Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 18 (10.5.1935)
- Date
- 1935-05-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Drei Mitglieder der Poale Agudas Jisroel, die eine Hachschoroh in der Farm W awer bei Warschau durchmachten, wurden auf dem Wege dorthin v o n Huli g an s überfallen und schwer mißhandelt. Einer von ihnen, Jakob Radzynski, erhielt schwere Kopfwunden und liegt bedenklich darnieder. Der Polizei gelang es nicht, die Angreifer festzustellen. Wie das Einwanderungsamt der Palästina-Regierung mitteilt, sind im Monat März 19S5 6800 Juden in Palästina eingewandert; außerdem wurde im März die Einwanderung von 277 Totiristen, die sich nachträglich entschlossen, dauernd im Lande zu verbleiben, legalisiert. Somit beträgt die offizielle Ein- Wanderungsziffer für März 7077 Personen. Im ersten Jahresviertel 1935 — so wird weiter mitgeteült — sind 16.836 Juden in Palästina eingewandert. Die arabische Presse berichtet aus Beirut, daß die französischen Behörden den ihnen von einer jüdischen Gruppe vorgelegten Plan, betreffend eine Konzession für Kolonisierung von Juden im Distrikt Alom,ex in Syrien, abgelehnt haben. Die soeben aufgelegten Wahllisten für T el- Aviv enthalten 22.639 Namen von Wahlberechtigten. Viele Tausendd neu Eingewanderte haben noch nicht das Wahlrecht. In Tel-Aviv wird jetzt viel darüber diskutiert, welche Minimalrechte, u. a. auch •Wahlrechte, diesen Tausenden von Einwohnern Tel-Avivs zuzuerkennen seien. Prager Zeitungen melden aus München, daß es dort zu erheblichen an tis 0 m itis chen Ausschreitungen gekommen ist. Das Signal gab eine Gedenkfeier für die sogenannten Münchner Geiselmorde im Jahre 1919. Die antisemitische Presse1 in Belg iß n hat einen Feldzug gegen die soeben vollzogene Ernennung des ehemaligen Finanzministers C amille Gutt, der Jiide ist, zum Großoffizier des Leopold-Ordens Eröffnet. Unter heftigen judenfeindlichen Angriffen fordern die antisemitischen Blätter die übrigen Inhaber des Ofdens äiif, ihre Auszeichnungen zum Zeichen des Protests zurückzusenden. Der jüdische Arzt Dr. Hirse hfeld in Halle an der Saale wurde im März 1935 verhaftet. Man machte ihm den Vo-rumrf, jüdische Emigranten finanziell unterstützt zu haben. Er wurde in der Haft schwer mißhandelt. Nach den Mißhandlungenwurde er in seiner Zelle erhängt aufgefmiden. Der soeben veröffentlichten offiziellen Statistik über die Einwanderung nach P alä-stina ist zu, entnehmen, daß in den Jahren 1920 bis 1934 88.856 Juden aus Polen nach Palästina ausgewandert sind. Fast jedes nelue Jahr brachte eine Steigerung der Auswanderung, die 1934 18.329 Seelen betrug. Heute sind es bereits über 100.000. O In dem Warschauer Vorort Grochow schossen unbekannte Täter während des Unterrichts in die Fenster einer jüdischen landwirtschaftlichen Schule, wobei eine Schülerin tödlich verletzt wurde. Gleichzeitig explodierte auf dem Hof der Schule eine Bombe, die Sachschaden anrichtete. Ganz P alästina ist von einer starken H it z ewelle heimgesucht. Selbst im hochgelegenen Jerusalem werden 41 Zentigrade (105 Fahrenheit) im Schatten gemessen. In Tel-Aviv und in der Sharon-Ebene ist die Hitze so stark, daß mehrere Personen, insbesondere Toitristen, in den Straßen