Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 43 (16.11.1934)
- Date
- 1934-11-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JüDISCItß PftESSE Nr. 43 und mehr Zwistigkeiten hervorruft, mißbilligen und bekämpfen. Früher oder später werden sowohl Juden als auch Araber einsehen müssen, daß keiner von beiden imstande ist, den Widerstand des andern zu brechen und daß sie zusammen leben und zusammen arbeiten müssen in Palästina. Im Jahre 1930 machte Dr. W e i 2mann der britischen Regierung den Vorschlag einer round-table-conference, um eine Vereinbarung für die tatsächliche Zusammenarbeit von Juden und Arabern zu schaffen. Ich habe allen Grund anzunehmen, daß die Jewish Agency heute diesem Vorschlag aus vollem Herzen zustimmt und ich glaube, daß die Agudas Jisroel in einer solchen Konferenz eine ganz hervorragende Rolle spielen könnte. Diesem Gedankengang entsprechend, wage ich es auch anzunehmen, daß die agudistische Organisation am besten tun würde, ihre Arbeit in diese Richtung zu lenken, zum Wohle von Erez Jisroel und des jüdischen Volkes. Deshalb kann Agudas Jisroel sowohl in den Vorverhandlungen für eine solche Konferenz, als auch in der Konferenz selbst, Vermittler zwischen den Arabern und dem jüdischen Volk für das Wohl Palästinas und all seiner Einwohner sein. Eine andere Stellungnahme aber kann von schwerstem Schaden für unsere Organisation als solcher und für die Hoffnungen, welche die Weltjudenheit an Erez Jisroel knüpft, sein. Die ״Erfüllung“. Die ״Reichspost״ für christlicli־jüdische Verständigung. In ihrer Nummer vom 9. November veröffentlicht die ״Re ichspos t“, das Organ der österreichischen Regierung, einen von Pater G. Bichlmaier gezeichneten Artikel, in dem dieser das Erscheinen einer neuen Zeitschrift, genannt ״E r f ü 11 u n g“, ankündigt, die der Verständigung zwischen Juden und Christen durch gegenseitiges Näherkommen und ,Verstehen dienen soll. Die erste Nummer, die mit dem Gruß und dem Segen des Kardinal-Erzbischofs von Wien eingeleitet wird, ist bereits erschienen und die jüdische Presse der verschiedenen Parteischattierungen hat zu ihr parteimäßig Stellung bezogen. Für uns religiöse Juden von Wien ist es ungleich verantwortungsvoller, zu dem neuen Versuch Stellung zu nehmen; da in den einleitenden Worten bereits richtig festgestellt wurde, daß das .Tudenproblem kein rein nationales und kein rein rassisches, sondern ein tief im Religiösen wurzelndes ist. Wir, wie alle religiösen Menschen der Welt., stehen auf der in unserer Religion tief begründeten Auffassung, daß die religiösen Menschen über alles Trennende hinweg leichter zu einer Verständigung kommen müssen und können als irgendwie anders gruppierte Menschen. Wenn also hier ein Versuch gemacht wird, eine Verständigung zwischen Juden und Nicht juden durch gegenseitiges Näherkommen zu erzielen, so ist das ein Beginnen, das wir von Haus aus aufs herzlichste begrüßen müssen, zumal die Person des edlen Kirchenfürsten Dr. Innitzer uns die Gewähr bietet, daß der Verständigungsgedanke durch keine Nebentendenzen getrübt werden wird. Wenn wir uns trotzdem mit dem Inhalt der ersten Nummer dieser Zeitschrift nicht־ ein v e rs t anden erklären können, so ist auch dies in unserer religiösen Lebensauffassung tief begründet. Es gehört zu den religiösen Grundprinzipien des Judentums, daß wir die religiösen Menschen aller anderen Konfessionen nicht