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Jüdische Presse · 1935-02-08 · 6 (8.2.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
6 (8.2.1935)
Date
1935-02-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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lüDßCHE fftÄSü Nr. 6 Seite 4 Jschechoslowakei^ Nocheinmal: die heilige Sprache. In der ersten Nummer des heurigen Jahrganges der ,.Jüdischen Presse״ haben wir zu einem Artikel der Preäover ״Jüdischen Nachrichten" kritisch Stellung genommen. Die ״Jüdischen Nachrichten“ hatten einen, ״Die heilige Sprache" betitelten Aufsatz veröffentMcht, der in offenem Widerspruch zu der von allen rabbinischen Autoritäten eingenommen und von der Orthodoxie überhaupt vertretenen Anschauung stand, die religiösen Führer der orthodoxen Judenheit hinterhältig verleumdete und u. a. folgende markante Wendungen enthielt: ״Erst als sich der Nebel und die Gewitterwolken am jüdischen Horizonte zu zerstreuen begannen ff!Red,) und das jüdische Volk durch g-erleuchtetc und weise Männer (flRed.) von den Fesseln seines beispiellosen Elendes befreit wurde, ist auch unserer totgeglaubten (?!Red.) Sprache neues Leben und neuer Reiz (flRed.) eingehaucht worden ... Besonders in den letzten Dezennien erfuhr unsere heilige Sprache eine solch gewaltige und großartige Entwicklung, daß ■ die nicht jüdische Welt ihr den Tribut der Verehrung und Bewunderung (welcher orthodoxe Jude ist auf diesen Tribut neugierig? Red.) zollen mußte ... Unsere orthodoxen Führer haben es verabsäumt ... die Fackel der Begeisterung in der jüdischen Brust zu entzünden ( f! Red.)u Statt daß nun die ״Jüdischen Nachrichten" den unterlaufenen Verstoß eingestehen und einen Rückzug, den wir voll und ganz anerkannt hätten, antreten sollte, ergeht sie sich in Anpöbelungen und stellt die ganz eigenartige Behauptung auf, die ״Jüdische Presse" hätte mit ihrer Kritik den gleichen Weg betreten, der ״seit uralten Zeiten zur Verbreitung von Blutmärchen gegen die Juden" gegangen wurde. Es ist dies nicht der Ton, in dem w i r zu polemisieren pflegen. Wir hatten mit unserer Kritik den Zweck verfolgt, die Redaktion der ״Jüdischen Nachrichten" zu einer größeren Achtsamkeit aufzufordern und wir halten unsere. Kritik voll und ganz aufrecht. Unsere ursprüngliche Annahme allerdings, daß den ״Jüdischen Nachrichten" lediglich ein Versehen unterlaufen war, stellt.sich durch die jüngsten Aeußerungen dieser Zeitung als Irrtum dar. Nunmehr müssen wir die Verantwortung für den Inhalt des ersten Artikels der Redaktion der ״Jüdischen Nachrichten" voll und ganz aufla3ten. Ob sie diese Verantwortung zu tragen in der Lage ist, soll sie selbst überlegen und sollen Berufenere beurteilen. Kongreß der Gemeinden in Podkarpatska-Rus. Nach langen Verhandlungen mit den kompetenten Körperschaften haben die Gemeindeleitungen in P. K. R. beschlossen, in aller Kürze einen Kongreß einzuberufen, bei welchem über alle Probleme der Judenschaft dieses Gebiets verhandelt werden soll. Der Kongreß soll die Aufgäbe haben, in erster Reihe der unbeschreiblichen Not, welche unter den jüdischen Bewohnern dieses Gebietes herrscht, durch Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten zu steuern. Ferner wird die Frage der Errichtung einer separaten Zentralkanzlei Gegenstand von Beratungen bilden. Im allgemeinen soll der Kongreß auch eine Wiederherstellung des ehemaligen Ansehens der Gemeinden dieses Gebiets, die durch die unaufhörlichen Streitigkeiten moralisch und finanziell vor dem Zusammenbruch stehen, erstreben. Nicht zuletzt soll der Kongreß zu ׳ i den in Prag und Mährisch-Ostrau abgehaltenen zionistischen Protestversammlungen gegen die Rabbonim von P. K. R. Stellung nehmen. Mit den Vorbereitungsarbeiten wurde Herr Dr. Kroo betraut. Es ist zu hoffen, daß baldigst in den einst blühenden Gemeinden der alte Glanz der Thora wieder zurückkehren und der Friede wieder seinen Platz finden wird. BEKIZZUR... — Nove Mesto n/Vähom: Sonntag, den 3. d., wurde der rühmlichst bekannte Rabbiner Simon Schreiber, Dozent an der Nitraer Jeschiwoh, anläßlich der General- Versammlung der orth.