Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 23 (14.6.1935)
- Date
- 1935-06-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 23 Aus Erez Jisroel. (Siehe auch ״Von Woche zu Woche״.) Von unserem Korrespondenten. Während die dritte Sitzung im Rahmen der Verhandlungen, die zwischen der Agudas Jisroel und dem Waad Leumi wegen der Anerkennung der orthodoxen Gemeinden in Erez Jisroel geführt werden, hauptsächlich von den Referaten der Aguda-Vert r e t e r ausgefüllt waren, galt die 4. Sitzung, die am 24. Ijar stattfand, der Unterbreitung des Standpunktes des Waad Leumi. Die agudistischen Vertreter haben sich inzwischen mit dem geschäftsführenden Ausschuß der Aguda-Weltorganisation und mit den rabbinischen Autoritäten der ganzen Welt in Verbindung gesetzt, um dann ihre Gegenäußerung abzugeben. Einige Tage später fand eine Vollsitzung der neugegründeten Expositur der Aguda- Weltorganisation in Jerusalem statt, bei der unter anderem auch über die Verhandlungen mit dem Waad Leumi beraten wurde. Rabbi Jonathan H o r 0־ witz konnte bei dieser Gelegenheit das besonders warme Verständnis hervorheben, das die Vertreter der Regierung bei den Verhandlungen dem agudistischen Standpunkt entgegenbringen. Bei dieser Sitzung wurde auch die Durchführung einer Sammelaktion für den Keren Hajischuw im Heiligen Lande selbst beschlossen und die Ausarbeitung eines genauen Programms für diese Aktion einem engeren Komitee übertragen. Vergangene Woche stattete der Chef des Ein- Wanderungsdepartements der Palästina-Regierung, Abteilung Jerusalem, dem neuen Zentralbüro der Agudas Jisroel einen Besuch ab, bei welcher Gelegenheit die Frage der Gewährung von Zertifikaten für J eschiwoh-Bachurim eingehend besprochen Wurde. Es ist zu hoffen, daß diese Frage in Bälde eine günstige Erledigung finden wird. Vor einigen Tagen ist hier Rabbi Joel Herzog s. Z. 1. aus Paris verschieden, der sich große Verdienste um die religiösen Anstalten in Jerusalem erworben hatte. Die Aguda-Zentrale und die orthodoxe Gemeinde forderten die Bevölkerung auf, an der Lewajoh zahlreich teilzunehmen, welchem Ruf auch allgemein Folge geleistet wurde. Die agudistische Reisegesellschaft aus Ungarn und Rumänien, an der sich unter den anderen bekannten Persönlichkeiten auch die Söhne des Wischnitzer Rebbe und der verdienstvolle Mitarbeiter der ״Jüdischen Pre3se", Rabbiner Josef Adler, Schäßburg, beteiligten, wurde sehr feierlich empfangen. Die Reisegesellschaft, die es sich 2ur Aufgabe gemacht hat, die breitesten Kreise der Einwanderer aus ihren Ländern für die Aguda-Idee zu gewinnen, wurde gleich nach ihrer Ankunft von Oberrabbiner Duschinsky empfangen. Und wieder ist es die Frage der Selbständigkeit derorthodoxenJuden im Heiligen Lande, die in den letzten Tagen die Gemüter beschäftigt. Von absolut verläßlicher Quelle erfährt Ihr Korrespondent, daß der palästinensische ״M i s r a c h i" darangeht, einen Aufruf gegen die Selbständigkeitsbestrebungen der Orthodoxie zu verbreiten, der von einzelnen Rabbinern unterzeichnet werden soll. Kenner der Verhältnisse werden über diese Verhaltungsweise des Misrachi, der immer auf der Seite der Zionisten gegen die Orthodoxie kämpft, nicht überrascht sein. Daß diese Machenschaften erfolglos bleiben werden, ist, soweit