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Jüdische Presse · 1935-08-02 · 30 (2.8.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
30 (2.8.1935)
Date
1935-08-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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S4lte 2 jüdische presse Nr. 30 trat in! vorigen Jahre zweimal, und jetzt in der vorigen Woche, ztim dritten Mate zusammen. Studiert man die Referate, die ätif deh Tagungen gehalten ,wenden, so ent•‘ deckt man ohne Schwierigkeiten, daß die Grundstimmung von Mai zu Mal immer pessimistischer wurde. Oh es sich um die Ausstellung von Völkerbunds* * oder Nansen* Pässen, bzw. Identitätsnachweisen an Emigranten haudelte oder um die Finanzierung der zum Teil weitschlchtigen Pläne; der Oberkommissär konnte den im Verwaltungsrat vertretenen, geschweige denn den in ihm nicht vertretenen Regierungen stets nur empfehlen, dies zu tun und das zu lassen; Anweisungen zu geben, war er außerstande. Stets blieb es, wenn man so sagen darf, bei platonischen Debatten und Beteüferungen. Alles, was man plante, waS das Kommissariat vorschlug, blieb Theorie; nicht zwei Drittel der ihm ge* setzten Aufgaben konnte es erreichen, und nicht ein Drittel und nicht ein Achtel oder ein Sechzehntel; nein — fast nichts! Nichts? Jedenfalls ist dies der Grundton zahlloser Kritiken, mit denen die interessierte Oeffentlichkeit Und die Presse keineswegs gespart haben. Immer wieder konnte man von der Krise des HilfsWerks* vom Versagen der internationalen Bemühungen zur FlÜcht* ilngsfürsorge, vom Bankrott des Emlgranten-Kommlssariats und des Emigrantenkommissars lesen. Freilich — eine von Vorurteilen freie Prüfung zeigt, daß derart absprechende Urteile denn, doch auch kaum am Platze waren. Auch wer die jetzt in London abgegebene Erkliirung MacDonalds als den Versuch betrachtet, die wahren Gründe für die zweifellos bevorstehende Auflösung seines Kommissariats zu bemänteln, wird gerechterweisc zugeben müssen, daß er es in diesen Jahren verstanden hat, wenigstens die Ansätze für eine geregelte Zusammenfassung der Auswandererhilfe und für systematische Zusammenarbeit der damit befaßten Körperschaften zu schaffen. Die jüdischen Verbände haben, zum Teil doch befruchtet von seinen Anregungen und seiner Initiative, bis zum heutigen Tag etwa zwei Millionen Pfund für die von ihm verfolgten Ziele beigesteuert. Einigen wir uns, in Anbetracht dessen, auf die Formel: .. Das Völkerbunds-Kommissariat' für Flüchtlingsfürsorge hat, ungeachtet seiner großen Anstrengungen Zu den polnischen Sejmwahlen Wie die ״Jüdisch^ Presse“ bereits .berichtet hat, besteht nach der neuen Wahlordnung für ‘ die Juden in Polen die Möglichkeit, in den Sejm f ünf bis sechs Abgeordnete zu entsenden, falls sich sämtliche .jüdisehen Gruppen auf eine Wahlliste einigen. Das Zentralkomitee der Agudas Jisroel an Polen hat bereits vor Wochen die Initiative ergriffen und an sämtliche jüdischen Gruppen Einladungen gerichtet, in Verhandlungen bezüg- : lieh einer gemeinsamen Wahlliste einzutreten. Die Ver-: händlungen dauern nun schon mehrere Wochen, haben aber bis zur Stunde; infolge der unnachgiebigen Haltung i der Zionisten, zu keinem Resultat geführt. Die Agudas .Tisroel, hat beschlossen, falls die Einigung nicht rechtzeitig erzielt Werden sollte, wieder eine eigene Liste einzureichen und als