Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 45 (30.11.1934)
- Date
- 1934-11-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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den kommenden Seiten mit zuvefSichtlicherMöffhufig entgegen.;Wir vertfaüeh auf die verbildliche Arbeit unserer selbstlosen, prächtigen Orlsgruppenleiter: sie* sind sich ihrer gfo'ßen Verantwortung der Thora gegenüber be- Wüßt. ln ihrer Mättd ruht das Schicksal deä Vereines, ihnen ist das Wohl und Weh# von tausenden ÖachUfim anvetwaut Win sind dessen gewiß^ dai sie alles aufbieten werden, daßniemand fahnenflüchtig Werde und die Reihen unseres Mitgliederheeres verlasse. Wie berechtigt unser Optimismus ist, zeigt der diesjährige Erfolg des Sehabes־d3ämidbor. Der Sehabosßamidbor bereitet uns jährlich eine große Enttäuschung. Wir sehen, wie sich die Häuser der בגי ישראל mit Sorgen füllen, wie sich die Leistungsfähigkeit unseres Volkes vermindert. Es wäre natürlich, daß die tristen Ereignisse der Zeit sich fühlbar .machen würden, daß ihre Spuren sich auf dem Gebiete der freiwilligen Wohltätigkeit Zeigen. Wer vermag aber das jüdische Herz zu Werten? Die jüdische Gebefreudigkeit beugt sich keinem Befehl der Zeit, läßt sich von keiner Notwendigkeit vorschreiben. Die jüdische Wohltätigkeit hat keine Normen und keine Gesetze, sie folgt nur dem edlen Triebe ihrer Seele, sie unterwirft sich nur dem Verlangen der Thora. Wir aber, die die betrübende Lage unseres Volkes kennen, müssen sagen: ״Gibt jemand einen winzigen Teil seines Ueber- Busses, so hat er seine Pflicht erfüllt, teilt aber jemand sein Brot mit dem andern, das ist eine edle Tat." i .הוא מרומים ישבן מצדות סלעים משגבו לחמו נותן מימיו נאמנים 1 ״Er Wird, unter den Vornehmen seinen Platz einnehmen, wenn sein Brot geteilt wird, wenn er von dem, was ihm unentbehrlich ist, einem andern gibt." Der Gedanke der Machsike Hajeschiwoth bricht sich Bahn, greift Um sich, erobert langsam alle Schichten unseres Volkes. Diese beruhigende, ermutigende Lehre gibt uns die Schabos-Bamidbor-Aktion. Thora, du magst ruhig sein, es lebt die Tr.eue zu dir im Herzen deiner Söhne. והבינוני אחה מקיש עלץ ונשבר, אתה הובעם למצוד, ומיד הם נותנים. Arbeitet man mit den Werkzeugen der Schrift, des Wortes und Aufklärung für Thoraziele, bleiben die reichlichen Frischte nicht aus.. והקטרונים׳ והקמרונים מתקשח לישבר ואתה מקיש עליו. באבן לשוברו אעם •כ •אין תועלת בו, יש'בהם אחה מקיש עליו כמה פעמים אין מועיל הימנו בלום. י Wir sind der Oeffentlichkeit die Wahrheit schuldig, daß wir auch gesät und nicht geerntet ■haben. Es gibt Gemeinden — wir müssen dies feststellen, so betrübend es auch ist —, wo unsere konzentrierte, anstrengende Arbeit versagt hat. Wenn auch eine Gemeinde ihre eigenen Institutionen auf der Höhe hält, das ist nicht der Gradmesser ihres Pflichtbewußtserns, das ist Egoismus; wenn auch ein heiliger ■Egoismus;־ wenn eine Gemeinde die Ziele der Allgemeinheit freigiebig fördert, das ist Altruismus im edelsten!Sinne des Wortes. .