Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 14 (5.4.1935)
- Date
- 1935-04-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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•Kf.'44!^־, ■ יii ׳;, ■ — Der ti ew*Y örker \sehiossm, den*jüdischen■ Ajigeet Titaäirai -wv: m . der New-Yorket' n P&ßsachiag irt Stadtvertfetuftg §fek£rSten mäfetl diesem ehe «». ^f^,B^:.j-ikd^^bhfi,JE^ie4;hßJ-;yptt Miedßyß•) , r e.e,ißtfgßßß hä nd e, £ '.worden*.Das, Mausoleum, in dem, diS &ä6niM:M(tbM fsrajettäseriimd sein Söhn BäbM päßiA tidbhmßn 1äpifß' bhigäsetzt Atndricürdä non YmdMm ׳;*#׳ - biwfkns Auch fort■ Qi%bstein^ dßß hefn0wa0hdßi1 jüdischen, ::-':.»■^jlm'-YrrttäS'fßndAnAffn jrteüetsich eim äe* :jißßdmgimn -Abßehäft^Hgt 'dßb^^hß^t und Boden m *fuden zu verkaufen, 4tts»;^| .d0£.,üütt;Mlthkäl, Pascha einberufenen Versammlungder Führer non Stämmen, die größen Bödenbesitz habenfuyurdß Wne ]Resolution gefaßt, in der die Abschaffung der gegen jüdischen Bodenkauf . und jüdische ,Niederlassung,;gerichteten Gesetze mit der 'j6rdaniehs; eui Verfügung steht,י nach Syrien abgeleitet wird. -'-■•־ — Die griechis chen Militärbehörden haben an die nationalistischen,,größtenteils antisemitis c h en Qt g.ä h isat i o H e ti Griechenlands den Befehl gerichtet, ,sofort ihre M elb st au flö sun g vorzunehmen, widrtgenfälis ihre zwangsweise Auflösung erfolgt. —\Der Jugoslawische Lloyd richtet Ende Mai eine ständige Schiffsverbindung zwischen J u go s lawien und P aläS ti n a ein: Das für diesen Dienst Vorgesehene ' Schiff> das Mitte Mai den Namen ,JZneginja Olga“ erhalten ' soll, ist mit lfy.500 Tonnen der .Zweitgrößte Personendampfer Jugoslawiens., - In Polen wird ein neues Gesetz vorbereitet, ' durch das die ,Bemessung der jü dis chen Gemeindes t eu e rn auf der Grundlage der Einkommensteuer vor- , geschrieben wird. Die Höhe 'der Gemeindesteuern wurde vom Kultusministerium mit 30 Prozent der Einkommen- Steuer festgesetzt. Durch das ueue Gesetz werden auch die Pensionsvdrhältnisse der 'Rabbiner' und Gemeindebeamten geregelt. . . ׳ — Laut offizieller Mitteilung des Einwan def un g sä mt es der P aläs ting -Regierung sind im Februar 1985 5220 Juden als' Einwanderer in das Land gekommen.. Unter ihnen waren 881 Personen, die zur Kategorie der Einwanderer mit Eigenkapital von mindestehs je 1000 Pfund gehören; diese letzteren Einwanderer brachten somit, ein Mindestkapital * von 881.000 Pfund mit sich. ׳ ' :— In Beantwortung einer Loyalitätskundgebung ' der Jude n 8 alo nikis nach der Niederwerfung der letzten Revolte hat Ministerpräsident T saldaris an den Oberrabbiner von Saloniki, Dr. Zivi Kor et z, folgendes Telegramm gerichtet: ״Ich danke Euch allen, ich beglückwünsche Euch zu Eurer patriotischen Haltung“ —■ Der Mufti, von J er nsalem, Hai Amin el Husseini, bß7^fuH^nderte^vp^1v 8cheiksv,nach Jerusalem pu, . einer Konferenz ein xind nahm ihnen den Eid ab, daß ' sie keinen Bo den an J uden v erk auf en. — Ein jüdischer Journalist fragte den. englischen Lord-Geheimsiegelbewahrer Anthony Eden, ob während der Berliner Unterhaltungen zwischen ihm, Sir John Simon und Hitler, auch das jüdische Problem berührt wurde. Eden erwiderte; Nicht speziell, nur beiläufig. ■— Die Leiter des jüdischen Verbandes für K in derschütz und Waisenfürsorge ״Zentoss“ in Polen, A. Goldin und L. Neustadt, haben sich nach Palästina. 