Kandidaten zum Sejm Rabbi Aron Lewin, Rzeszow, den Präsidenten der Lodzer Kultusgemeinde L. Minzberg und den Präsidenten der Warschauer .Kultusgemeinde E. Mazur aufzustellen. tiM fduMtittistbe Horngststhiet (W) Von diesem Augenblick an dachte Isabel eifrig an , die Versorgung ihrer Tochter. Plötzlich leuchtete ihr Ant- . litz auf. Es dauerte nicht lange, und ihr Ziel war erreicht. Ataljah wurde zu einer wichtigen Figur in ihren politisehen Erwägungen, und dieses Mal schien ihr Traum sich restlos verwirklichen zu sollen. Ataljah wurde das Weib von Joram, dem Sohne Jehoschäphars, des Königs von Juda. Als die Mutter ihr nach Astaroth-Sitte die Fuß- Spangen löste, schloß sie Ataljah heiß in die Arme. Ataljah, du bist ganz mein Kind. Kains Art und Chams Blut. Du stolze Kenaanstochter, du wirst die großen Ziele deiner Mutter erreichen.“ . . Und ich werde es auf deinem Wege tun, süße Mutter. An dem Tage, an dem mich der König von Juda bitten wird, neben ihm auf dem Throne Salomos Platz zu nehmen, werde ich dem Andenken dieses Salomo den Krieg erklären. Sieh, Mutter, hier mein Talisman. Oeffne es. Als Isabel das Kästchen mit den zehn Tuchfetzen öffnete, war sie überrascht. Denn auf blütenweißer Seide aufgeheftet, fanden sich zwei neue bunte Läppchen. ״Die hat mir deine Dido heimlich von dem großen Mantel der Astaroth geschnitten. Nun sind es zwölf Stück. Und, Mutter, nun ist dein Traum zur Tatsache geworden. Nun sind im Schatten von Astaroth und Baal die zwölf Stämme geeint." ״So groß, Ataljah, ist unsere Macht. Lass׳ dir danken Kind. Kenaans Frauen spotten der Propheten Israels.“ Und verzückt tanzte Isabel den hinreißend wilden Tanz der A3traroth-Töchter. Als sie atemlos auf das Ruhebett gesunken war, lag Ataljah zu ihren Füßen. ״Mutter, große, heilige Mutter, gewähre mir eine , Bitte.“ ״Dir, der Zwingerin Sems, alles!“ ״Mutter, gib mir Matan mit nach Jerusalem. Er , soll Hüter und Bewahrer des Kästchens mit den zwölf Tuchstückchen sein.“ ״Isabel wandte sich schluchzend ab. Da erhob sich Ataljah, halb gerührt, halb frühreif boshaft suchte sie mit weit aufgerissenen Augen den Blick der Mutter. ״Mutter, tut es dir so weh?“ Da errötete Isabel zum ersten Male in ihrem Leben; 1 es schämte sich die Mutter vor ihrer Tochter; das wissende Weib tauchte׳ den Blick in das Auge des wissenden Weibes. ״Matan wird mit dir geben. Kenaans Töchter ver* stehen zu verzichten.“ vm. ' Der Winterpalast in Jesreel war vollendet. Kost* barstes Material allein war zur Verwendung gelangt, das und mancher Teilerfolge, im Vergleich mit dem außer* ordentlichen Umfang der drängenden Aufgaben nur recht weuig erreicht. Keineswegs blieb der Ober* kommissär untätig; er besuchte, näch einer großen gäbt' anderer Reisen, zuletzt noch in Lateinamerika sechzehn Länder — freilich, ohne irgendwie greifbare Resultate erzielen zu können. Er entwickelte jetzt, in London, im übrigen auch sö etwas wie einen Plan; von den nach seiner Schätzung noch nicht wieder verwurzelten, noch ״heimatlosen*' 15.000 aus Deutschland gewanderten Emigranten ließe sich, so meint er, in der nächsten Zn* kunft einem Drittel, fünftausend Personen, helfen. Es sei möglich, ehestens 2500 dieser Menschen nach Südamerika, weitere 1000 nach Palästina, 500 nach Nordamerika, 400 nach Rußland zu bringen und schließlich 800 in verschiedenen europäischen Ländern seßhaft