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Jüdische Presse · 1934-11-09 · 42 (9.11.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
42 (9.11.1934)
Date
1934-11-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Augenblicksbilder vom Vortrag Jakob Rosenheitns. Es Kann ohne Uebertreibung gesagt werden: dies e r Abend wird 1 a n g e noch unvergessen bleiben. Es war nicht die Macht des zwingenden Logikers und hinreißenden Redners, nicht die Macht des tiefschürfenden Sozial- und Kulturphilosophen, die wir an Jakob Rosenheim bewundern, deren eindringlichen Weckruf wir am Sonntag erleben dürften, nein, es war noch viel mehr: es war die erhabene Gewalt eines glühenden jüdischen Kämpfers, die uns mit erschütternder Wucht in ihren Bann gezogen hat. Jakob Rosen- 21 e i m, in den vielen Jahren seines Wirkens für Agudas Jisroel ein Goriaul unter den GedaUlim in Jisroel geworden, hat die Gabe, mit wenigen Worten die verborgenen und darum am meisten schmerzenden Wunden der Gesamtmenschheit und im besonderen des jüdischen Volkes dort bloßzulegen, wo sie wirklich ihren Ursprung haben. Seine Mahn Worte sind von prophetischer Eindringlichkeit, seine knappen, lichtvollen Hoffnungsblicke in die Zukunft von der Tiefe eines erleuchteten Sehers. Gleich, wenn er zu sprechen anhebt, mit seiner klingenden, metallischen Stimme, wenn er in kristallklarer Logik, jedem verstündlich, den breiten Unterbau seines Vortrages ausführt, stehen die Zuhörer schon ganz unter dem Bann seiner phänomenalen geistigen Größe. Volle eineinhalb Stunden sprach Jakob Rosenheim, ohne Ermüdung, ohne eine einzige, auch nur ein wenig schwächere Stelle in seinem Vortragskonzept, eine Rede, wundervoll gerundet, aus einem Guß. Um Mizwas Jischuw Erez Jisroel. Es war ein Erlebnis... Schon beim Eintritt in den Festsaal des Hotel Continental ein Vorgeschmack des kommenden Außergewöhn־ liehen: Das orthodoxe Wien ist vollzählig erschienen. Unter den Rabbinern der Wiener Orthodoxie der Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde D r. F e u c 111 w a n g. Ueberall dichtgedrängt jüdische Menschen in gespannter Erwartung. Unsere Zeire Agudas Jisroel versieht musterhaft den Ordnerdienst. Es wird immer gedrängter, Kopf an Kopf. Bis unter brausendem Applaudieren der Redner neben dem greisen Präsidenten der Wiener Aguda, Wolf Pappenheim, beim Vortragspult erscheint, sind die Ausgänge von den Menschenmassen bereits so gut wie verstopft. ״ A gu das Jisroel und Erez Jisroel“ — Manchem der älteren Generation erscheint dies wie ein neues Programm. In Wahrheit ist es nicht so. In Wahr- :heit ist es eine M i z w o h, die in der Thauroh hakdauschoh, in der Gemoroh und von allen Kommentatoren erwähnt wird. Vielleicht ist es Jakob Rosenheim mit seinen lichtvollen, von echtem Thaurohgeiste und glühender Liebe zu Haschern getragenen Ausführungen gelungen, Mißverständnisse manch einzelner aufzuklären und richtigzustellen. Dann hat diese ״Werbeversammlung“ im besten ־Sinne des Wortes tatsächlich hundertprozentig ihren Zweck erfüllt, 1 ״Drei Krise n", führte der Redner aus, ״umklammem die Welt unserer Gegenwart: die Krise der Nation, die Krise des jüdischen Volkes, und die Krise des G -11 e s lande s, welches ja zu metaphysischer Einheit mit dem jüdischen Volke verknüpft ist". Weil die Welt G־tt