-isr. Kultusgemeinde per Akklamation zum Oberrabbiner gewählt. Herr Oberrabbiner Schreiber zählt heute schon, durch seine grundechte unverfälschte Frömmigkeit, seine meisterhafte Rednerkunst und durch sein immenses Wissen, zu den anerkannten Gelehrten unserer Zeit. Es ist zu hoffen, daß durch die überaus glückliche Wahl die orth. isr. Gemeinde Novö Mesto einen schnellen moralischen Aufstieg erfahren wird. (Wir wünschen dem neugewählten Oberrabbiner sowie der Gemeinde Zlach urchaw! — Die Red.) — Pleäivec: Der soeben stattgefundenen Gemeindewähl sind heftige Kämpfe vorangegangen, doch ist es im letzten Moment gelungen, zwischen beiden Parteien einen Ausgleich herbeizuführen. Herr Lipot Koht wurde als Präses wiedergewählt. Die Wiederwahl des allseits beliebten agilen Präses bürgt dafür, daß nunmehr der Friede in der Gemeinde seinen Platz finden, und daß kein Anlaß zu Zwistigkeiten gegeben sein wird. — Trnava: Die Agudas-Jisrpel-Jugendgruppe veranstaltete eine gut gelungene Sijumfeier auf Mes’ Gitin, verbunden mit einer Abschiedsfeier für ihren langjährigen Präses A. Herzog, der durch seine Heirat die Jugendgruppe verläßt. Herr Leopold Weingarten trug einen wohldurchdachten Hadron vor. Ferner sprachen die Herren Leopold Schick und Armin Salomon. Herr A. Herzog nahm in rührenden Worten Abschied von seinen Chawerim. Die Herren Nandor Herzog, Alex. Bernfeld, David Weingarten und B61a Beck sprachen Worte des Dankes. — KoSice: Am Mozze Schabbos, den 29. Schwat, veranstaltete die hiesige Jeschiwoh einen gut gelungenen S i j u m. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Brach hielt einen besonders inhaltsreichen Hadron und knüpfte daran eine großzügige Mussar-Droschoh. Es sprachen ferner die Herren Rabbiner Samuel Brach, Friedmann, wie auch der zu Gast hier weilende Oberrabbiner Lebovits aus V. Kapusany und schließlich der Rabbinatskandidat Rafael Blum. Alle Vortragenden ernteten mit ihren begeisternden Reden großen Beifall. (S. B.) — Chust: Das hiesige Okresny ürad hat beiden Parteien eine Zuschrift überreicht, in welcher diese aufgefordert werden, zu dem bevorstehenden Schiedsgericht ihre Vertreter zu nominieren. MfsortaiiiaclirtcftftMi Todesfälle: Üntef großer Beteiligung wurde in Trnava am Mittwoch, den 26. Sehwat, die Gattin des Herrn Eduard Deutelbaum zu Grabe getragen. Die Verblichene war eine Esches chajll im wahrsten Sinne des Wortes. Rabbiner Wölf Fein widmete der Verstorbenen einen tiefergreifenden Hesped, in welchem er die Charakterzüge der Heimgegangenen schilderte. — Montag, den 24. Schwat, wurde in Brezova pod Bradlom eine selten fromme, tugendhafte, an Vorzügen des Geistes und Herzensgüte reichgeschmückte Frau im hohen Greisenalter von 92 Jahren zu Grabe getragen: Frau Lotti Lea Friedmann, geb. Winter, Witwe des ob seiner Frömmigkeit und seiner Gelehrsamkeit rühmliehst bekannten R. Hirsch Friedmann. Die Heimgegangene hat Jahrzehnte hindurch dagestanden als Wahr- Zeichen besten jüdischen Frauentums, die in einem weiten Umkreis überall nur Gutes stiftete. Die große Beteiligung bei der Lewajoh legte ein beredtes Zeugnis für ihre große Beliebtheit ab. Tiefempfundene Nachrufe hielten ihr Sohn R. Awrohom aus Waitzen, ferner Oberrabbiner Broda aus Myjava, ihr Neffe Oberrabbiner Weiß aus Senica, Rabbiner Haberfeld, Brezova, und ihr Enkelkind Arthur Ungar aus Frauenkirchen. .