nur achten, sondern daß wir an den Ausspruch unserer Weisen glauben, daß חסידי אומות העולם יש להם חלק לעולם הבא die Frommen der anderen Völker, genau so wie die Frommen des jüdisehen Volkes, des ewigen Lebens der künftigen Welt teilhaftig werden können und teilhaftig werden. Es ergibt sich daraus zwingend, daß wir die religiöse Verpflichtung haben! die religiöse Entfaltung der anderen Völker nicht nur nicht zu hindern, sondern sie sogar zu fördern, und daß unsere primäre Forderung an den Gerechtigkeitssinn der anderen Völker darin besteht, ihnen die religiöse Gleichberechtigung auch für uns Juden abzuverlangen. Es ist müßig, darüber zu sprechen, daß wir Juden Fehler haben, ebenso wie es sinnlos wäre, beweisen zu wollen, daß auch die Nichtjuden nicht ohne Fehler sind. Wir sind alle Menschen und als solche mit menschlichen Fehlern behaftet.. Und diese menschlichen Fehler auf das notwendigste Mindestmaß einzuschränken, die Voraussetzungen für ein sittliches Emporsteigen der Menschheit auf das notwendige Maß zu steigern, ist ausschließlich die Entfaltung. des religiösen Gefühls im Menschen imstande. Erst wenn alles Tun der Menschen überschattet sein wird vom Glauben an die g-ttliche Waltung eines einzigen G־ttes, der der Schöpfer und der Lenker ist, der lohnt und straft, der unvergleichbar und unerreichbar ist, dann wird es möglich sein, das sittliche Niveau der Menschen so zu gestalten, daß sie einander, wie die gemeinsamen Diener eines allmächtigen Herrn, im gemeinsamen Dienst die Erfüllung ihrer Aufgabe sehen, die miteinander und nicht gegeneinander dem höheren Willen sich unterstellen. Dazu ist es aber nicht notwendig, daß wir gegenseitig die Rollen tauschen, daß wir unsere Aufgaben miteinander verwechseln, daß ־wir Juden im christlichen Sinne und daß vielleicht Christen im jüdischen Sinne religiös werden. Unserer jüdischen Lebensauffassung genügt es, wenn Nichtjuden die Gebote ihrer Religion so halten, wie wir es fordern, daß die Gebote unserer Religion von unseren Glaubensgenossen gehalten werden. Das Einigende an beiden muß der g-ttliche Glaube sein. Wenn die Verständigung s o auf gef aßt wird, dann werden wir Juden — und dieser Aufgabe hat sich die Orthodoxie immer nur gewidmet — uns darauf zu beschränken haben, unsere Jugend in religiösem Sinne zu erziehen und sie zu lehren, die religiöse Gesinnung anderer, in welcher Form immer sie sich äußert, zu achten. Wir wären glücklich, wenn die ״Erfüllung" sich der gleichen Aufgabe in christlichen Kreisen widmen würde. Dann würde über die trennenden Einzelheiten der religiösen Formen und des Glaubens hinweg die Verständigung .aller religiösen Menschen zu einer religiösen Gemeinschaft ein Leichtes sein. Und wer weiß, ob wir nicht so am raschesten zum Endziel allen religiösen Strebens kommen, das der Prophet in dem schlichten Satz ״ ומלאה האר׳ן דעה את ח׳ קמים לים ממשישund es wird voll werden die Welt der Erkenntnis G-ttes, so wie die Wasser die Tiefen bedecken", zum Ausdruck bringt. Ueber die unterschiedlichen Tiefen des Meeres eint sie die flache Wnsserdecke. In diesem Sinne der ״Erfüllung" zu dienen, wollen auch wir uns gerne widmen; S, S. 1 Im Alter von 46 Jahren ist am Dienstag, den 28. Cheschwan, Oberrabbiner Benzion Katz von Czernowitz in einem Sanatorium in der Nähe Wiens verschieden. Man wußte seit kurzem, daß Czernowitzer Raw an einem schweren Leiden laboriert. Aber