Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 22 (6.6.1935)
- Date
- 1935-06-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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vos WoiiM• /ו* Woclie 9 In der Nähe von Haifa betrat eine Gruppe von 11 Arabern widerrechtlich jüdischen Boden und wurde von der Polizei verhaftet. Vor Eintreffen der Polizei ver- Süchten die jüdischen Siedler, die Araber abzudrängen, wobei es auf jüdischer Seite einige Verletzte gab. 9 Amtlich wird bekannt gegeben, daß im Monat April d. J. 4556 Juden, von denen 213 zur Kategorie A (Einwanderer mit einem Mindestkapital von 1000 Pfund) gehörten, sowie 51 Araber in P alästina eing e wandert sind. Die jüdische Einwanderung im März wurde offiziell mit 6800 Personen, unter ihnen 558 Kapitalisten, angegeben. 1 9 Im Zusammenhang mit der Ermordung des jungen Revisionisten. Kalman S chapiro in der Jerusalemer Vorstadt Keren Abraham am 3. Mai wurden am 21. Mai zwei Araber verhaftet. Der eine wurde vom Polizeirichter auf freien Fuß gesetzt, der zweite zwecks weiterer Ausforschung in Haft behalten. 9 Ein arabischer Fellache wurde vom Gerieht wegen versuchten Mordes an einem jüdischen Wächter in Ramat Hakovesh im Wadi Havarit zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem sich herausgestellt hat, daß der Fellache Mitglied einer organisierten Horde war, die sich planmäßige Ueberfälle auf jüdische Siedler zum Ziel gesetzt hat. 9 Wie die palästinensisch-rumänische Handelskammer in Tel - Aviv mitteilt, wird auf Grund einer Verordnung des rumänischen Handelsministeriums, der lOprozentige Einfuhrzoll auf palästinensische. Waren■ künftighin in Rumänien nicht mehr erhoben werden. 9 In Anwesenheit von Vertretern der Regierung und der Armee wurde auf dem jüdischen Friedhof von Riga ein Denkmal für die in den lettlündischen Freikeitskämpfen der Jahre 1919 und 1920 gefallenen Juden enthüllt. Die arabische Zeitung ״A Difaate berichtet, daß der 5000 Dunam umfassende Boden des Dorfes Geor a nördlich von Haifa an Juden verka uf t worden sei. Der Verkaufspreis habe 13.800 Pfund betragen. Polizei erschien überraschend im Büro der J ewish Golonisation'As so.ciation in I st am b ul, verhaftete den Leiter der J. C. A-Arbeit in der Türkei, Direktor Tscherniak, und beschlagnahmte sämtliche Akten. Auch in der Privatwohnung Tscherniaks und in den Wohnungen der übrigen Angestellten wurden Hausdurchsuchungen vorgenommen. Ein Grund für die polizeiliche Aktion wurde bisher nicht gegeben. Einem Vertreter der Jüdischen Gemeinde, der Tscherniak im Polizeigefängnis aufsuchen wollte, wurde die Erlaubnis hiezu verweigert. Die traditionellen Lag -b’o me r - F eierlichkeiten fanden in Meron unter Beteiligung von etwa 5000 Personen statt. Nach Meron kamen außer den Pilgerzügen aus den Nachbarortschaften auch zahlreiche im Lande weilende Touristen, unter ihnen auch eine größere Zahl von Rabbinern aus Polen und Rumänien. . # Die ,Investitionen ■in Baut e.n i« Pa lästi n.a während)■des Jahres 1934 betrugen insgesamt' 10 Millionen■ Pfund? zu denen die Juden• mehr als die Hälfte beitrugen. Die Einfuhr von Baumaterialien hat sich im letzten Jahre verdoppelt. ',.