'begeben, um mit den Leitern des dortigen Erziehungswesens die Möglichkeit der Niederlassung einer größeren Zahl gelernter Jungarbeiter aus den Waisenhäusern von ״Zentoss“ .in Palästina zu erörtern. — Polizeirichter Corrie verurteilte vier illegale jüdische Einwanderer, aus der Tschechoslowakei, ,unter ihnen zwei Frauen, zu je einem Monat Gefängnis und Landesverweisung. In der Urteilsbegründüng erklärte er, die Lage der ^Jufien in der Tschecho- Slowakei sei mit dem Elend der Juden in Deutschland nicht zu vergleichen. Richter Corrie verurteilte neun weitere jüdische Einwanderer aus Syrien, Aegypten, dem Irak und der Türkei wegen Illegalität zu je einem Monat Gefängnis und Landesverweisung, schlug aber einige der Verurteilten zur Begnadigung vor. — Die Budapest er autonome orthodoxe israelitische Kultus g e mein de hat nun zum neunten Male Abraham v. Freudiger zu ihrem Vorsitzenden gewählt, — Der Kandidat der Re gierung spart ei in den von vielen Juden bewohnten Budapest er Bezirken VI und VII, Zeno v. B esseny ei, der zweite Präsident des aufgelösten Abgeordnetenhauses, stellt in einer Erklärung fest, daß die Befürchtungen der J uden, betreffend eine Kursänderung der Regierung Gömbös, ganz grundlos wären. Während der zweieinhalbjährigen Herrschaft dieser Regierung ist es niemals zu Verfügungen gekommen, welche die Rechte der Juden nachteilig berührt hätten, niemals ist eine Regierungsverordung veröffentlicht worden, aus welcher man folgern könnte, daß der Ministerpräsident eine feindliche Gesinnung gegenüber den Juden hegen würde. — Die arabische Stadt Dsehennin hat mit der Palestine Electric Corporation einen Stromlieferungsvertrag abgeschlossen. Mit Nablus wurden Verhandlungen über Stromlieferung aufgenommen. —- Wie die J. T. A, erfährt, haben sich zwei I n du s t ri egesel l s 0 h aften in Hai f a zur Gründung der ersten chemischen Fabrik zwecks Ifer- Stellung von 8 u lp ha t p r o d u k ten zusammengetah. .-7r, In einem Bericht der P a l ä s t i n a- &egierung wird erklärt, daß infolge der günstfr gen Wetterv.erhältnisse ein gesegnetes E r n t e j a h r in Palästina zu erwarten ist: —- Die amerikanischem Behörden haben in der Angelegenheit der, Verbreitung der ״Pro toholle der Weisen von Ziert* in Amerika durch die PamAryan Alliance, die ihren Hauptsitz in Berlin hat, eine Untersuchung eingeleitet, f Grün, U״ Taborstraße 8 י b, Tel. R-42-3-66, Ittf f§i»e v mm Äff .|Jf§j!»?iss 1 :■ W *- *Mל ג- >ןי. י־ ״־. V■ ׳•*? I f 3*׳*י /?ו!$יי\ v & Kuneroi ujf Yollsfariälg feineÄ Feff aus Kokosnüssen, es fst nährhqft, bar uiid kqitn y^ Sfrortg* gläubigen ohne Bedenken^ur iu« bereitang von Milch- und Pleisch* speisen für den fesftogsfisch Veff wendet werden. 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Der Leiter des Wiener Maimonides- Instituts und Generalsekretär der Israelitischen Allianz, Rabbiner Dr. Armand Kam in k a, hob die von Spanien gemachten Bemühungen hervor, sich den Grundsätzen Maimonides’ anzupassen und die Versöhnung mit den Juden herbeizuführen. Rabbiner Weil, Basel, erklärte, Spanien beweise, mit der Veranstaltung der Maimonides- Feiern, daß es einen <Platz f4P der vordersten . Front deru jenigen!einnehme,;die im;־rKap1pf,>fÜr4, ׳ie^Kuitur stehen.