תנצב־ה Wit (Udu/GtUtt.. . Mehreren: Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß Zuschriften redaktionellen oder geschäftliehen Inhalts aus dem gesamten Gebiet der tschechoslowakischen Republik ausschließlich an die Adresse: ״Jüdische Presse", Bratislava, Postfach 381, zu richten sind. Einigen Abonnenten: Der Versand der Prämien, soweit er nicht schon bisher erfolgt ist, wird in Kürze vor sich gehen. Wir bitten noch um ein klein wenig Geduld. Die Verzögerung liegt in der Büchereinfuhrbeschränkung begründet. Redaktion ״Jüdische Presse“. הרב שלום חב אשר יייול אינא היצל ראטה לייטשוי סאורסיס אברק״ק גאלאנפא Helene Sklar Bela Bede Zem. Kert-Tmava Trnava Verlobte ב• ד. למדט Witwe Frau Abraham Kohn Herr Leib Jonas und Frau erbitten sich die Ehre Ihrer Gegenwart zur Trauung ihrer Kinder Sari und Nändor welche אייה am Sonntag, den 10. Februar 1935 ז׳ אדר ראשון ת ר צ ה um halb 2 Uhr nachmittags im Schiff schul, Wien, H., Große Sohiffgasse 8, stattfindet. בידי בברכת מזל טוב המה ונלבבה אנו מברכים את חברנו הנכבד והנעלה ראש ועד הלמוד של הברחנו מר בצלאל יייטש נ־י לאירושיו את בחירת לבו. יהיר שיזכה לעבוד הלאה לטובת רעיוננו הקדוש ביתר שאת ועוז מתוך הרחבת הדעת, צעירי-אגודת-ישראל-פובאטיצה (יוגוםלבי׳1. מזל טוב, מזל טוב. מול טוב! לירידי ש׳ב הרדדג המפורסם בתוייש ר* מ רבי שמעון סופר שליטיא ■לעלותו על כסא הרבנות בקהלת נאווא־מיאפטא. זבות אבותיו הקדושים ובשרנוחיו העשירים יעמדו לו לנהל עדתו ברמה לכבוד ודי ותורתו. המברבו בבל טוב שבתי ה לוי שיינפעלד ארטה. כשר Erholungsheim für Kinder und Erwachsene in Vyänie Ruzbachy, 758 m (Tatra). Ganzjährig geöffnet. Schulunterricht. Erziehungsanstalt. Preis per Kind (5 Mahlzeiten, Logis) 20, Erwachsene 30 tsch. K. Verlanget Prospekt von Dr. Somogyi. 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Ostrau1 ״ .-Mai-Gasse 3. גדא טבאז להאי גברא רבא מגזע תרשישים נכד הקדוש מקוצק והחן הגאון רבי ■יוסף ענגיל זצללדרה לארופי בהו יוכבד חחי׳ עם ב*ג הרב המופלג מויה אברהם רוטנברג נ*י נכד הגה״ק מסוכוטשוב זצללה׳ה. תהא רעווא שהוריהם יראו מהם דור ישרים הולך בעקבות אבותיהם הקדושים ויבנו את ביתם על הרי ירושלם ברוח ישראל סבא. שבתי ה לוי שיינפלד Wir gratulieren herzlichst unserem langjährigen,, verdienstvollen und geliebten Präses Herrn B6la Beck anläßlich seiner Verlobung mit Fräulein Helene Sklar, Zem. Kert-Tmava. ״Schomre Thora"־Verein, Trnava. Die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Trnava, wünscht ihrem Gründungsmitglied und langjähr. Vicepräses Herrn BfiLA BECK anläßlich seiner Verlobung mit Frl. Helene Sklar herzlichst מול טוב! EINHEIRAT Für Bochur, .Tore-Schomajim, nicht unter 30 Jahren, bietet sich -Gelegenheit zum Einheiraten in gutgehendes Geschäft. Zuschriften unter Chiffre ״Schiduch hogün" an die Bratislavaer Administration des Blattes. Selbständiger jugosl. Kaufmann, 36 Jahre alt, sucht unbedingt schönes, intelligentes Mädchen bis 26 Jahre, Mitgift 50.000 tsch. K. Anträge mit Photographie unter ״Grossist" an die Wiener Administration des Blattes. 30 Jahre alter junger Mann aus guter Familie, der תלמוד חכם ויריש ist, sucht zwecks Heirat ein häuslich und fromm erzogenes, hübsches, junges Mädchen, mit entsprechender Mitgift. Einheirat nicht ausgeschlossen. Briefe an die Bratislavaer Administration dieses Blattes unter .•מצא אשה מצא טוב. Tag Adar I. j| Februar || דף יומי משנה יומית Kalendarium גררא קמא תרומות. משנה פרק Freitag 5 8 עח ה ח Samslag 6 9 עט ו " פ׳ תרומה Sonntag 7 10 פ ז " Montag 8 11 פא ח " Dienstag 9 12 פב ט ,, Mittwoch 10 13 פג י Oonnerst. 11 14 פד יא " Freitag 12 15 פה יב " Samstag 13 16 פו א ט פ׳ תצוד. (ז סוף זמן קדוש לבנה (אדר א Sonntag, den 17. Februar ש״ס פ׳ תרומה Gebetzeiten WIEN BRATISLAVA Uhr! Min. Uhr! Min. 6 1 00 6 1 05 הנחת חפלין בשעת הדחק 8 I 53 8 j 50 סוף זמן קריאת שמע של שחרית .... 5 | 05 5 | 05 בשבת: קבלת שבח קודש (מנחה בעש׳ק) . 7! 00 7! 30 9 i 30 9 j 30 3 | 30 3 | 30 מנחה .. 5 | 55 5 | 50 6 i 30 6 1' 30 5 | 00 5 i 30 Oie RedaktiDD SleioM io Keira falle die . dezäal fl des tiaiflras in ioonieateiie aoa!1 ist Same der Leser, sifli 11 iaieiieieo ״Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türki (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, H., Malzgasse 12 a. — Verantwortlicher Redakteur: Kart Richter, Wien, H״ Frans« Hochedlinger-Gasse 2. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ig. Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6-8. 54864231

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