Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 16 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 1ü0iwmä£ Nf.. 16 8SÖ0 ncitt ZeHifiikalit > High ConunlsBlonef Watichope hat dfe ״Jewish Agencj» vW«ttl<digV (M die Regternng das Kontingent der Sehedille Aptil-Oktober 1935 mit 8M0 ZeHSflfatteil fesfedsÄt häl». Wettere B00 Zer* tttttutte wttrden als Nachtrag filf das abgelaatene Halbjahr!»willigt. Dies lat die grdßte Zahl von Elnwandernngs2ertlfilmten, die bisher ln einem Halbjahr bewilligt worden. Die österreichische Molkerei Union (8i9r8H«i«t 1888 nD&oMILCH S.&G.PKK_ Wien XX, Nordwesibahnstraft« 71 n0D*BüTT1R bringt die unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Adas Jisroel (Schiffschul) garantiert verläßliche Koschermilch השל während des ganzen Jahres und speziell für Pessach פסח unter Anwendung aller rituellen Vorschriften seit mehreren Jahren in sämtlichen Bezirken Wiens in geschlossenen Kannen und Flaschen zum Verkauf, jedes Gefäß ist mit der Marke (Plombe) der Adas jisroel (Schiffschul) versehen. Wenn daher die Kunden auf verläßliche, einwandfreie Koschermilch השר reflektieren, empfehlen wir unsere Bezugsquellen, in welchen diese unsere Milch zum Ausschank gelangt. Blütmärchen in Polmsch-Oberschlesien. Das Verschwinden eines christlichen Kindes, das in einem jüdischen Hause in dem Dorf Rüda im Kreise Kattowitz wohnte, führte zu der Verbreitung des Gerüchtes, die Juden hätten das Kind getötet, um Blut für das Pessach-Fest zu bekommen, Die Dorfbevölkerung nahm gegen die in ihrer Mitte wohnenden Juden eine drohende Haltung ein und diese mußten sohreckensvolle Stunden überstehen, bis der Vorfall eine Aufklärung fand. Naclhdem das Haus von ׳der Polizei vom Dachboden! bis zum Keller ohne Ergebnis durchsucht worden!war, traf die Meldung ein, daß das Kind in einem Nachbardorfe gefunden wurde, wohin es ׳einen Spaziergang gemacht hatte. Der Vorfall!! ist für die durch eine Skrupellose Hetze in den Dörfern hervorgerufene Stimmung bezeichnend. jeden eksp< ALTERSRENTE SPARK! ALLGEMEINE RENTEN ANSTALT I. GRABEN 20" jehbeqedhek Lubawitscher Rebbe von Wien abgereist. Nach!einem mehrmonatigen. Aufenthalt in Wien und in einem Sanatorium in der nächsten! Umgebung hat Lubawitscher Rebbe am Montag dieser Woche Wien verlassen. Lubawitscher Rebbe hat trotz seiner angegriffenen Gesundheit, die ihm insbesondere ein vernehmliches Sprechen unmöglich macht, es sich während der ganzen Dauer seines Wiener Aufenthaltes nicht entgehen, lassen, mit den Führern■ und Mitgliedern der Wi ener Agudaj ■u g e n d׳ wiederholt Fühlung zu nehmen und sie zu Limud-Hatiora ■und aktiver Kl al 1 - A rb ei t anzuspornen. Es war ihm eine Selbstverständlichkeit, noch knapp vor seinem Abschied die Wiener Agudajugend um sich zu versammeln, und so fand sich am Montag abends eine mehr als hundertköpfige Schar junger Agudisten in einem großen Saale des Hotel ■Continenta 1 ׳ein, um den Worten des Rabbi zu lauschen׳. Rabbi Schneursohn sprach wie immer über die Notwendigkeit von Litmiud Hathora und Chis׳uk Hadas ,und schloß mit den Worten/: לשנה הכאה בירושלים! Lubawitscher Rebbe ׳empfing vor seiner Abreise den Redakteur der ״Jüdischen Presse“, Herrn David Türkl, den er bat, sich a,uch jetzt, nachdem er sich von seiner aktiven Stellung innerhalb der Agudas Jisroel zurückgezogen hat, der Klall-Tätigkeit zu widmen. L u b awitsoiher Rebbe bat, der Wiener Orthodoxie s׳eine herzlichen Wünsche im Wege der •Presse zu ׳verdolmetschen. ► HvlEjRlEH NjSlNlA'C H R|Ije! Mitteilungen der Erez-Jisroel-Kommission