Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 11 (15.3.1935)
- Date
- 1935-03-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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ן«;"ד■ 36K&2 Ät־. L i;,- »tfa OmäSk ■*Ata Darf da der Skeptiker bremse«,_ק_ rührenden Naivität des Lebentvöüens, eines tött Areferstelning ringenden Volke»? 1[";:.׳ v P&rt der Jcaite Logiker, der nüchterne Rechner, Zweifel verlaute«[ lasse« übef Berechtigung, Wirtschaft* % llChkeit, Dauerhaftigkeit einer solchen leidenschaftlichen Heuhteehr teä veriöfene Land? Es ist durch und durch W . .־ historische» :ö6ii«dlte«j r'-־ ■ ׳..y geschichtliche Gestaltung, was sich da abspielt in Eres JlsroeL Bas jüdische Land tritt wieder ein in die Geschichte, Und so kann nur die jüdische Öe schichte, t:-;hfä.lühgetfübte Erkenntnis, seugen für und wider die Zu* kuhft dieser; au geschichtlichem Leben erwachten Erde. WfWfl■ wider dieses 'helftikehreh.de Völkj 'däS leihe Zu* kUnft ketten, möchtc ans eigene Stammland. .0 ■־.■■■׳׳.■■"■- •־׳ ■ Die Quellenliteratür der jüdischen GeSöhichte zeichnet; uns das aeitgenüssische Bild der politischen, soziologischen und kulturellen Hintergründe und Zusammenhänge, die die - Entstehung des Golus ais dauerndes Verhängnis und im *Geschichtlichen tief begründete Gestältungsform ursächlich möglich machten. So lange die eigentlichen,/die treibenden, das Golus heraufbeschwörenden Ursachen nicht beseitigt sibA, Isi ah eine bodehständlgre E:dstenz von politisch• soziologischer Bedeutung und Dauer auf dem Boden Palästinas nicht zu denken.; So lange ist die Zukunft unsere Volkes auf eigener Schotte, auf;;einem politischen Vulkan leichtsinnig gezimm^rt,<öhhe Anspruch auf Dauerwert. י ־.! ׳. Drei, bedeutsame Faktoren haben Pate gestanden beim' ־bewegten׳ Beginn der Goiushistorie unseres Volkes. Als erstes ist zu nennen, eine weitgehende Verwilderung der Si11en, schrankenloser Individualismus des & ׳יי ßichauislebens, ah Stelle der schlichten, heroischen. Treue zum Gesetz, — ein alles Moralische zersetzendes Heidentum, das aus Prinzip oder nachahmender Gewohnheit entstanden war.. Kurz: die. Gesetzlosigkeit des p ers Önliehen Lebens. f-.״■ , Als zweites trug die Hauptschuld der politischg e s e 11 s c h a f 11 i c h e V e r f a.l 1, im Rahmen der untergehenden Welt des Altertums. Die poMtisohe Ässimilation , der ,״.N i h e j e k a a m i m“ - Ideologie mußte dieselben Niedergangserscheinungen zeitigen, wie sie alle überlebten Staaten des ausgehenden Altertums aufwiesen. Staat, Verfassung und Staatsführung, Wirtschaft und Kultur, den Bindungen des von den Vätern ererbten Ge- . setzes entzogen, dem freien Ermessen des sich entwickelnden Menschengeistes anheimgestellt, steuerten gradlinig und Unaufhaltsam dem politischen Chaos entgegen. ‘;Ais'׳ dritter׳ Faktor der Golusentstehungkam der Umstand der fortgesetzten ,Feindseligkeiten der .Naebbarstaaten'hinzu, begünstigt durch die geographisch fatale Lage des palästinensischen Durchgangslahdea Feindseligkeiten, denen das jüdische Volk, das של פסח KARTOFFELMEHL כ ש ר in 5- und - iO-kg-Paketen, mit Hechscher versehen, ־ ל feinst und׳ konkurrenzlos; ' Oesterreichisches Erzeughis. >' ■׳׳:€ *-■Unter-Aufsicht ^׳Sr. ^hrWi^vHem^fRabbiner ' Josef. '■} : Benedikt (״Adas