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Jüdische Presse · 1935-03-22 · 12 (22.3.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
12 (22.3.1935)
Date
1935-03-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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iiifeiMiMartri'itlii'tt!■!; ..... jWf.M- : «f״X> Deutsöfaiand und die Juden Aus Bertm kommende Nachrichten, beäägef^ däß die Vbfrktlhdiing äei Gesetzes übei‘ Einführung der äTlgef f 1 i#l1 i 121 nationalsozialistischen wie in jüdischen Efeiäfcn Zleihiich lebhafte Erörterungen auch nach. der Richtung ausgelöst hat* ob• das neue Geöet2 auch die^ReiÄtlefittg von jtfdiis das neue Heer vorsieht־ Besonders wird die Rfage in den Kreisen desRoiefrs* bnndis jud 1 s0bet.,Ebönis61d&te.n •diskutiert* Dieih׳kurzem efseheihenäen ßufehfilhrnnt5^Üä1müÄgeii «tml neuen Wehrgesetz werden — so Wird erwartet — äueb hierin Klarheit bringen., . ,. . * Der Berliner Korrespondent des ״Manchester Guaiiläh^ meidet Seinem Blätte, matt nehftie in‘ Berlin am daß der Arierparagraph, der auf die Reichswehr bereite angewandt* wird; in der aüs der allgemeinen Wehrpflicht hervorzugehefideü deutschen Armee .beibehalten werden wird uttd'däß diMen ihJf nicht angehören werden. Der Berliner Korrespondent des Pariser ״Intran- *sigeant״ erfährt, , daß - auch die;Nichtarier einberufen; Werden sollen, doch werden sie keinen soldatischen Grad beläeiden, sondern Hiisdienste mit)Späten (ohne Gewehr) versehen. ' ■׳■—■ /'/.־;.■ ‘ •ln״der;Frage der Öffentlich-rechtlichen An;e^:fe>mn.ung;'dar orthodoxen Gemeinden im Heiligen Lande scheint sich eine glückliche Lösung endgültig anzubahnen. Bekanntlich fänden Vor etwa einem Jahre unter dem Vorsitz eines-. .Regierungsvertreters Verhahdlühgen zwischen Verfretern der* vAgüdas Jisroel‘• und des Waad Leumi statt, die eine. Regelung der Rab- binätsfrage zürn• Ziele hatten; Die. Verhandlungen scheiterten, insbesondere weil sich die AgudaS Jisroel.mit der Regelung nur. eiuer Teilfrage aus dem Gesamtkomplex der dle Orthodoxie bewegenden Probleme nicht zufriedengben wollte und auch die Anerkennung der. orthodoxen Gerneinden forderte. Dieser Tage richtete nun die Palästina-Regierung Ein 1 adungen an die Agudas Jis;’1\be 1 Uäd :den\W.§iad; Leumi zu neuerlichen K o n|^r en z eh/;Wobei sie hervörhebt, daß^ :nun, auch die orthodoxen! Fprderungen hinsichtlich der' s ei b s t ä ndi gen G e mein den geregelt werden sollen. , Di.e jüngsten Wochen waren ausgefüllt von Verhandlungen* der in Erez;Jisroel weilenden D elegation der Agudas Jisr0 e 1. Jn zahlreichen Konferenzen und ׳, :einer eingehenden Beratung mit v Oberräbbiner Duschinsky wurde insbesondere auch die Schaffung einer l^sliingisililii^les Möbelhaus , M. Redler/ Wien 1/ Sdiafteimng 35 Telephon A-12-9-78. ־ } ־ * Zeitgemäße Preise. G^i^taüSstattungeii'; von der billigsten bis zur \ V t feinsten Ausführung.־ . v Eigenes Zahlungssystein. .; S(8mista£|gesäiloaien.*,;’ל : 1 כשר ^־ K in (31äserh in älleh Größen, unter Aufsicht |; Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner S. F ü r s t, :! Schiffschul, Wien. ■ . . Alleinverkauf: Wien II, Schönngasse 19. Telephon R-44-4-61 Von allen Richtungen beschickten paiästinensisehen Aguda-Zentraie beschlössen. Din Aufruf an atte orthodöxen dudeAmim Anschluß an die Agudas- Jiftfoel vvurde erfäs^n. Die Mitglieder" Af A g u da-D eie g£t idfi .statteten vergimgiaiff Mptägder PalästinA-Regierung einennffiMfelli|‘Besuch ab. Sie vdirden Mi* erst vom Ohefalk^tär-Stfehvertreter