wer wollte ahnen, daß das Unglück so rasch eintreten könnte. Wieder hat das jüdische Volk einen unersetzliehen Verlust erlitten. Nach dem Chofez-Chajim, dem Lubliner Raw, dem Czortkower Rebbe und Rabbi Mosche Mordechai Epstein צ ׳ל? hat mit Czernowitzer Raw ein Mann für immer die Augen geschlossen, den sein ausgedehntes Thora-Wissen, seine unermüdliche Klall-Arbeit, seine Herzensgüte und Menschenliebe dazu auserkoren zu haben schienen, einstmals noch in den vordersten. Reihen der Führer des gesamten jüdischen Volkes zu stehen. Ein Führer besonderen Formats ist mit Czernowitzer Raw dahingegangen. Wer ihn gekannt hat, war in den Bannkreis seines ragenden Geistes gezogen. Wer seiner Hilfe bedurfte — fand sie und Ist ihm für immer in treuer Anhänglichkeit verbunden geblieben. Wer Czernowitzer Raw in seiner von tiefster Ueberzeugung und unerschütterlichem Glauben getragenen Arbeit beobachten, seine Prinzipienfestigkeit bewundern, sein leuchtendes Anlitz, aus dem Gttvertrauen und unbeschreiblicher Bitochaun geradezu hervorzuschießen schienen, verstehen konnte — der wird den Gedanken, daß dieser Mensch nun nicht mehr unter uns weilt, kaum fassen und schon gar nicht verschmerzen können. Kaum ist ein Jahr verstrichen, da der nun Verblichene dem ihm genau im gleichen Alter in den Tod um ein Jahr vorausgegangenen Lubliner Raw s. Z. 1. hier in Wien einen Nachruf hielt. Und nun ist auch er ihm in die Hallen der Ewigkeit gefolgt. Fleiß im Thoralernen war die ausgeprägteste Eigenschaft dieses Großen in Jisroel. Bis zum letzten Atemzuge hielt er die Gemoro in der Hand. Und nun steht das ganze jüdische Volk in tiefe Trauer gehüllt an seiner Bahre. Tiefe Anteilnahme .wendet sich seiner von Schmerz gebeugten Witwe zu, die ihn aufopferungsvoll gepflegt und gehegt hätte und in deren Hand er seine reine ■Seele aushauchte. Er hinterließ keine Nachkommen, aber die Werke, die er geschaffen, bleiben füralle Zeiten ein ,beredtes Zeugnis für das Leben und Wirken des großen,. unvergessenen Führers — des Czernowitzer Raw. Des Niftar Lebenslauf. Als Sohn eines Kaufmannes im Elul 5648 in Sereth (Rumänien) geboren, ging י ihm schon in ganz jungen Jahren der Ruf des ״Serether IIui" voraus. Kaum 20 Jahre alt, heiratete er die Tochter des in!ganz Polen bekannten Awrohom Backenroth s. 1. und bevor er noch eine erste Rabbinatswürde bekleidete, gab er ein Werk über קדושת ירושלים והמקדש בזמהיז unter dem Titel ״ירושלים דדהבא “ heraus, das die Aufmerksamkeit ■aller zeitgenössischen Thoragrößen auf ihn zog. Nun wurde er zum Raw von Borszczöw gewählt (1912), wo er bis zum Kriegsausbruch verblieb. Inzwischen erblickte ein zweites Werk das ,Licht der Welt, sein Kommentar “״מתקלן דקשוט zu dem Werke seines Großvaters, Rabbi Mosche Zwi Heller ■aus Buktschewitz s. Z. 1., ״Gaon Zwi". Die Kriegsjahre, die er in Wien verbrachte, sahen ihn nun in seiner weitausgedehnten, ersprießlichen Klälltätigkeit. Das Badner Waisenhaus, dessen Initiator und erster Begründer er war, wird stets an seine Wirksamkeit erinnern. Als Vertreter der Orthodoxie im Joint-Komitee verstand er es, die Unterstützung auch der dem Thorastudium obliegenden Bachurim zu erwirken. Ununterbrochen■'w’är seine Türe von Hilfesuchenden belagert, denen er tätige Unterstützung angedeihen ließ. Als in Lemberg ein Rabbiner -'Seminar gegründet werden sollte, trat er als erster auf den Plan, um gemeinsam mit