Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 25 (28.6.1935)
- Date
- 1935-06-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. 25 JüDISCttEttlESSE Seite 5 ein Bes-Hamidrosch, ein Agudaheim und die Mikwoh des Rabbi Meschulem Tysmenit2 s. Z.1., die allerdings nicht benützt wird. ״Chtig Cha9am Sofer44 in Erez Jisroel. Die agudistischen Olim aus der Tschechoslowakei, Ungarn und Rumänien haben in Erez Jisroel einen eigenen Kreis unter dem Namen ״Chug Chasam Sofer" ge* gründet. Die bisherige Arbeit dieses ״Chug“ war hauptsächlieh g e i s t i g e r Natur. Seine Aufgabe war, das Leben der Chawerim nach den hehren Prinzipien und heiligen Idealen dieses Großen in Israel zu beinflussen. Nun schreitet die Leitung des ״Poale Agudas Jisroel“ daran, aus ihren Mitgliedern auch einen ״Kibbuz Chasam Sofer“ zu gründen, der kolonisatorische Arbeit leisten soll. Der Präses der rumänischen Aguda verpflichtete sich, dieses Bestreben materiell zu unterstützen, indem er unter anderem das Rohmaterial und sonstige transportfähige Dinge zur Verfügung stellen wird. Der ״Kibbuz“ braucht aber vor allem dringend Boden. Es liegt nun zum großen Teil an der Leistungsfähigkeit der Aguda in der Tschechoslowakei, das Gelingen dieses hochwichtigen Unternehmens zu ermöglichen. Die Chawerim aus der Tschechoslowakei richteten einen Appell an die Jugend- Organisation der Agudas Jisroel, dieses Vorhaben tatkräftigst zu unterstützen. Mukacevoer Gemeinde in Konkurs. Das Oberste Gericht in Koäice hat der Entscheidung des UZhoroder Kreisgerichtes stattgegeben und auf Ansuchen der Pensionsanstalt über die Mukaöevoer Gemeinde den Konkurs verhängt. Demzufolge hat der Kassen- Verwalter sämtliche Angestellten mit Ausnahme des Oberrabbiners gekündigt. Vor der Uebernahme seitens der Konkursverwaltung wurden sämtliche Bücher und viele wichtige Akten vernichtet. Die Konkursverwaltung erstattete hierauf gegen die alte Gemeindeleitung die Strafanzeige. Zeitungsmeldungen zufolge soll der Mukaöevoer Oberrabbiner bei der Konkursmasseverwaltung eine Forderung von Kö 100.000.— angemeldet haben, die ihm angeblich die Gemeinde für die versprochene und nicht) bezahlte Mitgift für seine Tochter schulden soll. Gründung von Aguda-Gruppen in Zilina und Brezova p. Br. Die orthodoxe Judenschaft in Zilina hat bei einer am 22. Sivan stattgefundenen Gründungssitzung den Be- Schluß gefaßt, sich der Agudas Jisroel Landes- Organisation anzuschließen. An der Sitzung beteiligten sich eine große Anzahl von Gemeindemitgliedern. Herr Jakubovits eröffnete die Sitzung und schilderte in kurzen Worten die Ziele und Aufgaben der Agudas Jisroel. Gemeindekassier, Herr Ignaz Klein, versprach die Unterstützung der Gemeinde für diese Bestrebungen. Herr Esriel Tauber hielt ein ausführliches Referat über Agudas Jisroel, von welchem die Anwesenden sehr begeistert waren. Die Vorstandwahl ergab schließlich folgendes Resultat: Präses: Dr. Arpad Braun, Vizepräses: Esriel Tauber, Kassier: Adolf Jakoboviö, Schriftführer und Kontrollor: Arnold Gottlieb. Ausschuß: Jakob So jeher, Ludwig Goldstein, Bertalan Fried, Samuel Äbeles, J. R. Weiß. Auch in B r e z o v a p o d B r ad 1 o m hat die Jugend den einhelligen Beschluß gefaßt, sich an die Agudas Jisroel-Jugendorganisation' anzuschließen. Nähere Einzelheiten über diese Gründung fehlen noch. Besuch der Machne Olim in Mal Veska. Wie wir bereits berichteten, unterhält die