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Jüdische Presse · 1935-02-15 · 7 (15.2.1935) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
7 (15.2.1935)
Date
1935-02-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Kftjisö&üW» fcftl älefe durch feeiöe hemffagfendeü Methoden undßffölge .einen außerordentlichen Ruferwofbem Dem Kiftdei^aniö^iif ^ih T ä g £8 h ei ni für Kffldfer ärÄettfeil* der Mütter abgeschlossen, Wo diese den ganzen Tag■ unter entsprechender Öbhut mdt viel Liebe betreut und ver-> pflegt werden. ... ItiHäik \.;־;; besteht eine i?airttud Thora ״fhoras Bmes״, die. der Kerfen'׳ Majischuw erhält und die htui — einem geistigen Umbftü .,ühternogen — der. Leitung eines;bekannten äguätatisehen Pädagogen aus Fölett*anvertraut .wurde*. In : Ki ft^A t'a Wird demnächst der Mereh Hajischuw eine T a fftitid Thora und eine Sc hule eröffnen,' die für den־ Besuch durch die große Mehrzahl der Minder des Ortes gerüstet sen werden. In T i h e r i a s hat der (Keren Majischuw eine Beth- Jakob-Schule ins Leben gerufen, was. eine Großtat!bedeutet in den Kolonien, wö bisher das Chinuchwesen arg daniederlag, hat die Arbeit des Keren Majischuw schöne!Früchte gezeitigt. In Bhe Brak, Wo die ״Talmud; Thora und Je,SchiWa; Rabbi Akiwa" infolge ungeeigneter Räumlichkeiten in ihrer Entwicklung gehemmt war, hat diese Anfang 5694 einen erfreulichen Aufschwung genommen! Da hat die Uebersiedlung W ein eigenes, vom Keren Hajischuw auf eigenem Grund erbautes Haus stattgefunden, was selbstverständlich eine!Steigerung der Lehr-utid Lernmöglichkeiten zur Folge hat. und lebenswerte Gründung des dortigen Raw, mehr oder minöef־ reichlich unterstützt. Auch asm r; > Chfeuk Hadas galt die •große Söffe des Kei^Ä dläjisöhvsw und ihtt Genugtuung kanM v äüm diesbezüglich auf das Jahr1 5694/95 zurückgebiiökt Werden.- Außer den'gföß^igigeör'RläneÄ zur Schaffung neuer Talteud Thorai Äd!Schule^ besteht die Absicht, die bereits existierendenzu zentralisieren, sie unter einheitiiehen׳ Gesichtspunkten und'*eöiheitiicher Oberleitung zu führen. Diesem ^weck wird de#: - v ■ f ״Meri&z-le-Chinuch״ dienen, dem es — unter Leitung ■eines hervorragenden Pädagogen und Godaul — obliegen Wird, für ein enitsprechendes Ünterrichtsprogramm, die Ausbildung geeigneter Lehrkräfte und Abfassung ebensolcher Lehrbücher zu sorgen. . ' ־■ Was die Schaffung von A b e h d s c h i u r i m und die Abhaltung von Referaten und Aussprachen — gleichfalls ein wichtiges Moment der Chisuk-Madas- Arbeit — betrifft, so sei bemerkt, daß diese Agenden in die Kompetenz des ״M erkazl’ Thora weöfc isuk Ha das" der Poale Agudas Jisroel fällt. Taharas Hamiichpocho, , einer der Grundpfeiler des jüdischen Lebens, kann leider in gar mancher Kolonie infolge Mangels an Mikwoaus nicht gehörig beobachtet werden. Es ist darum eine der vornehmsten Aufgaben des Keren * Hajischuw, alle jüdi- Sehen Köüofiien Mit hygienischem! koscheren Iff k w#iüs Alts/<tife&ir/lftkfe1B1to ieräus Mt au^f Mr Keren HajöchtfW die üerhtelltmg solcher in Nathahia und Hefzlia betrieben. - ־ disiat^ pftiÄÄKf‘■ die JSföta der/ *,M’sSÄdaif Agudft# Jisro e 1״ in TieI -A wf w iGrüSenberggasse), eines׳ billigen, hundertprozentig koscheren -\1y׳.»lji־Ä-:f'.ijs1jft,U-Zafi’.is,' wo für unsere Olim und PCalim im Sinne■ des ״Fn Keniaeh-en י Thora" gesbrgt wird. :׳■ י/;V■’ -.:-.'י■■־..