שוש אשיש בד׳ חגל נפשי בי הלבישני בגדי ■ישע ומעיל צדקה יעסני ״Ich freuet mich mit dem E.w., denn er kleidete mich in die Kleider der Hilfstätigkeit, in das Gewand der Freigiebigkeit hüllte er mich." In unserem Ausweis werden Sie eine neue!Rubrik finden: das Verzeichnis der Naturalspenden für Bekleidungszwecke. Es ist das Einlösen des Versprechens; auch auf diesem Gebiete das Möglichste zu tun, die ,הורד fordert es von uns, dafür zu sorgen, daß das Aeußere seiner Träger ein solches sei, das ihrer Würde entspricht. Entbehrungen, Entsagungen sind nicht ■geeignet, den Lerneifer zu steigern. Im Gegenteil, sie träufeln ihr zersetzendes Gift in die Seele und ׳ rufen dort Gedanken hervor, die geeignet sind', den Lerneifer zu vermindern. •Der Bochür darf keine Minder- Wertigkeitsgefühle haben. Er muß wissen, * daß er der * Gegenstand unserer täglichen Sorge ist. Dem Bochür muß die Ehre entgegengebracht werden, die der Elitetruppe, dem Former und Baumeister der jüdischen Zukunft geziemt. Wir wissen: wir haben nicht alle An-: Sprüche befriedigt. Es ist aber nur der 1Anfang, das Ausstrecken der Fühler, der erste tastende Schritt, das Vorzeichnen des Weges, '•auf welchem ein voller Erfolg winkt. Diese Aktion bestätigte die hundertmal erprobte Wahrheit: das Judentum will geben, es mangelt nur an'Männern, die es in geeigneter Form angehen. Wir hätten unerwartet Großes schaffen können, wäre uns ein!Stab von willigen Mitarbeitern zur!Seite gestanden. Die Klage, die wir bei der Gründung des Vereines erhoben, wiederholen wir von Jahr zu Jahr: ,,Wir stehen allein, wir arbeiten einsam!“ Als •unser Verein zum erstenmal auf der Schaubühne der Oeffentlichkeit erschien, da rief man uns von allen Seiten zu, wir seien Träumer. Der vierjährige Bestand der Chewra hat sie eines Besseren belehrt, er hat gezeigt, daß er einen felsenfesten Unterbau besitzt. Man prophezeite uns, wir werden den!Hindernissen erliegen, im Kampf mit. den Schwierigkeiten zusammenbrechen: der Verein jedoch lebt, zeigt eine ununterbrochene, jäh aufsteigende Linie. Wir dachten, der Erfolg wird uns Mitarbeiter werben, die Leistungen werden uns Helfer. in Scharen Zuströmen lassen. Diese Hoffnung wurde geknickt, in dieser Erwartung wurden wir getäuscht. Wir stehen so einsam wie zu Beginn, wir stehen allein wie am ersten Tag. Ersuchen wir jemanden, er möge sich in den Dienst!unserer!Sache stellen,' so hält er tausend •Aus* reden bereit, verschanzt sich hinter leere, unhaltbare Ausflüchte. Der eine steht isoliert in seinem Kreis, der andere steht in ständigem Verkehr mit den Menschen, er ist. eine abgebrauchte Münze. Der eine hatte es noch niemals versucht, der andere hat Routine, Erfahrung, Einfluß; er muß sich aber ׳ für andere Ziele bereithalten, er darf seine Kapitalien nicht zersplittern.. Es ist wahr: Sammeln, für welche Ziele, in welcher Weise immer, ist die unerquicklichste Arbeit der unangenehmen Aufgaben. Man darf aber nicht vergessen, daß die Ideale unseres Vereines die höchsten, heiligsten sind, daß unser ,Verein die vitalste Notwendigkeit des, Thoravolkes ist. : Nach: dieser Einleitung werden!Sie es uns nachfühlen, mit. welcher Wärme und dankbarer Ehrfurcht die folgenden Sätze durchtränkt sind. Die Bekleidungsaktion ist das Werk zweier Männer, der Herren Rafael Kohn, Nov<§- Zämky, und Max ■Preßburger, Galanta, die stets bereit sind, ihren Einfluß, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Dienst