״; Die Juden werden bestrebt sein, diese Tatsache überall? zu verkünden. Der Delegierteader Jerusalemer Universität, Professor Roth, wies ״auf. die Tatsache hin, daß Moses Maimonides gerade als Jude heute von Nichtjuden geehrt wird. Im Namen der jüdischen Gemeinden Spaniens hob der Vorsitzende der Madrider jüdischen Gemeinde, Don Ignacio Bauer, die Bedeutung der hebräischen Sprache und der in ihr geleisteten Kulturschöpfungen hervor. \ 'י.* Am Eingang zu der vor kurzem ausgebrabenen alten Cordovaer Synagoge wurde eine Marmortafel mit einer Inschrift enthüllt, in der dem unsterblichen Geist des Judentums gehuldigt wird. ״ ־; ־ * ׳ , ־Y Zum erstenmal seit 600 Jahren fand am Freitag, den 29. März, in der unlängst ausgegrabenen historischen Synagoge Von Cordova, die jetzt zum Nationaldenkmal erklärt wurde, ein Freitag- A b e n dg-ttesidiens׳t statt. Dieser einmalige G-ttesdienst wird als besonders denkwürdiges Ereignis im Rahmen der Maimonides-Feier gewertet. Die Leitung des G-ttesdienstes wurde dem Pariser Oberrabbiner Julien Weill als Anerkennung dafür übertragen, daß Frankreich bedrängten Juden stets uneingeschränkt Zuflucht gewährt: / hat. Hohe spanische Staatsbeamte und spanische Gelehrte wohnten dem G-ttesdienst bei. Straßenunfall-Verhütung. Die Ausbildung im Autofahren muß erstklassig für die Prüfung und Praxis sein, damitv pnfälle auf öffentlichen Straßen verhütet werden.; Die(> §;c^iÜ^\mü^^^uf1iedeh:׳^iäi^^dUin׳ dieser Zufriedenheit die Schule vWeiterempfehlen.yDie /Schüleinrichtungen : müssen inodernst und: praktisch sein.; Gute Fahrschulen, erstrangig in Einrichtung, ׳Führung und : Unterricht;*und׳ :mit׳einem anschaulichen, mit, Kraftstrom־im Lehrsaal am . Stand laufenden •Lehrauto־ sind die renommierten: N e ud egg er Automobil- und Motorr ad-Fah r- ‘ schulen, Wien, VIII., Neudeggergasse 18, Tel. B-46-5-72 (Ecke Lerchenfelderstraße 18) und Inzersdorf (Niederösterreich). . e Orthodoxie und Neologie in Ungarn. Am 20. März versammelte sich der Kongreß der neolögen Juden Ungarns zu einer Schlußsitzung. Bei dieser, Gelegenheit wurden jene Punkte des Statutenentwurfes durchberaten, welche mit de^-Interessen der Orthodoxen Berührung haben. Wir stellen es mit Genugtuung fest, daß der neologe Kongreß den überwiegenden Teil der orthodoxen Beschwerden bei der endgültigen Fassung des Statuts doch ausmerzt hat. , Der geradezu empörende Antrag, wonach die orthodoxen Fiiialgemeinden zur Erhaltung der sogenannten Landesrabbinerschule beizutragen haben, wurde gänzlich fallen gelassen. Ferner wurde beschlossen,' daß bloß die neologen Fiiialgemeinden einer Rechtsbeschränkung unterworfen sind, die orthodoxen Fiiialgemeinden selbst sind von der Neuregelung in keiner Hinsicht berührt. Die verschiedenen geplanten Beschränkungen bezüglich Austritt von Orthodoxen aus den neologen Gemeinden wurden aus dem Statut gestrichen. Die Frage der Tempelvereine, bei denen die Neologen Reziprozität verlangten, wurde einstweilen noch offengelassen. Im Statut selbst wurde aber der Ausdruck ״Gegenseitigkeit“ bereits nicht mehr angewendet. Auch die Gründung > von orthodoxen Tempelvereinen innerhalb der neologen Gemeinden־ wurde erleichtert. Das neue Statut stellt in seiner endgültigen Fassung, fest, daß die Genehmigung nicht verweigert werden kann, falls diese Gründung seitens