Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 17 (3.5.1935)
- Date
- 1935-05-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 VOS WOl'lMi xv Woche Wegen Verbreitung antijüdischer Boykott P r o p a g anda- Flu g zet t el wurden der Außigßr Rechtsanwalt Dr. Friedrich Chwatal und. drei andere Personen vor einem Strafsenat des Leitmeritzer Kreisgerichtes deis Vergehens nach dem Gesetz zum Schutze des allgemeinen Friedens s c huldig erkannt und zu Strafen bis zu zivei Monaten Arrest und 2000 Kronen verurteilt. Ausländische Journalisten in Berlin melden ihren Zeitungen, daß das deutsche Wehrgesetz über Einführung der allgemeinen Wehrpflicht Kon- Zessionen an Nichtarier in dem Sinne enthält, daß zwar ״vollblütige Juden“ aus dem Heeresdienst ausgeschlossen werden, daß aber ״JMischlinge“ als Freiwillige in die Armee eintreten können. In dem zur W ar s chaue r Wojwodschaft gehörenden Städtchen R y ki kam es während der Pessach-Tage zu ernsten antijüdischen A n ss ehr eit n n g e n, bei denen!■ mehrere Juden erheblich verletzt wnrddn. An der Synagoge und an mehreren jüdischen Geschäften wurden die Fensterscheiben eingeschlagen. 9 In der Stadt Szydeivowiec, Wojwodschaft Radom, haben zwei Führer der antisemitischen nationalradikalen Partdi die Legende verbreitet, daß Juden den städtischen Beamten Josef Gowalczynski ermordet haben, um sein Blut zu rituellen Z we cken verwenden zu können. Die Polizei leitete sofort eine Untersuchung ein und stellte fest, daß die beiden den Gowalczynski in einen Hinterhalt gelockt, ermordet und beraubt haben, und daß sie, um den Verdacht von sich abzulenken, das Ritualmordmä>rchen verbreiteten. Die Mörder wurden verhaftet und dem GeHcht eingeliefert. Wie die in S alo niki erscheinende jüdische ,Zeitung ״La Pretisa“ berichtet, haben 17.000 türkische Juden, ein Drittel der gesamten jüdischen Bevölkerung der Türkei, um die Zuteilung von Palästina-Einwanderungszertifikaten angesucht, da sie keine Möglichkeit sehen, ihre Existenz in der Türkei zu erhalten. 9 Laut ״Official Gazdtte“ ist die der Jewish Agency für das S o mmerhalb j ahr 1 9 3 5 bewilligte Sehedule auf geteilt in 5^35 Zertifikate für Männer, 2165 für Frauen und hOO ohne spezielle Bestimnmng. Eine Gruppe jü dis eher Arbeite r, die im Begriffe war, den Zug H aif a—A kko zu besteigen, wurde durch arabische Arbeiter üb er f allen, wobei sieben jüdische Arbeiter, unter ihnen zwei schwer, verletzt wurden. 22 Araber wurden verhaftet. Der O b e r r ab b in dr der Jüdischen Gemeinde von Adrianopel, Nissim P apo, einer der bedeutendsten Rabbiner des Orientjudentums, ist nach längerer Krankheit gestorben. ln der Nacht vom 8. auf 9. April wurden fünf Thorarollen der Synagoge in Bühl (Baden) v runr eini y t. Die Täter konnten gefaßt und ins Gefängnis eingeliefert werden. Auf dem israelitischen Friedhof in Bette nh au s e n wurden neun Grabsteine u m g e w o rf e n. Als Täter tvurden vom Friedhofsaufseher mehrere halbwüchsige Burschen auf frischer Tat ertappt und zur Anzeige gebracht. Die Jüdische Gemeinde Saloniki hat zum verflossenen Pass ach fest an 11.000 arme Familien unentgeltlich M az z o th verteilt. Es haben somit drei Viertel der etwa 15.000 Familien