Agudas- Jisroel-Jugendorganisation auch in Mala Veska bei Humenne eine ״Machne“ für junge Agudisten, wo sie in geistiger und physischer Hinsicht für ihre Ansiedlung in Erez Jisroel ausgebildet werden. Ueber Anregung des bekannten Agudokämpfers in Humenne, Herrn .Termie Klein, besuchten nun der dort zu Gast weilende Herr David Davidoviö, Oberkantor aus München, gemeinsam mit Herrn Klein und anderen Agudo-Freunden diese ״Machne“. Begeistert von der hingebungsvollen Arbeit, gerührt von der großen Liebe zur Thora, die die Olim dort bekunden, hielt Herr Davidoviö einen lehri’eichen Vortrag über die praktischen Aufgaben der agudistischen Ölim und über das Leben in Erez Jisroel. Herr Jermia Klein sprach über die geistigen Aufgaben der Olim an Hand von eindrucksvollen Mussarworten und Diwre-Thora. Die Machne-Leitung in Mala Veska spricht auf diesem Wege den illustren Gästen für ihr Erscheinen und für ihre belehrenden Worte den herzinnigsten Dank aus. BEKIZZUR .. —- Koäice: Die hier am 2. Siwan statgetfundene Neuwahl im orth. isr. Jugendverein 1״Bn׳e Emunim“ ergab folgendes Resultat: Präses: Alex Schweid, Vize- Präses: Eugen Liebermann, Majordomus: Ernst Ehrlich, Kassier: Ludwig Fränkel, Kontrollor: Heinrich Fischer, Bibliothekar: Juda Uloviö, Schriftführer: Zoltän Wiesenberg; Repräsentanz: L. Schweid, M. Fränkel, Alex. Klein, L. Ehrlich, A. Rubin, A. Weiß, Sieg. Klein, Z. Schweid. Der Verein ״Bne Emunim“ wurde vornehmlich auf Initiative des ehrw. Herrn Oberrabbiners gegründet und steht auch unter seiner geistigen Leitung. — Kezmarok: Am Sonntag, den 22.!Siwan, fand hier die alljährliche Sijumfeier der Schass-Chewro statt, welche einen sehr würdigen Verlauf nahm. Nach der Generalversammlung, bei welcher die Herren Kalman Schönfeld, Aron Engel und Andor Brody per Akklamation alsGabboim wiedergewählt wurden, begaben sich dieBne- Thora in das dichtgefüllte Bes-Hamidrosch, wo der Sijum haschaß von den lernenden Mitgliedern vorgeüommen wurde. Nach einem ״El mole rachamim“ für die verstorbenen Mitglieder des Vereines hielt der Vereinsrabbiner Herr J. M. Glück eine wohlgeordnete und gut durchdachte Droscho und Pilpul-Vortrag. Beim Bankett sprachen die Herren Oberrabbiner aus Poprad, Stara Lubovha und Humenne. Den Reigen der Tischredner schloß der hiesige Oberrabbiner Nathan Grünburg mit einer überaus geistreichen Ansprache. Die Herren Kantoren Josef Singer und S. Heräkoviö brachten herrliche Gesänge zu Gehör, (ig.) —■ Chust: Wie wir bereits berichteten, hat das gewählte Schiedsgericht noch vor Pessach in Sachen der hiesigen Gemeindeangelegenheiten ein Urteil gefällt, auf Grund. dessen die Opposition berechtigt ist, einen Rosch- Bes-Din zu wählen, den die Gemeinde anerkennen muß und dem gewisse Befugnisse eines Rabbiners — wenigstens in seinem Wirkungskreis — zuerkannt werden müssen. Ueber die Details sollte eine separate Entscheidung getroffen .werden. Diese Entscheidung zu fällen wurde aber von Woche zu Woche hinausgeschoben, so daß die Opposition es für notwendig hielt, eine Beratung beim Vorsitzenden des Schiedsgerichtes, dein Hanuäovcer Oberrabbiner, einzuberufen. Im Verlaufe der Verhandlungen haben sich abermals solche grundlegende Gegensätze ergeben, daß die Vertreter der offiziellen Gemeinde die Beratung verließen. Demzufolge sah sich das Schiedsgericht veranlaßt, auf Grund des ersten Urteils der Opposition die Bewilligung zu geben, die Wahl des ihnen