verloren hat, darum windet sie sich in ihren furchtbaren politischen und wirtschaftlichen Krämpfen. Weil ihr G-tt fehlt, der die Völker zu einer geistigen Einheit zusammenbringen könnte, darum die Krise des Nationalismus. Und inmitten dieser Krise der Völker haben Söhne des jüdischen Volkes die geistigen Richtungen auf gegriffen, die die Nationen Europas ins Verderben gestürzt haben, und haben sie in das heilige Land verpflanzt: auf der einen Seite den Marxismus, auf der anderen Seite den nationalen Chauvinismus der Revisionisten. Dies ist die jüdische Krise. Und das kleine Ländchen an der Grenzscheide dreier Kontinente, dieses Land, in das früher nur diejenigen gehen konnten, die ihr Herzblut hinzog, es wird jetzt von arelig i ö s e n, wenn nicht von antireligiösen jüdischen Elementen beherrscht. Dies ist die Krise des jüdischen Landes. Es geht das Bestreben der antireligiösen Kreise dahin, G-tt von dem letzten Plätzchen zu entthronen. Es ist ein historisches Ereignis, das jetzt über Erez Jisroel hinwegströmt. Wir Orthodoxen müssen den Versuchen der Areligiösen mit aller Macht entgegentreten. Mit Be- •denken, mit Angst kann man kein Ziel erreichen. * ״Jeder Jude ist verpflichtet, in Erez Jisroel zu wohnen (Jeschiwas Erez Jisroel), wie er verpflichtet ist, Tefillin zu legen. Und er ist verpflichtet, das jüdische Land zu produktiveren (Jischuw Erez Jisroel). Wir müssen diese Mizwoh mit Messiras hanefesch erfüllen. Die Körperschaften in Erez Jisroel müssen religiös werden. Wir wollen, daß Männer, wie die alten Propheten, wieder aufstehen in der Mitte des jüdischen Volkes. Der einzelne in Erez Jisroel muß die Möglichkeit haben, zu G-tt zu finden, durch eine wahrhaft reine, jüdische Erziehung. Im Wirtschaftsleben Erez Jisroels muß der Name Haschems verkündet und geheiligt werden, muß wahrhafter Thaurohgeist seinen Einzug halten. Wir hoffen, daß wir alles erreichen werden, was wir ersehnen. Wir haben eine starke Organisation, Wir sind zu keinem Kompromiß in religiösen Dingen bereit. Unsere Gegner aber werden eines Tages noch unsere Bundesgenossen werden!“!!־ Ganz selten nur kommt es vor, das ein Auditorium;gleich Vorbehalt- und rückhaltlos sich eines Sinnes mit dem Vortragenden kundgibt, jedem seiner Worte in einer ähnlichen Spannung folgt, wie es am Sonntag bei der Rede Jakob Rosenheims der Fall war, Hier konnte man erst so richtig die überragende Persönlichkeit des verehrten Sprechers kennenlernen. Am Schluß- und Höhepunkt seiner glanzvoll angelegten Rede, sagte Jakob Rosenheim: ״Die Cherubim ostwärts des Gan Eden, zu bewachen den Baum des Lebens, sie sind das jüdische Volk. Vereinigen wir uns in der Erkeixntnis, daß w i r von Haschern dazu ausersehen sind, für die ganze Menschheit den Weg zu bauen zum Baume des Lebens ...!" Der Beifall, der minutenlang nicht verebben wollte, bewies wohl am deutlichsten, daß die eindringlichen Worte nicht vergeblich nach Widerhall in jüdischen Herzen gesucht hatten. / —r.