M00dy herzlich empfangen und unterhielten sich mit ihm über die.die: Orthodoxie im HÜliiek LÜhäe betreffenden Prägen, in^ besondere aber adch über dfö Anerkennung der orthodoxen Gemeinden. ^■י\ ' v Die Delegation wurde hierauf vom High Oömmissioner Sir Artur Wauchope in Audienz empfangen. Nachdem Raw S i r 0 zkin, Raw Biedermän.n und der Nitrae r Raw ihre ^egrüßungsanspraclieii beendet hatten, lenkte Rabbi I. M/'Bewin das Gespräch auf die aktuellen Fragen, die An‘erkenhung äer örthodöxeii Gemeinden und.die ZuteiliUng.von Zerti f ■i-> katen für die Mitglieder״der Agudas;Jisroel. ln seiner Erwiderung dankte der High Commissioner für den. Be? such und betonte, daß er sich mit deh religiösen Juden besonders verbunden fühle .und däß er sich s e h r f r e Ue n w ü r d e, d e n W ü n s c hW^i d e r Ö r t h ö d o x i e v ö 11a u f R e c h n u ng t r a ga^^iU k Ö n n ern;:^ Rabbi Mosche Blaiu ,bat schließlich den ',High. Cottimisslötter um eine :ncuerlichb Audienz, da denheutigeBeMiCh mehr "Höflich- ' keiticharäkter trug und zß merltÖrisöhen Besprechungen nicht, genug Raum ließ, ־ worauf sich der Abschied in den höflichsten Formen vollzog/ ■ 'י׳'■.,. י ז ■ . ׳ * .׳/'■•.'׳ 25 ■ יum Äbschfed׳d¥ii Nitraer Räw•und seiner . Begleitung; die bereits heimgekehrt Sind, fanden sich die Führer der;־ Orthodoxie? im. ^eiligen Lande, die Bachurim; der- Jeschiwas ״Bes Josef ZJyi" und eine große Zahl;per•: , söälich'er Preunde ein, die'dem Führer der tschechoslowakischen Aguda, der sich ybier große Anerkenntmg ,und Sympathien erworben häf, einen Überaus feierlichen Abschied bereiteten.; *! ף י 1934 kamen 43.350 Juden nach Erez Jisroel; . Laut einem in’- Vorböreitimg befindlichen Bericht ׳ der P a 1 ä stina-R e g i er u n g• sind im Jahre 1934 42.350 Juden nach Palästina 1 egal gekommen. Davon kamen 5125 als ‘״K apä talis ten‘‘, brachten somit ein Kapital .von mindestens 5,125.000 pal...Pf. (1000 pal. Pf. pro Person), wahrscheinlich,*aber f. Qder 8 Millionen pal.;Pfund, ins Land,־, 10.880 יwanderten auf Grund von. Arbeiterzertifikaten;ein . (hierin sind Angehörige nicht ׳ eingerechnet). Der Rest:, kam als Verwandte von Palästina-Einwohnem oder gemäß ■den Einreisebestimmungen für Waisenkinder unter lß! Jahren,־ Studenten und religiöse Funktionäre.; -1934u:.׳wanderteni,,-auch ,1738 Moslems und Christen ein. D,ie Zahl;<^er. illegal Eingewanderten ist; in den Ziffern nicht angegeben. : Di© Beyölkerungszu11a|1me in Erez Jisroel im;; Jahre 1934. ׳ _. •. ..v.;.. Laut den im ״C o m/m e r c i a 1 B u 11 e t i n“, ver- , öffentlichten Zahlen hätte^fPalästina in den ersten elf , ' Monaten des JahreS :lÖ34 ';infoige /'des Zustroms 'vön Ein-! Wanderern Und Besuchern״-' einen Bevölkerungszuwachs ״ von ■ durchschnittlich •4000^Menschen pro Monat zu ver- 1 zeichnen.’ In diesem• Zeitraium sind 164.248 Personen in .: Palästina eingereist ־ und 121:387 ausgereist. Die im Lande'; Verbliebenen waren bis / auf 4511 Personen Juden.;43.410 Palästina-Eihwohherf-verließeh Pälästiaia — zum;großen Teil nur vorübergehend —, 42.042 kehrten zurück. In beiden Fällen handelt es־ sich in der großen Mehrheit :um Nichtjuden. Die Zahl! der:• eingereisten Touristen,;Püger und Durchreisendepn:,betrug•!-61.878; wieder ausgereist sind von dieser Kategorie 57.327 Personen; ein Drittel von ihnen ,waren Julien. Lebensversicher ungs- Gesellschaft Gegründet 1882 Aus . dem Jahresberichte 1933: Versicherungsbestand: . . . . . . . . _. Prämien- .und Zmseneinnahmen ,. . . ’. Garantiemittel . . ... . ... . . . Auszahlungen an die Versicherten ... Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Öechoslovakische Republik, £ Belgien, Holland, Frankreich, Spanien^ Italien, Fürstentum Liechtenstem, Ungarn, Polen, Jugöslavien; Bulgarien/ Griechenland, Rumänien, . Palästina, Syrien, Türkei, Marokko, Irak, Tunis und Aegyptep. 3107 Millionen Schilimg 211 Millionen Schilimg 680 Millionen Schilling 72 Millionen Schilling [ FEUILLETON Ein trockener Bericht ‘ Wie der ״Rerao“ geprüft wurde. Rabbi Mosche Iss er i es,, der Verfasser des ״Remo", wurde in ganz jungen Jahren als Oberrabbiner nach Krakau berufen. In Erwartung des neuen Rabbiners planten die Gemeindevorsteher einen großen Empfang. Djazu war aber die ,Genehmigung des Gouverneurs nötig. Der Gouverneur willigte ein, sprach aber, nicht gerade zur Freude der Gemeindevorsteher, den Wunsch aus, selbst in eigener Person an den Empfangsfeierlichkeiten teilzunehmen. ■ v Man reservierte dem Gouverneur einen. Ehrenplatz neben dem Rabbi. Aber schon gleich zu Anfang zeigte sich der hohe Herr sehr enttäuscht und ärgerlich. Der neue Rabbiner war damals erst achtzehn Jahre alt, dazu ־ noch klein von; Wuchs und schmächtig. ״D a s soll euer; Oberrabbiner sein?“ sprach er und verließ verächtlich :den Platz.; . ׳׳:.,׳ 'S Später stellte er die Vorsteher zur Rede, $aß sie einen so ,unbedeutenden Menschen, fast Jüngling noch, zum * erstep geistigen Führer gewählt hätten. Die Vor* steher aber suchten ihm zu beweisen! daß ־dieser junge Mensch schon ein Großer in Israel sei und alle Wissenschäften, nicht allein die des Talmuds, beherrsche, wie kaum ein zweiter in diesem Zeitalter. ״Gut“, sagte, der Gouverneur, ״so will ich euren Weltweisen einmal prüfen, ob dem auch wirklich so sei.“ , So lud der Gouverneur an einem Tage alle Professoren der Universität zu sich. Auch der Rabbiner, mitsamt den Vorstehern hatte zu kommen. Dort sollte der junge Rabbi den gelehrten Herren Rede und Antwort , 1, . Der Empfang, und die Disputation fanden in einem :'öffentücben Saaie״der Resident Rrakäu statt.־ Keine Ant* wart blieb der . Rabbi den,!,rpfessorsn schuldig.. Er löste mathematische -Rätsel; ״ gab Auskunft üb?? Stand und ״ Gang der. . Sterne^ ging; m ^alle pbüQSophiÄChen Fragen ein und gab den Gelehrten stets, in der Sprache Antwort/ * in:!der sie di© Fragen an ihn richteten/׳ ־.»/!^ “*k•• •/,-.,י XZ&z&it«U״.f Der Gouverneur entließ den Rabbi mit großer Huld und legte sich eine Sühne auf, indem er ein großes ,Geldgeschenk für die Krakäuer Gemeinde spendete. " Jla#$&tpeut . . . Ein SA.-Mann war auf der Straße von einem Auto überfahren und in der Eile, die ־keine Bassebedenken aufkommen ließ, in das benachbarte jiidis che Spital überführt worden. Im Krankenhaus erwies sich eine Blutfrans fusion als : dring&nd notwendig, ein j ü discher Blutspender stellte :*sich zur Verfügung und der Nazi kam mit dem Leben davon. Bald aber zeigten sich die Folgen. Zwar nicht gesundheitlicher Art. Der Mann gedieh prächtig, doch das Di sziplinar g ericht d er NSDAP, hatte von der Sache Wind bekommen und lud den Pg. vor sein . Tribunal: Zur Entscheidung stand, ob der minderrassig Bhittransfusionierte noch imstande und würdig genug sei, Mitglied der NSDAP, zu bleiben. Schon schien der SA.-Mann verloren, da zeigte sich den Disziplinarrichtem im letzten Augenblick ein Ausweg: Man stellte fest, daß der Blutspender des jüdischen Krankenhauses rhehrfachk ausgezeichneter Frontkämpf er gewesen war, und so, nach den Bestimmungen des Berufsbeamtengesetzes, entschied man, daß die Lebensrettung für den SA.