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Jüdische Presse · 1935-10-11 · 40 (11.10.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
40 (11.10.1935)
Date
1935-10-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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mmmmaäMa /mmätfptmae m;46 grtragen Wrtden müi&v ,die keiriertei Vorteileaus diesem •■---•• •. .׳.. * ־ :־'*. ■:.-׳־,■v-;',.׳, ■׳:״■"', ,SÜÖtP>alÄk!eft ja auch noch iri Betracht zu . Öb «MCI־ den augenblicklichen VerhältvftfiMt־.d3^ pf^ierung öMen neuen Steuer überhaupt zweck- •.^1ä^ig.t1Wd^ZU rechtfertigen sei, doch, .war. es der Aguda '׳fi4ttitf^ittftB \t1brersi; um die Betonung der. prinzipiellen! Frage der Öleichberebhügung der orthodoxen Erziehungs- Institutionen zu tun, und die Agudas Jisroel ist auch ih : dieser .Frage von dem Weg nicht abgewichen, dort wo es möglich ist,;ein Einverständnis mit den anderen Teilen Mes jüdischen JischuW herbeizuführen. (,Anmerkung der!Redaktion: Wir körinten inzwischen bereits melden, daß der Plan der Einführung einer ErziehungSsteüer aufgegeben würde.) Dut Kampf gegen die Mission!Dieses traurige Kapitel hat an Bedeutung noch Weiter .zugenommen, Die Zahl der jüdischen Kinder, die die Missionsschulen besuchen, hat sich im abgelaufenen Jahr erschreckend vergrößert. ' Die Führer der Agudas Jisroel bemühen sich seit Jahren, jüdische Kinder aus den Fangarmen der Missionsschulen zu befreien, und mit bewundernswerter Auf- Opferung sorgt die Aguda für die Erziehung dieser armeu ,und verlassenen Kinder. Auch der Waad Leumi bemüht sich in dieser Hinsicht, doch ist es verständlich, daß es bedeutender Mittel bedarf, um den der Mission entrissenen Kindern eine ..jüdische Erziehung angedeihen zu ' lassen.-;r; ,׳:; <^׳; ן’ * * ־ ־־ ■■'fji •׳ Der Board oftD.ep u tTe s M pondon; erkannte seJhf richtig die Tragweite dieäes Pr.bbferiii; und r die . Not- Wendigkeit, durch ausreichende materielle "■tlnferstützüög einen durchgreifenden ^Erfolg der jüdlächeri Arbeit’ auf. diesem Gebiete zu gewährleisten. Der Board of Deputies forderte eine Zusammenarbeit des Waad Leumi und der Agudas Jisroel auf diesem "Gebiete. Und Wenn auch die׳» Erziehungsfrage im allgemeinen bisher wie eine trennende Wand zwischen dem Waad Leumi und der Agudas Jisroel stand, konnte doch* in. dendejtZten; Tagen des abgelaufenen Jahres ein Einvernehmen e^Zielt Werden, Welches den durch die Agudas Jisroel geretteten Kindern eine orthodox-jüdische Erziehung zUäI6hert. (Fortsetzung folgt.) , Bevor Sie X Radio, l.usler,:’<irammophone i Glühlampen, Elektromaterial j kaufen, holen Sie Offerte ein bei z IGNAZ GRÜNWALD j Wien II, Glockengasse 13 Telephon R-48-1-75-!. $ Kostenlose Vorführung,, günstige Ratenzahlung, lausch geeen ♦ modernste Typen Vertreter gesucht , J M » Aufruf der Arbeitsgemeinschaft der westeuropäischen Landesorganisationen der Agudas Jisroel Der Westeuropäische Verband1 der Agudas Jisroel ist gegründet. Er umfaßt die Länder Belgien, England, Frankreich, Holland, ׳Schweiz und Skandinavien und wird von London aus geleitet. ■•:.׳■״■ Mit'seiner Gründung soll der Versuch unternommen werden, neben den anderen ,׳Zentralstellen, die durch! die; Ungunst der Verhältnisse in ihrer Tätigkeit gehemmt und in ihrer Entwicklungsmöglichkeit gehindert sind, einen weiteren Mittelpunkt der Weltorganisation zu schaffen. Wir rufen Zur Mitarbeit auf! Unsere Aufgaben: 1. Ausbau und Aufbau der Agudahi-Arbeit in den Ländern des Verbandes, gemeinsam mit den jeweiligen׳ Landesorganisationen. 