Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 16 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Man vergleiche den galizisehen.Juden mit dem französischen den jemitischen mit dem Maranen, den Litauer mit. dem Marokkaner — wer möchte von gemeinsamem Charakter sprechen? Auch dieses Merkmal fehlt uns vollständig. * Weiter: gemeinsame Sitte. Ja, natürlich, wird der out-aider sagen, die jüdisehe Sitte ist doch überall gleich. Er hat recht; und Zugleich hat er ganz und gar nicht recht. Er hat recht — denn es gibt jüdische Sitte und jüdischen Minhag. Es gibt ein jüdisches Gefühl für Menscher!, Tiere, Sachen, aus jahrhundertelanger treuer Miizwos-Enfüllüng entstanden — Mizwos, von denen das בל תשחית und das כל דם לא חאבלו und צער בעלי חיים nicht die geringsten sind — Gefühl, das sich immer wieder in der jüdischen Volkssitte bewährt. Aber zugleich hat er ganz und gar nicht recht. Denn dieser Minhag und dieses Gefühl und diese Sitten haben so vielen(!Spielraum und so viele Betätigungsmöglichkeiten und so viele verschiedenartige Verzweigungen und Verästelungen in all den vielen Ländern und Verhältnissen, daß!sich die ■größten! Unterschiede zeigen. Der galizische Jude bei einer Chuppo in Kairo, der alteingesessene Engländer bei einer Miloh in Litauen׳, der- Perser bei der Hauschano-ralbbo-Feier in Amsterdam, der Jude aus Buchara bei einer Schabbos-Sudo im Elsaß — mit welchem Interesse werden sie sich das alles ansehen und mit welcher Aufmerksamkeit werden sie das alles betrachten; eben weil überaus vieles neu fi^r sie ist, anders, ganz anders ist, als sie gewöhnt sind; weil die Sitte!ganz anders ist hier und da! Gemeinsame Sitte haben wir nicht! * ׳ Das ist bis jetzt alles negativ. Und nun möchte ich dem etwas Positives gegenüberstellen. Bei den verschiedenen — zivilisierten — Völkern kann ein Fremder sich naturalisieren lassen; ist das geschehen, so gehört er und gehören sine Nachkommen zum Volke. Wenn die zuständigen Obrigkeiten seinen Zutritt zum Volke genehmigt haben, weil er soundso lange im Lande gewohnt hat und er ein ehrlicher, rechtschaffener Mensch ist und es sich gezeigt hat, daß er gewillt ist, zum Wohle des Landes und des Volkes mitzuarbeiten, und er eine gewisse Summe bezahlt hat — so steht dem nichts mehr entgegen. Der nicht zum jüdischen ״Volke“ Gehörige kann auch zum jüdischen Volke hinzutreten. Aber so nennt man das nicht. Man nennt das ״zum Judentume übertreten“. Und mit Recht. Ein בית דין kann nur den Zutritt zum jüdischen ״Volke“ genehmigen, Zum Silber putzen kaufen Sie die feinste Putzpasta. Mit Recht, wählen Sie das feinste und beste Putzmittel, damit das Silber blank und glänzend wird und trotzdem nicht den leisesten Kratzer davonträgt. — Silber ist kostbar, aber noch kostbarer sind Ihre Zähne. Auch diese sollen glänzen in ihrem schönsten Elfenbeinschmuck, mit ihrem wunderbaren Schmelz. Wählen Sie auch für Ihre Zähne die richtige Pasta, die gründlich reinigt, ohne den Schmelz der Zähne zu beschädigen. Odol-Zahnpasta ist das feinste Pulver in Pastaform. Nur eine solche Pasta erfüllt die Anforderungen, die Sie an ein ideales Zahnreinigungsmittel stellen können. Odol-Zahnpasta wirkt außerdem erfrischend und belebend. wenn es wirklich und tatsächlich ein Hinzutreten 2u1n Judentums!zur!