-Mann keine weiteren unheilvollen Folgen zu haben bvauohe. Er se\, sagten die Disziplinarrichfer wörtlich״ ■in Anbetracht der besonderen, Umstände ein reiner Arier geblieben((. . :Die westfäUsche Landeszeitung ״Bote Erde“ ist sehr empört, weil ein Hagener Volksgenosse von einem katholischen Pfarramt mf Hitte um Nachfqrschmg nach den Crvoßeltem seiner Braut folgendes unerhörte Schreiben erjmiien hat: ,Mehr geehrter Henl Bfßnügen ,;Sie fmten Ueberzeugmg, daß Sie von A dam;מ»י dM: Vd abstammen, und1 sorgen Sie dafür, daß Sie als ^emwfester^M^ l kr em S 0 hopf er .bestehen >k^meh: Der Gebürtstag IMm Großvaters stimmt, der nVatefchieß wie er und dve Mntter war eine A. K,, geborene \Gp Die Frau blüht und. gedeiht noch, Wenn da? Ihrer;'JßfmtfyÜeM: genügjt, dmm lassen Sie diese laufen und; 'Wßhen Sto sieh eine klügere, Gmz ergebenst : Sehimmeb felder^Fforref^ ■ Der Afbeitöftnänge! tA den Kolonien in Mm Jisroel. ״ Wie aus den beim Hauptärfeeitsamt in tfel-AViv eiageiaufenes Bericbtsa : iät/ wirä te Arbeitermahgel ia den •Kdlöbieü ifi Jüdäa und der Söftafon- -Ebe h e iffibiek/ftiaiehö# Dää Komitee te liÄfig H a d a t; bei; df&lTi mm, daß; Äffinnen an den Bäumen Verfaülen. WeU es׳ an Ernteärfeeiterä und Trägem fehlt. Ifi/Heral i a und R ääna n a WUrde die gesamte Batitätigk^t üfid: aüth eiri Teü döf iänaWifEschafüiöhenl Arbife ein|^kteilt. Daa Umpdüien der Gärten zwebka Öei*iteiiüäg vön Bewäa3eMngöaniagef1 Wirt dadurch erschwert, däß die Früchte noch nicht eih- gebracht sind, in P e t ä fc H!bi k^w ä h und R §0h ow o t h mangelt es auch an a rab i S c h e n Arbeitern. Neneiftwadäerer, die in die Pfianzuttgskoionieti gehen, finden bereits am Tage ihrer Ankunft Arbeit. Die Zähl der in der Zitruszone benötigten neuen Arbeiter wird auf 2000 geschätzt. / * Die vorliegende Ausgabe ־. gifötygt/;/ ausnahmsweise einen Tag später in die Hände unserer Leser, Die Bed. Wacb'e zn Woche — Der neugewählte Vorstand der ״Union österreichis eher Juden“, wählte zum Präsiäenten Begierungsrat Dr. Hermann ,Oppenheim und zu Vize- Präsidenten Dr. Josef *Pi c ho und Dr. Karl S t ein er. — Wie die J.T.A. erfährt, beabsichtigt die Paläs tin a -B egie ru 11 g, eine neue A n leihe vön zw ei Mi11io n en P f und aufzulegen, die für landvArtschaftliehe Entwicklungszwecke bestimmt sein soll. Die Anleihe soll in 37 Jahren zu einem Zinssatz von Prozent rückzahlbar sein, 60 Prozent der Anleihesumme werden in London, iÖ Prozent in- Palästina flüssig gemacht werden. — Die Tel-Awiwer Hausbesitzer hielten eine Versammlung ab, die stürmisch verlief und in der einstimmig beschlossen wurde, von der Begierung ultimativ die Zurückziehung des Mieterschutzgesetzes zu fordern, sonst würden die Hausbesitzer sich gezwungen sehen, i^nvollendete Bauten nicht fertigzustellen * und Neubauten überhaupt nicht ahzufängen, auch würden sie die bereits beziehbaren Wohnungen nicht vermieten. -—Die Mieter in J e r ü s ai e m hielten neuerdings eine Massenversammlung ab, in welcher die Frage der ‘ Prokla/mierung des Generalstreiks als Protest gegen die Hohen Mieten und den Mangel an gesetzlichem Mieterschutz behandelt wurde. Einer der Bedner war der Präsident der Jerusalemer Handelskammer Alby. In einer der angenommenen Besolutionen wird eine gesetzliche Begelung der Mieten in Jerusalem gefordert. Die Entschließungen wurden dem High Commissioner Sir Arthur Wauchopie, dem Distriktskömmissar Major C dmpbeli und dem■ Bürgermeister Dr.: Khaldi übergeben: :; . — Der Hochkommissar des Völkerbundes für die ■ deutschen Flüchtlinge, J ames Mac Donald, hat sicli nach. S jj, d d m gx&k a,ßegeben,c um nvit den .