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Jüdische Presse · 1936-01-03 · 1 (3.1.1936) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
1 (3.1.1936)
Date
1936-01-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 1 Aus dem £oude den t/eeUeifluup (Siehe auch ״Von Woche zu Woche".) Rabbi Mosche Blau 50 Jahre alt. — Jüdische Fabriken in Transjordanien. — Noch immer Wassermangel. — Panarabischer Weltkongreß? — Arabische Waffenkäufe. — Die Zertifikatenschedule. Von unserem Korrespondenten. Trotz der Zusicherung der Regierung, daß die Wasserleitung in Jerusalem spätestens am 15. Dezember in Tätigkeit gesetzt werden wird, leidet die Stadt heute — wir zählen bereits den 20. Dezember — noch immer unter dem Wassermangel. Die Zeitungen veröffentliehen scharfe Proteste. Allgemein wird auf die Oelrohrleitung Irak-Haifa hingewiesen, die unter wesentlich schwierigeren Umständen zustande gebracht werden konnte, während sich die Fertigstellung der Wasserleitung fort und fort verzögert. Am 19. Kislew feierte Itabbi Mosche Blau seinen 50. Geburtstag. Die Leitung der Expositur der Aguda-Weltorganisation nahm den Anlaß wahr, um ihm, dem verdienstvollen Führer der Orthodoxie in Jerusalem, durch Herrn Rabbiner Jonathan Horowitz die Glück- ,wünsche der Agudas Jisroel zu übermitteln. Die arabischen Blätter lassen noch immer nicht ab von den Greuelmeldungen über angebliche ״Bewaffnung der Jude n", die sie an den bekannten Waffen- Schmuggel knüpfen, von dem sich längst herausgestellt hat, daß er von Arabern inszeniert war. Interessant ist, daß gleichzeitig Meldungen aus Transjordanien einlangen, die von großen arabischen Waffeneinkäufen zu berichten wissen. Die Preise von Waffen aller Art sind auf das Doppelte gestiegen. Eine jüdische Gesellschaft wandte sich an die Regierung von Transjordanien mit dem Ersuchen, die Errichtung von zwei Fabriken zu bewilligen. In der einen soll die Sardinenkonservierung gepflegt werden. Wie verlautet, soll die erbetene Bewilligung von der transjordanischen Regierung dieser Tage erteilt w'orden sein. Zugleich mit der Meldung über diese und andere Geldinvestitionen von Juden in Transjordanien wird bekannt, daß die Regierung von Transjordanien sich mit der Absicht beschäftigt, ein Gesetz zu beschließen, nach welchem Juden trans jordanische Bürger n i c ht sollen werden können. Schon seit einiger Zeit hört man von einem p a narabischen Weltkongreß sprechen, den die arabischen Führer im Irak, Syrien und Aegypten einberufen wollen. Während die arabische Presse in Palästina bisher mit dieser Frage sich nicht beschäftigt hat, ist dieser Tage zum erstenmal auch hier von einer der größten arabischen Zeitungen der Plan zustimmend begrüßt worden. Oft genug ist schon über die ungleiche Be■ handlung des jüdischen und des arabischen Schulnetzes durch die Palästina-Regierung gesprochen worden. Jetzt wird die Meldung veröffentlicht, daß die Regierung weitere fünf arabische Schulen zu eröffnen beabsichtigt. Man fragt sich, was denn die Regierung für das jüdische )Schulwerk tut, da die Juden den größten Teil zu den Steuereinnahmen beitragen. Menachem Glikman-Porusch. Hitler unterbindet Kapitalistenauswanderung nach Palästina. Die Reichsbank hat eine Verordnung erlassen, wonach für das Jahr 1936 nicht mehr als hundert, Juden, die aus Deutschland