ו דז « ist•• Ein Zutritt zum Volke, der nur und einzig abhängig ist von ״r eligiöser“ Ueberzeugung. Wo gibt es sonst so etwas in aller Welt? Nur wenn die echte, richtige, ehrliche Ueberzeugung da ist, kann einer Mitglied des jüdisehen ״Volkes“ werden, *) kann einer Kind des großen Erzvaters werden — die Ueberzeugung von «תור. und «מצו. Das ist ein Unikum und das kann nur ein Unikum sein. Nur bei Israel. Das eben kein Volk ist! * Nun wird es wahrscheinlich viele geben, die sagen werden: Ja, das ist ja leider alles richtig; aber da steckt eben der Fehler! Wir sind j a ein Volk und eben deshalb sollen wir j a ein gemeinsames Land, eine gemeinsame Sitte, resp. Unsitte, eine gemeinsame Regierung usw. haben. Wir wollen auch Boden, Festungen, Legionen, Parlamente haben — wie die anderen. Wir wollen auch Olympische Spiele •haben, wie die anderen, die alten hellenistischen Olympischen Spiele, und Wir nennen sie ״Makkabla“ — nach den Makkabäern, die gerade den Hellenismus bekämpft haben. Wir haben dies alles nicht; das ist aber eben! verkehrt! Dieses ist eine ganz merkwürdige Verwechslung von dem Gewollten mit den Tats a c h e n. Es ist einfach das alte והיינו נם אנחנו ככל הגוים. Diese Menschen wollen ein Volk bilden wie die anderen Völker, und deshalb wollen sie alles konstruieren, wie die anderen! es haben. Wer sich immer auf Tatsachen zu ,berufen sagt und auf Tatsachen seine Wünsche zu begründen behauptet, darf noch weniger, was überhaupt keiner darf: Wünsche äußern, die nur und immer nur auf den eigenem Wünschen fußen. Man kann dten Anspruch auf ein Land, auf Sprache, Regierung, Böden für das jüdische ״Volle“ nicht mit der Tatsache begründen, daß Israel ein Volk Ist. Das ist cs nicht. •x• Was sind wir denn ja? Wir sind eine Gruppe Menschen^ die zusammengehören. Und das Band, das uns zusammtenbindet, ist: e i n S 0.1 len. . Wir sind eine Gruppe zusammengehöriger Men- Sehen, die eine bestimmte Lebenßpflicht haben; nicht nur, wie die änderten, die allgemeine menschliche Lebenspflichten haben, sondern eine Lebensarbeit, die ״ethischreligiös“ mehr ist, weiter hinaufragt, höhere und tiefere Anforderungen stellt als die allgemeine Menschenpflicht; das priesteriiehe Lebjen des Juden!: das תורה -Leben im weitesten Umfang. Das תורה- Sollen hält uns zusammen und läßt keinen los, auch den Abgefallensten, den] Gesunkensten nicht. Das ח ו ר ה - Sollen bindet uns, auch den, der nicht will — bindet uns und drückt uns diesen Stempel auf: ״Jude“. Um das, was die anderen meinen, und um das, was wir oft selbst , meinen, kümmert,es sich nicht: das ,^1m־S011en ist da, wo der Jude auch ist, und ruft Ihm leise oder laut zu, oft mittels der Fremden Schimpfwort und der Fremden blödem Haß: Du bist Jude, einer von denen, ״die Mir ein עם sein Sollen“. Und da die ח ו ר ה gegeben ist ״uns und unseren Kindern auf ewig, zu tun alle Sachen dieser Tauro“, da die ח־רה ein ״Erbgut“ ist, spielt die Ab- *) Die Komödien ׳der von den Reformern und auch manchmal anderen vollzogenen Uebertritte —׳ wo eine gewisse