ZU machen. Das würde, nach seiner Berechnung, Kosten in Höhe von 284.000 Pfund ausmachen. Allein die Ansässigmachung der 2500 für Südamerika bestimmten Auswanderer würde 200.000 Pfund, also weit mehr als die Hälfte des Kapitals erfordern, das im nächsten halben Jahr aufgebraucht werden müßte, damit das Elend von einem Drittel derer, die bittere Not leiden, gelindert werden könnte. Und die anderen zwei Drittel? ADAS JISROEL (SCHIFFSCHUL) Wien II Groß* Säitteaa* 8 Die Dienststtmden Im Geflügelschächthause (II., Große Schiffgasse 10) sind; am Montag von 7 bis 1/211 Uhr; am Dienstag von V27 bis 1/211 Uhr; am Mittwoch von 1/27 bis 1/211 Uhr; am Donnerstag von 7 bis 1/212 Uhr; am Freitag von 1/27 bis 11 Uhr. Die Gebühr für die Vornahme der Schächtung eines H n h n e s ist mit 6 Groschen festgesetzt. Es wird aufmerksam gemacht, daß die rituellen Fragen wegen Zulässigkeit von Geflügel vom Habbinat der Adas Jisroel nur dann erledigt werden, wenn die Schächtung vom Schächter der Adas Jisroel vorgenommen wurde. DER VORSTAND. Die anderen zwei Drittel? Die anderen 10.000 Menschen, die nach der mehr als optimistischen Schätzung des Flüchtlings-Kommissärs in den Ländern, in die sie wunderten, bisher noch nicht in Brot und Arbeit gesetzt werden konnten, was soll mit ihnen geschehen? Wie ist ihnen zu helfen? Und wie wird denen gehollen werden können, die ihnen mit einiger Wahrscheinlichkeit folgen werden? Auf diese Fragen bleiben der Oberkommissär und die zuständigen Völkerbund-Instanzen eine Antwort schuldig. KAFFEE HAG garantiert unechäd&ch Die zionistische Presse hat inzwischen in den letzten Tagen, wahrscheinlich ' üher Weisung einer zentralen Stelle,‘ gegen diese drei Kandidaten eine überaus niedrige persönliche Hetzkampagne eingeleitet, um diese bei den jüdischen Wä.hlermassen unpopulär zu machen. Das Stimmrecht zu den Wahlen zum Senat, der gegenüber dem Sejm eine Art Oberhaus darstellt, ist nur auf bestimmte Berufs- und Bevölkerungskreise beschränkt. Artikel 2 der Wahlordnung bestimmt, daß auch alle Staatlieh anerkannten Rabbiner Wahlrecht haben. Die ״Agudas horabbonim“ hat die Rabbiner aufgefordert, sich in die Wahllisten eintragen zu lassen. Wie erfrischend mundet ein kalter Pudding, darum ist. , er gerade in der warmen Jahreszeit der bevorzugte Nachtisch von jung und alt.׳ Für kaum tsch K 3.— stellen Sie eine wohlschmeckende Süßspeise für 6 Personen her, die überdies noch sehr ' nahrhaft ist. Schön angerichtet wird ein Pudding nach Dr. Oetkers buntillustriertem Puddingprospekt, der gratis hei Ihrem Kaufmann oder von Dr. A. Oetker dn Brünn erhältlich ist. ganze Getäfel . war aus Elfenbein. Die äußeren Mauern schon erstrahlten in buntem' Glasmosaik. Nachdenklich betrachtete Naboth diese Pracht, die in schreiendstem Gegensatz stand zu dem * altväterlichen Hausrat in seinem Hause. Isabel fühlte sich unwohl unter der Beobachtung dieses schlichten Nachbarn, der in, echtem Bauernstolz seinen Weingarten pflegte. Allein, es war jetzt noch nicht Zeit, an Erweiterungen des Grundbesitzes zu denken, immer teurer wurden Wasser und Nahrungsmittel, immer wertloser der tote Besitz. Von Mangel geplagt, war das Volk allen politischen :und kulturellen Bestrebungen gegenüber müde geworden. Auch fehlte die treibende Kraft Matans; sein Nachfolger war ein herzlich unbedeutender: Mensch und Jubal triumphierte. Außerdem war Achab. nicht anwesend. Er ritt landein, landaus, um vielleicht doch ■ eine verborgene Quelle zu finden. Nach dem Nordwesten, hatte er zu gleichem: Zwecke Obadjahu entsendet. Auf einer dieser Fahrten fand sich Obadjahu plötzlieh Elijahu gegenüber. ,,Sage deinem Herrn, Elijahu ist da.