nach Palästina auswandern, die Erlaubnis erhalten werden, ein Kapital von je 1000 Pfund mit sich zu nehmen. Aber auch die Abfertigung dieser hundert sogenannten Kapitalisten ist nicht garantiert; angeordnet ist, daß immer je acht oder neun Gesuche auf einmal nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Devisen erledigt werden sollen. Motiviert wird diese Verordnung mit dem Mangel an ausländischen Devise!!. Die Einschränkung bezieht sich nicht nur auf die Mitnähme von Bargeld, sondern auch auf den Transfer von Waren. Experiment widerlegt die Gegner des Schächtens. נ Die vom Warschauer Stadtrat eingesetzte Kommission zum Studium der Frage der jüdischen rituellen Schächtung hat durch Experimente im städtischen Schlachthaus an zwei gleich starken Ochsen festgestellt, daß bei einem geschächteten Ochsen der Tod zwei Minuten früher als bei einem durch Bolzenschuß getöteten eintritt. Dadurch ist das Argument der Schächtgegner, daß das Schächten tierquälerisch sei, widerlegt. Oberrabbiner Dr. B. L. Ritter זצ״ל Im Alter von 80 Jahren verstarb in Amsterdam der frühere Oberrabbiner von Rotterdam, Dr. Bernard Löbel Ritter, ein hervorragender Talmudist und jüdischer philosophischer Forscher. In Reinersdorf, Preußen, geboren, war er zuerst Rabbiner in Prenzlau bei Berlin und später, 43 Jahre lang, Oberrabbiner in Rotterdam. Er war ein Vorkämpfer der Agudas Jisroel, Ehrenpräsident der Rotterdamer Alliance Israelite und Ritter des Ordens Oranien-Nassau. Oberrabbiner Ritter s. Z. 1. erfreu'te sich in den Kreisen der Orthodoxie einer ganz außerordentlichen Wertschätzung, da er nicht nur ein hervorragender Talmid Chochom war, sondern auch ein zielbewußter, scharfer Kämpfer. Seine Gemeinde Rotterdam hat er durch den außerordentlichen Respekt, den seine Baalebatim vor ihm hatten, trotz sich geltend machender modernistischer Velleitäten, durch Jahrzehnte im religiösen Fahrwasser erhalten. Als dies nicht mehr ging, warf er einfach seinen guten Posten von sich und zog sich nach Antwerpen zurück, um fortab nur der Thora zu leben. Bei der ersten Kenessio Gedauloh hatte Wien das Glück, ihn in seinen Mauern zu sehen, wo er sich die Hochschätzung sämtlicher Kenessio-Mitglieder wie auch der Wiener jüdisch-orthodoxen Bevölkerung erwarb. Sein ausgezeichneter Charakter und seine menschenfreundliche Gesinnung und Betätigung verschafften ihm auch in Kreisen der Modernisten die höchste Hochachtung. Unter seinen Hatoros befand sich eine von Rabbi Jizcholc Elchonon Spektor in Kowno s- Z. 1. Weltberühmtheit erlangte Oberrabbiner Ritter, als er einen von einem großen Verlag herausgegebenen Talmud Jeruschalmi auf Kodoschim vor den Augen der ganzen Welt einwandfrei als Fälschung entlarvte. Mit Oberrabbiner Ritter hat das religiöse Judentum wieder eine prominente Führerpersönlichkeit verloren. Sein Andenken bleibe gesegnet. ,תנצב־ד xn Woche Das deutsche Reich sinnen minister i u m hat sämtliche Polizeistellen des Reiches angewiesen, jüdischen Handelsreisenden ihre Lizenz nicht zu verlängern, da ״Juden als politisch nicht zuverlässig" gelten. Diese Verfügung würden vielen tausenden jüdischen Familien die Existenzgrundlage entziehen, falls sie nicht zurückgezogen wird. Wie aus London gemeldet wird, hat der Präsident der ״Neuen Zionistischen Organisation", Wladimir J abo tinskyf vor kurzem