zählenden jüdischen Bevölkerung Salonikis Pessach-Unterstiitzung erhalten. Der Minister für öffentliche Wohlfahrt, Kyrkos, hat der Jüdisehen Gemeinde 100.000 Drachmen für Pessach-Hilfe gewährt; für den gleichen Zweck stellte die Stadt Saloniki 60.000 Drachmen der Jüdischen Gemeinde und 100.000 Drachmen den jüdischen philanthropischen Institutionen zur Verfügung. Der soeben in Bukarest zu Ende gegangene außerordentliche ■ Parteikongreß der nationalen Bauernpartei (Nationalzaranisten) lehnte den von Vaida Voevod propagierten Numerus valachicus (wirtschaftlicher Numerus clausus für die Minderheiten, insbesondere für die Juden) ab und beschloß loyale Zus amme n ar beit mit den Minderheiten. % Nachdem aus der nationaldemokratischen Fraktion des L o d z e r S t a d t r a t e s fünf Mitglieder ausgetreten sind, ist die national demokratische Herrschaft im Lodzer Stadtrat, die von der Partei zu rücksichtslosen antisemitischen Maßnahmen aus genützt wurde, gebrochen. , hi Köln wurde ein ostjüdischer Geflügelhändler wegen S chächt en s von Hühnern zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und vier Monaten v e rurt eilt. Nach dem ,,Westdeutschen Beobachter“ soll auch gegen seine Abnehmer vorgegangen weiden. Das neugewählte Ungarische Abgeordnetenhaus trat zu seiner ersten, formellen Sitzung zusammen und wählte zum Alterspräsidenten den jiidisehen Abgeordneten Paul Sandor. Ministerpräsident Gömbös hat Sandor direkt aufgefordert, die Alters- Präsidentschaft zu übernehmen. Auch das Magnatenha71s wuide durch einen Juden, den Szegeder Oberrabbiner Immanuel L ö w, als Alterpräsidenten eröffnet. Die Presse berichtet über antijüdische Aussehr eitun g e n in Euskirchen im Rheinland. Ein TOjähriger Jude, Leopold Kaufmann, wurde wegen angeblicher Belästigung eines 13jährigen Mädchens ins Gefängnis abgeführt, wobei die den Transport begleitende Bevölkerung die Fenster der jüdischen Wohnungen mit Steinen einwarf. 9 In der Stadtschaft B aran ow bei Lublin zerstörte, ein riesiges Feuer 88 jüdische Häuser und richtete einen Schaden von 7.0.qqo Zloty an. Hunderte Juden wurden obdachlos. St Der High Gommissioner Sir Arthur W au cho p e hat eine Kommission unter dem Vorsitz des stellvertretenden Distriktskommissars Pollock mit der Fest- Stellung der Grenzen von P e\ t a c h T i k w a h beauftragt. Diese Arbeiten stehen mit der beabsichtigten Umwandlung Petach Tikwahs in eine Stadtgemeinde im Zusammenhang. S Nationalradikale Stadträte im Lodzer Gemeinderat fielen über den Abgeordneten Minzberg her, während dieser eine Rede hielt. Ein antisemitischer Stadtrat zog einen Revolver und drohte, den Redner zu er- Schießen. 'Unter ungeheurem Lärm mußte die Sitzung abgebrochen werden. H. Qriin, n., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66. Atelier für feine ]Herrengarderobe- E 1₪₪m Lackenbacher Raw nach Erez Jisroel abgereist. Am vergangenen Montag fand in Lacke&bach die Abschiedsfeier für den nach Erez Jisroel ziehenden greisen Oberrabbiner .T. Kraus statt. Die Feier gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung des gesamten burgenländischen Judentums. Von allen Gemeinden des Burgenlandes und auch von Niederösterreich sind Deputationen