Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 45 (30.11.1934)
- Date
- 1934-11-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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"׳ ״ . . ■י־ - Es geht nicht an, im Rahmen eines kur2en 2eitungsbefichtes ein lebenstreues, die ,geistigen ZÜgö bis iä. alle Details festhaltendes Bild R. Samuel Mehners 2u ÄMeh^ Ich' ffiuft mich darauf beschränken, in großen ümriasifi den herben Verlust au skfÄren, den der R. Samuel Büchners für das slowakische orthodoxe Judefr tufft bedeutet. Was die altehrwürdige Kehiliö Sp.-Podhradie äö ihrem 1angjähtigeftr: in Ehren er^rauteu Präses verlöre!! hat» das au schildern vermag bloß ein solch eloquenter Redner Wie der ehrw. Oberrabbiner L. Spitzer, der iö seinem tiefergreifenden Hesped — den er im Anschlüsse, an eine am vorvergangenen Sönntag stattgefundene ׳Präuerversammlüng im Beisein vieler Qemeindemitglieder und Gäste aus dem Rabbinatsbeairke hielt — all die blühenden Gemeindeinstitütionen auf zählte, die ihre E2istena der Genialität und dem Feuereifer R. Samuel Eich* ners au verdanken haben, ohne —* was hinwieder für die beispiellose Reinheit seines Charakters zeugt — das Gleichgewicht des finanziellen Haushaltes der Gemeinde auch nur im entferntesten erschüttert Zu haben. Es wäre aber weit gefehlt, anzunehmen, daß sich die segensreiche Tätigkeit R. Samuel Eichners bloß auf seine Gemeinde erstreckt hätte, wer Gelegenheit hatte, irgendwie in das GetriCbe der orthodoxen Landesorganisation Einblick nehmen, öder gar an demselben sich persönlich mit* beteiligen zu können, wird Zeugenschaft ablegen für den Eifer und die seltene Begabung, mit welcher R. Samuel Eichner als langjähriges Verwaltungsausschußmitglied der orthodoxen :Landesorganisation jede Frage behandelte, die das Glaubensleben des orthodoxen Judentums berührte. Ganz unvergeßlich wird der Heldenmut bleiben, mit dem er gegen die zionistischen Angriffe kämpfte, welche die Leitung der Landeskanzlei wegen ihrer intransigenten Haltung gelegentlich der Parlamentswählen des Jahres 1925 zu ertragen hatte. Groß und unersetzlich ist der Verlust, den das orthodoxe Judentum mit dem Hinscheiden dieses eines seiner Besten erlitten hat, und noch lange klaffen wird die Lücke, die mit seinem Tode in dem Schutzwall der jüdischen Glaubenstreue gerissen wurde. ונפקדת — כי יפקד מושבך. תנצב*ה. Samuel Reiner, Preäov. ׳ — Söätttäg» den ii. Kisiew, wurde itt Romafh» dii Mäzewon auf das Grab des vor cihem Jahr verstorbenen Gemeindepräses samüel Fleischmä hh z. 1. gesetzt, hei Welcher Gelegenheit Sr. Ehrw. Herr Oberfabbiner lefkovits einen tiefempfundeneri Hesped hielt», indem er die Persönlichkeit des Verewigten: schilderte und darob ergreifende Mussarworte an die Söhne des Niftor richtete, ,תצצביך. BEKIZZUR.. — Rabbinatskandidaturen in Trnava. Von den zwei Kandidaten, die auf den hiesigen Oberrabbinerposten aspirieren, hielt am Schabbos Parschas Wajischlach als erster . der als besonders großer מושלם und als חריף bekannte Herr Mails johu Reiche n b e r ge r, Sohn unseres unvergeßlichen Oberrabbiners s. Z. 1., eine Probedroscho. Sowohl das Charifus wie auch das Magidus bezeugten sein großes Wissen und seine folgerichtige Geistesarbeit. Die inhaltsreiche und formvollendete Droscho entzückte alle Anwesenden. . — Sijum in Trnava. Die hiesige Chewro Schaß veranstaltete einen gutgelungenen Sijum auf Traktat ״Schabbos". Bei Beteiligung sämtlicher Bne Teuro begann die imposante Feierlichkeit, indem Herr Leopold Schück einen wohldurchdachten ״Hadron" sagte. Es sprachen ferner die Herren Josef Fürst, Israel Abelesz, Aron Raab und Leopold Schück. Das Schlußwort hielt Chewrogabboi Herr Philipp Brody. Oberkantor Leimsieder verlieh durch seine Schiros wetischbochos dem Abend ein gemütliches Gepräge. —• Neuwahlen hei der NItraer Aguda-Jugend. Am 18. ds. fanden die Neuwahlen in den Vorstand der Agudas- Jisroel-Jugendgruppe statt. Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: Präses: Julius Bock; Vizepräses: Julius Weiß senior; Sekretär: Salomon Weber; Kassier: Josef Weiß junior; Gabboim: .Tosef Vorhand, A. Rosenthal; Sman- Tfilo- und Limud-Sektion: Armin Stark; Obmann des Keren Hajischuw und der ״B"-Gruppe: Isidor Katz; Leiter der ״C“־Gruppe: Hillel Roth, Jenö Roth; Obmann des Keren Hathora: Armin Zilz; Kontrollore des Keren Hathora: Moses Zilz, Alex. Antmann und M. Stark; Kassier des Keren Hathora: Alex Klein. — Berehovo. Die •Mitglieder der neuen Gemeinde wandten sich in einem Offenen Brief an den Kultusminister Krömäf, sowie an den Gouverneur von P.- K.-R., Rozsypal, in welchem sie zur Schlichtung der zwischen den beiden Gemeinden bestehenden Differenen ein rabbinisches Schiedsgericht (Din-Thora) fordern. ''׳v׳.Hesped nach R. Aron Kohn s. z. 1. Sonntag, den 18. Kislew, veranstaltete die Vereinsleitung der Jessod- Hathora eine große Traüerversammlung. In den drei aneinanderschließenden großen Lehrsälen hatten sich fast alle'ehemaligen *Talmidim des unvergeßlichen Meisters versammelt. Auch eine große Anzahl BalC-Batim würdigte die Verdienste des Niftors mit. ihrem Erscheinen. Rabb. D. H. Petöny schilderte in einem sinnreich gehältenen Nachruf die besondere Frömmigkeit und Bescheidenheit des Verewigten. Unter anderem betonte er, daß der Niftar trat? der vielen schweren Schicksals- Schläge, die ihn betroffen haben, trotz der fast, unerträgliehen SeelenpeinSi in seinem Tmimus fest, blieb. Er suchte Trost nur bei unserer heiligen Lehre. Wir müssen suchen — sagte der Redner — wo die Sünde steckt, um derentwillen uns dieser Zaddik so jäh entrissen wurde. Nach dem Hesped wurde ״Sch'ß" unter alle Talmidim verteilt, das bis zur ersten Jahrzeit auszulernen ist. Unser Gaumen ist verwöhnt. Auch bei Torten und Mehlspeisen wollen Wir nun den 1ms zusagenden besbnde.ren Geschmack, sei es Zitronen-, Mandel- oder Rumaröhiä, nicht missen. Nicht immer hat aber die Hausfräu die Früchte zur Hand, oft müßte auch wegen der benötigten paar Tropfen Saft eine ganze Zitrone geopfert werden. Die kluge Hausfrau greift daher gerne zu Dr, Oetkers ׳Backölen, die in Zitronen-, Mandel- und Rumgeschmack erhältlich sind und von denen wenige Tropfen genügen, um dem Teig der Torte oder des Kleingebäcks den gewünschten Geschmack zu verleihen. Ueberaus ausgiebig, sparsam im Gebrauch und jederzeit zur Hand, vereinigen diese jüngsten Oetker-Erzeugnisse Vorzüge, die gewiß jede Hausfrau zu schätzen weiß. 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Daher gibt es für das orthodoxe Judentum, für seine Führer und die sonst maßgebenden Faktoren keine heiligere und dringendere P f 11 c h t, als den Schabbos zu retten. In der Slowakei wird neuerlich das Verlangen laut, daß man die 'imgekürzte Sonntagsruhe gesetzlich auf die ganze Republik ausdehne. Welche katastrophalen B'olgen eine solche Bestimmung für die orthodoxen Juden nach sich ziehen müßte, darüber nachzudenken ist schon qualvoll. Diesem Unglück vorzubeugen ist unsere Pflicht. Allgemein wird betont, daß mit diesem Verlangen nur einer sozialen Pflicht Rechnung getragen werden soll. Es