Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 6 (8.2.1935)
- Date
- 1935-02-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2629891-2630587-2630593--4922-2637170- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
m 6 JÜDISCHE PRESSE « wo cd« xn Woche —- Die Leitung der Polizei in Buenos Aires teilte in einem offiziellen Kommunique mit, sie habe endlieh die Spuren einer weitverzwegten geheimen Nazi- T e rr o r - O rg anis atio n entdeckt, die Abteilungen in atlen Landeszentren unterhält und als ihre Haupt auf* gäbe die Terrorisierung der jüdischen Be* Völkerung betrachtet. — Als Resultat der Bemühungen der Polnisch- Palästinensischen Handelskammer erhöhte das Handelsministerium das E in fnihrkontin g ent von Palästina-Orangen für die laufende Saison um 1500 Tonnen, wodurch sich die Einfuhr gegenüber der vorigen Saison verdoppelt. — Während im Jahre 1938 1404 Personen aus Oesterreich aus w änderten, stieg im Jahre 1934 die Auswandererzahl auf 2172 Personen an. An erster Stelle steht Palästina mit 518, dann folgen die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit 462 Personen und sodann an dritter Stelle Brasilien mit 4SI Personen. — Am 26. Jänner verließ der Dampfer ״H ohenstein“ der Amold-Bernstein-Reederei, der unter dem Namen ״Tel-Aunw“ und unter der Flagge der Palestine Shipping Co. von Genua die Fahrt nach Haifa antreten wird, mit 100 Passagieren an Bord den Hamburger Hafen. Unter den Fahrgästen befindet sich auch der AUonaer Oberrabbiner Dr. Josef Carleb ach, der als Mitglied der von der Basler Konferenz beschlossenen Aguda-Delegation nach Erez Jisroel fährt. — Soeben sind in Palästina auf 100 Zertifikate der Jewish Agency 223 jemenitische Juden, als dritte jemenitische Einwanderergruppe in den letzten Monaten״ eingetroffen. Sie berichten über unsagbare jüdische Leiden unter der Herrschaft des Iman Jahna. — Die Jewish Agency hat Dr. Julius Becker in Genf zu ihrem Vertreter beim Völkerbund, als Nachfolger des verstorbenen Dr. Viktor Jacobson, ernannt. — In einem Aufsatz in der von .Reichsminister Dr. Hans Frank herausgegebenen Zeitschrift ״D e u ts ches Recht“ begründet Dr. Ruttke die Forderung nach der Errichtung eines ״L ehr Stuhls für Rasserech ttc. ■— Laut offizieller Statistik haben in Budapest im Jahre 1983 909 Juden die Tau fe genommen. Im Jahre 1931 traten 686, im Jahre 1932 68S Juden aus ihrer Religionsgemeinschaft aus. — Anläßlich der Keren-Hajessod-Aktion des Prof. Silberbusch in Ungarn veröffentlichen die jüdischen Zeitungen Ungarns eine Aeußerung des Präsideuten der Pester israelitischen (neologen) Kultusgemeinde, Hofrat Samuel Stern, wonach infolge riesiger Administrationskosten einzelner Herren die gesammelten Gelder zum großen Teile nicht ihrem eigentlichen Zweck z u g e f ü h r t werden. — In J er u salem ist die Witwe nach dem früheren Oberrabbiner der Klausenburger orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde, Mosche Glasner, dem Verfasser des hälachischen Werkes ״Dor Rewii“ (der Titel xoeist darauf hin, daß der Verfasser ein Nachkomme des Chasam Sofer in vierter Generation war), im 80. Lebensjahr plötzlich verschieden. — Der Bürgermeister von Tel-Awiw, Mayer Dizcngoff, ist wieder vollkommen genesen und hat seine Amtsgeschäfte bereits übernommen. — Das Konsistorium der