unserer Sache ■zu stellen. Wir übermitteln Ihnen wie auch den edlen ,Spendern den Dank derer, denen sie die furchtbarste!Sorge abgenommen haben. Möchte dieses vorbildliche Handeln Nachahmung finden. Möchten alle Söhne unseres Volkes die Lehre des Satzes beherzigen: הזהרו בוורידין כר׳ יודא. Die Adern sind wichtige Teile des menschliches' Leibes; sie speisen alle .Organe mit Blut, mit der lebensnotwendigen; Wärme, Arbeiten die Adern ungestört׳,; ist der; Kbrper gesjmd und kräf tig, werden sie in ihrer J&sfc ... tion: gehemmt, halten sie ihre!Säfte geizig zurück ’ver’־ fällt der Körper, verkümmern seine Glieder»'4Diese Auf'!; gäbe der Adern müßten sich die Söhne unseres Volkes stellen. Sie haben für die Äirkulation im jüdischen Volkskörper zu sorgen, alle seine Teile mit allem, was sie zu ihrer •; ErhiHunf behötigü* izu verieifiiL Ein solches Adefünetz dem jüdischen Voikskörper zu sehv dieses ideal schwebt dem Verein und seinen Mitgliedern vor den Augen» . .-־?־ ״ ר,והרו בזבובין של נעלי ראה{Gebet acht auf die Pliegen derer, die mit einem Leiden behaftet sind." Wer auf der Landstraße arbeitet, muß darauf vorbereitet sein, daß sein Werk Von jedem Vorübergehenden beurteilt Wird. Die Beurteilungen sind verschieden wie die Menschen, von denen sie gefällt Werden. In den Urteilen widerspiegeln sich ja Einstellung, Gesinnung und Erfahrungen. Es gibt Urteile, die wertvolle Winke enthalten, die sehr nutzbringend verwendet werden können. Es gibt aber Menschen, die sich in die Sache gar nicht vertiefen, sich mit der Materie überhaupt nicht vertraut machen, und in einigen Minuten mit ihrem vernichtenden Urteil fertig sind. Ihr Urteil ist wertlose Spreu, die vom Winde Weggeweht wird. Die Leitung eines Vereines, der in der Öffentlichkeit für die Oeffentlichkeit arbeitet, muß auf Kritik gefaßt sein. Diese Kritik kann auch das Werk fördern. Kritik ist ja das Streben nach Verbesserung, Vervollkommnung. Die Voraussetzung ist jedoch, daß sie aufrichtig und gut gemeint sein muß. Tausend Augen richten sich auf ihr Werk und prüfen jede ihrer Bewegungen. Unser Verein hat sich niemals hinter der undurchdringlichen Mauer der Schweigsamkeit und diplomatischen Wortlosigkeit verborgen. Wir haben unseren Verein vor den Augen aller Welt auf- und ausgebaut. Geheimtuerei kann man uns nicht Vorwerfen. Jahr für Jahr erscheint unser Ausweis, der ein treues, wahrhaftes Bild unserer Tätigkeit ist. Wir haben das Schicksal aller Vereine geteilt: Kritik ist Uns nicht erspart geblieben. Diese war uns gar nicht unerwünscht; im Gegenteil, wir haben jeden aufgeworfenen Gedanken erwogen, jede Anregung geprüft. Hat sie einen Kern von Wahrheit enthalten, sie auch beherzigt und für deri Verein nutzbar gemacht. Man hat uns vorgeworfen, daß wir Verhältnismäßig zu viel für Presse, Propaganda, Reisen ausgeben. Wir haben versucht, uns einzuschränken, sparsamer ,zu sein. Wir müssen konstatieren: zum Schaden des Vereines. Es gibt Brunnen, in die erst Wasser gegossen werden muß, dann •geben sie erst ihren Inhalt her. Die Allgemeinheit, das wissen Sie ja alle, ist ein solcher Brunnen. Wir müssen aber zugeben, , daß diese Kritik eine gutgemeinte war. Für eine