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Jüdische Presse · 1935-04-05 · 14 (5.4.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
14 (5.4.1935)
Date
1935-04-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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:aaültei «ft M [irfrrtwrmrniimwin i Samuel Engel, AikiSftiYen dir Vdii Äiftf Öfödy, Reitnarok. Grabe* ׳ Ä.^gaal ' tifid die V tibef däs Ab dieses efsi. föf kttf^i &9nf גאון und sie haben auch teilweise eine nähere JtfüfdiiMgipfier Überwiüti^ Persönlichkeit Öä lei äbe# bisntui iöi jüdischen Blätterwald ge* bilhfende Nachrufe vermißte und ich die Sechiöh hätte» eine Reihe von Jahren in der Nähe dieaes fcaddlk 3. Z. 1. m weilen, will ich den Versuch machen, einigermaßen ■gj veranschaulichen, was das jüdische Volk an diese«!*•!« שר גישדאל verlöre« hat Des Nif tar unbeschreiblich großes Und umfassendes Thorawissen zu schildern ist unmöglieh. Es wäre bloß zu erwähnen» daß er schon als ißjähriger Jüngling nach seiner Verheiratung sofort als Oherrahbiner in Bilgurei (gew. russ. Polen) gewählt wurde. Er wurde nach einigen Jahren von den russischen Behörden als nach dem damaligen galizischen Oesterreich zuständig von dort äusgewieseü und'kam vorerst nach Dtüda als Rosch-BeS- Din, dann hach Radömjtele bei Tamow (Galizien) als Öberrabbiner, wo er lahge Jahre wirkte. Er war noch als Kind beim heiligen Sandzer s. Z. 1. (״Diwre Chaim״) sehr geachtet und quasi erzogen worden. Er war auch ein großer Chossid aller anderen berühmten Reböim von Galizien, wie speziell des Beizer \Rebbe. Nach der galMsehen Evakuierung ist er vorerst zu seinem Freund הד.'צ גאון ישראל זקדושו רבינו םו*ר, ר׳ ישעי׳ זילבערשטיין זע״ל nach Waitzen (Väc-Ungam) geflüchtet, wo er bei dem erwähnten Zaddik Tag und Nacht saß, damit ihm ja nichts von dem Or Thora etwas verlorengeht, bis ihn das Schicksal im Jahre 1917 nach Koäice trieb, wo er zum Rosch-Bes-Din gewählt wurde. Sein Auskommen war nun — wenn auch nur spärlich —; gedeckt. Er konnte sich aber nicht wie andere in diesem Stand heimisch fühlen und. hat bis zu seinem Lebensende sich immer •ב*ן הנולים• unterfertigt. Wie er jeden Menschen, auch den geringsten, empfing und verehrte und für den kleinsten Buben selbst einen Sessel zum Sitzen brachte, hat man mitansehen müssen. ׳Der Satz במקום גדולתו שם אתה מוצא ענותנחו hat nirgends so seinen lebenden Ausdruck wie bei diesem Zaddik gefunden. Ein separates Kapitel bildet seine Awodah. Seine täglichen Tefilos, aber besonders am Schabbos und au Feiertagen, waren immer lauter Bechijos. Nie hatte er auswendig, immer nur aus einem Siddur gedawent. ־ In seinen Mußestunden hat er in einem kleinen Tehillim, das er stets in der Tasche trug, gelesen. Möge der große Niftar s. Z. 1. für den ganzen Klall Jisroel ein Meliz-Joscher vdr dem Throne 'des Allmächtigen sein..׳.'׳'׳ .ובותו יגן עלינו ועל כל .ישראל אמן Rabbi Mosche David Teitölbaum צ״ל?