ist aber allbekannt, daß niemand dieser sozialen Menschenpflicht so ■vollkommen nachkommt wie gerade der strenggläubige Jude. Wenn man der arbeitenden Klasse gegenüber_ so human vorgehen will, wird man doch den Angehörigen des jüdischen Glaubens gegenüber nicht inhuman sein und sie entweder wirtschaftlich oder religiös zugrunde richten wollen, indem man ihnen die Wahl Vorlegt, entweder ein Sechstel der Veröienstmögliehkeit oder den ׳Schabbos aufzugeben. Der gläubige Jude ist immer ein produktives, verläßliches, staatstreues Mitglied der Gesellschaft und ein’ loyaler Bürger des Staates. Jetzt ist die geeignetste Zeit, daß die orthodoxe Zentralkanzlei und alle die, die im Judentum eine Führerrölle innehaben, bei der Regierung die Schaffung eines Gesetzes anstreben, welches zur Einhaltung eines Ruhetages in der Woche verpflichtet, es im übrigen aber der Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber überläßt, den Ruhetag am Samstag oder Sonntag zu halten. Ein solches Gesetz würde kein Novum sein, denn es gibt Staaten, in denen eine solche Regelung schon lange besteht. Mit der Einleitung dieser Bestrebungen darf nicht gezögert werden. Wenn sich die Zentralkanzlei, der Rabbinerverband und alle jüdischen Körperschaften zusammenschließen und sich hinter dieses Projekt stellen, mit ganzer Kraft und Energie für dieses Projekt eintreten, dann wird m. G. H. der gewünschte Erfolg nicht ausbleiben. בל העוסקים עם הצבור לשם שמים, וכוח •אבותם מפיעחם Hermann Lövy. Von den HGaChschoro-Stätten. Die Agudas-Jisroel in Jugoslawien konnte seit August d. J. ihren Hachscharisten in Gjurdgjevac größtenteils Zertifikate beschaffen. Sechs von ihnen, meistens aus Deutschland kommend, sind bereits nach Erez gegangen, während die übrigen zuvor noch die Jeschiwo besuchen wollen, trotzdem sie ■ihre Papiere, die ■sie zur Ausreise berechtigen, schon in Händen haben. Dieser Tage kamen wir in den Besitz eines weiteren Zertifikates, das einem seit mehr als zwei Jahren auf ■der Hachschoro tätig gewesenen Suboticaer Agudisten zugute kommt. Die Trauer um König Alexander. Am Mittwoch, den 21. ■d. M., begab sich eine aus etwa 300 Mann, bestehende jüdische Abordnung unter Führung von Großrabbiner Alkalay nach dem Oplenac, der bei Belgrad gelegenen Grabstätte weil. König Alexan-' ders I. Sämtliche jüdischen Gemeinden Jugoslawiens, Ver-' bände und Vereine, unter ihnen auch Agudas-Jisroel, entsandten ihre Delegierten. Großrabbiner Dr. Alkalay sprach ein Gebet und nachdem, noch verschiedene Redner zu Worte kamen, wurde ein kunstvoll ausgearbeiteter silberner Kranz am Grabe des Königs niedergelegt. — Ehre seinem Andenken. Palästina-Fahrten auf dem Landweg Billige Sonderfahrten Reisedauer: Wien—Haifa nicht ganz 4 Tage Abfahrt: Sonntag, den ,6. Jänner 1935, von Wien-Ostbahnhof Ankunft Donnerstag ‘ Rückfahrt: am 26, Jänner von Haifa. Bequeme Fahrt / Schlaf- und Speisewagen / Rituelle Küche Es werden Platzkarten ausgegeben Anmeldungen für Purim-Pessach- und Makkabiade- Fahrten werden bereits entgegengenommen Auskünfte und Kartenverkauf; Oesterr. 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Kislev, Mincha 4 Uhr, -שיק ויש Morgengebet 7 und 9.30 Uhr, Mincha 3.30 Uhr, 4.50 מוצשיק Uhr. An Wochentägen Morgengebet 6.30. Uhr, Miucha 4 Uhr, ' jenttoer. Herausgetxsr una Vwfrag PaTW Tttrta (fite eine Arlwltagem^pacliaft), Wien, n״ Malügaaae 12 a. - Verantwortlicher Redakteur: Karl RJebter, Wien, -n./Fnu»־ HocheaUoger-Gasse 2. - Druck: Dructorel. una v־rtage- A.-G. lg. Stetomatm, Wto, PC, VBlTwsitStaatraßs 6-8.