Geldsumme auch eine Rolle spielt-— müssen ausscheiden!. pinimiinnmmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHii[ I Luxutdampfer »Tal-Avilf« I (nur eine Klasse) ■ י■• ■ W B W I Regelmäßiger Dienst Triest — Haifa — Triest § 3 Nächste Abfahrt 26. April // Visum gegen er- § 3 mäßigte Kaution // Rituelle Küche (Aufsicht - g 3 Rabinat Jerusalem) //•Bethaus am Bord § 1 Reisebüro ,Universal1« I, Kärntnerring Nr. 3 § ספירת העומר *Tabelle. für das Jäftt!v*V1 (19. April bis 6. Juni 1935). Ausschneiden und aufbewahten /!So. iMojOl.Hli.Oo.frSa. Am Vorabend des . . . sind tu zählen . . I -j—I-j-j —|19.j 20j April | 11 2 | ömertege Ai Vorabend des . . . sind tu zählen . . 121 j 22j 23.124j 25j 26j 27.! April! 3 4: 5! 6 7\ 81 9 Ömetiage Ai Vorabend des . . . sind tu tählen . . | 28-| 29J| 30 J April \10 \11: 12 \ I Omertage Ai Vorabend des . . . sind tu tählen . . | — j - j — j l.| 2.: 3.f 4.j Mai \13\14\1S\16\ Omertage Ai Vorabend des . . . sind tu tählen . .! 5.I 6j 74 8.I 94 loj llj Mai | 17118 | 191 20121 j 22 j 23 j Omertage Ai Vorabend des . . . sind zu zählen . .! 12.! 13.| I4.j 15.1 16J 174 18j Mai 24 | 25 j 26! 27 j 28! 29 j 30 j Omertage Ai Vorabend des . . . sind zu tählen . . 19j 20J 21 j 22! 234 24425.! Mai [311 32 33 ן i 34 j 35 \ 36! 37 j Omertage Ai Vorabend des . . . sind zu zählen . . 264 27j 284 29430.! 314-! Mai 38139 : 40; 47! 42 43 ן j i Omertage Am Vorabend des . . . sind zu zählen . . - j — j -! — j -!1!־־•! Juni i 44 | Omertage Am Vorabend des . . . sind zu zählen . . 2.i 3; 4. j 5.: 6,| — 1 — : Juni 45 ■ 46 ■ 47 [ 48 l 49'■ j Omertage stammung bei der Bildung dieser Gruppe zusammengehöriger Menschen eine sehr große Rolle. Die Kinder derjenigen, die dazu gehören, gehören auch dazu. Aber — immer nur die Kinder der einen Hälfte: der weiblichen Hälfte. Wobei das Normale ist, daß die beiden Hälften der Ehe der Eltern dieser Kinder zur Gruppe geholfen. Aber entscheidend ist — man möchte hierzu fast sagen: -אין חוששין לורע הא — entscheidend ist immer nur die eine Hälfte: die Mutter. •X* Gewiß! Diese zusammengehörige Mjenschengruppe sollte ein Land haben. Aber nicht, weil sie ein Volk ist. Sondern weil nur da das ,תורד -Ideal vollständig erreicht werden! kann. Nicht, damit wir wie alle Völker seien, aber eben damit wir anders als alle Völker seien; nicht ein Volk, dem eigenes Land und Wohlfahrt und Macht und Sicherheit und Volkskraft das־ höchste Ziel, nicht einmal ein Ziel sind; sondern dem Land und Wohlfahrt und Macht und Sicherheit nur Mittel sind zum speziellen jüdischen Volksziel: ת ו ר ה-Erfüllung. Land und Wohlfahrt und Macht und Sicherheit und Volkskraft haben uns mehr als einmal in der Geschichte bei der Erreichung des Zieles vollständig gestört. Sie brauchen es nicht zu tun; aber wir müssen schon sehr starke Juden des חורה-Wollens und des- חורה-Tuns sein, damit sie es nicht tun. Und als wenn das חורה -Land wohl das Ziel der Volksanstrengungen ist, aber eben nur als Boden, wie jeder andere Boden für sein Volk ist, als Ziel in sich, und nicht als Mittel zur wirklichen Volksaufgabe — dann steht dies im vollkommensten Gegensätze zur תורה -Idee; dann ist dies der vollkommenste Tod der ganzten Idee des Judentums. Und dann hat vorläufiges materielles Gelingen wenig zu besagen: G-tt arbeitet in seiner Geschichte mit Jahrhunderten zugleich; in ein paar Jahrhunderten könnte — G-tt verhüte es! — der alte Ruf der Völker, der alte Ruf des Jeremia wieder erklingen: — ״Warum hat G-tt diesem Lande so getan ...?