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Jüdische Presse · 1935-10-11 · 40 (11.10.1935) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
40 (11.10.1935)
Date
1935-10-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite:«. JÜDISCHE PRESSE Nr. 40 Bai Ergebnis der Sekunden-Aktion Zwei Beiseii fallen auf die C. S. R. Programmgemäß Würde die Sekunden-Aktion am Dienstag, den 26. Elul, abgeschlossen. Das Endergebnis zeigt, daß man hierzulande sehr schön gearbeitet hat. Einige Ortschaften haben sich sogar über alle Erwartungen ausgezeichnet. Eine gutorganisierte Kommission leitete die Propaganda im ganzen Lande und der Erfolg blieb nicht aus. Insgesamt wurden 4845 Sekundenscheine abgesetzt, gegenüber 2016 im Vorjahre. An der ganzen Aktion beteiligten sich 94 Jugendgruppen und Ortschaften. Es wurden in Bratislava 606, Bardejov 60, Berehovo 50, öuz 100, Chust 91, Dun. Streda 108, Galanta 440, KeZmarok 92, Komarno 75, Koäice 95, Lipiany 80, Luöenec 80, Mukaöevo 57, Medzilaborce 50, Nitra 255, PieStany 80, Preäov 143, Pezinok 50, Rachov 50, Senec 60, äalan 78, Sahy 60, Topolöany 200, Taöovo 55, Trttava 135, Novö Zämky 60, Vrbovö 60 Sekundenscheine verkauft. Hier sind Gruppen, die weniger als 50 Scheine verkauft haben, nicht angegeben. Bei der stattgefundenen Verlesung der Namen entfielen auf die Tschechoslowakei zwei Gewinne. Diese erhielten die Herren Aladär P o rges, Topolöany (Mitarbeiter der ״Jüdischen Presse“ — Red.), mit Nr. 8496 und Simon Friedmann, Lipiany, mit Nr. 9740. Der bedeutende Erfolg dieser Aktion beweist, wie weit schon der agudistische Gedanke durchgedrungen ist, und läßt hoffen, daß bei weiterer guter Arbeit noch vieles erreicht werden wird. Der Ertrag der Aktion wird seinem. Zwecke — der Aufbauarbeit in Erez Jisroel — zugeführt. Der Weg zur Beth-Jakob-Lehrerin Aus dem Brief einer Tante an ihre Nichte Nach den Aufsätzen, die wir in den letzten Wochen über jüdische Erziehungs- Probleme veröffentlicht haben, bringen wir heute einen gelungenen ״Privatbrief“, dessen Lektüre wir den jüdischen Mädchen und Frauen nur angelegentlichst empfehlen können.ך—Die.Redaktion. .. Und jetzt, mein liebes Kind, wollen wir auf das Hauptthema Deines Briefes eingehen. Du schreibst, daß Ddtöjne Bet.h ־ J ako b- Lehr er in werden willst und erJcldrM )7hir ganz genau, was eine Betfi-Jakob- Lehrerin ist, 'damit ibh, Deine alte Tante, sicherlich auch begreifen soll, ,was Du ,eigentlich vor hast. Ich muß Dir gestehen, mein liebes Kind, daß ich auch ohne Deine Ausführungen über Beth Jakob ziemlich'versiert bin... ■ .... Du... schreibst mir, Du warst vin& Vorzugs- Schülerin im Religionsimterricht, hast eine besondere Vorliebe für jüdische Gegenstände und verstehst es, gut mit Kindern :umzugehen. Du glaubst also, daß eben der Beruf einer Beth-Jakob-Lelirerin für Dich geeignet wäre. ... Alte Frauen haben viele Befürchtungen, sie sagen׳ gerne ״nein". Nunt auch ich möchte gern nein sagen. Zwar habe ich nichts gegen Beth Jakob einzuwenden und gegen den Beruf einer Beth-Jakob-Lehrerin schon ׳ ganz bestimmt nicht. Doch, Du mußt mir entschuldigen, iöh liehe etwas, was man heute ״Jüdisches Volk" oder ״Judentum" nennt und früher ganz einfach ״Jisroel" nannte. Und ich fürchte, daß, wenn Mädchen, nur um einen ״Beruf" zu ergreifen, Beth-Jakob- Lehrerinnen werden, dies dem Judentum wenig Nutzen bringen wird. Ich muß Dir