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Jüdische Presse · 1935-10-11 · 40 (11.10.1935) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
40 (11.10.1935)
Date
1935-10-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 40 JtttHSCHfi PRESSE Seite« Jahrzeit des Chassam Sofer זצ׳ל Am 2k ¥1schfi ist die, 96. Jahr2eit näöh dem ChasäM Ööfef־ Sv 25. 1. Söhoft heute, einige Jahre, hevör das erste Jahrhundert seit dem ’Heimgang dieses Größen in Jisroel sich vollendet, sind ernste Bestrebungen im Zuge, um die hundertste J a h r z e i t entsprechend zu begehen. Ein aus Amerika angeregtes Projekt geht dahin, in amerikanischem Stil in Erez Jisroel eine orthodoxe Kolonie unter dem Namen des ״Chasam Sofer1* zu gründen. Ein anderes nicht minder ernstes Projekt befaßt sich mit dem Bau eines Internates für die Jeschiwoh des. Chasam Sofer in Bratislava. j So begrüßenswert die Initiative, sowohl nach' der einen^ wie nach der anderen Seite hin, ist mUß ן doch gesagt werden, daß, wenn die Pläne Verwirk- \ lichung finden Sollen, heute, schon eine entsprechende Instanz geschaffen werden muß, bei der die Fäden zusammenlaufen. Das Nächstliegende wäre, daß bei der Jeschiwoh-Leitung in Bratislava, im Einvernehmen mit den übrigen orthodoxen Körperschaften, ein . Dezernat eingerichtet ,werde, das sich mit der Durchdringung der jüdischen Oeffentlichkeit mit dem zu ־ Recht־ befundenen Projekt befassen soll. Die ״Jü disehe Presse“ wird sich selbstverständlieh in den Dienst der Sache stellen, damit die hundertste Jahrzeit der Größe des Mannes würdig begangen wird. ■ Kritik und Betrachtung. Berichterstattung ’ Das jüdischnationale Hauptorgan in Wien, die ״S t i m m e“, konnte nicht umhin, ' auch ihrerseits von einem Ereignis Notiz zu nehmen, das das jüdische Wien so sehr erschüttert hat — vom Ableben des Kopeczinzer Rebbe s. Z. 1. Daß sie das in gesch mack 10 s e s t e r Weise tut, •ist diesmal schon deshalb nicht ganz ihre eigene Sache, weil sie die Gelegenheit wahrnimmt, um den heimgegangenen Zaddik fälsch- ׳ lieh für sich zu reklamieren. In dem Artikel wimmelt es nur so vom ״׳Wunder- ' rabbi“ und von seinem ״Hof“. Taktlosigkeiten, die der Größe des Kopeczinzer Rebben in keiner Weise Abbruch tun. Aber wenn dann allen Ernstes behauptet wird, daß ׳ der Kopeczinzer Rebbe' mit den Wiener areligiösen ‘ Zionisten sympathisiert habe, so ist das zumindest ,:und '•־ ־■׳-gelinde ׳gesägt, •eine ■Verkennung: der Tatsachen. Daß der ■ ׳ Zaddilc:ha1niftar.s.־Zi.׳h 'inJseiner, umfassenden rJÜehe.',kfine;n ’ ׳; Unterschied! machte-zwischen Zionisteb/und, Nich.tzipnist^ ’’ifnä 'däß sö auch: prominente■ Zionisten,• in den Bann,.seiner Persönlichkeit gezwungen, zu seinen Anhängern wurden, ■ ehrt diese Menschen mehr als ihn. Aber wo seine Sym- ■pathien hinneigten, das hat er :so deutlich zum ,Auadruck gebracht, daß darüber wohl kein Zweifel bestehen! kann. Zur ersten Kenessioh Ge daul oh ist er trotz seiner angegriffenen Gesundheit und unter •Unterbrechung seinerdringenden Kur, wie er selbst, sagte, ״mit Meßiras hanef esch“, nach Wie.n ge.kommen. Alle Aufrufe der Agudas Jisroel und ihrer Fonds, die ihm vorgelegt wurden, hat er bereitwilligst unterzeichnet, ganz besonders erfreute sich die agudis tische Jugendbewegung seiner Sym-, pathien und Förderung. Daß man das gleiche etwa von einer zionistischen gehört hätte, ist uns bisher — und