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Jüdische Presse · 1935-07-26 · 29 (26.7.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
29 (26.7.1935)
Date
1935-07-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Mtt נ jüdische presse tff. 29 Der Economic Board for Palest ine veröffentlicht eineft Bericht seines ׳Exekutiv-Komitees über die Wirtschaftliche Lage Palästinas, in dem erklärt Wird, daß der Fortschritt Palästinas auch die größten Erwartungen übertroffen habe. Aus einem Land, das einst aus philantro* ׳pischen Erwägungen finanziert worden sei, hat sich ein Land entwickelt, das auf einer festen Wirtschaftliehen Grundlage auf gebaut ist. Es sind! in Palästina heute die besten Garantien für seine fortschreitende Entwicklung gegeben. Die rasche Entwicklung in den letzten beiden Jahren hat jedoch einige beunruhigende Erscheinungen gezeitigt. Die Entwicklung Palästinas, seine Industrie und Landwirtschaft sind ernstlieh durch den Arbeitermangel gehemmt. Dieses Fehlen von Arbeitskräften verhindert die produktive Anläge von Millionen, die heute in den palästinensischen Banken liegen. Die Spekulation, die Art der Kreditgebarung und der Zustrom in die Städte geben ebenfalls zu Beunruhigungen Anlaß. Die Spekulation in Bauland Und Grundstücken, heißt es weiter in׳ dem Bericht, hat ganz besonders in und um Tel-Awiw einen unerfreulichen Umfang angenommen. Phantasiepreise, die bei derartigen Transaktionen gezahlt werden, gehen weit über alle vernünftigen Kalkulationen ,betreffend die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten hinaus und müssen schließlich zu beträchtliehen Verlusten führen. Ein weit ergiebigeres Feld für Investitionen würde die Erschließung und Entwicklung der wirtschaftlich rückständigeren Teile des Landes, be* sonders in Gaza und Berscheba, sein, falls dort Wasser in genügender Menge für eine intensive Bewirt- Schaffung des Landes gefunden werden •könnte. Der Bericht verurteilt die Art der K r e d i t g e b a- 1• u n g in Palästina, Selbst kleine Zahlungen werden durch Wechsel mit einer Laufzeit von vier öder fünf Monaten beglichen, Dieses Zahlungssystem wird durch die außerordentlich große Anzahl der Bankeny die in Palästina bestehen, erleichtert. Es heißt, daß Ende des Jahres 1933 83 zum Peil sehr kleine Bänken bestanden haben. Die Regierung hat bereits ein Komitee eingesetzt, das Vorschläge machen soll, um den Gebrauch der Be- Zeichnung ״Bank" auf Unternehmungen zu beschränken, die nach Art und Umfang ihres Geschäftes entsprechende Sicherheiten bieten. Der Bericht stellt weiter fest, daß die Konzentration der Juden in den Städten immer mehr zu Beunruhigung Anlaß gibt. Ein weiterer Teil des Berichtes beschäftigt sich •mit den Wirkungen der Einwanderung auf die Wirtschaft Palästinas. Die Entwicklung der Industrie in Palästina erfordert eine steigende Anzahl von gelernten Arbeitern, von Werkmeistern, Schweißern, Maschinisten usw. Sehr viele von ihnen befinden sich unter den Juden der Länder, die die Hauptkategorien der Einwanderer stellen. In Palästina gibt es nicht viele Gelegenheiten, um die nötigen Handfertigkeiten zu erlernen. Es würde daher für die Industrie Palästinas und auch für die jüdische Bevölkerung in Mittel- und Osteuropa sehr viel bedeuten, wenn Mittel und Wege gefunden werden könnten, um jungen Einwanderern noch vor ihrer Ankunft in •Palästina eine zweijährige handwerkliehe Ausbildung angedeihen zu lassen. Konferenz der westeuropäischen Landes- Organisationen