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Jüdische Presse · 1935-05-10 · 18 (10.5.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
18 (10.5.1935)
Date
1935-05-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE m. m Pessack 111 Erez Jisroel. Von unserem Korrespondenten. Jefusalem hatte während der vergangenen Pessachtage einen überaus großen Zustrom von־ Gästen aus dem ganzen Lande zu verzeichnen. Aus den Städten Und Kibbuzim kamen hauptsächlich die jungen Olim Mer zusammen, um gemeinsam den Seder zu feiern. Zahlreiche orthodoxe Chaluzim gaben der Stadt ein besonderes Gepräge. Die Kosel-Maarowi hatte wie noch selten einen Massenbesuch aufzuweisen. Der Zu- und Abgang zur Kosel bewegte sich Unter polizeilieber Aufsicht in geordneten Reihen. Etwa eine volle Stünde mußten die Gäste in der Reihe angestellt bleiben, bis Sie an die Kosel gelangen konnten. Es versteht sich von selbst, daß diese Gelegenheit vielfach benützt wurde, um die aus allen Gegenden her* beigeeilten agudistischen Olim einander näherzubringen. Insbesondere war es das Bethaus des Raw Duschin■ s k y, in welchem sich orthodoxe Brüder aus allen Wind* richtungen versammelten. Am 4. Tag Chol-Hamoed fand im Bethaus des Raw Duschinsky eine überaus zahlreich besuchte Ver- Sammlung der ״Mashire Schatobos" statt. Nach der Eröffnungsansprache des Präsidenten, Herrn Jakob Meier Schechter, hielt Rabbi Josef Zwi Duschins k y eine zündende Rede, in der er zu gemeinsamer Arbeit für die Heiligkeit des Schabbos rief. Es folgten Ansprachen von Rabbi Jakob Meier Sofer, Rabbi Ar je Frömmler (Lublin), A. Z. Friedmann, Rabbi Benzion A1 f a s und Rabbi Mosche Blau. Am selben Tage fand auch eine Versammlung der agudistischen Frauen- und Mädchengruppen statt. Nach den Worten der Herren Hillel Liebermann und I. M. Kleinlehrer war es wieder Herr A. Z. Friedraann, dessen ergreifenden Mahnungen zur Einigkeit und Geschlossenheit tiefen Eindruck hinterließen. Den Abschluß der während der Pessachtage veranstalteten Zusammenkünfte bildete eine Konferenz innerhalb der Zeire Agudas Jisroel, die der Frage der Förderung des Jeschiwostudiums gewid- | met war. * Wie Ihr Korrespondent erfährt, fanden dieser Tage Beratungen zwischen den Vertretern der Agudas Jisroel und dem Einwanderungsdepartement der Jewish Agency statt. *Es wurde eine Einigung dahin erzielt, daß die Agudas Jisroel aus der laufenden Schedule 420 Zertifikate bekommen soll. Außerdem werden der Aguda 1120 Zertifikate aus bisher aufgelaufenen Rückständen sofort ausgefolgt werden. י Die Zentrale der Agudas Jisroel hat sich im übrigen an den High Commision er in einem Memorandum mit dem Ersuchen gewandt, die!Einwanderung von Rabbinern und religiösen Funktionären zu erleichtern. « Menachem Glikman-Porusch, Jerusalem. ,Wasser in der Wüste. In der Londoner ״T i m e s“ berichtet der Bagdader Korrespondent des Blattes über eine Nebenerscheinung des kolossalen technischen Werkes der Oelröhren- 1 e i t u n g durch die Wüste von Mossul nach Haifa (beziehungsweise Tripoli). Anläßlich des Baues dieser Leitung war eine der schwersten Sorgen die Wasserbeschaffung, da es nicht nur für eine Arbeitsarmee von 15.000: Menschen Wass&r für Trink-, Koch- und Waschzwecke zu beschaffen galt, sondern auch Wasser für die vielen