wohl auch der ״Stimme‘‘ —.nicht bekannt geworden., , Selbst vor der doppelten Majestät, der des Todes u n. d •der anerkannten Größe, beugt sich die Feder dieser Herren, nicht. Und das ist jüdischnationale Bericht- Erstattung ... Handelsregister und Sabbathheiligung Es ist bekannt, daß man mit zionistischem Kongreßbe'schluß in Luzern die Sabbath- und Speisegebote für einige Monate suspendieren kann. Daß aber das Handelsregister zur Verscheierung einer Sabbathentweihung herangezogen werden kann, ist eine ganz neue zionistische Erfindung. Die Firma ״!Bücherstube M. Rath“ ist im Handelsregister unter A 21/222 a mit ■den Gesellschaftern Abraham Moses Rath, dessen Gattin Amalie Rath und . . Regine Finkeistein eingetragen. Gelegentlich der Bestei- , jung des Herrn־ Rath zum Direktor der Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Wien haben die nichtzionistischen Kultusvorsteher neben anderen Gründen auch . ״ deshalb... gegen die Bestellung opponiert/ weil es nicht angehe, daß ein im Zentrum Wiens öffentlich den!Sabbath entweihender Herr ein so gut besoldeter Funktionär der Gemeinde werde. Statt daß nun, wie der zionistische Vize- Präsident der; Kultusgemeinde seinerzeit versicherte, der Bewerber um die Stelle das Geschäft am Sabbath geschlossen oder es auf gegeben hätte, wurde von Herrn Rath der Versuch gemacht, den Chilul Schabbos durch das Handelsregister decken zu lassen. Im Mai 1935 hat er um׳ A e'״n d e ■r u n g d e s F i r m e n w o r 11 a u t e s in ״Bücherstube Literaria“ angesucht?. Dieses Ansuchen wurde — da ja dem Handelsgericht die faktischen Beweggründe nicht bekannt und plausibel sein konnten — abgewiesen, weil die Bezeichnung ״Literaria“ für dieses Unternehmen , sprachlich unrichtig ist und weil das Gesetz die׳ Anführung zumindest eines Gesellschafters im Firmenwortlaut verlangt. Um doch den Herrn Abraham Moses Rath aus dem Firmenwortlaut verschwinden zu ■lassen, wurde die Firma nunmehr in ״!B ü c h e r s t u b e R a t h & C o,“ umgewandelt und die erfolgte ■Umwandlung in der ״Wiener Zeitung“ verlaütbart. Wir sind sicher, daß der zionistische Vizepräsident bei der nächsten Gelegenheit die Erklärung abgeben wird, daß der Bibliotheksdirektor sein Geschäft am Sabbath nicht mehr unter seinem Namen, sondern unter dem Namen ״,Rath“’ —? ohne ״M•“ — führen läßt, worunter seine Gattih verstanden ist. In der Thora ist hämlieh •"ein Verbot, die F r a u um Sabbath arbeiten zu lassen; nicht stipuliert. > ♦/V «41 ee L vv\\w\\\\\\^ Wie ein Jeschiwoh-Bochur Ministeriarat wurde Die Fester isr. (fiöologe) Kultusgemeinde hat einen Grabstein auf das Grab des gewesenen Pressechefs des ungarischen Ministerpräsidenten Graf (Khuen-Hederväry, des Ministerialrates Edmund Klein (1853 ׳bis 1920), errichtet. Bei dieser Gelegenheit teilte der Rabbiner Dr. Benjamin Schwarz folgende interessante Daten aus dem Leben Kleins mit: Klein war der!Sohn einer blutarmen: jüdischen Witwe und hat als einzige Erbschaft das mit Tränen benetzte Siddur seiner Mutter und die Tefillin seines Vaters aus seinem Geburtshause mitgenommen, Die größten ungarischen!Staatsmänner haben ihn auf einen exponierten Posten des ungarischen iSf'äTItes berufen• und doch hatte er bloß eine!Schule besucht: die Jeschiwoh. Auch andere Jeschi woh-Zöglinge haben Karriere gemacht, aber sie haben ihre Jeschiwoh-Erlebnisse zurückgedrängt, manchmal sogar ■ganz aus der!Seele ausgemeirzt. Klein blieb aber lebenslang sowohl seelisch, wie auch, in Aeußerlichkeiten der Bachur. Er war bereits hoher Ministerialbeamter, Berater und Freund großer!Staatsmänner, .als er sich Zeit nahm, täglich mit der überkömmlichen Melodie ein Stückchen Gemoroh zu lernen. Auch die alten Melodien der Synagoge waren ihm teuer:!Es ikam oft vor, daß er .die Melodie eines ״Jisgadal" oder des ״U’nsane taukef“ vor sich hinsummte, während er den Parlamentsbericht für den mächtigen Herrscher der ■großen österreichisich-ungarisehen׳ Monarchie verfaßte, öder eine andere wichtige Arbeit versah. Die tägliche Reinigung des Mundes mit einem antiseptischen Mittel ist für die Mundhygiene und Gesundheit gleich wichtig. Das ODO!L.Mundwasser wird in der ganzen Welt, seiner antiseptischen׳ Wirkung .und seines starken, dabei aber angenehmen Geruches wegen, der auch unreinen Atem beseitigt, bevorzugt. Auch reinigt es zwisehen den Zähnen sehr gründlich. Außerdem enthält das Odol-Mundwasser neben dem Odol-Antiseptikum den Myrrheextrakt, der gegen Lockerung der Zähne und Blutung des Zahnfleisches wirksam verwendet wird. Generalversammlung der Kaffee Hag A. G. Am Montag, den 30. September 1935, hat in Prag die konstituierende Generalversammlung der tschechoslowakischen Kaffee Hag A. G., Marienbad, stattgefunden, welche Ge- ■Seilschaft mit erhöhtem Betriebskapital die Fortführung und Erweiterung des früheren. schweizerischen Filialgeschäftes, das. heißt Herstpi^ing ,und Vertrieb des weitbekannten koffeinfreien Kaffee Hag bezweckt. Im den Verwaltungsrat wurden gewählt: Dr. Max Schneider, Zürich, als Präsident,, ferner Dr. Eduard Nadler, Plan, und Dr. Johann Strachotinsky,. Prag. g LITERATUR Rabbiner S. D. Eisenstadt, Krakow: כנפי שחר Die rabbinische Literatur ist um ein Werk bereichert worden. Rabbi Hirsch Eisenstadt in Krakau, hat ein Werk von seinem Großvater, Rabbi Schulim Dow Eisenstadt s. Z. 1., Rabbiner zu!Lechowicze, unter dem Namen ״Kanfe Schachar“ herausgegeben. Das Werk enthält Responsen über sehr interessante halachische Themen und zeichnet sich durch tiefsinnigen Inhalt,!besonders im Traktat Kodoschim, wie zugängliche Schreibart aus, wodurch es sich auch ungeteilte Anerkennung erwarb. Anschließend befindet sich auch ein Teil ausgewählter Chidusche-Thora vom Vater des Herausgebers, ■Rabbi Izchok Eisenstadt s. Z. 1., Warschau. Der Herausgeber Rabbi Hirsch Eisenstadt ist der Schwiegersohn des Krakauer Oberrabbiners, Josef Nechemie K o r n i t z e r s. Z. 1. Der Ertrag dieses Werkes ist für wohltätige Zwecke ׳gewidmet. Preis 7 Zloty. Alex Bein: Theodor Herzl. Biographie. (Fiba-iVerlag, O. (Bauer, Wien.) Diese überaus umfangreiche Biographie ist nicht, wie ihre kleinen Vorgänger, bereits ab ovo in der Absicht geschrieben worden, neuen Lorbeerkranz um die Stirn des vielumjubelten zionistischen Führers zu winden. Sie will objektiv sein, die Arbeit eines Historikers und nicht die eines Parteimenschen, Biographie und nicht Legende. Demgemäß kommt hie und da auch die Kritik in ihr zum Worte und Aeußerungen werden zitiert, die die seinerzeitige, nicht besonders schonungsvolle Opposition Herzls, vom ewig aufgeregten Davis Trietsch angefangen bis zu dem angeblich sub specie aeternitatis urteilenden Achad Haam, sich erlaubte. In dieser Hinsicht ist das Werk Beins ein gewisser Fortschritt. Seine Hauptquelle