es vom Willen der selbstbewußten Orthodoxie abhängt, selbstverständlich. Die Wahrheit und der Wille, sich im Thorageist ausleben zu können, liegen auf unserer Seite. Auch der Sieg muß unser sein. Inzwischen werden die Vorbereitungen für die erste Sitzung der rekonstruierten palästinensischen Landeszentrale der Agudas Jisroel fieberhaft getroffen. Zu der Sitzung werden zahlreiche Gäste eingeladen und es verlautet, daß Oberrabbiner Duschinsky die Sitzung im Namen des Rabbinischen Rates persönlich eröffnen wird. Die Hauptreferate werden die Herren Rabbiner Mosche Blau und Rabbi I. M. Senkowitz vortragen. Oberrabbiner Duschinsky begibt sich in den nächsten Tagen zu einem kurzen Erholungsaufenthalt nach Karlsbad. Er wird die Gelegenheit wahrnehmen, um mit den Gedole-Hathora und den Führern des orthodoxen Judentums in der Gola die aktuellen Probleme des religiosen Judentums im Heiligen Land zu besprechen. Im Rahmen des erfreulichen Aufstieges, den die Agudas Jisroel im ganzen Lande nimmt, verdient die Ent- PaIäft1na?Fragena1rfderTagungderMandatsk01n11ufl10n. Die Permanente Mandatskommission des Völkerbundes, unter Vorsitz von Marquis Theodoli, prüfte in ihrer Sitzung vom 5. Juni den Jahresbericht für 1934 des Mandatars für Palästina und Transjordanien. Als beglaubigte Vertreter assistierten der Assstant Chief Secretary der Palästina-Regierung, Herr M ס o d y, und Herr Downic vom Colonial Office. Herr Moody berichtete, daß die finanzielle Position der Palästina-Regierung weiterhin gesund ist. Die Einkünfte aus Zöllen halten sich auf einem hohen Niveau. Es war auch möglich, die Steuern in gewissen Hinsichten zu reduzieren. Die lokale I nd u s t r i e entwickelte sich in einer gesunden Weise. Die Häfen von Jaffa und Haifa wurden erweitert und verbessert, aber benötigen bereits weiterer Ausdehnung, um den wachsenden Geschäftsumfang zu bewältigen. Der Zivillufthafen nahe Lydda werde ebenfalls entwickelt. Die Ernteaussichten seien infolge der Winterregen gute. Alles nur Mögliche werde getan, um das Los der. palästinensischen Farmer — jüdischer wie arabischer — zu bessern; sie erhalten Unterstützungen durch die landwirtschaftlichen Stationen der Regierung, ein Programm, an dem der High Commissioner besonders interessiert ist. Bei Erörterung der Verwaltung des Palästina- Mandats erklärte Herr Moody: Die Einführung eines Legislative Council in Palästina wird erwogen, nachdem das Funktionieren der Munizipalautonomie besser übersehen werden kann. Die arabisch -jüdisehen Beziehungen bessern sich, trotz Spannung auf politischem Gebiete. Herr Moody kam auch auf die ernste innerjüdische Spaltung zwischen Zionisten und Revisionisten zu sprechen. Auf der Nachmittagssitzung der Permanenten Mandatskommission des Völkerbundes vom 6. Juni wurde die Frage jüdischer Einwanderung in Palästina und Transjordanien erörtert. Ferner wurde die Frage arabischer Einwanderung in Palästina diskutiert. Herr Moody erklärte, daß die Zahl der nach Palästina kommenden Araber unbedeutend ist. Einige Mitglieder der Mandatskommission befragten ihn über die Möglichkeiten jüdischer Einwanderung in Transjordanien. Herr Moody erwiderte, daß im Prinzip keine Hindernisse bestünden. Aber Gründe p 01 itischen Opportunismus sprechen immer noch dagegen. Wicklung