solche Kritik wollen wir auch weiter unsere Ohren offen halten. Wir zählen nicht zu jenen, die jede Kritik unterbinden möchten, die jede Betrachtung mit• schärferen Augen mit Angst und Beben erfüllt. Nur die schwachen, innerlich morschen Bewegungen fürchten auch den belebenden Windhauch der Kritik, die starken, innerlich gefestigten halten auch den Stürmen stand. Es gibt aber, eine Kritik, die schmerzt, die wehe tut, die ins lebendige Fleisch schneidet. Wir verurteilen aufs schärfste mit der flammenden Glut unserer Empörung — verzeihen Sie, wenn ich einen Ausdruck benütze, den der Jargon unserer Tage geboren — die Mie3macherei. Es wurden Stimmen laut, die unser Werk als ein Schnorrwerk darstellen. Gegen eine solche Einstellung protestieren wir *mit jedem Tropfen unseres Blutes. Man darf nicht Menschen, die sich selbstlos, voller Begeisterung für eine heilige Sache opfern; mit der beißenden Lauge des Spottes bespritzen, über den Schweiß einer aufreibenden Arbeit die Schale des Hohnes ausgießen. Wir verlangen keinen Dank, keine Anerkennung, wir haben ja nur unsere Pflicht erfüllt, wir haben ja nur das getan, was ein jeder mit Verantwortlichkeitsgefühl an unserer Stelle getan hätte; Was wir mit Recht' fordern, ist, daß man unseren Wegen und Zielen nicht die Ehrenhaftigkeit abspricht, daß man unsere Mittel nicht herabwürdigt und befleckt. Ist es notwendig, ihre Behauptungen zu widerlegen? Würde dem Worte צדקה etwas Beschämendes anhaften] hätten wir eine unendlich große Arbeit, müßten wir dieses stolze, leuchtende Wort unzähligemal aus unserer Thora; unserem Schrifttum entfernen, diese edle, charakteristische Tugend unserer Nation aus der Seele des jüdischen Volkes ausmerzen. Wie ist denn das משבן entstanden? Nicht durch eine Sammlung? Wie hat man für die Bedürfnisse des Heiligtums, für die קרבנות gesorgt? Nicht durch Gaben? Nein! Nein! Diese heiligsten Gefühle unseres Volkes darf v man nicht antasten, sie müssen in Ehren gehalten werden. Selbst für milde Gaben hat die חורה das Ehrenwort צ ד ק ה gerechte Abgabe geprägt und damit diesem Worte alles Entwürdigende, Demütigende genommen. Gihst du dem Bedürftigen, glaube nicht, daß du eine Gnade übst: du gibst ihm das, was ihm von Rechts wegen zukommt, למה נקראה שמה חסידה לפי שעושה חסד עם חברותיה Eine schöne, vornehme Eigenschaft. Warum wird sie dennoch unter die unreinen־ Vögel eingereiht? Weil sie nicht צ דקה• sondern חסד Gnade übt, weil sie nicht der Gerechtigkeit Genüge zu leisten, sondern Gnade •zu üben glaubt. Es. wäre ja ein idealer Zustand, wenn die Lehrhäuser sich; selber erhalten könnten und nicht auf die Freigebigkeit• der Menschen angewiesen wären, - Es ׳trübt die helle Freude des Gebers, daß der AVine die Gabe von ihm empfangen muß. Bei ביכורים welche man ׳vor G-tt niedergelegt hat, ו הנחהו פני ל׳ד׳ א לק י ך hei מ׳עשר שני. welche vor G-»tt verzehrt wurde, ואבלה שם לםני ד׳ אלקיך steht der Ausdruck ושמחת hingegen unmittelbar nach»• her bei מעשר ע נ י finden wir den Ausdruck ,שמחד nicht. Es vergällte ja ein bitterer Tropfen die Freude des; Gebers, wenn er daran dächte, daß es Menschen gibt, die empfangen müssen und nicht geben können.