♦ In Magyar- Läpos (jetzt Targul-Lapus genannt, Ortschaft in Siebenbürgen mit ungefähr 800 jiidisehen Einwohnern) ist der Oberrabbiner der orth. isr. Kultusgemeinde, R. Mosche Dawid T.eit e 1 b‘aum s. Z. 1., eih^Spröese der bekanhteh^Teiteihämn-Rabbi-Dyhastie^’im1 Alter von 80 Jahren g e stör h eh. Der Verewigte hat eine •Teschiwoh ' geleitet und die Werke seiner •Ahnen Mösche und Jekutiel Jehudo Teitelbaum, die Sammlungen ״Jissmach Mosche" Und ״.Titaw Lew“ herausgegeben. Er War dör Nestor der Siebenbürger orthodoxen Rabbiner. An seiner Bahre hielten die prominenten Persönlichkeiten des Siebenbürger Judentums Trauerreden. תנצביה. Worauf sie stolzieren . . .;Eine Klausenburger Zeitung stellt fest, daß der Sohn des Ministerpräsidenten a. D. Va i d a, der die Numerüs-clausus-Bewegung gegen die Minoritäten und die Juden propagiert» der Arzt Dr. Aurel Vaida, auf seiner Tafel sich als Schüler des weltberühmten Laryngologen, des Wiener Professors Heinrich N e u m a n n, bezeichnet. Dr. Vaida ist also . stolz auf seinen Wiener Meister, obwohl dieser J ,u d e ist, und während sein Vater, von Stadt zu Stadt reisend, auf. verschiedenen Volksversammlungen gegen die Juden h'etzt, prangt an der Wand des Vaida-Palais in Klausenburg eine- Aufschrift, die für den Sohn, seine «ärztliche Wissenschaft, seine Verläßlichkeit und Tüchtigkeit damit Propaganda macht, daß sie verkündet, er hat bei einem J u d e n seine Kenntnisse erworben. ___*IgM'*•». _ ühd JÜäisefc fiicbl identisch sind, wäM Aa ü Zweifler afi der aftöfT These gibt» däß der lÄüatismus lies tfägläubeflä stäfker iet als dar des '€Haübeßs, A6- Wird diese Meine Begebenheit AUS den jüngsten Tägefi zur Aufklärung beitrage«! ״ lö feiner Sitzung des Wiener. Bethäüsvor- Vö^ataiid^zu1?k000iiereä. Ein jüäisehfiätiönaier :Mäfid&tarder Küiiüägemeifide, der Arzt ist» also wahr* söheiniieh etwas v6tt Medizin, aber keinesfalls etwas von jüdiseher Ethik versteht» sprach sieh entschiedenst d ä g e g e n aus, weil der Vorgeschlagene wohi ein ^Äeißiger TeMpbepihef^ ist, sich aber uater* standen hat, letzthin für einen Wohltätig* keitsverein» der der Schiffschul nahe- &teht» Z11 schnödern! Professor Stern (von der Üfiiofi) gab sich rediich •Mühe, den. Vorstand darüber zu belehren, daß eine Spende; für einen jüdischen Wohltätigkeitsvereifi Weder geistigen noch moralischen Mangel und auch keinen ״Verrat am Judentum1' bedeutet. Auch dann nicht, wenn der Vorstand^ dös Wohltätigkeitsvereins religiÖSe Juden sind v : . ’ Wir brauchen nicht zu betonen, wie weit wir von dem in Rede stehenden Tempelvorstand der Wiener Kuitusgemeinde entfernt sind. Aber bezeichnend ist diese ״Scharfsianigkeit“ der zionistischen Herren Doktoren. ' ־ Wotan# komui es m, wenn Sie vermeiden wollen, daß man Ihnen an Stelle des bewährten und ko־־ Scheren FRANCK ־KAFFEE ־־ ZUSATZES vielleicht ein anderes Fabrikat gibt. Sie brauchen nur ■ausdrücklich zu verlangen: ״FRANCK“ mit dei* ״KAFFEEMÜHLE“. Herr Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau . , •: '־ ' ' ...