ist aber noch immer Herzls Tagebuch, von dem doch offenkundig ist, daß er es hauptsächlich für die Oeffentlichkeit geschrieben hat, er stand darin sozusagen Modell zu seinem zukünftigen Denkmal. Man kann sich also nicht hundertprozentig auf seine Aeußerungen stützen, wie dies Bein tut. Denn abgesehen von den offenkundigen Retuschierungen, könnten sich darin — wir sind Menschen! —- Irrtümer einschleichen. Bein hätte also die Pflicht gehabt, wenn er ernst auf den Rang eines Historikers reflektierte, die Mitteilungen Herzls durch andere Quellen zu kontrollieren. Um so eher, da er selber viele Mitteilungen Herzls als unbegründet entlarvt und selber daraufgekoramen ist, daß Herzl wichtige Momente verschweigt, Bein kommt darauf, daß Herzls Popularität in großem Maße aus seinem Stil herrührt, der vieles ahnen läßt, stets dunkel ist, sozusagen einen . Schleier trägt. Diesen Stil hat er sjch in seinen Feuilletons angewöhnt und diesen wendet er in seinen politischen Aeußerungen an. Wenn er dann einmal, wie zum Beispiel in seinem Roman ״Altneuland“, etwas deutlicher wird und etwas klarer seine Gedanken und Wünsche darstellt י— schädigt er seine Volkstümlichkeit. Pas Buch Beins wird viel dazu beitragen, Herzls Persönlichkeit klarer zu sehen, als die Parteilegende es haben will. Aus jhm&nieH — Laut einer Publikation des statistischen Amtes hat sich die Zahl der Juden in Rumänien infolge des starken Geburtenrückganges in den ersten drei Monaten des Jahres 1935 um 401 Seelen verringert. Die Gesamtbevölkerung wuchs in dieser Zeit um 14.325 Seelen. — In der Ortschaft Käpolna im Komitat,Bihar haben mehrere Juden erpresserische Drohbriefe erhalten, in welchen,mit der Unterschrift ״Die Todeslegion“ der Erlag von 2Ö.Ö00 bis 50.000 Lei von ihnen gefordert wurde. Die eingeleitete Untersuchung hat einen Zusammenhang zwischen diesen Briefen und den Agitationsreisen jugendlicher antisemitischer Elemente festgestellt. — Die Aguda-Bewegung macht bedeutende Fortschritte in Siebenbürgen. In Marg i 11 a ist die Gründung einer Beth-Jakob-Schule im Gange., In Sc hä ß bürg entfaltet die Zeire Agudas Jisroel unter Leitung des Ortsrabbiners eine lebhafte Tätigkeit. In Z s i b <5 und־ in Mar.osväsärhely wurden neue Ortsgruppen gegründet. InGroßwarde in weist die Hachschoroh-Arbeit schöne Ergebnisse auf. — In Czernowitz feierte der dortige Makk a b i seinen 25jährigen Bestand. Die Feierlichkeiten begannen an einem Samstag mit einem Festg-ttesdienste in der. Hauptsynagoge. Vom beleuchteten Tempel marschierten dann die Makkabianer zum Sportplatz, wo der Fußballkampf zu Ehren des Schabbos begann. (Wir kennen ein Wort dafür:!Schmach! — Red.) . ן — Rumänien nimmt im Frühjahr den unmittelbaren Luftverkehr mit Palästina auf.;. Die . Probefahrten sind günstig abgelaufen und die Flieger berichten in den Tageszeitungen von einem .übe^us herzliehen Empfang in Tel-Aviv. —■In Nagykäroly (jiddisch: 1 Krohle) wurde der. neugewählte sephärdische Oberr ab binet *Samuel Groß, früher in Berbest, feierlich■ installiert’.