der Mitglieder gewünscht wird, die den Sabbat und die Feiertage weihen und rituellen Lebenswandel führen, Die. orthodox-jüdische Presse verzeichnet diese Erfolge mit großer Genugtuung, die neologe nimmt davon kaum Notiz. Das offizielle Communiqud ist bestrebt, die ganze Angelegenheit mit je weniger und noch dazu verschwonunenen Werten zu übergehen. Der tüabbatk in Holland, Der Stadtrat von Amsterdam hat über die Berücksichtigung der am Schabhos gesehlas* senen Qeschäfte bei der Sonntagsruhe eine neue Verordnung eriasaen, in der folgendes besthnrnt wird: Die Geschäfte, die, weil sie ara Sabbath geschlossen sind. ara Sonntag 6 Stunden geöffnet sein dürfen, müssen hiefUr entweder Oie Zeit von U bis 17 Uhr oder von 14 bis 20 Uhr wählen. Der Inhaber mehrerer Geschäftsfiiialen darf von der Vergünstigung der Verordnung über am Sabbath geschlossene Geschäfte nur dann Gebrauch machen, wenn er sämtliche Filialen am I Sabbath geschlossen hält, Als Vergünstigung dafür, daß I ein Geschäft an einem jüdischen Feiertag ge- | schlossen bleibt, darf es an! dem dem jüdischen Feiertag vorangehenden Tag (beim Pessach-Fest an den beiden vorangehenden Tagen) zwei Stunden länger offen bleiben, ־ ebenso auch abends nach Schluß des Feiertags, auch wenn dieser Tag auf Samstag oder Sonntag fällt. An dem Tage, an dem der Versöhnungstag beginnt, dürfen alle Friseurgeschäfte auch über Mittag geöffnet sein. Der Straßenhandel mit Fischen und Petroleum in denjenigen Vierteln, in denen hauptsächlich Juden wohnen, ist am Sonntag nicht mehr verboten, so daß diejenigen Straßenhändler, die den Sabbath als Ruhetag begehen, am Sonntag ihrem Berufe nachgehen können.; Anmerkung der Redaktion: Holland ist ein klassisches Beispiel dafür, wie allgemein den religiosen Bedürfnissen der Juden auch in wirtschaftlichen Fragen Verständnis entgegengebracht wird. In Oesterreich herrscht ein von religiösem Geist getragenes Regime. Wäre es nicht hoch an der Zeit, daß die jüdisehen Körperschaften die Aufmerksamkeit der Regierungsstellen darauf lenken, daß beispielsweise heuer am Pessach die orthodoxen Juden unter elf aufeinanderfolgenden Tagen nicht weniger als an neun Tagen ihre Läden werden geschlossen halten? ״Paneuropa“ für jüdische Siedlung in Afrika. .; In der Märznumraer der Wiener Zeitschrift ״P a ne u r 0 p a", dem offiziellen Organ der gleichnamigen Bewegung des Grafen Coudenhove-Kalergi, veröffentlicht eine Persönlichkeit, die mit dem .Pseudonym ״Spero“ zeichnet, einen überaus interessanten Artikel, der den Titel ״No11 and• für Juden׳in Afrika“ trägt. Die wirtschaftliche Not der Juden, schreibt der Autor, macht sofortige Abhilfe nötig« Die Völkerbundkommission ist machtlos, Massenzüwanderung kann kein Staat zulassen und ■Palästina ״kommt als Zufluchtsstätte nur für einen verschwindenden Brugfiteil in Betracht“ (?). Massenhaft können die Juden nur in־ A f r i k a sich niederlassen, und zwar unter der Obhut des Völkerbundes. Afrika besitzt gesunde Hochplateaus, auf die sich viele Millionen ansiedeln könnten, ohne Gefahr von Grenzstreitigkeiten Oder Rassenkämpfen. Rabbi Abron Lewin Oberrabbiner von Lemberg« Wlü dir , »Najer Storgen“ meldet, Ist der agudistlsche Sejmdeputiert«* Babbi Aron k ewi n, bisher Oberrabbiner von Bzeszow, «um Ober r a b b i* ner von Lemberg ernannt worden,