• - bestätigt in seinem Hechscher, daß der einzig echte und koschere das ganze Jahr sowohl als auch für ohne das geringste. . Bedenken genossen werden kann, weil dieser Zusatz ־ verläßlich כ?2זר ist! Er wird unter ständiger, Aufsicht frommer, verläßlicher Israeliten nach den persönlichen Weisungen Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabhiners Simon Schreiber aus Erlau erzeugt. Achten Sie: beim. Einkäufe, jedoch darauf, daß Sie den einzig AECHTEN FRANCK bekommen, mit der Schutzmarke ״Kaffeemühle“ und der Unterschrift: ״Franck“. ' י Massiere Dich? täglich; verkühl* Dich nie! Das ist einmal ein Schlagsatz, dessen Beherzigung nicht genug empfohlen sein kann,, Und1 ,er ist so leicht zu befolgen: Ein paar Tropfen desV.A 1 p a - Fr anzbranntweins in die hohle Hand und dann fest den Körper damit eingerieben;« erst ist es angenehm «frisch, dann wohlig warm und vor allem: der Körper ist gefeit gegen Verkühlung und; Folgekrankheiten! Das-sagt auch der Arzt! Der Talmud und die Ergebnisse moderner Forschung» . Die Frage, ob und in welchem Ausmaße die moderne Wissenschaft Resultate gezeitigt hat, die den vorangegangenen Geschlechtern unbekannt waren; die Frage, insbesondere, wie weit sichך Ergebnisse moderner For-. schungen im altjüdischen Schrifttum nachweisen lassen; schließlich die Deutung des salomonischen Satzes . אין חדש תחת השמש > bilden hüben und dmben den Gegenstand eingehender — ״Forschung". Die nachfolgenden Ausführungen sind diesen Fragen gewidmet und wollen■ einen positiven Beweis für. die allumfassende Priorität der jüdischen Lehre und Schriften erbringen. Bis zur Zeit Galileis (1610) waren den Wissenschaftlem nur ungefähr 5 0 0 0 S terne (bis zur 7. Größe) bekannt. Erst als Galilei sein von ihm erfundenes Eernrohr gegen den Himmel richtete, erkannte er, daß es in Wahrheit eine unzählbare Menge von Sternen gibt. Die moderne Astronomie zählt heute 60 Millionen Sterne. In Wirklichkeit ist schon im Talmud, Traktat Brachot 32 b, eine zweiundzwanzig-, stellige Ziffer für die Zahl der Sterne •errechnet. Auf der Sdune erkannte Galilei F1 ecken und Facke 1 n. Auch diese Erscheinung ist bereits im Talm u d, Traktat Sukka 29 a (diese Stelle ist dem Vorläufer des Talmuds, Mechi 11a, Kap. 2, entnommen), genauest .?beschrieben;': \? ■׳;י .. . Die These von der Kugelförmigkeit der Erde soll angeblich schon Pythagoras aufgestellt hgben, sie wurde aber jedenfalls erst durch die Entdeckung Amerikas (1492) bestätigt. Wir a,ber;fipdeh־äehQn im Talmud Jerusalmi, Awoda Sarah 3, die Erzählung Rabbi Jonas über Alexander■Mbkd», der, ״ale er sich zur Erde wandte, fand, daß sie wie ein׳ BaU aussehe“, :v : DV erste Blitzabieit,e.r wurde yop.Frank-: lim: (1760); apfgestellt, interessaat ist, daß sich im:;Tos ef tä;;(nö^vor denr Talmud) Sabbat, 7. Abschnitt,; jiplgender BespliSidi yorßudßtÄ ..,!S^seben ,den Kücken darf k^in Eisen auf gestellt werden, *weh dies ein?änberkult; ■ MrV'EmÖwtenMwar?.׳Ein*:Ejseni:’^um'f»׳S‘c:1vu.f Se^:evg.e;nr " "tz und Donner“ aufzustellen ist jedoch gestattet,, Besondar^üitereseant sind die Angaben des T a l’ mud über die unmittelbare Ursache des Regens. Den Kreislauf des Wassers schildert der Prophet Jesaja Kap. 55: ״So wie der Regen und Schnee hinabsteigt vom Himmel und nicht eher wiederkehrt, bis er nicht speiste die Erde . . .“ Tm. Ta lim u d .T erusalmi, Traktat Brachot 9 b, heißt es ferner: ״Es gibt keinen Wassertropfen von oben, wenn ihm nicht zwei Tropfen von unten entgegenkommen. Die oheren Wasser sind männlich, die unteren (Grundwasser) weiblich.