Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 17 (3.5.1935)
- Date
- 1935-05-03
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 17 Aus Erez Jisroel. (Siehe auch ,,Von Woche zu Woche".) Der Rabbinische Rat. _ Zwei Aufrufe. — Entwicklung der agudistischen Gruppen. — Rambam-Monat. — Änerkennung der orthodoxen Gemeinden. — Mozzos-Steuer. — Araber aus dem Hauran sollen ausgewiesen werden. Von unserem Korrespondenten. Nach langen Bemühungen ist es der Agudah-Delegation, die vor Pessach im Heiligen Lande weilte, gelungen, den Grundstein zur Konstituierung des L a n d e s- Thorarates der Agudas Jisroel, dem durch das Ableben von Rabbi Josef Chaim Sonnenfeld, Rabbi M. M. Epstein, Rabbi!Elias Klatzkin und Rabbi Mosche Kliers s. Z. 1. die repräsentativsten Mitglieder genommen waren, zu legen. An der Spitze des Rabb. Rates wird Rabbi Josef Zwi Duschinsky stehen. Zwei Aufrufe waren in der jüngsten Ausgabe des ״Kol Jisroel“ veröffentlicht. In dem einen rufen die dem Rabbinischen Rat angehörenden Mitglieder der Agudah-Delegation Zur Umkehr und Rückkehr, zu Limud Hathora und Kijum Hamizwos. Der andere Aufruf, der von allen Mitgliedern der Agudah-Delegation unterzeichnet ist, wendet sich an die orthodoxen Olim aus allen Kreisen, denen die große Verantwortung!für den religiösen Aufbau des Heiligen Landes und die Notwendigkeit, sich unter der Fahne der Agudas Jisroel zu sammeln, ans Herz gelegt wird. Die hiesige Orthodoxie ist von der Hoff nun 7 beseelt, daß die Delegation nun, nach der glückliehen Vollendung ihrer Aufgaben im Heiligen Lande, auch in der Gola für Intensivierung der Erez-Jisroel-Arbeit sorgen werde. Langsam, aber sicher entstehen nun in allen Städten und Ortschaften des Heiligen Landes agudistische Gruppen. Trotz aller Schwierigkeiten, die der Ent- Wicklung der Agudas Jisroel von zionistischer ,Seite entgegengestellt werden, ist überall ein erfreulicher Aufstieg und sachliche Aufbauarbeit der Agudah-Gruppen zu beobachten. Besondere Hervorhebung verdienen die Gruppen von Petach-Tikwah und Haifa. Der verdienstvolle Sekretär der Poale-Agudas-Jisroel von Petach- Tikwah, Herr S. S. Moses, veröffentlicht jetzt einen mehrere Seiten umfassenden Bericht, aus dem die ersprießliche Tätigkeit dieser Gruppe hervorgeht. Unermüdlich arbeitet außer dem genannten Sekretär auch Herr Jecheskel Rottenberg, deren Arbeit glänzende Früchte zeitigt. In Haifa ist es insbesondere Herr Jakc^b K a t z aus Zloczow, der sich unermüdlich mit dem Aufbau der agudistischen 'Gruppe beschäftigt Das Tagesgespräch in den orthodoxen Kreisen bildet der Rambam-Monat, der vom Waad Leumi am Rosch Chodesch Nissan im Theatersaal der Universität proklamiert wurde. Es ist bezeichnend, daß Männer, deren Lebensführung in religiöser Hinsicht einen!Spott für den Rambam darstellen, im Heiligen Lande den Mut haben, sich des Rambam zu rühmen. Wie die״ ־Jüdische Presse" bereits berichtete, hat der High Commissioner Sir Arthur Wauchope die Agudas Jisroel eingeladen, in Verhandlungen mit dem Waad Leumi betreffend die öffentlich-rechtliche Anerkennung der orthodoxen Gemeinden in Erez Jisroel einzutreten. Es war der Wunsch des Oberrabbiners Duschinsky, daß alle mit dieser Frage Zusammenhängenden Einzelheiten im Rahmen einer Mitgliederve r- Sammlung besprochen werden. Diese Versammlung fand