« Er trat in seiner Antrittsrede für den ■ Frieden ein. 1IE3QD ÖSTERREICH QBEDIE Von der Wiener Agudas Trauersitzung nach KopeczjLuer Rebbe s. Z. 1. Mittwoch, dep 12. :Tischri/fand' aus’Änlaß der Petiroh des Kopecziner• Rebbe s. Z. 1. unter/‘dem Vorsitz des Vize- Präsidenten ׳' Herrn Sälömon ד Aschkenazy, eine Trauer- Sitzung des Aguda-Vorstandes statt, bei welcher die Herren Hersch Preminger, ,David Seidmann und Isidor Frommer mit ergreifenden Worten den unersetzlichen Verlust, den das orthodoxe, und. ganz besonders das Wiener Judentum durch den Heimgang des großen Zaddik erlitten hat, schilderten. Beth-Jakob-Schule. Die Wiener ■Beth-Jakob-Schule hat. ihren Lehrbetrieb wieder auf genommen• Jüdische Eltern, die ihre Töchter im Geiste unserer heiligen,Thora erziehen wollen, werden hiemit eingeladen, ihr Kinder in diese unter hervorragender Leitung stehende Schule zu schicken. In drei Abteilungen werden.sämtliche Gegenstände des jüdischen Wissens unterrichtet,;.!Der•.■;letzte Termin für die Einschreibungen ist Montagr denv2i.-,Oktober. Auskünfte erteilt, das Sekretariat, .Wien H., ,Malzgasse 12 a, Telephon A-46-0-15. /״ Sekundenaktion. Bei der Verlosung der Sekundenscheine entfielen drei Erez-Jisroel-Reisen auf Deutschland, und ׳zwar auf die Herren Justin Adl er, Urspringen, S. Heidingsf e 1 d, Frankfurt a. M. und, S. R e i.c h, Berlin. Auf die Tschechoslowakei entfielen, zwei Erez- Jisroel-Reisen, die von den Herren. Awrohom , P o rg e s, Topolcany und Simon Friedmann, Lipiany, gewonnen wurden. (Siehe Bericht im tschechoslowakischen Teil der heutigen Ausgabe.) Auf die in Oesterreich verkauften Sekundenscheine entfiel diesmal keine Reise. Hoffentlich werden wir im nächsten Jahr mehr Glück haben. Berichte über die auf Polen und .Jugoslawien' entfallenden Reisen sind noch ausständig und werden in der nächsten Nummer bekanntgegeben werden. Die Beth-Jakob-Lehrerinnehbildungsanistalt in Wien. Die Wiener Beth-Jakob-Zentralanstalt kann heute auf fünf Jahre segensreicher Arbeit zürückblicken. Am Schlüsse des zehnten Halbjahres, im vergangenen Sommer, plante man, eine ׳schlichte Jubiläumsfeier zu begehen. Das Fest verwandelte sich in Trauer. Das Ableben ihres Gründers, des Herrn .Dr, Leo Deutschländer s. z. 1., hat auch dieser Anstalt Schmerz und Trauer gebracht. Doch der letzte Wunsch des Verblichenen, daß das Werk erhalten bleibe, wird beider Wiener. Zentralanstalt mit G-ttes Hilfe in Erfüllung gehen. Herr Rabbiner Dr. Pollak, der bisherige Direktor der Anstalt, wird weiter, trotz aller finanziellen Schwierigkeiten, die Leitung beibehalten, und die bisherigen Dozentinnen, Frau Resi Deutsch länder und Fräulein/Eva Landsberg, werden ihre Tätigkeit an der Anstalt fortsetzen. Auch die . Anmeldungen sind recht zahlreich und berechtigen zu der Hoffnung, daß' die Anstalt ihre vornehmste Aufgabe, Beth-Jakob-Lehrerinnen für die Donauländer heranzubilden, in vollem Maße wird erfüllen können, Das Wintersemester beginnt Montag,.־ den 28. Oktober, Rosch-Chodesch Cheschwan, Tragischer Todesfall am Jom Kippur Beim Minjan des Vereines ״Bne Osch er“ in Wien, H״ Malzgasse 2, kam es am Jom Kippur zu einem itragiischen Vorfall, der ׳großes Aufsehen erregte. Der Vorbeter, Herr Israel Mordche K e st enibaum, erlitt während des Musaf-Gebetes einen Herzschlag, dem er in ■wenigen• Minuten erlag. Die sofort toerbeigerufenen Aerzte konnten nur mehr den erfolgten ■Eintritt des Todes feststellen. .Die ׳Lewajoh, ■bei der ße, Ehrwürden Herr Rabbiner 1Schenk einen ■ergreifenden; Hesped hielt, fand unter Teilnahme vieler hunderter Menschen am Dienstag statt. Der Verstorbene hat ein Alter von 5ü* Jahren erreicht. חנאג׳ח 1 t

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