׳ Vielleicht will es die g־ttliche Vorsehung, daß sich ein jeder zu. jeder Zeit durch seine werktätige Förderung ein Verdienst um die ,תורד erwerbe. Man sollte mit solchen Aeußerungen vorsichtiger sein, Gedanken nicht in ■die Oeffentlichkeit werfen, die/dort Verheerungen anrichten, ׳verwirrend wirken können.זבובי מוח יבאיש יביע , שמן; Dem wohlriechendsten Oel kann eine. Fliege das duftende Aroma rauben.• Solche auffliegende Gedanken setzen sich] ln der Schule in jeder Pause ein MedüinalfeQhhfiinL j 9*atmen )&nnenten ln unserer nächsten Ausgabe wird die genaue Ankündigung der wertvollen Bücher* Prämien folgen, die wir unseren Äfeonnenten jge* Währen, welche bis Ende Dezember d, J. die Bezugsgebühr für das Jahr 1935 befählen. Wir bemühen uns, für die au gewährenden Prämien eine solche Auswahl zu treffen, daß jeder Ge* Schmacksrichtung ein geeignetes Werk geboten wird. Es werden durchwegs wertvolle Bücher sein, auf die wir die Aufmerksamkeit unserer Leser schon heute lenken. Die Lieferung der Prämien wird auch, soweit Postversand in . Be* tracht kommt, prompt erfolgen. Hauptgeschäftsstelle *der ״Jüdischen Presse“. in den Seelen! fest und' trüben die helle Flamme des Idealismus. Kritik wurde laut, eine ungerechte, unangebrachte Kritik. Sie wird uns nicht einschüchtern» Wir vertrauen auf die gesunde Nüchternheit unseres Volkes und hoffen, daß sie auch dort keine Spuren zurücklassen wird.!Sie werden ihre Aufgabe erfüllen הזהה בבני עניים שמהם תצא הורה sie werden ׳Herz tind Hände für jüdische 1Ziele offen halten, sie werden bestrebt sein, הזהה בוורירין בר׳ יודא die Adern •zu sein im Volkskörper des Judentums, die alle, Teile mit Blut und Wärme versorgen הזהה בזבובין של בעלי ראתן sie werden die Kritik der 1Scheelsüchtigen als das werten, was sie ist, als eine Fliege, die verscheucht werden muß. ״• In vielen Häusern schleicht tiefste Not herum,, wir alle tragen graue Bürden. Sie setzen sich zu uns, heften sich an unsere Fersen, verlassen uns nicht, auch wenn wir vor Ermüdung und Erschöpfung auf unser Lager sinken. Wir können sie nicht abschütteln. Unsere Stützen brechen zusammen, unsere Hoffnungen zerrinnen wie ׳Seifenblasen. Unsere Arbeit ist nur ein Entsagen und ■unser Tun zerbröckelt in Verzicht.. Wir sind eingehüllt in schwarze Sorgen, von. allen!Seiten belagert uns das Heer quälender Zweifel. Wir fürchten die Gegenwart, wir schrecken vor der Zukunft. Wir sind, wir leben, wir wissen es kaum: denn unser Tagewerk ist nur •ein wirres Hasten, unsere Ruhe ist kein Rasten, unsere Nacht ist nur ein verquälter Traum, unser Lachen nur ein betäubtes Weinen, und unsere Freude ist mit. bitteren Tropfen gemengt. Von wo kann unsere Rettung kommen, wer •kann uns die Hilfe bringen, die!תינוקות של ביה רבן : ־ אמר ר׳ חנחומא מעשה בספינה אחת של נכרים שהיחה פורשת בים הגדול והיה בו.תינוק אחד יהודי עמד עליהם' פער גדול בים ועמד בל א׳ וא׳ מהן והתחיל נוטל יראתו בידו וקורא ולא הועיל, כלום ביון שראו שלא הועילו כלום. אמרו לאוחו' יהודי בני קום קרא אל - אלהיך שמענו שהוא עונה אחכם ׳ כשאתם צועקים אליו והוא גבור מיד עמד התינוק בכל לבו וצעק וקבל ממנו הקב״ה .