einige Tage vor Pessach statt. Im Anschluß an die Referate von Rabbi Jonathan Horowitz und Rabbi Mosche Blau entwickelte sich eine lebhafte Aussprache, aus der hervorging, daß alle agudistischen Kreise in Erez Jisroel von der zwingenden Notwendigkeit selbständiger Gemeinden überzeugt sind und daß im übrigen einer Zusammenarbeit mit den nichtorthodoxen Kreisen in rein poütischen und wirtschaftlichen Dingen, die keinerlei Be- Ziehung zu religiösen Grundsätzen haben, nichts im Wege stehe. Es ist interessant, daß heuer zum ersten Male der Kampf״ den bisher die Orthodoxie gegen die Verpflichtung geführt hat, eine Mazzos-Steuer an dön Waad Leumi abzuführen, in anderer Form zu einem beachtenswerten Erfolg führte. ׳Sämtliche Mazzosbäckereien im Heiligen Lande haben über Intervention von Oberrabbiner Duschinsky die Verpflichtung übernommen, für jedes Kilogramm verkaufter Mazzos einen festgesetzten Betrag an die religiösen Thoralehrstätten abzuführen. Dieser Erfolg verdient besondere Hervorhebung, weil er einen neuen Beweis für die stete Opferbereitschaft der orthodoxen Kreise darstellt. Knapp vor Pessach fand die Neuwahl der Leitung der Poale-Agudas-Jisroel in Pet’ach- Tikwah statt, die sehr lebhaft war. Der neuen Leitung gehören 11 Mitglieder an, und zwar die Herren Jakob!S e g a 1 als Vorsitzender, Stadtrat Elia Munk als Vizevorsitzender, S. ׳S.Moses als Sekretär und Jecheskel Rottenberg als Geschäftsführer. Die Poale-Agudas- Jisroel in Petach-Tikwah unterhält unter anderem eine eigene Darlehenskasse״ die sich die besondere Anerkennung und Unterstützung durch die Agudah-Delegation erworben hat. Einer Meldung des ״Falastin“ zufolge soll eine Abordnung arabischer Arbeiter beim Distriktkommissär von Haifa vorgesprochen Und die Ausweisung der aus dem Hauran eingewanderten Araber, mit denen sie in Unfrieden leben, gefordert haben. Menachem Glikman-Porusch, Jerusalem. Pessach-Fest in Erez Jisroel ruhig verlaufen. So oft das moslemitische Nebi-Musa-Fest (Fest des Propheten Moses) mit dem jüdischen Pessachfest zusammenfällt, herrscht in Palästina Besorgnis über mögliehe antijüdische Ausschreitungen von Moslemiten, wie sie bei solchen Gelegenheiten in früherer Zeit wiederholt vorgekommen waren. Namentlich pflegten solche Ausschreitungen seitens der zu dem nach moslemitischer Tradition in der Nähe von Jericho :liegenden Moses-Grab wallfahrenden Moslemiten vorzukommen. In diesem Jahre, wo die beiden Feste ebenfalls zusammenfielen, kam es zu keinerlei Ausschreitungen. Eine Gruppe Kommunisten, unter ihnen zehn Araber, wurde wegen Verteilung kommunistischer Flugblätter während der Nebi-Musa-Prozession verhaftet. In jeden guten Haushalt gehört bestimmt auch ein Wichtiges Mittel: Alpa-Franzbranntwein! Das Bestreichen von Schläfen und Stirn mit Alpa erfrischt angenehm und Einreibungen mit diesem bewährten Präparate lindern rheumatische Schmerzen• E KAFFEE HAG geuxmtuft unschadluh Spaltung der Zionistischen Welt• Organisation. Das Exekutivkomitee der Union der Z i 0-. nisten-Revisionisten unter dem Vorsitz von Vladimir Jabotinsky hat beschlossen, alle revisionistisehen Zionisten aufzufordern, aus derZioni3tisehen Organisation auszutreten. Ferner wurde beschlossen, ein Plebiszit auszuschreiben, betreffend Gründung einer ״Unabhängigen Z i onistischen Weltorganisatio n“. Nach