—z. n * 1 -«wt j * »■) iiimnmnmimmiimmniir Mutige Bankettrede Max Watburgs. Die englische und amerikanische Presse berichtet Über einen Vorfall, der sich auf einem Bankett, das ״zu Ehren“ Max Warburgs von der Direktion der Hapag gegeben wurde, abgespielt hat. Max Warburg, der Seniorchef des gleichnamigen Hamburger Bankhauses, hat gemeinsam mit Albert Ball in am Aufbau der deutschen Handelsflotte mitgearbeitet und gehört seit langen Jahren dem Auf sich tsrat der Hamburg-Amerika-Linie an, die er zweimal aus eigener Kraft vor dem Zusammenbruch bewahrte. Dem Regime war der Jude Warburg an so exponierter Stelle der deutschen Schiffahrt ein Dorn im Auge, und von Berlin aus wurde dekretiert, daß Warburg zu verschwinden habe. Den bisherigen Mitarbeitern Warburgs war diese zwingende Vorschrift Berlins gewiß nicht angenehm und so suchten sie einen Ausweg, um die brüske Trennung von Warburg irgendwie zu verschleiern. Auf einem ״Fest-' bankett“ hätte die bittere Pille durch lobhudelnde Reden verzuckert werden sollen. Das Bankett fand statt, die Spitzen der Behörden, der Wirtschaft und der Schiffahrt waren versammelt. Gleich zu Beginn erbat Warburg das Wort: ,,Meine Herren! Wenn ich mich hier in diesem Kreise umsehe, so finde ich — verzeihen Sie — kein Gesicht eines Mannes, der für die deutsche Schiffahrt etwas Entscheidendes geleistet hätte. Die große und mächtige deutsche Schiffahrt ist das Werk zweier Juden. Der eine ist der verstorbene Albert Ball in, der andere ist der Mann, der die Ehre hat, vor Ihnen zu stehen. Eis ist sonst nicht meine Art, von mir selber zu sprechen, aber da ich weiß, daß Sie mir etwas sagen wollen und sich vielleicht nur genieren, erlauben Sie mir, Ihnen etwas nachzuhelfen. Wenn Sie an meiner Stelle ständen und ich auf Ihrem Platze, dann würde ich folgendes sagen: Mein lieber Herr Warburg! Es fällt uns schwer, von Ihnen scheiden zu müssen, von einem Manne, der zusammen mit dem seligen Albert Ballin unsere Gesellschaft geschaffen und groß gemacht hat. Es fällt uns schwer, in Ihrer Person einen Bürger zu verlieren, der seinem Vaterland während des Krieges so große Dienste geleistet hat. Schließlich können wir auch nicht vergessen, daß nach dem Ausgang des unglücklichen Krieges Sie, und kein anderer, unsere Gesellschaft aus Trümmern wieder aufgebaut und mit Ihrem Gelde san i e r t haben. Und wenn wir, die neuen Leute hier, jetzt gezwungen sind, von Ihnen, dem altbewährten Mitarbeiter, uns zu trennen, so tragen wir die Schuld. Das würde ich sagen, wenn ich an Ihrer Stelle wäre. Jetzt erlauben Sie mir aber, daß ich mich von Ihnen verabschiede, bis zum Wiedersehen, das heißt bis zu jenem Tage, an dem Sie meiner wieder bedürfen werden!" Nach dieser Ansprache verließ Warburg das zu seinen Ehren veranstaltete Bankett, über dessen weiteren Verlauf nirgends berichtet wird. Wie weit blinder Fanatismus, antisemitischer Rassenhaß, führt, beweist der vorstehende Bericht. Ein Mann, der Bedeutendes, wie kein zweiter, für sein Vateriand geleistet hat, wird, um die Parteidogmen durchzuführen, einfach beiseite geschoben. Wann wird es endlieh in diesen Hirnen dämmern? Muster Juden. Rumänien gehört zu den wenigen Staaten, in welchen die Schulkinder am Sehabbos und Jomtow zum Schreiben gezwungen werden. Im verflossenen Jahre verlautete, daß es der Zentralkanzlei der orthodoxen Juden in Siebenbürgen in Gemeinschaft mit den jüdischen Parlamentariern endlich gelungen wäre, Abhilfe zu schaffen; Nun kommen aber seit Anfang des neuen Schuljahres wieder schlechte Nachrichten aus Rumänien. Das jüdische Wochenblatt ״N epünk“ veröffentlicht zum Beispiel an leitender Stelle die Nachricht, daß in