2. Erez Jisroel, Limud Hathora, Jugenderziehung und Sozialarbeit. Thora, Volk und Land List, unser Motto., 3.: Zusammenschluß ,der einzelnen Landesorganisationen durch Gedankenaustausch und persönliche :-Fühlungnahme. 4. Gemeinschaftsarbeit der Länder , des .Verbandes für die Zwecke und Ziele der Landesorganisationen. Brüder und Schwestern!!Seht die Feuerzeichen der Zeit. Israel in Verzweiflung. Unser Volk auf der Wanderschaft, vertrieben-und verfolgt. ■; Versagt nicht. in der Stunde der Not! Erhebt das Ende des siebenten Jahrhunderts des sechsten Jahrtausends zu einem Ruhmesblatt der jüdischen ,.Geschichte. Daß man einstmals von ihm sagen׳ werde, wie sich das jüdische .Volk׳in seiner Schicksalsstunde bewährt habe.!!. . ‘ H. A. Goodman, London;’ Rabbi Dr. E. Munk, ׳London; Rabbi Dr.‘‘ Schönfeld, London; Hermann■ ■"׳1'•׳ . . Schwab, London; Rabbi A. TvVerski, London; Oberrabbiner Hirsch,!Zwqlle,; Dr. T. Lewenstein, Zürich; " , 1 .־ י׳Oberrabbirier iRottenberg, Antwerpen; Rabbiner W. S. Jacobson, Kopenhagen; Maitre Mueller, Paris. ' Schluß der '׳ ך• < j . ■I ,y - ״ ■ ■ ■ ־ '־ , * ' Länderberichte ♦ /♦. :♦ 7י «זי»* * f.׳ '■&%> VÄS.VV.!England . Das vergangene Jahr hat für die englische Judenheit nichts ,Neues gebrächt. Die englischen Juden, die ein':freies und sorgenloses Dasein führen, leben jahrein, jahraus ein' Leben der Indifferenz und Gleichg.ü ltigkeit, soweit religiöse Probleme in Frage kommen. Dieser Zustand, dör bei einer ungestörten Weiterentwicklung in einer völligen religiösen Entfremdung münden muß, ist bedenklich in •höchstem Maße, und ich möchte daran zweifeln, ob die‘ zuständigen Führer der ״United Synagoge“ sich des Ernstes der Situation bewußt sind oder vielmehr — bewußt sein;w 011 e n! ׳.Während die ältere!Generation trotz einer, man möchte beinahe sagen, bewunderungswerten. Ignoranz!noch ״religiös“ zu sein sich bemüht, ist die Gleichgültig- keit der sich immer mehr anglesief enden Ju gen d.'religiösen Dingen gegenüber eine beinahe hundertprozentige. ,‘-Wohl sind die politischen׳ Geschehnisse in ׳ d e!u ts c h 1 and und die maßlose wirtschaftliche -Verelendung der jüdischen Massen in Pol e n Faktoren, die zweifellos' stark ״auf das Gemüt der englischen Judenheit eingewirkt und, ihr die Aktualität »׳des Judenproblems in all seinen Aspekten zum Bewußtsein gebracht haben. Aber den rabbinischen ■ Führern ist es dennoch nicht gelungen, diese traurige ,Situation zur Verbreitung von Thorageist.und Mussar zu verwerten. Allein den .Zi.o.nisten ‘blieb es Vorbehalten, mit Hilfe einer meisterhaft!geführten Organisation (von der auch wir!•etwas lernen könnten!) Kapital aus der jetzigen Notlage der vWeltjuderiheit .zu. schlagen. Indessen gewinnt für uns Orthodoxen die Frage immer mehr an Aktualität: Was soll aus Englands Juden wer d.e n? Es ist diese Frage, die den Anlaß gibt zu starken Meinungsverschiedenheiten zwischen der unter der obersten geistigen Leitung von Chief Rabbi Dr. J. H. Hertz stehenden Hauptgemeinde ״United Synagogue״*) und der ״Union of Orthodox Congregations“. Diese letztere Körperschaft wurde im Jahre 1924 ge־* gründet und besteht aus zehn!Synagogen, deren Mitgliederzahl zusammen ungefähr 2000 ergibt. Die streng orthodoxe ״Union“, deren rühriger Vox*- «sitzender der bekannte Londoner Arzt und!Stadtverordnete Dr. Bernard Homa ist, behauptet, daß die offizielle; Hauptgemeinde nicht mehr das wahre orthodoxe Judentum darstelle und nicht imstande sei, den äußerst niedrigen religiösen Standard der