der Aguda-Mädchen- und -Frauenbewegung besondere Beachtung. Dieser Tage wurde eine eigene Kleider- und Wäsche-Nähwerk- Stätte für die Benos Agudas Jisroel in Tel-Äwiw errichtet, die unter der Leitung des Fräuleins Gourary steht. Die Mädchengruppen erwarten den Besuch des Herrn Friedensohn, der sich als Leiter der Beth-Jakob- Bewegung in Polen einige Zeit hier aufhalten wird. Menachem Glikman-Porusch, Jerusalem. Für Reifung der Rabbiner aus Sowjet# rußland♦ Der Präsident der Rigaer jüdischen Gemeinde und der lettländischen Aguda, Abg. Dubin, ist in London eingetroffen, um eine Aktion zur Rettung Sowjetrussischer Rabbiner durch Ermöglichung ihrer Niederlassung in Erez Jisroel einzuleiten. Die Londoner Aguda veranstaltete ihm zu Ehren einen Empfang, bei dem die lettländische Gesandtschaft durch den Charge d'Affaires M. Alberts vertreten war. Der Vorsitzende H. A. Goodman erklärte, in der Persönlichkeit des Gastes sei das Leben und die Wohlfahrt der Judenheit eines ganzes Landes verkörpert. Abg. Dubin dankte für die Begrüßung und erklärte, er habe sich niemals um die religiösen oder politischen Anschauungen eines Hilfsbedürftigen gekümmert, möge es sich um einen Rabbiner oder um einen Freidenker gehandelt haben. Doch halte er es für richtig, daß an der Spitze des jüdischen öffentlichen Lebens r e 1 i* giöse Juden, Agudisten, stehen. Es sei unrecht, daß , irreligiöse Juden sich bemühen, die Gemeinden zu politischen Parteizwecken zu erobern. Er empfinde Genugtuung darüber, daß in Lettland die Regierung die Aguda mit der Vertretung der Juden des Landes betraut. Abg. Dubin kam sodann auf den Zweck seines Besuches in London zu sprechen. Scheinbar habe die Judenheit der Welt die in Rußland lebenden Rabbiner vergessen. Er könne sich aber keine vornehmere Aufgabe vorstellen, als den russischen Rabbinern zu helfen, sich in Erez Jisroel niederzulassen. Landeskonferenz der polnischen Zeire Agudas Jisroel. Im feierlichen Rahmen und bei einer Beteiligung von mehr als 300 Delegierten wurde am Sonntag, den 8. Siwan, in Warschau die dritte Landeskonferenz der Zeire Agudas Jisroel in Polen eröffnet. Nach einer glänzenden Begrüßungsansprache des Präsidenten Oberrabbiner Zwi Hirschhorn, .Taworzne, fand der angekündigte Sijum Hasohass statt, an dem sich auch viele hunderte Gäste beteiligten. Es folgten die Begrüßungen der Herren Rabbiner Stockhammer für den Rabbinisehen Rat, M. Kaminer für die Warschauer Kultusgemeinde, A. Z. Friedmann für die agudistische Chinuchzentrale, S. Sendik für die Poale Agudas Jisroel und B. Hendeles namens der Erez-Jisroel-Zentrale. Die Aguda- Jugend des heiligen Landes ließ sich durch Herrn Nathan ' Halpern aus Wien vertreten. Die Arbeitssitzungen begannen am Montag mit einem großangelegten Referat des Präsidenten der polnisehen Landesorganisation, Rabbi I. M. Lewin. BLED J U G O S HOTEL- PENSION L A W I E N! OLYHPiC Streng orth.