“ Im Midrasch Breschit 13 lesen wir: ״Durch die Anziehung zwischen den männlichen und den weiblichen Wassern ereignet sich das Naturspiel Regen, durch das die Erde fruchtbar wird.“ Nach Traktat Taanis 25b wird die Anziehung durch eine Kraft, welche ״R a d j 0“• genannt ist, hervorgerufen. Von diesem Rad jo heißt es übrigens in Jumä 21 a, daß seine Stimme von einem Ende der Weit zum anderen hörbar ist. So ergibt sich denn eine uns völlig neue Lehre über die Dynamik des Regens. Um zum Schluß noch die neuen Wege der Therapie im Talmud nachzuweisen, sei auf folgendes hingewiesen; Im Jahre 1933 entdeckte Calmette, vor ihm Taguet, die Heilwirkung des gefährlichen Giftes der Kahr aschlange bei ־ krebsartigen Erkrankungen- Diese neueste Entdeckung ist nun aber eine längst bekannte Erfahrung, Im Tal mud, Sabbat 77 b, ist die Frage aufgerolit, wozu solche Pinge erschaffen wurden» die nur schaden und nichts nützen, Unter diesen wird;aueh־ die S ö h l au g e erwähnt. Woräuf die Antwort ge*;geben wirdtte Schlange wirkt bei ohaf af is?(eine;r\^üssat«ki^W1eit) h'ei Je’nd-^-?3;* ־;יי ־ .:■י•::.-,.־ A•־'■; Nathan Thumimv- . 1!r d* Mn M ׳M להסירמכשול Die Ankündi^uii^eä Vön Verkäüfsstellen, daß in äefiselfoöüi Selchwaren, Milch, ßuttef, Maäfcöth oder sönetige Nähfüfigs- oder öehüfiffiittei Äüffi Verkaufe gelängen, die äue letrieÄ ünler Mfßicht deF Adäs Jisroel (Schiffschul) stammen, darf nicht als Beweis für deren rituelle Zulässigkeit genommen werden. Das Rabbinat der Adas Jisroel (Schiffschul) Übernimmt für die rituelle Verläßlichkeit der dort verabreichten Waren k e i n e Verantwortung» Jeder möge die regelmäßig veröffentlichten Vö!rzeichniase der unter Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffschul) stehenden Betriebe genau durchsehen und prüfen. Nur für die in diesen י Verlantbarnngen bezeichneten Waren bestätigt das Rabbinat die rituelle Verläßlichkeit. Mit Rücksicht auf zahlreiche und wiederholte Anfragen sieht sich der Vorstand veranlaßt, zur allgemeinen Kenntnis zu bringen, daß die GefMigelbandlting Samuel Reichmann, Wien, II., Tandelmarktgasse 9, der Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel (Schiffschul) nicht untersteht. > . Das Rabbinat der Adas Jisroel (Schiffschul) ttbepnimmt für die ritueüe VerläßUchkeit der dort in Verkehr gebrachten Ware keine Verantwortung. כשד לפסח כשר לפסח ff Speise-Schokoladen, Haselnuß- und Bitter-Schokoladen — Mokka-Bohnen — Kakao-Pulver in anerkannt bester Qualität, erzeugt unter Aufsicht Sr, Ehirw. Herrn Rabb. H. Schenk in der Fabrik Chocolaterie ״Gourmet“ Eugen Molner, Wien II, Große Mohrengasse 19 Vereinsnachrichten. Agudas Jisroel, Mädchengruppe, Wien. Schabboa Parschas Sasria spricht Herr Dr. Leo D e u t s c 111 ä n d e r im Lokale der ״Wienea“, II., Obere Donaustraße 91, um halb 11 Uhr vormittags. ' Organisation der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden. Vom ״Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden“ werden wir um Veröffentlichung folgender Zeilen gebeten: Im Sinne der geltenden Ver-? fä'ssung 5 gruppieren sich־ die einzelnen? Berufe in?