Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 17 (3.5.1935)
- Date
- 1935-05-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 IÜÖ1SCHE PRl&SStS Nr. 17 erfassen werden, sich fast immer für die Angehörigen der anderen Stände üngünstig auswirken. Diese unvermeidbaren Gegensätze auf ein mögliches Mindestmaß herabzusetzen, Söll eben Aufgabe der Politiker sein. In dem Artikel in unserer letzten Ausgabe war es dem Verfasser nicht darum zu tun, für oder gegen eine bestimmte Partei Agitationsdienste zu leisten. Es wurde vielmehr auf die beschämende Tatsache hingewiesen, daß gleichgesinnte religiöse Juden vielfach bei den Wahlen gegeneinander arbeiten, weil es keine orthodox-jüdische Exekutive gibt, die namens der gesamten Orthodoxie politische Abmachungen abschließen könnte* Wenn auch die persönlichen Betrachtungen des Verfassers zu den einzelnen Parteien nicht Agitationszwecken dienen sollten, so sei doch darauf hingewiesen, daß die orthodoxen Juden jedenfalls ihre Stimmen nur einer der staatserhaltenden Parteien geben werden. , ״Erstrebtes ,und Erlebtes im Heiligen Lande1* Auf Veranlassung der Agudas-Jisroel-Ortsgruppe hielt Herr Generalsekretär Jacob Joel Braun Sonntag, den zweiten Tag Chol-Hamoed Pessach, im Saale des. Handelsgremiums einen großangelegten Vortrag über das Thema: ״Erstrebtes und Erlebtes im Heiligen Land#‘, dem die den Saal bis auf das letzte Plätzchen füllenden Gäste mit gespannter Aufmerksamkeit folgten. Herr Markus Fürs t, Präses der Ortsgruppe, begrüßte in schlichten Worten die Erschienenen und ersuchte Herrn J. J. Braun, sein Referat zu beginnen. In wahrhaft meisterhafter Art verstand es Herr Braun, die Anwesenden mit seinen ergreifenden Worten zu begeistern. In herrlicher Darlegung der geographischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Erez Jisroel lenkte der Vortragende die Aufmerksamkeit aller Anwesenden während des fast zweistündigen Vortrages auf den Werdegang der Agudas Jisroel in Erez Jisroel. Der Redner kennzeichnete die Richtlinien der nach Erez Jisroel entsandten Aguda-Delegation und betonte, daß diese bestrebt war, den ihr gestellten Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen gerecht zu werden. Besonders erläuterte der Redner den heutigen Stand des Schulwesens in Erez Jisroel, das leider für jüdische Begriffe sehr mangelhaft ist. Er appellierte an die1 Anwesenden mit herzergreifenr den Worten, sich cm der demnächst durchzuführenden Sammelaktion reichlichst zu beteiligen. Mit monatlich Kc, 12.000.— könnten 1000 jüdische Mädchen in der von der slowakischen Aguda initiierten und bereits im Bau befindlichen Beth-Jakob-Schule in Jeruscholaim untergebracht werden. Der Redner referierte weiter über die agudAstische Kolonie in ״M achne Jisroel“, wo auch mehrere Olim aus dei' Slowakei beschäftigt sind. Er schilderte, mit welcher Hingebung diese Jungagudisten dort im Geiste der Thora arbeiten und daß die Möglichkeit besteht, diese Kolonie durch das ebenfalls im Bau befindliche Heim, welches schon in den allernächsten Tagen fertig gestellt״ und beziehbar werden soll, zu vergrößern und zu erweitern. Herr Braun hob noch die Bestrebungen där Aguda- Delegation iw der Frage der Schaffung selbständiger orthodoxer Gemeinden hervor. Viele tausende religiöse ״Jechidim“ suchen allein in Tel-Aviv eine Verbindungskette, um ein orthodoxes Gemeins ch af t sieben führen