־ ••׳•; In der Nacht zum 28. Mai sind auf dem jü d'isehen Friedhof in Oldenburg zahlreiche Grabdenkmäler umgeworfen und zertrümmert worden. In den ersten fünf Monaten des Jahres, 1935 gingen aus Polen durch Vermittlung des zentralen Palästina-Amtes 10.888 Personen nach Palästina, in den gleichen fünf Monaten des Jahres 1934 gingen aus Polen nur 5035 Pei'sohen nach Palästina, somit beträgt die Steigerung in einem Jahre mehr als 100 Prozent. Die jüdische Kultus gemeinde in Ancona (Italien) feierte am Lag Vomer das 25jährige Amtsjubiläum ihres Rabbiners Dr. H. Rosenberg. Rabbiner Dr. Rosenberg, der in Lipjany (Slovensko) geboren ist, besuchte die Bratislavaer Jeschiwoh und die Rabbinerseminare in Berlin und in Florenz. Seit Uebernahme der Macht im D an zi g e r Freistaat durch die Nationalsozialisten, herrscht nicht mir in der Stadt Danzig antijüdischer Terror, sondern auch in den Danziger Bädern Zoppot, Oliv a, Bresen und Gletkow. Die jüdischen Gäste werden belästigt upd öffentlich beleidigt, ohne von der Polizei in Schutz genommen zu werden. < Das Präsidium der Jüdischen Gemeinde ■von S al o niki hat eine Zählung der jüdischen Bev ölkerun g der Stadt eingeleitet; es wird dies die erste jüdische Volkszählung in der Geschichte Griechenlunds sein. ׳.: . Der Bau der neuen J erusalemer Wasserlei t-un g wird erst ifn Mai 1936 fertig gestellt sein. Ein neues offenes Reservoir soll bis dahin die Wasser- Versorgung verbessern. Zwischen dem Jerusalemer Stadtrat und der Regierung finden Besprechungen wegen Herab- Setzung der Wasserpreise statt. 9 Wie der ״Gießener Anzeiger“ meldet, fand in Gedern in Oberhessen der zweite juden freie Pr ämiierun g s- und Krämer markt statt, der 'noch besser besucht und beschickt war, als der erste. % Die Gesellschaft für Gesundheitsschutz der Juden T.O.Z., polnische Schwester gesellschaft der Ö.S.E., richtet für diesen Sommer auf dem Lande 29 Kolonien und 29 Halbkolonien zur .Unterbringung von 13.346 Kindern ein. Die Kosten dieser Aktion sind mit 365.000 Zloty veranschlagt. Der Vorsitzende des Dnve für. 1935 des United Jewish Appeal, Felix M. Warburg, teilt mit, daß für den Drive, dessen Ziel es ist, 3,250.000 Dollar für Hilfe an die Juden Deuts chl an äs un d O.s teurop as, Sowie für Palüstindaüfbäu aufzubringen, bisher bereits 150.000 Dollar; eingegangen sind. 9 In den letzten Tagen wurden im Tale J ezree l durch Funken aus vorbeifahrenden Lokomotiven mehrere Brände vemrsacht, die die Ernte von etwa 1000 Dunam vernichteten. 9 Die Polizeibehörde in Tel- Aviv hat die nach T et-Aviv einperjifene Palästina - Konferenz der Ju den st a dt spar t ei' ver bo tep, ß, Grün, n., Taborstraße 8 b, Tel. «66*3*42׳־. Atelier für feine Herrengarderobe• W * jemscirc presse mkt *' .... # Konferenz dies polnischen agudistisdten Zcnfralrafcs« In Anwesenheit sämtlicher Mitglieder des Zentr alrates der agttdistischen Landesorganisation in Föten fand vergangene Woche in Warschau die diesjährige Landeskonferenz statt. Nach den umfassenden Ke* feraten des Vorsitzenden Rabbi I. M. Lewin, des Sejmdeputierten Rabbi Aroh Lewin tind der anderen Referenten, wurde über sämtliche aktuellen Fragen der polnischen jüdischen Orthodoxie diskutiert. Aus den Tätigkeitsberichten über die verschiedenen Gebiete der agttdistischen Arbeit War der überaus