zugesprochenen Rosch-Bes-Dins vorzunehmen. Diese Wahl soll angeblich in kürzester Zeit stattfinden. Die Opposition gedenkt, den Päpaer Oberrabbiner R. Jecheskel Grünwald als Rosch-Bes-Din zu akzeptieren. Personainachrictiteif* Seltenes Familienfest in Levoöa. Die jüdischen und nichtjüdischen Bürger des Städtchens Levoöa hatten Vorige Woche die seltene Gelegenheit, an einem 50jährigen Doppelfest, eines ihrer geachtetsten Bürger teilzunehmen. Herr Philipp Braun und Frau, geh. Ilona St.ehr, feierten ihre Goldene Hochzeit im Kreise ihrer Kinder, Enkelkinder und zahlreicher Freunde. Herr Braun feierte auch zugleich sein 50jähriges Berufs jubiläum' als Buchdrucker und Buchhändler in Levoöa. Jahre vorher war sein seliger Vater Kalman Braun von Hunsdorf nach Levoöa gekommen, woselbst er sich eine Essigfabrik gründete und gleichzeitig das Amt eines Rabbiners für die Gemeinden Levoöa und. Kirchdrauf unentgeltlich versah. Im Jahre .1873 ist Kalman Braun von einer Choleraepidemie weggerafft worden. Sein Sohn Philipp arbeitete nun stets für das Wohl der Einwohnerschaft seines Ortes und leistete als Herausgeber verschiedener Lokalblätter und als Repräsentant der Stadtgemeinde und anderer Körperschaften auf kulturellem und sozialem Gebiete Bedeutendes. Aus dem von ihm gegründeten ganz kleinen ״orthodoxen Minjan“ entstand in Levoöa eine mustergültige Kultusgemeinde. Herr Philipp Braun genießt heute die Früchte seiner Arbeit, umgeben von einer fröhlichen Schar von Enkelkindern. Sei dies nur ein Teil der Belohnung, die ihm zusteht. - Todesfälle. Oberrabbiner L. Rosenbaum Mitten in seinem Wirken, verhältnismäßig noch jung an Jahren, ist plötzlich der rühmlichst bekannte Oberrabbiner aus Tälya (Ungarn) im Alter von 52 Jahren gestorben. An der Lewajoh beteiligten sich viele Rabbiner, Gemeindevertreter und Vertreter der Behörden aus den umliegenden Gemeinden. Der Brüder des Verblichenen, der Kleinwardeiner Oberrabbiner, hielt einen tiefempfundenen Hesped. Nach ihm sprach ein Sohn des Niftor, der auch als Nachfolger seines Vaters auserkoren wurde, herzergreifende Worte der Trauer. Es sprachen• ferner die Herren Oberrabbiner von OZd, Szerencs, Szänto, Ujhely, Tokaj, Derecske, Tolcsva Tarcal und Mandok. Alle Redner betonten den großen Verlust, den das ungarische Juden* tum mit dem Heimgang dieses großen Thoragelehrten und edlen Menschen erlitten hat.תנצצ׳ה Nathan Weiß “«y In S e n i c a. n. M. verschied vergangene Woche nach langem, schwerem Leiden Herr Nathan Weiß, der langjährige aufopferungsvolle Chewra-Gabboi. Bei der Lewajoh hielt Herr Oberrabbiner A. Weiß einen ergreifenden Hesped, in welchem er das religiöse Leben des Verewigten schilderte und die Kinder des Niftors aneiferte, sich die Lebensführung ihres verewigten Vaters anzueignen.,ח:צביד >-0e^u;\fe 1W 06stund.3nkfife ב•« ם•* Iba witd Ueuidet... — Auch Ungarn soll, seinen Fall .Prinz haben. Der Rabbiner Franz Hevesi (Sohn des Oberrabbiners Simon Hevesi) in Budapest ist trotz mehrmaliger Rüge des Vorstandes weiter politisch tätig, und zwar als Organisator einer ungarisch-nationalen jüdischen Partei. Die öffentliche Meinung verurteilt den Rabbiner und eine Zeitung schlägt ein aus Rabbinern und Laien zusammengesetztes Schiedsgericht vor, um diese leidige Angelegenheit zu liquidieren. — ״Szombat“, ein zionistisches Blatt, schreibt über den Fall Moses Rath-Wiener isr. Kultusgemeinde: Es würde das Ende ■der