erschienen, die dem greisen Oberrabbiner den Abschied festlich gestalten und den Einzug seines Nachfolgers und!Schwiegersohnes, Rabbiner Chaim Ungar, würdig gestalten wollten. Oberrabbiner Kraus hielt einen ergreifenden Abschiedsvortrag, in dem er gleichzeitig seinen Schwiegersohn unter der begeisterten Zustimmung aller Anwesenden in sein Amt einführte. \>e' UgV״' Vereinsna ch richten. ״Machne Olim“ der Agudas Jisroel. Auch heuer hat die Erez-Jisroel-Zentrale der Agudas Jisroel für Oesterreich eine Hachschorohstätte für agudistische Ze'irim, die nach Erez Jisroel auswandern wollen, errichtet. Die ״Machne Olim“ ist in Mauer, in unmittelbarer Nähe Wiens gelegen. Die Ausbildung erfolgt sowohl in der Gärtnerei als auch in der Geflügelzucht. Für die Abendstunden und für Schabbos sind Schiurim, Vorträge — kurz, eine geistige Hachschoroh — eingerichtet, um die jungen Leute nebst den notwendigen berufliehen Kenntnissen auch zu eifrigem Thoralernen anzuhalten, damit in jeder Hinsicht geschulte und gefestigte Agudisten nach Erez Jisroel kommen. Gründung einer agudistischen Jugendgruppe in Mattersburg. Der Kreis der Aguda-Jugendgruppen in Oesterreich beginnt sich zu erweitern. Einige agile junge Leute haben in Mattersburg, dieser uralten, echt jüdischen Stadt, in der ein Chasam und Chasan Sofer gewirkt haben, eine נ״נ Hotel Bellevue 2E2 Pörtsdiadi am Wörthersee Vornehmes Haus unter streng ritueller Leitung. Herrl. Lage, direkt am See. Schöne, sonnige Zimmer mit Fließwasser. Vorzügliche internationale Küche. Volle Pension: Vor- und Nachsaison . . . . S 9. - Hauptsaison . . .... S 12. - Seebad und Garage frei. Geöffnet von Mai bis Oktober. — Verlangen Sie Prospekte! Gruppe geschaffen, die schon in der kurzen Zeit ihres Bestandes einen ansehnlichen organisatorischen Erfolg aufzuweisen hat. Alle Kreise haben die Notwendigkeit dieser Gründung anerkannt und unterstützen die Jugendgruppe tatkräftigst. In der konstituierenden Versammlung wurden die Herren Michael Breuer, Hugo Hirsch, Ernst K e r p e 1, Heinrich Stern und Josef Weiszberger in das Vorbereitungskomitee gewählt. Es findet allabendlich ein Schiur statt, der von den Mit- ׳gliedern abwechselnd vorgelernt wird. Unterrichtsbeginn an der Wiener Beth-Jakob-Schule. Der Unterricht an der Beth-Jakob-Schule beginnt am Montag, den fi. Mai, um 4 Uhr nachmittags in den Schulräumen, IT., Obere Donaustraße 12. Am Schabbos, den 4. ds., findet um 4 IJhr nachmittags eine gemütliche Zusammenkunft der Schülerinnen statt. Der Fortbildungskurs beginnt am Montag, den ß. Mai, um 8 Uhr abends, mit einem Einleitungsvortrag, den Herr Dr. Leo Deutschländer hält. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Den dieswöchigen Vortrag, Schabbos Parschas X e d a u s c h i m, hält Herr Sekretär Moritz Spitzer in der ״Wienea“ um %11 Uhr vormittags. . Schiurgemeinschaft junger Baale-Batim. Ab Schabbos, Parschas Kedoschim, findet der Schiur über Taharas Hamischpocho in der Kanzlei der Schiffschul unter Leitung von Rabb. Salomon Baumgarten statt. Personalnachrlctnten. Bris-Miloh: In Baden bei Wien fand am 1. April der Bris-Miloh des erstgeborenen Sohnes des Herrn Leser Rosenberger und Frau, geb. Stern, statt. Rabbiner