große Auf* schwung zu ersehen, den die agudistische Organisation in Polen in den letzten Jahren genommen hat. Die Konferenz dauerte zwei volle Tage und wurde mit einer Schlußrede von Kabbi I. M. Lewin beendet. Der Zentralrat der polnischen Agudas .Tisroel hat auf seiner Tagung folgende Resolutionen beschlossen: Der Z. R. nimmt den Bericht der Leitung mit Anerkennung zur Kenntnis und spricht den führenden Persönlichkeiten Mut für die fernere Arbeit zu. Der Z. R. beschließt, die Schaffung eines eigenen Dezer* nates für sozial-ökonomische Angelegenhei ten. Der Z. R. wünscht die baldige Einberufung der Kenessio Gedauloh, die die aktuellen Probleme der jüdischen Weltorthodoxie einer Lösung näher bringen soll.. Das Z. K. wird beauftragt, die baldige Einberufung zu betreiben und Erez .Tisroel als Tagungsland, vorzuschlagen. Das Z. R. beschließt die Schaffung eines Ehrengeri.chtes, dem fünf Mitglieder des Rabbinischen Rates, drei Vertreter des Z. K. und je ein Vertreter der Zeire Agudas Jisroel und der Poale Agudas Jisroel angehören. Das Ehrengericht hat alle innerhalb der agudistischen Organisation auftauchenden Differenzen auszutragen. Der Z. R. beschließt die Reaktivierung des Sekret.aria.ts *des Rabbinischen Rates, das die agudistische Arbeit zu überwachen und die religiösen Fragen zu lösen hat. Der Rabbinische Rat wird notwendigerweise öfters Konferenzen abhalten müssen. Der Z. R. beschließt die Durchführung einer großzügigen Propagandaaktion für Schmiras Schabb o s und ersucht die Warschauer jüdische Kultusgemeinde, sämtliche Kultusgemeinden Polens zu einer Konferenz einzuladen, auf der über die im Zusammenhang mit Schmiras Schabbos stehenden Fragen, insbesondere über das Zwangssonntagsruhegesetz, beraten werden soll. Der Z. R. richtet an sämtliche jüdischen Arbeitgeber den dringenden Appell, nur Schomre-Schabbos-Arbeiter und Angestellte zu beschäftigen und ersucht das Z. K., eine intensive Propaganda für Chisuk-Hadas durch Herausgabe von Broschüren und durch Redner zu entfalten. Der Z. R. protestiert gegen die geplante Auflassung des alten jüdischen Friedhofes in Wilna und beauftragt das Z. K., die nötigen Schritte dagegen einzuleiten. Der Z. R. erachtet es als Pflicht;jedes Agudisten, die orthodoxe Presse zu lesen und zu abonnieren. Der Z. R. stellt fest, daß die Zahl der für Agudisten zur Verfügung stehenden Palästina-Einreisezertifikate in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Verhältnissen steht und fordert von der Exekutive der agudistischen Weltorganisation. die.. E!nJ e i taim g , en e r g is ch er S c;h r i •t'׳t~e, ii md i e s e'm -M-i'ß^'am d ä:b z־u׳h e 1 f e hr ־ Der Z. R. beschließt, entsprechend den Notwendigkeiten n e u e Hachschoroh statten für agudistische Olim zu schaffen und. eine großzügige ׳Sammelkampagne für den Keren Hajiscbuw durebzufübren. '־ Der Z. R. nimmt die Berichte der pariamentarischen Vertretung der Agudas Jisroel zur Kenntnis und drückt den parlamentarischen Vertretern, den Deputierten Rabbiner Lewin und L. Minzberg und dem Senator A. Mendelsohn, für ihre energische und hingebungsvolle Arbeit Anerkennung und Vertrauen aus. Der Z. R. hat den Wunsch, sie auch als Mitglieder der künftigen parlamentarischen Instanzen zu sehen. Der