Jüdischen Gemeinde in Paris wählte zu seinem Präsidenten an Stelle des verstorbenen Baron Edmond de Rothschild dessen Sohn Baron Robert de Rothschild. — Rabbi Meir B erlin, der vor kurzem sein Amt als Vorsitzender der Exekutive des Misrachi-W eit- Verbundes niederlegte, hat sich ״bewegen“ (!) lassen, seine Demission zurückzuziehen. — In Civit a V e c chia wurde eine M arin e- Schule für die jüdischeJugend Italiens geschaffen, die am Sonntag, den 27. Jänner, in Gegenwart von Vertretern der Regierung feierlich eingeweiht vmrde. — Der Flugverkehr mit Palästina tritt in eine neue Phase ein. Wie der J. T. A. mit geteilt icird, beschloß die Regierung, zwei neue Flugplätze, •einen in Ludd und den zweiten bei Haifa, anzulegen. — ״Daily Express“ meldet aus Sofia, daß die bulgarische Regierung an die Liquidier ung der antisemitischen Terrororganisation ״Rodna Zaschtita“ geschritten ist. — Der Chef der türkischen Regierung Kemäl Pascha hat angeordnet, daß im künftigen türkisehen Parlament einige Sitze auch für den j ii d isehen Bevölkerungsteil reserviert werden sollen. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. E tUteMtkläeuitQ. Ich, Endesgefertigter, Emanuel Lipschitz, Weinhändler in Mattersburg, erkläre hiemit, daß ich Herrn Ignatz Pigdor, Weinproduzent und Weinhändler in Großhöflein, Burgenland, unschuldig verdächtigt habe, indem ich aussprengte, daß sein Koscherwein nessach <3םך> ist. Diese meine Behauptung ist aber unwahr, weshalb ich dieselbe vor dem Herrn Oberrabbiner in Mattersburg mit Bedauern zurückgezogen habe. Ich bitte Herrn Ignatz Figdor um Entschuldigung, danke ihm, daß er die gegen mich erstattete Strafanzeige zurückgezogen hat und verpflichte mich, die entstandenen Anwaltskosten per S 63.— zu bezahlen. Ich gebe meine Zustimmung, daß diese Erklärung auf meine Kosten in der ״Jüdischen Presse“ und in der ״Stimme“ einmal veröffentlicht werde. Mattersburg, den 28. Jänner 1935. EMANUEL LIPSCHITZ e. h. Bestätige hiemit, daß Herr Lipschitz obige Erklärung abgegeben hat, SAMUEL EHRENFELD e. h., Oberrabbiner in Mattersburg., Aus Erez jisroel. Nach dreimonatigen Kämpfen um die Rechtmäßigkeit der letzten Stadtratswahlen in! Jerusalem uhd nach Ueberwindung einer im letzten Augenblick um die Besetzung der Stelle des ersten Vizebürgermeisters ausgebrochenen Krise hat am 24. Jänner die konstituierende Sitzung des neben Stadtrats unter der Leitung des Bürgermeisters Dr. Hussein Fakri el Khaldi und im Beisein des Distriktskommissars Campbell stattgefunden. Zum erstenmal seit fünf Jahren nahmen wieder jüdische Stadträte an einer Sitzung des Jerusalemer Stadtrates teil. Vertreter der Presse waren zu der Er- Öffnungssitzung nicht zugelassen worden. Bürgermeister Dr. Khaldi erklärte in seiner Eröffnungsansprache, die neue Stadtvertretung werde kein Tummelplatz der Politik, sondern eine Stätte konstruktiver Arbeit für das Wohl Jerusalems sein. Trotz dieser Erklärung kam es gleich zu Beginn der Amtstätigkeit des neuen Jerusalemer Stadtr a t e s zu einer schwerwiegenden Krisis, die dadurch entstand, daß der neue Bürgermeister Dr. Hussein Khaldi den Tätigkeitsbereich des ersten Vizebürgermeisters, des jüdischen Advokaten Daniel Auster, allzu scharf abgrenzte und ihm keinen bedeutenden Anteil an der Leitung der Stadtgfeschäfte überlassen