“ — ״Warum ging das Land verloren ...?“ * Ein עם sind wir! ein גוי! Das עם ד׳,, das י קדוש sollen wir sein! | FEUILLETON ■ Sfuegei uid $tas. Von Emanuel Gcldwerth. ״..: Was ist der Mensch, daß er rein bleibe und daß immerdar gerecht sei der von einem Weib Geborene? Ist doch selbst auf die Heiligsten kein Verlaß!... Denn wie Wasser säuft der Sterbliche die Sünde...“ Schwach ist der Mensch und stark der Satan und wird stärker und stärker, je mehr er jenem von seinen Gütern leiht. Demi Herr der irdischen Freuden und Schätze ist der Böse und läßt sie sich zumeist mit Seele bar bezahlen. War da ein Städtchen in Polen, wie hundert andere mehr. Mit Juden und Christen, Reichen und Armen, Guten und Schlechten, Frommen und G-ttlosen, Aber einen Mann gab es in diesem Städtchen, der es weithin bekanntmachte, einen Mann, wie seinesgleichen wohl zu suchen, doch nicht zu finden war. Reb Chajm Machniß- Orach nannten ihn seine Mitbürger mit Achtung und Ehrfurcht, darin sich zuweilen auch leiser, uneingestandener Neid mischte. Denn der Aermsten einer war Reb Chajm, der den ganzen Tag für einen Bettellohn Wasser in die Häuser trug. Am Abend aber legte er seinen Eimer und seine Sorgen von sich, hieß seine Gäste willkommen und setzte sich mit ihnen zu Tisch Ras waren meist Wanderer, die noch weniger, hatten als er, und die er während des Tages eingeladen hatte. Eingeladen mit solchem Nachdruck und solcher Eindringlichkeit, als ging’s ums Höchste, als bedeutete die Erfüllung seiner Bitte größte Ehre und seltenes Glück. Oft reichte es nicht für Hering und ein Gläschen Schnaps; aber an Brot fehlte’ es nie und auch nicht an einem Minjaxi, und immer.wurde mit ״Neworech Elokenu“ gebenscht. Man dankte vereint dem ,,Schöpfer und Erhalter der Welt für seine Allgüte', Gnade und Barmherzigkeit, womit er jegliches Wesen ernährt“, und Reb Chajm dankte im besondem dafür, daß es ihm vergönnt war, Mittel und Werkzeug zu sein, um Hunger und Durst zu stillenund fremden, müden Brüdern ein Nachtlager bieten zu können. Und sie waren es, die die Kunde von Reb Chajm Machniß-Orach ringsum verbreiteten und auch verwunderten Bewunderern erzählten, in seiner Seele glühe ein Funke aus der Flamme, die in Awrohom Owinu gebrannt... Auch Rabbi Mosche Leib S as so xo er, den sie die ״verkörperte Liebe Israels“ nannten, hörte von Reb Chajm, und da er sich nicht enthalten konnte, den wunderbaren Mann kennenzulernen, beschloß er, ihn aufzusuchen. Und eines Freitag abends stand er im dürftigen Gewand eines armen Wandex'ers in der letzten Bankreihe der Schul jenes Städtchens. Es dauerte nicht lange und Reb Chajm kam auf den Fremden zu und bat ihn, für Schabbos sein Gast sein zu wollen. Es ward ein Schabbos, den der Sassower sein Lebenlang nicht vergaß. Gar nicht reichlich — aber von einer Weihe und Heiligkeit, die ihn