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Jüdische Presse · 1935-06-28 · 25 (28.6.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
25 (28.6.1935)
Date
1935-06-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 25 Kritik und Betrachtung. iiiiiniiiiiiiitmiitlimiiiiiiiiiiiiiiuiimuiitiiimiimiimiiiiiii iifift richtige Grdtul&tion. Der biÄtfge ehrenamtlicheVofSl&hif und jetzige vornehm beiötdete Bibiiothekadirektbr der Wiener Israeli* tischen KüttUägemeinde, der* einer jüäischnationälen Zeitungsmeldung nach, ״mit blutigen Händen am Räder* werk der Demeihde steht", hat bekanntlich trotz aller Proteste seine neue Stelle bereits angetreten. Derzeit ist er vornehmlich damit beschäftigt, möglichst viel Gr atulationsschreiben hereihzübekoMMen. So ist es seinen Interventionen gelungen, auch von einer orthodoxen Persönlichkeit ein Glückwunschschreiben zu bekommen, in dem ihm dazu gratuliert wird, daß er die Stelle als Vorsitzender der Schulkommission niedergelegt hat und lieber Direktor der Bibliothek geworden ist. Nicht nur für ihn, sondern für das Judentum überhaupt ist es zweifelhaft vorteilhafter, wenn er den aretigiösen völkisehen Nationalismus nicht auf die unschuldigen Kinder, sondern auf das tote Bücherinventar auswirken läßt. Der Gratulation können daher auch wir uns anschließen, wenn es nicht feststünde, daß sein Nachfolger in der Schulkommission die gleichen Wege gehen wird, wie er sie gegangen ist. Aber hoffentlich werden wir auch ihm bald gratulieren können. Als Arzt liegt ihm ja das Spital mehr am Herzen. Die Gratulation hat Herr Rath ehrlich verdient. Wenn er Bibliotheksdirektor werden konnte, ist ihm wirklieh zu ״gratulieren" ... Die Geister, die ich rief. . . Den Allgemeinen Zionisten (A-, B-, ״Kidmah" und ״Progressive"), die sich als ״Stamm"- Zionisten bezeichnen, längst aber schon bis zu einem kleinen Häuflein zusammengeschmolzen sind, wachsen die Linken über den Kopf. Der Nationalismus, hat sich in der Zionistischen Organisation zum extremsten und ekelhaftesten Internationalismus entwickelt. Die ״Allgemeinen" bemühen sich nun krampfhaft um die Schaffung einer •eigenen Arbeiterorganisation, aber siehe da: — die ״Histadruth" erteilt ihnen eine scharfe Abfuhr. Die J. T. A. meldet: Die Exekutive des Jüdischen Arbeiterverbandes in Palästina, ״Histadruth Haowdim“, hat an den Weltverband der Allgemeinen Zionisten, der gegenwärtig in Warschau eine Weltberatung abhält, das folgende Telegramm gesandt: ״Jeder Versuch, durch Bildung einer separaten professionellen Arbeiter-Organisation Allgemeiner Zionisten einen neuen Bruch in der Arbeitergemeinschaft des Landesherbeizufiihren, bedeutet in unseren Augen ein unverzeihliches zionistisches V erbrechen, ein Attentat gegen die Lebensinteressen der Arbeiterbewegung, eine Bedrohung des Arbeitsfriedens im Lande und eine Verletzung der Beschlüsse des Zionistenkongresses Die Geister, die sie, die Allgemeinen Zionisten (A-, B-, ״Kidmah" und ״Progressive") riefen, sie werden sie nicht mehr los ... Selbstkritik ... I. Wo ist Kopenhagen? Daß wir in unserer ״Kritik und Betrachtung" auch vor uns -selbst nicht halt machen, wollen wir beweisen. Der in unserer vorwöchigen Ausgabe veröffentlichte Brief aus Kopenhagen, den wir als Brief aus ״Norwegen" über schrieben haben, war natürlich korrekterweise nicht mit norwegischen, sondern mit d ä n isehen Marken