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Jüdische Presse · 1934-11-30 · 45 (30.11.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
45 (30.11.1934)
Date
1934-11-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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AfflEfianw ־;«ך■ י ־ ■ף ׳ ־־'.־:,.:־■■י-■;; Jtm ס SU JL י O י W SSL 'MäL Das Hillsiverk de« //Madisike Von ÖBifrabbinef M. t>. E e k s t e i m Wir veröffentlichen nachstehend de« Überaus interessanten, - anläßlich der General• Versammlung gehaltenen Tätigkeit sheriehtt הנה־נהלה 1׳ מיס'■' שנר:&רי הבטן,.בהצים;ביר )נצוד;בן גני הנעורים י אשרי ר,גב ד 'אשר מלא את אשפתו מהם לא יבושר ב* ידברו את אויבים בשער י; »Ein Erbe des Ew. sind die Kinder, Lohn die Frucht des . Leibes. Wie Pfeile in der Hand des Helden, so sind die Söhne der Jugend. Heil dem Mähne, der seinen Köcher mit ihnen füllt. Sie werden sich* nicht schämen, wenn sie dem Feinde Rede und Antwort stehen.“ Der Lebensbaum des Vereines hat wieder einen Ring angesetzt. Solche Momente sind• geeignet den Menschen ernst zu stimmen, ihn daran zu erinnern, daß Menschen und .alles, was sie schaffen, den ewigen Gesetzen d6r Vergänglichkeit unterworfen sind. Sonderbar, : * diesem Jahreswechsel haftet nichts Betrübendes an! Wir genießen die Freude ohne jeden bitteren Beigeschmack. Mit hellem, uneingedämmtem Jubel sagen wir: ״Noch . ein Jahr, in dem es uns gegönnt war, uneingeschränkt |£>.י:• unsere : Aufgabe zu verwirklichen. Noch ein Jahr, in ‘ welchem wir das vorbehaltlose Vertrauen der jüdischen Allgemeinheit genossen haben.“ Dieses Vertrauen ist ja die Kraft, der Stolz des Vereines und Unsere Beruhigung. Vertrauensvolle Förderung der Vereinsziele, ist kein , Gnadengeschenk, das wie die Taler des Märchens vom Himmel fällen. Vertrauen ist die Frucht emsiger Arbeit, zielbewußter Tätigkeit.!Pulsiert das Vereinsleben, steht der, Verein auf der Höhe seiner Aufgabe, verwirklicht er seine Ziele, stfömen ihm von allen Seiten Freunde zu, erwacht das Interesse und die Gebefreudigkeit feiert ihre י, Triumphe. Verlangsamt sich das Vereinsleben, wird seine Tätigkeit gelähmt, erstirbt das Interesse, brechen seine , Stützen zusammen,, versiegen seine Quellen und er be-< gegnet überall tauben Ohren, verschlossenen Händen. - ויעבירו קול במחנה לאמר איש ,ואשד. אל יעשו י עוד מלאכה לתרומת הקדש ויכלא העם מהבייא Verbreitet sich die Wahrheit, daß die Vereinsziele vernachlässigt, nicht mehr mit der einstigen Liebe und Hingebung gearbeitet wird, so hört das Volk auf zu geben. (ויכלא הגשם( ויכלא העם מהכיא יממורה. Was ist die ׳ ' ’ Aufgabe des Vereines? Der erfrischende Regen zu sein, der die schmachtenden ׳Pflanzen in den Gärten des Judentums belebt, ihnen Säfte und Kräfte zuführt, ihr Werden ejmöglicht, ihre Reife beschleunigt. Wird die Allgemeinheit in ihren; Erwartungen getäuscht, werden die Hoffnungen ■ ־ .geknickt, die an die Tätigkeit des Vereines geknüpft - waren, erlischt das Interesse, verschränken sich die mithelfenden Arme. Ein Verein braucht zu seiner Entwicklung Vertrauen, förderndes Interesse, .wie die Pflanzen zu ihrer Entfaltung Luft und Sonne