Motorfahrzeuge und Lastautos, sowie für Betonbereitung notwendig war. Man hat also in der Wüste große Bohr- Stationen angelegt und tatsächlich überall in einer Tiefe von 600 Fuß (rund 200 Meter) Wasser gefunden, an mehreren Stellen in der Tiefe von 800 Fuß. Diese Brunnen haben reichlich Wasser gespend e t. Nachdem jetzt die Arbeit, so heißt es weiter, beendet ist und das Wasser daher für die obenerwähnten Zwecke nicht mehr erforderlich ist, haben die längs der Leitung errichteten Posten das Wasser zu Bewässerungszwecken benützt und Gärten angelegt, die Gemüse und* Obst in Fülle liefern. Es hat sich die Ueberzeugung gebildet, daß in der genannten Tiefe überall unterhalb der Wüste Wasser vorhanden ist. Aus dieser Entdeckung ergeben sich gewaltige Perspektiven, die für den ganzen Vorderen Orient und auch für Palästina von umstürzendster Bedeutung sein können. Es sei nur darauf hingewiesen, daß noch heute, trotz der Zunahme der Bevölkerung in Palästina, der eigentliche Südteil nur ganz dünn bevölkert ist, weil bisher dort kein Wasser vorhanden war. Die Hitzewelle in Palästina geschwunden. Die abnormale Hitzeperiode in Palästina, die eine Erschwerung der Arbeit, Ohnmachtsanfälle in den Straßen und sogar den Tod von Kamelen im Gefolge hatte, ist nun geschwunden.. In Palästina herrscht jetzt eine für diese Jahreszeit normale Temperatur. Arabisch-jüdische Zusammenstöße. Jüdische Arbeiter iniAin Veredin der Nähe von Tel-Mond wurden von Arabern angegriffen, wobei vier Juden verletzt wurden. Zwei von ihnen, Rindman und Britantschik, mußten ins Hadassah-Hospital transportiert werden. In Kfar Hakowesch in der Nähe von Nahalal wurde ein jüdischer Wächter durch einen Beduinenhirten, der widerrechtlich jüdischen Boden betreten hatte, schwer verletzt. Der Beduine wurde verhaftete In Haifa wurde die Jüdin Helena Vitos, als sie mit einer Bekannten spazieren ging, von einem arabisehen Jungen, der sich in Begleitung zweier erwachsener Araber befand, angeschossen und verletzt. Der Junge und seine beiden Begleiter wurden verhaftet. ״Wird sich die Agudah der Knesseth Israel ans schließen?“ ׳Unter dieser Ueberschrift bringt die J. T. A. vom 8. Mai eine Meldung aus Jerusalem folgenden Inhalts: ״Am Dienstag, den 7. Mai, begann in Jerusalem eine Besprechung zwischen dem Waad Leumi und der Agudas Jisroel, betreffend stabiler ׳Zusammenarbeit in der Knesseth Israel, der legalen Organisation der Judenschaft ^Palästinas, welcher die Agudah bis jetzt ferngestanden hat. Die Agudah soll innerhalb der!Knesseth Israel vollkommene Autonomie in religiösen Fragen erhalten, dagegen• •soll die Bestimmung in allen anderen Lebensgebieten des Jischuw dem Waad Leumi Vorbehalten bleiben. Die Agudah ist bei dieser Besprechung durch die Rabbiner Hurwitz, Blau und Weber repräsentiert.