englischen Juden zu heben. Sie vertritt weiter den Standpunkt, daß das Bes Din der Gemeinde nicht auf dem Fundament des Schulchan Aruch basiere und sich somit das Recht verwirkt hätte, von der Orthodoxie als kompetent anerkannt zu werden. In dem Bestreben, einen unnötigen Kampf innerhalb des englisch-jüdischen Lagers zu verhüten, hat sie der ״United Synagogue“ einen Burgfrieden an- , geböten, - unter der Bedingung׳, daß eine Umorgani- . sierung 4 e.s BesDin durchgeführt wird, Man wollte ׳in׳ dem Bes'Din ein überparteiliches, von allen Kreisen anerkanntes; jüdisch-geistiges Zentrum besitzen, von dem . eine:Renaissance der englischen Judenheit ausgehen sollte. Nach dem Vorschläge der ״Union“ sollte sich das '*) Der genaue Name' läutet; ״United Hebrew Con- «gregations of the.British Empire“. neuzubildende Bes Diri aüs rabbinischen Vertretern aller orthodoxen Gemeinden' zusammensetzen und sowohl, in seiner Zusammensetzung' alsf auch :in seiner Beschluß kraft in Unabhängigkeit stehen dem unreligiösen Vorstand , der ״United Synagogue“ gegenüber. Man war auch bereit, Chief Rabbi , Dr. Hertz als Haupt, des , . Ben! Din anzuerkennen, doch soilte *ihm' das Recht, Entscheidungen gegen die Mehrheit ddf״Stimmen des Bes Din zu treffen; nicht zustehen. ' 1: . ( Die Verhandlungen führten zu keinem Ziel und der Vorschlag wurde von der ״United Synagogue“ vollkommen׳ abgelehnt. Somit fiel jede Möglichkeit einer Einigüng endgültig ins Wasser. Was aus den ־religiösen Belangen der englischen Juden werden soll, weißlich nicht. So viel mir bekannt׳ ist, verfügen weder Chief Rabbi Dr. Hertz noch sein Gegner Dr. Bernard Homa im! Augenblick über Pläne, deren Realisierung die jetzt vorhandene widerliche Lethargie ibe- Zeitigen könnte. ״ Die Situation ist über eine unerhört ernste und es wäre aufrichtig zu hoffen, daß alle Führer der englischen Judenheit im neuen Jahre stärker als bisher sich der vielen verantwortungsvollen, vitalen Aufgaben, die ihrer harren, bewußt werden. Es ist höchste, ja allerhöchste Zeit! i Edgar M. Sternג London. . In den letzten Mqpaten ׳des abgelaufenen ■Jahres ist dais polnische Judentum unter dem Zeichen der S e j m- und Senats■w׳a hl,׳e n,, gestanden, die zum ersten Male auf Grund eines n.e u en. Wahlgesetzes!stattfanden. Die Agudas Jisroel h׳afctqvs'igb;alle Mühe ■gegeben, eine vere i n i ׳g!t e j ü ■d i.s c ih e ,!W a h 1 f r o n 1t zu schaffen und auch von Regierungsseitig wurde der. Wunsch geäußert, eine Vereinigung aller , jüdischen Parteien herbeizuführen. Leider sind aber alle Emjgungsyersuche an der unverantwörtlichen und intransigenten Haltung der Zionisten und insbesondere des M!i;srachi gescheitert. Das Resultat dieser zionistischen Quertreibereien war schließlich vorauszusehen: Statt 6 Mandaten, die eine vereinigte jüdische Liste' hätte erringen können, sind nur 4 Abgeordnete gewählt ׳:worden; unter ihnen als einziger Agudist der Pi’äsident• ,der Lodzer Kultusgemeinde, L. Minzberg,■ der unter!:den jüdischen Kandidaten einen Rekord an abgegebenen!Stimmen, erzielt hat. 18,000, Stirnmen konnte er auf sich vereinigen, während bereits 10,000 Stimmen für die Erlangung des Mandats genügt hätten. In den Senat ■würde vom Präsidenten der Republik als Vertreter der!Agudah Herr Jakob Tr’ock e nheim berufen. Senator ■Trockenheim erfreut• sich als langjähriger. Mitarbeiter in führender Position der ■Agudas Jisroel, als Vorsitzender des Rates der Warschauer Kultusgemeinde und Mitglied des Stadtrates größter Sympathien. Die Hauptarbeit