benötigen. Wollen wir den; .Bestand, den Aufstieg des Vereines, so müssen wir alles; tim, uni das Interesse zu wecken, das Vertrauen wachzuhalten. Wir veröffentlichen darum Jahr für Jahr den Ausweis, nicht nur weil es die Satzungen des Vereines so vorschreiben, sondern weil es uns ein Bedürfnis ist, der Allgemeinheit durch Rückblick und Ausschau zu ermögliehen, sich selber ein Bild zu machen von den Idealen und .Aufgaben, die dem Vereine vorschwebten, ihr den ׳ Weg zeigen, den er zurückgelegt und von ihr Anregungen und impulse zu erhalten für die Zukunft. Daß Verein und Allgemeinheit nicht wie Fremde einander gegenüberstehen, daß sie sich wechselseitig beeinflussen, damit sich die Bande, die sie aneinanderknüpfen, stärken, zum Wohle der Thora und ihrer Lehranstalten. j'7; :בוורידין כר׳ יודא, הזחת v חזהרו בבני עניים שמהם תצא ’חורה, 'ומהרו ״ בזבובין של בעלי רעחן (גמר־ שבח)Gebet acht , auf die Kinder der Armen, daß von ihnen Thora hervorgehe, gebet acht auf die Adern, wie es Rabbi Juda lehrt: Gebet acht auf die Fliegen derer, die mit einem Leiden behaftet sind.“ , Jedes Volk hat ein Ideal, ein hohes, heiliges Ziel, wofür es leidet und blutet, arbeitet , und kämpft. Dieses ■ Ideal läßt sein Blut feuriger zum Herzen strömen,, beseelt sein Leben, gibt seinem Dasein Aufgabe, seinem Bestände Inhalt und Berechtigung. Dem einen ist es das Recht, dem׳ anderen •die Kunst,, dem dritten Krieg oder Ausbau der Wirtschaft. Dem jüdischen Volke war die Thora Zweck seiner Sendung, Aufklärung, Aufgabe seiner Berufung. Lehren, aufklären, dies war stets sein Element. Das Lernen beim jüdischen Volke bildet eine einzigartige Erscheinung, wie es bei keinem anderen Volke zu׳ finden ist. Kommt ein kleines Häuflein jüdischer Menschen zusammen, so bildet bald die Thora ihren Mittelpunkt. , m בעשרים וחמשה בטבת דלא למספד ביה יום שבקשו כוחיים את ביח אלוקנו מאלכסנדרום מוקדון להחריבו באו והודיעו לשמעון הצדיק מה עשה שמעון הצדיק לבש בגדי כהונה ונתעטף בבגדי כהונה ומיקירי יךושלים עמו ואבוקות של אור בידיהם והיו מהלכין כל הלילח כולו הללו 'מהלבין מצד זה והללו מהלכין מצד זה יעד שעלה עמוד השהר כיון שעלה עמוד השחר אמר 'להם מי'הם הללו אמרו לו הללו יהודים שמרדו בך כיון שהגיע לאנטיפרם זרחה חמה פגעו זח בזד. כיון שראה אח שמעון הצדיק ירד ממרכבתו והשחחוה לו אמרו לו מלך שכמותך משתחוה ליהודי חזה אמן להם דמות דיוקנו של זה מנצחת לפני בכית מלחמתי. (יומה ם*ט>. ״Am 25. Tewet, au dem man׳ keine Trauerrede halten darf, am Tage, an welchem die Chutim von Alexander den Großen verlangten, das Hau3 unseres G-ttes zu vernichten, verständigte man den Simeon den Frommen, Was tat er? Er legte Priestergewänder an und hüllte sich in Priestergewänder, die Vornehmen Jeruscholajims mit ihm, Lichtfackeln in ihren Händen gingen sie die ganze Nacht. Diese gingen von der einen, jene von der anderen Seite, bis die Morgenröte aufging. Als die Morgenröte ׳äüfging, fragte Alexander: ״Wer sind diese?“ Sie sagten H ihm: Das sind die Juden, die sich gegen dich empört haben." Als sie zu Antiprus kamen, leuchtete die Sonne ' :'auf*' sie 'begegneten einander. Als er Simeon den Frommen : bemerkte, stieg er von seinem Wagen und verbeugte sich vor ihm. Sie sagten zu ihm: ״Ein König deinesgleichen soll sich vor einem solchen Juden verbeugen?