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Jüdische Presse · 1934-08-31 · 33 (31.8.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
33 (31.8.1934)
Date
1934-08-31
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Aus der Agudas Jisroel. Ufste große Agüda-Manifestation fit Wilna* Wie Hfl* bereits kür* berichtet.haben, tagte in W i 1 h a vom i. bis 3. Elul die erste Landeskonferenz der Ä. J. in Poinisch-Litauen unter dem Ehrenvorsitz des bekannten Gaon Rabbi Chaim Oser Grodzenski. Aus sechzig Städten des Landes waren über hundert Delegierte erschienen. Die Zentrale in Polen war durch A. 2. Prydmänn und Rabbi Zwi Hirschhorn vertreten. Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Referat Rabbi Chaim Oser Grodzenskis über ״Wesen und Ent- Wicklung der Aguda". Er führte u. a. aus: Agudas Jisroel ist niemals Selbstzweck, sondern stets Mittel zum heiligen Zweck, Thora und religiösen Geist zu pflegen. Wir Juden Litauens waren immer so sehr nur auf den Zweck bedacht, daß wir die Pflege der Mittel vernachlässigten, was als natürliche Folge eine Ab- Schwächung des Thorawillens und Thorageistes nach sich zog. Unseren Brüdern in Polen gebührt unser Dank dafür, daß sie die Organisation der Agudas Jisroel so stark ausgebaut und befestigt haben, daß die Wirkung ihrer heiligen Arbeit sich auch bei uns fühlbar macht. (AJPB.) Krankenkasse für die Poale Agudas Jisroel in Erez Jisroel. Mit Unterstützung des Keren Hajischuw wurde hier die erste Krankenkasse für Poale A. J. unter Leitung des bekannten Arztes Dr. Jakob Segall aus Berlin, Vorsitzendem der P. A. J.-Gruppe Petach-Tikwah, ins Leben gerufen. Die Institution wird vorbildlich geführt und die Zahl ihrer Mitglieder wächst von Tag zu Tag. Ein.Filialinstitut in Tel-Awiw ist!bereits im Entstehen. Man’1hofft, auch an anderen Orten des Jischuws solche Filialen schaffen und die Krankenkasse zu einer großen zentralen Institution für die orthodoxen Arbeiter ausbauen zu können. Registrierung aller Aguda-Mitglieder in Polen. ־׳ Die Organisations- und Propagandaabteilung der polnischen Landesorganisation der Agudas Jisroel hat eine genaue Registrierung aller Mitglieder der agudistischen Orts-, Jugend-, Poalim- und Mädchengruppen angeordnet, die eine genaue Uebersicht über das vorhandene Menschenmaterial geben soll. Sämtliche Mitglieder haben sich neuerlich in die aufgelegten Registrierungsbogen einzutragen und bei dieser Gelegenheit wird auch eine eifrige Mitgliederwerbung durchgeführt. Die Registrierung soll bis Rosch-Haschono!beendet sein. Bnos-Konferenz in, JVilna. In Wilna fand dieser Tags־‘ eine Konferenz der Agudas-Jisroel-Mädchengruppe im Wilnaer Bezirk statt, die unter großer Beteiligung eine Reihe organisatorischer und grundsätzlicher Beschlüsse bezüglich der Weiterent- Wicklung der Agudah-Frauenbewegung faßte. Die Bnos- Konferenz, die gleich nach der agudistischen Landeskonferenz in Wilna abgehalten wurde, hinterließ bei der dortigen Bevölkerung einen nachhaltigen Eindruck und die Auswirkungen lassen sich schon jetzt daran erkennen, daß nun auch in dieser Gegend an die Gründung von seift* Jäköb-Schuleh und weiteren Mädchengruppefl geschritten wird. Ais Vertreter der Wilflaer Aguda-Zentrale wurde die Konferenz von Herrn Rabbiner Josef!8 e h u w begrüßt. Im Aufträge der Warschauer Zentrale hielten die Herren Redakteure Eck ermann, Friedensohn und Rabbiner Hirschhorn großangelegte Referate. Abschluß der ״Machne Olim“ in Schachendorf.. Wie wir bereits gemeldet