Jeschurun“,' Wien).;;" ־ Hütet euch vor Mißbrauch und verlangt beim Einkauf von; Kartoffelmehl של ססן־ץ den obengenannten Hechscher. Alleinverkauf Wien, H., Schönngässe 19, Tel. R-44t4-61 "v: V• -־ ■ *~i *1,ן '**,'י0 / י“* {י* * Vj ff V-•» * ־, Zwangsläufig unterliegen mußte, ' da es ja in seinem ftatidö&len und ÖtaatSöftarakter—gegen Seifte eigentliche Bestimmung **-* sich oft kaum heraushob Aus dem Rahmender anderen zeitgenössischen Na- Uonen, die im steteft barbarischen Kampf um ihre Grenzen, um neuen Lebensräüm, sich gegenseitig immer wieder neu behaupten mußten, , ^-:Den hiergekennzeichneten Hauptursachen verdankt das Golus seifte EntsteJhmg. Ihnen. gemefcSam ist als־ eindeutige GfÖÄÜtÜngl;thoralösen Volksleben, Verrät am Gese tz, somit am Herzschlag der1 Nation. Diese recht ,,einseitige" . Geschichtsauffassung und *Wertung stammt Vonden Propheteni “ Wer ist ttkr ׳ujiief Mahn, der M begreift Warum zerstörtdas Land, Verheert wie m^mdheritose Wüstet Doch G -11 kündet.1• Weit man verlassen1 Mein Gesetz, Meine Stimme überhört, Nicht Meinen Weg gegangen wärt— Es ist damit gleichzeitig die Völlige Ü n m Ö g Fi c h* k e i t gekennzeichnet, beim Weiterbestand der obigen drei bedeutsamen Faktoren, oder bei ihrem Wiederaufkommen eine staatliche Selbstverwaltung — auch unter irgend einem getarnten Namen — auf eigenem geschichtlichen Boden, für eine beächtenswerte Dauer zu erhalten. Warum sollte uns heute die Selbstbehauptung in Erez Jisroel besser möglich sein, da die drei Grundübel am nationalen Organismus unseres Volkes weiter wuchern, längst nicht ausgemerzt sind. .«säte Ä*׳ fc׳?׳ ין!״ ׳,3• ■ v m ii (Fortsetzung, folgt.) Sie können ihren Verwandtefr, ׳: Freundmi in der nnd durch (Warenhäuser in allen Städten der U. d. S. S. R.) alle gewünschten Lebensmittel, Bekleidungsgegen* stände und Bedarfsartikel spesenfrei ausfolgeft '■ lassen.;; ־.; ■ Bestellungen, Auskünfte tind Preislisten in der Handelsvertretung der Ü. d. S. S. R., Wien, L, Wallnerstraße 9, Telephon U*21*5-öö. . Einige Prefsej , (ümgerechnet in österr. Schilling aum gegen* wftrtigen Kurs) Mehl 1 kg . ,. ־. . Reis 1 kg . . .־• . . Würfelzucker L kg . . Honig in Dosen X kg . Teebutter in Dosen 1 Herrensocken 1 Paar Damenschuhe 1 Paar Herrenschuhe 1 Paar kg von S ״ S .. s ״ S ־,. S ״ S ״ s -.19 bis 1.19 —.47 1.32 1.66 2.13 —.47 17.75 S 19.70 —.35 3.56 4.75 26.10 24.90 Der neologe Landeskongreß in Ungarn. (Von unserem Sonderberichterstatter) Der Kongreß der neologen Juden Ungarns ist zwischen dem 4. ׳und 8. März programmäßig abgelaufen, fast ganz so, wie ihn seine Regisseure ausgeheckt haben. Nur drei-, viermal versagte die Kunst der zweifellos geschickten Regie: Bei der Frage der Gem ein d ea u t onomie, die das neue Statut ziemlich'beschneidet, hat der streitige Vorsitzende der neologen Gemeinde Ofens, Dr. Krieszhaber, seine Unlust nicht zu!zähmen verstanden und ist ziemlich deutlich ׳gegen die Landeskanzlei losgegangen. Dann, als Rabbiner Dr. Fischer vom Budapester ״konservativen“ Tempelin der Rpmbachgasse gegenüber dem Chefredakteur und Herrenhausmitglied Josef Vdszi, der die Orthodoxie beschimpfte, einwandfrei feststellte, daß die Einheit der •ungarischen Juden infolge der Ref ormen der.Neologie in die Brüche ging, weil man den Schulchah Aruch nicht als