“ Das Rild des Antlitzes dieses Mannes schwebt mir stets in meinem Kriegsgemache vor, antwortete ihnen Alexander,“ Alexander der Große war einer der hellsten Köpfe des Altertums, einer der Aufgeklärtesten, die je eine י Krone getragen, Die Gespräche, die er mit den חכמי הנגב ־ führte, die in unserer Gemoro verewigt sind, sind die Zeugen der Klarheit seines Geistes, der Weite seines Horizonts, Es ist nicht anzunehmen, daß er Kriege führte um des Krieges willen, daß er Anbeter der Gewalt gewesen, daß das Auslöschen von Menschenleben sein Ideal war. Warum ließ er die ganze Erde unter den Marschtritten seiner Bataillone erzittern, warum denn Wollte er, daß seine Fahnen auf allen Ecken und Enden der Erde flattern, warum setzte er seinen Fuß auf den Nacken so Vieler Könige, warum hat er sein Joch so vielen Völkern aufgezwungen? Diese Fragen beantwortet Uns obige Erzählung. Die Pflege des jüdischen Wissens, des geistigen Volksschatzes war im Judentume nie einer Gelehrtenkaste anvertraut, sie wurde stets von beiden, von den geistigen und weltlichen Führern besorgt. Beide waren stets Diener des Lichtes, Wegbereiter der Aufklärung, ihre Arbeit war, dafür zu sorgen, daß der Ideenreichtum des Volkes nicht das Privateigentum einer Volksschichte bleibe, Sondern das Gemeingut der ganzen Mitwelt werde. שמעון הצדיק לבש בגדי כהונה ונתעטף בבגדי בהונה ומיקירי ירושלים עמו ואבוקות של אור בידיהן Simeon der Fromme und die Vornehmen Jeruscholajims gingen gemeinsam mit den Fackeln in ihren Händen, Sie veranschaulichten damit die Aufgabe Jisroels, die darin besteht, die Fackeln des Wissens aufleuchten zu lassen, damit in der Nacht der Zweifel und der Unkenntnis das Licht der Wahrheit erstrahle, bis der Morgen der Aufklärung für die ganze Welt heranbrechen wird. הללו הולכין מצד זה והללו מצד זה den Mittelpunkt bildete der . geistige Führer, die Vornehmen standen ihm hilfsbereit zur Seite. Diese geistige Höhe zwang Alexander zur Demut. Er sagte: ״Das Antlitz seines Geistes schwebt mir ■ als Modell vor, nach dem ich die ganze Welt formen möchte. Die Finsternis; die auf den Völkern lagert, zu verscheuchen, sie aus dem Sumpfe häßlicher Eigenschäften herauszureißen und zu einer idealen Höhe empor-; zuführen, dies gibt mir die Berechtigung zum Kampfe.'■ Ich habe eine schwierige Stelle unserer Gemoro im Lichte des Verständnisses erstrahlen lassen. Dies ist aber nicht der Zweck dieser Zeilen. Ich habe dies getan, um; Ihnen Ursprung, Wesen und Bedeutung der Jeschiwo zu; zeigen. Die Jeschiwo ist -keine Institution, die sich , im Laufe der Jahrtausende herausgebildet hat. Sie ist so alt; wie' das Judentum. אברהם אבינו יושב בישיבה היה יצחק אבינו יושב בישיבה היה Die Jeschiwo ist keine von den Völkern übernommene Einrichtung, sie ist die Verkörperung der jüdischen •Eigenart, sie ist der Ausdruck der jüdischen Volksseele.. Das. Volk-des Buches, das Volk des Lichtes kann sie nicht entbehren, sie ist sein organischer Teil, ohne den es dem Tode geweiht ist. Sie ist unsere Erzieherin und unsere Waffe, unser