den jahrelangen erbitterten Kämpfen zwischen den revisionistischen und sozialistischen Jüdischnationalen ist dieser Schritt der Revisionisten nicht überraschend. Nach dem Exodus der Revisionisten wird die offizielle zionistische Organisation, deren Leitung schon bisher Sozialisten innehaben, eine überwältigende sozialistische Mehrheit haben. Die allgemeinen Zionisten, Judenstaatler und Misrachisten bleiben zwar vorläufig der offiziellen Zionistischen Organisation treu, werden aber keine nennenswerte Rolle spielen. Die ״Weisen von Zion“ in Bern Die schweizerische Bundeshauptstadt Bern steht wiederum im Zeichen des am 29. Oktober 1934 abgebrochenen und am 29. April 1935 wiederaufgenommenen Prozesses, den der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die jüdische Kultusgemeinde Bern gegen die Führer der ״Nationalen Front" wegen Verbreitung der im Leipziger Hammer-Verlag erschienenen ״Protokolle der Weisen von Zion“ auf Schweizer Boden angestrengt haben. Etwa 50 ausländische Journalisten, unter ihnen Vertreter der Welt-Agenturen und der großen englischen und amerikanischen Zeitungskonzerne, wohnen den Verhandlungen bei. Die schweizerische ]Presse widmet dem Prozeß und, im Zusammenhang damit dem Verhältnis zum nationalsozialistischen Deutschland eingehende Betrachtungen. Wie ausgezeichnet ist doch das Wesen und die Wirkung von Tschuwoh: Gestern noch g4ttentfremdet, fanden seine Rufe zum Allmächtigen kein Gehör; . heute ist er bereits der Sch‘chinoh ver־־ knüpft, seine Schreie werden erhört, sein Wohlwollen mit Genugtuung und Freude quittiert. Mischne Thora, Hilchos Tschuwoh, 7. P. Genau wie in Sowjetrußland. Die Befürchtungen der Juden, daß die neue nationalsozialistische Verfassung ihnen die Staatsbürgerrechte nehmen wird, haben sich bestätigt. Reichsinnenminister Dr. F r i c k hat einer Mitarbeiterin der ״Berliner Nachtausgabe“ erklärt: ״Die ,Verleihung des Staatsbürgerrechtes müsse an bestimmte Bedingungen geknüpft werden, unter denen sich auch die Bedingungen der rassischen Zugeh. örigkeit zum deutschen Volke befinden wird.“ Die Juden werden aber nicht allein die Entrechteten sein. .Reichsinnenminister Dr. Frick hat nämlich weiter erklärt: Die deutsche Staatsbürgerschaft müsse Brief aus Polen. Die Agudas Jisroel in Polen hat in letzter Zeit einen bedeutenden Aufschwung genommen. In politischer Hinsicht ist die Aguda heute die maßgebendste jüdische Organisation. Der Abwehrkampf gegen die antisemitischen Angriffe der Nationaldemokraten, die letztens eine verstärkte Propaganda betreiben, nimmt einen hervorragenden Platz unter den Arbeiten der agudistischen Sejm- und Stadtverordneten ein. Im Lodzer Gemein de rat, der von einer nationaldemokratischen Mehrheit beherrscht wird, führen die agudistischen Ratsmänner einen aufopfernden Kampf gegen die Judenhasser. Bei der letzten Sitzung des Gemeinderates, bei der es bekanntlich zu Tätlichkeiten kam, wurden einige agudistische Ratsmänner verletzt, während die zionistischen Ratsmänner — bezeichnend! — der Sitzung einfach fernblieben. Auch in den anderen Städten vertreten die agudistisehen Stadträte die jüdischen Interessen. In Warschau hielt d,er agudistische Stadtrat Trocken heim bei der Budgetdebatte eine Rede, in der er die berechtigten Wünsche der jüdischen Bevölkerung klarlegte. In gewissen