• ihren Ständeorganisationen. So haben sich die christlichen Kaufleute und Gewerbetreibenden im Gewerbebund organisiert. Nun fand über Veranlassung des ״Verbandes der jüdischen Kauf leute und Gewerbetreibenden in Wien“ am 20. v. M. eine Sitzung in der Kultusgemeinde statt, an der sämtliche Bezirksvertreter und Fürsorgeräte, die dem Stande der Kaufleute und Gewerbetreibenden angehören, teilnahmen. Die Vizepräsidenten des Verbandes, die Herren Kammerrat Moriz Kohn und G6za Klinger, besprachen in ausführlichen Referaten die Ziele und Zwecke des Verbandes, der bereits seit Jahren besteht. Nach einer ausführlichen Diskussion traten alle Anwesenden dem Verbände der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden bei. Neuanmeldungen sind' zu richten an: Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden, Wien, I., Kohlmessergasse 4. Der Mitgliedsbeitrag beträgt S .6 jährlich. Personalnachrlchten. Hochzeitsfeier: Am 21. Adar II. fand in Sauerbr unn die ‘ Vermählüngsfeier des ' Fräuleins Hedi Mandl, Tochter des Herrn Samuel Mandl, Vorsteher- Stellvertreter der Wiener-Neustädter Israelitischen Kultusgemeinde, mit Herrn Emil Steiner aus Celldömölk statt. Die Feier gestaltete sich zu einer echt jüdischen Simcho, zu welcher unzählige Freunde als Gäste er- ' schienen. Beim Hochzeitsmahle wurden zahlreiche Tischreden gehalten. Der Kultusvorsteher der Wiener-Neu- Städter Kultusgemeinde, Herr Hugo Reininger, schilderte in Worten höchster Anerkennung die hingebungsvolle und aufopfernde Tätigkeit des Brautvaters für die Interessen der Gemeinde. Herr Samuel Frankl. Vorsteher der « Chewra-Kadischa, hob in beredter Weise die Frömmigkeit der bekannten Familie, der Brautmutter und deren Wohltätigkeitssinn hervor. Unter den vielen anwesenden Rabbinern erfreuten die Herren Oberrabbiner Samuel Ehrenfeld aus Mattersburg, Oberrabbiner L. Steiner aus Gyömöre, Oberrabbiner Grünberger aus Celldömölk und Rabbiner Taussig aus Mattersburg die Gäste mit geistvollen, meisterhaften Tischreden, Herr Oberrabbiner Professor Dr. Heinrich Weiß aus Wiener Neustadt war durch Krankheit verhindert, der Feier beizuwohnen. Den gesangliehen Teil besorgten die Kantoren Grünhut aus Mattersbürg, Leon Löwy und Schulhof aus Wiener Neustadt. Prof, Dr. Camillo Baumgarten s. A. Ein unerbittliches Schicksal lichtet die Reihen der wenigen Jugendbildner in Wien, die ihren Beruf, wie ein Schüler in seinem Nachruf sinnig sagte, als Berufung empfinden. Nach schwerem ■Leiden verschied, jung an Jahren, am vergangenen Sonntag in Wien Prof. Dr. Camillo Baumgnrten, - der sich; stets? j^it ehrlichein W0Upn5:unci tiefreligiöser Ueberzeugung seiner Aufgabe widmete. Der bekannten mährischen Gelehrtenfamilie Bamngarten . entstammend, arbeitete sich .Dr. Camillo Baumgarten in kurzer Zeit; zu einem der hervorragendsten Vertreter seines Standes herauf. Eine unbähcfig«0 JAeüe zu allem Schönen und. Guten,׳ gepaart mit einem profunden jüdi•׳ sehen und weltlichen’ Wissen, ließen ihiu alle zu Freunden־ werden, denen er im Leben nahekana. Unter; riesiger Bs* teiligung weiter Kreise fier Wiener Judenscha|t;wwde Prof. Baumgarten s. A. am Dienstag zur Ruhe gebettet. An seiner Bahre trauert ein treues Weib, das sich auch schon in der Oeffentlichkeit einen wohlklingenden Namen zu schaffen wußte» mit zwei Rändern;;v /

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