Z. R. stellt fest, daß die Schaffung einer Jüdischen Einheitsfront nötig ist und beauftragt die Exekutive, Schritte zur Schaffung eines solchen jüdischen Einheitsblocks zu unternehmen. Der Z. R. beschließt, sich aktiv an der allgemeinen Aktion zur Verewigung des Andenkens an den großen Führer und Erbauer Polens, Marschall Joseph Pilsudski, zu beteiligen. Der Z. R. protestiert als Vertretung des religiösen Judentums in Polen kategorisch gegen die Angriffe auf die jüdische Schechita und gegen die Versuche, die Schechita zu untergraben. Er fordert die orthodoxen Parlamentarier auf, bei den zuständigen Stellen a) Abwehr der Angriffe gegen die Schechita, b) Erhaltung angemessener, Schächttaxen zwecks Sicherung der Existenz der Gemeinden, c) Maßnahmen gegen die Winkel-Schechita zu fordern. Der Z. R. beauftragt die orthodoxen Parlamentarier, sich bei den zuständigen Stellen darum zu bemühen, daß bei der Novellierung des Gesetzes über die Wirtschaft der jüdischen Gemeinden die Forderungen des orthodoxen Judentums berücksichtigt werden. Dritte Landeskonferenz der Zeire Agudas Jisroel in Polen. Am 8., 9. und 10. Siwan d. J. findet in Warschau die dritte Landeskonferenz der Zeire Agudas Jisroel in Polen statt. . _ Schon; seit «Wochen-■werden^;iip, ganzen; Lande die : Wörbereitüngerr'-■für•׳ diese״Konferenz ' getroffen. Ileberall haben die gewähltem Delegierten im Rahmen ihrer Gruppe Besprechungen abgehalten und die Landeskonferenz wird, daher ein getreues Spiegelbild der innerhalb: der agudistisehen Jugendbewegung Polens herrschenden ־' Stimmung gleben.Wenn die Agudas Jisroel heute die größte jüdische Organisation ihres Landes darstellt, so ist an diesem Aufschwung zu einem großen Teil auch die Jugendbewegung beteiligt. In diesem Sinne wird der bevorstehenden Landeskonferenz allseits mit großem Interesse entgegengesehen, und so wollen auch wir die Hoffnung aussprechen, daß es der Konferenz gelingen möge, erfolgreiche und ersprießliehe Tätigkeit einzuleiten und zu entfalten. Der Jud ist schuld . . . Innerairiabische Kämpfe werden auf die Juden abgewälzt. Die arabische Zeitung ״iFalastin“ und andere arabische Zeitungen setzen den Kampf gegen den Jerusalemer Mufti iHaj Amin el Husseini, gegen den Emir Shakib Arslan vom syrisch-palästinensischen Komitee in Genf und andere ״sündige Führer“ fort, die nach Meinung dieser Presse ihren "eigenen Nutzen über die arabischen nationalen Interessen stellen und einmal für die Interessen der Engländer, ein andermal für die der Italiener, ein drittenmal für die der Juden arbeiten. Diese Führer handeln mit dem Blut •des Volkes, das während der Ereignisse in den Jahren 1921, 1929 und 1934 vergossen wurde. Neun Zehntel •der für die arabischen Opfer dieser Ereignisse eingeflossenen Spenden haben sie in die eigenen Taschen gesteckt. ״Falastin“ spricht die Ueberzeugung aus, daß die arabische öffentliche Meinung diese Führer bald zwingen wird, vom ׳Herrscherstuhl abzutreten. Das Organ des Mufti, ״Al, Jamea el Arabia“,, erklärt, die Urheber dieses Sturme^ gegen den Mufti seien die Juden; die Jewish Agency habe für ihr ״arabisches Büro“ in diesem Jahre Pf. St, .30,000.