Beziehungen fand er bei der Mehrheit Verständnis. Erwähnenswert ist auch die erfolgreiche politische Arbeit des agudistischen Stadtverordneten Heber in Kalisch. Die Bedeutung der agudistischen Stadträte geht auch daraus hervor, daß sich unter den Delegierten auf dem kürzlieh in Warschau, stattgefundenen Kongreß der polnischen Stadtgemeinden mehrere Agudisten befanden. Auch in den anderen Körperschaften, wie Industrie- und Handelska/mmem usw., nehmen die agudistischen Vertreter einen angesehenen Platz ein. Die Aguda führt auch gegenwärtig einen überaus intensiven Kampf gegen die Angriffe auf die S chechitah. Diese Arbeit wird in erster Reihe von den Präsidenten M azur und Trocken heim sowie von den unermüdlichen Abgeordneten Rabbi Lewin und Minzberg geführt. Unterstützt wird diese Arbeit durch Beistellung von Materialien durch die Herren Jakob eine Ehre sein, die sich der Deutschstämmige nur durch Dienst am Volk und Staat und Bewährung erwerben kann. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird jedem Deutschen den Weg zu allen öffentlichen Aemtern in Partei und Staat öffnen, nur ihr Träger wird in den Kampfformationen der nationalsozialistischen Bewegung und als Waffenträger der Nation in den Ehrendienst des Volkes und Reiches eintreten dürfen und nur er allein wird das Wahl- und Abstimmungsrecht ausüben können. Somit wird nach Erlaß der neuen Staatsbürgerschaft in Deutschland die Bevölkerung in zwei große Kasten zerfallen, in eine bevorzugte und in eine minderwertige Kaste. Der alte Wilnaer Judenfriödhof gefährdet. Die Wilnaer Stadtverwaltung beabsichtigt, den historischen Judenfriedhof, auf dem sich die Gräber zahlreicher Thoragrößen und Geonim befinden, u. a. die Gräber des Wilnaer Gaons und des ״Ger Zedek“ (des seinerzeit zum Judentum übergetretenen Grafen Valentin Potocki, der .1749 den Märtyrertod auf dem Scheiterhaufen erlitt), zwecks Erbauung eines großen Stadions aufzulassen. Dieser Plan hat die jüdische Bevölkerung Wilnas in starke Erregung versetzt. Die Jüdische Gemeinde hat Schritte unternommen, um die Erhaltung des alten Judenfriedhofs zu sichern. Eine Beratung von Vertretern der Jüdischen Gemeinde und der Stadtgemeinde wurde anberaumt. Notschrei der jemenitischen Juden. Die palästinensische Presse veröffentlicht einen erschütternden Hilferuf von in Palästina lebenden jemenitisehen Juden zugunsten ihrer Brüder im .Temen. Darin wird geschildert, wie die jüdische Bevölkerung der südarabisehen Halbinsel dem Iman Jahija auf Gnade und Ungnade ausgeliefert ist. Versucht es ein Jude, der jemenitischen Hölle zu entfliehen und nach Palästina auszuwandern, so wird er. wenn er gefaßt wird, als ein Schwerverbrecher behandelt, während die jüdischen Führer seiner Stadt in den Kerker geworfen werden. Gelingt es einem Juden dennoch, über die Grenze zu kommen, so werden aus der Mitte der jüdischen Bevölkerung seiner Stadt Geiseln ausgehoben und in den Kerker geworfen, ihr Vermögen wird konfisziert. Ein bisher unbekannter jüdischer Hirtenstamm entdeckt. Unweit der oft im Talmud erwähnten Stadt Neziwin, an der syrisch-türkischen Grenze, wurde letztens — wie. die hebräische Presse mitteilt — eine bisher unbekannte Siedlung von etwa 500 jüdischen Familien entdeckt, deren Mitglieder hauptsächlich von Viehzucht leben. Das Dorf, in dem sie wohnen, heißt