ohnmächtig wurden. O Das Brasilianische P arlament hat ein Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit angenommen, das Aufreizung zum Rassenhaß und Verhetzung eines Teiles der Bevölkerung gegen einen anderen unter Strafe stellt. Das Gesetz verbietet ferner uniformierte Privat- Vereinigungen. Zum Nachfolger des verstorbenen Oberrabbiners Ahronsohn in T el- Aviv wurde der Antwerpener Rabbiner Amiel bestimmt. Der frühere Danziger und jetzige Brüsseler Rabbiner Segalowitsch wurde nach Haif a berufen. P al ä s t in a - Einwanderern mit einem Mindestvermögen von 1000 Pfund wurde Erleichterung gewährt, daß sie sofort die Einreiseerlaubnis erhalten, während sie bisher längere Zeit auf eine Bestätigung ihres Einwanderungsgesuches warten mußten. Nach ■einer Meldung der J. T. A. soll der österreichis chen Regierung von jüdischer Seite ein Antrag zur Schaffung eines Gesetzes gegen Rassenhaß überreicht werden. Der Gesetzentwurf, der sich, an die in der Schweiz und in Holland bestehenden Gesetze anlehnt, soll die zügellose antisemitische Agitation unmöglich machen. , Der verantwortliche Redakteur der inzwischen verbotenen Kattowitzer antisemitischen Zeitung ״Bliskowica((, Eduard G howans k.i, ist wegen Schmähung der jüdischen Religion durch Veröffentlichung entstellter und gefälschter Talmudzitate von dem Kattowitzer Rerufungsgericht zu sieben Mosten Gefängnis verur» teilt worden. Im April.1935 kamen dtwa 42 0 0 jüdische Ein- Wanderer nach Palästina. Im März d. J. betrug die Binwanderungsziffer 7100 und war die höchste seit Bestehen des Mandats. ׳ Bl. Grün, n״ Taborstraße 8b, Tel. R-42-3-60, Atelier für feine Herrengarderobe׳ E Kritik und Betrachtung. Die Jüdischnationalen suspendieren den Sabbath. Die jüdischnationale Mehrheit des Vorstandes der Wiener Kultusgemeinde hat das Gebot der Sabbathheiligung für sechs Monate suspendiert. An!Stelle des verstorbenen Direktors der Kultusgemeindebibliothek hat die jüdischnationale Mehrheit des Kultusgemeindevorstandes aus ihrer Mitte einen Nachfolger bestellt. Diese Ernennung hat in Wiener jüdischen Kreisen Empörung hervorgerufen, weil die!Stelle ohne Ausschreibung vergeben wurde und bei dieser Ernennung die Parteizugehörigkeit und nicht die persönliche Qualifikation entscheidend war. Wir haben uns, trotzdem die jüdischen Zeitungen dieser Skandalaffäre lange Artikel widmen, wenig damit!befaßt, weil es gar nicht verwunderlich erscheint, wenn die Herren, bei denen von religiösem ׳Lebenswandel!keine!Spur ist, ihre Macht in der Kultusgemeinde nur für Parteipolitik und Versorgung ihrer Parteigenossen gebrauchen. Wir schenken diesen täglich wiederkehrenden Uebergriffen der Jüdischnationalen auch schon deshalb wenig Beachtung, weil wir mit Geist und Seele längst dieser Gemeinde der Areligiösen nicht mehr angehören und weil wir hoffen, auch von dem gesetzlichen Zwang der Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde mit G-ttes Hilfe bald ׳befreit zu werden. Was wir aber nicht unbeleuchtet vorübergehen lassen dürfen, ist die Debatte, die in der Kultusgemeinde- Vorstandssitzung im Zusammenhang mit dieser Ernennung abgeführt wurde. Ein nichtzionistischer Vorsteher protestierte gegen die Bestellung dieses Bibliothekars