Buczaczer und Brodyer Raw s. Z. 1. ■diese Absicht zu ve.rhin de rn. Er hielt das Amt eines orthodoxen Raws ..mit dem Studium profaner Wissenschaften für unvereinbar und die genannten rabbinischen Autoritäten bezeichneten ihn damals als einen der פרחי כהונה» ,der die Wachsamkeit der lebenden Geistesheroen auf die drohenden Gefahren aufmerksam machte. Großen Anteil hatte der Verblichene an der Gründung und den ersten Anfängen der Agudas- Jisroel-Jugendgruppe in, Wien, der er Zeit seines Wiener Aufenthaltes immer als Führer zur ׳Seite stand. Als das rabbinische Oberhaupt aller jüdischen G ef an g en e n 1 a g e r in der Monarchie sorgte er für deren koschere Verköstigung, für die Veranstaltung von Schiurim und1 ihr sonstiges leibliahes und seelisches Wohl. Unbeschreiblich warv die Thorabeflissen־ heit des Verblichenen. Nicht weniger als etwa fünfzig Mal hat er שים beendet und ׳als מרביץ תורה ברביש zählen sich nicht bloß eine Reihe heute schon bekannter Talmide-Chachomim stolz zu seinen ׳Schülern, sondern allen Wiener Thorästätten galt sein Augenmerk, voran der eben reorganisierten ״Or Thora", die sein ureigenstes Werk darstellt. An der Aguda-Bewegung nahm er tätigen Anteil. Der ersten nach Kriegsende in Preßburg (1920) abgehaltenen Konferenz wohnte er mit den anderen in■ Wien wohnhaften ■Gedolim bei. ׳Im Jahre 1922 wurde׳ Rabbi Benzion Katz nach Czernowitz als Nachfolger des Rabbi Benjamin Weiß s, Z. 1. berufen. Und hier wieder dasselbe Bild: Das gesamte, sehr vernachlässigte Kaschrus-Wesen wurde von ihm reorganisiert. Er sorgte für die Errichtung von Talmud-Thora-Anstalten, veranstaltete alljährlich eine Winterhilfe für die notleidende jüdische Bevölkerung und sorgte für die Be- Schaffung von Mazzos für die jüdischen Soldaten. Auch hier war er ein Zentralpunkt, an den sich jeder Hilfesuchende wenden konnte. Die Todeskrankheit* Es lag in seiner Art, von Krankheit nichts wissen zu wollen. Alle Warnungen seiner Familie und Freunde, denen die Gewichtsabnahme und Blässe des äußerst starken Mannes auffielen, fruchteten nichts — Czernowitzer Raw wollte sich keine Ruhe gönnen. Bis die fortschreitende Krankheit ihn aufs ■Lager warf. Gleich nach Rosch- Haschono kam er nach Wien, wanderte — körperlich schon sehr geschwächt — von Sanatorium zu Sanatorium, doch für die Kunst der Aerzte war es zu spät. Schon schien eine Besserung eingetreten zu sein, da — so wollte es die allweise Vorsehung — eine Komplikation im Krankheitsbild hinzukam und Czernowitzer Raw s. Z. 1. am Dienstag nachmittags, bis zum letzten Atemzuge bei vollem Bewußtsein, in der Hand seiner ihn aufopferungavoll betreuenden Gattin seine heilige Seele aufgab. Am Morgen des gleichen Tages ware.n Freunde, die auf den Alarmruf in der Nacht aus Wien herbeigeeilt waren, beruhigten Herzens heimgefahren — am Nachmittag war durch einen zweiten Herzanfall das Unglück, im Sanatorium ״Wienerwald״, zwei Stunden von Wien entfernt, geschehen. Die Lewajoh. Mit Blitzeseile verbreitete sich die Todesbotschaft in Wien und in der ganzen Welt. In seiner Heimatstadt Czernowitz wurde die Schließung der jüdischen Geschäfte am Tage der Lewajoh angeordnet. Nachdem die sterblichen Ueberreste am Mittwoch von Pernitz nach Wien in die Räume der Agudas Jisroel überführt worden waren, fand am Donnerstag die Lewajoh statt. Eine unübersehbare Menschenmenge füllte die Straße und zeugte für die ׳Beliebtheit