ein zweitesmal um ein P alästina-V isu m angesucht. Das Gesuch ist a bg eie h n t worden. Einer Schätzung des Landwirtschaftsdepartments der Palästina-Regierung zufolge, wird die diesjährige Orangenernte 7,300.000 Kisten ausmachen. Am 22. Dezember fand in Paris eine von der Liga zur Bekämpfung des Antisemitismus veranstaltete Kundgebung gegen die judenfeindlichen Ausschreitungen in Polen und R u m ä n ien statt. ״N e 10 York Times" bringen die Meldung, daß mehrere auswärtige diplomatische V ertretungen in B erl in im Aufträge ihrer in Deutschland lebenden Staatsbürger jüdischen Glaubens oder jiidischer Rasse Schadenersatzforderungen erhoben haben, die in die Millionen gehen. Die nationaldemokratisc he.Partei in P o Ini s ch - O b e r s c hl e s i e n ist samt ihren Zxoeig- Organisationen behördlich aufgelöst xvorden, da sie für die jüngsten j u d e n f e in dli c he n Aus s ehr eitun g e n in diesem Gebiet verantwortlich gemacht xvird. Der Stadtrat von Kiel c e hatte sich vor einiger Zeit in einer Entschließung für die E in f ü h r u n g des Arier paragraph e n in Polen ausgesprochen. Dieser Beschluß wurde von dem Wojxuoden des Kreises Kielce, Dr. Dziadosz, als verfassungsxoidrig au f g ehöbe n. Im Zuge der Untersuchung der Tätigkeit a r a-. bischer Terroristengruppen entdeckte die Polizei eine xoeitere geheime arabische Organisation, die den Namen ״Arabische Revolutionäre Jugend" trägt und deren Tätigkeitszentren in der Scharon-Ebene liegt. Es haben xoeitere Verhaftungen von Terroristen stattgefunden. 9 Der Berliner Rabbiner Dr. Emil Bern h a r d- Cohn xvurde vor einigen Tagen mitten aus einer Ver- Sammlung in Be lin- Köpenick, xoo er eine Anspräche hielt, heraus verhaftet und in das Columbia- Haus zu Berlin überführt, xoo er sich seitdem befindet. 9 Der Minister des Innern, der Finanzminister und der Bürgermeister von Kaunas veröffentlichen eine Er- Klärung, in der die chauvinistische judenfeindliche Propaganda verurteilt wird. Es xvird erklärt, daß die Politik der litauischen Regierung auf Toleranz und Rechtsgleichheit aller Bürger beruht. 9 Der Unter Staatssekretär der Vereinigten Staaten von Amerika Wendeil Phillips ist in Berlin eingetroffen. Der Besuch trägt keinen offizielten Charakter} doch weiß maxi, daß sich Phillips für die Position amexikanisch-jüdischer Unternehmungen in Deutschlaxid ixxteressiex't. O Demnächst xvird eixi neues E ixixo a n d e r u n g sgesetz ixi Palästina veröffenlicht werdexi, xoelches schärfere Strafen dis bisher für illegale Einxv andere r und für Personen, die solchen Einxvandei'ex'xi beistehen, vox'Sieht. Eine besondere Bestimmuxig sieht Beschx'änkuxigexi und Strafexi für Schiffe bis zu einer gexvissen Tonnage, die illegale Einwandex-er ins Land bx'ixigen, vor. 9 Bei der jiidischexi Gemeinde von S a f e d faxid eixie Koxiferexiz der Leiter der jiidischexi Institutionen und wix'tschaftlichen Organisationen von Safed und Obex•- Galiläa statt, ixi der verschiedexie Maßnahmen zur Hei'beiführuxig eixies wirtschaftlichen Aufschwungs dieses Teiles Palästinas beschlossexi xvux’dexi. Ax'beitexi voxi großem Umfang xverdexi demnächst in Angriff gexiomxnexi uxid ausschließlich mit jiidischexi Häxidexi zur Dux'chführuxig gelaxigexi. 