“ ״Meister, schone meiner. Wirst ja doch wieder entschwunden sein, bis ich mit König Achab zurückkomme. Dabei hat Achab halb höhnisch und halb gläubig zu mir gesagt: ,Versuche du es einmal. Vielleicht hast du mit: deinem G-tt mehr Glück.‘ Du glaubst ja gar nicht, Elijahu, wie König Achab dich suchen läßt allüberall.“ ״Sage ihm, ich bin da.“ Und Achab. kam. Heiß grollte es in ihm empor. Plötzlich kam ihm das Bewußtsein des gekränkten Königs. Auch daran dachte er, daß er groß vor Isebel steheri müsse, wenn er ihr dieses Wiedersehen schilderte. Mit Zornesröte ritt er gegen Elijahu an und rief ihm schon von der Ferne zu: ״Nun, da bist du ja, du Leidensquell für Israel.“ Nicht ich, du und dein Weib, ihr Baalsknechte, i h r habt Israel erniedrigt. Rufe, sie, diese Sippschaft der Isebel, sie sollen kommen, alle. Rufe dein Volk. Sie sollen kommen auf den Karmelberg, du komme mit ihnen. Auf Karmels Höhe sehen wir uns wieder." Fragende Bestürzung im Königspalast. Was will dieser Elijahu? Man wüßte ja nicht, woran man mit ihm war. Sollte man nicht seinem Befehl trotzen? Aber hieße das nicht, ihm das Volk kampflos preisgeben? Denn das Volk, das wußte Isebel, das Volk, das war mürbe geworden und die Siebentausend trugen das Haupt sehr hoch. ,,Ach, wie fehlt uns Matan“, klagte Isabel, ״wie fehlt er" uns in dieser' Stünde!“ . . ״Ihr müßt gehen. Stellet euch zum Kampfe. Gehet in aller Pracht, damit ihr dem Volke schon durch euer Auftreten Ehrfurcht und Angst einflößt, Geht, im Namen eurer Königin, gehet im Namen des Baai-Chaman und im Namen der Astaroth-Naema.“ ״Und will“, warf Jubal hämisch ein, ,,die Königin nicht mit uns gehen, um unseren Sieg als Erste mit uns zu feiern?“ (Fortsetzung folgt.) *OS WOl'llC XII woclic Im neuen jüdischen Siedlungsgebiet E m e k Che f er (Wadi Havarith) ist eine Bauchtyphusepidemie ausgebrochen, Vier der Erkrankten starben. Der Jischuw forderte die Regierung auf, eine Aktion zur Bekämpfung der Epidemie durchzuführen souHe überhaupt mehr als bisher für die Besserung der Gesundheits- Verhältnisse auf dem Lande zu tun. Das Städtchen Staro-Raf alowka in Polen wurde durch eine Feuersbrnnst vernichtet. Ueber hundert jüdische Familien sind obdachlos geworden. Ihre Lage wird als traurig geschildert. Das Gericht in Constantine (Algerien) hat einen Araber wegen Ermordung eines jüdischen Kaufmannes während der Unruhen in Constantine im August v. J. zu lebenslänglichem Gefängnis und Schiverarbeit verurteilt. Der Staatsanwalt hatte Todesstrafe beantragt. Wie mitgeteilt wird, sind im Verlauf des Monates Juni 1935 43^3 Juden in Palästina ein gewandert, unter ihnen befinden sich 354 Famliien der sogenannten Kapitalistenkategorie, die ein Mindestkapital von je 1000 Pfund mitgebracht haben. O In Jerusalemist eine neue Petroie u mh and eis g es eil s chaf t׳ mit einem Kapital von 200.000 Pfund gegründet worden. Die Gesellschaft wird ihre Tätigkeit erst dann aufnehmen, wenn mindestens 100.000 Pfund des Kapitals placiert worden sind. Der Wojwode von Nowogrodek, der höchste staatliche