“ . Es muß richtigstellend bemerkt werden, daß die Verhandlungen, über die •auch •die ״Jüdische Presse“ ׳be- 222 Hotel Bellevue 222 Pörtsdiadi am Wörthersee Vornehmes Haus unter streng ritueller Leitung. Herrl. Lage, direkt am See. Schöne, sonnige Zimmer mit Fließwasser. Vorzügliche internationale Küche. Volle Pension: Vor- und Nachsaison .... S 9. — « Hauptsaison . . . . S 12. - Seebad und Garage frei. Geöffnet von Mai bis Oktober, — Verlangen Sie Prospektei ä» mmAm». eines historischen Romans unter dem!titelt . «Mine phöftizfsehe Röfiiptöditef“ der aus der Feder eines bekannten Publizisten, einem der hervorragendsten Führer der oftho- «loxen Judenheit, stammt, und der uns zur erstmaligen Veröffentlichung überlassen wurde. Üttser Roman bietet einen Ausschnitt ans dem!!eben und Treiben am prtutldiaften Hofe des jüdischen Königs Achab und seiner stolzen Gemahlin Isabel. Bekannte Gestalten aus Tnach erscheinen auf dem Schauplatz der Geschehnisse, über allen die hehre Gestalt E1 j a h u des Propheten, der am Haf-hakarmel das ganze Volk samt dem König für G-tt und seine Thora begeistert. Wir hoffen, unseren Lesern mit dieser interessanten Veröffentlichung eine wertvolle Bereicherung unserer Zeitung zu gehen. reits berichtet hat, nicht die' ״stabile Zusammenarbeit in der Rnesseh Israel?‘, sondern die Frage der ,Selbs t ä n d i g k e i t und öffen׳tl ichrechtlichen. Anerkennung der orthodoxen Gemeinden und Rabbinate dm Heiligen Lande betreffen. Es ist richtig, daß einer (Zusammenarbeit der Agudah mit dem Waad Leumi in Dingen, die von den Religionsgesetzen■ nicht tangiert werden, nichts im Wege steht. Aber es ist eine Frivolität mit tendenziöser Absicht, von einem ״An- Schluß“ der Agudah. an den Waad Leumi zu sprechen. Die Frage, ״wird sich die Agudah der Knesseth Israel anschließen?“ kann die J. T. A. getrost mit nein beantworten. Attentat gegen daß Rigaer Aguda־Gebäude. In der Nacht vom 1. zum 2. Mai wurde versucht, das Gebäude des Zentralbüros der Agudas Jisroel in Riga niederzubrennen, doch konnte das Feuer rechtzeitig eingedämmt werden. In dem jetzt von der Agudas Jisroel benützten Gebäude waren früher die Büros der jüdischen sozialistischen Partei ״Bund“ untergebracht, die jetzt gleich allen anderen sozialistischen Parteien in Lettland verboten ist. Bei der Brandstiftung dürfte es sich um einen Anschlag von Anhängern dieser verbotenen sozialistischen Partei. handeln. Abgängigkeitsanzeige. Aus Räkospalota wird uns berichtet: Gustav (Sische) W e i n e r, 23 Jahre alt, geboren in Nogräd-Patak,. ist seit 11. April 1935 abgängig. Er wurde zuletzt in der Nähe des Westbahnhofes in Budapest gesehen. Weiner ist 166 cm groß, hat blonden Flaumbart. Er war mit grauem Anzug, schwarzem Hut und schwarzen Schuhen bekleidet. Etwaige Meldungen an S. Gold (olajgyär), Räkospalota. bei Budapest, erbeten. Spesen werden vergütet. 300 Pengö• (bei der Israelitischen orthodoxen Kultusgemeinde in Räkospalota deponiert) sind für die Eruierung ausgesetzt. Straßenunfall-Verhütung. Der schlecht ausgebildete Kraftfahrzeugführer gefährdet die Sicherheit, weshalb es nicht gleichgültig ist, wo und wie der künftige Kraftfahrzeugführer ausgebildet wird. Eine gute und den gesetzliehen Anforderungen entsprechende Ausbildung ist nur in einer' gutgeführten Fahrschule mit modernsten Lehrbehelfen und guten Lehrern möglich. Diese Eigenschaften und überdies ein unterrichterleichterndes, mit Kraftstrom, im Lehrsaal betriebenes Lehrauto besitzen die renommierten und erfolgreich arbeitenden Neudegger Automobil- und Motorrad-Fahrschulen,Wien,1 VIH., Neudeggergasse 18 (Ecke Lerchenfelderstraße 18), Telephon B-46-5-72 und Inzersdorf (Niederösterreich)._____ (E) Im FrüMing fühlt man sich neu beschwingt, doch die/ schwere