9 Die B erlixie r Gemeinnützige Bau gesellschaff ״Heimat" hat säxntlichen jüdischen Mietern ihx'er x'iesigexi Wohnbaukomplexe g ekii ndig t. Die dadurch betroffexiexi huxuierte jüdischer Mieter sixid ixi eine um so schxviexigere Lager geraten, als es sich durchwegs um Kleinxvohnungen handelt, an denen es in Bex'lin noch sehr mangelt. 9 Am Montag, den 30. Dezember 1935, abends, ist in London Marquis of Re adin g} einst Vizekönig von Indien, später Außenminister des Bxitish Empire, nach kux'zer Kx'ankheit im Alter von 75 Jahren verstorben. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Telephon R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. E &4nk& an mahnen Pension seßaityb voh JoA&enf 3. bei Berufsunfähigkeit IN VALIDITA'TS׳ RENTEN 8. für ein sorgloses Alter A LTE R S * R E N TE N S. int Ablebensfalle HINTERBIIEBENEN-RENTEN ALLGEMEINE VERSICHERUNG! A.-G. PENSIONS-VEREIN WIEN, I., tCHELUNCCASSE 1 ÖSTERREICH 21 Eine. Cfute■ Idee. DBBK Der N e g u s wird von Mussolini hart bedrängt, der ihm am liebsten ganz Abessinien abnehmen möchte. Wie wär's nun, wenn Haile Selassie sein Reich auf den Namen seiner Frau umschriebe und sich so aller Sorgen entledigte, wie es der Leiter der Wiener Kultusbibliothek laut ״Wiener Zeitung" vom 28. Dezember getan hat, um gewissen Unannehmlich־ keiten, die sich aus den Sabbathgeboten ergeben, zu begegnen? Oder kann man sich nur mit der Frau Rath — Rat schaffen? Doch wollen wir uns nicht den Kopf des abessinisehen Kaisers zerbrechen! Steht uns ja Herr Rath — zumindest räumlich — näher! Das ist der Herr, der seinerzeit sein inniges Verhältnis zum Buchwesen dadurch demonstrierte, daß seine Ernennung so viel Staub aufwirbelte. Er war als einziger jüdischer Buchhändler für den wohldotierten Posten ausersehen, weil er erstens Mandatar der Gemeinde, also Mitglied der ihn bestellenden Körperschaft war, und weil er zweitens so ״selbstlos" war, seinen Vornamen aus der Firmenbezeichnung zurückzuziehen und so das Handelsregister gegen die T h o r a auszuspielen, für die er nur Abraham Moses, aber nicht Rath heißt, und dem daher auch Chiliul Schabbos gestattet sei. Und damit war alles ״in Butter"! Bis eines Tages, am 20. November v. J., ein Ukas des Präsidiums der Kultusgemeinde (ZI. 7342/35) an alle Angestellten erschien, der ihnen Sabbathentweihung und öffentliche Uebertretung der rituellen Speisevorschriften verbietet. Herr Rath, der ja nun nicht mehr Mandatar, sondern A n g e s t e 111 e r der Gemeinde ist und im Gegensatz zu seinen früheren Kollegen ״alles zu vermeiden hat, was in der jüdischen Oeffentlichkeit Aergernis zu erregen geeignet wäre“, tat daher den letzten Schritt auf dem begonnenen Wege — den aus der Firma, indem er seinen Namen aus dem Handelsregister löschen ließ. Ab nun zeichnet, damit der heimliehe Chiliul Schabbos kein öffentliches Aergernis wird, anstatt des Herrn Rath seine Frau, was uns eingangs zu der nachdenklichen Bemerkung über den Negus veranlaßt hat. Da aber, wie gesagt, von diesem die Rede nicht sein soll, so sei uns wenigstens gestattet, Herrn Dr. Löwenherz den gutgemeinten Rat zu erteilen, sich beizeiten darüber zu informieren, wie die Rechtsanwaltskammer sich zu einer Umschreibung einer Kanzlei auf den Namen der Gattin stellt. ... Lerngemeinschaft ״Mekor Chajim“ Wien, II., Große Schiffgasse 1 Scliiurplan vom 4. bis 9. Jänner Schabbos 11 Uhr vorm.: Rabb. Salomon Baumgarten: Sidrohvortrag, Dinim; Sonntag, 7 Uhr abends: Vortrag des Herrn Rabb. M. Flesch; Montag, halb 5 Uhr nachm.:!Sekretär Moritz Spitzer: Tefiloh; Dienstag, 8 bis 9 Uhr abends, Rabb. iS. Baumgarten: Sefer Hachinuch; Mittwoch, 8 bis 9 Uhr abends, Rabb. Moses Blech: Ejn Jaakow; Donnerst a g, 8 bis 9 Uhr abends, Herr Moritz Schick: Mischnajos, Chumesch Raschi. — Es liegen jüdische Zeitungen auf. Nach dem Lernen wird Maariw gebetet. Festbankett des ״Tiferes Bachurim“ Am Mozze Schabbos Wajeschew fand im festlich geschmückten Saale der ״Wienea“ das nun schon zur ständigen Einrichtung gewordene ״Tif eres Bachur i m"- Bankett statt. Von allen Bezirken und von den meisten Bethäusern waren Vertreter erschienen, ein .Zeichen, daß die Tätigkeit des Vereines bereits in den breitesten jüdischen Kreisen Verständnis gefunden hat. Obmann Salomon Schreiber begrüßte die Erschienenen und wies auf die erfreuliche Tatsache hin, daß die Anzahl der Wiener Jeschiwobachurim m. G. H. das erste 100 überschritten hat, ein Erfolg der erhöhten Propagandatätigkeit für Limud Hathora. Oberrabbiner Fürst hob die besondere Wichtigkeit des Jeschiwolebens besonders für die Großstadtjugend hervor und ersuchte die Anwesenden, den Ausbau des Vereines nach Kräften zu fördern. Die Herren Rabbiner Schenk, Rubinstein, Benedikt und Herr Med.-Rat Dr. Reiniger wiesen in ihren eindrucksvollen Reden darauf hin, daß die Jeschfwo- Jugend die einzige Hoffnung für die Zukunft des jüdisehen Wien bilden und forderten die Anwesenden auf, weiterhin für Verbreitung des Jeschiwogedankens zu sorgen. Die Herren Kantoren Braun, Kunstadt, Rottenberg und Taube, nicht zuletzt das vorzügliche Essen, trugen dazu bei, dem Bankett einen stimmungsvollen Verlauf zu geben. Der Verkauf des Benschens trug dem Verein einen ansehnlichen Betrag ein, der beitragen wird, dem schwer kämpfenden ״Tiferes Bachurim“ die Arbeit einigermaßen zu erleichtern. Möge der Allmächtige helfen, daß mit der Sprunghaften Steigerung der Anzahl der Wiener Jeschiwobachurim auch die Summe der Zuwendungen sich vergrößere. Chanukafeier der Talmud-Thora-Scliule. Auch die Wiener Talmud-Thora-Schule stellte sich, wie alljährlich, am Mozze Schabbos, den 26. Kislew, mit ihrem Chanukafest ein. Das gut zusammengestellte Programm wurde von den Herren Oberkantor Fränkel, Max Brod, Max Krieger, Hieronymus Langh, I. Grimminger und Simon Fostel bestritten. Die Feier brachte der Schule ein schönes Erträgnis und es sei auch an dieser Stelle die Hoffnung ausgesprochen, daß die orthodoxe Judenheit Wiens ihrer Verpflichtung eingedenk werde, ihre Kinder in die einzige orthodox-jüdische (Schule Wiens zu schicken und diese Schule nach Kräften zu fördern und zu unterstützen. Frauenhilfe der ״Adas Jisroel“. Unser 5-Uhr-Tee — diesmal von den Damen Frau Ella Freund und Frau Fany Kollmann veranstaltet — findet am 7. d. M. in der ״Wienea“ statt. Die p. t. Mitglieder werden hiemit herzlichst eingeladen. Gäste gerne gesehen. — Der Vorstand. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Schabbos Parchas Wajigasch spricht Herr I. Stein um halb 11 Uhr vormittags im Lokal der ״Wienea“, II., Obere Donaustraße 91. (Die Veröffentlichung noch einiger Belichte über Chanuka-Veranstaltungen mußte leider Raummangels halber auf geschoben werden.)

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