Schlomo Baumgarten, Herr Moses Rosenberger, Rabbiner Israel Taussig, Sekretär Moritz Spitzer, Rabbiner David Friedmann und Rabbiner Salomon Friedmann hielten Ansprachen. ם1 SICH ECHOS nrsrm Sitzung der Moazas Gedole Hathora« Am Sonntag, den 25. (D^issan, fand unter dem Vorsitz des ehrw. Herrn Oberrabbiners Akiwo Schreibe r, Bratislava, eine Sitzung des Landes-Thorarates der Agudas Jisroel in der!Slowakei und P. (K. R. •unter Be- •teiligung der ehrw. Herren1 Oberrabbiner!S. D. Ungar, Nitra, M. Frey, äurany, A. Weiß, Topolöany, und M. Strasser, Sala n. V., statt. Es wurden aktuelle Fragen des Gemeindewesens und der ״Waad hoir aschkenasi.“ in Jerusalem!besprochen. Im zweiten Teil der Sitzung, der ausschließlich Agudah-Problemen galt, wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. P. K. R. — Ostlovvakei. Zu den in jüngster Zeit aufgetauchten separatistisehen Bestrebungen in der Ostlowakei und in P. K. R. wurde beschlossen, die Auswirkungen dieser Bestrebungen, die auf organisatorischem Gebiet auch für die Gesamtorganisation schädlich sein könnten, baldigst zu beseitigen und eine Plattform zu schaffen, auf der jeder Ghajim Bloch: ״Blut und Eros im jüdischen Schrifttum und Lehen“, Wien, Sensen-Verlag, 194 Seiten, kart. S 5.80 und Porto. Mit diesem Werk hat Chajim Bloch, man darf es ruhig sagen, einen ״Kiddusch haschem“ vollbracht. Wie einst der zarte David im Namen des Herrn der Heerscharen gegen den Philisterhäuptling Goliath auszog und ihn zur Strecke brachte, so hat Bloch den bekannten Orientalisten Dr. Erich Bischoff zuschanden gemacht. Bischoff hat in einem Buche: ״Das Blut in jüdischem Schrifttum und Brauch“, mehr als dreihundert Zitate aus Talmud und Schulchan Aruch in teuflisch geschickter Weise entstellt und mißdeutet. Seine Schlußfolgerungen sind schauderhaft. Er wirft vor allem dem an Glauben und Tradition festhaltenden Juden sittliche Ausgelassenheit und Ritualmord vor. Bloch setzt ihn auf die Anklagebank und weist seine Fälschungen nach. Man geht das fesselnde Buch ״Blut und Eros“ durch und man spürt in jedem Satz die Schläge eines von der Herab- Setzung der heiligen Religion tiefgekränkten Herzens. Tiefschürfende rabbinische Gelehrsamkeit, vielfaches historisches Wissen sind hier zu einem Ganzen verschmolzen. Grandios und ganz neuartig ist Blochs Erläuterung der Auffassung des Rambam über das Christentum. Mit der alten Annahme, daß Maimonides Feind der Christenheit war, räumt Bloch gründlich auf. Es ist für die wissenschaftliche Arbeitsmethode Blochs bezeichnend, daß er die gegenwärtige Lage der Juden in politischer Beziehung nicht berührt. Bloch gewährt Einblick in die Werkstätte eines der verschlagensfcen und ״genialsten“ Talmudfälsclier. Oft schlägt er Bischoff mit seinen eigenen Waffen und weist seine Verstricktheit in ein Netz von Lüge, seine Widerspenstigkeit gegen Wahrheit und Gerechtigkeit nach. Blochs Buch ist, mit Rücksicht auf die Verleumdüngen der Presse vieler Länder, nicht nur das aktuellste, sondern auch eines der schönsten und interessantesten unserer traurigen Gegenwart; es belehrt und ״unterhält zugleich. Der Zauber einer flammenden Dichtung liegt in diesem Prachtwerk beschlossen. Jeder religiöse