Frühlingsluft macht matt und müde und das unstete Frühlingswetter bringt Verkühlungen! Regelmäßige Körpermassagen mit dem Franzbranntwein A1 p a bannen Ermüdungsgifte und machen, widerstandsfähig gegen das gefährliche Uebergangswetter! Das bestätigt gern auch der Arzt! Mm {dtöumsthe HöktystothUt , I. Froher Jubel herrschte im Königspalast Shömrons. Die Königin, das stolze Weib, hatte einer Tochter das Leben gegeben. Nun ruhte sie in losem Purpurgewande mit weißen Streifen auf dem Ruhebette, ,das aus Elfenbein gefertigt und mit linnenen Byssuskissen bedeckt war. Kraft ihrer starken Natur hatte sie sich rasch erholt; schon wartete ihrer eine ernste Aufgabe. Draußen in einem der Vorzimmer gingen zwei Männer rastlos auf und ab. Man sah es ihrem Gebaren an, sie liebten einander nicht. Es waren Matan, der Oberpriester des Baalkults, und Jubal, der Oberpriester aller Tempel der Astaroth. Beide wollten die Königin bitten, daß sie ihre Dankopfer in dem Tempel ihres Kultus bringen lassen wolle. So hoffte jeder von beiden, daß er als der erklärte Günstling der Königin zu einer wichtigen Rolle an Ahabs Hof berufen wäre. Seit Wochen schon harrten sie alltäglich im Vorzimmer. Nun glaubte jeder, seine Stunde sei gekommen. Da hob sich die Portiere und die Zofe Dido kündete ihnen: ״Die Königin ist bereit, die verehrungswürdigen Priester zu empfangen. Jubal und Matan, tretet näher." ״Und wer soll zuerst vor dem Antlitz der erhabenen Königin erscheinen?“ ״Beide zugleich',“ ' ״Und wer soll als Erster in das Gemach treten?“ ״Loset, wenn ihr wollt!" Das schien ihnen kein günstiges Zeichen, Matan flüsterte Jubal ins Ohr: ״Lasse uns für diese wenigen Minuten einig sein, sonst — — du weißt, wir haben ,immer hoch starke Gegner am Hofe. Und wer weiß, ob nicht unseres Königs Ethbaal Tochter in einer politischen Laune am Ende!gar ihre Dankesopfer in dem Tempel zu Jerusalem darbringen läßt. Mit vereinter Kraft wollen /wir die Gegner, diese Propheten, wie sie im Volksmund heißen, diese ewig norgelnden Schüler des Achijahu, abwehren.“ . Jubal nickte schweigend zu. So traten sie gemeinsam vor das Antlitz der!Königin, Schnell ergriff Jubal das Wort: ״Lasse, mich, erhabene Mutter, als Erster des Volkes Dank und seine Wünsche und seine Freude zum Ausdruck bringen. Astaroth, die Göttin der •Schönheit und des Liebreizes, grüßt dein Kind. Wie wird Ethbaal in Sidon sich freuen! Du weißt ja noch, wie er schlichter Priester der Astaroth war und •wie er mich, seinen eifrigsten Schüler und den tiefsten Kenner der süßen Geheimnisse der Astaroth, dir •mitgab, als Sidons Männer ihn zum König gekürt hatten und du hierherzogst in das Land der Berge voll harter Menschen. Du weißt, wie ich mich vereint mit dir bemühte, diesem Volke ßchomrons den Weg von ihren blöden Kälbern, von ihren Erinnerungen an Aegyptens töricht verehrten Apisstier zum hehren Tempel unserer Astaroth zu weihen. Weihe dein Kind, Ethbaals Tochter, der großen Astaroth!“ ״Königin“, unterbrach ihn Matan, ״ich halte den Augenblick nicht für geeignet, um dich mit vielen Worten zu behelligen. Ich!bringe dir und deinem Kinde den Segen des mächtigen Baal. Alles ist bereit: zu welcher Stunde befiehlst du das Opfer des Dankes?