und Anhänglichkeit, deren sich Czernowitzer ׳Raw s. Z. 1. erfreute; Samtliehe Mitglieder der rebbeischen Familie, sämtliche orthodoxen Rabbiner und die Gemeinderabbiner, mit Oberrabb. Dr. Feuchtwang und Rabb. Babad an der Spithe, Vertreter der Kultusgemeinde und Wiener Bethausvereine gaben dem Verblichenen das letzte Geleite. Nur Schluchzen und Wehrufe von solchen, denen Czernowitzer Raw s. Z. 1. einst ׳geholfen hatte, unterbrachen die herzbeklemmende ■Stille. Von der Agudas Jisroel wurde der Craun in die einstige Wirkungsstätte des Verblichenen in Wien, in das Bethaus ״Emes w'Scholaum", dann in die Schiffschul und schließlich auf das Bes-Hachajim geführt, wo der Niftar direkt neben dem Kewer des Czortkower Rebbe s. Z. 1. die letzte Ruhe fand. Oberrabbiner >S. Fürst, Reb. Wolf Pappenheim und Rabb. Hirsch Schmerler würdigten in tiefempfundenen Hespedim den Verlust dieses großen, übergroßen Führers. Herr Akiba Schreiber sprach im ■Namen des ׳Badner Waisenhauses. Generalsekretär David Tür •kl sprach die letzten Abschiedsworte namens der Familie. Mit tränenerstickter Stimme ließ Kantor Feuer das ״El mole Rachamim" ■hören, dann sagten zuerst Großrabbiner Abraham Jakob F r i e d m a n n, Sadagora,!und schließlich zwei Zöglinge des Badner Waisenhauses das ״Kaddisch". * ויבכו את השריפה... Ein Sarg senkte sich in die Tiefe, mit ihm die sterblichen Ueberreste enes überragenden Führers des jüdischen Volkes, dessen wir jetzt mehr denn je benötigten. צדיקים במיתחן הרואים ד«יים — Czernowitzer Raw lebt, er lebt in seinen Werken! Und ganz Jisroel wird ihm ein ewiges Angedenken bewahren. .זכותו יגן עלינו ועכ״י אמן Aus Polen. Die Rabbinerwahlen in Warschau. Die Wahlkommission hielt bereits mehrere Sitzungen ab. Die definitive Wahl der Rabbinen wird am Sonntag, den 18. November, vor sich gehen. 61 Kandidaten haben ihre Meldungen eingereicht,, von denen׳ aber nur sechs gewählt werden können. Der Wahlakt wird vollzogen durch die Wahlkommission im Einvernehmen mit dem Vorstande und ist geheim. Die Wahl bedarf auch der Genehmigung der Macht, so daß die Rabbinen erst nach dieser behördlichen Genehmigung ihr Amt antreten können. Beschlüsse des G. K. der Agudas Jisroel in Polen. Auf einer Plenarsitzung des C. K. der Agudas Jisroel in Polen referierte der Vorsitzende, Herr I. M. L e w i n, über alle derzeitigen Probleme der Agudas Jisroel in der Welt und in Polen, besonders Uber Fragen der Alijoh und der Hachschoroh, über das neue Organ ״Darkenu", das den Beifall der orthodoxen Welt gefunden hat, sowie Uber die Propagandaarbeit und die Schaffung eines eigenen Büros im Wilnaer Gebiet. Von der Agudakonferenz in Bratislava, an der er teilgenommen hat, verspricht er sich neuen Auftrieb für die Gesamtarbeit der Agudas Jisroel. Der Sieg der Aguda bei den Stadtrats wählen in Jerusalem sei sehr hoch einzuschätzen. Schon in den nächsten Wochen wolle er sich mit einer Delegation nach Erez Jisroel begeben, um die dort brennenden Fragen einer Lösung zuzuführen. Nach einer kurzen Debatte wurde beschlossen: 1. Die Chinuchzentrale soll durch Heranziehung neuer Kräfte verstärkt und erweitert werden. 2. Die Verteilung der von der Aguda ausgegebenen Zertifikate soll fortan durch Verlosung erfolgen, um Differenzen zu vermeiden. 3. Die Hachschorohkibbuzim wie die Werk- Stätten seien auszubauen und auf eine Basis zu stellen» daß sie sich selbst erbalten. .למדו את