Moralbegriffe innerhalb der Kultusgemeinden bedeuten, wenn diese Sitte eine Verbreitung fände; Denn verarmte, über Verbindungen verfügende Männer würden die Ehrenstellen zum Sprungbrett zur Erlangung bezahlter Posten benützen. Es würde ein jüdischer Macchiaveilismus entstehen, das bequeme Ziel würde die unmoralischen Zielsetzungen auch innerhalb der Kultusgemeinden heiligen. Aber ein derartiger Geist darf in den jüdischen Gemeinden nicht Platz greifen. — Vom ungarischen Abgeordneten Nikolaus K enyeres-Kaufmann, einem Mitgliede der Regierungs- Partei, der stark antisemitisch hervorgetreten ist, behauptet sein in Minorität gebliebener Gegenkadidat, daß er eigentlich Moritz Kaufmnn heiße, ein Sohn eines Dorfschochet sei und durch eidesstattliche Erklärung Namen und christliche Konfession sich angeeignet habe. Aus HufnäMCft . . . — Finanzminister a. d. Madgearu wirkt derzeit als TJniversitätsprofessor in Bukarest. Es ereignete sich, daß bei einer Prüfung, die er vornahm, aus der Gruppe der Hörer nur ein Jude seine Frage beantworten konnte. Madgearu nahm dies zum Anlaß, die Hörer zu ermahnen, weniger zu politisieren und eifriger zu lernen. Der Vorsitzende der Studentenorganisation richtete hierauf einen geharnischten offenen Brief an den Professor. Der Student faßt es als Provokation auf, daß Madgearu den jüdischen Hörer lobte und die gegen die Juden gerichtete Numerusvalachicus-Bewegung brandmarkte. — In Szatmär haben auswärtige Gymnasiasten, die unter Obhut ihrer Professoren eine Studienreise nach dieser von zahlreichen chassidischen Elementen bewohnten Stadt unternahmen, die jüdischen Passanten insultiert. Sie rissen ihnen die Streimel vom Kopfe und schnitten manchen die Peos ab. — Die Schüler des Knaben-Lyceums in Craiova haben den jüdischen Professor Abraham Schenker wiederholt insultiert. Der Professor erstattete keine Anzeige, da er um seinen Posten besorgt war: die größten Lärmmacher waren nämlich Künder einflußreicher Familien. Der Direktor der Anstalt wurde aber zufällig Augenzeuge eines groben Vergehens gegen den Professor und leitete aus eigener Initiative die Untersuchung ein. Sämtliehe Schüler wurden aus der Anstalt entfernt. — Im Dorfe Vämfalu hat der rumänische Lehrer Zaharia Bordas dem neunjährigen jüdischen Knaben Paul Klepner mit heißem Blei ein Kreuz in die Stirne eingebrannt. Der Schulinspektor hat ihm wegen dieser unmenschlichen Missetat bloß eine Rüge erteilt. Bordas hat sich auch andere Verbrechen zu schulden kommen lassen. So hatte er mehreren Kindern die Peos abgeschnitten. — Die auf dem Gebiete Großrumäniens bestehenden jüdischen Gemeindeverbände hielten in Bukarest eine gemeinsame Beratung ab. Die in Siebenbürgen bestehenden orthodoxen Gemeinden wurden durch Oberrabbiner Albert Wesel, dem Vorsitzenden der orthodox Unangenehme Kopfschmerzen können durch einfaches Bestreichen von Schläfen und Stirn mit Alpa- Franzbranntwein gelindert werden׳. Einreibungen mit Alpa lindern auch rheumatische Schmerzen und erfrischen bei Ermüdung. Einige Tropfen Alpa in ein Glas Wasser und Sie haben ein gutes Mundwasser. israelitischen Zentralkanzlei, wie auch durch Oberrabbiner Fuchs (Großwardein) und Freund (Sächsisch-Regen) vertreten. Den Impuls zu dieser Beratung gab die wiederholte Einmengung• der Regierung in autonome Gemeindeangelegenheiten und die Gefahr, daß infolge des neuen Kultusgesetzes diese unbefugten Einmengungen sich noch