Bildner und unser Schutzengel. Die Erkenntnis der Wichtigkeit und Bedeutung der .Teschiwöth führte zur Gründung unseres Vereines. Der Selbsterhaltungstrieb des Thoravolkes war der Vater unserer Chewra. Dieser Verein soll zeigen, daß das ■Judentum weiß, was es seiner Thora und seinen Soldaten, den Bachurim, schuldet. UnserVerein soll zeigen הללו הולכין מצד זה והללו מצד זה ואבוקות של אור בידיהן daß . alle Schichten unseres Volkes ihren Stolz darin setzen שמעון הצדיק לבש ׳בגדי כהונה .ומבוקוח של אור בידיהם den Trägern der Thora, den כהנים unserer Zeit., die Verbreitung des Lichtes zu ermöglichen. הזהרו בבני עניים שמהם תצא תירה lautet die Parole unseres Vereines, die Inschrift unserer Fahne: Achtet darauf, das nicht nur die, die die gütige Vorsehung nut tte1c.u.״mer1i nesenenkte, sondern daß auch jene, die von Armut bedrückt sind, sich der Thora widmen הזחרו בבני עניים שמהם תצא'חורה nicht nur ילמדו׳ sondern שמחם תצא חורה Werber für die Thoraidee werden. t ״ הזה רו ב ו ו ר י ד י ן כר יודאGebet acht auf die Adern, wie es Rabbi Juda lehrt.“ ~ אל גנות אגוז ירדתי, למה נמשלו ישראל לאגוז, האגוז הזה.עצו משמר את פריו, כך ישראל עוסקים בחורה וחבריהם עוסקים בגמילות 'הסריס, אמר ר לוי האגוז הזה יש בו שלשה מינים, אגוזי פרך, ובינונים, וקטרונים, של םרך שנפרך. מעצמו, והבינוני יאחה מקיש עליו ונשבר, והקטחנים מתקשה לשבור ואחה מקיש עליו באבן לשברו אעפ*כ אין תועלת בו, כך הם ישראל, יש מהם עושים מצוד! מעצמם׳ ויש מהם שאתה חובעם למצוה ומיד הם נותנים, ויש בהם שאפילו אתה מקיש עליו כמה פעמים אין מועיל הימנו כלום, ״In den Nußgarten stieg ich hinab. Warum ist Jisroel zur Nuß verglichen? Wie bei der Nuß die Holzhülle seine Frucht hütet, so auch ein Teil Jisroels beschäftigt sich mit Thora, und ihre Genossen fördern dies durch ihre Mildtätigkeit, Rabbi Lewi lehrte; Die Nuß hat drei Gattungen. Nüsse, die sich leicht öffnen, mittelmäßige und harte. פרך die sich von selbst öffnen, בינונים du schlägst auf ihr und sie zerlegt sich, קטרוגים sie ist schwer zu zerschlagen, du schlägst auf ihr mit einem Stein, es ist aber vergebens. So ist auch Jisroel. Es gibt unter ihnen einige, die die Mizwoh aus eigenem Antrieb ausüben, einige, die du auf forderst zur Mizwoh und sie geben sofort, einige, du darfst sie angehen auch mehrmals und deine Arbeit ist erfolglos.“ האגוז הזה עצו משמר אח פריו, כך ישראל עוסקים בתורה וחבריהם עוסקים בגמילות הסדים. Diese מדרש -Stelle zeigt uns klar und deutlich Programm und Wege unseres Vereines, Wie die härte Schale dazu dient, die Entwicklung des Kernes zu ermögliehen und sie vor schädlichen äußeren Einflüssen zu bewahren, so ist es auch. die stolze Aufgabe unseres Vereines, den Früchten; des jüdischen Stammes, den Bachurim, die Reife, das Werden zu ermöglichen, ihren Lerneifer und ThoraUebe zu'erhalten und die verderblichen Strömungen der Zeit Von ihnen fernzuhalten, Wie der Kern, , wäre ,er ungeschützt; den Uhhillch der Zeit aus-* gesetzt, zugrunde ־. gehen, würde, so würden auch die Früchte ani Lebenshäuha des jüdischen Volkes ohne Förderung den 1gefährlichen 1Eiftflüssen der Stunde zum Opfer fallen. Die sengende Hitze der Entbehrungen würde sie Verdorren, die Kältewelle