der Aguda in Polen konzentriert sich auf die Arbeit für E r e z J i s r 0 e 1. In der letzten Zeit hat auch die T o u r-i s't e n - B e weg u n g nach dem / Richtigstellung, Diesmal ist dem Druckfehlerteufel .ein offensichtlicher Lapsus unterlaufen. In der Ufeberschrift desvorwöchigen Artikels des Herrn Rabbiners Ph. Fischer, Särospatak;i. hat. es; natürlich richtig heißen müssen:״ ״Gedanken .ans einer Mischnah in ״JiO.ma“ für. Jom Kippur“.. Heiügeä Lariäe in agüdistiaeheii Krtisen stafke . Belebung erfahren. R£Sbaaotidara1)^»׳d׳.dh ״.ikä£1l!^0iie׳.'׳G€rfar öhäsrsiditördie ihremNRähfci. ääeh Ertsz Jiaröei fuhren. %h agudistisehen Fünktionären Weilen augenblicklich der Generalsekretär der Efez-Jisroel-&entrale,; Herr Meier Alter, und Bankdirektor Safran in;;Erez Jisroel, wo i sie die Gründung einer Agüdah-Bank irorbereiten und sich mit den Problemen der Ansiedlung strenggläubiger Glaubensgenossen befassen. Das orthodoxe Lehrerseminar in Warschau konnte jüngst seine ersten Absolventen entlassen. Die Verteilung der Lehrer-Diplome erfolgte im Rahmen einer gelungenen Feier, Herr A. Z. Friedmann gedachte in seinem überaus instruktiven Referat des Heimganges des Direktors der Keren-Hathora-Zentrale, Dr. Deutschländer s. Z. 1., der sich um das Warschauer Lehrer-Seminar sehr bemüht hatte. , Mittel S eidmann, Warschau. Agudistischer Bödenbesitz vor einem Verlust gerettet Im Jahre 1925 hatte der Leiter der P a 1 ä s t i n a- Zentrale der Agudas Jisroel, Dr. S. Ehrmami, eine Bodenfläche von 15.000 ׳Dunam■ in Obergaliläa (Ölam und Madhar) für die Agudah zu Siedlungszwecken erworben. Eine restliche Summe von 25.000 Pfund, die sich durch Verzinsung usw. inzwischen auf 40.000 Pf. St; erhöht hat, konnte jedoch nicht geleistet werden und ■der Boden sollte in den!Besitz einer :Bank in . Damaskus , übergeheri. Im letzten Augenblick aber _ griffen dank der Tätigkeit des agudistisehen Rechtsanwaltes Dr. iBuxbaum ■die Ge- Seilschaft ״Jibaneh" und Lord Melchett ein und lösten den Boden aus. Es wird nun eine zu dem Boden führende Chaussee angelegt. Senator Oscher Mendelsohn זצ״ל In der Nacht nach Rosch Haschonoh verschied im Kurort Otwoök bei Warschau im Alter von 62 Jahren Senator Oscher Mendelsohn s. Z. 1. Der Verstorbene war einer der ersten Führer der polnischen Aguda, der mit. seltenem. Messiras Nefesch für die Interessen des . Klall, kämpfte. Darüber hinaus stand Senator׳ Mendelsohn, der zu den vornehmsten Persönlichkeiten des polriischeh Judentums zählte, jedem einzelnen der ־ zahlreichen Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Einer angesehenen Warschauer jüdischen Familie entstammend-sein ■Großvater war Oberrabbiner von Warschau — betätigte er sich schon in der Jugend in der Klall-Arbeit. Bei der Gründung der agudistisehen Welt- Organisation wirkte der Verstorbene in hervorragender Weise mit. Besonders war der Aufschwung der Aguda in Lodz, der zweitgrößten Kehilloh in Polen, wo Senator Mendelsohn früher wohnte und bis zu. seiner Upbersiedlung nach Warschau Vorsitzender des Rates der. Kehilloh war, ihm zu danken. ד Senator Mendelsohn gehörte eine Reihe von Jahren dem ׳polnischen ׳Sejm-und •die letzten Jahre dem polnischen Senat an. Im letzten Senat war er der einzige jüdische Vertreter und stand auch bei den Nichtjuden in großem Ansehen, was insbesondere in seiner Wahl in das Prä- ,׳siäium• des •Senats Ausdruck fand. Seine Beliebtheit und die ־ große •Aohtung, die er in den höchsten Regierungskreisen - genoß, ermöglichten' es ihm, ׳, fiir die.