und verwies insbesondere darauf, daß es nicht angeht, in einer israelitischen Kultusgemeinde Stellen mit Be- Werbern zu besetzen, die, öffentlich den Sabbath entweihen. Der lächerliche Versuch des zionistischen Vizepräsidenten, dies damit zu entschuldigen, daß dieser Bibliothekar in spe am Samstag nicht persönlich ins Geschäft kommt, sondern die Arbeiten durch seine jüdischen Angestellten besorgen läßt, wurde entschieden zurückgewiesen und muß als Frozzelei der religiösen Juden gewertet werden. Nach heftiger Debatte wurde beschlossen, daß dem Bibliothekar eine Frist von sechs Monaten zur Liquidierung seines Geschäftes eingeräumt wird. Während dieser sechs Monate wird er aber nicht verpflichtet, sein Geschäft am Sabbath zu schließen. Krach im jüdischen Museum. Die Auswüchse des Machtdünkels der jüdischnationalen Kultusgemeinde-Gewaltigen wirken manchmal schon grotesk. Eine interessante Figur ist der Vertreter des Kultusvorstandes im Kuratorium des Jüdischen Museums. Die Sitzungen des Kuratoriums werden immer ungemütlich, wenn der Herr Kultusvorsteher in die Debatte eingreift, weil er viel Temperament, aber dafür um so weniger Takt entfaltet und seine Ausführungen eigentlieh nur den Sinn haben, ״den Herrn zu zeigen“. Zu einer besonders scharfen Auseinandersetzung kam es gelegentlieh der vor einigen Tagen stattgehabten Generalversammlung. Ein Mitglied führte in sehr sachlicher Weise Klage darüber, daß der Verein von der Kultusgemeinde stiefmütterlich behandelt wird. Diese Ausführungen veranlaßten den Herrn Kultusvorsteher, den Vorsitzenden, den allseits geschätzten Herrn Hofrat Bundeskulturrat Frankfurter, aufs schärfste anzugreifen. Den einmütigen Protest und die energische Forderung der Anwesenden auf Zurückziehung der gemachten Aeußerungen erledigte der Vertreter der Kultusgemeinde in der Weise, daß er fluchtartig die Versammlung verließ. — Wie wir hören, dürfte die Angelegenheit noch ein Nachspiel haben, da einige Mitglieder des Kuratoriums erwägen, ob sie überhaupt mit diesem Herrn noch weiter Zusammenarbeiten sollen. Protektionswirtschaft in der Wiener Kultusgemeinde. Unter diesem Titel berichtet die ״Wahrheit“, das Organ der Union Oesterreichischer Juden, daß Herr Moses Rath zum Bibliothekar an Stelle des verstorbenen Regierungsrates Dr. Wachstein vom Kultusgemeindevorstand bestellt wurde. Hiezu schreibt diese- Zeitung unter anderem: Eine Reihe ernster Bewerber des Tn- und Auslandes haben sich spontan an die Kultusgemeinde gewendet und sich um den freigewordenen Posten beworben. Anerkannte Wissenschaftler sind ohne Aufforderung in den Konkurrenzkampf getreten. Ihre Gesuche fanden keine Berücksichtigung, denn es war von Anfang an beschlossen, daß als Nachfolger des Regierungsrates Dr. Wachstein das Mitglied des Kultus- Vorstandes, Herr Moses Rath, bestellt werden wird.;Vergebens wurde im Präsidium, im Vertreterkollegium und in der Plenarsitzung des Kultüsvorstandes versucht, der jüdischnationalen Mehrheit des Kultusvorstandes klarzumachen, daß eine solche, Stelle nur im Konkurswege vergeben werden kann. Vergebens wurde versucht, den Herren klarzumachen, daß es vom moralischen Standpunkte unstatthaft ist, einem Mitgliede des Kultusvorstandes