Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 18 (10.5.1935)
- Date
- 1935-05-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Söife 4 jüdische presse Nf, 18 Tgghggjigslgjvaltei. BEKIZZUR... ■*ד־ Bräftslaväi Wie alljährlich, veranstaltete die Me* sige A^aääs-Jisroei*Jügendgrt1p^e auch heuer den iß die Jeschiwös reisenden Bachurim zu Ehren eine imposante Abschiedsfeier im Rahmen eines Scholeus sudds. Fast alle in Jeschiwös lernenden Bachurim bekundeten ihre Zugehörigkeit zur Agudas Jisroel durch ihre Teilnahme an diesem scheinen Fest. Herr Max Weiß, der Präses der Jugendgruppe, begrüßte mit einer herzlichen Absprache die Erschienenen und wies auf die Wichtigkeit hin, daß jeder Tauro-Lernende bei der Wahl seiner Gesellschaft vorsichtig sein muß und sich nur solche Freunde wählt, die seinem Prinzipe — dem Prinzipe der חוה׳ק — entsprechen. Herr Markus Fürst נ׳י dankt im Namen der Ortsgruppe für die Einladung und hob die immense Wichtigkeit des Zusammenarbeitens des jugendlichen Eifers mit der reifen BedaChtsamkeit hervor. Herr A. S. Ungar spornte die Anwesenden mit seiner wirkungsvollen Ansprache an, auch weiterhin und in allen Lebenslagen im Geiste der חוהיק zu leben. Rabb. S. Strasser erfreute die Bachürim mit seinem tiefsinnigen wohldurchdachten Pilpul-Vortrag. Herr Rabb. Jakob Snyders sprach im Namen der Chinuch- Zentrale herrliche Mussorworte. Mit Smirohs endete diese שמחה של מצוד, Die hiesige Pirche-Gruppe hat vor Jahren einen separaten Schiur für Schüler der Bürgerschule eingerichtet. Herr Samuel Goldstein hat in selbstloser und aufopferungsvoller Weise die ganze Zeit hindurch diesen Schiur vorzüglich geleitet. Er begnügte sich nicht nur mit dem Voriemen, sondern hat es nie unterlassen, auch die Schüler streng zu prüfen. Es zeigte sich, daß seine Arbeit nicht ohne Früchte blieb. Am Sonntag, den 2. Ijjar, hat diese Gruppe einen/ Sijum auf Mes Psochim und Sukko veranstaltet. An dieser Feier beteiligten sich außer den Schülern auch mehrere Gäste. Herr Samuel Goldstein begrüßte die Erschienenen und forderte die Schüler auf, auch weiterhin fleißig zu lernen, denn nur so ist eine Möglichkeit vorhanden, im Sinne und Geiste der תוודק zu leben. Es sprachen noch die Herren Kohn, .T. Koth und J. Salzer Worte des Dankes an den Leiter und die Schüler. Ch. Skulnik, ein Schiurteilnehmer, dankte innigst Herrn Goldstein für seine mühevolle Arbeit und versprach, im Namen der anderen Chawerim, an den von der Agudas Jisroel gegebenen Richtlinien festzuhalten. — Zlate Moravce: Am Dienstag, den 20. April, hat hier die Hochzeit der Tochter unseres hochverehrten Herrn Oberrabbiners S. Schlesinger stattgefunden, zu welcher zahlreiche Gäste vom In- und Auslande erschienen waren, u. a. die Herren Oberrabbiner D. Silberstein-Väc, Ch. Grünfeld-Sajö-Szt.-Pöter, Moses Kraus-Rajka und Markus Schlesinger-Eisenstadt. Am Schabbos hielt Herr Oberräbbiner Kraus aus Rajka über Ansuchen des Gemeinde- Vorstandes in der Synagoge einen gutgelungenen'Vortrag. — Lipt. Sv. Milaihis: Bei der Generalversammlung der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde wurde Herr Rabbiner Max Grünburg, Sohn des Ehrw. Herrn' Oberrabbiners Nathan Grünburg, KeZmarok, einstimmig zum Dajan gewählt. Der junge Dajan wird in kurzer Zeit sein neues Amt‘ antreten. Er wird zugleich die Leitung einer Jeschiwo übernehme! ' — Kezmarok: Bei der am 2. Tag Chol hamoed abgehaltenen Neuwahl der Chewra Kadischa wurden folgende Herren gewählt: Präses: Aroft Engel, Rudolf Herz zum I. und Josef Winter zum n. Vorsteher. Ausschuß: Max Vogelmann, Mör Meller, Kalman f Schönfeld, Andor Brody, Leopold -Goldstein, Abraham Größberg, Marton Pahmer, Wilhelm Zigler und David Birnbaum. Revisoren: Max Perlroth, Josef Schloß, Leopold Seinwel und Max Fenster. — Seöovce; Sonntag, den 2. Tag Chol hamoed, hat unter lebhafter Teilnahme der Gemeindemitglieder die Wahl der Gemeindeleitung stattgefunden. Diese ergab folgendes Resultat: Präses Mör Salzer; Tempelvorsteher: Josef Sameth; Kontrollor: Böla Friedmann; Kassier: Max Klein. Gabboi des Beth-Hamidrosch: Benjamin Weinberger; Beth-Hamidrosch-Kontrollor: Samuel Wald. Außerdem wurden noch mehrere Herren in den Ausschuß gewählt. Montag, den 3. Tag Chol hamoed, hat hier die Neuwahl des Vorstandes der Talmud Thora stattgefunden. Als Präses wurde Herr Simon Alexander gewählt, Vizepräses Israel Rosenblüth, Kassier Lewi Rosenfeld und Kontrollor Karl Sameth. Weiters wurde ein Arbeitskomitee, bestehend aus mehreren agilen Ausschußmitgliedern, gewählt. Personalnachrichlen. הרב הגאון הצדיק מהור״ר משה שענפעלד זצ־ר. Die unergründliche Vorsehung hat uns wieder eine grandiose Thora-Größe entrissen. Nach langem, schwerem Leiden wurde הרב הגהיצ אבד־ק לוקעב יציו am ersten Sederabend von dieser Welt abberufen. Einen bekannt scharfsinnigen תלמיד חכם גדול und eine Persönlichkeit von seltenen Charakter hat das Judentum mit dem Hinscheiden dieses צדיק verloren. Der Verewigte hat die letzte Zeit in Bardejov gewohnt, wo er Heilung von seinen tückischen Leiden suchte, leider hat ihn aber der Allmächtige allzu früh — im Alter von 64 Jahren — uns weggerafft. An der Lewajo, welche am darauffolgenden Tag früh vor dem Schachris-Gebet stattfand, beteiligte sich die ganze Bevölkerung Bardejovs. Die Gemeindeleitung in Lukov, dessen Oberrabbiner der Niftor 22 Jahre hindurch war, hat in dankbarer Weise, als Anerkennung der großen Verdienste, welche sich der Niftor Zeit seines Wirkens erworben hat, den einheitlichen Beschluß gefaßt, bei der Wahl ׳des neuen Rabbiners nur jenen Kandidaten zu akzeptieren, der die Tochter des Verewigten heiraten wird. ׳Am kommenden Sonntag wird laut Beschluß der Gemeindeleitung eine! Trauerversammlung veranstaltet, bei welcher mehrere prominente Persönlichkeiten Worte der Trauer nach dem Verewigten גאון וצדיק זצ*ל sprechen werden. Emil Poppe? »Ti?. In gesegnetem Alter von nahezu 80 Jahren hat am Sonntag, den 2. Ijjar, Herr Emil Popper ע• ה seine irdische Laufbahn beendet. In ihm verliert die Bratislavaer Judenschaft einen Philanthropen von Bedeutung. Sein edel* fühlendes Herz und sein klären ginn für •philanthropische Arbeit waren die Faktoren seines Lehens und Wirkens. Viel Gutes schuf er als Ehrenpräses des israelitischen Mädchen-Waisenhauses, Großes leistete er als Vorsitzender des Vereines ״Wohltätigkeit“ uhd Unvergeßliches hat er für das israelitische Älterayersorgungshaus, dessen Präses er lange Jahre hindurch: ־war, geschaffen, Hebst einer Stiftung ließ er erst vor einigen Jahren ein Zweites Stock* werk auf das Gebäude des Versorgungshauses bauen. Viele Arme und Kranke beweinen in ihm ihren Helfer in der Not. An der LeWajo beteiligten sich ein Großteil der Gemeinde wie auch prominente Persönlichkeiten anderer Konfessionen. Beim ״israelitischen Altersversorgungs• haus“ hielt der imübersehbare Trauerzug. Die Bahre wurde aus dem Wagen gehoben und im Hofe des Versorgungshauses aufgestellt, wo Herr Generaldirektor Albert Gestettner tieferschüttemde Worte des Abschiedes sprach. Mit aus dem innersten Herzen kommenden Worten schilderte der Redner die erhabenen Charakterzüge des Heimgegangenen. Rabbiner Salomon Unsdorfer sprach ergreifende Worte und skizzierte in kurzen Umrissen den Lebens- Wandel des Verewigten, תנצביה A(*s