״ V•■'. Nicht UeberWalügendes ist im Laufe der letzten eineinhalb Jahre auf dem Gebiete des Chinuch geleistet worden, aber das dringend׳ Notwendige geschah, um zahllöse Kinder buchstäblich vor den Klauen, des Apikörßus ״ Und des Unglaubens zu beschützen. Das Büro der Aguda- * Zentrale , in Tel-Awiw wird mit Gesuchen der vefschiedensten Kolonien aus allen Teilen Erez Jisroels bestürmt, in denen die Bitte ausgesprochen Wird, Talmud- Thöra- und Beth-Jakob-Schülen zu errichten, ein in des Wortes weitestem Sinne ״frommer Wünsch", der leider nur allmählich verwirklicht werden kann. Der Augenblick ist der denkbar günstigste, in den Kolonien wahres Thorajudentum zu säen und zum Blühen zu bringen. Es ist darum auch der Augenblick, den Keren Hajischuw mit den nötigen Mitteln zu Versehen, fein Augenblick, den man Ungenützt nicht vefstreichen lassen darf. In: Peiach-Tikwah, der frömmsten jüdischen Kolonie in' Erez Jisroel, ,war das Chiauch-Gebiet vernachlässigt, besonders was die Erziehung der weiblichen Jugend betrifft. Die Talmüd Thora ״S c h’e r is . J i s r o e 1", die der Keren Hathora erhält, kann nicht alle Kinder fassen, die Aufnahme begehren. Der. erst vor kurzem angebaute Teil hat sich bald als zu klein erwiesen,;und nun muß. an «he .Errichtung eines neuen Gebäudes gedacht werden. Mitten im ׳Schuljahr 5695 ist auch eine Be th-Ja ko b־Sc hui e durch den Keren Hajischuw eröffnet worden, Angeschlossen an die Schule ist ein;,G^ah‘1 (Kindergarten), der sich, in der Kolonie großer Beliebtheit erfreut. Daß ׳ man ,,mit entsprechenden finanziellen und geistigen^Mittehr auch in freisinnigen •Kolonien Erfolge erzielenkarm, beweist dqr Fall Herzlia. , . He r.zlia'liegt 1m Herzen des‘ S h a a r o n, in der Nachbarschaft/ einer. Reihe' bekannter Kolonien, wie R a n a, Ir - S c ha 1 o m usw. Mit Wehmut muß festgestellt »Werdern; .daß־ sich •bis zum Jahre 5694 im ganzen Shaaroh keine einzige Chinuch'-Institution befunden hat, die auch nur den sogenannten ״halbtraditionellen Geist" gepflegt hätte. Der K e r e n Hajischuw war es, der die erste r e 1 i g i öse Sch u 1 e im Shaaron, und zwar in Herzlia, schuf. Diese wurde ein Erfolg auf der ganzen Linie. Zu Pessach wird s. G. w. auf eigenem Grund und Boden die Schule im Verein mit einer Talmud •Thora als Wahrzeichen unseres Kampfes für das :alte,';unverfälschte Judentum sich erheben. Das wird den;Anbruch. .einer neuen, . hoffnungsreichen Phase des /Öhlnuch im Isihaaron bedeuten. ' .: / / ' ir Auße!r'den׳ Bemühungen auf dem ׳Gebiete der!Kleinkinder-Erziehung hat der, Keren Hajischuw sein Augen-;merk auch den J eschi wos des Jischuw-Hachodosch zugewandt. So wurden u. a. die Jeschiwos ״Bes «To s ef" ,in'Tel-Awiw, ״B n e Brak" in Haifa und die '״Jesc hi w o K t an o h" in Kfar Saba, eine sehr lobens- Leistungsfähigstes .Möbelhaus M. Redler, Wien I, Schottenring 35 Telephon A-12-9-78. Zeitgemäße Preise. Gesamtausstattungen von der billigsten bis zur feinsten Ausführung. Beste Referenzen. Eigenes Zahlungssystem. Samstag geschlossen. , ״Schomra"־Mitglied. I FEUILLETON ■ / JUMimtke Udeite Von Bernhard Hippel, Czernowitz. Himmlisch und irdisch ... .' /■׳/Vom Berditschewer. s. Z. V. wird folg 1/>vdes erzählt: Es war im Hochsommer, einige Wochen vor Bosch Haschonoh. Dar Rabbi saß gebeugt über die Folianten, •uw eine tiefsinnige Talmudstelle zu erfassen. Beine hohe *Stirn legte sich in schwülstige Falten, unter welchen die halbgeschlosseneii Augen, wie verstechte Brillanten, hervorblinzelten. Bald setzte ei■ aber das Studium aus und ließ seinen