zu können. Diese ״Verbindungskette“ vermag nur die selbständige orthodoxe Gemeinde zu schaffen. Vieles ist bereits geschehen, aber unermeßlich Vieles kann noch vollbracht werden — betonte dei' Redner wenn jeder, in dessen Innern sich ‘noch /ein Funke für die Thora und ihre Erhaltung regt, das gehörige Verständnis für die Ideen der Agudas Jisroel und ihre praktischen Arbeiten aufbringen würde], Herr Markus Fürst dankte mm Schluß des Abends dem Publikum und dem Redner und richtete die Bitte an die Erschienenen, die Aguda-Arbeit mit Wohlwollen und Eifei' zu unterstützen. Chewra-Talmüd-Thöra zugegen. Das ״große Verhören‘* dauerte den ganzen Nachmittag und alle Anwesenden waren erstaunt und verwundert über die Gründlichkeit und Präzision, mit welcher die Zöglinge alle Prägen beantwarteten, erstaunt und verwundert über die Lehrerin, Prf. I. Roäner, die es fertigbringen konnte, den kleinen Mädchen so viel jüdisches Können und Wissen in solch kürzer Zeit beizubringen. Es ist einfach unübertrefflich, was in ,den zwei Jahren seit dem Bestände der Schule hier geleistet wurde. Die Beth-Jäkob-Schule steht unter Leitung und Verwaltung des Talmud-Thora־Vereines. Es wird beabsichtigt, die Schule mit einem Kindergarten zu ergänzen. (S. F.) — Berehovo: Sonntag, den zweiten Chol-Kamoed Pessach, hat hier die Wahl der orth. isr. Gemeinde- 1 e i t u n g stattgefunden. Unter großer Wahlbeteiligung sind als Präses Herr Moritz Korach und als Vizepräses Herr Hermann Schönfeld.hervörgegangen. — Montag, den dritten Tag Chol-Hamoed, fand die Ch e w r a- Kadischa-Wahl statt. Der bisherige agile Präses, Herr Samuel Weiß, wurde mit Stimmenmehrheit wiedergewählt. p!e1r|s[o|n|ä1l|n1a|c|h|r|i1c|h!t}e[n ר׳ אהרן פייעדמאן זצ״ל. Am Montag, den dritten Tag Chol-Hamoed, verschied plötzlich ein in seinem Wesen nicht alltägliches, vornehmes Mitglied der Bratislavaer orth. isr. Gemeinde. — Ahron Friedmann s. Z. 1. war nur wenigen bekannt als das, was er in Wirklichkeit war. In größter Bescheidenheit und ohne jedwede Aufmachung übte er viel Gutes an Notleidenden. Sein vorzüglicher Charakter als streng jüdischer Mensch und seine große Liebe zur Thora kann nur der schildern, der gesehen hat, mit welchem Eifer der Verblichene sein Amt als Oahoi in der Jeschiwo-Ktano versah. Mit wem immer Reb Ahron Friedmann einmal gesprochen hat, der •wurde sein Freund und Bewunderer. Diese Eigenschaften besitzt wahrlich nur eine große Seele. Der Niftor war auch Gaboi der Gestettner- Schul, wo er ebenfalls segensreich wirkte. Trotz des Erew Jomtows beteiligten׳ sich an der am Dienstag nachmittags stattgefundenen Lewajo zahlreiche Baale-Batim, um diesen,edlen Mann, den die unerforschliehe Vorsehung des Allmächtigen in der Blüte seines Lebens, im 39. Lebensjahr, zum Schmerze seiner Familie« und seiner unmündigen Kinder entrissen hat, auf seinem letzten Weg das Geleite zu geben. Trotz des Chol-Hamoed. hielt im Sinne der hiesigen Chewra-Kadischa- T k o n o s Herr Rabb. Salomon Unsdorfer einen kurzen, aber tieferschütternden Nachruf, in dem er ganz kurz die erhabenen Charakterzüge des Niftor skizzierte. Möge der allgütige Trostspender die junge Witwe, die unmündigen Kinder und die ganze Familie baldigst mit den Trauernden über Zion und Jeruscholaim trösten. חנצביה Jugoslawien■ Margit Roseniierger Jens Itebenrnmii Wien KoSice Verlobte Paula Weisz Wien Adolf Braun Bratislava