versehen. Und der Fehler lag freilich nicht an mangelnden Geographie-Kenntnissen, sondern daran, daß der Brief um die Mi 11 e rn ach ts s t und e in die Druckerei; kam. Haben aber auch unsere Leser den Fehler bemerkt? ... denn Kopenhagen liegt in D ä n e m a r k! II. Den ״Garaus" gemacht. Furchtbar aussehend, aber doch harmlos war der Fauxpas, mit dem ״Garaus" in dem Bericht über die Vorfälle in Sered n. V. Ohne den Verlauf dieses furchtbaren Vorfalles von Sered aus zu berichtigen, können wir doch feststellen, daß bei dem ganzen Vorfall keine Todesopfer zu verzeichnen waren und daß die vermutlich nur unsanft an die Luft gesetzten Eindringlinge am vergangenen Schabbos bei der Lektüre der ״Jüdischen Presse" sich ihr Frühstück gut schmecken ließen, was ihnen, wenn sie sich weiterhin brav und anständig benehmen, vom Herzen gegönnt sei. כשר Hotel Bellevue כשר Pörtsdiadi am Wörthersee Vornehmes Haus unter streng ritueller Leitung. Herrl. Lage, direkt am See. Schöne, sonnige Zimmer mit Fließwasser. Vorzügliche internationale Küche Volle Pension : Vor-und Nachsaison . . . . S. 9.— Hauptsaison .SIS.— . Seebad und Garage frei. Geöffnet von Mai bis Oktober. Verlangen Sie Prospekte! Autoprüfung erleichtert. Der Schrecken der Autoprtifungskandidaten ist die technische Theorie. Den Laien, insbesondere den Damen, fällt es schwer, die üblichen Zeichnungen und Bilder zu verstehen. Um diese Lern- Schwierigkeit zu beheben,, hat die Schulleitung der renommierten Neudegger Fahrschulen im Lehrsaale ein am Stand mit Kraftstrom angetriebenes Lehrchassis. Es ist dies ein modernes Automobil, durch Schnitte freigelegt und geöffnet, um alle Bewegungen und Funktionen der Innenmechanik, insbesondere beim Kuppeln und Schalten, dem Schüler vorzudemonstrieren. Mit Hilfe dieses sinnreichen Lehrbehelfes wird die Prüfungstheorie auch von Damen ohne Mühe und vor allem mit' Verständnis in kürzester Zeit erlernt. Das laufende Auto im Lehrsaal kann in Funktion jeden Tag, auch Sonntag von 7 Uhr früh bis 10 Uhr abends, besichtigt werden. Neudegger Automobil- und Motorrad-Fahrschulen, VIII., NeudeggergasselS (Ecke Lerchenfelder• Straße 18), Tel. B-46-5-72 und Inzersdorf (Nieder- Österreich). E Die. toi Querido-Verlag, Amsterdam, erscheinende literarische Monatsschrift ״Die Sammlung", erweitert ab 1. Juni ohne (Preiserhöhung ihren Umfang um zirka 25!Seiten.!Sie beginnt im Juni^Heft den Vorabdruck von Dion Feuchtwangers neuem historischen Roman ״Die Söhne“ (1. und 2. Buch). ־ תפארת נחורים — Tiferes Bachurim. Auf Veranlassung und Wunsch Sr, Ehrwürden Herrn Oberrabbiner S. Fürst; unsere Vereinigung nett aufzubauen und zu reorganisieren, wollen wir den Kreis unserer verehrten Mitglieder erweitern, um die Möglichkeit zu haben, unsere Arbeit, die von Tag zu Tag größere Kreise umfaßt, vollauf bewältigen zu können. Die zahlreichen Bachurim, die in den einzelne!! Jeschiwos lernen, sind oft den größten Entbehrungen ausgesetzt, da es uns leider bis jetzt nicht möglich war, ihnen eine auskömmliche Unterstützung zu bieten« Es gibt heute nichts Höheres, als jungen Menschen das Thoralernen zu ermöglichen, um ehrliche, throratreue Menschen zu erziehen, welche später einmal Träger unserer Gemeinde sein werden. Es ergeht daher unser Appell an jeden einzelnen, uns bei diesem hohen Werk zu unterstützen. Seit jeher war es üblich, um den Bachurim das Lernen zu ermöglichen, daß