gestehen, ich habe einige Artikel von Frau Sara Sclienirer s. A. gelesen. Diese Artikel haben auf mich besonderen. Eindruck gemacht. Und wenn eine Beth-Jako b-Lehrhrin so aus innerer Berufung mit diesem heiligen Eifer und völliger Selbst- Verleugnung im Dienste der jüdischen Sache steht, das hat besonderen Wert für das Judentum. Doch wenn jemand eine Beth-Jakob-Lehrerin wird, weil ihr die jüdischen Gegenstände besser gefallen^ als Englisch oder Französisch,. wenn man Beth-Jakob-Lehrerin wird . wie man Tippfräulein, Näherin oder Modistin wird/ dies schadet nach meiner Ansicht dem Judentum wie der Beth-Jakob-Bewegung... ... Nach 'Frau Schenirers Artikel habe ich mich Träumereien hingegeben und an meine Jugendzeit gedacht. Wir hatten noch sehr wenig Jüdisch gelernt. Einige Brochos, Beten und Jüdisch schreiben; das war alles. Doch zu Hause, da hörten wir vom Vater die herrlichen Midroschim, wir lasen ausschließlich jüdische Schriften, da erzählte uns unsere gute Mutter von ihrem Eltern- und Großelternhaus, da. sahen unr, mit welch einer Be- NetiiäfrfgWuftsahe des Gouverneurs . von P. K. R. Anläßlich des Rosch-Haschonoh-Festes erließ der Gouverneur von.P. K. R., Konstantin H r a ä r, folgende Botschaft an die Judenschaft in P. K. R.:. ״Mit Freude ergreife ich die Gelegenheit, anläßlich des jüdischen Neujahrfestes den jüdischen .Bewohnern von P. K. R. meine güten Wünsche und wiederholt meine Hochschätzüng dem Judentum gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Ich wünsche vom Herzen, daß das neue Jahr der Judenschaft in P. K. R. und den Juden in der ganzen Republik sorgenlose und bessere Tage bringe. Mit dem neuen Jahr möge eine neue, bessere Zeit für das Judentum kommen und gleichsam möge auch der Friede in den jüdischen Häusern und Gemeinden einziehen." ׳ Die Botschaft wurde in P. K. R. Wie auch in der ganzen Republik mit großer Freude aufgenommen und die Judenschaft in P. K. R. wird es nie vergessen, daß sich in einer Zeit, wo Judenverfolgungen und -unterdrückungen in einem Nachbarstaat als Heldentaten bezeichnet Und belohnt werdender Gouverneur von P. K. R. diese edlen Worte an das Judentum richtet. Hochzeiten and Festlichkeiten arrangiert billig und elegant NAGEL, Wien ll, Prnterstr. 33 Unter Aufsicht des Babbinats der Adas-Jisroel-Schiffschul dachtsamkeit unsere Mutter jede Kleinigkeit ausführte, wenn es nur irgendwie mit Religion in Zusammenhang war. Und alles, ihr ganzes Tun und Lassen, war mit der Religion und dem Glauben eng verbunden. Mit welch einer Inbrunst sie am Freitagabend die Lichter entzündete} mit welch einer Freiide sie Chalo nahm und mit welcher Bereitwilligkeit sie den letzten Bissen mit dem armen jüdischen Bruder teilte... Ich sah, daß auch dis Nachbarinnen meiner Eltern die Mizwohs mit der selben Freude ausübten. Weniger■ die Lehren, aber mehr die Handlungen der Einzelmenschen sowie der Massen waren jüdisch. Ohne vielleicht den richtigen Sinn der Worte zu verstehen, rein gefühlsmäßig, ist Thillim im Munde meiner teuren Muitter lebendig geworden. Die Klagen Davids waren ihre Klagen, seine Loblieder die ihrigen. ...Ich wäre gerne .Beth-Jakob-Lehrerin geworden, wenn es seinerzeit schom״so etwas gegeben hätte} doch es war nicht so. Viel ist' schon von diesen Kindheitserlebnissen verschwommen} in Frau Schenirers Artikel sind nun all diese Erinnerungen erwacht, und ich glaube, daß eine Beth-Jäkob-Lehrerin, eine ,Lehrerin,, die die jüdische Mädchen j.