Grundlage des religiösen Lebens anerkennen wollte. Schließlich, als derselbe Redner bei einer änderen Gelegenheit ׳gegen d׳as Rabbinerseminar Klagen religiöser Natur vorbrachte. Für den Gei st d e s Kongresses ist übrigens das' Schicksal ׳ einesAä|r!ages bezeichnend, den * der Oberrabbiner Dr.' Isaak-Pfeifer (Monor) ,stellte. Der .neöiqge bloß eine Zivile •h e geschlossen haben und׳ deren •Kinder . in. den Bund Abrahams, nicht auf genommen wurden, kein Amt in den.Gemeinden׳;sollen bekleiden dürfen. Er־ blieb selbstverständlich in der: Minorität. Auch der Vorsitzende des neologen Rabbinerverbandes und der Rektor ■T Lebensversicherungs- Gesellschaft Gegründet 1882 Aus dem Jahresberichte 1933: VSrsicherüngsbeStänd ............ . . . ... . . 3107 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211 Millionen Schilling Garantiemittel . . . . .. ...... . . . . . . . . . . . . 680 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten . . . . . . . . . . ... . . ...... 72 Millionen Schilling ^^^i-g'ke'Ft.isge'bibt: "’Oesteir^ch,׳ Deutsches Reich, Cechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frank- ־Beicht׳’Spanien,^ Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Marokko, Irak, Tunis und Aegypten. I FEUILLETON Machne Jisroel erwacht! Ein Mitglied der Gmppe der Poale Agudas; Jisroel, die die gemeinschaftliche Bearbeitung des Bodens in Machne Jisroel betreibt, schildert in .; , einem Schreiben die Siedlung und das Leben in ihr, י■־:!-.׳- Wir bringen den Brief des jungen Gesinnungsgenossen unverändert zum Abdruck. — Die Red. Noch verhältnismäßig gering ist die Zahl derer, die pich hier ihre Zukunft durch Lehre und Arbeit vorbereiten. Tagsüber durch die schwere Arbeit des Landmannes ermüdet, obliegen die Chawerim des Abends bis spät nachts dem Studium des ״Daf Jomi“ und anderer talmudisehen Wissensgebiete. Es befindet sich hier ein Kibbuz, der vorläufig 18 Menschen zählt, die aus Polen, Rumänien, Deutschland und der Tschechoslowakei stammen. Später wird der Kibbuz als ein ״Moschaw-Owdim“, eine auf Seihst-; arbeit auf gebaute und auf kooperativer Grundlage verwaltete Gemeinschaft, nach Machne Jisroel übersiedeln. Denn vorläufig ist der Kibbuz bis zur Fertigstellung des großen Gemeinschaftshauses in ״Kfar Jeladim“, in gemieteten Häusern untergebracht. Währenddessen wird in Machne Jisrael selbst von eigenen Chawerim fieberhaft an dem großen Bau gearbeitet, denn dieser soll s. G. w. zu Pessach bereits bewohnbar sein. Während die Chawerim —- von denen sechs verhei* : rat^t sind — bei der Land- und Bauarbeit beschäftigt; "^n^;ärbeitenÄ^ev Frauen in der Küche und Ha^wirt* h Schaft, ßie besorgen auch das Melken der Kühe und ־ deren FÜtternng. Die Chawerim, weiche auf dem Felde arbeiten, sind beim Ackern und Säen beschäftigt, ein eigener .Traktor mit dazugehörigem Pflug und Saat* 1 maschinen stehen zu deren Verfügung, außerdem ״seqhß Pferde und zwei Maultiere. Als Wintersaat wurden Weizen und Hafer angebaut, für Sommergetreide wird jetzt eine Fläche von* zirka 1500 Dunam Mais ausgesät. Die ganze . Fläche beträgt über 4200 Dunam, die die Agudas Jisroel , .mit Hilfe des ״Keren Hajischuw״ gekauft üat. Nach,An- ‘sight der Sachverständigen befindet sich Wasser in der ■, Tiefe von 90 bis 100 Meter. Mit den