dem staatlichen Mädchengymnasium Pfincipesa Ileana in Klausenburg allen Kindern, die um Befreiung vom Schreiben am Sehabbos angesucht haben, das Schulgeld zurück erstattet wurde, und Zwar nebst dem höflichen Ersuchen, die Schule zu verlassen. Die Leitung greift nun scharf die Zentralkanzlei und nicht minder die Jüdische (rekte: nationaljüdische) Partei an, die seit 16 Jahren nicht die Kraft aufgebracht haben, in dieser überaus wichtigen Sache Abhilfe zu schaffen. Wir sehen den weiteren Nachrichten in dieser Sache mit großem Interesse entgegen, können aber nicht verschweigen, daß nach unseren Informationen den Bemühungen der orthodoxen Zentralkanzlei große Kindernisse im Wege stehen. Die Ministerien, von deren Ent- Scheidung diese Frage abhängt, haben im alten rumänisehen Königreich, dem sogenannten Regat, ihren Sitz, wo es schon seit Jahrhunderten sehr schlecht um den Sehabbos steht. Ein orthodoxer Führer erzählte uns einmal, als er von einer vergeblichen Intervention aus Bukarest heimgekehrt ist, daß der Minister für Kultus und Unterricht sich seinen Argumenten gegenüber auf das Beispiel des Vorstehers der hauptstädtischen Gemeinde berief und sich folgend äußerte: Dieser Bankier B. ist bestimmt der erste Jude im Lande und bestimmt auch ein guter Jude, da er doch zum Vorsitzenden der Landeshauptstadt gewählt Wurde. Nun, dieser gute Jude hält sein Bankgeschäft am Samstag offen, und wie ich es bestimmt weiß — setzte der Minister hinzu —, schreibt er auch selber an diesem Tage. Das Verbot, am Sehabbos nicht zu schreiben, kann also nicht derart strenge bindend sein, wie es Sie mir darstellen, Eigentlieh gilt es nur für Jom-Kippur, und an diesem Tage sind ja die Juden auch vom Schulbesuch befreit. Es wird also noch lange dauern, bis es den orthodoxen Juden Siebenbürgens gelingen wird, die maßgebenden Faktoren davon zu überzeugen, daß die ״großen Juden" in der rumänischen Hauptstadt noch keine Musterjuden sind. SA. baut Sukkoh 0 Das ״Israelitische Wochenblatt für die Schweiz" schreibt: Folgender verbürgter Vorfall spielte sich am Vorabend des Sukkoth-Festes in Berlin ab: Eine' Sukkoh, die im Zentrum Berlins, in der Grenadierstraße 17, von einen! Juden aufgebaut worden war, erregte den Zorn eines SA.-<Mannes. Da seiner Meinung nach der Bau der Laubhütte den Aufbau des Dritten Reiches gestört •haben würde und diese ׳Sukkoh wohl auch nicht nach den neuen Gesetzen der Architektur des Dritten Reiches auf gebaut worden war, machte er sich daran, mit nationaler Begeisterung die Sukkoh zu zerstören. Mit geschwellter Brust, im Vollgefühl einer vollbrachten nationalen Tat, verließ er die Stätte seiner Heldentat. Doch ruhte Wotans Auge wohl noch wohlgefällig auf der zertrümmerten Sukkoh, denn als ־unser biederer Streiter die Straße betrat, stürzte er ganz unmännlich hin und blieb mit gebrochenem’ Fuß vor dem Hause seiner Heldentat liegen. Kurze Zeit darauf meldeten sich bei dem Besitzer der zerstörten!Sukkoh zwei SA.-Männer. Der durch die Zer- Störung der Sukkoh verängstigte Jude erwartete neue Gewalttätigkeiten. Doch zu seinem größten Erstaunen baten die beiden SA.