur Gesundung der Gemeindeverhältnisse und der Jugenderziehung beitragen Averde. Für Organisations- ZAvecke wurden sofort 1000 Pengö aufgebracht. Es wurde der Beschluß gefaßt, nach Chanukkah vor die größere Oeffentlichkeit zu treten. * — Wie bereits berichtet, agitiert rlie Dachorganisation der ungarischen Studentenverbindungen ״T u r u 1“ für den Boykott der Juden im Wirtschaftsleben. Nun ging sie in der letzten Zeit mit einem bedeutenden Schritt noch weiter, indem sie in ihrem Organ ״Bajtärs“ für die Abschaffung der Gleich- Berechtigung der Juden, für deren Sonderbesteuerung und schließlich für die unentgeltliche Enteignung des jüdischen Vermögens eintritt. Das offiziöse Blatt der ungarischen Regierung, der ״Pest er L1 o y d“, geht nun scharf gegen den ״Turul“ los. Das ist verkappter Bolschewismus, eine demagogische Aufreizung, die nur im Wege eines verhängnisvollen Umsturzes ans Ziel gelangen könnte — stellt das Regierungsblatt fest und fügt hinzu, daß die Forderung auf Rückgängigmachung der Gesetze, die ״den Staatsbürgern jüdischer Konfession die Segnungen der Gleichberechtigung zuteil werden ließen“, eine wüste Demagogie, eine Drachensaat ist, ein Streben, gegen das die verantwortungsbewußte Presse mit allei* Energie ihren Protest erheben muß. — In dem ungarischen Pro-Palästina- Komitee sind tiefe Spuren der Zerrüttung bemerkbar, die Folgen der unüberlegten völkischen Agitation der Zionisten zu den Wahlen der Pester israelitischen Ihr Mund ist der Vorraum zu Ihrem ganzen Organismus. Das Zahnfleisch, die Winkel und Falten des Mundes, sind Stellen, die das Wachsen und Gedeihen der Bakterien, sehr begünstigen. Das ODOL-Mundwasser gibt Ihnen die Möglichkeit einer gründlichen und vollständigen Reinigung des Mundes und beseitigt unreinen Atem. Auch reinigt es zwischen den Zähnen sehr gründlich. Außerdem enthält das Odol-Mundwasser neben dem Odol-Antiseptikum den Myrrheextrakt, der gegen Lockerung der Zähne und Blutung des Zahnfleisches wirksam verwendet wird. (neologen) Kultusgemeinde. Oberregierungsrat Ignatz Priedfhähh ist vom Präsidium des Pro׳־Pälästina*KömiteeS, seine Frau Vt>m Präsidium der WIZO zurückgetreten. Auch Bartholomäus Hatvany, das ungarische Mitglied der Jewish Agency, erklärt, daß seine Wege sich von denen der Zionisten scheiden. Der zionistische ״Zsidö Szemle“ gibt anläßlich dieser Austritte die dumm-dreiste Erklärung: Es liegt kein Grund vor, der den Austritt unserer Freunde erklären würde. Wir haben ja niemals von ihnen verlangt, daß sie ihre Mentalität ändern, sondem bloß, daß sie materielle Opfer für den Aufbau PalästinaS bringen. Aber ebenso dürfen wir es verlangen, daß sie uns nicht zu belehren wünschen. Über die Ideologie der Palästina-Arbeit Und über die Art' der zionistischen Tätigkeit. — Die Verwaltungskommission des Komitats Szatmär hat drei Jeschiwos und sieben Chadorim für ״Winkelschulen" deklariert und ihre sofortige Auflösung und Sperre angeordnet. Die Begründung dieser Maßnahme ist verschieden ausgefallen. Man berief sich in einem Falle auf juridische, in einem anderen auf sanitäre Gründe. Beide waren nicht stichhältig und außer- ן dem wäre in erster Reihe die zuständige orthodoxe israelitische Kultusgemeinde zwecks Behebung der Mängel anzurufen gewesen. Auf Intervention der