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Jüdische Presse · 1934-11-09 · 42 (9.11.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
42 (9.11.1934)
Date
1934-11-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE Nr. 42 8eite4 Die Gattin Pilsudskis setzt sieh für rituelle Verpflegung jüdischer Schulkinder ein. Seit längerer Zeit war das Warschauer Rabbinat bemüht, beim Stadtrat durchzuset2en, daß den jüdischen Schulkindern in den städtischen Wohlfahrtseinrichtungen rituelle Verpflegung gegeben werde. Bisher sind alle unternommenen Schritte erfolglos geblieben. Auf Bitten des Rabbinats hat nun die Gattin des Marschalls Pilsudski die Inspektorin der städtischen Wohlfahrtsanstalten beauftragt, die Durchführungsmöglichkeiten mit dem Rabbinat und den Anstaltsleitungen au besprechen. Die Inspektorin hat dem Rabbinat mitgeteilt, daß mit der rituellen Beköstigung der jüdischen Kinder in den städtisehen Anstalten in den nächsten Tagen begonnen werden wird. Der Volksblldungschef der Arbeiterkammer im ״Dr.-Krtiger-Heim“. Am 31. Oktober erschien infolge eines Subventionsansuchens des ״Dr.-Krüger-Heims“ der Volksbildungschef der Arbeiterkammer, Herr Dr. M a t e y k a, in Begleitung des jüdischen Volksbildungsreferenten Herrn Professor Dr. Kupfer in der Anstalt, Um die daselbst geleistete jüdische Erziehungs- und Volksbildungsarbeit kennenzulernen. Sowohl das große Mädchenschulwerk, wie das mustergiltig geführte Internat, fanden volle Anerkennung. Herr Dr. M a t e y k a verweilte über zwei!Stunden, wohnte verschiedenen Unterrichtsstunden bei und war des Lobes voll. Er versprach, von seinen Eindrücken dem Herrn Bürgermeister zu berichten, zumal in der Anstalt lebenswichtige praktische Bildungsarbeit mit tiefster religiöser Erziehung gepaart ist. Tschechoslowakei^ פתיחה an der Rabbinatshochschule in Bratislava. Am Sonntag, den 26. Marcheschwan, haben die Er- Öffnungsfeierlichkeiten der ״Jeschiwas Horomoh“ für den Wintersemester unter starker Beteiligung der prominentesten Baale-Batim stattgefunden. Außer dem Bes-Din, das vollzählig erschienen war, und den Vertretern der KultiAgemeinde entsandten noch zahlreiche orthodoxe Körperschaften Bratislavas Vertreter zu diesem feierlichen Akt. Punkt 11 Uhr vormittags erschien Seine Ehrwürden Herr Oberrabbiner Akiba Schreiber in der ־festlich beleuchteten Schiurstube und wurde von den versammelten Gästen und Bachurim mit stürmischen Jechi- Rufen begrüßt. In seiner Eröffnungsrede spornte Seine Ehrwürden die Bachurim zu weiterem Fleiß und Ausdauer, an. Ferner legte er dar, daß der traditionelle ״Sebulun“ noch nie zuvor so unentbehrlich war wie heute. Nur die tatkräftigste Unterstützung seitens der Baale-Batim kann es ermöglichen, daß diese altehrwürdige Jeschiwoh im Geiste ihres Gründers, des Chassam Sofer, erhalten werden kann. Nach einer mehr als zweistündigen Einleitungsrede begann Seine Ehrwürden mit dem Lernen der ״Sugjo“, an dep sich ein schöner ״Pilpul“ schloß. BEK1ZZUR... — Boskovice wieder orthodox. Dank der unermüdliehen Arbeit des Boskovicer Raws, Rabbi Jecheskel Reich, ist es gelungen, die altehrwürdige Gemeinde, an der bedeutende jüdische Größen gewirkt haben, wieder zu einer orthodoxen umzugestalten. Die Gemeindeleitung hat den einstimmigen Beschluß gefaßt, die Schul ^auf Basis des Schulchan Aruch umzubauen. So reiht sich nun auch Boskovice wieder den orthodoxen Gemeinden an und wird, so