Gedanken *freien Lauf. Wie weiße Wölkchen bei klarem ,Himmel zogen jedesmal neue Bilder im geklärten Geiste des weisen Gelehrten, kreisten einen Augenblick ■weiter, immer tiefer, bis sie in das Unfaßbare 1;ersanken. Endlich hatte der Rabbi, welcher jedes Jahr sich an die Spitze seiner schier unübersehbaren Anhängerschar v/nd Betgenossen gestellt und die hohen Funktionen des Vorbeters und Schofarbläsers persönlich besorgt hatte, den Entschluß gefaßt, in diesem Jahre das Schofarblasen einem• änderest Würdigen zu übertragen. Dies wurde bald allgemein bekannt und eine große Anzahl Bewerber meldete sich für diese außergewöhnliche Funktion. Zur Probe erschienen daher viele Gelehrte, Rah- Inner, und solche,'die es werden wollten, ausgezeichnete Bläser, aber auch ein Mann aics dem Volke. Anstatt daß nun — wie allgemein erwartet wurde —- dei■ Rabbi die Priifung im Schofarblasen vorgenommen hätte, wurden die Kandidaten gar einem mündlichen Emmen unterzogen ■ ■•■■׳׳ ״Was denkst du beim Blasen der Tekioth?" ״Mit welcher Äbsicht stößt äu äie Schewxmm?“ ״Was hast du im Sinne bevrn Tnlleiu der Tekiothf" fragte der Rabbi die erstm drei Kandidaten, ׳ ־ *; Eingeschüchtert durch dieses Verfahren, hatte der M'armam dem Volke sein Vorhaben auf gegeben unä war ■sghott im Hegriffe, sich zuriiokmdehen. Dem scharfen Äuge des Rabbi war dies jedoch nicht entgangen und er geibett dem Jjtannex auszuharren. Indessen beantworteten die Kandidaten die an sie gerichteten Fragen.r »Heim Erklingen der Tekioth<(, sagte der Erste, *ftSf»■'.• Gedanke darauf gfcicfrtet, daß die schrillen Töne in das Himmelreich dringen und. den Satan, ver-, sohäuohenP - ■יי Die Unwetterkatastrophe in Erez Jisroel* Vom 2. bis 5. Februar wütete in Palästina ein Stu rm, begleitet von Regen- und Hagelschauern, der in vielen Teilen des Landes viel Schaden angerichtet und auch Menschenopfer gefordert hat. Mehrere Brücken sind eingestürzt, an vielen Stellen ist das Eisenbahngeleise beschädigt, so daß der Verkehr zeitwellig unterbrochen werden mußte. Die Citrus-Region war wenigier als die übrigen Landesteile vom Sturm helmgesucht worden, so daß in der Citrus-Ernte nur ein verhältnismäßig kleiner Schaden, festzustellen ist. In Jerusalem fiel so viel Regen, daß davon die halbe Quote der städtischen Wasserbelieferung gedeckt ist. Der Jordan ist über seine beiden Ufer getreten. .; Am schwersten wurde die arabische ׳Stadt Nab 1 u s von, dem/Unwetter und dem Hochwasser heimgesucht. Innerhalb der jüdischen Bevölkerung wurden k e i li e O pf e r der Katastrophe ’festgestellt. »Schweren Schaden richtete das ׳Unwetter in T r a n s- Jordanien an. Die Hauptstadt Amman ist so überschwemmt, daß der Emir Abdullah seinen Hofstaat zeit; weilig nach Jericho verlegen mußte. Auch der britische Resident in Amman niußte seine Amtsräume verlassen. Der• ׳Schaden wird insgesamt auf etwa 50.000 Pfund׳ beziffert. > ׳; Laut amtlicher Bekanntmachung wurde mit Rücksicht auf die Folgen der Wetterkatastrophe für die ׳Stadt Nablus (Sichern) ein •allgemeines' Moratorium bis, zum 20. •Februar gewährt. - Ueber den durch die Ueberschwemmung in Palästina angerichteten »Schaden liegen verschiedene Schätzungen vor. Die Reuter-Agentur •beziffert den!Schaden mit iöO.OOO ׳ Pfund. . : Laut, offiziellen Angaben •haben während der Kataatrophe 16 Araber in verschiedenen .Teilen Palästinas den Ertrinkungstod erlitten, ״iavon drei ' in Nablus und zwei in Istan in-der'Nähe von