— aufgewendet, mit diesem Gelde werden die ׳Schreibfedern und die Herzen der Araber erobert. Die JewLsh. Agency sehe in dem Mufti ihren 1Hauptgegner, weil er es nicht zuläßt, daß arabischer Boden in jüdische Hände übergeht. Deshalb organisiert die Jewish Agency die öffentliche Meinung gegen den Mufti und gegen Emir Arslan, ' der , ״im Herzen von Europa, in Genf, für die arabische Palästina- Sache tätig ist." Juden willkommen... In Argentinien, Uruguay und Brasilien. Der Hochkommissar des Völkerbundes für die deutschen Flüchtlinge, James MacDonald, der kürzlieh aus Buenos Aires nach Uruguay abreiste, erklärte Pressevertretern, die argentinische Regierung verhalte sich günstig zu dem von ihm, MacDonald, gestellten Verlangen, eine gewisse I^ahl ׳Flüchtlinge aus Deutschland nach Argentinien einzulassen, wo sie sich seßhaft machen sollen. MacDonald verhandelte auch mit der Regierung von Uruguay und begab sich von dort nach B r a s i'l i e n, um mit der dortigen Regierung die «bereits im April be* gonnenen Verhandlungen wegeh’&eßhäftm&chung deutscher Flüchtlinge in'Brasilien zu Ende zu führem Anfangs Juni begibt sich JamQS MacDonald nach,! New York. BLED J U G O S HOTEL- PENSION L A W I E N OLYNPIC Streng orth.כשר Wiener Küche. Am Ufer des Sees an der Hauptallee, mit allem Komfort,- fließendes kaltes u. warmes Wasser. Aufenthalt in den prachtvollen Julischen Alpen. Prospekt auf Wunsch Zionistische Propagandamethoden. Die orthodoxen Rabbiner in Polen erhielten vergangene Woche eine vom ״Misrachi“ gefertigte Aufforderung, einen Aufruf für die zionistischen Fonds zu unterfertigen. In dem.Aufruf werden die religiösen Juden aufgefordert, der Zionistischen Partei bei zutreten. Nachdem aber vorauszusehen «war, daß die; orthodoxen Rabbiner dieses Ansinnen selbstverständlich zurückweisen werden, schrieben die Zionisten an die Rabbiner, daß der Aufruf mit ihrer Unterschrift im, Druck erscheinen wird, falls sie innerhalb einer kurzen Frist dagegen nicht ausdrücklich ihr Veto einlegen sollten. Diese Provokation der orthodoxen Rabbiner hat in den polnisehen orthodoxen Kreisen Erbitterung gegen die Jüdischnationalen hervorgerufen. Die «Förderung und Unter- Stützung der areligiösen zionistischen Fonds wurde bekanntlich von den maßgebendsten Autoritäten des orthodoxen Judentums als religionsgesefczlichunzulässig erklärt.! * ' ✓ Antisemitische Exzesse im Lodzer Stadtrat, Bei der vorige Woche abgehalteneh letzten Budget- Sitzung des Lodzer Städtrates kam es zu schweren Ausschreitungen der nationaldemokratischen Stadfverordheten, bei denen sieben Personen, darunter auch der agudistische Präsident der Lodzer jüdischen Kultusgemeihde, Abg. *L. Minzberg, Verletzungen erlitten. Die Nationäldemokraten benützten eine Bemerkung von sozialistischer Seite dazu, nicht nur über die sozialistisehen, sondern auch über die bürgerlichen jüdischen Stadtverordneten herzufällen, die selbst, im scharfen Konflikt mit den Marxisten stehen. Die wüsten Ausschreitungen dauerten bis zum Eintreffen, der. Polizei an, die erst wieder die Ruhe herstelleh konnte, Die Gerichtsbehörden haben eine strenge Untersuchung eingeleitet und sämt* liehe anwesenden QemeinderatsraitgUeder und Presseberichterstatter einvernommen. Die Schuldigen sollen .der strengsten gerichtlichen Bestrafung zugefUhrt werden. 094966^3