wollen wir sicher hoffen, auch anderen mährischen und böhmischen Kehillos, die einst Stützen des thoratreuen Judentums waren, Ansporn und Richtlinie sein, den gleichen Weg zurück zum unverfälschten, thoratreuen Judentum zu gehen. Wie wir erfahren, hat sich auch Herr Professor Eisler, Wien, der aus Boskovice stammt, besonders um den Umbau der Synagoge bemüht. — Frieclensschluß Mukaöevo—Rosvigov. Die Gemeinden Mukafievo und Rosvigov haben Frieden geschlossen. Die Rosvigover Gemeindeleitung hat den entscheidenden Schritt getan und den seit langem! tobenden Streit beendet. Rosvigov fügt sich daher wieder in den Rahmen der Mukafievoer Gemeinde ein. Die Forderung, daß ihre Funktionäre auf ihren Posten belassen werden, haben die Mukaöevoer Gemeindeleitung und das Rabbinat bestätigt. — Die Zwistigkeiten in Chust. Es verlautet, daß die Opposition gegen die Gemeindeleitung und den Raw in Chust die Anwesenheit des Mukaöevoer Raw, der dieser Tage in Chust erwartet wird, dazu benützen will, um von diesem eine Intervention in der strittigen Angelegenheit zu erwirken. Die beste Lösung wird darin gesehen, daß sich beide Parteien einem Bes-Din unterwerfen, dessen Entscheidung unwiderruflich sein soll. — Um den Erew in Svalava. Wie wir berichteten, hat der ׳Stationsvorstand von Svalava bei der Behörde die Anzeige erstattet, daß der um die Stadt gezogene Erew zu Spionagezwecken verwendet werden soll. Seitens der Gemeinde wurde daraufhin durch den Präsidenten Herrn S p i e g e 1, gegen den Stationsvorstand die Anzeige Wegen Aufreizung und Verleumdung eingereicht. Statt nun den Fehlschritt einzusehen und der Gemeinde die entsprechende Satisfikation zu gehen, hat er seine Anzeige auch an das Eisenbahnministerium gerichtet. — Zionistische Skandale in Uzhorod. Der Kampf, den Oberrabbiner Spira in Mukaöevo gegen die Zionisten führt, hat nun auch nach U 2 h o r od übergegriffen. Anlaß dazu war, daß der Präses der orthodoxen Gemeinde, Dr. L ä s z 1 o den Zionisten anläßlich der Eröffnung des hebräischen Gymnasiums den Gemeindesaal zur Verfügung gestellt hat, ohne vorher sich mit dem Vorstand ins Einvernehmen zu setzen. Die Eröffnungsfeierlichkeiten waren für den 28. Oktober, den Gründungstag der Republik, festgesetzt und auch die Behörden zu dieser eingeladen worden. Der Vorstand bemühte sich nun, unter Hinzuziehung des U^horoder Raws, mit den Zionisten ein Kompromiß zu schließen, daß diese die Feier in einem Saale der Handelsschule abhalten sollen. Die Veranstaltung fand aber trotzdem im Gemeindesaale statt, Vom Raw, Oberrabbiner Kohn, wurde die Demission des Vorstandes verlangt. Der Präsident legte daraufhin sein Mandat zurück. Von einem Teil der Gemeindemitglieder wird nun die Ansicht vertreten, daß die Angelegenheit durch den Rücktritt des Präsidenten, der die Konsequenzen aus seinem Verhalten gezogen hat, erledigt ist. Hingegen wünscht die Opposition vollständige Säuberung und Neuwahlen. Die Befriedungsverhandlungen haben begonnen und nehmen einen günstigen Verlauf. — Errichtung eines orthodoxen Bethatises in Brünn. Der Verein Agudas Achim in Brünn beabsichtigt, ein orthodoxes Bethaus zu errichten. Bei der Grundsteinlegung begrüßte der Oberrabbiner der Gemeinde, Herr Dr. L e w y, diese Bestrebung und der Vizepräsident der Gemeinde stellte die materielle Unterstützung der Gemeinde zu diesem Bau in Aussicht. Der Rabbiner des orthodoxen Vereines, Schattin, hob