Verlobte Rozsl David Max Kerpel Dun. Streda Mattersburg Verlobte Gyön$yi Just Daniel Grünwald Vrbove Bratislava (Senica n.Myj.) Verlobte Wir gratulieren herzlichst dem Mitbegründer unseres Vereines, Herrn Dir. Daniel Grünwald, Bratislava (Senica n/Myj.), anläßlich seiner Verlobung mit Frl. Gyöngyi Just aus Vrbove. Der Jugendverein ״Tiferes-Bachurim“, Senica n/Myj. Die Jugendorganisation der Agudas Jisroel in der Slowakei und P. K. R. gratuliert herzliehst ihrem gesch. Präsidialmitgliede Herrn Daniel Grünwald zu sein'er Verlobung mit Frl. Gyöngyi .Tust aus Vrbove. [ Die besten Eisen Wurst-und-Selchwaren 3mal täglich frisch bei NAGEL, Wien II, Praterstr. 33 Juwelen Uhren, Gold- und Silberwaren, insbesondere כלי קודש, Sederschiissel, Menoras, Leuchter und Bestecke ln großer Auswahl, auch Gelegenheltskäufe, stets vorrätig Moritz Warkany II, Taborstraße 14 Rasiere dich ohne Messer mit dem glich. Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet iiiid unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gässe 25 ־ Die Hachschoro in Gjuxdjevac. Die von Agudas Jisroel unterhaltene Hachschoro in Gjurdjevac ist nunmehr aufgelöst worden, nachdem alle Hachscharisten — etwa .15 an der •Zahl — dort ihre Ausbildung erhalten haben. Die reibungslose Durchführung dieses Unternehmens verdanken wir in erster .Linie dem dort wohnhaften Gutsbesitzer Braun, der für alle unsere Wünsche stets Verständnis zeigte und der in selbstloser Weise uns jederzeit bestens an die Hand ging. Hiefür sei ihm, nicht zuletzt aber auch unseren. gastfreundlichen Zagreber Baale-Batim, die unseren Hachscharisten am Pessach und anderen Tagen beste Unterkunft und Ver- ,pflegung gewährten, unser herzlichster Dank und vollste Anerkennung ausgesprochen. RESTAURATION SINGER im KURORT LUHAÖOVICE, Morava wird am 15. Mai eröffnet. Ermäßigte Preise, solide Bedienung, vorzügliche Küche, ,מקוד im Hause ריק* אליעזר בלאאט׳ו מו׳ה יצחק אייזיק דננער זצ׳ל Rasieren ohne Messer mit gebrauchsfertiger Rasiercreme RASEO BEKIZZUR ... — Topolöany: Schabbos hagodol fand hier die Semesterprlif ung der B e t h - J a k o >b - S c h .u 1 e in An- Wesenheit des ehrw. Herrn Oberrabbiners• A. Weiß, des Vorstandes der Agudas-Jisroel-Ortsgruppe und zahlreicher Baale-Batim statt. Nach Beendigung der Prüfung, bei welcher die Zöglinge ausgezeichnete Kenntnisse (be-!wiesen!, hielt Herr Oberrabbiner Weiß ein Ansprache, in welcher er die ungeheure Wichtigkeit und Bedeutung der Beth-Jakoib-Schule schüderte. Er dankte den׳ Initiatoren dieser Schule wie auch dem Fräulein Berta Mehr, die treu und hingebungsvoll ihr Bestes beigetragen1 hat. — PieStahy: Bei der am Sonntag, dem zweiten Tag Chol-Hamoed Pessach, unter großer Beteiligung der Mitglieder stattgefundenen Generalversammlung der Chewra Kadischa wurde die altbewährte Leitung mit Herrn Karl Holzer als Präses und den Herren Jeremias Stern und Josef Vogel als Gaboim einstimmig wiedergewählt. Auf Wunsch vieler Mitgüeder wurde der Gemeindesekretär Herr Heinrich Hoffmann auch zum Sekretär der Chewra Kadischa gewählt. — KoSice: Am Chol-Hamoed Pessach versammelten sich hier die Verehrer des verewigten — , הרב הגאון הצדיק אבדקיך ראדאמישלא דל unter dem Vorsitz des DobSycer Rabbiners Heilpern, eines Schwiegersohnes des RädomySler Gaons, um eine Möglichkeit zu schaffen, die hinterlassenen wichtigen halachischen Schriften des weltberühmten Gaons zum