der Agudas Jisroel. In den letzten Jahren zeigte sich wiederholt die Notwendigkeit, einen engeren. Kontakt zwischen den einzelnen Landesorganisationen der A. J. in Westeuropa herzustellen, um so die agudistische Idee und Arbeit in diesen ׳Ländern zu intensivieren und zu verstärken. Diesem Zweck sowie der Erörterung anderer aktueller Probleme ist die obengenannte Konferenz, die vom 10. his 13. August d. .T, in Antwerpen stattfindet, gewidmet. Zum Tagungsort wurde deshalb Antwerpen gewählt, um den Delegierten und Gästen die Möglichkeit zu geben, auch die Weltausstellung in Brüssel zu besuchen. Das Programm der Tagung ist in kurzen Zügen folgendes: Sonntag, den 13. August, findet die Delegiertentagung statt. Die Tagesordnung ist: 1. Bericht der •Exekutive; 2. Debatte; 3. Vorschläge; 4. Eventuelle Konstituierung der Arbeitsgemeinschaft der Westeuropaischen Landesorganisationen. — Montag, den 12, August, findet die Konferenz der westeuropäischen Landesorganisationen statt, zu der sämtliche Agudisten zugelassen sind. Die Tagesordnung der Konferenz ist: Referat über Organisation und Propaganda von Herrn’ •H. Goodman, London; Referat über Keren Hathora und Chinuch von Herrn Oberrabbiner Rottenberg, Antwerpen; Referat über Erez Jisroel von Herrn Dr. Ehrmann, •Frankfurt; Ausspräche und Berichte der einzelnen Länder. Innerhalb dieser Konferenz findet auch eine Aussprache der agudistischen Jugend über die sie besonders interessierenden Fragen statt. Abends findet eine große öffentliche Ver- Sammlung statt. Es sprechen die •Herren Jacob Rosenheim und voraussichtlich auch Herr I. M. Lewin, Warschau. — Dienstag, den 13. August gemeinsamer Besuch der Weltausstellung in Brüssel. Dienstag abends öffentliehe Versammlung in ׳Brüssel. Die belgische ׳Leitung der Agudas Jisroel hat für die Tagungszeit Abmachungen mit verschiedenen Restau rants und ׳Hotels getroffen, um den Teilnehmern einen be deutend verbilligten Aufenthalt zu ermöglichen. •So stellt sich der ganze dreitägige Aufenthalt einschließlich Hin- und Rückfahrt nach Brüssel und •Besuch der Ausstellung nur auf Fr. 180.— (Belga 36.—), bzw. Fr. 275.— (Belga 55.—). (Interessenten erhalten ein ausführliches Zirkular hierüber von ihrer Landesorganisation oder direkt von der Zentrale der Agudas Jisroel in!Belgien, v. Spangen- Straße Nr. 6.) Anmeldungen sind spätestens bis zum 1. August ah die obige Adresse in Antwerpen zu richten. Tagung der politischen Exekutive der Aguda. Am 11. August findet in Antwerpen eine Plenar- Sitzung der •Politischen Exekutive der agudistischen Welt- Organisation statt. Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen wichtige aktuelle jüdisch-politische Fragen. * Landeskonferenz der holländischen Aguda. Im Haag fand in der Vorwoche die diesjährige Landeskonferenz der holländischen Agudas Jisroel statt. Die Konferenz beschäftigte sich mit allen Fragen der agudistischen Arbeit, insbesondere mit der Erez-Jisroel- Arbeit. Die Aguda in ,Holland unterhält in Enschede eine Hachschoro, für die bereits 3400 holl. Gulden ausgegeben wurden. Gegenwärtig befinden sich 31 Jugendliche zur landwirtschaftlichen Ausbildung in Enschede. Zum Präsidenten der ׳Landesexekutive wurde Oberrabbiner •S. J. Hirsch wiedergewählt. Der Exekutive gehören ferner an; Dr. D. Hausdorff, Rotterdam, Dr. A de Haas, Utrecht, und ׳Rabbiner J. Vredenburg, Amsterdam. In einer von der Versammlung angenommenen• Ent- Schließung werden die jüdischen Arbeitgeber aufgefordert, die Zahl