Mensch soll das Buch lesen, denn es ist vom Anbeginn bis zum Schluß spannend, erhebend und besiegend. M. D. Agudist in. der tschechoslowakischen Republik für das Gedeihen und den Aufschwung der Agudas Jisroel einheitlich mitarbeiten!kann. 2. Sekretariat der Moazas Gedole Hathora. Der Rabbinische Rat hat aus seinem Kreise Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner S. D. Ungar, Nitra, als Präses und Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner M. Frey, Surany, als Vizepräses in den Landesvorstand der Agudas Jisroel entsendet. Zur Ermöglichung einer intensiven Arbeit des Landes-Thorarates wurde ein Sekretariat mit dem Sitze in Bratislava unter Leitung des Herrn Rabbiners Jaakow ׳Snyders errichtet. Von nun an sind sämtliche Anfragen, die in die Kompetenz der Moazas Gedole Hathora fallen, im Wege dieses •Sekretariats zu stellen, welches auch die jeweiligen Entscheidungen weiterleiten!wird. 3. Jugendorganisation. Der Rabbinische Rat blickt •auf die agudistische Tätigkeit der Jugendorganisation mit!Stolz zurück und bestätigt deren Selbständigkeit auf organisatorischem Gebiete, die ihr auch weiterhin die Möglichkeit gibt, selbständig die Direktiven an die einzelnen Jugerudigruppen zu erteilen.!Selbstverständlich untersteht die Jugendorganisation in jeder Beziehung dem Rabbinischen Rat., dessen Weisungen sie sich auch bisnun restlos gefügt •hat. 4. Chinuch-Zentrale. Die anläßlich der Poprader Landesausschußsitzung der Jugendorganisation vorgeschlagene Chinuch-Zentrale, bestehend •aus den Herren Wilhelm Kohn (ex offo), Rabbiner Simon Strasser, Rabbiner Jaakow Snyders und Akiwo Simcho Ungar, wurde seitens des Landes-Thorarates genehmigt und mit weitestgehenden Vollmachten ausgestattet. ,Zum Obmann der Chinuch-Zentrale!wurde Herr Oberrabbiner S. D. Ungar bestimmt. 5. Erez-Jisroel-Zentrale. Noch im Monat Adar II. hat die neukonstituierte Erez-Jisroel-Zentrale ihre Tätigkeit aufgenommen und sie steht heute bereits •auf der ,Höhe ihrer Aufgabe. ׳Sie hat vieles zur Hebung der agpdistischen Erez-Jisroel- Arbeit hierzulande und auch in Erez Jisroel selbst beigetragen. Der Rabbinische Rat hat im Interesse einer intensiven Erez-Jisroel-Arbeit die Notwendigkeit einer selbständigen Erez-Jisroel-Zentrale erkannt und diese zugleich legalisiert. * Noch am selben Abend fahd eine ׳Sitzung des Landesvorstandes in den neuen Räumlichkeiten der Agudas Jisroel (Republikplatz 37) statt, bei!welcher praktische Maßnahmen getroffen wurden, um die Beschlüsse des ,Landes-Thorarates möglichst bald durchzuführen. Bei dieser Sitzung, die bis nach Mitternacht dauerte, waren auch der Präses der. Agudas-Jisroel-Landesorganisatian, Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. D. Ungar•* Nitra, und Oberrabbiper M. Strasser, Sala n. V., zu- ׳gegen. Zu den Parlamenfswahlen» Zu dem in der letzten Ausgabe der ״Jüdischen Presse" veröffentlichten Artikel über die bevorstehenden Parlamentswablep sind uns aus dem Kreise unserer Leser eine Reihe Zuschriften zugegangen, in denen an der Monopol-Politik der Agrarpartei Kritik geübt wird, weil diese den jüdischen Kaufleuten schädlich ist. Es ist eben leider so, daß Gesetze, die zur Förderung eines Standes