ßortigen Btsgierungen: über■ aie Gewährung 'der Erlaubnis zur Ein- Wanderung fjlr eine gewisse Zahl;d e u t scher Flüchtlinge Verhandlungen zu pflegen. ’ —•Im Verlauf dieser Woche sind aus Polen 1200 Juden, 600 über den Hafen Consta nt z a und , 600 über Tri e s t, üäch Palästina abgereist. —׳ Der Jüdischen Telegraphen-Agentur wird von der Palästind-Begierung mitgeteilt, daß die Polizei in dieser Woche verbreitete Flugblätter mit antijüdischen Böykqttlosungen konfisziert hat. Verhaftungen unter den Flugbldttverteilern sind nicht gemacht worden. — Die Juden von Aleppo, Syrien, sind durch folgenden Vorfall in Unruhe versetzt worden: Der 65jährige Jude Jeshaid Tu assi wurde in der Nacht von Arabern: e n t f ü h r t, grausam gemartert und in den Fluß geworfen, aus dem er als Leie he hervorgezogen wurde. Es wurden verdächtige Araber verhaftet, aber wegen Beweismangels wieder freigelassen. — In der Budgetsitzung des Stadtrates von Tel- A wi w teilte der Vizebürgermeister Bo k ach mit, daß das Stadtpräsidium die Begierung in Jerusalem ersucht hat, einzuwilligen, daß die im Dezember v. J. auf 260.000 Pfund festgesetzte Anleihe der Stadt Tel-Awiw auf ei n e Mi Ilion Pfund gebracht werde. Ferner teilte Bio ka o h mit, daß das Budget für 1985 m Höhe ‘ von 400.000 Pfund, davon 100i000 Pfund für Unterricht, noch nicht balanciert ist. ׳ —■ Der von den deutschen Hakenkreuzlern in den Ver einigten Staaten gestützte antisemitische Präsidentschaftskandidat M cF ad den betreibt eine umfangreiche Propaganda auch mittels Postversands antisemitischer Schriften. Generalpostmeister Farley hat hierüber eine Untersuchung angestellt, um einen derartigen Mißbrauch der Post in Zukunft verhindern zu können. — Der FriedemricHter Commander Bo dilly verurteilte elf Juden in Tel-Awiw, die am 2, März gegen Sabbath-Entw ei hung demonstriert hatten, zu zwei bis drei Monaten Gefängnis oder zu je siebeneinhalb Pfund Geldstrafe. — In einer Versammlung der Wien er le g itimistis.chen jüdischen Fron tkäm pf er im Militärkasino übergab Prinz Johannes Liechtenstein dem Führer der legitimistischen jüdischen Frontkämpfer, Generalmajor a. D. Sommer, das Bild und ein Handschreiben O tto von Habsburgs, in .dem. Otto von Habsburg auf die Bitte einer; Deputation der jüdischen Frontkämpfer das Ehrenpro t e ktor qt über die Vereinigung der legitimistisoken. jüdischen Frontkämpfer übernimmt. Bei der Feier waren Vertreter der!Vaterländischen Front, der Heimwehren und der Ostmärkischen Sturmscharen armesend, —• Es wird berichtet, daß im Jahre 1934 rund 1100 illegale Einwanderer aus• Paläs tina deportier t wurden, und zwar etwa 700 Araber' aus den Nachbarländern P,a\ästi!mts (Nyuran, Jrakt ßtyyk,* Halbinsel, Aegypten usw.) und etwa 400 Juden, — Tüter heben die Synqgoga.in Bad Honnef am NHfin:gesehändet. Sie:dpmgen in das Innere der Synagoge und verunreinigten sie, zerrissen Gebetbücher und erbrachen die Zedohek-Büchse, -י־י Hd der Beisetzung den verstorbenen Berliner Bischefs׳Bares war die Jüdische Gemeinde zu Berlin äwo% einen *Vorsteher und einen Babbiner vertreten, / : Der Brnir Abdullah von Tranß$qr* danien* weiltein Jernsal em, wo er mit arabischen Noiabelh $üS.'י;•־ י■.־.־'■־ :~y/־' R. -Grün, n., Taborstraße 8 b, Tel* R-43־3״f&« Ateüer für feine Herrengarderobe. a!/

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