der bei ihnen beschäftigten• Juden nicht zu vermindern, sondern im Gegenteil so weit als möglich zu vergroßem. Die Aguda betrachte es als ihre Aufgabe, jüdisehen Arbeitslosen in materieller und in ideeller Beziehung zu helfen. Be) Mättigkeif und Kfeu3$chmer2£f1 VOS WOClM? zw Wo die (tUiutiaistUe Das war doppelt schlimm. Was nützte dem Volke die Fülle seines Geldes, da es nicht Wasser und nicht Brot dafür erstehen konnte. Alles stockte; zwar konnte sich das Kanaanland nun doch kvaft seiner überseeischen Verbindungen verproviantieren. Als aber ruchbar wurde und Dido aus Rache für die unmenschliche Behandlung, die ihr Isabel angedeihen ließ, sorgte reichlieh däfür: —■ daß Erubaal heimlich Trank und Speise nach Schowron schaffen ließ, da setzte in Tyrus jene Bewegung ein, die in Verfolg der Ereignisse zu einer großzügigen Abwanderung der aristokratischen Familien nach Kartha Chadza, Karthago nannten es später die Römer, führte. Jubal tat auch das Seinige, um durch unermüd- . liehe Kabale den Zwist bis in ■die Familie des Erubaal zu ׳ tragen. Die Tauben Astaroths rührten sich. So versagte auch diese Quelle für Schomron und . die Not wuchs von Tag zu Tag. Jede Arbeit stockte. Dazu kamen außenpolitische Verwicklungen; in Damaskus rüstete man heimlich. Wo aber war Eljahu? Nach langen Wanderungen, bei denen er fast stets unerkannt blieb — und wenn er an Menschen herantrat, so geschah es, um ein Wort der Mahnung oder Bitte um Vertrauen zum Allmächtigen zu richten —, landete er endlich in Zarphat bei Sidon. Es war der Ruf an ihn ergangen, dorthin zu gehen, um auch den in Phönizien versprengt wohnenden jüdischen Kindern Botschaft des Heiles zu bringen. Bald drang in das Volk die Kunde, wie mit seiner Einkehr in das Haus der Witwe des Ämiras der Segen des Brotes gekommen war, und wie durch Eljahus Wunderkraft der Sohn dieser Witwe, der kleine Jona, der bereits eine Beute des bleichen Todes geworden war, dem Leben wiedergeschenkt wurde. So wurde allmählich die Stellung der Isabel immer ״ schwieriger. Sie raste. Dabei zitterte sie um ihren Einfluß ' auf Achab, der in dieser Zeit der allgemeinen Verzweiflung und an der Schwelle der absteigenden Kurve seines Lebensalters plötzlich eitel geworden ״war. Isabel stachelte diese neue Leidenschaft auf. Sie sah darin ׳ein Mittel, sein gesunkenes Selbstbewußtsein zu heben, um ihn vor dumpfem Grübeln zu bewahren, denn seit der Begegnung mit EUjahu war er in seiner unbedingten Gefolgschaft gegen Isabel doch etwas erschüttert worden. Isabel fürchtete, er möchte eines Tages gegen den Stachel löken. Und so s'eWieichelte sie seiner körperlichen Eitelkeit. ' Was sie an Jerusalems Einfluß fürchtete, war cler Einfluß des Geistigen. Sie mußte das Volk und Ihren Gatten davon ablenken. Deshalb trug sie in die halbverhungerten Massen durch ihre Garde der Baal- und Astaroth-Menschen den Gedanken der Körperpflege. Es gelang ihr in hervorragendem Maße bei Achab. Jeden Morgen stand er stundenlang vor dem fein polierten Metallspiegel, um sich am' Spiel der Muskeln zu erfreuen und um sich zu schminken. Besonders instruierte Dienerinnen des Jubal halfen ihm dabei.