konkurrenzlos eine gutdotierte Anstellung zu beschaffen, vergebens den Herren vorgehalten, daß der anzustellende Herr keinen Nachweis der Befähigung für diesen ׳Posten besitzt, vergebens wurden die Herren der Majorität befragt, warum sie ohne Konkurs ausgerechnet Herrn Moses Rath für den richtigen Nachfolger pr. Wachsteins bestellen wollen, Keine Antwort wurde auf all die Voralte gegeben. Die Mehrheit wußte, daß Rath im Konkurrenzkampf mit Wissenschaftlern unterliegen müsse. Des- 1 halb hat sie ohne Konkurs, ohne Sachverständige zu befragen, Protektion geübt, statt Qualität entscheiden zu lassen. Wie wir hören, ist der Reigen der Besetzung von Stellen mit Parteimännern **Ohne }Rücksicht auf die Quakfikation damit noch nicht geschlossen. Dieses Werk der Protektionswirtschaft soll noch damit gekrönt werden, daß als Nachfolger des }tn Pension gehenden Amtsdirektors ein führendes Mitglied des jüdischnationalen Kultuegexneindevorstandes auserkoren ist, uranmt-mmang Tierschutz und Menschenschlitz. Von Herrn Dr. Jakob Rapaport, dem Rechtskonsulenten des W r. Tie rschutzve rein es, Über dessen Ehrung durch den genannten Verein wir erst kürz■» lieh berichteten, erhalten wir eine Zuschrift, in der er sich gegen die in Nr. 441 der ״Stimme“ veröffentlichten Anwürfe gegen den Wr. Tierschutzverein wendet. Der Tierschutzidee die unbestritten weit Wichtigere Frage des Menschenschutzes quasi als Gegensatz gegenüberzustellen, ist absurd. Und die Behauptung, die Tendenzen des Wr. Tierschutzvereines seien getarnt antisemitisch, sind, so erklärt Herr Dr. Rapaport, absolut unstichhältig. Wir freuen uns, von autoritativer und verbindlicher Seite zu hören, daß der Wr. Tierschutzverein nicht antisemitisch eingestellt,ist, obwohl mancherlei Umstände, und insbesondere die Stellungnahme des Tierschutzvereines zur Schächtfrage, wiederholt Anlaß zu derlei Verdächtigungen gaben. Vorn jüdisch-religiösen Gesichtspunkt ist auch uns der Tierschutz eine zwingende Pflicht. Und er darf mit dem Schutz der Menschen und ihrer religiösen Bedürfnisse niemals kollidieren. Der neue Oberrabbiner von Lnckenbacli. Wie die ״Jüdische Presse“ bereits berichtet hat, ist Oberrabbiner J!. KJjraus nach Erez Jisroel׳ über-' siedelt und sein!Schwiegersohn, Rabbiner Chaim Ungar, zum Oberrabbiner von Lackenbach bestimmt worden. Rabbiner Ungar hat seinen Schwiegervater bis Triest begleitet und traf vorigen Donnerstag wieder in Lacken- :bach ein. Der junge Oberrabbiner wurde bei seiner Ankunft feierlich empfangen und vom Bahnhof, wo er vom Gemeinderat Komlosy namens der politischen Gemednde begrüßt wurde, von einem Fackelzug nach Hause begleitet. ׳Namens der Kultusgemeinde begrüßte sodann Herr ׳Leopold Ul 1 mann den Oberrabbiner. Am!Sonntag fand •unter zahlreicher Beteiligung!zu Ehren des neuen Oberrabbiners ein Festbankett statt. Vereinsnachrichten. Generalappell des Bundes jüd. Frontsoldaten. Im Rahmen eines Generalappells fand am Sonntag im Zirkus-Renz-Gebäude eine große Kundgebung des Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs statt, an der ungefähr 4000 ehemalige Frontsoldaten teilnahmen. Bundeskanzler Dr.'Kurt v. Schuschnigg hatte als Vertreter seinen Personaladjutanten entsendet. Der Bürgermeister