haben, sind am vergangenen Donnerstag die agudistischen Chaluzim, die in Schachendorf auf dem Gute des Herrn Alexander Ungar der landwirtschaftlichen Ausbildung oblagen, heimgekehrt. Der Vorstand der agudistischen Erez-Jisroel-Zentrale hat aus diesem Anlaß das folgende Dankschreiben an Herrn Ungar gerichtet: ״Der gefertigte Vorstand der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel für Oesterreich sieht sich veranlaßt, Ihnen auf diesem Wege nochmals den herzlichsten Dank für das Entgegenkommen auszusprechen, welches Sie - unserer bei Ihnen errichteten landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte für Chaluzim, ״Machne Olim“, entgegengebracht haben. Dank der vorzüglichen fachlichen Anleitung, die unsere Hachscharisten genossen haben, steht diesen nunmehr die Aussicht offen, in kürzester Zeit nach Erez Jisroel auszuwandem und sich dort an dem Aufbau von Erez Jisroel in thoratreuem Geiste zu beteiligen. Dank der persönlichen Liebenswürdigkeit, die!Sie und Ihre Herren Söhne unseren Hachscharisten!bewiesen haben, konnten sich dieses zu physisch kräftigen Menschen entwickeln, auf denen, als die Pioniere der orthodoxen Judenheit im Heiligen Lande, nunmehr eine große Verantwortung lasten wird. Wir bitten Sie, sehr geehrter Herr Ungar, versichert zu sein, daß Sie durch die Aufnahme und Beschäftigung unserer Hachscharisten während der abgelaufenen Sommersaison sich ein großes Verdienst um den thoratreuen Aufbau von Erez Jisroel erworben haben und wir ,geben der Hoffnung Ausdruck, daß es, s. G. w., auch im kommenden Jahre möglich sein wird, eine Gruppe von Hachscharisten auf Ihrem Gute unterzubringen." Eröffnung der Wiener Beth-Jakob-Schule Die •Wiener Beth-Jakob-Schule in Wien, II., Obere Donaustraße 12, eröffnet ihr heuriges Schuljahr schon am kommenden Dienstag, den 4. September. Die vorzüglichen Lehrerfolge, die die Schule bisher aufzuweisen hatte, lassen auch heuer einen starken Zuwachs an Schülerinnen erwarten. Der Unterricht für. dte 6- bis 14jährigen Mädchen findet in vier Klassen jeden Nachmittag statt, während der FortbMduhgslcurs, der allerdings erst nach Sukkos beginnt, allabendlich abgehalten wird. Die Einschreibungen finden im Schullokale am Sonntag, den 2. September, von 2 bis 5 Uhr nachmittags und am Montag, den 3; September, von 8 bis 10 Uhr vormittags und von 2 bis 5|Uhr nachmittags statt. HURRA! 1 ' HURRA! Skrek FldSCkkOVlSQPVGVl sind wieder da per Dose 85 g, S 1.— und S 1.30 S. DIAMANT, n, Große Schiffgasse 10, Telephon tA91־48-1־ Kritik und Betrachtung. ווווווווווווווווו1ווווווווו1וווו1ווווו11ווווווווווווווו1ו1ווווווווו1ו1וווו11ו Die Häftlinge von Bethlehem. Dem Hamburger ״Israelitischen Familienblatt" schreibt sein Korrespondent aus Bethlehem: Es geschah in diesen Wochen, daß auf Befehl der hohen palästinensischen Regierung 32 Chaluzoth, junge Jüdinnen, verhaftet wurden, die man in flagranti hei dem ״verbrecherischen" Versuch ertappte, ohne die erforderliehen Zertifikate nach Erez Israel zu gelangen. . Woher kamen sie? Aller Vermutung 'nach']" ihrer Sprache, ihrer Kleidung, gewissen anderen Indizien zufolge aus Polen. Also — polnische Staatsbürgerinnen? Aber das eben war die Frage: waren es, sind es polnische Staatsbürgerinnen? Oder rumänische? Oder tschechische? Oder litauische? Denn diese Chaluzoth hatten sich ihrer Papiere wohlweislich entledigt. Sie erklärten: sie spien staatenlos. Denn sie wußten: Staatenlose haben kein Land, das sie im Falle der Ausweisung aufnimmtf^Staatenlose