Bohrungen wird in . allernächster «eit begonnen werden־ Es M 3Uי hoffen, daß! auch diese -Fr&ge mit G-ttes Hilfe bald gelöst wird. An natürlichen Schönheiten ist die Gegend reich. Machne Jisroel liegt im Einek Jesreel, dem 38 Kilometer langen, zum größten Teil von jüdischen Siedlungen bewohnten Tale; nicht weit von der untergaüläischen Grenze. Von allen Seiten von Bergen umgeben, liegt das nun grüne, blühende Tal wie ein großer Teppich vor uns. Der Berg Tabor (560 Meter) wacht im Osten im Halbkreis über Machne Jisroel, westlich grenzen die Felder an die der Moschawoth Tel.Adaschim, Kfar Gideon und Balfouria. Weiter westlich über der Landstraße nach Haifa sind die Har e Ef raim sichtbar. Im Norden sind die Nachbarn das arabische Dorf Iksal (Josua 19, 18). Die ganze nördliche Seite ist durch das untergaliläische Gebirge ׳abgegrenzt. Auf den Bergen sieht man sogar N a z a r e th, weiterhin G a n e g a r amd den Balfour- Wald. Südlich zieht die Chaussee an dem historischen E n - D or und der arabischen Siedlung N in (Bereschith Rabä 98) vorbei, über Kf ar J e 1 a d i mi und das herrlich gelegene, neuerbaute und moderast ausgestattete Zentralhospital des Emek, das von der ״Hadassah“ und dem Verband jüdischer Aerzte Amerikas erbaut wurde. Afuleh — der Zentralknotenpunkt des Emek — befindet sich ebenfalls südlich, etwa acht Kilometer von Machne Jisroel entfernt. Diese ganze Straße ist am Fuße des ״Giwath Hamoreh“, von dessen Gipfel man die Aussicht bis zum Kinereth-See erreicht. Die Oelleitung ’ der Irak Petroleum Comp, durchschneidet den Boden von Machne Jisroel. In einer Breite von 30 Meter wurde der Boden von der Agudas Jisroel abgekauft, der als Straße bis Haifa und nach dem Irak benützt wird. . Ber Schabbath — Ais einziger .Ruhetag der Woche —‘ ist im Kibbuz ganz dem Gütlichen geweiht. Das von harmonischer Gemeinschaft mit Hislahawuth abgehaitene chassidk|fhe Dawenen wird von den schönen, reichhaltigen Mahlzeiten abgeiösy dbben das gemeinsame Lernen ver* schiedener SoWurim folgt• Das Schalosch-Sudoth bildet den Höhepunkt der sabbatblichen Veranstaltungen, Die Stimmung unter den• Chawerim ist glänzend. Auf eigenem Boden ihi heiligen Lande! Lange nach abendlicher Dämmerung wird man noch durch die chassidischen Tänze und Nigunim mitge* riesen, weithin im Emek hallt es von dem Gesang: רכוני עול עולם, מולח לגו מעייח.»דקי5ו כנגהרה כימנו. Josua Schönberger, des Rabbinerseminars stimmten gegen seinen Antrag. In den Streitfragen mit der Orthodoxie haben die neologen Herren im letzten Moment doch pariert. Der unerbittliche Widerstand der Orthodoxem aber nicht minder die Ermahnungen von allerhöchster Stelle, haben die Neologen endlich eines Besseren belehrt. Zwei der beanständeten Punkte des Statuts haben sie. noch vor Eröffnung des Kongresses abgeändert, bezüglich der. anderen vier soll. eine . Vereinbarung mit den Orthodoxen zustande gekommen sein.; Einzelheiten darüber fehlen noch in dieser Stunde. Wir haben einstweüen nur die Information erhalten, daß die Gegensätze ׳behoben worden, sind.