• Wenn dann Chiel zur Audienz kam, war es seine wichtigste Aufgabe, auf die eindringliche Frage des Achab, ob er nicht wirklich jung und schön sei, alltäglich in begeisterter Bewunderung sich zu äußern. Dann begab sich der König zu Isabel, die mit gut geheucheltem Entzücken der Meinung Chie’s beipflichtete. Dabei hatte sie Aerger genug in seinem Hause, Das war eine seltsame Geschichte. Die trockene, regenlose Zelt hatte noch eine andere Folge außer dem Hunger. In der flimmernden Luft regte es sich von Myriaden stechender Fliegen und kleines Getier vermehrte sich unheimlich in Haus und Hof. Da hatten industriell tüchtige Pfaffen im Philisterlande, allwo infolge der frischen Seebrise die Mückenplage nicht ganz so unerträglich war, eine neue Seite an Baal entdeckt und organisierten den Dienst eines Baal Seowo, eines Baal des Fliegenschutzes. Das imponierte dem Kronprinzen Achasjah gewaltig und Maran beklagte sich bitter bei Isabel, daß nun schon die Untreue gegen den Baal Sidons im eigenen Hause sich breit mache. Isabel, die selbst Im Innern sehr erschrack und in dieser merkwürdigen Neigung ihres Kindes ein neues Zeichen des Schwindens ihres Einflusses sah, suchte doch Maran zu trösten. Ja, mein lieber Maran, man wird alt. Erhabene Herrin, das sagst du mir, mit deinem faltenlosen Antlitz, deiner herrlichen Schönheit, mit dem ersten Feuer deiner ewig jungen Seele? Geschmeichelt lehnte Isabel ab. Aber übrigens, Mätan, du kannst zufrieden sein, Ataljah ist dir eine sehr ergebene Schülerin. Oh, unsere Ataljah, ein prachtvoller Mensch, baalstreu wie nur ein Kind Isabels seih kann. Was meinst du, erhabene Gebieterin, was sie heute gesagt hat? Als ich von dem Sonnentode des Adonis und von seinem Wiederkommen erzählte, da küßte sie mir die Hand und rief; ״Matan, wenn ich einst einem Mann als Weih folge, du mußt mit mir geben und mich beraten.“ Da lächelte Isabel. Also daran denkt die kleine Prinzessin schon. (Fortsetzung folgt.) 0 Am 17. Juli empfing der High Commissioner W auchope im Regierungshause in Jerusalem als seine persönlichen Gäste 180 jüdische Kolonisten, um sich für die Gastfreundschaft, die ihm die Kolonisten auf seinen Reisen durch das Land gewährten, zu revanchieren. Der ״Hapoel hamisrachi“ (Verband der dem ,Misrachi" angeschlossenen Arbeiter) in Erez Jisroel hat beschlossen, aus der zionistischen ״Jewish Agency“ auf keinen Fall auszutreten. Sollte der ״Misrachi,e den Austritt beschließen, so werde der ,,Hupoel hamisrachi“ die Organisation des ״Misrachi“ verlassen und sich, selbständig machen. 0 Unter der Redaktion von Gedalja Bublik soll vor Rosch haschonoh in J erusalem mit der Herausgabe einer religiösen Tageszeitung begonnen werden. Die vor kurzem eingestellte zionistisch - revisionistische Tageszeitung ״Hajarden“ soll demnächst wieder erscheinen. 0 In den ersten fünf Monaten 1935 wurden in Polen Waren im Werte von 2,918.000 Zloty aus Palästina importiert, gegen 733.000 Zloty in der gleichen Periode des Vorjahres. Der Import Palästinas aus Polen belief sich in der gleichen Zeit auf 4>315.000 Zloty gegen 4,133.000 Zloty in den ersten fünf Monaten 1934. 0 Die griechische Regierung erklärt, daß sie für den Ausbau und die Erweiterung des Judenviertels von Saloniki 10 Millionen Drachmen zur Verfügung stellen werde. 0 Vor mehr als einer Woche sind sechs Juden, die wegen illegaler Einwanderung verhaftet wurden, im J erusalemer Z ent r alg e f ä'n g ni s-in den H u ng erstreik getreten. . Die Verhafteten erklärten, - sie stammen aus Rußland und dürfen deshalb nicht deportiert werden. Vier Gefangene haben nun begonnen, Nahrung zu sich zu nehmen, während zwei im Hungerstreik ausharren. 0 Die türkischen Behörden haben der Leitung des J.-C.-A.-Büros in Istanbul verboten, türkische Juden nach Palästina zu befördern. Das Büro darf lediglich in der Türkei weilende ausländische Juden betreuen. 