die Wichtigkeit der Erneuerung des religiösen Lebens in Mähren., im ehemaligen Sitz der Frömmigkeit und des Thora- Wissens, hervor. Todesfall. Vorige Woche verschied in Wien im jugendlichen Alter von 21 Jahren, tief betrauert von seiner Mutter und seinen Freunden, David Weinberger, einer der begabtesten Talmidim der früheren Trnavaer und der Chuster Jeschiwoh. Bei der Lewajoh sprachen Herr Rabbiner H. Schenk und der Onkel des Niftar, Herr Pinkas Link aus Bratislava. Aus Ungarn. Die ungarische Orthodoxie ist bestrebt, wie der ״Zsidö Ujsäg“ meldet, einer ihrer Jeschiwoth staatliche Anerkennung zu verschaffen und dieser dieselben Rechte einräumen zu lassen, die seinerzeit die Preßburger Jeschiwoh, die gleichzeitig auch öffentliche Rabbinerschuie war, im früheren Ungarn innehatte. Sie soll eine repräsentative Jeschiwoh sein und auch die Möglichkeit besitzen, staatlich anerkannte Rabbinerdiplome auszustellen. Nun sollen die Einzelheiten durchberaten und ein Beschluß darüber gefaßt werden, welche Jeschiwoh zu diesem!Zwecke erwählt wtSrden soll. Wie ist die Rechtslage? Die Aenderung des Pensionsversicherungs- und des allgemeinen Angestellten- Rechtes stellt jetzt eine ganze Reihe von Unternehmern und Angestellten immer wieder vor diese Frage. Eine zutreffende Antwort auf sie findet man in jedem Falle in den beiden vom Einheitsverband der Privatangestellten in Prag II., Jungmannova 29, herausgegebenen Broschüren: ״Kommentar zum neuen Gesetz über die Pensionsversicherung der Privatangestellten‘׳ und ״Rechte und Pflichten der Privatangestellten nach dem neuen Gesetz" (Verfasser Adolf Brumlik). Preis jeder der beiden Broschüren Kö. 5.—. Blau-Weiß fdiea—Haifa auf dem JUmdwea IN NICHT GANZEN 4 TAGEN Abfahrt des ersten SONDERZUGES Samstag, den 17. Nov., 19.20 Uhr abends von Wien-Ostbahnhof Schlaf- und Speisewagen © Rituelle Küche AUSKÜNFTE — KARTENVERKAUF: Oestcrreicliisches Verkehrsbureau, Wien, I., Friedrich- Straße 7, Telephon B-27-500 INFORMATIONEN: Oestcrreicliisches Falästina-Amt, Wien, I., Kärntnerstraße 28, Telephon R-27-4-86 Palästina-Fahrten, Wien, I., Franz-Josefs-Kai 7/9, Telephon R-28-0-65 Endtermin der Einzahlungen: 10. Nov. 1934 I Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gasse 25 Restanratenr Nagel ehern. Hotel New York jetzt: II. Praterstraße 33 Magda Spitzer Ignatz Klein Györ Wien Verlobte Wir beehren uns, zur I . VVIX Uvvl«l Cll U11S| 4tUI < TRAUUNG!! unserer Kinder j Kato und / ictor | j | welche s. G. w. Sonntag, den 11. November d. J.!!! (יופ א׳ לפ׳ ויצא> nachmittags HALB ZWEI ÜHR,!; [ im isr. Tempel, Schloßstraße, Bratislava, stattfinden I j ן wird, höflichst einzuladen. 1 Ernst Neumann und Frau!! Bratislava, Palisadenweg 30. j! Eduard Deutsch und Frau!!! Wien, VII., Neubaugasse 10. j I »MMMHMMMIMMMMMUMUMUMMIHMIMMMI»1 Statt Karten! Ing. Ludwig Kritzler und Frau laden alle Verwandten, Freunde und Bekannten zur בר מצוה ihres Sohnes אפרים welche ,אי*ד Samstag פ׳ חולדות, den 10. November d. J., um 7 Uhr früh, im Tempel, I., Lazzenhof (Judengasse), stattfinden wird. Droschoh um 3/.!ll Uhr im Restaurant Wienea, II., Obere Donaustraße 91. בעיה עמ־י עש׳ו •קול מבשר ואומר׳ מליט! ברגשי בבור ויראה ובאהבה עזה הנובע מעמק לבנו אנו מביעים ברכת מז־ט-לבב׳ת לב׳ק מדן אדמו׳ר הנה׳ה שליש׳א לארושי בנו היקר ה׳ ה ידידנו וידיד נפש ב׳ה הבהור החתן תמים למעלות הריף עציב ובקי מובא הכם ומופר דומה לעופר וכ׳י בש־ת מה׳ו בנציון יוסף סנ״ל אונגאר נ״י אבדק־ק פישמיאן יצ׳ו בהוד הוא יבנה ביתו בקרוב והבית בהבנתו יה" בנין עדי עד בית נכון ונשא לה׳ ולחוה־ק ויה־ה מן שמיא שיהי׳ הקשר קיים לעלמיא, ויהי׳ עתידו מזהיר לנחת אבותיו הקדושים הי־ו ולשמחת "תלמידים נאמני□" פה טירנויא לפדר מה׳ יצא הדבר. Zur Verlobung meines Freundes Salomon Basch aus Kapisovo mit Fräulein Helenke Trebitsch aus Chust, wünsche ich herzlichst Masel Tow und daß es ihm gelingen möge לבנות בית נאמן ל׳ה ולתורתו הקדושה וברוח ישראל מבא על הרי ציון וירושלים. Israel Friedmann Lipca-Berehovo. Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren, insßfAulfjy fvlMMlrffMl besondere כלי קודש, Sederschüssel, Menoras, 110111« «0(11111111^ Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig II, Taborstraße 14 I 1 SPEZIALHAUS FÜR WOLLE UND STRICKGARNE MORITZ NAGEL WIEN, n., TABORSTRASSE 17, TEL. A-45-8-69 F AB RIKS NIEDERLAGE WIRK- UND STRICKMODEN ■ Streng כשר Streug אפילו למהדרין מן חמחדוין ■ : Speisehaus Hirsch I : PRAG, I. Bilkovä 19 ■ _ Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhof ■ Bücher und נ 1 ר 1 ח D L. D. Hirschler & Co. Wien, I., Rabensteig 6. Telephon U-28-7-45. Sämtliche Ritualien. Inserate in der ״Jiidi־־ sehen Presse“ haben sicheren Erfolg! Konkurs. Die Koäiceer isr. Muttergemeinde besetzt mit dem 1. Jänner 1935 bei ihrem Status-quo-Tempel die Steile eines zweiten Kantors, der zugleich Schoehet, Bodek und Kore sein muß. Gehalt, Schechita laut Uebereinkommen und die üblichen Nebeneinkünfte. Die Offerte sind bis zum 20. November 1934 in der Gemeindekanzlei (Koäice, Frangepänova 17), einzubringen. Nur deren Offerte werden berücksichtigt, die tschechoslowakische Staatsbürger sind, das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben und sich mit der ״Kabolos“ dreier anerkannten Rabbiner ausweisen können. Der Kultusvorstand. Orth. Isr. Kultusgemeinde in Kobersdorf. Konkurs Bei der Kobersdorfer orth. isr. Kultusgemeinde ist per sofort die Stelle eines שוחט ובודה ובעל תפלה zu besetzen. Der Betreffende muß von drei anerkannten orthodoxen Rabbinern קבלות haben und muß österreichischer Staatsbürger sein. Gehalt S 200.— monatlich. Wohnung frei und jährlieh 6 Meter Buchenholz. Nur dem Berufenen werden die Spesen vergütet. Offerte sind an den Kultuspräses Herrn Isidor Hacker zu richten. ' Isidor Hacker, Vorstand. ja a דף יומי משנה יומית Kalendarium Tag > <U QJ קדושין עית שבי iS o Z משנה פרק | Freilag 2 9 פה ב י ה Samstag 3 10 סם . ג )> פ׳ תולדות Sonntag 4 11 ע ד מ Montag 5 12 עא ה n Dienslag 6 13 י עב ו 99 Mittwoch 7 14 עג ז 99 Donnerst. S 15 עד ח » Freitag 9 16 עה ט Samstag 10 17 1 עי י 1» פ׳ ויצא זמן הנחת תפילין תחלת C50 040 (nur dringendenfalls) N u 1 eflihr | f ü r סוף זמן קריאת שמע Wien סוף זמן קדוש לבנה נבסליס! Dienstag, den 2Q. November Adas Jisroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit von 2. bis 9. Kislew, Freitag, den 2. Kislew Minchah 4.25 ש׳ק פ׳ חולדות Morgengebet 7 und 9.30. Minchah 3.30, מו צש׳ק 5.15. An Wochentagen Morgengebet 6.30, Minchah 4.30 Uhr. 1t 10 Keinem Falle die Verantwortunn mm des Kasüiros in Anooncenteiie andesist Mi der Leser, siöi zu iotorniereo Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, n., Malzgasse 12 a. ״־־ Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, II., Franz- Hochedlinger-Gasse 2. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.־G. Ig. Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6-8.

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