läßt man deshalb in Palästina; wohl odertübel — selbst wenn sie illegal hereingekommeh sind und dabei ertappt wurden. Man sieht — es kam dieser Schar von 32 jungen Mädchen darauf an, der Ausweisung zu entgehen. Aus ihnen war nicht herauszukriegen, woher sie gekommen, welchen Staates Bürgerinnen sie waren. So transportierte man sie denn zunächst einmal ins Frauengefängnis nach Bethlehem. Dort aber erwuchs ihnen letzthin unerwarteter Beistand: durch eine Aktion, die zu ihren Gunsten von Chaluzim unternommen wurde, welche sich höchst legal im Lande aufhalten und — wie alle jüdischen Palästinenser — alles zu unternehmen gewillt sind, um der Ausweisung solcher Opfer der britischen Einwanderungspolitik im Interesse des Auf baus der nationalen jüdischen Heimstätte vorzubeugen. Was taten die Chaluzim? Auch sie stützten sich auf eine Verordnung: auf die Tatsache nämlich, daß man keine Frau ausweisen kann, die mit einem legal in Palästina lebenden Manne ordnungsgemäß — verheiratet ist... Und so erlebten die Gefängniswärter von Bethlehem ein merkwürdiges Schauspiel. An das Gitter des Hofes, in dem die Gefangenen, wandelten, traten junge Juden, scheinbar harmlos, scheinbar als neugierige Spaziergänger. Die Chaluzoth — oder genauer: jene jungen Mädchen, die als Chaluzoth in Palästina bleiben wollen — stauten sich an der anderen!Seite des Gitters. Einige geflüsterte Worte; ein weniges Hin und Her.., — Bevor sich der Gefangenenwärter. von seinem unbändigen Staunen erholte, hatten zwei, drei der weihliehen Häftlinge die .׳Ringfinger durch das Gitter des Gefängnishofes gesteckt, Zwei, drei Ringe blitzten in den Händen der. lustwandelnden Chaluzim auf; zwei- oder dreimal hörte man die alt'ehrwüfdige Formel: ״Rare at mekudesches li kedas mosche wejisroel?״ Und ehe die Vertreter der hohen Behörde überhaupt wußten, was los sei, erschienen zwei, drei Chaluzim im Büro des Gefängnisses und eröffneten den Beamten, daß Debora oder Alisah oder Esther ihnen ״nach dem Gesetz von Mose Und Israel“ angetraut seien und daß sie, dem anderen Gesetz,, dem des hohen Mandatars entsprechend, Anspruch darauf hätten׳, ihre Ehehälften u mgehend, völlig legal, in Empfang zu nehmen. Der geneigte Leser glaubt, daß dieser ersten Aktion eine zweite, dritte und vierte folgte oder folgen werde... bis die 32 Opfer der englisch-palästinensischen Einwanderungsbehörde befreit und auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege legalisiert sein werden? In der Tat — nichts anderes war natürlich die Absicht der Chaluzim, die . sich auf einwanderungspblitische Freiersfüße!begeben hatten. Aber: zu schön, um; wahr zu sein! Denn jetzt passen die Wärter in Bethlehem ״wie die Schießhunde“ auf, daß‘sich kein ״harmloser Spaziergänger“ dem Gitter des Gefängnishofes nähert; Und drinnen, unter übrigens bejammernswerten Umständen', harren, in jedem Betracht י unerlöst, die bedauernswerten jungen Mädchen, soweit sie noch unverheiratet geblieben wären, ihres ungewissen Schicksals. Die Warschauer Oberkantoren und das Radio. Amerikanische Juden haben sich an den polnischen Konsul in Chikago mit dem Ersuchen gewendet, er möge bei der polnischen Radiogesellschaft intervenieren, daß sie den Rosch - Haschonoh - Eestg-ttesdienst eines der Warschauer Oberkantoren * in ihr Sendeprogramm aufnehme. Die polnische Radiogesellschaft hat diese Anregung aufgegriffen und sich mit dem Oberkantor Sirota in Verbindung gesetzt, der auch ׳seine Einwilligung gab, diese jedoch gleichzeitig von