הפלתו ושתקי. הים כיון שירדו ליבשה ירדו כל א׳ וא׳ לקנוח צרכיו א״ל לאותו תינוק לית את בעי למזבין לך כלום א׳ל מה אחון בעי מן אכפניא עלובה אמרו, לו יאה אכמניא. עלובה אינן אמן הבא וטעוותהון בבבל ואימן הבא וטעווחהון י בהמי; ואימן הבא■ וטעוותהון עמהון ולא מהמן להון בלום אבל אח כל דאה , ,אזלגאלהיך עמך הה/ד ■בד׳ אלהינו בכל,קראינו אלץ (ירושלמי.ברכות).';; ״Rabbi Tanchum erzählte:׳ Ein heidnisches Schiff segelte auf dem Weltmeere, auf welchem sich ein jüdi-' sches Kind befand. Da erhob sich ein gewaltiger Sturm, , ein jeder griff nach seinem Götterbilde und rief esan, aber vergeblich. Als die ׳Leute sahen״ daß ihr Rufen; nichts half, sprachen sie zu dem Kinde: Auf! Rufe auch deinen G-tt •■an, •-denn wir haben •gehört, daß ..er euch antwortet, wenn ihr zu ihm schreit, denn er ist mächtig. Sofort erhob sich das Kind und schrie mit seinem ganzen Herzen zu G-tt :und er nahm seih, Gebet an und beschwichtigte das. Meer. Als sie ans Land kamen, ging jeder seinem Geschäfte; nach. Willst.; du dir nicht auch etwas kaufen? fragte man das Kihd. Es antwortete: Was wollt ihr von einem so elenden Fremdling wie ich bin? Sie sprachen: Du willst elend sein? Wir andern sind es viel mehr, denn unter denjenigen, welche sich, hier befinden, haben die einen ihre Götter in Babylon die andern in Rom und einige führen sie sogar mit sich herum, sie helfen ihnen aber nichts, allein dich begleitet dein G-tt überall, wohin du gehst." . . Das Schiff des Judentums segelt auf dem Weltmeere. Ein Sturm von ungeahnter Wucht von furchtbarer Gewalt ist losgebrochen. Die Wellen toben, die Wogen, heulen, die Tapfersten unter uns erbeben. .Ein Teil unseres Volkes hat seine Idole, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft. Ihnen waren sie ergeben, auf ihren Altären opferten* sie, ihnen dienten sie mit all ihren Fähigkeiten. Sie rufen: ״Haben wir nicht der Wissenschaft neue Wege gebrochen, die Kultur bereichert, die Expansion der Wirtschaft ermöglicht, tausende Verdienstmöglichkeiten geschaffen? Zücket das flammende Schwert der Wahrheit, erhebet das aufklärende, erhellende Wort der Gerechtigkeit für unser verschmähtes Recht." Sie rufen, sie finden aber taube Ohren. Die תינוקות של בית רבן mit ihrem reinen Herzen, mit ihren g-ttgewollten Zielen, die werden für uns beten, der Sturm wird sich legen, das Meer wird sich beschwichtigen. Sie sind unser Schutz, sie sind unsere Wehr..כי הנה נחלה ה בנים שכר פרי הבטן Sind die Söhne ein Erbe'des Ewigen, dann ist die Frucht des Leibes ein Lohn בחצים ביד גבור בן במ הנעורים unsere Pfeile sind unsere Jugend, die in der jüdisehen Tradition, im jüdischen Schrifttum wurzeln, die die heilige Luft der Jeschiwoth eingeatmet, die die Brüste• der Thora großgezogen אשרי ך!גבד אשר מלא אח אשפתו מחם wozu dient der Köcher? Die Pfeile rein, ohne Scharte,׳ gebrauchsfähig zu erhalten, ein solcher Köcher für unsere חצים für die בני הנעורים zu sein ist unser Ziel. Hiefür haben wir gearbeitet, hiezu erbitten wir auch für die Zukunft Ihre Mitarbeit. לא-יכושו כי ■ידברו את אויבים כשער Wir werden uns dann nicht schämen müssen, wenn wir. dem Feinde Rede und Antwort stehen, אימה. כשר Erholungsheim für Kinder ׳pid Erwaobsene ln VySnie Ruibachy, 7§8.m (Tatra)vGanzjäl1|i^ . geöffnet. ־ Schulunterricht; Erziehungsanstalt. -Preis '-pbr Kind (5 Mahlzeiten,: l^ogi.s) 20, Erwachsene 3<Ttsbh>K* Verlupget RrospeHt^^yon Dl V'1