ü d iys.ic.E leb eAn, lehren will, so sein müßte löie meine Mutter. Da dürfte es nicht einen Unterschied geben. zwischen■ Unterrichtszeit und Ferien. Es dürfte kein Gegensatz^zwischen Handlung und Lehre geben. Alle Zeit, je de Handlung, jeder Gedanke müßte im Sinne der Lehre vollbracht werden. Es dürfte nicht der Fall sein, daß man sich etwas erlaubt, was man anderen verbietet, und dies nur deshalb, weil man sich sagt: ״Schließlich ist. dip Zeit, meiner Berufsausübung vorüber und ich bin audh Mensch." Nein, nicht auch Mens ch soll man, sein,'^sondern n u r Mensch und man soll bestrebt sein, sich fortwährend als Mensch zu vervollkommnen. ... Deshalb, liebes Kind, möchte ich Dir sagen — und sagen, nur weil Du mich befragt hast — werde n u r dann Beth-Jakob-Lehrerin, wenn an Dich die heilige B e r u fu n g herangetreten ist, Deinen Schwestern zu . helfen, im Sinne der heiligen Ueberlieferung zu leben. Werde Beth-Jakob-Lehrerin nur dann, wenn Du gewillt bist, unter . Aufopferung׳'׳ 'Deines eigenen Ichs und mit Einsatz Deiner ganzen Persönlichkeit, der heiligen Sache zu dienen, in der ■Du führend, leitend und helfend lehren und arbeiten sollst. Führen, Deine Schwestern, die sich ■Dir im ■Vertrauen anschließen, sie leiten, damit sie den richtigen Weg der jüdischen Frau, der jüdischen Mutter nicht verlieren, ihnen helfen, damit sie gegen den tobenden Zeitgeist bestehen können. Sie lehren, .wie .man G-ttes heilige Gebote zu erfüllen hat, wie man nach Erfüllung solcher Gebote streben soll. Und tun, allen voran, was Du als jüdische Tochter, als jüdische Frau, als Mensch und als verantwortliche Lehrerin und Wegweiserin dieser Jugend tun mußt. Fühlst Du in Dir diese Stärke, dann werde Beth-Jakob-Lehrerin!. .. Deine Tante." Juwelen Uhren, Gold- und Sübefwaren, msbesondere יב5י SederscMssel, Metiofas, Leuchter üfld Bestecke in großer Auswahl, kttch Qelegenheitskaufe, stets vorrätig II« thliHtfiS• 14 Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei f»Hiltp|» Langer, Friseur, H, Fränz-Hochedlinger-Qasse 25 I i כשר en gros SAUERKRAUT II., Haidgasse 5, Tel. A-48-3-49. כשר en detail Suche Religionslehrer, der הומש, דשי׳ ומשניות unterrichten und auch slowakisch-deutsche Schulnachhilfe für Kinder leisten kann. Gehalt: Verpflegung und Kö 150.— monatlich. Josef Berger, Radvan n/O. tfHnnrHPH arnold weis$ fc) Vf H £4 U % II C 11 Bratislava, Streleckä 17 Tag -E O V) H Oktober 1 דף יומי משנה יומית Kalendarium בבא בחרא עדיות משנה פרק 1 Freitag 14 11 פח א א ערב .סוכות Samstag 15 12 פט ב . » א׳ רטובות. Sonntag 16 J3 צ ג ב׳ ״ Montag 17 14 צא ד מ א׳ דחו.ה*מ Dienstag 18 15 צב ה י« - .זי Mittwoch 19 16 צ: ו מ ג׳ מ Donnerst. 20 17 צד ז » ד׳ " Freitag 21 18 צד. ח הושענה רבה Samstag 22 19 צו ט זז שמיני עצרת, מזכיר נשמות Sonntag 23 20 צז י. זז שמחת חורה Moniag 24 21 צח יא מ אסרו ה: Dienstag 25 2- יצט יב זז Mittwoch 26 23 לו י: זז 'Donnerst. 27 24 קא יד זז Freitag 28 25 קב א .ב . Samstag׳ 29?0 קג כ זז ם׳ בראשית, מבודח, ברכי נפשי Gebetzeiten סוכרת 'W 1 EH BRATISLAVA :Uhr Min. Uhr Min. 5 15 5 10 הנחת תפלין בשעת הדחק . . . . . . . ■ 8 10 8 10 פוף זמן קריאת שמע של שהריח . . . .■ 5 05 5 00 בשבח: קבלת שבת קודש (מנהר. בעש׳ק) . 6 45 7 00 השכמה . . . . . 9 30 9 30 שהריח .. 4 00 4 00 5 55 5 50 מעריב במש־ק ובמויויט ...... 6 00 6 15 בחול: שהריח י.. . . . 5 45 5 45 השכמה בהוש־ר . . . . 