der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien II. Keren Hajischuw, Wie in allen anderen Ländern, wird auch in Wien eine Keren-Hajischuw-Aktion durchgeführt. Wir ersuchen alle/unsere Mitglieder und Freunde, tatkräftig mitzuarbeiten, denn, nur der Einsatz aller Kräfae kann und wird einen vollen Erfolg bringen. Hachschoroh. Wie im Vorjahr, werden wird auch heuer Hachschorohstätten errichten. Die Interessenten müssen sich sofort!bei der Erez-Jisroel-Zentrale der Agudas Jisroel, II., Leopoldsgasse 16, melden. Geistige Hachschoroh. Im Rahmen der ״Geistigen Hachschoroh“, auf welche wir noch ausführlich zurückkommen werden, findet jeden Mozze Schabbos ein Vortrag über jüdische Geschichte und Geographie von Erez Jisroel statt, vorgetragen von den Herren Schechter und Sinai; einen aktuellen ״Pressebericht" trägt Herr Schapira vor. Dann findet jeden Sonntag um Agudas Jisroel Jugendgruppe, Wien 11, Floßgasse 1 SCHIURPLAN IM SOMMER 5095. Täglid! von 6 bis 7 Uhr früh* .... (anschUeßencl Schachfis) . . . .' חב, חיים שלמח סרויסחאאח מם, חולין פ״ב . . חב׳ יעקב שיפן5? מם׳ פסחים נכד ע״פ רש״י . . . חב* ישראל פעלדחיים* משניות, חומש רש״י lagjldi um halb 9 Uhr abendst . . ד יעקב מייטעלבוים: דף חיומי מם,. כתובות ... שהרו ק1רש G Uhr vormittags : , . .... 3 fcls4 Uhr nachmittags; . , . . חג׳ שלסח ווייסס t חומש, רש״י, פרק אבות . . 4 Uhr nachmittags; , . , . ר׳ יעקב מיימעלבוים t דף היומי מס, כתובות , . Donnerstag( 3/49ו Uhr abends* . . . חרג ר שלמה גוימגארשען שלימ״א $ חומש רמבץ, 222 Höfel Bellevue 222 Pörfsdiadi am Wörthersee Vornehmes Haus unter iU6n§ ritueller Leitung. Herrl. Lage, direkt am See. Schöne, sonnige Zimmer mit Fließwasser. Vorzügliche internationale Kftctte. Völle Pension: Vormund Nachsaison. . . .S 1.- Hauptsaison . . . ... .*12.- Seebad und Garage frei. Geöffnet von Mai bis Oktober — Verlangen Sie Prospekte! 8 Uhr abends ein Vortrag über verschiedene agudistische Probleme mit anschließender Diskussion statt. Lerngemeinschaft junger Baalebatim in Wien. Während der Pessach-Tage finden folgende Schiurim statt: 1. Tag Pessach: Hilchos .Tomtow, Ueber die Hagodoh (Sekr. M. Spitzer); 2. Tag Pessach: Hilchos Sfiroh (L. Breuer); Schabbos-Chol-hamoedi Hilchos Jomtow, Ueber die Jozros (Rabb. S. Baiungarten); 7. Tag Pessach: Hilchos Jomtow, Die Schiroh (E. Spitzer); 8. Tag Pessach: Hilchos Jomtow, Gemeinsamer Besuch hei Oberrabbiner Fürst. — Beginn immer 11 Uhr. — Gäste willkommen! Eine Anregung Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Fürst folgend, findet im erweiterten Rahmen der ״Lerngemeinschaft" eine Schiurreihe über T a h a r a s- Hamischpocho (jüdische Ehegesetze) zwischen Pessach und Schwuos statt.. Ort: der rückwärtige Hof der Schiffschul. Zeit: Schabbos 11 Uhr vormittags. Die Er- Öffnung dieser Schiurreihe, die am Schabbos Parschas Achre-Mos stattfindet., hat. Herr Oberrabbiner Fürst, persönlich übernommen. In Anbetracht der eminenten Wichtigkeit dieses Schiurs wird um zahlreichen Besuch gebeten. Im Beth Hamidrosch der Schiffschul findet der ״Mogen-Awrohom"-Schiur, unter Leitung von Reb Awrohom Feigelstock an den beiden Tagen Jomtow um 11 Uhr vormittags statt. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe, Wien. Schabbos Chaul Hamaued Pessach hält Frau Helene Kollmann- Baumgarten, Bratislava, im Lokale der ״Wienea", II., Obere Donaustraße 91, um )411 Uhr einen Vortrag. Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien, II. Herr David Bondy, der Leiter des in der .Tugendgruppe stattfindenden Geschichtskurses, hält am Sonntag, den 28. April, um )49 Uhr abends den Schlußvortrag, zu dem im Wintersemester durchgenommenen Zyklus. Bei Ab- Schluß der diesjährigen Kursreihe sei Herrn Bondy für die vorzügliche Leitung des Kurses herzlichst gedankt. ► I ־ IPI E-l R1S101 N'l A j L1 .NIA,[ Gj H J R |l 1C [ H | T'j E ["M j | Hochzeit im Hause Pappenheini. Mittwoch, den 10. April, fand die Hochzeit von Fräulein Liane Pappenheim, Tochter des Herrn Kalman und Frau Sophie Pappenheim, ersterer Mitglied, des G. A. der Agudas Jisroel, mit Herrn Salomon Ringer, Sohn von Herrn und Frau Chajim Ringer, Antwerpen, Zierde der dortigen orthodoxen Gemeinde und der Diamantenbranche, unter lebhafter Teilnahme der Schiffschulmitglieder und zahlreicher anderer Freunde der Familie statt. Durch die Anwesenheit des Herrn M. D u b i n und Gemahlin, ersterer Führer der Orthodoxie in Lettland und hervorragendes Mitglied des G. A. der Agudas Jisroel, nahm die Hochzeitsfeier durch den chassidischen Anstrich eine außerordentlich lebhafte Gestaltung, die allen anderen Teilnehmern in lebhaftester Erinnerung״ bleiben dürfte. Herr Salomon Ringer ist ein tüchtiger Talmudist; Frau Liane Ringer hat sich hier durch lebhafteste Teilnahme an den Arbeiten der Mädchengruppe sowie der Beth-Jakob-Schule ganz besonders betätigt und ist mit Sicherheit zu erwarten, daß G-tt die besten Wünsche für das zu gründende neue echt jüdische Haus in Erfüllung bringen wird. (Auch wir fügen unsere besten Glückwü!asche bei. Die Red.) Todesfall. Am Freitag, den 9. Nissan, verstarb im Alter von 59 Jahren Frau Taube Frommer, geborene Liebar. Die Lewajoh fand am Sonntag ■statt. Strafloses Autofahren. Eine ■gute und gediegene Fahrschulausbildung hat nicht nur die Vorbereitung zur Lenkerprüfung zum Ziele, sondern die Vermittlung von Fach- und Fahrkenntnissen, die den Schüler zum sicheren Fahrer machen. Mit diesen bewährten Prinzipien unterrichten die renommierten Neudegger Automobil- und Motorrad-Fahrschulen, Wien, VIII., Neudegger g aase 18 (Ecke Lerchenfelder־ straße 18), Tel. B-46-5-72, und Inzersdorf (Nieder- Österreich). In der Neudeggergasse 18 kann auch ganztägig das mit Kraftstrom betriebene, am Stand im Lehrsaal laufende Lehrautomobil jederzeit besichtigt werden. E Jugoslawien, Gründung einer Aguda-Gruppe ln Senta. Hier hat sich nach langem Bemühen nunmehr eine Agudas-Jisroel- Orts- und Agudas-Jisroel-Jugendgruppe gebildet, der bereits 29 Baalebatim und 27 junge Menschen angehören.. Die Gruppe hat sich sofort der jugoslawischen Landes- Organisation, Sitz Zagreb, angeschlossen. Es ist zu erwarten, daß erfolgreiche, praktische Arbeit auch die uns zunächst noch Fernstehenden bald in unser Lager herüberbringen wird. Aguda-Vortrag in Zagreb, Die hiesige Agudas- Jisroel-Jugendgruppe konnte innerhalb kurzer Zeit ihren 4. Vortragsabend veranstalten. Diesmal sprach Rafael Fellheimer zum Thema: ״Was war uns S. R. Hirsch und was ist er uns heute noch?“ Redner verbreitete sich ausführlich über Hirsch' Leben und seine Werke und erging Sich zum Schluß in Betrachtungen über den Ewigkeitswert Hirschscher Ideen und Leistungen für das gesetzestreue Judentum. König-Alexander-Hügel in Haifa. Sämtliche Tages-: Zeitungen des Landes berichten über die Einweihung des König-Alexander-Hügels bei Haifa zum ewigen Gedenken an den vor einem halben Jahr heimgegahgenen König Alexander. I, Dank einer großzügig durchgeführten Sammelaktion, an der sich auch die Agudas-Jisroel beteiligte, ist es möglich geworden, dort einen Wald zum ehrenden Gedenken an den Märtyrerkönig zu errichten. High Commissioner Wauchope und Vertreter anderer Behärden wohnten diesem feierlichen Akt bei.