Tulkarem. inoffiziell.schätzt man die Verluste an Menschenleben wesentlich höher, ׳So z. B. wird gemeldet, daß , die Fluten in Kalkilia ein Haus fortgeschwemmt •haben, wobei dreizehn Personen, umgekommen sind, 7 Leichen ,wurden geborgen. Strahlendes Frühlingswetter. Nach den!Stürmen, Wolkenbrüchen und Ueberschwemmungen der letzten Tage herrscht am 7. Februar in ׳Erez Jisroel ׳bereits strahlendes Früh!ingswetter. Die Aufrätimungsarbeiten nach den Verwüstungen durch das Unwetter sind überall in vollem Gange. Mittel-Palästina ist noch immer vom Verkehr mit der Umwelt zu einem großen Teil abgeschlossen. Der High Commissioner hat sich ■in das Ueberschwemmungsgebiet begeben. . - ׳ ,;׳. . . ״,Die Sqhewunm stoße ich kurz und gebrochen“, erwiderte der Zweite, ״damit das Golus Judas kurz sei und gebrochen werde.“ , ״״Wenn ich die Tekiöth trillere“, versetzte schließlieh der Dritte, ״so ist mein Sinn darauf gerichtet, daß die Engel diese Töne vor dem allerhöchsten Richterstulil ausbreiten und für uns das Gute befürworten zur Vergebung unserer Sünden.“ .־ ״Und was begehrst du?“ sprach der Rabbi »v/m. Manne aus dem Volke, ״wenn du den Schofar bläst?“!״Was ich begehre?“ erwiderte dieser ganz verlegen, ״hm., ich bin.Vater von drei erwachsenen Töchtern im Älter von 28 bis 34 Jahren. Und wenn ich den Schofar blase, so ist mein Herz zerknirscht und ich wünsche, daß mir Gntt helfe, meine drei, Töchter ehestens unter die Haube zu bringen.“ j&D u bleibst mein Schofarbläser!“ rief der Rabbi geriihrt aus und entließ die anderen. * Eigenes und fremdes Gut Ein Mann kam in Begleitung zweier Frauen zum Rabbi und brachte mit sich einen Bund Wäsche. Beide Frauen behaupteten,, die Wäsche der Frau des Ueberbringers zum Waschen übergeben zu, haben. Diese sei aber mittlerweile gestorben und sie reklamierten nunmehr ihr Eigentum. Eine nahm für■ sich die gesamte Wäsche in Anspruch, während die zweite nur einen Teil als ihr Eigentum bezeichnete. Der Weise verfolgte mit Aufmerksmnkeit die Aussagen beider Rivalinnen, dachte eine Weile nach, und beschied dieselben für den nächsten Tag. Indessen, hatte er einige Stücke von seinei• eigenen Wäsche dem Bunde beilegen lassen. ־ Als beide Frauen am folgenden Tage sich wieder beim Rabbi eingefunden, erm die Wäsche nochmals Stück für Stück einer genauen Besichtigung an unterziehen* damit niemarid fremdes Gut fordere oder sich gar solches aneigne. , , Dieser Ermalmxmg fgemäß wurde die Wäsche von einer Armpruchsveerbeiinfeiner׳■• eingehenden Musterung unterzogen, worauf sie die # es am t e Wäsche als ihr ausschließliches Eigentum’fttejseiohnete, Dann kam auch die zweite an die Reihe. Äüch sie besichtigte die Wäsche eingehend, wählte eini$e Stüoke, die sie als ihr Eigentum erkannt, und sökob den Rest als fremdes Eigentvm beiseite, darunter auch die Stücke des Rabbi. /' - Nu n fällte der RaWi seine Entscheidung ... (wie Jetzt auch jeder Leser, der ,Jüdischen Presse(( sie fällen Würde). In die Salomonischen Teiche sind durch die Wolkenbrüche innerhalb 24 Stunden 25 Millionen Gallonen Wasser eingefiossen. Das sind drei Viertel des Wasserbedarfes Jerusalems. Die mit dem Dampfer ״Polonia" im Hafen von Jaffa eingetroffenen Palästina-Einwanderer konnten wegen des herrschenden •Sturms nicht landen. Das ׳Schiff fuhr nach Haifa, >vo die Einwanderer landen •konnten. Chili ul•Schabbos in Jerusalem. Zusammenstöße. | Die religiösen Juden in Jerusalem demonstrierten vergangenen Schabbos