Zentralkanzlei der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinden hat der Kultusminister telegraphisch die Durchführung des B e s c!h 1 u s s e!3 s i s; t i e r t. Die endgültige Entjscheidüng in dieser Angelegenheit steht einstweilen noch aus, es ist aber zu hoffen, daß sie günstig ausfallen wird. — In Raab (Györ) fand die fünfzehnte Generalversammlung des ״Tomchd - Jeschiw o t h“-Vereines statt. Aus dem Bericht geht hervor, daß der Verein seit seinem Bestehen mehr als 300.000 Pengö an verschiedene Jeschiwos verteilt hat. Das verflossene Jahr ist aber ungünstig ausgefallen. Die Einnahmen des Vereines zeigen leider einen starken Rückfall. Man verspricht sich aber trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Lage von der erhöhten Propaganda — jeder Rabbiner soll zukünftig jährlich an zwei bis drei Tagen Propagandareisen zugunsten des Vereines unternehmen — größere Einkünfte und größere Betätigungsmöglichkeiten. — Der Alterspräsident des ungarischen Abgeordnetenhauses, Paul Sändor, veröffentlicht einen geharnischten Artikel im ,,Egyenlösdg" gegen den Zionismus und. die Zionisten, die er die Freiwilligen des Ghettos und des gelben Fleckes nennt. — In der Stadt Szolnok wurde der jüdische Kaufmann Ignaz Weisz mit christlichsozialern Programm zum Stadtverordneten gewählt. Der Fall erregt allgemeines Aufsehen — die Partei steht unter der Leitung des Judenfressers Karl Wolff — und Herr Weisz beeilte sich, zu erklären, daß die Antisemiten wohl zwischen den Juden des ungarischen Tieflandes', wie er einer .ist, und jenen aus Galizien unterscheiden können. Er hat also bereits die antisemitische Phraseologie erlernt. — Der kalvinistische Bischof der Stadt De-!brechen, Dr. Desider Balthazär, veröffentlicht im ״Egyenlösdg“ einen überaus warmen Artikel über die jüdische Bibel, die er die goldene Trompete des G-ttes- Wortes nennt. — Im neuen Gesetz, betreffend die Romani sierung der Familiennamen, wird eine Ausnahme für rumänische Staatsbürger jüdischen Glaubens dekret.iert, indem diesen eine Romanisierung ihrer Familiennamen nicht gestattet wird. Ohne eine Freude an einer eventuellen Namensromanisierung zu’ haben, ruft diese Verfügung in jüdischen Kreisen als Präzedenzfall für Ausnahmsgesetze allgemeines Befremden hervor. — Aus der jüngsten Parlamentsrede des Außenministers Titulescu verdienen folgende Sätze hervorgehoben zu werden: Im Namen der königlich rumänischen Regierung erkläre ich aufs aufrichtigste, daß wir Anhänger der vollkommenen Gl eichber echtiigu׳ng der Minoritäten sind. Die Minoritäten haben niemals einen treueren Verteidiger ihrer Rechte gehabt als mich... — Aus der Tageszeitung ״Dimineata“ entnehmen wir folgenden Bericht: In der rumänischen Hauptstadt wiederholen sich Tag für Tag die antijüdischen Ausschreitungen. Passanten werden überfallen, werden gepeinigt und häufig werden ihre Uhr und ihr Geld geraubt — alles vor. den Augen der Polizei. Die Polizei assistiert tatenlos. Der Minister des Innern trifft keine ernsten Verfügungen. Angeblich hat man Beobachter entsendet. Bei dieser Lage sind aber nicht beobachtende Polizisten nötig, die der Barbarei zuschauen, sondern die tatsächliche Verteidigung der Bürger und exemplarische Bestrafung der Täter erscheint notwendig. — Wie der orthodoxe ״Hoemesz“ erfährt, haben sich die politischen und Wirtschaftlichen Führer der' Bukarester Juden zu einer Beratung zusammengefunden. Es wurde eine Aeußerung des Außenministers Titulescu überbracht, wonach dieser hervorragende Staatsmann erklärt hat, die Regierung werde mit allen Mitteln die Ordnung und die Rechtsgleichheit der Bürger wahren. Das verlangt nach seiner maßgebenden Ansicht auch das außenpolitische Interesse Rumäniens. Es wurde die Schaffung einer einheitlichen Organisation aller Juden in Rumänien vorgeschlagen und der Wunsch ausgesprochen, die Juden mögen den Besuch öffentlicher Lokale meiden. Es wird auch eine Vorsprache heim König geplant. :— Großes Aufsehen erregt, daß der berüchtigte Antisemitenführer Prof. Cuza vom König empfangen wurde. Auf diese Audienz hat der alte Professor seit 40 Jahren gewartet. Nun ist er hoffähig geworden! Ufk QktmtUk... WWe. J, B, in V,־S.: Den Namen eines Chiffre- Inserenten können wir natürlich nicht bekanntgeben. Wenn Sie uns eine Zuschrift in geschlossenem Kuvert emsenden, werden wir diese weiterleiten. Kabb. Dr. E. in S.: Prämien können nur gegen Bezahlung der v 011 e n Abonnementsgebühr gewährt werden. J, Gr. in S,; Zwei Prämien können wir heim besten Willen nicht liefern. Wir schicken Ihnen ״Heimkehr ins Judentum“. F. A. in S.: Verkauf von Büchern betreiben wir nicht. Sie könnten, wenn Sie unsere Zeitung abonnieren und die Jahresgebühr im voraus bezahlen, eines der ausgeschriebenen Bücher als Prämie kostenlos bekommen. ״JÜDISCHE PRESSE“ Regine Beck Zürich Ver l׳ft, וויען 6׳ צונן‘! Josef Freund Wien II. 0 b t e Hilda Halle Vrbovd Armin Nagel Pieätany Verlobte ברבת מדט המה ולבבית לירידי וזיר,ר מר טובי' הער? ־־י מפרעשוב יצ׳ו לרגלי אירושין •ציו יופף יודא מג״ל ריינעו ברבת מזל טוב וגריא יאה אמרינהו לרבנ׳ן כבבליים, לאהובי ידידי בחור -מרום מעת אביע מאויית לםכים, פרי צדיק עץ דדים, נחמד לבריוה ונעים לשמים, ־הריף ובקי נפלא, סיני עוקר הרים בחתו פי שנים כשית מוהיר פנחס חיים שליטא כ־ץ מערועד נכד המאריאיץ, לארוסתו את אהוחי המהוללה מרת נהמה. ההי׳ כנהח ובנעימים ־יהי׳ קשרם אמיץ והזק ברוך לער ולנצר, קיים, ישמהו ויתענגו אבית על בנים ־וביב כנחמיה להיים ויוכו לבנות ביתם על הרי ציון וירושלים בביא מנהם אהרן לעבאוויטש בהיג אבדק טש$פ שליט׳א, המחבר ם׳ שלהן העזר גיד, Juwelen Uhren, Gold* und Sllberwaren, insbesondere כלי קודש, Sederschiissel, Menoras, Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheltskäufe, stets vorrätig HorltzMany II, TaborstraUe 14 I Täglich Spezialitäten Selchfleisch mit Ritschet, Scholet, Pfefferkarpfen, Würste mit Gulyassaft usw.—Menü von S 2.— aufwärts NAGEL, (Ulen II, Praterstr. 33 Unter Aufsicht des Rabbinats der Adas-Jisroel-Schiffschul OPTIKER MORITZ SCHKCHTER, II. 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Uhr j Min. 6 j 35 6! 35 הנחה תפלין בשעת הדחק ....... 9 i 00 9 | 00 סוף זמן קריאת שמע של שהריח .... 4 j 15 4 1 10 בשבתן קבלת שבת (מנחה בעש׳ק) , . . 7 | 10 ‘7! 30 9 | 30 9 1 30 שהריח ... 3 i 30 3! 30 5 j 05 4 I 55 6! 40 6 I 45 בחול: שהריח י. . י ..... 4 | 15 4 I 30 מנחה ומעריב * i Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine׳ Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, beide Wien, IX., Malzgasse 13 a. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ig. Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 618..