׳Belange;.der 1 ‘Orthödökie^ erfolgreich׳ zu ׳,intervenieren, r. Senator,, Mendel- ■׳sÄhh^veinächlässigtei'die!Klall-Arbeit.״^ auch nicht, nach- ,dem seine' Gesundheit •angegriffen war,, trotz .dem drin- : genden Anraten der Aerzte, sich größte Schonung aufzxlerlegen. Das Ableben dieser seltenen Persönlichkeit wird in .der Orthodoxie und im gesamten Judentum Polens eine unersetzliche Lücke hinterlassen. Die Lewajoh fand. am Dienstag früh von Otwoök aus statt; wo der dortige Oberrabbiner .׳Sehmann in der überfüllten Synagoge einen ergreifenden Hesped hielt. Mittels'Xuto wurde der Sarg nach Warschau in das Zen- •tralbüro der Aguda gebracht, wo 'bereits viele tausende Juden warteten, um dem teuren Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen. An der Lewajoh war die ׳Regierung durch Vertreter der verschiedenen Ministerien vertreten, ferner beteiligten sich Delegationen des:Sejms, .des ■Senats und der verschiedenen׳ staatlichen und städtischen Behöi«־ den, sowie Abordnungen fast sämtlicher jüdischen Organisätionen. Hespedim " hielten Rabbi Gutschächter vom Warschauer Rabbinat, Rabbi ,Stockhammer namens des Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel, der Präsident ״der Warschauer Kehilla, Elijahü Mazur, Abgeordneter L; Minzberg, Rabbi Treistmann vom Lodzer Rabbinat und A. S. Friedmänn für den Geschäftsführenden Ausschuß und den Zenträlrat der Agudas . Jisroel. תנצב׳ה Der Vorsitzende der litauischen Aguda, Rabbi Baruch Horowitz s. Z.V1., verschieden. Am Rosch-Haschonoh verschied in Aleksot in Litauen der dortige Oberrabbiner, Rabbi Baruch Hor.owitz s. Z. 1., nach .kürzer, schwerer Krankheit. Der Verblichene war seit mehreren Jahren Vorsitzender der litauischen " Agudas : Jisroel nnd des litauischen Rabbinerverbandes, *Rosch-Jeschiwoh der Slobodkaer Jeschiwah, und zählte zu den bekanntesten Thoragrößen unserer Zeit. Im litauischen Judentum ■spielte Rabbi Horowitz eine bedeutende Rolle und; sein Ableben hinterläßt eine unausfüllbare Lücke. Besondere Beliebtheit ,genoß der Aleksoter Raw wegen seines geradezu sprichwörtlichen aufrechten Charakters, der! keine Kompromisse nach links oder nach rechts kannte. Den von ihm für richtig erkannten Weg verfolgte er, ohne auf Reiche oder Arme, ohne auf Einzelpersonen oder;Gemeinschaften, Rücksicht zu nehmen. Oberrabbiner Horowitz war erst vor einigen-Woeben in Wien, doch konnten :die Aerzte!bloß feststellen,!daß jede ärztliche Hilfe vergebens sei. אמן •rppwflv חמגב׳ה Massiere dich täglich; verkübl’ dich xiie! Das ist einmal ein Schlagsatz,, dessen Beherzigung nicht genug empfohlen sein, kann, Und er dst: so leicht zu befolgen: Ein paar Tropfen dc^ Alpa-Franbbranntweins!in die hohle Hand und dann fest, den Körper damit eingerieben; erst ist es angenehm frisch, dann wohlig warm und vor allem: der Körper ist gefeit gegen Verkühlung und!Folgekrankbeiten! dW sagt ■auch der Arzt! Ihr Mund ist der Vorraum zu Ihrem ganzen Organismus. Das Zahnfleisch, die Winkel ünd'Falten :des Mundes, sind Stellen, diedas Wachsen und Gedeihen der Bakterien sehr begünstigen. Das Q:d01 ■«.Mun:dwasser gibt Ihnen die Möglichkeit »;einer gründlichen und vollständigen Reinigung ׳des Mündes;und beseitigt nnreinen Atem. Auch reinigt:' es XwisqhöPden Zälihen sehr gründlieh. Außerdem ept^jält .de׳s*״Qdt)l-MWüdwasser neben dem Odöl'Xntisepti^üm de$ \;,J^yrrheexträkt, / der gegen Lockerung de^ ■ und Blutung■ des/ Zahnfleisches wirksam verwe?1(|f

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