כשר Wiener Küche. Am Ufer des Sees an der Hauptallee, mit allem Komfort, I fließendes kaltes u. warmes Wasser. Aufenthalt I in den prachtvollen Julischen Alpen. Prospekt I auf Wunsch ' Gegen Schlafstörungen kann man nur dann etwas ausrichten, wenn man die herz- und nervenerregende Wirkung des Coffeins ausschaltet. Kaffee Hag ist feinster, echter Bohnenkaffee, aber coffeiiv frei und vollkommen unschädlich. Darum stets: KAFFEE HAG Auf seiner Reise sorgte Obadjahu dafür, daß weite Kreise die Tragik Chiels kennenlernten. Insbesondere hoffte er, daß sein Freund Naboth in Jesreel durch diese Nachricht in seinen Sympathien für die Siebentausend gestärkt werden würde. Es war ihm willkommen, daß ihn der Auftrag Achabs zu längerem Aufenthalt in Jesreel zwang. Naboth war hocherfreut, seinen alten Freund wieder- Zusehen, aber trotzdem war er etwas verlegen. Wie jeder von den Siebentausend, hatte er bisher die Gewohnheit, wenigstens einmal im Jahre an einem Wallfahrtsfeste in Jerusalem zu erscheinen. Dort ward er mit Freuden erwartet, denn alles lauschte begeistert, wenn er mit seiner melodisch reinen Stimme gewaltigen Umfangs Davids Psalmen sang. Sein Fernbleiben war deshalb aufgefallen und er fürchtete, daß Obadjahu ihn deshalb zur Rede Stellen 'würde. Um so angenehmer war er überrascht, als Obadjahu zu ihm sagte: Naboth, Freund meiner, Jugend, ich habe etwas sehr Ernstes und sehr Vertrauliches mit dir zu besprechen ... Darf ich ganz offen reden? ' Sprich, und ich werde mich deines Vertrauens würdig erweisen. Naboth, du weißt doch, wie grausam Königin Isabel die Prophetenschüler morden ließ. Nun, dir mag ich’s sagen, daß es ihr nicht ganz gelungen ist. Was, es, leben noch Menschen aus der Schule des Ächijah? Wo sind'sie? Sage es mir, ich möchte hei Ihnen jnein bedrücktes Gewissen erleichtern. Gemach, sie leben, hundert von ihnen vermochte ich dem wahnsinnigen, Groll Isabels zu entziehen. In zwei Höhlen... im zerklüfteten Karmel-Berg habe ich sie geborgen.-•Es־־gelang mir,-dank * der unermüdlichen Beihilfe und der Verschwiegenheit meines trefflichen Weibes, sie heimlich, wenn auch kärglich zu ernähren. Es geht aber schwer. Brot kann ich allenfalls beschaffen. Aber mit dem. Wasser hapert es. Möchtest du mir helfen? Du wohnst ja unweit des Kisonbaches. O, wie gerne. : Aber, Naboth, verzeihe, ich mache dich aufmerksam, es׳ ist nicht' ohne Gefahr, Isabel hat Aufpasser überall. ׳ Ach, die fürchte ich nicht. Aber, Obadjahu,. ich — fast schäme ich mich es zu sagen — ich fürchte ihre Zauberkünste. Und — hier begann Naboth bitterlich zu weinen — diese Furcht, diese dumpfe Ahnung, als stelle mir diese Hexe nach dem Leben, diese Angst veranlaßte mich, dieses Jahr nicht nach Jerusalem zu kommen. O, Obadjahu, unser Volk ist gar nicht so schlecht. Sie würden selbst den Pfaffen des Baal und der Astaroth Trotz bieten, aber dieses fürchterliche Bangen vor der unheimliehen, dunklen Macht der sidonischen Isabel lähmt alles. Wenn du uns von diesem finsteren Druck befreien könntest, glaube mir, deine Siebentausend würden sich bald verdoppeln. Nun, Naboth, da mag es dir zum Tröste gereichen, daß die gute Zeit bald anhebt. Und dann erzählte er ihm von dem plötzlichen Tode des Chielssohnes Abiram, von dem ungeheuren Eindruck, den dieses Ereignis gemacht hatte; auch davon erzählte er ihm, daß drüben jenseits des Jordan, im Gebirge Gilead ein Mann auf getaucht sei, ein Schüler des Achijah aus Silo, ein gewisser Eljahu, ein furchtloser Mann, ein g-ttbegnadeter. Er heischt Treue und verheißt Erlösung. Ich ahne, er wird uns helfen. Wir aber wollen das Unsrige tun. Naboth, willst du mir helfen? Ich bin