will. Aus gut unterrichteter Quelle erfährt die J. T. A, daß der Bürgermeister von Jerusalem Dr. Khaldi sich bereit erklärt hat, sich mit dem jüdischen Vizebürger־ meister Daniel Auster in die Führung der Verwaltung der Stadt zu teilen, falls die Regierung eine entsprechende Disposition trifft. Somit hängt die Lösung der Krise von der Regierung ab. Man hofft, daß diese Disposition eine Mitarbeit der Juden an der Stadtverwaltung im Sinne der von den jüdischen repräsentativen Organisationen aufgestellten Richtlinien ermöglichen wird. * Heftige R e g e n g ti s s e haben in den letzten Tagen Hochwasser im Eskadron-Bach und eine Ueberschwemmung verursacht. Die Verbindungswege zwischen Chedera und dem Emek Hefer (Wadi Hawarith) wurden unpassierbar. Auch die Bahnverbindung war unterbrochen. Waggons mit Lebensmitteln und Baumaterial für die durch die letzten großen Ueberschwemmungen zu Schaden gekommenen'Siedler in Wadi Hawarith mußten zurückdirigiert werden. Der Verkehr in Maawaroth, Kfar Chajim und Mischmar Hascharon mußte durch Kähne aufrechterhalten werden. * Es verlautet, daß wie in Jerusalem auch in Jaffa ein Jude zum Vizebürgermeister ernannt werden soll. * Der jüdische Milchmann Israel Lachmann aus Ramath Gan und seine Ehefrau Malka Lachmann wurden von Arabern überfallen. Lachmann wurde getötet, seine Frau schwer verwundet. Drei Araber wurden verhaftet. Es wird angenommen, daß ein persönlicher Racheakt vorliegt. A r a b i 3 c h 6 A t b 611 e f, die bei einem Chausseebau unweit Talpioth beschäftigt sind, g f i ffen jüdische Arbeiter in der Nachbarschaft an, von denen einer schwer ufid zwei leicht verwundet wurden. # Die Palästina-Regierung hat einen Plan zum Ausbau des Straßennetzes zwischen den Pflanzungskolonien und dem .Taffaer Hafen zwecks Erleichterung des Transports der Citrusernte genehmigt; * Der mohammedanische Religionsf o n d s (Wakf) in Safed hat beim Obersten Gerichtshof in Jerusalem gegen die Entscheidung des Safeder Administrativen Gerichts in der Frage des arabischen Anspruchs auf den jüdischen Bodenbesitz auf dem Berg Kanaan Berufung eingelegt. Bekanntlich wurde der größte Teil des strittigen Gebietes endgültig den jüdischen Besitzern zugesprochen. (Weitere Meldungen aus und um Erez Jisroel — siehe ״Von Woche zu Woche“.) Jüdische Kolonisation in Ecnador? In einem Kreis führender Persönlichkeiten der jüdisehen Emigrationsbewegung in Paris berichteten die Herren Dr. Frei und Boni im Namen einer privaten Gruppe, die sich um die Ermöglichung einer großzügigen jüdischen Siedlung in Ecuador bemüht, mit der dortigen Regierung ein Abkommen zu treffen, demzufolge der Gruppe eine Konzession auf ein Gebiet von 485.000 Hektar zwecks landwirtschaftlicher und industrieller Siedlung erteilt wird. Die Erwerbung der Staatsangehörigkeit von Ecuador durch die Siedler soll den allgemeinen Bestimmungen unterliegen, doch sind Begünstigimgen für Personen, die sich auf Wissenschaftlichem, künstlerischem oder sozialem Gebiet hervorgetan haben, sowie für aus politischen Gründen staatenlos Gewordene vorgesehen. Da seitens offizieller Stellen in Ecuador bisher noch keine Bestätigung über das angebliehe Abkommen vorliegt, ist dem Bericht des Komitees, gegenüber Reserve am Platze. Die Initiatoren des Siedlungsprojekts haben versprochen, einer