der Zustimmung des Rabbinats abhängig machte. Aus begreiflichen Gründen sprach sich aber das Rabbinat gegen die geplante Radioübertragung aus und verbot Oberkantor, Sirota, die Tefilos im Studio der Warschauer Sendestatiori vorzutragen. Die Radiogesell- Schaft wollte nun den G-ttesdienst aus der Synagoge übertragen, wogegen sich aber der katholische Referent für religiöse Angelegenheiten aüssprach. Nachdem die Radiogesellschaft noch mit dem Rabbinat zu verhandeln versuchte, was jedoch ergebnislos blieb, gab sie ihre Bemühungen auf und teilte dem amerikanischen Konsul mit, daß die Anregung nicht ausgeführt werden könne. Die amerikanischen Juden müssen sich nun persönlich in ihre , Synagogen bemühen, um i h>r e Baale-Tefilos zu hören. Sie können auch anders ... Aus. zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß die Israelitische Kultusgemeinde in Wien, die sonst bei der Subventionierung religiöser •Institutionen außerordentlich knauserig ist, der Tochter eines gerichtsnotorisch als untreu gestempelten gewesenen Beamten hundert Schil 1 ing monatlich,.als ״Erziehungsbeitrag" auszahlt, An diese Ungeheuerlichkeit wollen wir, ehrlich gesagt, selbst nicht ganz glauben. Wie wäre es, wenn die Israelitische KultusgemeinöP ihren Steuerträgern über die ׳Sache Aufklärung geben und die beunruhigten Gemüter durch eine offizielle Aufklärung beruhigen möchte? —■ Die bekannte englische Versicherungsgesellschaff ״Prudential“ hat der Stadtverwaltung Tel- A io i 10 eine Anleihe von 60.000 Pfund für die infolge des Wachstums der Stadt notwendig gewordene Erricht%mg neuer Schulgebäude gewährt. Die Palästina- Regierung hat die Bewilligung au dieser Anleihe erteilt. Die Gesellschaft ״Prudential“ hat bereits 150.000 Pfund in Palästina investiert. — N ationalso zialistis che Kreise in Genf nahmen das Stattfinden der jüdischen Weltkonferenz zum Anlaß einer hetzerischen Tätigkeit. Zahlreiche Hauswände und Plakatsäulen in Genf wurden mit Zetteln beklebt, die Aufschriften wie: ״Nehmt euch vor den Juden in acht!“ trugen. — Die Tageszeitung ״El Dschamea el Arab i a“, das Organ des Großmufti, ist in Palästina verboten worden, weit sie einen Aufruf des bekannten Araberführers Dschemal Husseini veröffentlicht hat, in dem die arabische Jugend auf gefordert wurde, trotz des Verbotes des High Commissioner die Bewachung der Küste zur Verhinderung illegaler jüdischer Einwandemng fortzusetzen. — Eine Abordnung des Orthodoxen Rabbiner verbandes Litauens und der J awn eh- Z ent rate wurde vom litauischen Minister für Kultus und Unterricht empfangen. Die Abordnung informierte den Minister über die Wünsche . und Forderungen der religiösen Judenheit Litauens in bezug auf kulturelle und Erziehungsangelegenheiten. Der Unterrichtsminister sagte ernsthafte Prüfung und weitgehende Berücksichtigung der in einer Denkschrift niedergelegten Forderungen zu. — Auf einer in Simla abgehaltenen Konferenz indischer Mohammedaner wurde eine scharfe Ent- Schließung angenommen, in der die jüdische Ein- Wanderung nach Palästina als eine Gefahr für die mohammedanischen Interessen bezeichnet 1vird. Die englische Mandatarmacht wird aufgefordert, eine weitere Einwanderung von Juden nach Palästina nicht zuzulassen. Eine ähnliche Resolution wurde von der ״Moslemitischen Liga Indiens“ gefaßt. — Nachdem eben erst die Kischinewer jiddische Tageszeitu/ng ״,U ns er Z eit“ für Palästina verboten worden ist, ist nun auch ein auf ein Jahr lautendes Verbot gegen die Kownoer Zeitung ״Moment“ ausgesprochen worden. In der jüdischen Oeffentlichkeit erregt die Zensur gegen die ausländische jüdische Presse Aufsehen. — Der Chef des Ausländer - Deport ements beim b el g is chen Justizministerium erklärte dem J. T. A.