bereit. Nun, wohlan! Morgen in aller Frühe verlasse ich dich. Gegen Mittag ruhe ich auf dem Berge Karmel, dort, wo man freien Blick auf das weite, große Meer des Westens hat. Du folgst mir im Abstand einer Stunde unauffällig. .An jener Ecke ist eine dichte Gruppe von Olivenbäumen, darüber ein uralter Bäum riesigen Umfanges. An diesen wirst du mich gelehnt finden, ich singe das Lied vor mich hin, das einst König David sang, als er sich in einer Höhle vor König Saul bergen mußte. So wie du kommst, verschwinde ich. In die Baumhöhlung kannst du dann Trank und Nahrung legen. Die Propheten- Schüler kennen das Zeichen und holen abends, was im Baum sich befindet. Aber sei vorsichtig. Die Baalspfaffen schwirren überall umher. ־ So, und nun muß ich dir noch ein Zweites bittend vortragen. Der König will sich hier im milden Emek eine Residenz für die rauhe Regenzeit bauen. Weißt, du hier in Jesreel ein geeignetes Grundstück? Hier in Jesreel? In meiner Nähe?,' Hier in Jesreel,'in deiner. Nähe. Da wirst du• dich am besten überzeugen, daß diese Isabel keine Zauberin ist, sondern nur ein bitterböses Weib. Gut, komme mit, ich will dir das Grundstück zeigen. Es liegt ganz in der Nähe meines Weingartens. Den mußt du sehen. Den habe ich gepflegt. Ist ein Erbstück in meiner Familie von unvordenklichen Zeiten her. Die Trauben mußt du kosten. Nachdem Obadjahu das Grundstück eingesehen und mit dem Besitzer den vorläufigen Kaufvertrag abgeschlossen hatte, zog er seines Weges. Kam nach Sarphat, wo des Amitai Witwe wohnte, eine treffliche Frau, die mitten in der sidonischen Umgebung ihrem Sohne Jona von der Größe und Reinheit des jüdischen Glaubens erzählte. Zog weiter und kam nach Sidon und Sür, denn Ethbaal hatte seine Residenz dorthin verlegt. An großen Fabriken kam er vorüber, es waren die Herstellungsstätten des Purpurs, aus denen übler Geruch auf die Straße drang. Mächtige Ballen des fertigen Stoffes wurden an die Schiffe gebracht, von denen die einen nach Tarschisch in Spanien, die anderen nach der Küste Nordafrikas be. stimmt waren, Obadjahu war betroffen, wie unfreundlich er von, der Mannschaft der für Afrika bestimmten Fahrzeuge betrachtet wurde. Geh’ hinweg, schrie ihn ein dunkelfarbiger Matrose an, wir haben es nicht vergessen und werden es nicht vergessen, daß einst unsere Ahnen von der Sippe des Girgasch und Jevas vor eurem Nun-Sohn in die Steppe Afrikas flüchten mußten. Wir vom Blut Kenaans, wir Cham-Leute, wir hassen euch. Aber unsere Isabel wird euch noch zu unseren Knechten machen. Euer Schomron wird bald so kanonarisch sein wie unsere Karta-Chaske. Bald ward es Obadjahu in dieser Atmosphäre unbehaglich. Auch am Hofe Ethbaals, an dem er an und für sich freundlich empfangen wurde, sah er so abscheuliche Formen des Götzendienstes,־ daß er möglichst bald dieser Stadt den Rücken kehrte. Trotzdem hatte ihm anfänglich manches wohl behagt, namentlich die Künstlerwerk־ statten. Als er sich aber mit den Meistern unterhielt, erfuhr er, daß all diese Gegenstände, die. sie eben fabrizierten, Flöten aus Elfenbein, kleine Spitzsäulen aus edlem Holz, Zimbeln und Pauken, auf Bestellung der Isabel gefertigt wurden, um einer großzügigen Propaganda für Baal und Astaroth zu dienen, und da eilte er heimwärts. (Fortsetzung folgt.)