- Der Kongreß — den auch die jüdische Weltpresse ganz falsch den ״Kongreß der ungarischen Kultusgemeinden“ nennt,. wo er doch bloß die Versammlung der neologen Kultusgemeinden war — wurde mit einer. Rede׳ des Vorsitzenden der Landeskanzlei, Hofrat Samuel Stern, eröffnet. Die Rede hob die friedlichen! Absichten gegenüber den Orthodoxen und den Status-quo-Gemeinden hervor. Es folgte׳ die Begrüßung, seitens d.er ungarischen Regierung, die durch: Staatssekretär ,Dr. Stephan .T6th vertreten war. ...-■׳ ' . Reichsverweser v. Horthy, der eine Abordnung des Kongresses empfing, hob in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit der Religion für Moral und Staat hervor. Kultusminister Dr. Höman erklärte, daß nach seiner Ansicht, die politische und wirtschaftliche Krise eine Folge der religiösen und moralischen Erschütterung sei. Die Zionisten, die — wie ihr Vorsitzender es den Tatsachen entsprechend feststellte — nur ü b e rden Z.a un ihre Wünsche dem Kongreß kundgeben konnten, veranstalteten einen — wie sie es nannten — ״F il ialkongreß“, dessen Hauptredner der Wiener Kultus- Vorsitzende, Dr. Desider F r i e d m a n n, war. Er betonte in seiner Einleitung, als Gast in die . inneren Verhältnisse der ungarischen Juden nicht dreinreden zu wollen, plädierte aber bald für die״ . ׳einheitliche.. Vollesgemeinde“ und dafür, daß innerhalb einer politischen Gemeinde nur eine einzige Kültusgemeinde soll bestehen dürfen. Der Gast hat also doch •unbefugterweise in Fragen des ungarischen Judentums eingegriffen und damit das Gastrecht schnöde mißbraucht. Er zeigte überhaupt eine verblüffende U n;k e.n n t n i s in ungarischjüdischen Belangen, so. daß sogar der zionistische ״Zsidö Szemle“ sich bemüßigt sah, dem Herrn! Wiener Kultusgemeinde-Vorsitzenden Belehrungen zu erteilen. Dr. Friedmann׳ wurde von den berufenen. Vertretern des ungarischen Judentums überhaupt ignoriert. Er war — wie der neologe ״Zsid<5 Eiet“ feststeilt — auschließlieh Gast der Zionist e n. Als man die Institutionen der Budapester neologen Gemeinde den Delegierten aus der Provinz zeigte, wurde Dr. Friedmann keine Einladung zugestellt. Der Mitarbeiter des ״Zsidö Eiet“ stellte an Dr. (Friedmann die heikle Frage, wie es eigentlich mit dem A u sscheiden der ׳traditionstreuen Eleinente aus der Wiener Kultusgemeinde steht? Dr. Friedmann erwiderte: ״Bloß dreihundert Steuerzahler äußerten diesen Wunsch. Die österreichische Regierung hat ihren Bestrebungen nicht stattgegeben (?!) und auch die Wiener Kultusgemeinde war gegen diese Bestrebungen. Es liegt jedermann ferne, die religiösen Gefühle zu beschränken.“ (?) * Nachbemerkung der Redaktion: Es ist für die Art, mit der die ׳Selbständigkeitsbestrebungen der Wiener Orthodoxie seitens der ׳Kultusgemeinde zu unterdrücken versucht wird, sehr bezeichnend, daß der Präsident es. sich herausnimmV zu behaupten, die ästerreichiscbe Regierung hätte den Wünsche» der Orthodoxie ״nicht stattgegeben“. Wir haben keine Ursache, diese Methoden zu fürchten, wie es uns überflüssig erscheint, auf die Behauptung ״bloß dreihundert Steuerzahler äußerten diesen ,Wunsch“ näher einzugehen, Beim Herrn Präsidenten .der Wiener israelitischen Kultusgemeinde äst wohl der Wunsch der Vater des Gedankens, LeistungsfälugstesIVföbelhaiis Redler, Wien l/ Stfioltenring 3§ Telephon A-12*9*78. Zeitgemäße Preise, Gesamtausstattungen von der billigsten bis zur feinsten Ausführung,. Hefte Referenzen. Eigenes Zahlungssystepi. Samstag geschlossen« ״ יSchomra-'-Mitglied. '■;,.׳;©ו•;