-Leute im Aufträge des verunglückten Kameraden, der sein Unglück wohl als Strafe G-ttes auffaßte, um die Erlaubnis, die Sukkoh wieder aufzubauen. — Soll dies vielleicht der Anfang sein — für uns ein Fingerzeig G-ttes —, daß mit der Zeit wieder alles auf gebaut wird, was Streichers Jünger zerstört haben? Leistungsfähigstes Möbelhaus M. Redler, Wien 1/ Sdiottenring 35 Telephon A-12-9-78. ' Gesamtausstattungen von der billigsten bis zur feinsten Ausführung. Uebernahme sämtlicher Adaptierungen. Eigenes Zahlungssystem. Samstag geschlossen. ״Schpmra,‘־Mitglied. 60 illegal eingewanderte Juden aus Palästina ausgewiesen. Das Gericht in Haifa hat 60 Juden, die Mitte Oktober illegal einwanderten und sofort verhaftet wurden, zur Ausweisung verurteilt;!unter den Verurteilten befinden sich ein Rabbiner aus Rußland und fünf ältere Frauen. Zwölf von den verurteilten Männern, unter ihnen einige britische!Staatsangehörige, werden vor der Ausweisung noch je ein Jahr Gefängnis absitzen müssen, weil sie bereits zum zweiten Male illegal ins Land gekommensind. Für die übrigen Verurteilten besteht die Möglichkeit, nachträglich Aufenthaltsbewilligung zu erhalten, falls sie Verwandte im •Lande besitzen, die die Garantie über- DEN PRIVATANGESTELLTEN DIE VORSORGE-VERSICHERUNG MONATLICHE PRÄMIE י SCHILLING 3*60 STERBEGELD RENTE UNFALL-TOD UNFALL- INVALIDITÄT DIE LEISTUNG S 300־— $ 15•— S 300־— S 300־— S 5 s 100 KOSTEN- BEITRÄGE: SPITAL OPERATION PHÖNIX LEBENSVERS. WIEN, I., RIEMERGASSE 2 nehmen, daß sie der Oeffentlichkeit nicht zur Last fallen. Polizeirichter Curry kündigte für die Zukunft noch härtere!Strafen für illegale Einwanderung an. (J. T. A.) Zehn-Millionen-Lei-Kampagne für den Keren- Hajischuvv in der Bukowina. In Czernowitz fand vergangene Woche als Auftakt zu einer Zehn-Millionen-Lei-Kampagne für den Keren Ha jischuw eine agudistische' Erez-Jisroel- Konferenz und eine große Massenkundgebung statt. An der Konferenz, zu der im Aufträge der Zentrale Herr Meir Schwarzmann aus Warschau erschienen war, beteiligten sich die meisten RaJbbinen und Vertreter der Bukowinaer Provinzgemeinden. Die beiden Söhne des Wiznitzer Rebben, Rabbi E1 i e s e r und Rabbi Boruch Hager, die seit Jahren aktiv für Agudas Jisrael wirken, gaben der Konferenz das Gepräge. Die öffentliche Veranstaltung, an der tausende Juden! teilnahmen, hat einen überaus nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ein von zionistischer Seite vorbereiteter Störungsversuch konnte von den agudistischen Zeirim rechtzeitig abgewehrt werden. Weltaktion zugunsten verfolgter religiöser Funktionäre in Rußland, In der letzten Sitzung des Zentralrates des Polnisehen Rabbinerverbandes kam die katastrophale Lage der jüdischen religiösen Bevölkerung in Sowjetrußland zur Sprache, und es wurde beschlossen, den Lubawitscher Rebbe Rabbi Schneursohn und den Wilnaer Gaon Chaim Oser Grodzenski zu ersuchen, gemeinsam eine Weltaktion zugunsten der Juden in Sowjetrußland, insbesondere der verfolgten Rabbiner und sonstigen religiösen Funktionäre, einzuleiten. Ferner wurde beschlossen, scharfen Protest gegen die von den Nationaldemokraten in Polen getriebene Hetze gegen die rituelle Schächtung zu erheben. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe, Wien. Sehabbos Parsqhas Tauidaus spricht Fri, Eva Lan'dsberg, im. Lokale der Mädchengruppe, II״ Malzgasse 16, um 11 Uhr vormittags. (Ausnahmsweise findet der Vortrag nicht in der ״Wienea“ statt.) ’ asa

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