demnächst einzuberufenden Versammlung jüdischer Verbände nähere Einzelheiten vorzulegen. ^IlllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllSi 1 Hohe Tatra! ToltH Hohe Tatra! § ב Pension Schreiber für Kinder und Erwachsene in 2 2 Tatra-Lesna. Neu eingerichtet, mit allem Komfort. E 5 Zentralheizung, Kalt- und Warmwasser (fließend). E E Vorzügliche Küche und Bedienung. Kinder werden 2 2 auch ohne Begleitung aufgenommen. Werden von 5 5 geprüfter Pflegerin beaufsichtigt. Mäßige Preise! E E Ganzes Jahr geöffnet! Nähere Auskünfte und Pro- 2 2 spekte erteilt gerne M. SCHREIBER, E E Tatra Lomnica. E 7ןןןןוןוו1ווווןןןןןןוווווווןןוווןן1ןןוווו11וו1ו1וווווו1וווווו1וווווווווווווד Das läßt sich hören! Organisierter Sabbathschutz in tripolitanischen Häfen. Die jüdischen Exportkaufleute und Spediteure von Tripolis haben in einer vom tripolitanischen Oberrabbiner Prof. Castelbolognesd einberufenen Versammlung eine schriftliche Erklärung unterzeichnet, in der sie sich verpflichten, die Sabbathruhe zu beobachten und an Sabbathtagen keine Verladungen in den Häfen von Tripolitanien vorzunehmen oder sonstige Geschäfte zu erledigen. Gleichzeitig gaben die versammelten Kaufleute das Versprechen, nach Möglichkeit die bisher bei christlichen Firmen tätigen jüdischen Arbeiter und Angestellten zu übernehmen, um ihnen die Einhaltung der Sabbathruhe zu ermöglichen. In Begleitung einer Abordnung jüdischer Spediteure hat Professor Castelbolognesi beim Hafenkommandanten von Tripolis vorgesprochen, der sich bereit erklärte, Maßnahmen zu treffen, um Schwierigkeiten, die jüdischen Firmen durch Nichtausladen am Sabbath erwachsen könnten, zu verhüten. Die Ankündigung dieser Maßnahme hat bei der zum großen Teil vom Exporthandel lebenden jüdischen Bevölkerung, der es bisher außerordentlich schwer war, die Sabbathruhe einzuhalten, Genugtuung (dieses schlichte Wort stammt von der J. T. A. — Red.) hervor gerufen. Neuer Landesvorstand der Agudas Jisroel in Deutschland. In Frankfurt a. M. fand die Konstituierung des neuen Landesvorstandes der Agudas Jisroel statt. Zum Vorsitzenden wurde Rabbiner Josef H o r o v i t z-Frankfurt a. M., gewählt, die übrigen Mitglieder des Vorstandes sind: Rechtsanwalt Dr. S. Goldschmddt, Dozent Ehrentreu, Josef Rosenbaum, S. Schachnowitz, David üllmann, Hugo Zunt.z. Außerdem besteht ein erweiterter Vorstand, dem in verschiedenen Städten Deutschlands ansässige Persönlichkeiten angehören. Bevorstehender Friedensschluß in Nagy Karoly. Die orthodoxe Landeskanzlei in Rumänien hat entschieden, daß die innerhalb der Gemeinde Nagy Karoly bestehenden Differenzen um die beiden amtierenden Rabbiner innerhalb von 30 Tagen einem Din Thoi’a zur Ent- Scheidung vorzulegen sind. Bis zu dieser Entscheidung hat der Schochet aus Remiti, den die Partei des Rabbiners Horowitz bestellt hatte, die Stadt zu verlassen. In der Zwischenzeit wird, da die Partei des Rabbiners I-Iorowitz die Schechita der Gemeindeschochtim für sich geassert hat, provisorisch ein Schochet aus Mihagfalva tätig sein. Unter den Gemeindemitgliedern herrscht allgemeine Zufriedenheit über diese Entscheidung, die den baldigen Einzug eines dauernden Friedens in die Gemeinde erwarten läßt. ״ Festnummer der ״Orthodoxen Jugendblätter“. Im Verlage der Zentrale der Zeire Agudas Jisroel