5 15 5 30 נזנהח ומעריב. ... . . . . שמיני, ^ציתושמחת תויה 5 25 5 2U ה:חת חפילין בשעת הדחק . . . . . . . 8 15 8 15. סוף זמן •קריאת שמע של שהרית ... . . 4 55 4 45 בשבת: קבלה ־שבת קודש כמנחה בעש*ק) . 6 45 7 10 השכמה. 9 30 9 30 4 00 4 00 . מנחה. .... 5 45 5 35 מעריב במוש־ק .ובמוירט . .... 6 00 6 00 בחול: שהריח . ... .. 5 00 5 15 מנחה: . .;. ... . . . Betriebe, die der Aatsicht der Adas-Jisroet-Schiffschul unterstehen: Fleischverschleißstellen: Eckerling Markus, IX., Liechtensteinstraße 117. Fischer Bela. VI., Schmalzhofgasse 19. Fischer Gabriel, II., Große Schiffgasse 11. Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. * Friedmann Samuel, X., Humboldtgasse 15. * Hönigsbeer Emanuel, II., Franz־Hochedlinger־G. 23. Brüder Stadler, II., Im Werd 3. * Stern Josef, II., Große Schiffgasse 6. * Auch Wurst- und Selchwaren werden verschleißt. Geflügelhandlungen: (Aufsicht nur für ungeteilte, mit Plombe versehene Stücke.) Deutsch Heinrich, II., Franz-Hochedlinger-Gasse 10. Eckerling Markus, IX., Xiechtensteinstraße 117. Fischer Bela, VI., Schmalzhofgasse 19. Friclmaim Meschulem, II., Große Schiffgasse 6. Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. Friedmami Samuel, X., Humboldtgasse 15, Kaufmann Lazar, 11,, Große Schiffgasse 18. Koppel Ettel, IX., Säulengasse IQ, . Schlesinger Emanuel, II., Große'Schiitfgasse 5, Schreiber Benjamin (Wienea) ,nur II., Ob. Donaustraße 91. Gastwirtschaften und Selchwarenverschleißstellen: Deutsch Johanna (Milch-Trink- und Speisehalle), II., Herminengasse 10. Eisen & Hönigsber, Selchwarenfabrik, III., Raben-, gasse 13. Eisen & Hönigsber, II., Haidgasse 5. Nagel's Selchwaren-Restaurant, II., Praterstraße 33. Fischer Gabriel, II., Große Schiffgasse 16, Fischer Gabriel, II״ Kleine Sperlgasse 7. Schiffmann David, II., Holiandstraße 16, Schreiber Benjamin (Wienea), II., Obere Donaustraße 91. Weldler Hermann, II.. Floßgasse 9, Konditoreien und Bäckereien: Lederer & Kohn, II., Holiandstraße 7, und II., Große Schiffgasse 16. Pomeranz Abraham ,Leib, II.,' Herminengasse 13, ׳ und II., Floßgasse 9. Weiß Karl Koppel, II., Franz-Hochedlinger-Gasse 24, Betrieb Floßgasse 9. ׳ Milch: ״ Verschleißstelle der Adas Jisroel, II., Haidgasse 5 (Leiterin Klara Brunner), Ferner wird mitgeteüt, d^ß die nachfolgenden Firmen ebenfalls Milch aus der unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates stehenden Molkerei der Firma S. & G. P i s k beziehen. Der Verkauf von Milch und ebenso anderen Nahrungs- und Genußmitteln in diesen Betrieben wird jedoch vom Rabbipate der Adas Jisroel (Schiffschul) nicht beaufsichtigt und nicht kontrolliert: : Diamant Samuel, II., Große Schiffgasse IQ, , Johanna Hirschler, verehl. Mandl, VI.,' Sebmalzhofgasse 19. Jeruchem Ohaje, II., Kleine Pfarrgasse 13, . Eiohler Bernhard, II״ Haidgasse 14, , Lanner B. S., II., Große Schiffgasse 5, Schjscha David, II״ Rembrandtstraße 19, >! Schischa Leopold, II.. Krummbaumgasse 1.; ₪IIII.JJlll.llllLL.Ü.m. ,— י ■MM ■H<IN'-I 1■ . .Hl I. II I 1LU .1 .. -ILM L ÜWWI«W>ÜU. li U) IUI I J I1.I..IU■ Eigentümer, Herausgeber und Verleger:‘David Tüfkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, II., Malzgasse 12 a. י״-Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, II., Franz? Hochedlinger-Gasse 2, — Druck ז Druckerei- und Verlags- A.-G. Ig. Steinmann, Wien, IX-, Universitätsstraße 6—8,

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