vermehren würden. Oberrabbiner Wesel gab folgende Erklärung ab: Die Orthodoxie kann keine gemeinsame Organisation mit den übrigen Richtungen im Judentum bilden, sie ist aber bereit, von Fall zu Fall zur Verteidigung der gemeinsamen Wirtschaftliehen und sozialen Interessen mit den übrigen Richtungen zusammenzuwirken. Die Versammlung faßte eine Resolution, die gegen die unbefugten Einmengungen des Kultusministeriums protestiert. Der Beschluß wurde durch die Union der rumänischen Juden an den zuständigen Stellen überreicht. — Gegen zwei jüdischeKaufleutein Botosani wurde ein Bombenattentat versucht. — Aus dem Komitat Märamaros (Neurumänien) sind 70 jüdische Familien, insgesamt 200 Personen mit Zertifikaten der Histadruthhaikarim nach Erez- Jisroel ausgewandert. Die Auswanderer waren bereits in ihren jetzigen Wohnsitzen landwirtschaftlich tätig. — Nagykäroly: Der hier seit Jahren wütende Bruderkampf im Rahmen der Gemeinde scheint die Krise übersitanden zu haben und es beginnt eine neue Friedensära zum Wöhle der Gemeinde. Das Ministerium hat die neueingereichte Wählerliste mit 220 stimmberechtigten Gemeindemitgliedern genehmigt und der provisorischen Gemeindeleitung den Auftrag erteilt, die Wahl binnen dreißig Tagen durchzuführen. Sofort nach erfolgter Wahl wird die neue Leitung die Gemeindegeschäfte übernehmen. . . . und aus luy&slawieH Aguda-Tagung in Senta. Zu einer machtvollen Kundgebung gestaltete sich die am 8. und 9. Siwan seitens der jugoslawischen Landes- Organisation der Agudas Jisroel veranstaltete Pegischa in Senta, die sich einschließlich der Delegierten eines Besuches von etwa 150 Mitgliedern erfreute. j Die feierliche Eröffnung erfolgte am Sonntag durch den Landespräsidenten Lipot Klein in den von Herrn Nachmen Klein liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellten Räumen. Herr Klein begrüßte die zahlreich Erschienenen aus dem ganze Lande und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß man als Tagungsort Senta gewählt habe, die Kehillo, in der sich erst vor kurzer Zeit eine bereits starke Orts- und Jugendgruppe konstituiert habe. Redner bedauert nur, daß gewisse orthodoxe Kreise vorläufig der Aguda noch fernbleiben, er wünscht keinesfalls den Kampf mit ihnen, vielmehr ihre friedliche Mitarbeit im Sinne der Thora. Es folgten weitere Begrüßungsansprachen seitens der Herren Hauer, Jenö Eisenstein, Engländer und Leopold. Den Höhepunkt der Vormittagssitzung erreichte ein vom Präsidenten des Landesarbeitsausschusses, Herrn Dr. Milan Engelsrath, Zagreb, gehaltenes Referat über ״Ideologie der Aguda“. Redner unterstreicht die Wichtigkeit der Aguda-Organisation, die die Herrschaft der Thora über Jisroel anstrebt und die vor allen Dingen aber auch kräftig zu arbeiten bestrebt ist für den Aufbau von Erez Jisroel im Sinne von Taurosenu hak'dauscho. Nicht endenwollender (Beifall zeugte von der begeisterten Aufnähme der geistreichen Ausführungen. Der Nachmittag brachte zuerst ein Referat von Dow Kohn, Petrovoselo, über Erez Jisroel. In einer ausführlichen Darlegung weist der Referent auf die Aufgaben hin, die unser dort harren, und fordert tatkräftige Mitarbeit. Ein lebhafte Diskussion schloß sich diesen Ausführungen an, an der der inzwischen aus Subotica eingetroffene Herr Rabbiner Samuel Deutsch, der geistige Vater der jugoslawischen Aguda-Organisation, sich eben* falls beteiligte. Auf Erez Jisroel zu sprechen kommend,