man sie zu seinem Tische lud, da wir aber hier nicht die Möglichkeit hiezu haben, kann jeder einzelne mit einem verhältnismäßig kleinen monatlichen Beitrag unseren Bachurim wenigstens ihre Brotsorgen abnehmen. Trotz der so überaus schwierigen Zeit kann und darf sich niemand dieser heiligen Aufgabe entziehen. Einige Herren hatten die Freundlichkeit, sich für diese Mitglieder-Werbeaktlon zur Verfügung zu stellen. Wir bitten auch auf diesem Wege um freundliches Wohlwollen. DER VORSTAND DES TIFERES BACHURIM. Der Verein Tiferes Bachurim in Wien bittet edle Spender um eine gehr. Schreibmaschine event. gegen mäßige Ablöse einen Geschäftskästen und Schreibtisch. Die Redaktion ist bereit, etwaige Mitteilungen weiterzuleiten!Seit einigen Jahren wird in unseren Kreisen das Brez-Jisroel-Problem vielfach erörtert und besprochen. Es verging in letzter Zeit fast kein Aguda-Vortrag, keine Diskussion und auch keine Sitzung, bei denen nicht in irgendwelchem Zusammenhänge zur Erez-Jisroel- Frage!Stellung genommen worden wäre. ■Sogar auf den Gassen und Straßen der jüdischen Zentren wird viel über dieses Thema debattiert, es wird überall mit voller Begeisterung und großem Enthusiasmus!behandelt. Es werden Broschüren gedruckt, jüdische Zeitungen gefüllt und nicht zuletzt Bücher verfaßt, die die Bedeutung des Heiligen Landes für das jüdische Volk als geistiges, kulturelles, wirtschaftliches und politisches Zentrum hervorheben. Es mag sein, daß nicht bloßer Idealismus, sondern vielmehr die politische und ökonomische Labilität, in der sich die Judenheit der Golusländer derzeit, befindet, diesen Zustand herbeigeführt haben. ׳Es mag auch dahingestellt bleiben, ob dieser'Zustand — vom realpolitischen Stand; punkt aus gesehen — ein gesunder sei, oder״ ob es berechtigt ist, von einer Arb Erez-Jisroel-Psychose zu sprechen. Wir begnügen uns diesmal mit der Feststellung der trockenen Tatsache, daß Erez Jisroel unserer Interessensphäre nähergerückt ist; unsere Blicke sind heute mehr denn je dorthin gerichtet, Erez Jisroel steht heute im Mittelpunkt unseres Denkens, Fühlens und Wollens. Wenn wir orthodoxe Juden einen Augenblick,!befreit von dem Begeisterungstaumel der Gegenwart, nüchtern nachdenken, so müssen wir uns fragen: Was hat eigentlich das thoratreue Erez Jisroel von allen unseren schönen Vorträgen, Artikeln und Broschüren׳; von unseren zahlreichen Debatten, wenn sie uns nicht zu praktischen Taten anregen.? Was nützt das glühende Feuer der ׳Begeisterung, wenn! es nicht auch irgendwelche Früchte zeitigt? Was hilft uns eine schöne, harmonische, agudistisehe Ideologie, ohne agudisbische Praxis? Und so gelangen wir zur wichtigsten Frage auf diesem Gebiete: Was verlangt das Land der Thora von uns, von dem thoratreuen jüdischen Volke? Und wir glauben, ganz im Sinne sowohl der autochthonen als auch der neueingewanderten, religiösen palästinensisehen Juden zu handeln, wenn wir behaupten, daß Erez Jisroel von der Weltorthodoxie mit Recht ein Zweifach es fordert und auf dessen Erfüllung sehnsüchtig wartet: Erez Jisroel braucht jüdische Mensehen und jüdisches Kapital. Jüdische Menschen, die vor allem einen festen Willen und inniges G-ttvertrauen haben, die Mut und Kraft besitzen, um G־tteswort und -willen zu vollführen. Erez Jisroel braucht G-tteskämpfer, Heroen der Tugend, ganz außergewöhnlich ausgestattete Naturen, die für das Recht und