-Vertreter, Belgien sei nicht mehr in der Lage, weitere Flüchtlinge aus Deutschland auf zunehmen. — Die Palästina-Regierung hat erklärt, sie sei bereit, die wegen illegaler Grenzüberschreitung verhafteten und im Gefängnis von Bethlehem, untergebrachten S2 jüdischen Frauen aus Polen zu b efreien, falls diese sich verpflichten, sofort das Land zu verlassen. — Der Minister des Innern ernannte für Groß- Belgrad den neuen Gemeinderat, der aus 50 Personen besteht. Obzwar die Juden nur drei Prozent der Einwohnerzahl der Haupt- und Residenzstadt ausmachen, wurden fünf Juden in den Gemeinderat entsandt. —; In Amsterdam haben sich ohne Bewilligung der zuständigen Behörden zahlreiche‘ Ausländer,' größtenteils aus Deutschland geflüchtete Juden, angesiedelt. Nunmehr erhielten SOO dieser Flüchtlinge von der holländischen Polizei den Auftrag, in kürzester Zeit das Land zr verlassen. — Zum Nachfolger des vor kurzem verstorbenen Leiters des Wissenschaftlich-kriminologischen Instituts in Rom, Prof. Ottolenghi, der Jude war, ist wieder ein jüdischer Gelehrter, Prof. Falco von der Universität Neapel, bestimmt worden. — Die palästin ensis che Verkaufsgenossensehaft der jüdischen Milchwirtschaften ״Tnuwa h“ teilt der Presse mit, daß die Wirtschaften in diesem Jahre neun Millionen Liter Milch, das heißt ■um, zwei Millionen; Liter mehr als im Vorjahre, produziert haben. Würde es gelingen, den Dumpingimport von Butter aus dem Auslande zu unterbinden, so würde in Palästina Platz für neue 2500 jüdische Milchwirtschaften sein. — Das Paß amt der Berliner Polizei hat soeben mit der Herausgabe der neuen Pässe begonnen, die zum erstenmal eine Rubrik über arische und nichtarische Abstammung enthalten, so daß jeder Paßinhaber als Arter oder als Jude gekennzeichnet ist. (Z. T. A.) — Das Zentralkomitee der Poale Agudas Jisroel in P alästina hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, die erste Landeskonferenz der Poale Agudas Jisroel für Chol Hamoed Sukkos d. J. nach Petach-Tikwah einzuberufen. — Der frühere agudistische Sejm-Deputierte Simon Wittenberg mußte wegen zu großer Ueberlastung die Annahme des Postens eines Referenten für jüdische Angelegenheiten beim litauischen Bildun g sminist erium ablehnen. An seinerstatt wurde der Agudist C ho dako f f berufen. — Der allgemein bekannte Lubawitscher Rabbi, Schneersohn, wird zu den hohen Feiertagen in Erez Jisroel erwartet, wo er bis nach Sukkos verbleiben wird. (A. J. P, B.) — H. Frumkin schätzt die Verteilung der jüdisehen und arabischen Arbeit in den jüdisöhen P ar de 8 sim von Palästina, die zur Zeit eine Fläche von etwa 11)0.000 Dumm umfaßt, wie folgt: Rein 'jüdisehe Arbeit auf 22.000 Dumm, überwiegend jüdische Arbeit auf 20,000 Dumm, gemischte Arbeit mit bedeutendem Anteil arabischer Arbeit S0.000 Dumm, rein ambische Arbeit 10,000 Dumm, Es ergibt sich also ein sehr starkes Ueberwtegen der arabischen Arbeit in den jüdisehen Pardessim, — In der Zeit vom 26, Juli Ins 2, August sind in Palästina IS Aktiengesellschaften, 2 ausländische Unternehmungen, 10 Genossenschaften und 22 Teilhabergesellschaften registriert worden. EL Grün* TL, Taborstraße 8 h, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderohe, B

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