der Irreligiosität, die sich Uber die Welt ergießt, zusammenschrumpfeh lassen. אגוזי טרך שנ&ך'מעצמו, בך הם ישראל, יש מהם עושים מצור, מעצמם. Jede Bewegung hat namenlose, unbekannte Helden, die Unaufgefordert, so nur der Ruf erschallt, die Fahne auf gepflanzt wird, sich bereitwillig, Opferfreudig in den Dienst der heiligen Sache stellen. Wie ließ es das Herz hoher schlagen, als Wir es sahen, daß Menschen, die der Wellengang des jüdischen öffentlichen Lebens gar nicht erreichte, die unsere . Organisationsarbeit gar nicht erfassen konnte, ihre Opfer auf dem Altar der Thora niederlegten. Betrachten wir die schönen Summen, die sie uns zur Verfügung stellten, dürfen wir stolz und selbstbewußt sagen: ״Judentum, du hist das auserwählte Volk G-ttes! Judentum, du bist das Volk mit goldenem Herzen, das Volk mit. edler Seele." Die ימים נוראים kündigen ihr Kommen an, wir sagen täglich mit. zermürbtem Herzen, gebrochener Seele die דווי• Es ist uns ein Bedürfnis, die falsche Scham abzulegen und hier vor der großen Oeffentlichkeit zu bekennen in den bangen, schweren Stunden, die den Führern eines Vereines nicht erspart bleiben, in den Stünden, da der Mut sinkt, der Arbeits- Wille zu erlahmen droht, die Begeisterung erlöschen will, daß nur die Selbstlosigkeit, Hingebung dieser unbekannten Männer unseren Mut auf gerichtet, unseren Willen gestählt, unsere Begeisterung wieder auflodern ließ. Wir .sagten uns: ״Wenn diese Männer, die gar nicht im Rampenlichte der Oeffentlichkeit stehen, von solch grenzenlosem Pflichtbewußtsein beseelt sind, dürfet Ihr, auf deren Schultern die volle Verantwortung lastet., Euch von grauen Sorgen, kleinlichen Nörgeleien einschüchtern lassen?" Sie haben uns wieder Lust zur Arbeit, Kraft zur Ausdauer, Liebe zum Schaffen eingeflößt. Wir erfüllen eine Ehrenpflicht, wenn wir ihnen von hier, von der Tribüne unseres Vereines, den Dank, den unvergänglichen Dank der Thora übermitteln. הבינוני אחה ,מקיש עליו ונשבר, יש מהם שאתה חובעם למצוד, ומיד הם נותנים. ... Nicht immer, nicht überall, nicht bei einem. jeden war unsere Arbeit so leicht. Man müßte über die Wunderkräfte der Propheten אליהו und שמואל verfügen, wenn man wollte, daß der Bau des Vereine^ ohne mühseliger, konzentrierter, anstrengender Arbeit fertig werde. אליהו konnte Häuser hauen, שמואל Pflanzen, Bäume aus der Erde locken, einen Frühling hervorzaubern mit einem Wink, durch ein Wort..Bei uns geht das nur durch Ströme von Schweiß, durch durchdachte, zielbewußte, ununterbrochene, jahrelänge Tätigkeit. י כי תבאו אל הארץ ונטעתם כל עץ מאכל הה*ד עץ חיים הוא ..למחזיקים.בה. Wenn ihr ׳ Euch im Lande niederlasset, Sklave der Scholle, Diener, des verwöhnten Gaumens werdet, ' vor keiner Arbeit zurückschrecket, um all’ seine Wünsche zu befriedigen, darum Bäume aller Art pflanzet, vergesset nicht, daß Ihr außer der Scholle noch einen Herrn habet: die Seele. Ihr müsset auch für ihre Bedürfnisse, für‘die Notwendigkeiten des jüdischen Geistes, sorgen, und ׳eben- 30 ונטעתם wie ihr Euch keiner Illusion hingebet, daß der frömmste Wunsch, inbrünstigstes Verlangen, Reld und Garten bewegen, ihre Früchte Euch zu Füßen ^legen, ihr werdet den Boden entsteinen, die Erde auflöckern, die edelsten Stöcke pflanzen und die mit Vorsicht und Umsicht pflegen, so sollt Ihr mit allen Werkzeugen und Behelfen für die Ziele des jüdischen Volkes arbeiten, die Hindernisse aus dem Wege räumen, den Boden der Oeffentlichkeit bearbeiten, dort Eure Ideale versenken, mit fürsorglicher Liebe über ihr Wachstum wachen, dann habet Ihr Eure Pflicht erfüllt. Wir dürfen schweigen: der Aufstieg, die Prosperität des Vereines sprechen für uns. Sie stellen uns das Zeugnis aus, daß wir ehrliche Sachwalter seiner Interessen gewesen. Würden wir Ihnen melden, daß der Besitzstand unseres Vereines nicht abbröckelte, daß seine Hilfstätigkeit sich in den alten Grenzen hielt, wäre es auch ein Erfolg. In einer Zeit, in der die alten Bauten der Humanität und Menschenliebe infolge der Krise und Schrumpfung der פרנסה zur Ruine werden, steht unser Verein, unser junger Verein, der Verein ohne Vergangenheit, der Verein, der vor einigen Jahren aus dem Boden ■gestampft würde, unversehrt da, seine Grundfesten sind nicht erschüttert. Dank der nie versagenden Gnade השיית, der nie versiegenden Thoraliebe uneres Volkes, dürfen wir Ihnen melden, die Entwicklung des Vereines ist nicht erstarrt, seine Ausdehnung hat noch nicht die Grenze erreicht, er ist noch immer im Wachstum begriffen. Der Verein wird immer größer, mächtiger, das Verständnis und förderndes Interesse für seine Ziele dämmert in immer breiteren Schichten, die Idee, die wir in die Oeffentlichkeit geworfen, zieht immer weitere Kreise, wie der ins Wasser geschleuderte Stein, das Ortsgruppennetz wird immer breiter, dem Gedanken des Vereines entströmt immer mehr anziehende und werbende Kraft, Ein kurzer Rückblick über die Tätigkeit des Vereines im verflossenen Jahre wird unseren Optimismus rechtfertigen. Wir sind Optimisten nicht nur darum, weil man ohne Optimismus keinen Verein führen kann, wir 'sind es auch aus dem Grunde, weil uns die Ergebnisse des vierten Vereinsjahres hiezu berechtigen. Sprechen wir von der Tätigkeit des Vereines, so denken wir zuerst an die Ortsgruppen. Nicht nur darum, weil ihr Ausbau die größte Mühe und Ausdauer erforderte, nicht nur darum, weil wir ihnen, ihrer Ebbe und Flut, die größte Aufmerksamkeit zuwenden, sondern, weil sie das wichtigste Organ; des Vereines, seine ergiebigste Einnahmsquelle bilden. Die Ortsgruppen sind das Gerippe des Vereines, ohne sie würde er Zusammenstürzen. Alles andere baut sich um ihnen und auf ihnen auf. Seit der Gründung des Vereines waren sie unser Sorgenkind und wir sind stets bestrebt, die Verbindung mit ihnen inniger, organischer zu gestalten, War auch in der Vergangenheit das Erträgnis der Ortsgruppen zufriedenstellend, erfüllt uns die Zukunft mit. banger ■Sorge, Täglich senken'sich schwärzere Wolken auf die erwerbenden Massen, täglich fordert die Krise neue Opfer, Das‘ Schicksal eines wohltätigen Vereines ist aber unlöslich mit der Wirtschaft-׳ liehen Lage der Allgemeinheit verknüpft, sie wird von ihr am stärksten beeinflußt, Wir sehen aber auch hier

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