Abdruck zu bringen. Es zeigte sich ein überaus großes Interesse für die ׳Sache. Es wurde der Beschluß gefaßt, einen Verein unter dem Namen ״Chewro Mefize. Thora“ zu gründen, aus dessen Mitteln die finanziellen Auslagen gedeckt werden sollen. Zahlreiche Mitglieder meldeten sich gleich mit einem bestimmten monatlichen Mitgliedsbeitrag, so daß die Möglichkeit besteht, daß zum ersten Jahrzeit bereits die erste Ausgabe dieser Schriften .erscheinen wird. Zum Präses des Vereines wurde Herr ’Abraham Hart stein gewählt. — Der hier zu Besuch weilende ׳Herr Rabbiner Friedmann, Berlin, ein Schwager des ehrw. Herrn Oberrabbiners Brach, hielt am Jomtow eine überaus gut gelungene Gast-Droscho, welche allgemeinen Beifall hervorrief. Ebenso gut gefiel auch die von Herrn Lazar Brach, dem Sohne des Oberrabbiners, gehaltene Droscho im orthodoxen Jugendverein ״Bne Emunim". (S. B.) — Seyluä; Am Schabbos Chol-Hamoed fanden die Schlußprüfungen an der hiesigen B e t h - J a k o b- Schule statt, Außer den Vätern der etwa 120 Schülerinnen waren auch ejer Gemeindevorstand und die Leitung der Chinuch-Sefer-Thora in Zagreb. Unter Beteiligung der ganzen Kehillo und noch vieler geladener Gäste fand im Hause Rothstein ein in^ allen. Details gut vorbereiteter und ebenso wohlgelungener Chinuch-Sefer-Thora statt. Der Rabbiner aus Ilok war extra herbeigeeilt, um diese weihevollen Stunden durch seine Anwesenheit: zu verschönern. Das neue Sefer wurde in großem Zuge zur Schul geleitet, wo es von den alten Seforim begrüßt, unter fröhlichen Gesängen unter der Chuppo zunächst in den Schulhof verbracht, wurde. Auf dem Wege zur Schul hatten sich viele Schaulustige eingestellt, die in Ehrerbietung ihre Reverenz bewiesen. Herr Rabbiner Steiner, Ilok, wies in kurzen, aber schönen Worten auf die Bedeutung der Mizwas-Kesiwas-Sefer- Thora hin. Eine Seudas Mizwoh im Hause Rothstein hielt die Gäste noch lange in guter Stimmung hin, wo Iloker Raw und Dajan Jungreis schöne Diwre-Thora sprachen. Das '׳Sefer in besonders schönem Ksaw und ebenso gutem Klaff ließ die Familie Rothstein anläßlich des am 9. Nissan 5694 verewigten Arje Lob Rothstein schreiben, eine sinnige Tat, die dem Verstorbenen ein ewiges Gedenken für alle Zeiten in unserer Gemeinde sichert. htit mUweäeu... ״Zofnas Paneach“: Anonyme Zuschriften finden keine Veröffentlichung. | Ferien an der Adria ן Bezaubernder Strand. Fahrpreisermäßigungen. e= EE Idealer Sommeraufenthalt im schönen Mädchenes ES heim in es 1 CRIKVENICA 1 ES Geselligkeit, gemeinsame Ausflüge, Sport, Gelegen- =5 ES heit zu französisch-englischer Konversation, Musik- ES ■unterricht. ES ■ =E Separat-Abteilung für Kinder unter bewährter =5 pädagogischer Leitung. es Vorzügliche, streng rituelle Verpflegung, mäßige se SS ־ Preise. 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Min. 3 40 3! 35 הנחת חפלין בשעת הדחק 7 30 7! 15 טוף זמן קריאת שמע שיל שחרית , . , . 7 10 7 i 00 בשבת : קבלת שבח קודש (מנחה בעש׳ק) . 6 30 7 1 00 9 30 9 1 30 4 •00 3 30 8 00 7 45 6 00 6 15 בחול: שחיית . . 7 15 7 30 מנחה , . י ........ 8 00 מעריב בימי ה5»ירה . sich zu infoifflieren Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türk! (für eine Ari)eiüsgemeinschaft), Wien, JE;, Malzgasse 12 a. — Verantwortlicher Redakteur: Karl Hochedlinger-Gasse 2. — Druck: Druckerei- und Verlags- A.-G. lg־. Stemraann, Wien, IX., Universitätsstraße 6—8. ebter, Wien, IX, Fra!n!a-