die Wahrheit der Thora sich mit dem ganzen Einsatz ihrer Persönlichkeit zu opfern imstande sind, die sich Entbehrung und Entsagung auferlegen können, wenn das gebieterische Gesetz der Thora es erfordert. Wer ein wahrhafter Bürger und Insasse im Heüigen Lande werden will, muß eine ungewöhnliche moralische und religiöse!Stärke besitzen, denn nur solche Menschen können uns den Weg zur Herrschaft der Thora ebnen und vorbereiten. Hiezu ist aber eine ganz besondere geistige Hachschoro schon in der Diaspora notwendig. Wenn eine Gemeinschaft das Recht hat, sich darauf zu berufen, daß sie ihren Olim eine solche Vorbereitung angedeihen läßt, so ist es vor allem die A g u d a s J i sr o e 1, und vielleicht nur die Agudas Jisroel, die sich voll und ganz dieser schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe bewußt ist und ihr auch auf die gewissenhafteste Art gerecht wird. Wir können also mit Beruhigung behaupten, daß wir unsere moralischen Verpflichtungen dem Heiligen Lande gegenüber erfüllt haben und m, G, H. auch weiter erfüllen werden*. Nicht minder wichtig ist aber der Ruf Erez Jisroels nach finanzieller Unterstützung, nach positiver und konstruktiver Arbeit. Wenn wir — ganz besonders die Saäägoraef Rebbe aus Przemjrsl in Wien. Großrabbiner M. Friedmann, Sadagofa-Przemysl, trifft — Wie wir erfahren — dieser Tage zur Konsultierüiig hiesiger Aerzte in Wien eift. ln den Kreiset! Seiner Anhänger gibt sich größe Genügtuung ob dieses Besuches küttd. Großrabbiner M. Friedmann ist ein führendes Mit* glied des G. A. der Agudas Jisroel und war bis 2u seiner Uebersiedlung nach Pr2emysl Vizepräsident der österreichischen Ere2*Jisroel*Zentrale. Der Tschechotver Rebbe aus Krakau ln Wien. Der Tschechower Rebbe Jeschaje Halberstam, der jüngste Sohn des berühmten Sandzer Zaddiks Reb Chaim Halberstam s. Z. 1״ weilt seit Mittwoch früh in Wien und logiert bei J. Weinstein, H., Hammerpurgstallgasse 8. VERBAND DER SABBAtHFREUNDE ״SCHOMRE SCHABBOS“ WIEN, II., LtOPOLDSG. 16 - TEL. A-46-0-1S Offene Stellen: Schames, der auch Baal-Tefiloh und Baal-Kore ist und Unterricht in hebräischen Gegenständen erteilen kann. Praktikanten für Seidenwaren-, bzw. Haus- und Küchengerätegeschäfte. Personalnachrlchten. Todesfall. Am 13. d. M. wurde Herr Jakob Jaul unter großer Beteiligung der!Stadtbevölkerung in Wiener Neustadt zu Grabe getragen. ׳Der Verblichene war dreißig Jahre in der Kultusstube tätig und einer der ersten und eifrigsten Vorkämpfer der Orthodoxie. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Professor Dr. Heinrieh Weiß schilderte Jakob Jaul als bescheidenen, charaktervollen und arbeitsamen׳ Menschen. Herr Rechtsanwalt Dr. Fritz Aufricht gedachte der treuen Dienste des Verstorbenen in seiner Kanzlei als Kanzleileiter. Am offenen Grabe würdigte Herr Kultuspräsident Hugo Reininger die Verdienste des Dahingeschiedenen um das Wohl der Gemeinde. Als ehemaliger Mitarbeiter sprach Herr Aron Weiß' Worte des Gedenkens und Abschiedes. .