0 Im April 1935 gingen 1866 Personen, im Mai 2219 Personen aus Polen nach Palästina. In den ersten fünf Monaten des Jahres erreichte die Auswanderung die Rekordzghl von 10.956 Personen. Im gleichen Zeitraum des Jahres 1934 gingen nur 3562 Personen nach Palästina. 0 Das Gericht verurteilte den Araber Abdullah Ismain wegen Ermordung des Juden Israel Lachman in Ramat Gan bei Tel-Aviv zum Tode. Der Mord geschah im Jänner d. J. 0 In A f ul e, dem Ort, der vor Jahren als der Hauptort des Emek gedacht war, aber in seiner Ent- Wicklung zurückblieb, macht rieh jetzt ein neuer Aufschwung bemerkbar. 0 ln den ersten fünf Monaten 1935 haben die .Eisenbahnen in Palästina 535.000 t Waren befördert und hiefür über 200.000 Pfund eingenommen. Diese Ziffern entsprechen ,der Leistung des Gesamtjahres 1931132 und erreichen fast die Ziffern des Gesamtjähres 1932/33. 0 Arabische Jugendführer richteten an die Regierung des Irak ein Memorandum, in dem sie die Regierung auf fordern, eine palästinensisch - arabische Legion in der Irak-Armee zu schaffen. 0 Die arabische Presse meldet neuerdings, daß die P al äst in a-R e g ie run g beabsichtige, einen neue n Haf en im Süden zu bauen, weil die Häfen in Jaffa und Haifa den Ansprüchen nicht genügten. 0 Am Zionstor, gegenüber den traditionellen Gräbern der jüdischen Könige, wurde ein riesiges Hakenkreuz, darunter in weit sichtbarer Schrift ״Heil Hitler angebracht. Offenbar stammt die Provokation, die Empörung in der Jerusalemer Bevölkerung hervor gerufen hat, von arabischen Hitler-Anhängern. 0 Mitglieder der Schomre-Schabbos-Organisation von Bne Brak, haben in der Nähe von P et ach Tikwah einen jüdischen Polizeibeamten tätlich angegriffen und sein Auto beschädigt, weil er den Sabbath entweiht hatte. Im Zusammenhang mit diesem Vorfall sind verschiedene Verhaftungen erfolgt. 0 Die vom Hilfsverein der Deutschen Juden nach Cypern entsandten Sachverständigen haben berichtet, daß vorläufig kommerzielle und industrielle Möglichkeiten für Einwanderer kaum vorhanden sind. Auf landwirtschaftlichem Gebiet liegen begrenzte Möglichkeiten vor. 0 Die Weltvereinigung für das religiös-liberale Judentum hält am 21. und 32. Juli eine Tagung im Haag ab. 0 Wie die J.T.A. ei'fährt, hat die von der Palästina-Regierung zum Studium der Frage, ob P et ach Tikwah zum Range einer Stadt erhoben werden soll, geschaffene Kommission beschlossen, der Regierung vorzuschlagen, die größte jüdische Siedlung in Palästina, die Petach Tikwah heute ist, zur Stadtgemeinde zu erheben. 0 Im Jerusalemer Stadtrat kam ein Vorschlag der Regierung zur Sprache, die Vorstadt von Jerusalem, Talpioth, entsprechend dem Wunsche der Einwohner, aus der Jerusalemer Stadtverwaltung auszugliedern und zu einer eigenen S t a d t g e m e i n d e zu machen. Es wurde beschlossen, eine Kommission zur Festsetzung der Grenzen zwischen Jerusalem und Talpioth zu bilden. 0 Der Gesundheitszustand des erkrankten Rabbi Kuk in Jerusalem, hat sich verschlechtert. Rer jüdischen Tradition entsprechend, hat das Rabbinat beschlossen, daß dem Namen Awrohom Jizchok der Name Chiskijahu beigefügt werde. 0 Die Erez-JisroebZentrdle der Agudas Jisroel in Polen hat einen Aufruf für den Keren Hajischuw veröffentUchi, der von mehr als 700 Rabbinern und Rebbeim unterfertigt ist. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel, R-42-3-66. Atelier für feine Herrengarderobe• E

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