gegen» die ö f f e n 11 i c h e Sabba!t ent weihung seitens der Studenten der zionistischen Universitiiti die eine imerhörte Provokation der religiösen Mehrheit der' jüdischen Bevölkerung darstellte. Nachdem die Studenten diese Proteste nicht berücksichtigten, kam es zwischen ihnen und den empörten religiösen Juden ' Zu Zusammenstößen, bei denen mehrere Personen verletzt wurden. Mehrere Bachurim der Sefath-Emes-Jeschiwah wurden von! der Polizei verhaftet, nach kurzer Zeit aber wieder freigelassen. Bei der religiösen Bevölkerung Jerusalems herrscht wegen des andauernden öffentlichen Chillul- Schabbos tiefste Erbitterung. Orthodoxe Gemeinden in TelsAwiw und Haifa. Unter den Gesetzestreuen T e 1 - A w i w s ist erfreulicherweise neues Leben zu konstatieren. Die Beratüngen unter den Aguda-Mitgliedern über die Organisierung einer eigenen• orthodoxen Gemeinde nach dem Muster der Jerusalemer dauern fort. An *den Menschen für diese Gründung dürfte es ■ gewiß nicht fehlen, nach. der starken Einwanderung von thoratreuen Juden aus Deutschland und Ungarn, die von Haus aus nicht gewöhnt sind, sich liberalnatioiialen Gemeinde- Organisationen auf Gnade und Ungnade auszuliefern. In einer Aguda־^Versammlung kam es nun zur Bildung eines aus allen Landsmannschaften zusammengesetzten Organisatiönskomitees, das die Pläne zur Gründung der Gemeinde bereits ausgearbeitet hat. Man kann sich nicht verhehlen, daß es noch ein langer, schwieriger Weg bis zum Enderfolge ist, er wird aber bei gutem Willen und ungebrochener Energie erzielt werden. Nach Tel-Awiw, so steht zu hoffen, wird Haifa folgen.^Die religiöse־Lage ist in Haifa ärger, als sonst im ganzen Lande. Oeffentliche Chillul-Schabbos sind an der Tagesordnung. Die ״Histadruth" herrscht unumschränkt und beherrscht auch die jüdische Gemeinde der ״Knesses Israel“. Die orthodoxen Juden in Haifa standen diesem Treiben bisher machtlos gegenüber. Jetzt, durch neu hinzugekommene Gesinnungsgenossen gestärkt, heginnt die religiöse Abwehrbewegung, die m. G. H. rasch zur Gründung einer orthodoxen Gemeinde führen wird- M. G. P. Rabbi Chanoch Zwi hakohen Lewin, Bendin זציל Aus Warschau kommt die erschütternde Nachrieht, daß in Bendin am vergangenen Schabbos Rabbi Chanoch Zwi Lewin verstorben ist. Wer einmal im Leben dieser unvergleichlichen Persönlichkeit begegnet war, war zeitlebens im Banne diesen edlen Menschen. Von einer unbegrenzten Liehe zu allem Jüdischen erfüllt, war v die hervorstechendste unter seinen vielen guten Eigenschaften — sein Ahawas Jisroel. Jedes Kind, daß ihm begegnete, herzte und liebkoste er, wie wenn es sein eigenes wäre. Jedem Erwachsenen begegnete er mit einer Liebenswürdigkeit, die einfach bezwingend war. Anläßlieh der letzten Kenessio Gedaulo weilte Bendiner Raw a. Z. 1. in Wien, wo er Gegenstand herzlichster Ovationen war, Er seihst war« Schwiegersohn des aiten Gerer Rebben s. Z, li; ׳wüfl : 4es - Aieksftftäem Reüüen Abkomme einer der hervorragendsten ohassidischen Dyaastifen. Setoa Kih4e,r, die in seinem Geistfe leben und Wirken»' gehöre» zu den hervorragendsten Persönlich« keiten der polnischen Orthodoxie. Sein ältester Sohn» Rabbi I, M, Lewin, ist 4er geniale Präsident der polnl« sehen Agudas Jisroel, Die Kewurah fand am Sonntag mittags unter Teilnahme tausender Freunde, Anhänger und Verehrer des allzu früh Heimgegangenen i» Bendin ''itntt,־n*3«jv' v"; 1 ' ' ' ''

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