Kmischleh. Die Einwohner sind wie Beduinen gekleidet und sprechen türkisch und arabisch. Vom hebräischen Schrifttum sind ihnen lediglich einige Gebete überliefert. Auf Anregung eines französisehen Juden, der sich in dieses Dorf verirrt hat, wandten sich die jüdischen Beduinen an den Leiter der Allianzschule in Beirut mit der Bitte, etwas für die Befriedigung ihrer religiösen und sozialen Bedürfnisse zu tun. Die Pariser Allianzleitung hat eine Geldsumme zur Errichtung einer Schule für •die Kinder dieser jüdischen Hirten bewilligt. Ein sephardischer Jude übernahm bei ihnen die Funktion eines Rabbiners und Lehrers. Juden des Irak sandten ihnen eine Thora-Rolle. Gefahren der Lockpreise. Nach Feststellung einer Versicherungsgesellschaft sind zwei Drittel aller Auto- Unfälle auf fehlerhaftes Fahren zufolge schlechter Fahrausbildung zurückzuführen. Aus diesem Grunde wird seitens der Behörden mit berechtigt großer Strenge darauf gesehen, daß schlecht ausgebildete Prüfungswerber den angestrebten Führerschein nicht, erhalten. In diesen behördlichen Richtlinien unterrichten die renommierten: Neudegger Automobil- und Motorrad- Fahrschulen, VIH., Neudeggergasse 18 (Ecke Lerchenfelderstraße 18), Tel. iB-46-5-72, und. Inzersdorf (Niederösterreich). Besichtigung des elektrisch angetriebenen, am Stand im Lehrsaal laufenden Lehrautomobils jederzeit, auch Sonntag. E jiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnniiimiHiiiiiiiiiiiiiiHiiininiiiimiiiiiiiiiHiiiiiiiiiinnnmminmmnnmffiimniimtiiniimg Luxusdampfer »Toi» Ayilf« I (nur eine Klasse) ■ W ■ W Regelmäßiger Dienst Triest — Haifa — Triest | § Nächste Abfahrt 10. Mai // Visum gegen er- mäßigte Kaution // Rituelle Küche (Aufsicht I Rabbinat:Jerusalem) // Bethaus anBord ן | Reisebüro ,Universal1• I, Kärntnerring Nr. 3 | ^inmmuüüiuummiimiiiiiiiiiinimiiiimuiiiiiiiiiiiiimüüJummmiminiiiiiiiiiiimiiiiniiLümnimimmmiLmP Ros e.n heim, Dr. S. Lieben- Prag •und Rabbiner Dr. Munk- Berlin. Es ist zu hoffen, daß diese Arbeit von dauerndem Erfolg begleitet sein wird. Die unter agudistischer Verwaltung stehenden Kultusgemeinden, imbesondere Warschau und Lodz, haben trotz der katastrophalen Wirtschaftslage der jüdischen Bevölkemng nicht nur ihre Leistlingen in der gleichen Höhe wie früher erhalten, sondern sogar emveitert. In vielen Orten wurden neue Erziehungsanstalten erlichtet, wobei jedoch überall das Gleichgewicht des Budgets aufrechterhalten werden konnte. Dies ivar allerdings vielfach nur unter ganz besonderen Anstrengungen möglich. Wenn man die Lage der Aguda von heute mit der Vor zehn Jahren vergleicht, muß man mit Bewunderung den Aufschwung der orthodoxen Organisation feststellen. Die ״Zeir e Agudas Jisroel“ hat in letzter Zeit ihre Tätigkeit intensiviert. Besonderes Augenmerk wird auf die Selbste rzie h'u n g gelegt. Es wurden zahlreiche neue Schiurim geschaffen, die unter geistiger Leitung von Rabbi Elchonon Wassermann stehen, Auch auf dem Gebiete der Erez-Jisroel-Arbeit wird besonders intensiv gearbeitet. Es wurden neue Hachschorostätten geschaffen, wobei auf die geistige Hachschoroh besonderes Augenmerk gerichtet wird. Hilel S eidmann, Warschau. ספרים/ טלתים, מזוזות/ תפילין וכל דבר שבקדושה beziehen Sie nur durch die älteste hebräische Buchhandlung Jos. 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