Verwaltimgsbeamte im Bezirk, hat der Jeschiwo in Mir einen Besuch abgestattet. Er wurde von einem der Rabbiner in polnischer Sprache begrüßt. Ein Schüler begrüßte ihn mit einer französischen Anspräche. Der Wojwode besichtigte die Anstalt und äußerte seine Befriedigung über ihre Einnchtungen. Die Luftlinie P 0 1 e n—P alästina ist eröffnet worden. Die Flugzeit dauert 29 Stunden. O■Das Gericht in Zifta verurteilte lfi Personen, Juden, Christen und Araber, wegen illegaler Einwanderung nach Palästina zu Gefängnisstrafen und späterer Landesverweisung, Nach Mitteilungen einer katholischen Zeitung leben nach den neuesten religionsstatistischen Zählungen in Belgien etwa 60.000 Juden, die 0,7 Prozent der Gesamtbevölkerung darstellen. Im Jahre 1934, belief sich der Gesamtwert der Palästina-Einfuhr auf 15,200.000 Pfund, davon kamen Waren im Werte von 3,020.000 Pfund aus Engländ. Der Export Palästinas im Jahre 1934 belief sich auf 3,250.000 Pfund, davon gingen Waren für 1,750.000 Pfund nach England. Für das Jahr 1935 liegen Zahlen noch nicht vor. O Die jüdische Gemeinde in T el-Awiw teilt mit, daß im Verlauf des Monats äiwan in Tel-Awiw 130 jüdisehe Familien eingebürgert worden sind. Eine Aktion zur Einbürgerung von weiteren 700 Personen ist im Gange. Sie erfaßt auch' Bewohner der um Tel-Awiw liegenden ■ jüdischen Siedlungen und Kolonien. Die Palästina-Regierung hat veranlaßt, daß mit den Bauarbeiten für die Erweiterung des Hafens von Haifa sofort begonnen wird. Im Hafen sollen gleichzeitig zehn Schiffe, anstatt wie bisher, vier, landen können. In der jüdischen Kolonie H artuf an der Eisenbahnlinie ■Jerusalem—Lydda wird eine neue, große Zementfabrik unter dem Namen ״Simson“ errichtet. In der ״Palestine Gazette“ wird mit geteilt, daß fünfzehn neue Handelsgesellschaften ins Handelsregister eingetragen worden sind. Das Warschauer Rabbinat beschloß, im Hinblick auf die erneuten J ude nv er f 01 g un g e n in Deutschland einen Fasttag für alle polnischen Juden zu proklamieren. Das Datum des Fasttages wird im Einvernehmen mit dem Anti-Hitler-Komitee festgesetzt werden. Wie die J. T. A. erfährt, befinden sich im J erusalem er Gefängnis 23, im Gefängnis zu Ako 27 ״ille g ale“ jüdische Einwanderer. Ferner sind im Frauen ge fängnis zu Betfilehem 14 Frauen und 18 Kinder wegen illegaler Einwanderung untergebracht. Der Pariser ״Figaro“ brachte eine aus angeblich autoritativer Quelle stammende Meldung seines Londoner Korrespondenten, daß die englische Regierung beschlossen hat, diplomatische Schritte in Berlin wegen der Judenverfolgungen in Deutschland zu unternehmen. Wie nun der Jüdischen Telegraphen-Agentur von autoritativster Stelle in London erklärt wird, stimmt die obige ״Figaro‘1-Meldung mit der Wirklichkeit nicht überein. Das Befinden des erkrankten Rabbi Kook, hat sich etwas gebessert, sein Zustand ist aber immer noch als ernst zu bezeichnen. Er liegt jetzt nahezu vier Wochen ■zu Bett und in Anbetracht seines Alters von über 70 Jahren, ist dabei Grund zur Besorgnis vorhanden{ Senator King hat im amerikanischen Senat eine Resolution eingebracht, eine Kommission zur Untersuchung der Verfolgungen der Katholiken* Juden usw. in Deutschland einzusetzen. H. Grün, H., Taborstraße 8 b, Telephon R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderohe, E

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