חנצב׳ה Agudas Jisroel in der Slowakei —, uns ehrlich Rechenschaft darüber abgeben wollen, welche Erfolge wir auf diesem Gebiete zu verzeichnen haben, so müssen wir beschämt unsere Köpfe sinken lassen und zugestehen, daß wir herzlich wenig geleistet haben. Wie soll das agudistische Schulwerk in Erez Jisroel — die Zukunft des thoratreuen Jischuw — ausgebaut werden, wie soll die agudistische Arbeiterorganisation prosperieren, woher sollen diese armen agudistäschen Pioniere, die mit außergewöhnlicher Begeisterung und einem fast unnatürlichen Heldenmut für Keduschas ho’Orez kämpfen, Boden hernehmen, wie sollen sie positive Leistungen auf dem Gebiete der Kolonisation aufweisen, wenn wir ihnen bei weitem keine gebührende Unterstützung angedeihen lassen, wenn wir ihnen keine Geldmittel zur Verfügung stellen? Es ist daher ganz verständlich — und nur zu begrüßen —, daß zahlreiche ernste und verantwortungsvolle ־agudistische Kreise in der Slowakei dazu schreiten wollen, dem Keren Ha jischuw eine tägliche Einnahme auf fester Basis zu sichern, ähnlich wie dies bereits in Polen, Deutschland und anderen Ländern der Fall ist. Diese seriösen Agudisten wollen vom Landes-Thora-Rat der slowakischen Agudas Jisroel die Erlaubnis erbitten, Keren- Hajischuw-Büchsen in sämtlichen orth. jüdischen Häusern placieren zu dürfen. Diese bewußten und agilen Agudisten wollen den Landes-Thora-Rat durch jährlich gesammeltes statistisches Material davon überzeugen, daß das bisherige Nichtvorhandensein der agudistischen Keren- Hajischuw-Büchsen in der ■ö. S. R. niemandem anderen als dem zionistischen Nationalfonds zugute kam. Denn wenn wir überlegen, daß der K. K. L. in der ö. S. R. trotz wirtschaftlicher Krise, trotz eines scharfen Boykotts seitens der Revisionisten, seine Einnahmen Monat für Monati vergrößert, wenn wir sehen, daß in zahlreichen orth. Häusern (nicht misrachistischen) und in fast allen orth. koscheren Läden K.-K.-L.-Büchsen vorhanden sind, so dürfte dieser Zustand uns symptomatisch erscheinen und uns zum Denken Anlaß geben. Wir sind die letzten, die dem Kolel irgendwelchen Schaden zufügen möchten, wir sind aber davon überzeugt, daß bei einem ehrlichen Willen und nach reifer Ueberlegung ein Modus getroffen werden könnte, der sowohl den Kolel als auch die Agudo befriedigen müßte. Wir wenden uns an alle Thoragrößen und alle verantwortungsvollen Agudisten des Landes mit dem Appell, die Erreichung dieses Zieles zu ermöglichen. Vielleicht könnte dann eine neue Epoche im slowakischen Aguda-Leben eintreten. Wir müßten dann nicht so viel über Erez Jisroel sprechen, wir könnten aber viel mehr positive Arbeit für Erez Jisroel leisten. A. P. Die Chasam-Sofer-Gasse in Bratislava• Noch im Juli des Jahres 1930 hat die Agudas- Jisroel-Jugendgruppe in Bratislava dem Stadtrate ein Gesuch vorgelegt, in dem die Benennung einer Gasse nach dem großen ״Chasam Sofer" verlangt wurde. Dieses Gesuch wurde in Anbetracht der großen Verdienste, die sich dieser große Thora-Held um die Verbreitung des guten Rufes der Stadt Bratislava erworben hat, einhellig gtinstig erledigt. Es heißt in der Motivierung dieser Straßenbenennung folgend: ״Der Name Chasam Sofer hat den Ruhm unserer Stadt als Kulturstätte und Pflegerin der jüdischen Wissenschaft nach dem ganzen Erdenrunde, in jedes kleinste Dorf aller Weltteile getragen. UeberaU findet sich ein Exemplar des Werkes ״Chasam Sofer", das mit dem Namen unserer Stadt für alle Zeiten unlösbar verknüpft ist." Diese Woche wurden bereits die neuen Straßen• tafeln angebracht. Es ist dies die Gasse, wo der Chasam Sofer s. Z. 1. sein Wohn-, Lehr- und Bethaus hatte. .In dieser Gasse befinden sich noch heute die Schass-Chewro, TSCHECHOSLOWAKEI Worte ohne Taten? 1:n;!

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