zutiefst bewegte. Ihm schien es, als strahlten die Lichter reiner und heller als anderioärts, ihm klangen die Semiraus so erhebend feierlich, voller Andacht und Hingabe, und dabei vom Gefühl innigster Freude durchbebt. Und auf einmal sah Rabbi Mosche Leib, die Säule seines Geschlechts und Krone seiner Zeit, in der kleinen Stube einen Tempel, in dem Tisch, vor dem er saß — den Alt ar, im Mahl — das 0 p f c r und in Chajm, der sechs Tage der Woche ein Wasserträger war — den Hohepriester, Bei dev S’uda Schlischis bat der Hausherr den Gast, ein ״gutes Wort“ hören zu lassen, womöglich eines vom heiligen Sassower. ״Es ist seit jeher“, fügte er bedauernd hinzu, ״mein sehnlichster Wunsch, einmal an seinem Tische teilnehmen und ihm lauschen zu dürfen, wenn ich auch nichts verstünde,“ Der Fremde lächelte: ״Was ist ein gutes Wort angesichts einer guten Tat? lind doch gedenke ich der Weisen Verheißung: ״Wer in Not Edles stiftet, dem ist es vergönnt, es in Wohlstand zu vollenden,“ Dies ist ein gutes Wort und ein großer Segen.. Möge er in Erfüllung■ gehen, wie dein sehnlichster Wunsch, Reb Chajm, heute Wahrheit geworden.“ Viele Jahre waren dahingegangen. Rabbi Mosche Leib befand sich gerade auf einer Reise, um Mittel für bedürftige, notleidende Brüder zu sammeln. Als er in das Städtchen Reb Ohajms kam, da war es sein erster Gedanke, seinen unvergeßlichen Gastgeber aufzusuchen, von dem er schon lange, lange nichts gehört hatte. Doch in dem kleinen, armseligen Häuschen, an das er sich so gut erinnern konnte, daß er es unmöglich verwechselte, wußte man ebensoxoenig von Reb Chajm Machniß-Orach xme axn Markt uxid in der Schul. ״Sollte er“, sorgte sich der Rabbi, ״fortgezogen sein oder gar nicht mehr unter den Lebenden xoeilen?“ Bis ihm ein Alter erzählte, daß weder das eine noch das andere geschehen sei, daß Reb Chajm in der Stadt lebe und bloß der Machxiiß-Orach fortgezogen und, tot sei. Er heiße jetzt Reb Ghajm Nag gid und wohne in einem nexiexi, großexi Hause im christlichen Viertel. Als der Rabbi hinkam, verwehrte ihm jemand den Eixitntt. Er traute den Augen nicht: es xoar ein Pole, der ihm in seiner Sprache mitteilte, sein Herr empfange jetzt keixie Besuche. Doch der Sassower ließ sich xmter vollem Namexi melden und xmirde darauf ehrex’bietig ins Haus geführt. Mit Wehmut erkannte er, daß es daxin aussah wie bei den Grafen uxid Schlachzizexi. Ueber eine breite Stiege kam er in einen weitexi, prächtigen Saal; die Wände warexi über und über mit Spiegeln bekleidet, die dem Beschauex' tausendfältig sein Bild zeigtexi; von der Decke hixig ein xnelax'miger, reich verziex'ter ■Kronleuchter herab und auch das ganze Interieur war im üppigen Stil dex' Zeit, dem Rokoko, gehaltexv. ״Scholern Alechem, Rabbi!“ ״Alechem Schölem!“ Nein, der vor ihm stand, war nicht Reb Chajm M a ohni ß - 0 rach. Es lag nicht bloß an der Tracht uxid axi der gepflegtexi, weißen Haxid, die der Rabbi ixi der seinen hielt uxid die ex: eixist so warm gedrückt, als sie , noch hart und schxmelig war. Denn die Uebexraschung : uxid Vexlegexiheit über den uxierwarteten Besuch konntexi 1 nicht daniber täusohexi, daß die fx'eudige Güte uxid Milde