“ Wie versonnen, spielte Isabel mit den golddurchwirkten Quasten ihres Kissens. Dann lächelte sie: ״Ihr zukunftkundigen Priester und Meister, hat euch eure Weisheit noch hicht gekündet, wie ich mich entscheiden werde?“ Darauf erwiderte Matan: ״Kaum ׳wage ich es zu sagen, erhabene Königin, aber das Orakel, das ich in dunkler Mitternachtsstunde befragte, weist hartnäckig immer und immer wieder auf Jerusalem." ״Jerusalem?! Nun, Matan und Jubal, ihr •kennt ja meinen Traum, daß wir unserem Baal auch eine!Stätte in Jerusalem errichten (werden. Was mir und Achab nicht gelang, wird vielleicht der kleinen Prinzessin!gelingen, Vielleicht wird sie dereinst ihren Onkel, den Ahas-Sohn Jehosaphat und seine Gemahlin, meines Achabs Schwester, von der sieghaften Kraft des Baal überzeugen.“ Jubal zuckte zusammen. Also nur Baal lebte in den Träumen der Königin Isabel? Er hatte sie schon als Kind gekannt, hatte ihren schrankenlosen Ehrgeiz und ihre unbezähmbare Herrschsucht kennengelerot. Er erinnerte sich, wie ihm einst Ethbaal, der damals. noch schlichter Priester der Astaroth gewesen war, unter Sorgen erzählte, daß seihe Tochter Isabel ihn immer wieder und wieder anstachelte, nach dem Thron zu streben, damit sie eine Königstochter •würde. Er erinnerte sich, wie ihre Zofen sich heimlich über die Grausamkeiten und den Blutdurst der jungen Prinzessin beklagten; sogar die zahlreichen Mädchen, welche sich und ihr ganzes Sein in den Dienst der Astaroth gestellt hatten, gingen nur ungern in die Nähe der Isabel, obwohl die Prinzessin infolge der Vergangenheit ihres Vaters immer sehr nahe Beziehungen zu dem■ Kult der Astaroth unterhielt. Aber sie hatte es durchzusetzen verstanden, daß ihr als erste •Zofe!bei ihrer Verheiratung Dido folgen mußte, das Kind eines vornehmen tyrischen Geschlechts. Schon damals regten sich in!Sur Bestrebungen gegen die Vormacht Sidons, aber Isabels Vater Ethbaal legte schwer seine Hand an die Nachbarstadt und sah es nicht ungern, daß in dieser Stellung Didos die Vormacht Sidons •augenfällig zum Ausdruck kam. Diese Dido hatte als Intrigantin sehr •bald Beziehungen zu Jubal gefunden und ihm alles getreulich berichtet, was ihm an Hofklatsch dienlich sein mochte.!So hatte sie ibm auch von den geheimen Konferenzen zwischen ־׳Mfot«/n und Isabel ׳berichtet, hinter denen sie sinlich unlautere Motive witterte. An das alles dachte Jubal, als er jetzt den scharfen Einwand wagte; ״Tochter Ethbaals, und an Astaroth denkst du nicht?“ , ' ■ ׳ ״Astaroth“, erwiderte Isabel, ״siegt ja immer aus eigener Kraft. Du weist ja wohl, Jubal, daß zum Zeichen der Sieghaftigkeit Astaroths selbst die Baalspriester Weibergewand tragen, nach Weiberart sich schmücken und schminken. Das ist für das ganze Volk ein sehr deutlicher Beweis für die Macht der Astaroth. Und ich. möchte euch beide dringend bitten, eurer Eifersüchteleien zu vergessen, Es steht Höheres auf dem Spiele. Die kleine Dido liegt mir sowieso in den Ohren, daß ich doch auch ihrer Heimatsgottheit, dem Melek-Arta, einen Tempel errichten möge. Wenn ihr mich ärgert, werde. ich bald eure Einigkeit durch die Gewährung des Verlangens dieser kleinen Person aus Sur erzwingen.“ -. Eben schickte sich Matan an, dieser Drohung zu. begegnen, da kam Dido und meldete: ״Der König naht!“ ׳ (Fortsetzung folgt.),

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