der Stadt Wien, Dr. Richard S c h m i t z, war durch den Rat. der Stadt Wien, Dr. Jakob Ehrlich, vertreten. Weiters waren Abordnungen militärischer Verbände und der Formationen der Vaterländischen Front und mehrere Vertreter jüdischer *Organisationen erschienen. Die Festrede hielt der Führer des Bundes jüdischer Frontsoldaten, Hauptmann a. D. Edler v. Friedmann, der u. a. erklärte: ״Unsere Treue zum Vaterland, unser Einstehen für Oesterreich ist eine Selbstverständlichkeit. Wir hören immer wieder, daß die Regierung und die verantwortlichen Persönlichkeiten gegen eine antisemitische Richtung sind. Aber viele Zweige der Verwaltung legen Gesetze in antisemitischem Sinne aus und handhaben sie auch so! Als der Krieg ausbrach, als das große Völkerringen begann, war es eine Selbstverständlichkeit, daß nicht nur die zum Kriegsdienst verpflichteten Juden, sondern auch Tausende kaum der Schule entwachsene jüdische Jünglinge freiwillig hinauszogen, um Oesterreichs Grenzen zu verteidigen. Für uns war die Erfüllung dieser vaterländischen Pflicht selbstverständlich. Aber ebenso selbstverständlich ist es für uns, daß nach den unermeßlichen Opfern, die das österreichische Judentum an Toten, Verwundeten und Invaliden genau so gebracht hat, wie alle übrigen Bevölkerungskreise, jede unterschiedliche und ungerechte Behändlung aufhört! Und darum bitten wir nicht um Gleichberechtigung, wir betteln nicht um das gleiche Recht, wir fordern! Wir erkennen das Recht der österreichischen Bevölkerung, ihr Haus so zu bauen, wie es den Wünschen der Majorität entspricht, an. Wir Juden wollen nur, daß jene Räume, die in diesem Hause für die jüdische Bevölkerung bestimmt sind, genau so hell, genau so luftig und genau so sonnig wie alle übrigen Räume sind. Das haben wir Juden uns verdient.“ Agudas Jisroel-Mädchengruppe Wien. Vortrag Schabbos Parschas Emaur um halb 11 Uhr vorm, in der ״Wdenea“. Agudas-Jisroiel-Jugendgruppe, Mattersburg. Am letzten Tag Pessach hielt Herr Leser R o s e n b e r g e r, Wr. Neustadt—Baden״ einen! ׳Vortrag über die Geschichte und Ziele der Agudas Jisroel, dem die zahlreichen׳ Zuhörer interessiert folgten. Personalnachrichten. R. Meier Kunstadt ,ע׳ד Mittwoch abends verschied in Wien nach langem, schmerzvollem und mit mannhaftem Mut ertragenem Leiden der in weitesten Kreisen׳ bekannte und geschätzte R. Meir Kunstadt. Mit schwerem Herzen mußte jeder einzelne seiner zahlreichen (Freunde sich eingestehen, daß seine schwere Krankheit sich von Woche zu Woche verschlimmerte; nur er selbst ׳ging mit unbeugsamer Willenskraft bis in die letzten Tage seiner Arbeit nach, wie denn überhaupt sein ׳ganzes Leben ein Musterbild׳ von unentwegter (Pflichterfüllung ׳gewesen ist. Außer seiner Arbeit kannte er nur Lernen und sich vertiefen in das Studium des Talmud. ״Ein ,Blatt Gemorro ist noch das einzige, was mir Vergnügen macht!/ waren seine Worte, welche man oft und oft, bis hi die allerletzte Zeit, von ihm hören konnte, — Der Verblichene entstammte der altehrwürdigen Familie Kunstadt aus Preßburg. Er war ein ^ohn׳ des Radautzer Raw, R. Jitzchock Kunstadt s. Z, l-, des Verfassers des ,/Laach Eres“, ,und dessen Frau Qitl 8* A״: geb, Schlesinger, einer Enkelin von. Rabbi Akiba Eger,