Ungarn. Aus Budapest wird uns geschrieben: Der Reichs- Verweser hat dem Generaldirektor ■der Ungarischen Allgemeinen Kohlenbergwerke, Eugen Vida, das Verdienstkreuz erster Klasse verliehen. Mit dieser Auszeichnung ist der Titel Exzellenz verbunden. Generaldirektor Vida nimmt an dem jüdischen Leben der ungarischen Hauptstadt regen Anteil, insbesondere ist seine karitative Tätigkeit zugunsten der jüdischen Waisenkinder allgemein bekannt. Innerhalb der Pester israelitischen (neologen) Kultusgemeinde ist bereits seit Jahren eine latente Reformbewegung im Gange. Interessanterweise sind die zionistischen und prozionistischen Juden deren Hauptführ er. Für die zu gründende Reformgemeinde wird als Vorsitzender Baron Bertalan Hat vany in Erwägung gezogen, der Mitglied des Jewish Agency ist. Am ersten Pessach-Abend fand in der Wohnung des Keren-Hajessod- Präsidenten Ignaz Friedmann ein Reform-Seder statt, an welchem die Herren ohne Kopfbedeckung teilnahmen und die Hagadah in ungarischer Sprache vorgelesen wurde. Zionismus und Reform vertragen sich also glänzend. Dem Jahresbericht der israelitischen (neologen) Kultusgemeinde von Szeged in ist zu entnehmen, daß im Jahre 1934 in Szegedin 26 jüdische Kinder geboren wurden. Die Zahl der Todesfälle betrug dagegen 90 und die der Taufen 13. Aus JluttoäM&l. — Craiova. Hier fand jüngst der Kongreß der rumänischen Studenten statt, dessen Abhaltung die Regierung erst nach langen Verhandlungen und verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen gestattete, da derartige Kongresse erfahrungsgemäß stets zu Ruhestörungen geführt haben. Einen wichtigen Punkt der Tages- Ordnung bildete die Judenfrage. Der Referent stellte einleitend fest, daß im Jahre 1829 bloß einige tausend Juden in Rumänien wohnten, ihre Zahl beträgt aber heute über zwei Millionen1(?!). Die Juden hätten innerhalb von 100 Jahren in Handel und Industrie alle führenden Positionen erobert, sie besetzten die Advokaten- und Aerztekammern und streckten nun ihre Hände nach der Staatsmacht aus.' Die Judenfrage könne nur durch den Numerus clausus im Wirtschaftsleben und durch Numerus christiänus in den Schulen, schließlich durch Gründung eines jüdischen’Staates gelöst werden. — Simleulsilvaniei (ungarisch Szilägysomlyö), Städtchen .in Siebenbürgen, Neurumänien). Der jüdisehe Friedhof wurde hier durch Umsturz mehrerer Grabsteine geschändet. — Der in der Nähe dieses Städtchens auf einem Landgut wohnende Ministerpräsident a. D. Julius Maniu beklagte sich in einer Ver- Sammlung der nationalzaranistischen Partei in Hermannstadt darüber, daß in Simleulsilvaniei am Samstag und an den jüdischen Feiertagen alle Geschäfte geschlossen sind und der rumänische Bauer gezwungen ist, am Sonntag seine Einkäufe zu besorgen. — Cluj (Klausenburg). Frl. Hanna Gilbermann, Leiterin der Beth-Jakab-Schule in Vijnitz, hielt in dieser Stadt mehrere Vorträge, unter deren Eindruck der Be- Schluß gefaßt wurde, hier eine Beth-Jakob-Schule zu eröffnen. — Bukarest. Der antisemitische Abgeordnete C u z a interpellierte die Regierung auf Grund einer Zeitungsnachricht, welche vom Export von 30.000 Waggon Erde aus der Ebene Haragan nach Palästina zu erzählen wußte. Der Landwirtschaftsminister klärte den aufgeregten Abgeordneten auf,. daß es sich um einen Aprilscherz der zitierten ,Zeitung handelte. [ Hochzeiten und Festlichkeiten arrangiert billig und elegant HAGEL, Wien II, Praterstr. 33 כשרו Frische כשף Karlsbader Oblaten en (Marke Splendida) DAVID STEIHH0F II., Haidgasse 5, Tel. A-48-3-49. 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Steinraaan, Wien, IX., Universitätsstraße 6—8. ׳ ^^97.7A