in Warschau ist eine umfangreiche Propagandanummer ihres vierzehntägig erscheinenden Organs ״Orthodoxe Jugendblätter“ erschienen. Die reichhaltige Nummer enthält außer dem publizistischen Teil eine literarische, eine Pirche- und eine hebräische Beilage und bringt unter den vielen Beiträgen auch solche aus der Feder von Rabbiner Dr. Josef Breuer Und Dr. Nathan Birnbaum. Die Wiener BethsJakobsSchule. Seit einer Reihe von Jahren besteht in Wien, II., Obere ־Donaustraße 12, eine Beth• Jakob-Schule für Mädchen im Alter von 6 bis 15 Jahren, der überdies ein Fortbildungskurs für erwachsene Mädchen angegliedert ist. Die Schulleitung, die ständig bemüht ist, Verbesserungen und Erweiterungen des Lehrprogramms herbeizuführen, kann auch im heurigen Schuljahre auf Erfolge hinweisen, die eine gedeihliche Fortentwicklung der Sohule versprechen. Vor kurzem fand wieder eine Inspektion der Schule und Prüfung der Schülerinnen statt, die ein vorzügliches Resultat ergab. Es ist eine wahre Freude, von den kaum noch schulpflichtigen Kindern beispielsweise die Brochaus flott hergesagt zu hören. Die Schülerinnen der höheren Klassen übersetzen fließend die Tefilo und ganze Abschnitte aus dem Chumesch. Jüdische Geschichte und Dinim stehen im Vordergrund des Unterrichtsplanes. Im allgemeinen wird das Hauptgewicht darauf gelegt, den Schülerinnen allgemein jüdisches Wissen, aufrechte jüdische Lebensanschauung und Lebensführung beizubringen. Bei dem außerordentlich niedrig bemessenen Schulgeld ist es kein Wunder, daß die Zahl der Schülerinnen immer ansteigt. Sijum-Feier der Schass-Chevvra in Mattersburg. Am Chamischo-Ossor-b'Schwat veranstaltete unsere Schass-Chewra einen mit der alljährlich an diesem Tage stattfindenden Generalversamlung verbundenen Sijum auf מם׳ בבא מציעא An der ,סעודת מצוד hielt Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Samuel Ehrenfeld, anknüpfend an seinen meisterhaften Hadron, eine wohldurchdachte und formvollendete Droscho, mit welcher er die Zuhörer zu Limud Hathora aneiferte. Er gedachte dabei des in diesem Vereinsjahre so vorzeitig und plötzlich hingegangenen Vereinsobmannes R. David Schlome Sobelmann: .ע• ד, der während seiner langjährigen Vereinstätigkeit als Obmann des Vereins und Präses der Kultusgemeinde große Verdienste sich erworben und für die Mitglieder des Vereins baispielgebend gewirkt hat. Die ergreifende Nachrede schloß Herr Oberrabbiner mit den Worten: חבל על דאבדין ולא משתבחין Nachher entzückte unser Dajan, R. Jisroel Taussig, die Zuhörer mit einem geistreichen Hadron. Auch Herr Oberkantor N. Grünhut produzierte Vortreffliches. Der alte Vorstand wurde wiedergewählt, und zwar die Herren S. Weißberger, S. Haitier und M. Grünfeld. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien, Der allwöchentliche Sidravortrag findet Schabbos vormittag lA 11 Uhr in der ״Wienea“ statt. Bar-Mizwoh: Am vergangenen Schabbos fand die Bar-Mizwoh des Josef Grünwald, Enkel des Herrn Nathan Schiff und Frau statt. Der Bar-Mizwoh trug im Schiffschul die Parschoh vor und hielt nachmittags vor den» zahlreichen Verwandten und Freunden der Familie eine gelungene Droschoh. Herr M. B. Morgenstern, bittet uns um die Veröffentlichung, daß er sein Mandat im Vorstande der Agudas-Jisroel-Ortsgruppe Wien vor längerer Zeit zurückgelegt hat.